Zum Tag der Patientensicherheit: Hoher Standard in den Arzt- und Psychotherapeutenpraxen in Baden-Württemberg

KVBW unterstützt Praxen mit klaren Qualitätsvorgaben und Schulungen

Zum heutigen Tag der Patientensicherheit hat der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg Dr. Karsten Braun auf den hohen Standard der Patientensicherheit in den Arzt- und Psychotherapeutenpraxen in Baden-Württemberg hingewiesen.

„Unsere Praxen betreiben einen hohen Aufwand, um die Patientensicherheit zu gewährleisten. Die KVBW unterstützt die Praxen dabei mit klaren Qualitätsvorgaben und Schulungen.“ Braun erläutert: „Für viele Leistungen müssen Ärztinnen, Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten besondere Anforderungen erfüllen. Dazu gehören spezielle Fortbildungen oder der Nachweis, dass medizinische Geräte bestimmte Qualitätsstandards erfüllen. So können sich Patientinnen und Patienten auf eine hohe Behandlungsqualität verlassen.“ Der KVBW-Chef führt weiter aus: „Die KVBW prüft die Voraussetzungen, erteilt Genehmigungen und kontrolliert deren Einhaltung. Außerdem arbeitet die KVBW in den Gremien mit, die diese Anforderungen festlegen.“

Ein wichtiges Thema ist laut Braun auch die Hygiene in den Arztpraxen. „In der KVBW ist das Kompetenzzentrum Hygiene angesiedelt, das als KV-übergreifende Einrichtung die Praxen in Fragen der Hygiene unterstützt. Unsere Managementakademie mak bietet zudem zahlreiche Schulungen für die Mitglieder, aber auch die Praxisteams an.“

Ärztliche Leistungen sollten nicht auf die Apotheken verlagert werden

Für den KV-Vorstand gehört zur Patientensicherheit aber noch viel mehr. „In den Arzt- und Psychotherapeutenpraxen ist ein Facharztstandard erforderlich, um überhaupt eine Zulassung zu erhalten.“ Braun warnt daher davor, ärztliche Leistungen auf die Apotheken zu verlagern. „Die Apotheker erhalten in ihrem Studium keine medizinische Ausbildung. Aus Sicht der Patientensicherheit gehören ärztliche Leistungen in Arztpraxen. Dies betrifft Diagnostik und Impfleistungen. So ist es beim Impfen nur ein kleiner Teil der ärztlichen Leistung, einem Patienten die Spritze zu verabreichen. Der weitaus größere und entscheidende Teil besteht darin zu entscheiden, ob das der richtige Zeitpunkt ist und ob die Impfung vor dem Hintergrund der Krankheitsgeschichte des Patienten zu empfehlen ist. Dafür sind umfassende medizinische Kenntnisse und die Berücksichtigung der individuellen Krankengeschichte erforderlich, die in den Apotheken nicht vorhanden sind.“

Letzte Aktualisierung: 15.09.2026