Abrechnung und Kennzeichnung Coronavirus

Abstriche, Behandlung und Laborleistungen

Hat eine Person Symptome einer COVID-19-Erkrankung, handelt es sich um einen kurativen Fall. Generell gilt: Tests und Behandlung bei Personen mit Symptomatik werden nach EBM abgerechnet, Tests bei Personen ohne Symptomatik nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV). Ausnahme: Kommt jemand nach einem positivem Schnelltest oder Selbsttest in die Praxis, können Sie die PCR-Bestätigung auch bei symptomatische Personen nach TestV abrechnen. Alles, was Sie zur Abrechnung bei symptomatischen Personen wissen müssen, finden Sie im passenden Abrechnungsleitfaden Coronavirus. Die Testverordnung regelt, in welchen Fällen die Kosten für eine Testung übernommen werden, obwohl keine Krankenbehandlung im engeren Sinn vorliegt (z. B. Kontaktpersonen, Freitesten nach Isolation). Zu den Abrechnungs­modalitäten bei diesen asymptomatischen Personen haben wir separate Merkblätter erstellt.

Teststrategie in der Gesamtschau

Die Coronavirus-Testverordnung (TestV) regelt Testansprüche für asymptomatische Personen. Das Flussschema des RKI zeigt, was bei symptomatischen Verdachtsfällen zu tun ist. Corona-Tests bei Patienten, die COVID-19-Symptome zeigen, fallen unter die Kranken­behandlung laut EBM (RKI-Testkriterien). Sonstige Testansprüche begründen sich in der TestV. Wie GKV-Tests und staatlich finanzierte Tests in der nationalen Teststrategie zusammen­spielen, verdeutlicht das KBV-Schaubild.
Hier die Abrechnungs­modalitäten: Übersicht Corona-Tests: Behalten Sie den Durchblick!

Corona-Testszenarien KV Baden-Württemberg

EBM
Krankheitssymptome (Indikation stellt Arzt)

Versicherten-/Grund-/Notfall-/Konsiliarpauschale
Labor-GOP 32816 etc.

Nationale Teststrategie (Coronavirus-Testverordnung – TestV)
 
  • Bürgertests
    (neue GOPs & neue Voraussetzungen ab 30. Juni 2022)
 



Abstrich: (nur Schnelltest!)
Bürgertests (kostenlos)
88310D – Person unter 5 Jahre
88310E – medizinische Kontraindikation Corona-Impfung
88310F – Teilnahme klinische Studie Corona-Impfstoffe
88310G – Beendigung Absonderung nach nachgewiesener Infektion
88310H – Besuch Pflegeheim, Krankenhaus, etc.
88310M – Leistungsberechtige u. Beschäftigte Persönliches Budget (Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderung)
88310N – Pflegeperson (nicht erwerbsmäßig)
88310O – Kontakt mit im selben Haushalt lebender infizierter Person


Bürgertests (mit Zuzahlung) 
88310I – Veranstaltung Innenraum
88310J – Personenkontakt ab 60 Jahre
88310K – Personenkontakt Vorerkrankung/Behinderung
88310L – Corona-Warn-App


Sachkosten für PoC-Antigen-Test: GOP 88312B
 
  • Kontaktperson
  • Ausbruch in Einrichtung
  • Reha, Heimaufnahme
  • vor ambulanter OP
  • „Freitesten“
  • Einreise aus Virusvariantengebiet (ÖGD-Vorbehalt)
 


Abstrich: GOP 99531 (PCR-, PoC-NAT, Schnelltest)
Sachkosten für PoC-Antigen-Test: GOP 88312
Sachkosten für PoC-NAT-Test: GOP 88317
oder
gesonderte Laborabrechnung etc.
 
  • Bestätigungs-PCR (nach positivem Schnell-/Selbsttest)
 


Abstrich: GOP 99531 (PCR- oder PoC-NAT)
Sachkosten für PoC-NAT-Test: GOP 88317
oder
gesonderte Laborabrechnung etc.
Selbstzahler
  
 
  • PCR-Test vor Reise etc.
 


Keine Abrechnung über die KV!

Übersicht Testszenarien: Kurativ und asymptomatisch

Labor

Den Labortest dürfen nur Fachärzte für Laboratoriumsmedizin oder Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie mit entsprechender Genehmigung durchführen. Für die Abrechnung gelten die GOP 32816 (Krankheitssymptome, PCR) sowie die GOP 32779 (Krankheitssymptome, Antigentest). Laborleistungen im Zuge der Coronavirus-Testverordnung (TestV) werden über einen gesonderten Weg abgerechnet.

Muster 10 C bei Krankenbehandlung (EBM)

Den Labortest auf SARS-CoV-2 veranlassen Sie bei symptomatischen Patienten mit der Laborüberweisung Muster 10 C (RKI-Testkriterien) bei Ihrem Labor. Die Entscheidung, ob ein Patient getestet werden soll oder nicht, liegt im ärztlichen Ermessen – orientiert an den Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI). Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Laboruntersuchung.

Muster OEGD bei asymptomatischen Personen (TestV & Landesstrategie)

Die Anforderung der Laboruntersuchung bei asymptomatischen Personen im Zuge der nationalen Teststrategie (TestV des BMG) erfolgt ausschließlich über Muster OEGD.

Kodierung

Der ICD-Code für die Coronavirus-Krankheit COVID-19 lautet: U07.1 G bzw. U07.2 G. Sie verschlüsseln die Erkrankung beziehungsweise die Symptome (z. B. „J06.9 G Akute Infektion der oberen Atemwege, nicht näher bezeichnet“) und geben zusätzlich den Code U07.1 G als Sekundärdiagnose an. Bei Kontaktpersonen geben Sie zusätzlich Z20.8 G an (z. B. bei Risikowarnung der Corona-App).

  • U07.1 G COVID-19: Virus nachgewiesen
    Wenn COVID-19 durch einen Labortest nachgewiesen ist.
  • U07.2 G COVID-19: Virus nicht nachgewiesen
    Wenn COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt, aber nicht durch Labortest nachgewiesen ist.
  • U99.0 G Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2
    Wenn ein Labortest veranlasst wurde.

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G“ (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

Ausrufezeichen: Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben (U07.1 statt U07.1!).

So kodieren Sie richtig – Fallbeispiele & Schema

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Ja. Bis zum 30. September 2022 durchgeführte Coronaimpfungen mit einem der bivalenten an die Omikron-Varianten angepassten COVID-19-Impfstoffe rechnen Sie über die bekannten Pseudonummern für die Auffrischungsimpfungen mit den Vakzinen beider Hersteller ab:

BioNTech/Pfizer – BA.4-5 oder BA.1: GOP 88331 bis Ende September 2022
(ab Oktober: GOP 88337).

Moderna – BA.1: GOP 88332 bis Ende September 2022
(ab Oktober: GOP 88338).

Bitte kennzeichnen Sie die Pseudonummern mit den bekannten Suffixen für die Indikation.

Die Bestätigungsdiagnostik kann auch bei symptomatischen Patienten nach Testverordnung abgerechnet werden, wenn von Patientenseite glaubhaft dargelegt wird, dass ein positives Antigentestergebnis vorliegt (Test zur Eigenanwendung oder sonstiges Testergebnis).

Wenn ein positiver Antigentest vorliegt, veranlassen Sie bei Bedarf einen PCR-Labortest über Muster OEGD und rechnen zusätzlich zur Versicherten-/Grundpauschale die GOP 99531 für den Abstrich ab.

Kommt der Patient mit Symptomen, aber ohne vorherige Antigentestung in Ihre Praxis und Sie veranlassen einen PCR-Test, handelt es sich nicht um eine Bestätigungsdiagnostik im Sinne der Testverordnung. In diesem Fall kann die GOP 99531 für den Abstrich nicht abgerechnet werden – dieser ist dann mit der Versicherten-/Grundpauschale abgegolten und das Labor wird über Muster 10C veranlasst.

Beispiel für hausärztliche Abrechnung eines symptomatischen Patienten mit vorliegendem positivem Antigentest und PCR-Veranlassung:

  • Versichertenpauschale GOP 03000
  • Abstrich für die PCR-Veranlassung GOP 99531
  • bei Bedarf weitere behandlungsrelevante Leistungen

Die Abrechnung der Bestätigungsdiagnostik nach positivem Antigentest ist auch für Privatpatienten nach Testverordnung möglich:

  • Abrechnung gegenüber KV, ausschließlich Abstrich (GOP 99531), über den Kostenträger BAS und vom Labor den PCR-Test über den gesonderten csv-Abrechnungsweg. Veranlassung der Laborleistung auch in diesem Fall über Muster OEGD.

In den meisten Fällen nicht. Corona-Antikörpertests zur Prüfung einer bestehenden Immunität nach Genesung oder Impfung sind keine vertragsärztliche Leistung, sondern nach derzeitigem Stand als Wunschleistung (IGeL) abzurechnen (siehe News-Meldung Antikörpertests auf SARS-CoV-2: Keine GKV-Leistung).

Über die KV ist der Antikörpertest allenfalls im direkten zeitlichen Bezug zu einer klinischen COVID-19-Symptomatik abrechenbar – dabei gelten enge Vorgaben. Eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion kann in Ausnahmefällen eine Woche nach Symptombeginn zweckmäßig sein. Der Antikörpertest selbst ist als „Ähnliche Untersuchung“ mit der GOP 32641 abrechenbar.

 

Ja, folgende Wiederholungen sind möglich:

Einmalige Wiederholung

  • Kontaktpersonen
  • nach Ausbrüchen
  • Personen, die in den besonderen Einrichtungen behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht werden sollen

Ohne Einschränkung

  • Bürgertestung nach den in § 4a definierten Anspruchsvoraussetzungen der aktuell gültigen Coronavirus-Testverordnung

Höchstens 10 Tests je Beschäftigtem im Monat

  • Personal in Arztpraxen und Praxen sonstiger Heilberufe (z. B. Psychotherapie)

 

Eine entsprechende ICD-Codierung ist zusätzlich zu den behandlungsrelevanten Diagnosen anzugeben.

ICD-Code Beschreibung
U08.9 GCOVID-19 in der Eigenanamnese, nicht näher bezeichnet
Verwendung: Ist für Patienten vorgesehen, bei denen eine frühere, bestätigte Coronavirus-19-Krankheit zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führt. Die Person leidet nicht mehr an COVID-19.
U09.9 GPost-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet
Verwendung: Ist für Patienten vorgesehen, bei denen der Zusammenhang eines aktuellen, anderenorts klassifizierten Zustandes mit einer vorausgegangenen COVID-19-Krankheit kodiert werden soll. Die Schlüsselnummer ist nicht zu verwenden, wenn noch eine COVID-19-Infektion vorliegt.
U10.9 GMultisystemisches Entzündungssyndrom in Verbindung mit COVID-19, nicht näher bezeichnet
Verwendung: Ist für Patienten vorgesehen, bei denen ein durch Zytokinfreisetzung bestehendes Entzündungssyndrom in zeitlichem Zusammenhang mit COVID-19 steht.

Zentrales Element ist ein QR-Code mit elektronischer Signatur, der in die Corona-Warn-App (CWA) oder die CovPass-App eingelesen werden kann als Nachweis dafür, dass eine Person geimpft, getestet oder genesen ist (3-G-Regel). § 22a Infektionsschutzgesetz (IfSG) definiert den Anspruch der Patienten auf ein solches digitales Zertifikat.

Arztpraxen sind berechtigt, die Zertifikate auszustellen, wenn jemand entweder

  • gegen COVID-19 geimpft wurde (Impfzertifikat),
  • von Corona genesen ist (Genesenenzertifikat) oder
  • negativ auf Corona getestet wurde (Testzertifikat).
 AbrechnungTechn. ErstellungAnmerkungen
Zertifikat Impfung

Selbst Geimpfte:
GOP 88351 (automatisierte Datenübernahme)
1 x Erst- & 1 x Zweitimpfung & 1 x Auffrischimpfung

GOP 88350 (manuelle Dateneingabe)
1 x Erst- & 1 x Zweitimpfung & 1 x Auffrischimpfung

Andernorts Geimpfte:
GOP 88352 

Mehr zur Vergütung:
Ausstellen eines digitalen COVID-19-Impfzertifikats:

www.kvbawue.de/pdf3912

TI-Anschluss erforderlich!

 

RKI-Impf­zertifikats­­service Techniktipps zum Zugang zur RKI-Webanwendung:
www.kvbawue.de/pdf4002

Zertifikat Genesung

GOP 88371 (automatisierte Datenübernahme)
GOP 88370 (manuelle Dateneingabe)

Mehr zur Vergütung:
Corona-Tests: Behalten Sie den Durchblick!:

www.kvbawue.de/pdf3607

TI-Anschluss erforderlich!

 
Voraussetzung ist ein positiver Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäure-amplifikationstechnik)
Zertifikat negativer Test

Leistungsbestandteil der Abstriche nach TestV

Mehr zur Vergütung:
Abrechnung Corona-Testung asymptomatische Personen:
www.kvbawue.de/pdf3565

 
  • CWA-Schnelltestportal
  • Schnittstelle der Praxissoftware (PVS) zur Corona-Warn-App (CWA)
 
Informationen zur Registrierung und Nutzung CWA-Schnelltestportal:
github.com/corona-warn-app/cwa-quicktest-onboarding/wiki
Hotline T-Systems:
+49 620 2274 3730

Nein. PCR-Bestätigungstests sind nicht Inhalt des vertragsärztlichen Versorgungsauftrags, sondern nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) des Bundes abzurechnen. Deshalb bedarf es dafür keiner Überweisung mittels Muster 6.

Nur PCR-Tests im Rahmen der kurativen Behandlung von GKV-Patienten mit COVID-19-Symptomen, bei denen kein positives Schnelltestergebnis vorliegt und unmittelbar ein PCR-Test auf das Coronavirus durchgeführt werden soll, werden nach EBM abgerechnet. Einen solchen erstmaligen Testnachweis mittels PCR-Test darf jeder an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Arzt vornehmen. Auch in diesem Fall ist keine Überweisung für den Patienten notwendig. Lediglich für die Beauftragung der Laborleistung zur diagnostischen Abklärung ist dann das Muster 10 C zu verwenden.

Nein. Weiterhin dürfen Sie maximal 10 PoC-Antigen-Tests je Mitarbeiter im Monat beschaffen und durchführen sowie die Testkits dafür über die GOP 88312 abrechnen – nicht aber den Abstrich. Der Erstattungsbetrag für das Material sinkt allerdings ab Juli auf 2,50 Euro.

Die neuen Anspruchsvoraussetzungen betreffen lediglich die Bürgertests nach § 4a TestV. Für Coronatests, auf die Personen wegen der sonstigen Testanlässe nach der TestV (§§ 2, 3, 4 und 4b) Anspruch haben, werden die Kosten weiterhin übernommen, also beispielsweise die Abrechnung von Sachkosten bei der Testung des Praxis­personals, die Abrechnung der Abstrich­entnahme für die Bestätigungs­diagnostik bei positivem Befund und auch für die Tests bei einem Ausbruchs­geschehen, im Rahmen von einrichtungsbezogenen Testkonzepten oder vor einer ambulanten OP.

Die technische Gültigkeit der digitalen COVID-Zertifikate läuft nach 365 Tagen automatisch ab. Sie brauchen deshalb kein neues Impfzertifikat auszustellen. Die Betroffenen können dieses Ablaufdatum mit wenigen Klicks selbst verlängern. Das Update mit einer Neuausstellungsfunktion für die Corona-Warn-App bzw. CovPass-App steht laut RKI inzwischen zur Verfügung.

Zum Hintergrund: Ein Jahr, nachdem das Ausstellen der digitalen COVID-19-Impfnachweise begonnen hat, laufen die ersten Impfzertifikate aus technischen Gründen ab. Wer eine der Apps des Robert Koch-Instituts (Corona-Warn-App oder CovPass-App) nutzt, bekommt bereits 28 Tage vor dem Ablaufdatum in der App den Hinweis, dass die Gültigkeit bald endet und ein neues Zertifikat erforderlich ist. Damit der Impfstatus zum Beispiel bei Reisen trotzdem nachweisbar ist, müssen die Nutzer ihre Impfzertifikate aktualisieren. Das können sie in der App selbst durchführen. Dabei muss lediglich das Zertifikat der letzten Impfung aktualisiert werden. Da ältere Impfzertifikate (u. a. der Erstimpfung) nicht mehr benötigt werden, können diese auch nicht in der App erneuert werden.

Das technische Ablaufdatum des Impfzertifikats hat nichts mit dem eigentlichen Impfschutz zu tun.

Das Personal in Vertragsarztpraxen kann regelmäßig präventiv getestet werden. Sowohl Antigen-Labortests als auch Antigen-Schnelltests (Point-of-Care-Tests bzw. POC-Tests oder Tests zur Eigenanwendung) sind möglich.

Monatlich 10 Testkits pro Person sind erstattungsfähig.

Bei Testung des eigenen Praxispersonals wird die Abstrichleistung nicht vergütet. Dies gilt auch, wenn sich Arztpraxen gegenseitig testen. 

Abrechnung der Sachkosten für PoC-Antigen-Tests und Antigen-Tests zur Eigenanwendung bei eigenem Praxispersonal im Rahmen eines Testkonzepts der Praxis

Die Abrechnung dieser Kosten erfolgt auf einem „Pseudo“-Abrechnungsfall für den gesamten Monat mit folgenden Angaben:

Scheinuntergruppe: 00
Kostenträger: Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), VKNR: 48850, IK: 100048850
Nachname: Testung
Vorname: Corona
Geburtsdatum: 01.01.2020
Anschrift: Albstadtweg 11; 70567 Stuttgart
Kodierung: ICD Z02 

Die Tests und Abstriche dürfen nur je Monat (nicht für das ganze Quartal) und getrennt nach Leistungsort zusammengefasst werden (je Leistungsort gesonderter Abrechnungsschein). Sie legen also beispielsweise im Quartal 1/2022 jeweils getrennt einen Schein für den Monat Januar, für den Februar und für den März an. Auf dem Sammelschein für den Januar mit Datum 31.01.2022, rechnen Sie ausschließlich die Kosten für Tests ab, die auch im Januar durchgeführt wurden.

Abgerechnet wird unter dem jeweiligen Datum der Testungen für jeden durchgeführten Test die GOP 88312 (mit entsprechendem Multiplikator). Die Auftrags-/Leistungsdokumentation sowie die Rechnung über beschaffte PoC-Tests muss nach TestV bis mindestens Ende 2024 aufbewahrt werden.

Welche Tests erstattungsfähig sind, ist auf einer Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu finden (www.bfarm.de/antigentests). 

Positive Nachweise eines SARS-CoV-2-Erregers sind – derzeit auch bei Antigen-POC-Tests – namentlich meldepflichtig.

Das Formular für die Labortests nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) ist wie gewohnt beim Kohlhammer Verlag zu beziehen.

Mit der Änderung der Testverordnung (TestV) gültig ab 12. Februar 2022 hat die KBV das Muster OEGD zur Veranlassung von Labordiagnostik nach TestV wie folgt aktualisiert:

Muster OEGD Version „02.2022”

  • Das Feld für die PCR-Testung nach § 2 TestV (Kontaktperson, Freitesten oder Einreisende aus Virusvariantengebiet) wurde angepasst.
  • Das Feld „Varianten-PCR“ nach § 4b TestV wurde gestrichen.

Ab sofort verschickt der Kohlhammer-Verlag die neueste Version „02.2022”. In den Praxen vorhandene Altbestände bisheriger Musterversionen bleiben weiterhin gültig und dürfen aufgebraucht werden.

Muster 10C für die Testungen in der vertragsärztlichen Versorgung (symptomatische Patienten) ist ebenfalls beim Kohlhammer Verlag zu beziehen.

Die Optimierungs- und Auffrischimpfungen bei Jcovden-Impflingen werden wie folgt durchgeführt:

ImpfungImpfstofftypImpfabstandAbrechnung
1. DosisVektor 
(Jcovden®)
88334A/88334V/
88334G
2. DosismRNA (Comirnaty®, Spikevax®)
jeweils volle Dosis
ab 4 Wochen88331B/88331W/ 88331H (Comirnaty®)
88332B/88332W/ 88332H (Spikevax®)
3. DosismRNA (Comirnaty®):
volle Dosis,
mRNA (Spikevax®):
halbe Dosis
ab 3 Monaten88331R/88331X/ 88331K (Comirnaty®)
88332R/88332X/ 88332K (Spikevax®)

Die STIKO empfiehlt bei mit Jcovden geimpften Personen eine zweite Impfstoffdosis mit einem mRNA-Impfstoff zur Vervollständigung der Grundimmunisierung. Somit gilt erst die dritte Impfdosis als „Booster“.

Seit 16. Dezember 2021 sind auch eine zweite und dritte Dosis des Impfstoffes Jcovden zugelassen. Die Haftung ist durch das Infektionsschutzgesetz gegeben. Die STIKO empfiehlt allerdings dieses Vorgehen nicht, sondern rät sowohl für die zweite als auch die dritte Impfdosis zu einem mRNA-Impfstoff. 

Wird die zweite oder dritte Impfung trotzdem mit dem Impfstoff Jcovden durchgeführt, weil beispielsweise die mRNA-Impfstoffe nicht vertragen werden, gehen Sie folgendermaßen vor:

ImpfungImpfstofftypImpfabstandAbrechnung
1. DosisVektor 
(Jcovden®)
88334A/88334V/
88334G
2. DosisVektor 
(Jcovden®)
ab 4 Wochen88334B/88334W/88334H (Jcovden®)
3. DosisVektor 
(Jcovden®)
ab 3 Monaten88334B/88334W/88334H (Jcovden®)

Suffixe der Abrechnungsziffern in obiger Tabelle:
A: Erstimpfung allgemeine Indikation
V: Erstimpfung berufliche Indikation
G: Erstimpfung Pflegeheimbewohner
B: Abschlussimpfung allgemeine Indikation
W: Abschlussimpfung berufliche Indikation
H: Abschlussimpfung Pflegeheimbewohner
R: Auffrischungsimpfung allgemeine Indikation
X: Auffrischungsimpfung berufliche Indikation
K: Auffrischungsimpfung Pflegeheimbewohner

Das Sozialministerium hatte zunächst alle Krankenhäuser in Baden-Württemberg als Leistungserbringer für asymptomatische (PCR-)Testungen beauftragt. Diese Beauftragung durch Allgemeinverfügung wurde mit Ablauf des 20. Juli 2021 unwirksam. Bitte lassen Sie sich von Ihrem örtlichen Gesundheitsamt einen Einzelauftrag erteilen. 

So rechnen Sie als beauftragtes Krankenhaus Labordiagnostik bei asymptomatischen Personen nach TestV über die KV ab:

Wann können Sie PCR-Testungen nach TestV über die KV abrechnen?

  • ausschließlich asymptomatische Testungen – nur bei Sachverhalten nach TestV:
    • vor ambulanter Operation
    • bei Ausbruchsgeschehen (wenn von Einrichtung oder ÖGD festgestellt)
    • Kontaktpersonen (nach TestV-Definition)
    • nachweislich Infizierte („Freitesten“)
    • Voraufenthalt Virusvariantengebiet (ÖGD-Vorbehalt)
    • Bestätigungsdiagnostik nach positivem Antigen-Test / PCR-Pooling-Test

PCR-Tests dürfen nach TestV nicht bei Tests nach § 4a TestV („Bürgertests“), regelmäßiger Testung des Personals, Testung von Besuchern, Patienten oder deren Begleitpersonen abgerechnet werden. Für Personal, Patienten, die gegenwärtig behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht sind, und Besucher/Begleit­personen können ausschließlich PoC-Antigentests mit der laut TestV § 6 (4) 1. vorgeschriebenen Höchstmenge (= bis zu 35 PoC-Antigentests je Person je Monat) durchgeführt werden.

Als Handlungsleitfaden für die Auswahl des Testverfahrens (Antigen-Schnelltest vs. Nukleinsäuretest) sind die Empfehlungen der Nationalen Teststrategie zu berücksichtigen.

Nein. Voraussetzung ist ein positiver Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR bzw. PoC-NAT oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik). 

Die Änderung der Testverordnung vom 11. Februar 2022 hat keine Auswirkung auf die Anforderungen eines Genesenennachweises. Nur der direkte Erregernachweis per Nukleinsäure-Test zählt. Wenn die Infektion lediglich wegen eines positiven Antigen-Schnelltests oder aufgrund des Antikörperstatus naheliegt, dürfen Sie kein COVID-19-Genesenenzertifikat ausstellen.

Anspruch auf ein Genesenenzertifikat haben alle Personen, die eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durchmachen oder durchgemacht haben und dies mit einem positiven Nukleinsäure-Test nachweisen können. Der PCR-Test darf maximal 180 Tage alt sein. Die Gültigkeit des Zertifikats beginnt am 28. Tag nach dem positiven PCR-Test. Sie endet in Deutschland am 90. Tag.

Wie die digitalen Impfzertifikate lassen sich auch Genesenenzertifikate per QR-Code in die CovPass-App bzw. die Corona-Warn-App importieren. Anspruch auf ein Genesenenzertifikat haben alle Personen, die eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durchmachen oder durchgemacht haben. Voraussetzung ist ein positiver Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäure­amplifikations­technik), der mindestens elf Tage und maximal 180 Tage zurückliegt. Die Gültigkeit des Zertifikats beginnt am 28. Tag nach dem positiven PCR-Test. Sie endet in Deutschland am 90. Tag.

Die meisten Praxisverwaltungssysteme haben die Zertifikatsfunktion implementiert, sodass Arztpraxen die Codes per Praxissoftware erzeugen können. Alternativ lässt sich das Genesenenzertifikat über die Web-Anwendung RKI-Impfzertifikatsservice erstellen.

Die Vergütung laut TestV beträgt 2 Euro (GOP 88371) für die Erstellung des Genesenenzertifikats per Praxissoftware oder Komfort-Client des RKI. 6 Euro (GOP 88370) werden erstattet, wenn die Ausstellung über die Webanwendung des Robert Koch-Instituts (RKI) erfolgt und die Personendaten manuell erfasst werden müssen.

Grundvoraussetzung, um das COVID-19-Genesenenzertifikat (QR-Code für die CovPass-App bzw. die Corona-Warn-App) zu erzeugen, ist, dass Ihre Praxis über einen Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) verfügt.

Nein. Die nationale Teststrategie sieht Tests für symptomfreie Kontakt­personen vor. In einem solchen Fall ist der Test zwar nicht kurativ nach EBM abrechenbar, Sie können ihn jedoch auf dem Boden der Testverordnung (TestV) erbringen und abrechnen (Abstrich nach GOP 99531; bei Antigen-Schnelltest Kosten für das Testkit über GOP 88312 oder PoC-NAT-Test über GOP 88317).

Wer als Kontaktperson im Sinne der Testverordnung (TestV) gilt, ist in § 2 definiert.

Vertragsärzte können selbst feststellen, wer die Kontaktpersonen ihrer eigenen COVID-19-Patienten sind, und diese ebenfalls testen.

Sofern der Primärfall nicht zu Ihrem Patientenstamm gehört, reicht es bei Haushaltsangehörigen aus, dass diese ihre Eigenschaft als Kontaktperson nachweisen durch

  • positives Schnell- oder PCR- Testergebnis des Primärfalls (infizierte Person) UND
  • Nachweis der selben Meldeanschrift (z. B. durch Personalausweis oder Meldebescheinigung)
    Eigene und adoptierte minderjährige Kinder gelten auch ohne Nachweis der Meldeadresse als testberechtigt, wenn Eltern oder Geschwister mit dem Coronavirus infiziert sind. 

Der Anspruch auf einen PCR-Bestätigungstest nach einem positiven Antigentest bleibt unverändert bestehen (§ 4b TestV). 

PoC-Antigen-Schnelltests (je nach Sachverhalt der Abstrich und die Kosten für das Testkit) können entsprechend der Voraussetzungen der Testverordnung bei asymptomatischen Personen erbracht und auch bei Nicht-GKV-Versicherten über die KVBW abgerechnet werden.

Der Bestätigungs-PCR-Test nach positivem PoC-Schnelltest bei asymptomatischen Personen ist ebenfalls vom Anspruch nach Testverordnung umfasst. Die Veranlassung erfolgt entweder als Labor-Test über Muster OEGD oder als PoC-NAT-Test direkt vor Ort. Abgerechnet wird unabhängig vom Versichertenstatus über die KV mit dem Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) als Kostenträger.

Nein. Bei Testungen nach Maßgabe der Coronavirus-Testverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit (TestV) ist prinzipiell kein Raum für eine Privatliquidation. Testungen hiernach sind keine originären vertragsärztlichen Leistungen.

Asymptomatische GKV-Versicherte haben nach dieser Verordnung aber einen Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoC-2. Die persönlichen Voraussetzungen für diesen Anspruch sind in dieser Verordnung definiert. 

Zur Erbringung der hier beschriebenen Leistungen sind auch Vertragsarztpraxen berechtigt, aber nicht verpflichtet. Wenn ein Patient Anspruch auf Testung nach der Coronavirus-Testverordnung hat und Sie diese anbieten und vornehmen, ist das Verlangen einer Zusatzvergütung ausgeschlossen, auch wenn die in der Verordnung festgelegte Vergütung für Labordiagnostik, Sachkosten und ärztliche Leistungen als unzulänglich angesehen wird.

Bei beihilfeberechtigten Beschäftigten im öffentlichen Dienst bereiten solche ärztlichen Honorarrechnungen besondere Probleme. Testungen von asymptomatischen Personen auf das SARS-CoV-2-Virus durch Vertragsärzte im Rahmen der Testverordnung sind über die KVBW abrechenbar nach Maßgabe der in der Testverordnung festgelegten Vergütung. Hier ist wie o. a. kein Raum für eine Privatliquidation. Privatrechnungen bzw. Honorarrechnungen für Testungen werden vermehrt zur Erstattung eingereicht. In solchen Fällen erhalten die getesteten Personen jedoch keine Beihilfeerstattung. 

Sofern das Testkonzept einer Klinik einen Coronatest vor der Aufnahme verlangt, die Klinik jedoch selbst keine vorstationären Testungen durchführt, können Sie als niedergelassener Vertragsarzt diesen Abstrich vornehmen, Sie sind jedoch nicht dazu verpflichtet. Das heißt: Eine Arztpraxis, die auf Verlangen der Klinik testen will, die darf, wenn sie nicht will oder kann, muss sie aber nicht. 

Gegebenenfalls ist die Abstrichentnahme mit der GOP 99531 (TestV) abzurechnen (bei POC-Antigen-Test zuzüglich Sachkosten GOP 88312 oder bei PoC-NAT-Test GOP 88317). 

Zum Hintergrund: Vor einem Krankenhausaufenthalt haben asymptomatische Patienten einen Anspruch auf eine SARS-CoV-2 Testung nach § 4 Abs. 1 Testverordnung (TestV), wenn dies die Klinik im Rahmen ihres einrichtungsbezogenen Testkonzepts (oder der ÖGD) verlangen. Dabei werden gemäß § 26 Abs. 1 KHG Kosten, die den Krankenhäusern für diese Testungen entstehen, mit einem Zusatzentgelt finanziert. Jedoch kann die Klinik nicht zur vorstationären Testung verpflichtet werden. 

Die Abrechnung der GOP 99531 für den Abstrich nach TestV im asymptomatischen Fall erfolgt bei Privatversicherten, bei Personen, die nicht in Deutschland krankenversichert sind und bei Versicherten sonstiger Kostenträger ohne eGK per Ersatzverfahren.

Der zuständige Kostenträger lautet:

Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS)
VKNR: 48850, IK: 100048850

Nein. Besuche sind lediglich im Zusammenhang mit einer Erkrankung des Patienten nach EBM abrechnungsfähig.

Ja, sobald eine asymptomatische Person in den genannten Einrichtungen (siehe Merkblatt) untergebracht werden soll, hat diese Person einen Anspruch auf Testung unter der Voraussetzung, dass die Einrichtung im Rahmen ihres Testkonzeptes oder der ÖGD die Testung verlangt.

Vertragsärzte verwenden das Muster OEGD bei der SARS-CoV-2-Testung bei allen Labor-Testungen nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) des Bundesgesundheitsministeriums (BMG).

Nein, eine Verordnung über Sprechstundenbedarf (SSB) ist nicht möglich. Impfzubehör wie Spritzen- und Kanülen sowie NaCl-Lösung erhalten Sie mit den Impfstofflieferungen. Weiteres Material (Desinfektionsmittel, Tupfer oder Pflaster etc.) ist mit der Corona-Impfvergütung abgegolten.

Ja, Sie können eine solche nicht abgerechnete Corona-Impfberatung jederzeit nachreichen (als sogenannter „Nachzüglerfall“), wenn Sie im Nachgang keine Corona-Impfung durchgeführt haben. Dies gilt sowohl für gesetzlich Versicherte (einschließlich HzV-Patienten) als auch nicht gesetzlich Versicherte, beispielsweise Privatversicherte. In diesen Fällen legen Sie einen Abrechnungsschein mit der Scheinuntergruppe 00 in Ihrem Praxisverwaltungssystem an.

Die ausschließliche Beratung zur COVID-19-Schutzimpfung GOP 88322 ist nicht neben den Impfziffern abrechenbar (im aktuellen und den nachfolgenden drei Quartalen). Wenn zu einem späteren Zeitpunkt eine Impfung stattfindet, ist die Impfberatung Teil der Impfleistung.

Wer vertragsärztlich tätig ist, muss sämtliche COVID-19-Schutzimpfungen über seine reguläre Quartalsabrechnung abrechnen (KVDT). Dabei ist zwingend ein eigenständiger Fall je Person anzulegen, um die Impfsurveillance des RKI aus der Abrechnung bedienen zu können. Die tägliche Schnell-Doku ist lediglich der erste Schritt. Im zweiten Schritt leiten wir als KV individuelle Daten wie Impfindikation, Impfstoff und Chargennummer gemäß der Abrechnungsdaten an das Robert Koch-Institut (RKI) weiter. Fehlen diese Angaben, dürfen wir Ihre Vergütung nicht auszahlen. Eine vereinfachte Abrechnung für große Impfaktionen ist somit nicht möglich.

Lediglich die Ausstellung der elektronischen Impfzertifikate kann über einen Sammelschein abgerechnet werden (vgl. Merkblatt unten). Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Erstellung des Impfzertifikats über den RKI-Impfzertifikatsservice erfolgt. Um das Impfzertifikat über die Praxissoftware zu erzeugen, müssen die Daten des Patienten vorher entsprechend angelegt werden, da sich sonst kein Zertifikat auf den passenden Namen erstellen lässt.

Nein. Die Vergütung je Impfung beträgt normalerweise 28 Euro. Wer an Wochenenden, Feiertagen oder am 24. oder 31. Dezember impft, erhält einen Zuschlag von 8 Euro und somit 36 Euro pro Impfung. Eine besondere zusätzliche Kennzeichnung der bekannten Impfleistungen ist nicht erforderlich. Die geltenden Zuschläge zur Impfvergütung setzt die KVBW automatisch taggenau zu.

Voraussetzung ist: Es muss sich um ein konkretes Impfvorhaben einer Person handeln, die einen Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 hat. Die Initiative zum Impfvorhaben und zur Kontaktaufnahme kann dabei auch vom Arzt ausgehen. Kommt es im Anschluss an die Beratung zu keiner Impfung, kann die GOP 88322 abgerechnet werden.

Die Beratungsleistung ohne anschließende Impfung kann nur einmal in 4 Quartalen abgerechnet werden. Erfolgt die Impfung zu einem späteren Zeitpunkt innerhalb der vier Quartale, kann die GOP 88322 ebenfalls nicht abgerechnet werden.

Für das Impfzertifikat bei der Auffrischungsimpfung bzw. Drittimpfung nutzen Sie dieselben Gebührenordnungspositionen für die Ausstellung des Impfzertifikates wie bei der Erstimpfung:

  • GOP 88351 (Impfzertifikat erstellt mit automatisierter Datenübernahme z. B. per Praxissoftware oder RKI-Desktop-Client) oder
  • GOP 88350 (Impfzertifikat erstellt mit manueller Dateneingabe z. B. per Webanwendung) oder
  • GOP 88352 (Impfzertifikat nachträglich erstellt für andernorts geimpfte Personen).

Die Regelungen und ihre Geltungsdauer haben wir für Sie auf einer eigenen Unterseite aufgelistet.

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Betriebsärzte, die gleichzeitig Vertragsärzte sind, rechnen Impfungen in Unternehmen wie die sonstigen Impfungen nach CoronaImpfV mit uns ab und fügen die Pseudo-GOP 88360 zur Kennzeichnung der betriebsärztlichen Schutzimpfungen hinzu.

Beispiel:

  • 88331A Erstimpfung mit BioNTech/Pfizer und zusätzlich
  • 88360 Fallkennzeichnung als betriebsärztliche Schutzimpfung

Eine Abrechnung gegenüber der KV ist ausgeschlossen, wenn der Betrieb die Vergütung der ärztlichen Leistungen übernimmt.

Es handelt sich beim Ausstellen eines neuen Impfausweises um keine über die KV abrechnungsfähige Leistung. Das gelbe Impfbuch können Praxen in Baden-Württemberg kostenlos beim Kohlhammer Verlag bestellen.

Den Bearbeitungsaufwand für das Nachtragen der Impfungen dürfen Sie dem Patienten nach GOÄ als Selbstzahlerleistung in Rechnung stellen.

Im Rahmen einer Impfung ist die erstmalige Ausstellung eines Impfpasses für einen GKV-Patienten kostenlos, wenn dieser bisher keinen Impfpass besessen hat. Es fällt in die Eigenverantwortung des Versicherten, dieses lebenslange Dokument aufzubewahren und im Bedarfsfall dem jeweiligen Arzt vorzulegen. Wenn der Versicherte seinen Impfpass verlegt hat und die Ausstellung eines neuen Impfpasses wünscht, handelt es sich dabei um eine Forderung, die als Wunschleistung einzustufen und privat zu bezahlen ist.

 

Die im Zusammenhang mit der COVID-Impfung berechnungsfähigen GOP decken alle mit den Impfungen assoziierten Leistungen ab (alle Fragen zur Impfung, auch im Bezug zu weiteren Erkrankungen des Patienten, Infektausschluss etc.).

Grundsätzlich gilt daher, dass die COVID-Impfungen nicht neben anderen Leistungen berechnet werden dürfen. Dies trägt auch dazu bei, organisatorisch möglichst viele Impfungen zu gewährleisten. Wenn sich jedoch im Einzelfall eine Behandlungsnotwendigkeit während des Impftermins ergibt, sind solche Leistungen vertragsärztlich, bspw. durch Ansatz der Versicherten-/oder Grundpauschale berechnungsfähig. Regelmäßige Nebeneinander­abrechnungen können jedoch Abrechnungs­prüfungen und ggf. Regresse nach sich ziehen.

In diesem Fall ist der kurative Hausbesuch (GOP 01410 mit dem entsprechenden Wegegeld und bei Impfung/Behandlung weiterer Personen im Haushalt GOP 01413) abzurechnen.

Die TestV sieht keine solche Vergütung vor.

Das Gespräch ohne erfolgte Testung (§ 12 Abs. 5 TestV) dient ausschließlich zur Feststellung einer Kontaktperson eines SARS-CoV-2-Infizierten und muss von einem Arzt oder Zahnarzt persönlich geführt werden. Nicht-Ärzte dürfen diese Leistung grundsätzlich nicht abrechnen.

Nein. Wenn Sie einen Arzt in Ihrer Praxis beschäftigen, der ausschließlich für Corona-Schutzimpfungen eingesetzt wird, benötigen Sie hierfür keine Genehmigung der KV. Die Corona-Schutzimpfungen richten sich nach der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV); hier befinden wir uns nicht im Bereich der vertragsärztlichen Versorgung. Beispielsweise könnte auch ein ehemaliger Praxisinhaber bei den Corona-Impfungen ohne Weiteres unterstützen.

Soll der Impf-Assistent darüber hinaus Patienten behandeln, ist diese Tätigkeit zwingend vor Tätigkeitsbeginn durch die KVBW zu genehmigen. Sobald der Arzt im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung tätig wird, gelten die Voraussetzungen für einen Arzt zur Sicherstellung (Entlastungsassistent / Sicherstellungsassistent).

Sie sind in beiden Fällen verpflichtet, sich von der fachlichen Befähigung des Impf-Assistenten zu überzeugen.

Impfstoffbestellung an vertragsärztliche LANR geknüpft

Hinweis: Voraussetzung für die Bestellung des Impfstoffes ist, dass der Arzt über eigene Rezepte (Muster 16) mit seiner LANR verfügt. Beschäftigte, die keine eigenen Rezepte haben, verwenden Rezepte des Vertragsarztes, bei dem sie tätig sind ‒ mit dessen LANR und BSNR) und können selbst keinen (zusätzlichen) COVID-19-Impfstoff bestellen. Dokumentation und Abrechnung erfolgt im Namen und über die LANR des anstellenden Vertragsarztes.

Die Abrechnung der Corona-Impfung erfolgt für alle Patienten über die Kassenärztliche Vereinigung. Das gilt auch für Selektivvertragspatienten und Privatpatienten. dasselbe gilt bei Corona-Tests für asymptomatische Personen.

Nein. Bei gesetzlich Versicherten (einschließlich HZV-Versicherten) lesen Sie wie üblich die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ein. Bei privat oder sonstigen Versicherten legen Sie je Patient einen Schein analog eines Ersatzverfahrens mit folgenden Daten an: 

Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS),
VKNR: 48850,
Institutskennzeichen IK: 100048850.

Wenn ausschließlich geimpft wird (inklusive Beratung, ggf. dafür notwendige Untersuchung und Ausstellen des Impfzeugnisses) können keine weiteren Leistungen abgerechnet werden.

Nur wenn zusätzlich auch eine kurative Behandlung erfolgt, können Sie die Versicherten-/Grundpauschale und ggf. weitere notwendige Leistungen abrechnen. Eine entsprechende ICD-Diagnose ist anzugeben. Bei HZV-Versicherten ist die Versichertenpauschale nicht abrechnungsfähig.

Nein. Im Zusammenhang mit der Impfung können keinerlei kurative Leistungen abgerechnet werden, weder GKV noch privat, wenn nicht zusätzlich eine kurative Behandlung stattfindet.

Nutzen Sie bitte unbedingt die Schnell-Doku am Ende des Impftages im Mitgliederportal. Hier lassen sich die Angaben einfach erfassen, die das Robert Koch-Institut tagesaktuell für die Beobachtung des Impfgeschehens braucht. Die Daten, die Sie hier melden, belegen, welchen Beitrag die niedergelassenen Praxen für den Impffortschritt leisten und haben damit politisch hohes Gewicht.

Diese Angaben sind täglich zu erfassen:

  • die Anzahl der Erstimpfungen je Impfstoff
  • die Anzahl der Abschlussimpfungen je Impfstoff
  • die Anzahl der Auffrischimpfungen je Impfstoff
  • jeweils die Anzahl der unter 18-Jährigen und über 60-Jährigen

Die Eingabe erfolgt ganz simpel über eine „digitale Strichliste“ im KVBW-Mitgliederportal. Diese tägliche Meldung erfolgt pro Praxis, auch wenn dort mehrere Ärzte impfen (z. B. BAG oder MVZ). Es bleibt Ihnen überlassen, ob ein Arzt alle Impfungen eines Tages für die ganze Praxis einträgt oder ob jeder Vertragsarzt, die Impfungen, die unter seiner LANR laufen, selbst erfasst. Im zweiten Fall zählt das System automatisch die unter einer BSNR erfassten Impfungen für die RKI-Meldung zusammen.

Die GOP für die Abrechnung enthält später alle weiteren Informationen für das RKI-Impfmonitoring, sodass Sie Ihrer Dokumentationsverpflichtung laut CoronaImpfV vollumfänglich nachkommen.

Ja. Um sich und Ihre Beschäftigten regelmäßig zu testen, können Sie als psychologischer Psychotherapeut laut der aktuellen Coronavirus-Testverordnung (TestV) jetzt maximal 10 PoC-Antigen-Tests je Mitarbeiter im Monat beschaffen und durchführen sowie die Sachkosten über die GOP 88312 abrechnen – nicht aber den Abstrich. Ein Testkonzept ist dafür nicht notwendig.

Nein. Zwar wird der Zuschlag für die Buchung über die Terminservicestelle (TSS) im Standardformular der Buchungsbestätigung aufgeführt. Die Abrechnung des TSS-Zuschlags ist in diesen Fällen jedoch nicht korrekt, da es sich bei Tests im Zuge der Teststrategie nicht um GKV-Fälle handelt und auch keine Versicherten- / Grundpauschale abgerechnet werden kann.

Nein. Fremde Dienste unter der eigenen Zugangskennung zu erfassen, ist nicht zulässig. Jeder muss mit seinem eigenen Benutzernamen und Kennwort angemeldet sein, um seine Dienststunden unter Angabe von Tag und Impfzentrum online zu erfassen.

Bitte rechnen Sie ausschließlich online ab und senden Sie keine Rechnungen oder Dienstpläne unaufgefordert an die KV.

Mit der Einreichung der Leistungen im Abrechnungsportal für Impfärzte erklären Sie, dass Sie die abgerechneten Stunden im Auftrag des jeweiligen Impfzentrums erbracht haben. Für die Richtigkeit der Angaben tragen Sie persönlich die Verantwortung. Wir behalten uns vor, die abgerechneten Leistungen zu überprüfen und zur Aufklärung der Sachverhalte einen Nachweis einzufordern.

Nein, das ist nicht zulässig. Die vertraglichen Vorgaben verlangen, dass Sie jeden Tag, an dem Sie für die Corona-Impf-Kampagne des Landes Baden-Württemberg tätig waren, einzeln abrechnen.

Falls Sie derzeit keinen aktiven Status im Arztregister der KVBW haben, müssen Sie sich zunächst neu zur Abrechnung als Impfarzt bei unserem Arztregister registrieren. Nutzen Sie dazu bitte dieses Formular:
Registrierung zur Abrechnung als Impfarzt. Wir senden Ihnen dann eine BSNR, mit der Sie Ihre Impfarzt-Dienste für die Impfzentren abrechnen können.

Die alten Benutzerkennung aus Ihrer Zeit als Vertragsarzt können Sie weiterverwenden, daneben benötigen Sie allerdings auch eine aktive BSNR.

Hinweis: Integrierte PDF-Viewer (u. a. Firefox, Chrome, Safari) unterstützen das Datenformat dieses PDF-Formulars nicht. Bitte Datei herunterladen und mit Adobe Reader öffnen.

Sie können mit diesem Formular Zweitkonto Impfarzt für Vertragsärzte eine abweichende Bankverbindung für Ihre Tätigkeit als Impfarzt für Impfzentren bzw. Mobile Impfteams angeben. Unser Arztregister teilt Ihnen dann eine separate Nummer (BSNR) für Ihre Impfarzt-Tätigkeit mit. Wenn Sie Ihre Stunden im KVBW-Online-Abrechnungsportal für Impfärzte eintragen, wählen Sie diese neue Impfarzt-BSNR aus statt Ihrer vertragsärztlichen BSNR. Dann taucht die Zahlung weder in Ihrem Honorarbescheid noch auf dem Vertragsarztkonto Ihrer BAG auf, sondern auf Ihrem persönlichen Zweitkonto als Impfarzt.

Angestellte, MVZ-Ärzte, Ermächtigte etc. können ebenfalls dieses Formular nutzen, wenn sie ihre Impfarzt-Tätigkeit nicht über das Konto bzw. den Honorarbescheid ihrer vertragsärztlichen Betriebsstätte, sondern über ein eigenes Konto laufen lassen möchten.

Hinweis: Integrierte PDF-Viewer (u. a. Firefox, Chrome, Safari) unterstützen das Datenformat dieses PDF-Formulars nicht. Bitte Datei herunterladen, auf Festplatte speichern und mit Adobe Reader öffnen.

 

Die GOP 99529 kann für das ärztliche Gespräch in Zusammenhang mit der Feststellung von Kontaktpersonen nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) ohne anschließenden Abstrich abgerechnet werden.

Die GOP 99529 ist telefonisch erbringbar, aber nicht delegierbar – das Gespräch zur Feststellung der Kontaktperson muss also vom Arzt persönlich geführt werden. Die ICD-Verschlüsselung kann hier mit ICD Z20.8G (Kontakt mit und Exposition gegenüber sonstigen übertragbaren Krankheiten) angegeben werden.

Die Corona-Testverordnung (TestV) gibt vor, dass nichtärztlich geführte Einrichtungen oder Unternehmen, die selbst präventive Tests bei Beschäftigten und Patienten durchführen möchten, ihr Personal durch einen Arzt in der Anwendung und Auswertung der Antigen-Schnelltests (PoC-Tests) schulen lassen sollen.

Für eine solche Schulung können Sie als Vertragsarzt die GOP 88311 (70 Euro) (höchstens) alle zwei Monate je Einrichtung  abrechnen. Die Abrechnung erfolgt auf einem Pseudo-Fall, in welchem Sie die GOP 88311 unter jedem Datum, an dem Sie eine solche Schulung durchgeführt haben, eintragen. Im Begründungsfeld ist der Name der Einrichtung anzugeben.

Der „Pseudo“-Abrechnungsfall für das gesamte Quartal ist mit folgenden Angaben anzulegen:

Scheinuntergruppe: 00
Kostenträger: Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), VKNR: 48850, IK: 100048850
Nachname: Testung
Vorname: Corona
Geburtsdatum: 01.01.2020
Anschrift: Albstadtweg 11; 70567 Stuttgart
Kodierung: ICD Z02

Die GOP 32779 und 32816 belasten den Wirtschaftlichkeitsbonus nicht

Laborleistungen nach den Gebührenordnungs­positionen GOP 32779 (SARS-CoV-2-Labor-Antigentest) und 32816 (Nukleinsäure­nachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2) bleiben bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit der Veranlassung von Laborleistungen grundsätzlich unberücksichtigt.

Hinweis: Die Antikörperbestimmung auf SARS-CoV-2 nach GOP 32641 ist nicht von der Ausnahmeregelung umfasst. Daher belastet die SARS-CoV-2- Antikörper­bestimmung nach GOP 32641 die Laborkosten der Praxis.

Abstriche vor ambulanten Operationen sind im Rahmen eines Testkonzeptes abrechnungsfähig. Lediglich die Koloskopie ist dem ambulanten Operieren zugeordnet, weshalb hier asymptomatische Corona-Testungen vor dem Eingriff möglich sind.

Nein. Es besteht keine Möglichkeit, Hände- und Flächendesinfektionsmittel über Sprechstundenbedarf (SSB) oder Materialkosten abzurechnen. Diese Kosten sind nach wie vor mit den allgemeinen Praxiskosten abgegolten.

Nein, da Schutzbrillen in der Regel nach Desinfektion/Sterilisierung wiederverwendbar und deshalb mit den Praxiskosten abgegolten sind.

Für die Kodierung von SARS-CoV-2 in der Abrechnung und auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen gibt es eigene Diagnoseschlüssel: U07.1 G für COVID-19-Fälle, bei denen das Virus labordiagnostisch nachgewiesen wurde. Mit dem Kode U07.2 G werden ab dem zweiten Quartal die COVID-19-Fälle kodiert, bei denen eine klinisch-epidemiologische COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde, die nicht durch einen Labortest nachgewiesen ist. 

Bei beiden COVID-19-Kodes handelt es sich nach der ICD-10-GM um Zusatzkodes, also sogenannte Ausrufezeichenkodes (!). Damit ist geregelt, dass diese Kodes mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben.  

Kodes ab 1. April 2020

U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen:

ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen SARS-CoV-2 durch einen Labortest nachgewiesen wurde.  

U07.2  COVID-19, Virus nicht nachgewiesen:

ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist und das Virus nicht durch Labortest nachgewiesen wurde oder kein Labortest zur Verfügung steht. 

Nur Zusatzkennzeichen „G”

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G” (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem COVID-19-Infizierten) oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

Zusätzlicher Kode ab 1. Juni 2020

U99.0  Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2

Für die Kodierung von Corona-Tests gibt es seit 1. Juni einen dritten ICD-Kode: U99.0.  Die Schlüsselnummer beschreibt einen „Versorgungsanlass“ hinsichtlich der Behandlung von Personen, bei denen eine Infektion mit SARS-CoV2 abgeklärt wird. Mit „spezielle Verfahren“ sind direkte labordiagnostische Verfahren zum Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2 gemeint.

Analog zu den beiden anderen Kodes muss die U99.0 immer zusätzlich zu einem weiteren ICD-Kode verschlüsselt werden, beispielsweise als erste Diagnose die Z11 G – also „Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten“.

Letzte Aktualisierung: 28.09.2022