KVBW Neuigkeiten https://www.kvbawue.de/ Aktuelle Neuigkeiten der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg de KVBW Fri, 09 Dec 2022 06:40:13 +0100 Fri, 09 Dec 2022 06:40:13 +0100 TYPO3 EXT:news news-1724 Thu, 08 Dec 2022 09:37:36 +0100 Honorarverteilung: Änderungen zum 1. Januar 2023 https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/honorarverteilung-aenderungen-zum-1-januar-2023 Einbudgetierung der TSVG-Neupatienten – Fallzahlzuwachsgrenze bleibt ausgesetzt Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) hat mit ihrem Beschluss vom 7. Dezember 2022 über die nachfolgenden Änderungen des Honorarverteilungsmaßstabs (HVM) zum 1. Januar 2023 entschieden: 

Strahlentherapeutische Leistungen: Finanzierung und Vergütung

Die Finanzierung und Vergütung der strahlentherapeutischen Leistungen erfolgt ab dem 1. Januar 2023 wieder außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV). Damit wird die entsprechende Beschlussfassung des Bewertungsausschusses (BA) umgesetzt. Der Hygienezuschlag nach der GOP 25215 EBM bleibt dabei unberücksichtigt – dieser wird weiterhin innerhalb der MGV und hierbei aus dem u. a. für Strahlentherapeuten zur Verfügung stehenden Honorartopf für „Sonstige Ärzte“ vergütet.

Das ab dem Quartal 1/2021 aufgenommene eigenständige Vergütungsvolumen für strahlentherapeutische Leistungen entfällt damit.

Pathologische und zytologische Leistungen: Anpassung des Vorwegabzugs durch Aufnahme der neuen GOP 08315 EBM

Mit Beschluss des BA in der 614. Sitzung wurde u. a. festgelegt, die GOP 19331 EBM (Zytologische Untersuchung zur Diagnostik der hormonellen Funktion) entsprechend der regelhaften Durchführung in der frauenärztlichen Praxis als inhalts- und bewertungsgleiche GOP 08315 EBM ab dem 1. Januar 2023 in das Kapitel 8 EBM zu überführen. Diese EBM-Änderung hat eine Anpassung des Vorwegabzugs im fachärztlichen Versorgungsbereich für pathologische und zytologische Leistungen zur Folge.

TSVG-Leistungen im Rahmen der offenen Sprechstunde:  Anpassung der Regelungen zur Bereinigung der MGV

Die Leistungen, die im Rahmen einer offenen Sprechstunde erbracht werden, werden weiterhin extrabudgetär vergütet. Allerdings sieht der Gesetzgeber mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) hierfür nun eine unbefristete Bereinigung der MGV vor. Diese Bereinigung greift, wenn das arztgruppenspezifische Punktzahlvolumen (≙ Leistungsbedarf) der Leistungen im Rahmen der offenen Sprechstunde in den Arztgruppen, die der grundversorgenden und wohnortnahen Patientenversorgung angehören, im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresquartal um mehr als 3 % ansteigt.

Der BA hat das Nähere zur Bereinigung bis spätestens zum 31. März 2023 zu beschließen.

Wegfall TSVG-Neupatientenregelung

Angepasste Fallzählung bei RLV und QZV sowie angepasste Ermittlung des QZV-relevanten Leistungsbedarfs für die Quartale 1/2023 – 4/2023

Der Gesetzgeber hat mit dem GKV-FinStG die extrabudgetäre Vergütung der TSVG-Neupatienten zurückgenommen mit dem Vorsatz, die Ausgaben der GKV dadurch zu stabilisieren. Die (Wieder-)Einbudgetierung der Leistungen bei TSVG-Neupatienten wirkt sich auf die Fallzählung bei der Ermittlung des RLV und der QZV aus. Behandlungsfälle, die im Vorjahresquartal als TSVG-Neupatienten mit der Ziffer 99873E gekennzeichnet wurden, werden nun im entsprechenden Quartal des Jahres 2023 arztbezogen als relevante Fälle für das Regelleistungsvolumen (RLV) und die qualifikationsgebundenen Zusatzvolumen (QZV) mitgezählt.

Auswirkungen hat die Einbudgetierung auch auf die QZV-Honorarvolumen einzelner Fachgruppen, die nicht über die Fallzahl ermittelt werden, sondern anhand des abgerechneten Leistungsbedarfs, was eine an die Rückführung angepasste Ermittlung des QZV-relevanten Leistungsbedarfs zur Folge hat.

Fallzahlzuwachsbegrenzung: Aussetzung im Jahr 2023

Die Ermittlung der Fallzahlgrenze erfolgte für das Jahr 2022 übergangsweise auf Basis der mit den RLV 2021 in der Honorarabrechnung zugewiesenen RLV-Fallzahl aus dem Jahr 2019 vor der Corona-Pandemie (oder ggf. der höheren Fallzahl aus 2020). Ab dem 1. Quartal 2023 entfällt diese Übergangsregelung, womit grundsätzlich die Fallzahl­begrenzung in gewohnter Weise (wieder) zur Anwendung käme.

Die (Wieder-)Anwendung der Fallzahlzuwachsbegrenzung und die Einbudgetierung der TSVG-Neupatienten hätten jedoch zur Folge, dass manche Fachärzte deutlich über ihrer individuellen Fallzahlgrenze liegen und damit unverhältnismäßig von den Konsequenzen der politisch gewollten Rückführung der TSVG-Neupatienten betroffen sind. Der – teilweise starke – Zuwachs der TSVG-Neupatienten darf nicht zulasten der einem RLV unterliegenden Fachärzte gehen.
Aus diesem Grund wird die Fallzahlzuwachsbegrenzung vorübergehend für das Jahr 2023 ausgesetzt.

Selektivverträge – Anpassung der Bereinigungsfallwerte situativ 

Für die Selektivverträge, bei denen neben einer Ex-ante-Bereinigung auch eine siuative Bereinigung erfolgt, wurden die Bereinigungsbeträge situativ für das Jahr 2023 mit den Krankenkassenverbänden neu abgestimmt. Dies betrifft die Psychotherapie-Verträge der BKK VAG und der GWQ ServicePlus AG sowie den Barmer ProRücken-Vertrag.

QZV Chirotherapie: Neue Bezeichnung

Im Zuge der Änderung der (Muster-)Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer von 2018 wurde u. a. die bisherige Zusatzbezeichnung „Manuelle Medizin/Chirotherapie“ durch „Manuelle Medizin“ ersetzt. Die aktuell gültige Zusatzbezeichnung „Manuelle Medizin“ wird ab dem 1. Oktober 2022 auch im EBM umgesetzt. Infolgedessen wird das bisherige QZV „Chirotherapie“ künftig bei den betreffenden Arztgruppen unter der Bezeichnung „Chirotherapie/Manuelle Medizin“ geführt.

Anpassung der KBV-Vorgaben zur Honorarverteilung zum 1. Januar 2023

Die KBV hat ihre Vorgaben zur Honorarverteilung durch die KVen in folgenden Punkten angepasst:

  • Es werden Finanzmittel aus dem Grundbetrag „Labor“ in den fachärztlichen Grundbetrag überführt vor dem Hintergrund des Wegfalls der GOP 32819 EBM und der Einführung der inhaltsgleichen neuen GOP 19328 EBM.
  • Die Zuordnung der bisher extrabudgetär (GOPs 01841, 11230 und 11233 bis 11236 EBM) bzw. innerhalb der MGV (GOP 01842 EBM) vergüteten humangenetischen Leistungen zum Grundbetrag „genetisches Labor“ entfällt. Deren Finanzvolumen wird dementsprechend vom Grundbetrag „genetisches Labor“ in den fachärztlichen Grundbetrag überführt.
  • Finanzmittel für bestimmte laboratoriumsmedizinische Leistungen (GOP 32860 bis 32865, 32902, 32904, 32906, 32908, 32931, 32932, 32937, 32945 und 32946 EBM) werden aus dem Grundbetrag „genetisches Labor“ in den Grundbetrag „Labor“ überführt.
  • Die Ziffernkränze im jeweiligen Grundbetrag werden entsprechend angepasst.
  • Im Übrigen werden noch wenige redaktionelle Anpassungen vorgenommen, darunter die Streichung verschiedenster Regelungen, deren Gültigkeitszeitraum abgelaufen ist.

Auswirkungen der Anpassung der KBV-Vorgaben auf Regelungen im HVM

  • Der Transfer der Finanzmittel von bestimmten bisher extrabudgetär bzw. innerhalb der MGV vergüteten humangenetischen Leistungen in den fachärztlichen Grundbetrag erfordert als Folgeänderung im HVM, dass diese Leistungen nicht länger zum Vergütungsvolumen für humangenetische Leistungen zugeordnet sind. Des Weiteren wird für diese Leistungen ein neuer Vorwegabzug im fachärztlichen Versorgungsbereich gebildet. 
  • Der Transfer der Finanzmittel für die o. g. laboratoriumsmedizinischen Leistungen aus dem Grundbetrag „genetisches Labor“ in den Grundbetrag „Labor“ erfordert als Folgeänderung im HVM die Anpassung der Vergütungsvolumina für laboratoriumsmedizinische Untersuchungen und für humangenetische Leistungen.

Sie finden die mitgeteilten Änderungen in der aktuellen Fassung des Honorarverteilungs­maßstabs, die unten zum Download zur Verfügung steht. Gerne stellen wir Ihnen im Einzelfall auf Anforderung den aktuellen HVM-Text auch in Papierform zur Verfügung.
Bitte nehmen Sie diesbezüglich oder wenn Sie Fragen haben, Kontakt mit unserer Abrechnungsberatung auf.

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news-1723 Wed, 07 Dec 2022 11:07:17 +0100 Booster-Impfstoff von Sanofi kommt erst Mitte Januar https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/booster-impfstoff-von-sanofi-kommt-erst-mitte-januar Auslieferung verzögert sich Die Auslieferung des neuen proteinbasierten COVID-19-Booster-Impfstoffes von Sanofi verzögert sich. Wie das Bundesministerium für Gesundheit am 6. Dezember 2022 mitteilte, wird das Vakzin erst am 16. Januar 2023 an Arztpraxen geliefert. Ursprünglicher Liefertermin war der kommende Montag.

Eingegangene Bestellungen für die nächste Woche werden am 16. Januar 2023 bedient. Eine Stornierung oder Änderung der Bestellung sei in Absprache mit dem Apotheker aber jederzeit möglich, darauf weist das Ministerium hin. Für den Fall, dass bereits eine Bestellung abgegeben wurde, wird empfohlen, sich sicherheitshalber hierzu mit der Lieferapotheke abzustimmen.

Aufgrund der Lieferverzögerung kann der Impfstoff erst für die Woche ab 16. Januar angefordert werden – Bestellung bis Dienstag, 10. Januar, 12 Uhr.

Das Vakzin VidPrevtyn Beta von Sanofi ist seit Anfang November für Auffrischimpfungen bei Personen ab 18 Jahren zugelassen.

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news-1719 Wed, 07 Dec 2022 10:40:00 +0100 Berufshaftpflichtversicherung: Nachweise beim Zulassungsausschuss einreichen https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/berufshaftpflichtversicherung-nachweise-beim-zulassungsausschuss-einreichen Auch Bestandspraxen müssen Versicherungsnachweis beim Zulassungsausschuss vorlegen Als Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten müssen Sie über eine ausreichende Berufshaftpflichtversicherung verfügen. Sie müssen diese gegenüber dem Zulassungsausschuss nachweisen. Gesetzliche Grundlage dafür ist das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) (§ 95e SGB V vom 20. Juli 2021.

Was bedeutet das für Bestandspraxen? 

Sie sind bereits als Vertragsarzt/ -psychotherapeut, medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), Berufsausübungsgemeinschaft oder ermächtigter Arzt/ Psychotherapeut zugelassen? Dann werden Sie in der nächsten Zeit von den Geschäftsstellen der Zulassungsausschüsse schriftlich aufgefordert, eine Versicherungsbescheinigung über eine ausreichende Berufshaftpflichtversicherung vorzulegen. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass der Zulassungsausschuss alle Bestandspraxen in der Zeit bis zum 20. Juli 2023 dazu auffordern muss.

Für Einzelpraxen und Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) ohne angestellte Ärzte/Psychotherapeuten ist eine Mindestversicherungssumme von 3 Millionen Euro je Arzt/Psychotherapeut gesetzlich vorgeschrieben. Für MVZ, Vertragsärzte/-psychotherapeuten und BAGen mit angestellten Ärzten gilt für die gesamte Einheit eine Mindestversicherungssumme von 5 Millionen Euro. 

Was müssen Sie tun?

  • Fristen: Nach Erhalt des Schreibens des Zulassungsausschusses, haben Sie drei Monate Zeit, diese Versicherungsbescheinigung nach § 113 Abs. 2 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) bei der Geschäftsstelle Ihres Zulassungsausschusses einzureichen.
    Beachten Sie bitte, dass diese dreimonatige Frist erst mit der schriftlichen Aufforderung des Zulassungsausschusses zu laufen beginnt.
  • Notwendige Dokumente: Sie müssen eine Bescheinigung von Ihrer Berufshaftpflichtversicherung anfordern und bei der Geschäftsstelle Ihres Zulassungsausschusses einreichen. 
    • Versicherungen können für das Ausstellen der Bescheinigung die vom Zulassungsausschuss erstellten Formulare verwenden. Sie finden diese unter „Bescheinigung Berufshaftpflichtversicherung“ am Textende. 
    • Es ist aber auch möglich eine von der Versicherung selbst ausgestellte Bescheinigung einzureichen. Bitte hier Folgendes beachten: Die Versicherungsbescheinigung muss inhaltlich mit den Angaben in den unten verlinkten Formularen des Zulassungsausschusses übereinstimmen. 
  • Kontaktdaten: Bitte senden Sie die Versicherungsbescheinigung, die Sie von Ihrer Versicherung erhalten haben, entweder per Post, per Fax oder per E-Mail an die Adresse der Geschäftsstelle des jeweils für Sie zuständigen Zulassungsausschusses (siehe Direktkontakte am Seitenende). 
     

Ihr Versicherer hat Ihnen bereits unaufgefordert einen Nachweis geschickt?

Dann können Sie diese Versicherungsbescheinigung über das Bestehen Ihres Berufshaftpflichtversicherungsschutzes wie gerade beschrieben direkt bei Ihrem Zulassungsausschuss einreichen oder warten, bis die Geschäftsstellen der Zulassungsausschüsse Sie zur Abgabe auffordern und dann Ihre Versicherungsbescheinigung vorlegen.

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news-1722 Mon, 05 Dec 2022 15:59:52 +0100 Bundesregierung bringt Energiepreisbremsen auf den Weg https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/bundesregierung-beschliesst-strom-und-gaspreisbremse Geplante Regelungen gelten auch für die Praxen der Niedergelassenen Das Bundeskabinett hat am 25. November 2022 zwei Gesetzesvorhaben für die Strom- und Gaspreisbremse beschlossen. Privathaushalte und Unternehmen sollen durch eine vergünstigte Grundversorgung und gedeckelte Energiepreise entlastet werden. Die geplanten Regelungen gelten auch für Arzt- und Psychotherapeutenpraxen als kleine und mittlere Unternehmen. Darüber informiert der KVBW-Vorstand in einer aktuellen Schnellinformation.

Strompreisbremse und Gaspreisbremse werden zum 1. März 2023 eingeführt und gelten rückwirkend ab dem 1. Januar 2023 bis Ende April 2024. Der Preisdeckel federt die Energiekosten für Bürgerinnen und Bürger sowie kleine und mittlere Unternehmen bis zu einem Grundkontingent von 80 % des Vorjahresverbrauchs ab. Für den verbleibenden Verbrauch muss dann der normale Marktpreis bezahlt werden. KVBW und KBV wirken derzeit darauf hin, für Praxen mit hohem Energiebedarf weitere Unterstützung zu erreichen.

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news-1721 Mon, 05 Dec 2022 15:36:05 +0100 Kundeninformation des PVS-Betreibers Smarty<sup>®</sup> zu möglichen TI-Sanktionen ist nicht nachvollziehbar https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/kundeninformation-des-pvs-betreibers-smarty-zu-moeglichen-ti-sanktionen-ist-nicht-nachvollziehbar KVBW weist Aussagen wegen fehlender Rechtsgrundlage zurück Einige Praxen sind zuletzt vom Betreiber des PVS-Systems Smarty® angeschrieben worden mit der werblichen Aufforderung, die TI-Fachmodule für das Notfalldaten­management (NFDM) sowie für den elektronischen Medikationsplan (eMP) zu kaufen, da Ihnen als Vertragsarzt oder -psychotherapeut ansonsten durch die KVBW Sanktionen drohen könnten.

Die KVBW weist diese Aussagen insbesondere in Bezug auf die möglicherweise drohenden Sanktionen entschieden zurück. Sie sind als an der vertragsärztlichen beziehungsweise an der vertragspsychotherapeutischen Versorgung Teilnehmende ohnehin seit September 2020 gesetzlich dazu verpflichtet, die TI-Anwendungen NFDM und eMP auf Wunsch des Patienten durchzuführen und entsprechend in der Praxis vorzuhalten. Die KVBW kann deswegen nicht nachvollziehen, auf welcher vermeintlich neuen Rechtsgrundlage die diesbezügliche Kundeninformation von Smarty® basiert.

Richtig ist, dass die KBV tatsächlich mit der Quartalsabrechnung 4/2022 die KVDT-Spezifikationen für die Anbieter von informationstechnischen Systemen angepasst hat. Die Informationen aus den erweiterten Feldkennungen werden jedoch gegenwärtig nur zu Revisionszwecken im Zusammenhang mit der Auszahlung von Pauschalen für die Fachanwendungen genutzt.

KVBW handelt ausschließlich auf gesetzlicher Grundlage

Sanktionen, die im Zusammenhang mit der TI umgesetzt werden müssen, werden von der KVBW ausschließlich auf Basis einer gesetzlichen Grundlage durchgeführt. Für die in Rede stehenden Anwendungen NFDM und eMP sieht der Gesetzgeber nach derzeitigem Stand keine Sanktionen vor. Auch wenn diese Anwendungen sanktionsbefreit sind, ändert dies nichts an der gesetzlichen Verpflichtung, diese TI-Fachanwendungen in der Praxis vorzuhalten. Wenn der Versicherte die Anlage dieser Datensätze wünscht, sind Sie unmittelbar bundesmantelvertraglich dazu verpflichtet, den elektronischen Notfalldatensatz und/oder den elektronischen Medikationsplan des Versicherten zu befüllen, zu aktualisieren oder zu löschen.

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news-1718 Wed, 30 Nov 2022 15:38:00 +0100 Terminservicestelle: Neue GOP erfasst die No-Show-Rate https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/terminservicestelle-nicht-wahrgenommene-vermittelte-termine-dokumentieren Ab Januar 2023: Psychotherapeuten können bei Nichterscheinen von TSS-Patienten die Zählziffer 99111 eintragen Seit der Gesetzgeber die Terminservicestelle (TSS) eingeführt hat, ist die Termintreue Diskussionsthema, denn die Ausfallzeiten durch Nichterscheinen (englisch: No-show) stellen einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Schaden für die psychotherapeutischen Praxen dar.

Um die nicht wahrgenommenen Termine zu dokumentieren, ist es ab dem Abrechnungsquartal 1/2023 möglich, diese über eine sogenannte Zählziffer (GOP 99111) zu erfassen. Ziel ist die Erhebung einer validen Statistik, die sich dann an die Politik spiegeln lässt. Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg informiert dazu in einer aktuellen Schnellinformation.

So legen Sie den Pseudofall an

Abzurechnen ist diese „Zählziffer“ auf einem eigens angelegten Pseudofall für das ganze Quartal, ohne jeglichen Patientenbezug (Datenschutz!), mit entsprechendem Multiplikator.

Bitte legen Sie bei Bedarf den Pseudofall mit den folgenden „Patientendaten“ an:

  • Vorname: Entgangener
  • Nachname: TSS-Termin
  • Straße: TSS-Str. 1
  • Ort: 12345 TSS-Stadt
  • Geb.-Dat.: 01.01.2020
  • Kostenträger: AOK BW

Auf diesem Schein wird mit beliebigem Datum die GOP 99111 mit Multiplikator (entsprechend der Anzahl der nicht wahrgenommenen, TSS-vermittelten Termine) für das ganze Quartal eingetragen. Sie können also entweder 

  • im Quartal sammeln, wie viele nicht wahrgenommene Termine es gab und erst am Quartalsendende den Pseudofall mit dem entsprechenden Multiplikator anlegen oder
  • sie legen den Fall beim ersten Ausfall im Quartal an und ändern dann gegebenenfalls im Laufe des Quartals den Multiplikator.
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news-1717 Fri, 25 Nov 2022 13:01:09 +0100 Digitalisierung belastet Praxen zusätzlich https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/digitalisierung-belastet-praxen-zusaetzlich Elektronische AU ist Schwerpunktthema des aktuellen Bürokratieindex Die aktuell verfügbaren digitalen Anwendungen in den Praxen führen zu einer höheren Arbeitsbelastung, da sie die Praxen nicht wie beabsichtigt entlasten, sondern im Gegenteil noch zusätzlich belasten. Das ergibt sich aus dem aktuell erschienenen Bürokratieindex (BIX) 2022 für die vertragsärztliche Versorgung. Schwerpunktthema des aktuellen BIX ist die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU).

Hoher Zusatzaufwand durch die elektronische AU

Allein die eAU führt zu 1,25 Millionen zusätzlichen Arbeitsstunden pro Jahr in den vertragsärztlichen Praxen, haben die Untersuchungen ergeben. Gründe für die Zusatzbelastung sind die lange Dauer des elektronischen Signiervorgangs sowie der Aufwand für den Nachversand der papiergebundenen Ersatzbescheinigung bei Fehlern des digitalen Versands. Für den Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) stellt das eine völlig inakzeptable Situation dar. „Das verdeutlicht exemplarisch das endgültige Scheitern der derzeitigen Digitalisierungsstrategie von gematik und Bundesgesundheitsministerium“, sagte KVBW-Vorstandschef Dr. Norbert Metke am Freitag in Stuttgart: „Es ist ein Armutszeugnis, dass die Anwendungen nicht so gestaltet sind, dass sie die Praxen entlasten, sondern eine zusätzliche Belastung darstellen. Angesichts des Ärztemangels, der Probleme, die wir in der Sicherstellung der Versorgung haben und des Mangels an qualifiziertem Fachpersonal in den Praxen, können wir nur den Kopf schütteln über dieses Maß an Ignoranz, das die Verantwortlichen an den Tag legen.“

Fehlender Nutzen geht auf Kosten der Patientenversorgung

Sein Kollege Dr. Johannes Fechner ergänzte: „Wir brauchen dringend digitale Anwendungen in den Praxen. Es ist kaum zu glauben, dass Deutschland zwar als Hochtechnologieland gilt, wir im Gesundheitswesen aber anderen Nationen weit hinterherhinken. Allerdings betreiben wir Digitalisierung nicht um der Digitalisierung willen. Digitalisierung muss einen Nutzen stiften. Und der Nutzen darf nicht auf Kosten der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte oder des Praxispersonals gehen. Täglich suchen Millionen Patientinnen und Patienten die Praxen auf. Da müssen die Prozesse und die Anwendungen funktionieren. Jede Minute, die für die Technik aufgewendet werden muss, geht zu Lasten der Patientenversorgung.“

In der Untersuchung, die von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Fachhochschule des Mittelstandes durchgeführt wurde, wurde der Zeitaufwand erhoben, der bisher für eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung benötigt wurde und mit der eAU verglichen. Vor allem der Aufwand rund um das Signieren, das Versenden und Ausdrucken sowie die Fehlerbehebung erfordern einen hohen zusätzlichen Aufwand. Hinzu kommt, so die Untersuchung, dass währenddessen keine anderen Programme nutzbar sind, was zusätzlich zu einer Belastung für die Praxen führt.

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news-1716 Fri, 25 Nov 2022 10:49:29 +0100 Bürgertests nur noch für vier Personengruppen https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/buergertests-nur-noch-fuer-vier-personengruppen Coronavirus-Testverordnung (TestV): Neue Regeln ab sofort – neue Preise ab Dezember Ab Freitag, 25. November 2022, gilt erneut eine geänderte Coronavirus-Testverordnung (TestV). Insbesondere Paragraf 4a, der die Bürgertestungen regelt, wurde einmal mehr neu gefasst. 8 der bisherigen 12 Testanlässe für Bürgertests entfallen. Nur noch vier Personengruppen ohne Symptome haben weiterhin Anspruch auf einen kostenlosen Bürgertest: BMG: Coronavirus-Testverordnung. Ab 1. Dezember wird zudem die Vergütung für die Coronatests gekürzt. Dann zahlt der Bund 1 Euro weniger als bisher für den Abstrich. Die Sachkostenpauschale für Schnelltests sinkt um 50 Cent. Wir passen die Informationen auf dieser Homepage schnellstmöglich an. Es gelten die Preise und Bedingungen laut TestV.

Wir haben die Übersicht „Corona-Tests: Behalten Sie den Durchblick!“ und das Merkblatt Abrechnung Corona-Testung asymptomatische Personen für Sie aktualisiert. 

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news-1714 Mon, 21 Nov 2022 11:22:36 +0100 Angepasster BA.4/BA.5-Impfstoff von Moderna bestellbar https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/angepasster-ba4-ba5-impfstoff-von-moderna-bestellbar Corona-Impfung: Hinweise zur Impfstoffbestellung Nach dem Unternehmen BioNTech/Pfizer bringt jetzt auch Moderna seinen an die Corona-Varianten BA.4/BA.5 angepassten Booster-Impfstoff in Deutschland auf den Markt. Arztpraxen können das Vakzin erstmals bis nächsten Dienstag bestellen, wie das Bundesministerium für Gesundheit mitteilte.

Die erste Auslieferung des an die Omikron-Subvarianten BA.4/BA.5 angepassten bivalenten mRNA-Impfstoffs Spikevax von Moderna erfolgt in der Woche ab 28. November. Es gibt keine Höchstbestellmenge für Vertragsärzte.

Der BA.4/BA.5-Impfstoff von Moderna ist seit Mitte Oktober in der Europäischen Union für Auffrischimpfungen bei Personen ab zwölf Jahren zugelassen, die zuvor mindestens eine Grundimmunisierung gegen COVID-19 erhalten haben.

Dosis beträgt 0,5 ml

In einem Vial sind wie bei dem BA.1-Vakzin von Moderna fünf Dosen enthalten. Die Kappenfarbe ist ebenfalls blau (Spikevax Original, nicht angepasst: rote Kappe).

Die korrekte Dosis beträgt 0,5 ml (50 Mikrogramm). Dies gilt auch für den an BA.1 angepassten Impfstoff von Moderna, der seit September verfügbar ist. Darauf hat das Unternehmen vorsorglich hingewiesen, um eine Verwechslung der Dosis zu vermeiden. Der Grund ist, dass für Auffrischimpfungen mit dem ursprünglichen monovalenten Spikevax-Impfstoff (rote Kappe) eine Dosierung von 0,25 ml (entspricht 50 Mikrogramm) verwendet wurde.

Keine neuen Pseudonummern

Für die tägliche Dokumentation der Impfungen mit dem angepassten BA.4/BA.5-Impfstoff nutzen Praxen im Impf-DokuPortal das bereits vorhandene Feld „Moderna angepasst“.

Die Impfungen werden mit der gleichen Pseudonummer (88338) abgerechnet wie Impfungen mit dem BA.1-angepassten Impfstoff von Moderna.

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news-1713 Mon, 21 Nov 2022 11:04:00 +0100 Heilmittelbehandlungen per Video jetzt auch in der Ergotherapie möglich https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/heilmittelbehandlungen-per-video-jetzt-auch-in-der-ergotherapie-moeglich Telemedizinische Leistungen in der Heilmittel-Richtlinie verankert Seit 1. Oktober 2022 sind auch im Bereich der Ergotherapie telemedizinische Leistungen (Videotherapie) möglich. Bereits seit Anfang April 2022 waren die ersten Heilmittelbehandlungen per Video bei der allgemeinen Krankengymnastik und Atemtherapie sowie bei Anamnese und Interventionen in der Ernährungstherapie verordnungsfähig (mehr erfahren »).

Unter telemedizinischen Leistungen sind vorrangig Onlinebehandlungen per Videoübertragung zwischen Patient und Heilmittelerbringer in Echtzeit zu verstehen. Aufgezeichnete Videofilme oder digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) stellen demnach keine Behandlung im Sinne der Richtlinie dar.

Die Preise der telemedizinischen Leistungen im Bereich Ergotherapie sind dieselben wie bei der Behandlung in Präsenz. Der erste Termin einer Ergotherapie erfordert immer eine Präsenzbehandlung.

Folgende Leistungen können nicht per Videotherapie durchgeführt werden:

  • thermische Leistungen
  • temporäre ergotherapeutische Schiene
  • verordnete Hausbesuche

Das ändert sich für verordnende Ärzte und Psychotherapeuten

Als verordnender Arzt oder Psychotherapeut entscheiden Sie, ob eine Heilmittel­behandlung per Telemedizin ausgeschlossen ist oder eine Videobehandlung erfolgen kann. Falls es einen Hinderungsgrund für eine Heilmittelbehandlung per Video gibt, können Sie diese mit einem entsprechenden Hinweis auf dem Muster 13 im Feld „ggf. Therapieziele / weitere med. Befunde und Hinweise“ ausschließen. Ergibt sich im Laufe der Behandlung, dass trotz des vorherigen Ausschlusses eine Behandlung per Video doch geeignet ist, so ist dies im Einvernehmen zwischen Ihnen und dem Patienten immer noch möglich.

Sofern Sie die telemedizinische Heilmittelbehandlung nicht ausgeschlossen haben, trifft der Patient mit dem Heilmitteltherapeuten gemeinsam die Entscheidung, wie die Therapie durchgeführt wird.

Eine persönlich erbrachte Heilmitteltherapie hat Vorrang vor einer telemedizinischen Leistung, sofern das Therapieziel sonst nicht im gleichen Maß erreicht werden kann. Ein Wechsel zu einer Behandlung in Präsenz ist jederzeit möglich.

Übergangsregelung für Videotherapie bei der Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie

Bitte beachten Sie, dass es im Rahmen einer Übergangsregelung seit 1. September 2022 ebenfalls möglich ist, im Bereich der Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie Heilmittelbehandlungen per Video zu verordnen. Die Übergangsvereinbarung gilt, bis eine Entscheidung im laufenden Schiedsamtverfahren getroffen worden ist. Die vollständigen Kriterien können Sie der Übergangsvereinbarung zum Rahmenvertrag über die Versorgung mit Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie entnehmen.

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news-1712 Fri, 18 Nov 2022 13:22:57 +0100 Gichtmittel Febuxostat nur noch eingeschränkt verordnungsfähig https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/gichtmittel-febuxostat-nur-noch-eingeschraenkt-verordnungsfaehig Ergänzung der Anlage III zur Arzneimittel-Richtlinie in Kraft getreten Eine Verordnung von Febuxostat zulasten der GKV ist nur möglich für:

  • Patienten mit Unverträglichkeit oder hohem Risiko für Unverträglichkeit gegenüber Allopurinol oder
  • Patienten, bei denen ein Therapieversuch mit patientenindividuell optimierter Therapie mit Allopurinol erfolglos geblieben ist.

Diese Ausnahmefälle hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) mit Wirkung ab dem 8. November 2022 in der neuen Nummer 29a in Anlage III zur Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL) festgelegt.

Hintergrund

Eine chronische Hyperurikämie wird unter anderem mit den Urikostatika Febuxostat und Allopurinol behandelt. Der G-BA geht davon aus, dass es keine therapeutischen Unterschiede zwischen Febuxostat und Allopurinol gibt. Das Behandlungsziel, d. h. die Vermeidung weiterer klinischer Komplikationen hyperurikämischer Zustände, ist mit Allopurinol ebenso zweckmäßig, aber kostengünstiger zu erreichen. Allopurinol ist somit die wirtschaftlichere Behandlungsmöglichkeit.

Verordnungseinschränkung für Gichtmittel wie Allopurinol gilt weiterhin

Nach Nr. 29 Anlage III AM-RL sind Gichtmittel grundsätzlich nur eingeschränkt verordnungsfähig

  • zur Behandlung eines akuten Gichtanfalls oder
  • bei chronischer Niereninsuffizienz oder
  • bei Hyperurikämie bei onkologischen Erkrankungen oder
  • wenn ein Therapieversuch mit nichtmedikamentösen Maßnahmen erfolglos geblieben ist.
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news-1711 Thu, 17 Nov 2022 16:39:01 +0100 STIKO empfiehlt Corona-Impfung für vorerkrankte Kleinkinder https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/stiko-empfiehlt-corona-impfung-fuer-vorerkrankte-kleinkinder 23. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung Die Ständige Impfkommission (STIKO) spricht eine COVID-19-Impfempfehlung für vorerkrankte Kinder im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren aus und aktualisiert ihre Empfehlung für Kinder mit Kontakt zu vulnerablen Personen. Kindern, die aufgrund von Grunderkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben, wird eine vollständige Grundimmunisierung mit einem für diese Altersgruppe zugelassenen mRNA-Impfstoff (vorzugsweise BioNTech Comirnaty-Kinder-Impfstoff) empfohlen. Auch Frühgeborene, die das zweite Lebensjahr noch nicht vollendet haben, tragen ein erhöhtes Risiko und sollen demnach geimpft werden. Eine Liste der bei Kindern relevanten Vorerkrankungen findet sich in der STIKO-Empfehlung.

Quelle: RKI

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news-1710 Thu, 17 Nov 2022 12:59:50 +0100 Telefonische Krankschreibung bei leichten Atemwegserkrankungen weiter bis Ende März 2023 möglich https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/telefonische-krankschreibung-bei-leichten-atemwegserkrankungen-weiter-bis-ende-maerz-2023-moeglich Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) verlängert Corona-Sonderregelung Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat seine Corona-Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung bis 31. März 2023 verlängert. Ohne diesen Beschluss wäre die Sonderregelung zur Bescheinigung einer Arbeitsunfähigkeit zum 30. November 2022 ausgelaufen. Nun gilt weiterhin: Versicherte, die aufgrund einer leichten Atemwegserkrankung arbeitsunfähig sind, können nach telefonischer Anamnese bis zu 7 Tage krankgeschrieben werden. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte befragen die Patientin oder den Patienten dabei am Telefon zu ihren Beschwerden und bescheinigen dann gegebenenfalls die Arbeitsunfähigkeit. Eine Verlängerung der Krankschreibung auf telefonischem Wege ist einmalig für weitere 7 Kalendertage möglich.

Quelle: G-BA

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news-1708 Wed, 16 Nov 2022 10:58:19 +0100 Lockerung der Isolationsregeln https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/lockerung-der-isolationsregeln Baden-Württemberg passt Corona-Verordnung zur Absonderung an Das baden-württembergische Sozial- und Gesundheitsministerium hat seine Corona-Verordnung zur Absonderung überabeitet. Die neuen Regelungen gelten ab Mittwoch, 16. November 2022, und sehen für positiv getestete Personen verpflichtende Schutzmaßnahmen anstelle einer generellen Isolationspflicht vor, unter anderem eine Maskenpflicht außerhalb der eigenen Wohnung. Höhere Schutzstandards gelten weiterhin in medizinisch-pflegerischen Einrichtungen, zu denen ärztliche und psychotherapeutische Praxen gehören.

Detailinformationen finden Sie auf der Homepage des Sozialministeriums: Baden-Württemberg passt Corona-Verordnung zur Absonderung an

In diesem Zuammenhang hat das Ministerium seine Merkblätter zum Umgang mit positiven Testergebnissen aktualisiert (unten zum Download).

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news-1707 Fri, 04 Nov 2022 13:15:02 +0100 Stellungnahme zur Kundeninformation des Praxisverwaltungssystem-Betreibers Smarty https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/stellungnahme-zur-kundeninformation-des-praxisverwaltungssystem-betreibers-smarty Bitte PVS weiterhin updaten Kunden des Praxisverwaltungssystems (PVS) Smarty® wurden zuletzt über eine gesetzliche Ausnahmeregelung informiert, die sich auf ein Update sowie die Notwendigkeit der TI- Anwendungen des Notfalldatenmanagements (NFDM) und des elektronischen Medikationsplans (eMP) bezieht.

Unabhängig von dieser Information sind Sie weiterhin gesetzlich dazu verpflichtet, Ihr PVS upzudaten und die Anwendungen des NFDM und eMP zu haben. Der KVBW ist die Rechtsgrundlage, auf der Kunden des PVS-Anbieters Smarty® informiert wurden, nicht bekannt. Wir bitten Sie im eigenen Interesse, weiterhin diese Anwendungen vorzuhalten, auch wenn diese sanktionsbefreit sind. 

Das Vorgehen des PVS-Betreibers Smarty® wird unter den KVen diskutiert und wurde der KBV gemeldet. Die KBV hat bereits eine Stellungnahme des Herstellers angefordert. 

Sobald uns nähere Informationen vorliegen, werden wir sie Ihnen an dieser Stelle zur Verfügung stellen. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld. 

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news-1706 Wed, 02 Nov 2022 10:05:35 +0100 Änderungen bei der Abrechnung von Jugendarbeitsschutzuntersuchungen https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/aenderungen-bei-der-abrechnung-von-jugendarbeitsschutzuntersuchungen Abrechnung über das Regierungspräsidium Tübingen künftig nur noch online Das Regierungspräsidium Tübingen bat uns folgende Information an Sie weiterzugeben:

"Die Abrechnung der Untersuchungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz in Papierform ist künftig nicht mehr möglich. Der Untersuchungsberechtigungsschein, den Sie für Ihre Kostenforderung benötigen, steht jetzt auf Service-BW ONLINE zur Verfügung.

Um den Untersuchungsberechtigungsschein nutzen zu können, benötigen Sie ein Konto auf Service-BW.

Sie können ein Privatkonto für Ihre Praxis auf www.service-bw.de/registrierung anlegen. Profildaten, die in dem Konto mit dem Sie sich anmelden hinterlegt sind, können in den Antrag übernommen werden. Die Erlaubnis dazu können Sie generell oder von Fall zu Fall erteilen.

Den Untersuchungsberechtigungsschein können Sie über Abrechnung beantragen aufrufen. Sobald der Antrag vollständig ausgefüllt und abgeschickt ist, wird die Abrechnung veranlasst. Die Nummer, unter der die Abrechnung erfolgt, wird Ihnen mit einer Zusammenfassung Ihres Antrags in Ihrem Postfach zur Verfügung gestellt.

Folgende Vorteile sind für Sie mit dem Online-Untersuchungsberechtigungsschein verbunden: 

  • Felder die mit Angaben in Ihren Profildaten hinterlegt sind, können vorbelegt werden
  • Kostenforderungen für mehrere Jugendliche können in einem Antrag gestellt werden
  • keine Bevorratung von Antragsformularen in Papierform nötig 
  • kein Ausdruck des Antrags 
  • kein Postversand 
  • die Antragsbestätigung wird auf Service-BW zur Verfügung gestellt
  • es ist geplant, im Laufe des Jahres auch eine Mitteilung über die Auszahlung auf Service-BW zur Verfügung zu stellen.

Über Ihr Privatkonto auf Service-BW können Sie ein Organisationskonto anlegen. Dort können Sie Mitglieder hinzufügen, die dann im Namen der Arztpraxis Anträge ausfüllen können. Ob Sie die Anträge über Ihr Privatkonto oder über ein Organisationskonto stellen, hat auf den Abrechnungsvorgang keinen Einfluss und wird Ihnen anheimgestellt.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem neuen Online-Verfahren die Abrechnung Ihrer Untersuchungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz zu erleichtern.

Das JuSchu-Team des Regierungspräsidium Tübingen"

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news-1704 Fri, 28 Oct 2022 13:41:54 +0200 Kleinkinderimpfstoff: Vakzin von BioNTech/Pfizer nun bestellbar https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/kleinkinderimpfstoff-vakzin-von-biontech-pfizer-nun-bestellbar Noch keine STIKO-Empfehlung Der COVID-19-Impfstoff für Säuglinge und Kleinkinder von BioNTech/Pfizer kann ab sofort bestellt werden. Eine erste Auslieferung an die Arztpraxen erfolgt in der Woche ab 7. November 2022, wie das Bundesministerium für Gesundheit mitteilte.

Praxen können bis zu 240 Dosen je Arzt bestellen. Das Vakzin ist für Mädchen und Jungen im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren zugelassen. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission für diese Altersgruppe liegt allerdings noch nicht vor [UPDATE: STIKO-Impfempfehlung für vorerkrankte Kinder im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren am 17. November 2022].

Neue Fläschchen für Kleinkinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer

Das Pharmaunternehmen BioNTech/Pfizer stellt für Säuglinge und Kleinkinder eine neue Formulierung bereit. Sie enthält eine niedrigere Konzentration als der Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige (drei statt zehn Mikrogramm pro Dosis), der seit Ende 2021 verfügbar ist.

Der Impfstoff steht nicht als Fertiglösung bereit. Er muss vor der Verabreichung mit NaCl verdünnt werden.

Aus einem Fläschchen (Vial) können bis zu zehn Dosen entnommen werden. Dafür wird der Einsatz von Spritzen und/oder Nadeln mit geringem Totraumvolumen empfohlen. Die Kombination aus Spritze und Nadel sollte ein Totraumvolumen von nicht mehr als 35 Mikrolitern haben.

Drei Impfstoffdosen für die Grundimmunisierung

Für die vollständige Grundimmunisierung der Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren sind nach Angaben des Herstellers drei Impfungen erforderlich. Die ersten zwei Dosen werden im Abstand von drei Wochen verabreicht, die dritte Dosis mindestens acht Wochen nach der zweiten Dosis.

Keine neuen Pseudonummern

Impfungen bei Kleinkindern müssen ebenfalls täglich elektronisch dokumentiert werden. Das Impf-DokuPortal wird dazu entsprechend angepasst.

Die Impfungen werden mit den gleichen Pseudonummern abgerechnet wie Impfungen mit dem nicht an Omikron angepassten Impfstoff von BioNTech/Pfizer: erste Impfung 88331A, zweite Impfung 88331B und dritte Impfung 88331R.

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news-1703 Tue, 25 Oct 2022 09:38:46 +0200 Notfalldienst feiert Jubiläum: 50 Jahre im Dienst der Patienten https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/notfalldienst-feiert-jubilaeum-50-jahre-im-dienst-der-patienten 50-jähriges Bestehen der Schwetzinger Notfallpraxis Die Schwetzinger Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) feiert 50-jähriges Bestehen. „Im Jahr 1972 hatte ein engagierter Arzt gemeinsam mit einer Arzthelferin den Dienst aufgebaut; die Kassenärztliche Vereinigung unterstützte den Aufbau räumlich und finanziell“, erinnert sich Dr. Andreas Reinicke, verantwortlicher Arzt für den Notfalldienst in Schwetzingen.

In den vergangenen zwölf Monaten wurden in der Notfallpraxis circa 10.000 Patientinnen und Patienten im Sitz- und Fahrdienst behandelt. „Ein tolles Zeichen dafür, dass sich die Notfallpraxis in der Region etabliert hat“, so Reinicke. Die Notfallpraxis ist die Anlaufstelle in der Region für Patienten und Patientinnen, die ein dringendes medizinisches Anliegen haben, das nicht bis zum nächsten Werktag warten kann und einer dringenden Behandlung bedarf. 

Umzug in die GRN-Klinik

Nach verschiedensten Stationen ist die Notfallpraxis im Jahr 2016 von der Markgrafenstraße an die GRN-Klinik Schwetzingen umgezogen. Mit dem Umzug sollte die Zusammenarbeit zwischen den Ärztinnen und Ärzten der Notaufnahme im Krankenhaus und denen im kassenärztlichen Bereitschaftsdienst in der Notfallpraxis verbessert werden. Fälle, die einer dringenden Behandlung bedürfen und nicht schwerwiegend und lebensbedrohlich sind, können in der Notfallpraxis der niedergelassenen Ärzte behandelt werden. Sollte sich herausstellen, dass der Patient doch schwer erkrankt ist, kann der Arzt im Bereitschaftsdienst eine Aufnahme ins Klinikum veranlassen. 

Öffnungszeiten und Erreichbarkeit

Die allgemeine Notfallpraxis befindet sich an der GRN-Klinik in der Bodelschwinghstraße 10, 68723 Schwetzingen im ersten Obergeschoss. Am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag ist sie von 19 Uhr bis 24 Uhr sowie Mittwoch von 13 Uhr bis 24 Uhr geöffnet. 
Am Wochenende und an Feiertagen können Patientinnen und Patienten die Praxis durchgehend von 8.00 Uhr bis 24.00 Uhr konsultieren. Telefonisch ist die Notfallpraxis über die Rufnummer 116117 erreichbar. Hierüber kann auch bei Erfordernis und medizinischer Indikation ein Hausbesuch für nicht gehfähige Patienten angefordert werden. 

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news-1702 Mon, 24 Oct 2022 09:45:42 +0200 Bundestag schafft Neupatientenregelung ab https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/bundestag-schafft-neupatientenregelung-ab Zuschläge zur Terminvermittlung kompensieren den Wegfall nicht Die Neupatientenregelung wird zum 1. Januar abgeschafft. Der Bundestag hat dies mit der Verabschiedung des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes letzte Woche Donnerstag beschlossen. Im Gegenzug sollen die Zuschläge für eine schnelle Terminvermittlung erhöht werden.

Zuschläge je nach Schnelligkeit der Terminvermittlung

Nach der neuen gesetzlichen Regelung sollen Ärzte für Patienten, die über die Terminservicestellen (TSS) vermittelt werden, abhängig von der Schnelligkeit der Vermittlung Zuschläge von 100, 80 beziehungsweise 40 Prozent zur Versicherten- und Grundpauschale erhalten. Fachärzte können diese Zuschläge auch abrechnen, wenn sie Patienten auf Vermittlung eines Hausarztes kurzfristig behandeln. Hausärzte erhalten für die Terminvermittlung statt zehn künftig 15 Euro. 

Im Akutfall beläuft sich der Zuschlag ab Januar auf 200 Prozent. In diesem Fall muss die TSS den Termin vermitteln und die Behandlung spätestens am nächsten Tag erfolgen (mehr zu der neuen Regelung siehe Infobox).

Kürzungen auch bei den offenen Sprechstunden

Auch die Finanzierung der offenen Sprechstunden wird zum 1. Januar geändert. Untersuchungen und Behandlungen, die dort durchgeführt werden, müssen künftig weitestgehend aus der gedeckelten morbiditätsbedingten Gesamtvergütung bezahlt werden. Ursprünglich sollten die Krankenkassen zusätzliche Finanzmittel bereitstellen, damit Versicherte schneller einen Facharzt konsultieren können. 

Hintergrund zu Neupatientenregelung

Die Neupatientenregelung war vor drei Jahren mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz eingeführt worden, damit neue Patienten schneller einen Termin bekommen. Es wurde festgelegt, dass die Leistungen für die Behandlung dieser Patienten in voller Höhe vergütet werden. Auf diese Weise wurde ein Anreiz für die durch Budgetierung und hohe Patientenzahlen ohnehin stark belasteten Praxen geschaffen, zusätzlich kurzfristige Termine anzubieten und neue Patienten aufzunehmen. Diese Regelung wird zum 1. Januar ersatzlos gestrichen.

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news-1701 Fri, 21 Oct 2022 10:21:25 +0200 Paxlovid länger haltbar https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/paxlovid-laenger-haltbar Filmtabletten verfallen sechs Monate später Die Haltbarkeitsdauer von Paxlovid®-Filmtabletten wurde von zwölf auf 18 Monate verlängert. Das teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mit. Ärzte können Packungen des oral anwendbaren antiviralen Medikaments zur Behandlung von COVID-19 länger einsetzen, als das aufgedruckte Verfalldatum angibt.

Konkret bedeutet das, dass Hausärzte, die Paxlovid®-Packungen mit einem Verfalldatum von November 2022 bis Mai 2023 in ihrer Praxis vorrätig halten, die Mittel ein halbes Jahr länger an Patienten abgeben können – sechs Monate über das aufgedruckte Datum hinaus (siehe Tabelle unten).

Fachärzte verordnen das Medikament weiterhin ihren Patienten zur Selbstabholung in der Apotheke. Packungen mit einem aufgedruckten Verfalldatum ab Juni 2023 sind von der Verlängerung der Haltbarkeit nicht betroffen. Hier ist die längere Haltbarkeit beim Aufdrucken bereits berücksichtigt worden.

Vorgesehen für Risikopatienten

Paxlovid® wird angewendet zur Behandlung einer COVID-19-Erkrankung bei Erwachsenen, die keine zusätzliche Sauerstoffzufuhr benötigen und ein erhöhtes Risiko haben, einen schweren Verlauf zu entwickeln – insbesondere bei älteren Patienten, ungeimpften oder unvollständig geimpften sowie bei Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit für Impfversagen analog zu den aktuellen STIKO-Impfempfehlungen.

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news-1700 Wed, 19 Oct 2022 19:22:46 +0200 Vorsitzende der Vertreterversammlung gewählt https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/vorsitzende-der-vertreterversammlung-gewaehlt Dr. Thomas Heyer & Dr. Anne Gräfin Vitzthum leiten künftig das KVBW-Parlament Die Vertreterversammlung der KV Baden-Württemberg hat bei ihrer konstituierenden Sitzung am Mittwoch, 19. Oktober 2022, die Vorsitzenden der Vertreterversammlung für die Amtsperiode 2023 bis 2028 gewählt.  Zum Vorsitzenden der Vertreterversammlung ist Dr. Thomas Heyer, Hausarzt aus Stuttgart, gewählt worden. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Dr. Anne Gräfin Vitzthum, Hausärztin aus Weinstadt, gewählt.

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news-1699 Wed, 19 Oct 2022 16:57:39 +0200 Konnektorentausch, Kartenterminalaufsatz & defekte Geräte https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/konnektorentausch-kartenterminalaufsatz-defekte-geraete Jetzt Finanzierungspauschalen für die Telematikinfrastruktur (TI) geltend machen Vertragsärztliche und vertragspsychotherapeutische Praxen in Baden-Württemberg, die ihren TI-Konnektor wegen aus­lauf­enden Sicher­heits­zertifikaten austauschen mussten, können die Pauschale für den Konnektortausch ab sofort bei uns geltend machen. Zusätzlich dürfen Praxen, die störanfällige Lesegeräte des Herstellers Ingenico nutzen, die Pauschale für einen Kartenterminal-Aufsatz beantragen, der verhindern soll, dass es beim Einlesen der Karten wegen elektro­statischer Aufladung zu Abstürzen kommt. Die Beantragung der Pauschalen für Ersatzgeräte bei defekten Konnektoren und Kartenterminals ist nun ebenfalls möglich. Zu den aktuellen Erstattungsansprüchen nach der TI-Finanzierungsvereinbarung informiert die KVBW in einer aktuellen Schnellinformation.

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news-1698 Mon, 17 Oct 2022 14:35:05 +0200 KBV fordert Stärkung der ambulanten Strukturen https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/kbv-fordert-staerkung-der-ambulanten-strukturen „Anstatt uns Knüppel zwischen die Beine zu werfen, muss Politik die ambulante Versorgung stärken“ Die Vorstände der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) fordern die Stärkung der ambulanten Strukturen. Der Ampel-Koalition werfen sie vor, mit den Plänen zum GKV-Finanzierungsstärkungsgesetz derzeit genau das Gegenteil zu tun.

„Die niedergelassenen Hausärzte und Fachärzte haben die Krankenhäuser nicht nur, aber erst recht während der Corona-Pandemie deutlich entlastet. 18 von 20 Covid-Patienten wurden ambulant behandelt. Nicht umsonst galten und gelten die Praxen als erster Schutzwall. Eigentlich sollte es daher Ziel der Politik sein, die ambulanten Strukturen zu stärken. Doch das Gegenteil ist der Fall: Mit dem GKV-Finanzierungsstärkungsgesetz in der jetzigen Fassung schwächt die Politik genau diese wertvollen Strukturen und verschlechtert die Versorgung von Millionen Patientinnen und Patienten.

Gleichzeitig zu fordern, dass diese ambulanten Strukturen jetzt die kontinuierlich mit finanziellen Hilfen bedachten Krankenhäuser entlasten, mutet schon etwas befremdlich an“, kommentierte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV die Äußerungen des Grünen-Gesundheitspolitikers Janosch Dahmen. Dieser warnte angesichts zunehmender Personal- und Liquiditätsprobleme von Kliniken vor Lücken in der Patientenversorgung und forderte rasche Entlastungen.

Volle Praxen fordern die Niedergelassenen enorm

„Die Praxen sind voll. Steigende Fälle von Erkältungskrankheiten, die Behandlung von Coronapatienten und die Betreuung chronisch kranker Menschen fordern die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen und ihre Teams der Medizinischen Fachangestellten bis zum Anschlag und darüber hinaus. Doch die Versorgung funktioniert – und das wird von der Politik nicht nur nicht anerkannt, sondern mit der geplanten Streichung der Neupatientenregelung wirft die Ampel-Koalition uns auch noch Knüppel zwischen die Beine.

Kein Wort zudem dazu, dass die Belastungen aus der Energiekrise nicht nur Krankenhäuser treffen, sondern auch die Praxen. Sie müssen genauso unterstützt werden wie die Krankenhäuser, sonst droht buchstäblich das Licht auszugehen“, kritisierte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende, Dr. Stephan Hofmeister.

„Ohne die Praxen der niedergelassenen Hausärzte und Fachärzte sowie der Psychotherapeuten ist eine flächendeckende und umfassende Versorgung der Menschen undenkbar“, sagte Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel. „Anstatt zu bremsen, muss Politik die ambulanten Strukturen stärken und darf die Niedergelassenen nicht ständig demotivieren“, ergänzte er.

„Abschaffung der Neupatientenregelung ist falsch“

„Die Abschaffung der Neupatientenregelung ist daher falsch, da dies die ohnehin bestehende Unterfinanzierung der gesamten ambulanten Versorgung weiter verschärft“, bekräftigte KBV-Chef Gassen vor dem Hintergrund der politischen Beratungen zum GKV-Finanzierungsstärkungsgesetz. „Um es klar zu sagen: Ein stärkeres Einbringen der Terminservicestellen kann den Wegfall der Neupatientenregelung auf keinen Fall kompensieren. Das passt gar nicht und wären nur Bruchstücke“, kommentierte er einen Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen zum GKV-Stabilisierungsgesetz. Danach sollen Fachärztinnen und Fachärzte, die über die Terminservicestellen vermittelte Patienten behandeln, eine höhere Vergütung erhalten – abhängig von der Schnelligkeit der Vermittlung.

Die positive Wirkung der Neupatientenregelung ist enorm: Im ersten Quartal 2022 war die Zahl der Neupatientenfälle mit 27,1 Millionen so hoch wie noch nie seit Einführung der Regelung 2019, stellte erst jüngst das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) fest.

Quelle: KBV

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news-1692 Wed, 12 Oct 2022 16:32:00 +0200 Evusheld inzwischen in öffentlichen Apotheken erhältlich https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/evusheld-inzwischen-in-oeffentlichen-apotheken-erhaeltlich Neue Regeln bei der Verordnung und Abrechnung der Präexpositionsprophylaxe gegen COVID-19 als GKV-Leistung Die monoklonale Antikörper-Kombination Evusheld® (Tixagevimab/Cilgavimab) ist unter anderem zur COVID-19-Präexpositionsprophylaxe zugelassen und kann inzwischen über öffentliche Apotheken bezogen werden. Die Verordnung erfolgt damit nicht mehr zulasten des Bundesamtes für Soziale Sicherung (BAS), sondern zulasten der entsprechenden Krankenkasse (Einzelverordnung auf Namen des Patienten). Der Anspruch für gesetzlich Krankenversicherte gilt vorerst bis zum 7. April 2023.

Wirkungsweise

Prophylaktisch verabreichtes Evusheld® neutralisiert Virus­oberflächen­strukturen und kann damit die Manifestation einer COVID-19-Infektion verhindern oder zumindest den Krankheitsverlauf abmildern. Gegenüber der Omikron-BA.2-Variante wurde eine Wirksamkeitsdauer der Einmaldosis von mindestens sechs Monaten gezeigt. Inwieweit dies auch für die aktuell dominierende Sublinie BA.5 gilt, ist offen. Gemäß In-vitro-Daten ist die Aktivität von Evusheld® gegen BA.5 leicht vermindert.

Patientenauswahl

Evusheld® kann infrage kommen bei Patienten mit kontraindizierter COVID-19-Impfung oder mit einer nachgewiesenen oder anzunehmenden eingeschränkten Immunantwort nach Impfung wie bei relevanter Immundefizienz (z. B. hämato­onkologische Grunderkrankung) oder Immunsuppression. Weiteres Kriterium ist das Risiko für einen schweren Verlauf.

STIKO empfiehlt doppelte Dosierung von Evusheld®

Im Gegensatz zur Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA empfiehlt die STIKO für die Präexpositionsprophylaxe bei den genannten Personengruppen (Voraussetzung: Alter ≥ 12 Jahre, Körpergewicht > 40 kg) die doppelte Dosierung (300 mg/300 mg = zwei Packungen), was formal einem Off-Label-Use entspricht.
Sofern Sie sich als behandelnder Arzt im Einzelfall für die höhere Dosis entscheiden, sollte die Kostenübernahme im Rahmen des Off-Label-Use vorab mit der jeweils zuständigen Krankenkasse geklärt werden.

Weitere Informationen

Eine Abrechnungsmöglichkeit für die Leistung der COVID-19-Präexpositionsprophylaxe über den EBM ist bislang nicht gegeben. Bisher konnte in mehreren Verhandlungs­runden auf Bundesebene keine Einigung erzielt werden.

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news-1697 Tue, 11 Oct 2022 15:56:32 +0200 DeQS: Nierenersatztherapie & Perkutane Koronarangiographie − Quartalsberichte https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/deqs-nierenersatztherapie-net-und-perkutane-koronarangiographie-pci-quartalsberichte Wie Sie Ihren Bericht für das Quartal 2/2022 im Mitgliederportal abrufen Für Ärztinnen und Ärzte, die am DeQS-Verfahren Perkutane Koronarintervention (PCI) und Nierenersatztherapie (NET) teilnehmen, steht der Quartalsbericht für das Quartal 2/2022 im Mitgliederportal zur Verfügung.

Das Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) erstellt diesen Rückmeldebericht quartalsweise (Quartale 1 bis 3) aus den von Ihnen gelieferten Daten, um Ihnen anhand verschiedener Qualitätsindikatoren das Ergebnis Ihrer Arbeit widerzuspiegeln. Wir haben Ihren persönlichen Feedbackbericht für das Quartal 2/2022 aktuell im Mitgliederportal der KVBW für Sie hinterlegt.

So finden Sie Ihren persönlichen Feedbackbericht

  • Melden Sie sich im Mitgliederportal der KVBW wie gewohnt mit Benutzername und Kennwort an.
  • Wählen Sie auf der Startseite unter Services den Menüpunkt „Praxisorganisation“ − „Unterlagen einsehen (Dokumentenarchiv)” aus.
  • Wählen Sie unter Aktentyp „Qualitätssicherung” aus und gehen Sie auf „Suchen”. Alternativ ist der Aufruf auch über die Ansicht „Neueste Dokumente” möglich.
  • Öffnen Sie die Akte Quartalsberichte mit der Endung 20222 durch Anklicken.
  • Klicken Sie auf den Reiter „elektronische Dokumentation (eDoku)”. Hier finden Sie die Datei mit dem Zwischenbericht (Kennzeichen EDO-BSNR-20222).
  • Öffnen oder speichern Sie Ihre Datei. Die Eingabe Ihres selbst vergebenen Passwortes ist nicht mehr erforderlich.
  • Beim Öffnen der Datei werden eine oder mehrere Dateien sichtbar.
  • Klicken Sie die PDF-Datei mit der mittleren Kennzeichnung _LEAW_an. Dies ist Ihr persönlicher Quartalsbericht.
  • Unter der Kennzeichnung _AV finden Sie eine Liste der auffälligen Patienten/Fälle. 

Eine detaillierte Anleitung, um Ihre Rückmeldeberichte im Mitgliederportal herunterzuladen, finden Sie unter "Dokumente zum Download".

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news-1695 Tue, 11 Oct 2022 10:13:26 +0200 Kontrazeptiva-Sonderheft aktualisiert https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/kontrazeptiva-sonderheft-aktualisiert Verordnungsforum 43 in überarbeiteter, zweiter Auflage jetzt online Das 2017 erschienene Sonderheft zur modernen Empfängnisregelung wurde einer sorgfältigen Aktualisierung unterzogen, die insbesondere folgende Themenbereiche betrifft:

  • Die Präparateübersicht wurde im Kapitel „Systematik der hormonalen Kontrazeptiva“ auf den neuesten Stand gebracht.
  • Im Kapitel „Zahlen, Daten, Fakten“ wurden die baden-württembergischen Verordnungsdaten aktualisiert.
  • Der Abschnitt zur Verordnungsfähigkeit von Langzeit-Verhütungsmitteln wurde im Kapitel „Leistungsrechtliche Aspekte bei der Verordnung von Kontrazeptiva“ an die derzeit geltende Gesetzeslage angepasst.
  • Ergänzt wurde außerdem ein kurzer Passus zur Nicht-Verordnungsfähigkeit von Kontrazeptiva einschließlich der „Pille danach“ im Bereich der Bundeswehr.

In der Broschüre finden Sie auch weiterhin die pharmakologischen Kapitel über mögliche Nebenwirkungen und Interaktionen hormonaler Kontrazeptiva.

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news-1694 Fri, 07 Oct 2022 15:19:40 +0200 Unterstützung der Medizineinrichtungen in der Energiekrise https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/unterstuetzung-der-medizineinrichtungen-in-der-energiekrise Bundesrat sendet wichtiges Signal an die Praxen Der Bundesrat hat sich in seiner heutigen Sitzung dafür eingesetzt, dass medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen Unterstützung vor dem Hintergrund der Energiekrise bekommen sollen. 

Der Bundesrat folgte damit einem entsprechenden Antrag der Länder Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein. „Das ist ein wichtiges Signal an die Praxen“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, Dr. Norbert Metke, die Entscheidung. „Viele Praxen sind für die Behandlung der Patientinnen und Patienten auf teilweise sehr energieintensive Apparaturen angewiesen und haben daher auch einen sehr hohen Stromverbrauch. Da gibt es auch kaum Potenzial für Einsparungen. Daher sind wir der Landesregierung Baden-Württemberg dankbar, dass sie das anerkennt und eine entsprechende Initiative gestartet hat.“

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news-1693 Fri, 07 Oct 2022 13:30:19 +0200 Ärzteprotest zeigt großen Unmut unter den Praxen https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/aerzteprotest-zeigt-grossen-unmut-unter-den-praxen Akute Beschwerden werden akut behandelt, alles andere muss deutlich länger warten Laut dem Vorstandsvorsitzenden der KVBW haben die Protestmaßnahmen in den Praxen gezeigt, dass der Unmut an der medizinischen Basis groß ist. "An der Protestaktion am Mittwoch haben sich viele Praxen beteiligt. Wir können den politischen Verantwortlichen in Berlin nur dringend empfehlen, dieses Signal ernst zu nehmen." 
Die Proteste richten sich gegen geplante Kürzungen in der ambulanten Versorgung. "Das nehmen wir so nicht hin. Die Menschen haben zweieinhalb Jahre Pandemie hinter sich, müssen aktuell mit dem Ukrainekrieg, mit steigenden Gas- und Strompreisen zurechtkommen. Wir halten es für falsch, in einer solchen Situation die Versorgung einzuschränken."

Nach den Konsequenzen des aktuell im Bundestag beratenen Gesetz gefragt, antwortete Metke: "Wir gehen davon aus, dass vor allem die Facharztpraxen weniger Termine zur Verfügung stellen werden. Denn die Facharztpraxen konnten in den vergangenen Jahren zwischen 9 und 14 Prozent mehr Termine für Neupatientinnen und -patienten anbieten. Davon haben zu über 80 Prozent Patienten profitiert, die bisher wegen ihrer Beschwerden bisher noch nicht beim Arzt waren. Nun werden wir in eine Situation kommen, dass weiterhin akute Beschwerden auch akut behandelt werden. Aber alles, was medizinisch warten kann, wird leider auch deutlich länger warten müssen." 

Der KVBW-Chef stellte klar, dass der Protest gegen die aktuelle Gesetzgebung nur den Anlass für den Ärger darstellt. "Wir bekommen immer häufiger Rückmeldungen über einen tiefsitzenden Frust ob der Rahmenbedingungen. Vor dem Hintergrund des Ärztemangels müssten wir eigentlich alle Anstrengungen darauf setzen, die Versorgung aufrechtzuerhalten. Genau das aber passiert nicht. Da wird in Berlin vor sich hingewurschtelt. Noch immer scheint in Berlin nicht durchgedrungen zu sein, dass die Arztzeit in den Praxen ein kostbares Gut ist. Und noch immer scheint nicht erkannt zu werden, dass die Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten das Rückgrat der medizinischen Versorgung sind."

Metke erklärte: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Praxen sind es leid, die Diskussionen mit den Patienten um Termine und Versorgungsbürokratie führen zu müssen, die sie nicht zu verantworten haben. Sie sind es leid, sich mit digitalen Anwendungen herumschlagen zu müssen, die sie nicht ausgewählt haben, die nicht funktionieren und die eine zusätzliche Belastung in den Praxen darstellen. Sie sind es leid, dass niemand in der Politik den Mut hat, dem rein juristischen Formalbürokratismus des Datenschutzes eine Grenze zu setzen, und sie wollen es nicht länger hinnehmen, mit den gesetzlich vorgegebenen Prüfregularien und Sanktionen überzogen zu werden, bei denen Aufwand und Ertrag in keinerlei Verhältnis stehen." 
 
Der KVBW-Chef betonte, dass die Ärzteschaft die Notwendigkeit für Sparmaßnahmen sehe, um das Defizit der Krankenkassen zu decken. "Hier stellt sich dann aber doch die Frage, ob das ausgerechnet in der Versorgung sein muss. Die Bundesregierung hat kein Problem, viele Millionen Euro in eine unsinnige Teststrategie zu stecken, Milliarden für nicht funktionierende IT-Anwendungen im Gesundheitswesen auszugeben oder den Apotheken zusätzlich Geld für Leistungen zu geben, die niemand benötigt. Es kann also niemand sagen, dass es keine Alternativen dazu geben würde." 

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news-1690 Fri, 30 Sep 2022 17:18:56 +0200 Omikron-Impfstoffe: Neue Abrechnungsziffern ab Oktober https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/omikron-impfstoffe-neue-abrechnungsziffern-ab-oktober Für COVID-19-Impfungen im 3. Quartal 2022 gelten noch die bekannten GOPs Für Auffrischimpfungen mit einem an die Omikronvarianten angepassten COVID-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer und Moderna gibt es ab dem 1. Oktober 2022 eigene Pseudo-Gebühren­ordnungs­positionen. Bis zum Ende des dritten Quartals nutzen Arztpraxen die bekannten Pseudo-GOPs für die Vakzine beider Hersteller, ohne dabei zwischen adaptierten und nicht-adaptierten Impfstoffen zu differenzieren.

COVID-19-Impfungen mit einem der bivalenten Impfstoffe von Biontech/Pfizer – BA.4–5 oder BA.1 – werden ab dem vierten Quartal mit der Pseudonummer 88337 abgerechnet. Für den Impfstoff von Moderna nutzen Arztpraxen dann die 88338. Es wird dabei nicht zwischen den auf BA.1 und BA.4/BA.5 angepassten Impfstoffen unterschieden. Dazu und zu den Neuerungen bei der Dokumentation informiert der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg in einer aktuellen Schnellinformation.

Grundimmunisierung weiterhin mit Vakzinen der ersten Generation

Praxen kennzeichnen die Pseudonummern mit den bekannten Suffixen für die Indikation (siehe Übersicht unten). Die Praxisverwaltungssysteme bekommen zum Quartalswechsel ein Update mit den neuen GOPs. Im Impfdokuportal für die tägliche Meldung der Impfungen werden ebenfalls entsprechende Felder ergänzt. Die an die Virusvarianten BA.1 und BA.4/BA.5 adaptierten Coronaimpfstoffe waren Anfang September ausschließlich für Auffrischimpfungen zugelassen worden und können von den Praxen wöchentlich geordert werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, diese für Boosterimpfungen bevorzugt einzusetzen. Alle anderen Impfstoffe sind weiterhin verfügbar und werden mit den bekannten Pseudonummern abgerechnet.

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news-1689 Fri, 30 Sep 2022 09:32:14 +0200 Auffrischungsimpfung bevorzugt mit Omikron-angepassten Impfstoffen https://www.kvbawue.de/kvbw/aktuelles/news-artikel/omikron-adaptierte-impfstoffe-und-fuenfte-impfung-fuer-riskogruppen STIKO zur 22. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihren 22. Beschlussentwurf zur COVID-19-Impfung in das vorgeschriebene Stellungnahmeverfahren gegeben. Vorbehaltlich der Rückmeldungen gibt die STIKO folgende Empfehlungen (UPDATE: Die Ständige Impfkommission hat ihre Empfehlung zur COVID-19-Impfung mit Omikron-angepassten Impfstoffen am 6. Oktober 2022 offiziell veröffentlicht: RKI: 22. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung der STIKO):

Die STIKO empfiehlt, für alle Auffrischimpfungen (Booster) ab 12 Jahren vorzugsweise einen der zugelassenen und verfügbaren Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoffe einzusetzen. Dies gilt sowohl für die BA.1- als auch die BA.4/5-adaptierten Impfstoffe, da beide im Vergleich zu den bisherigen monovalenten mRNA-Impfstoffen eine verbesserte Antikörperantwort gegenüber verschiedenen Omikron-Varianten auslösen und gegenüber dem Wildtyp-Virus eine gleichbleibend gute Antikörperantwort erzielen.

  1. Allen Personen ab 12 Jahren wird grundsätzlich eine Auffrischimpfung (3. Impfung) empfohlen, vorzugsweise mit einem Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoff, die im Regelfall 6 Monate nach abgeschlossener Grundimmunisierung oder durchgemachter Infektion verabreicht wird.

    a. Ab dem Alter von 12 Jahren kann „Comirnaty Original/Omicron BA.1“ oder „Comirnaty Original/Omicron BA.4/BA.5“ eingesetzt werden;
    b. Ab dem Alter von 30 Jahren kann alternativ auch mit „Spikevax bivalent Original /Omicron BA.1“ geimpft werden.

  2. Für folgende Personengruppen wird eine weitere Auffrischimpfung (4. Impfung) empfohlen, vorzugsweise mit einem Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoff, im Abstand von 6 Monaten zum letzten immunologischen Ereignis (Impfung oder SARS-CoV-2-Infektion):
    a. Personen ab dem Alter von 60 Jahren
    b. Personen im Alter ab 12 Jahren mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19-Verläufe infolge einer Grunderkrankung, insbesondere Immundefizienz
    c. Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen, insbesondere solche mit direktem PatientInnen- bzw. BewohnerInnenkontakt
    d. BewohnerInnen in Einrichtungen der Pflege
    e. Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  3. Bei besonders gefährdeten Personen (z. B. Hochbetagte, Personen mit Immundefizienz) kann es sinnvoll sein – abhängig von den bisherigen Antigenkontakten (Impfungen und Infektionen) und entsprechend der 21. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung – nach dem 4. Ereignis (z.B. 2. Auffrischimpfung) noch eine weitere (d. h. eine 5.) Impfstoffdosis zu verabreichen. Auch hierfür gilt der 6-Monatsabstand zur letzten Impfung oder Infektion. Die Indikation sollte unter Berücksichtigung des Gesundheitszustands und des individuellen Erkrankungsrisikos mit ärztlicher Beratung getroffen werden.
  4. Besteht im Alter von 5 bis 11 Jahren eine besondere Indikation für die Durchführung einer Auffrischimpfung (siehe 21. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung), sollen weiterhin die für diese Altersgruppe empfohlenen und zugelassenen monovalenten Wildtyp-Impfstoffe verwendet werden.
  5. Die STIKO geht davon aus, dass besonders Personen, die während der seit Dezember 2021 laufenden Omikronwelle noch keine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, von einer Auffrischimpfung mit einem Omikron-adaptierten Impfstoff profitieren, da diese Personen eine weniger breite Immunantwort hinsichtlich varianter Spikeproteine von Omikron besitzen dürften.

Die Omikron-adaptierten Impfstoffe verwenden dieselbe mRNA-Plattform, wie die bisher erhältlichen Wildtyp-mRNA-Impfstoffe. Da der Unterschied in nur wenigen abgeänderten Nukleotiden besteht und die Immunantwort auch bei den adaptierten Impfstoffen aus einer Auseinandersetzung mit dem Spikeprotein von SARS-CoV-2 resultiert, schätzt die STIKO die neuen bivalenten Impfstoffe trotz der begrenzten klinischen Studiendaten als sicher und gut verträglich ein.

Primäres Ziel der COVID-19-Impfung ist weiterhin die Verhinderung schwerer COVID-19-Verläufe. Entscheidender als die Wahl des konkreten Impfstoffs ist dafür, nach Ansicht der STIKO, die generelle Inanspruchnahme und Umsetzung der COVID-19-Impfempfehlungen, insbesondere der Auffrischimpfungen. Auch die bisherigen monovalenten mRNA-Impfstoffe können weiterhin eingesetzt werden, da sie unverändert vor schweren COVID-19-Krankheitsverläufen schützen, auch durch Omikron-Varianten. Entsprechend sollen Personen, die vor Kurzem ihre indizierten Auffrischimpfungen erhalten haben, keine gesonderte Extra-Impfdosis mit einem angepassten Impfstoff erhalten.

Die STIKO fordert die Impfstoffhersteller ausdrücklich auf, Postmarketing Studien zur Sicherheit und Wirksamkeit der Varianten-adaptierten Impfstoffe zu liefern und zu veröffentlichen. Klinische Wirksamkeitsdaten werden erst mit einigem Zeitverzug verfügbar sein. Die STIKO wird diese Daten bewerten, sobald sie vorliegen.

Empfehlungen zur Grundimmunisierung

Die STIKO weist ausdrücklich darauf hin, dass die genannten adaptierten Impfstoffe bisher nicht für die Grundimmunisierung gegen COVID-19 (1. und 2. Impfstoffdosis) zugelassen sind. Entsprechend sind für die Grundimmunisierung unverändert die herkömmlichen, zugelassenen Impfstoffe einzusetzen (siehe PEI-Liste aller zugelassenen Impfstoffe).

Alternativ zu den bereits empfohlenen COVID-19-Impfstoffen empfiehlt die STIKO zur Grundimmunisierung gegen COVID-19 neu auch den Impfstoff COVID-19 Valneva für Personen ≥ 18 bis 50 Jahren mit zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens vier Wochen. Die Anwendung von COVID-19 Valneva während der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen, aufgrund fehlender Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs zum jetzigen Zeitpunkt.

Ungeimpfte Personen mit einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion können eine Impfstoffdosis COVID-19 Valneva zur Vervollständigung der Grundimmunisierung erhalten.

Mit der neuen Empfehlung wurden auch das Aufklärungsmerkblatt und der Anamnese- und Einwilligungsbogen aktualisiert, die beim RKI zum Download zur Verfügung stehen.

Quelle: RKI

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