Endo-Eve
Endometriose effektiv erkennen und koordiniert ganzheitlich therapieren
Endometriose gehört zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen – und wird dennoch oft erst nach Jahren diagnostiziert. Für betroffene Frauen bedeutet dies einen langen Leidensweg, für gynäkologische Praxen einen hohen Beratungs- und Koordinationsaufwand.
Ziel des Projekts Endo-Eve ist es, Endometriose rechtzeitig und strukturiert zu erkennen, eine standardisierte Ersteinschätzung vorzunehmen sowie die betroffenen Frauen koordiniert in spezialisierte Zentren weiterzuleiten und dort zu behandeln. Das Projekt wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert. Gynäkologen können sich ab 1. Mai 2026 an dem neuen Versorgungs- und Behandlungsprogramm beteiligen.
Die KVBW wird mit folgenden Krankenkassen Verträge abschließen: AOK Baden-Württemberg, Bahn BKK, BIG direkt gesund, BKK Schwarzwald-Baar-Heuberg, BKK Voralb, BKK 24, Energie BKK, IKK gesund plus, Mercedes Benz BKK, Mobil Krankenkasse, Novitas BKK, SBK, Die Techniker, Viactiv Krankenkasse.
Teilnahmeberechtigte Ärzte und Patientinnen
- Alle in Baden-Württemberg zugelassenen, angestellten und ermächtigten Fachärzte für Frauenheilkunde
- Frauen ab 18 Jahren mit mindestens einem endometriose-spezifischen Leitsyndrom, die bei einer der teilnehmenden Krankenkassen versichert sind
Aufgaben für Praxen im Rahmen des Projekts
In der Kontrollphase
- Ausfüllen eines kurzen Rückmeldebogens
- Übermittlung des Rückmeldebogens via KIM an das Studienzentrum Halle (Universitätsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin Halle/Saale)
In der Interventionsphase:
- Durchführung eines strukturierten Endometriose-Assessments mit der Patientin
- Übermittlung des Assessments via KIM an das Studienzentrum Halle
- Weiterleitung der Patientin an eines der teilnehmenden Studienzentren (Universitätsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin Halle/Saale, Universitäts-Frauenklinik Tübingen/Department für Frauengesundheit, Universitäts-Frauenklinik Heidelberg)
Vergütung
Ärzte erhalten im Rahmen des Projekts folgende extrabudgetäre Vergütung im Rahmen der Quartalsabrechnung über die KVBW:
Kontrollphase:
- Teilnahmemanagement: 48 Euro / Patientin
- Weiterleitungsmanagement an das Studienzentrum: 48 Euro / Patientin
Interventionsphase:
- Teilnahmemanagement: 48 Euro/ Patientin
- Endometriose-Assessment: 72 Euro/ Patientin
- Weiterleitungsmanagement an das Studienzentrum: 48 Euro/ Patientin
Teilnahme ab 1. Mai 2026 möglich
In Baden-Württemberg zugelassene, angestellte und ermächtigte Fachärzte für Frauenheilkunde können ab 1. Mai 2026 an dem neuen Versorgungsmodell teilnehmen. Die Vertragsunterlagen und eine Teilnahmeerklärung werden wir Ihnen an dieser Stelle rechtzeitig zur Verfügung stellen.