Sepsis kann jeden treffen: Vorsorge und schnelles Handeln retten Leben

KVBW will zum Welt-Sepsis-Tag Bewusstsein für Prävention und Früherkennung stärken

Zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September ruft die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) dazu auf, Impfangebote zu nutzen, auf Hygiene zu achten und Warnzeichen ernst zu nehmen. Denn wer früh handelt, kann schwere Verläufe verhindern und Leben retten.

Eine Sepsis, umgangssprachlich auch Blutvergiftung genannt, ist ein medizinischer Notfall. Sie entsteht, wenn der Körper auf eine Infektion mit einer überschießenden Reaktion antwortet und dabei eigenes Gewebe und Organe schädigt. Viele Menschen wissen jedoch wenig über die Erkrankung und ihre Warnzeichen. Zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September möchte die KVBW deshalb das Bewusstsein für Prävention und Früherkennung stärken.

„Sepsis kann jeden treffen. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen wissen, wie sie sich schützen können“, appelliert Dr. Karsten Braun, Vorstandsvorsitzender der KVBW. „Viele schwere Infektionen lassen sich durch einfache Maßnahmen verhindern. Dazu gehören vor allem empfohlene Schutzimpfungen, aber auch gute Hygienestandards im Alltag. Prävention ist oft der wirksamste Schutz.“ 

Viele Todesfälle wären vermeidbar 

Weltweit sterben jedes Jahr Millionen Menschen an den Folgen einer Sepsis. Fachleute gehen davon aus, dass ein erheblicher Teil dieser Fälle vermeidbar wäre. Eine Impfung gegen Sepsis selbst gibt es nicht. Allerdings können Impfungen gegen bestimmte Infektionskrankheiten dazu beitragen, das Risiko deutlich zu senken. Besonders wichtig sind dabei die Grippeschutzimpfung und die Impfung gegen Pneumokokken, die unter anderem schwere Lungenentzündungen verursachen können.

„Viele Menschen denken bei Impfungen zunächst an den Schutz vor einer einzelnen Erkrankung“, so Braun. „Dabei wird oft vergessen, dass sich dadurch auch schwerwiegende Komplikationen verhindern lassen. Wer Infektionen vorbeugt, senkt gleichzeitig das Risiko für eine lebensbedrohliche Sepsis.“ 

Neben der Prävention spielt die frühe Erkennung eine entscheidende Rolle. Typische Warnzeichen können hohes Fieber oder Untertemperatur, Schüttelfrost, Verwirrtheit, Atemnot oder ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl sein. Treten solche Symptome im Zusammenhang mit einer Infektion auf und verschlechtert sich der Zustand rasch, sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. 

Für viele Menschen beginnt der Schutz vor Sepsis im Alltag. Regelmäßiges Händewaschen, die Versorgung von Wunden und die Wahrnehmung empfohlener Vorsorge- und Impfangebote sind einfache, aber wirksame Maßnahmen. Hausärztinnen und Hausärzte beraten hierzu individuell und helfen dabei, den persönlichen Impfstatus zu überprüfen. 

Informationsangebote nutzen 

Anlässlich des Welt-Sepsis-Tages verweist die KVBW zudem auf die Informationsangebote der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sowie verschiedener Partnerorganisationen zur Aufklärung über Sepsis. Ziel ist es, die Erkrankung bekannter zu machen und Menschen zu ermutigen, bei ernsthaften Warnzeichen frühzeitig medizinische Hilfe zu suchen.

Die Aufklärungskampagne #DeutschlandErkenntSepsis will das Wissen in der Bevölkerung darüber stärken, woran man eine Sepsis erkennt. Ausführliche Informationen gibt es auch bei der Sepsis-Stiftung

Letzte Aktualisierung: 11.09.2026