Hitzewelle stellt auch den Ärztlichen Bereitschaftsdienst vor Herausforderungen
Der Ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg wird in den Zeiten der Hitzewelle stark in Anspruch genommen. Am vergangenen Wochenende haben etwa ein Drittel mehr Anrufer als sonst bei der 116117 ärztliche Hilfe benötigt. Auch wurden deutlich mehr Hausbesuche angefordert. Leider mussten die Ärztinnen und Ärzte auch zu wesentlich mehr Leichenschauen ausrücken.
Enge Abstimmung mit den Rettungsleitstellen
Schon am Freitagabend erfolgte die Abstimmung mit den Rettungsleitstellen, weil allen Beteiligten klar war, dass die Zahl der Einsätze hoch sein wird. Um den Rettungsdienst zu entlasten, haben die diensthabenden KV-Ärztinnen und -Ärzte in den Bereitschaftspraxen und im Hausbesuchsdienst Infusionen übernommen, da viele Patientinnen und Patienten Flüssigkeitsmangel aufwiesen. „Es wurde deutlich, wie sehr die Hitze die Menschen mitnimmt und teilweise zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führt“, berichtet die stv. Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, Dr. Doris Reinhardt. Im Hinblick auf immer mehr Hitzetage und gesundheitliche Mehrbelastungen nimmt auch der Beratungsbedarf der Menschen zu.
Ersteinschätzung ohne Wartezeit durch docdirekt
Für die KV-Vorständin ist das Telemedizinangebot docdirekt (www.docdirekt.de) für solche Situationen ideal: „docdirekt bietet den Bürgerinnen und Bürgern in Baden-Württemberg eine einfache und fundierte medizinische Ersteinschätzung. Dabei kann online abgeklärt werden, wie dringend der Behandlungsbedarf bei den vorliegenden Symptomen und Beschwerden ist. Gerade bei hitzebedingten Beschwerden eignet sich das, da damit weitere Belastungen für die Patienten entfallen. So kann die Ersteinschätzung von zu Hause aus am eigenen PC, Tablet oder Handy ohne Wartezeiten erfolgen, so dass nicht der Weg in die Bereitschaftspraxis erforderlich ist. Bei Bedarf wird online in eine telemedizinische Sprechstunde weitergeleitet, so dass die ärztliche Beratung und Behandlung zuhause erfolgen kann oder bei Bedarf auch der aufsuchende Hausbesuch veranlasst werden kann.“