Terminservicestelle (TSS)

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Wissenswertes für die Praxis zu unserem eTerminservice

Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben zum 23. Januar 2016 Terminservicestellen eingerichtet. Dies hat der Gesetzgeber mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) festgelegt (§ 75 Abs. 1a SGB V). Aufgabe der Terminservicestellen ist es, gesetzlich Krankenversicherten mit einer dringenden Überweisung zum Facharzt einen Termin zu vermitteln. Seit 1. April 2017 müssen die Kassenärztlichen Vereinigungen den Patienten auch freie Termine bei Psychotherapeuten vermitteln. Ab 11. Mai 2019, mit Inkrafttreten des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG), kommen Termine bei Haus- und Kinderärzten hinzu.

Das regelt das Gesetz unter anderem:

  • Terminvermittlung innerhalb einer Woche
  • Überweisung als Voraussetzung
    (Ausnahme: Augen- und Frauenärzte, Haus- sowie Kinder- und Jugendärzte, Psychotherapeuten)
  • Wartezeit bis zum Termin maximal vier Wochen
    (neu laut TSVG: 2 Wochen bei psychotherapeutischer Akutbehandlung)
  • kein Anspruch auf Termin bei einem bestimmten Arzt oder Therapeuten („Wunscharzt“)
  • zumutbare Entfernung
  • Behandlungstermin im Krankenhaus, falls fristgerechte Terminvermittlung scheitert

TSVG: Neuerungen bei der Terminservicestelle

  • Termine auch bei Hausärzten, Kinder- u. Jugendärzten (inkl. U-Untersuchungen)
  • extrabudgetäre Vergütung aller TSS-Behandlungsfälle
    Kennzeichnung in der Abrechnung erforderlich! (mehr erfahren »)
  • Pflicht zur Meldung freier Termine an die TSS: eTerminservice Webportal
    eTerminservice Benutzeranleitung
  • ab September 2019: Honorarzuschläge für TSS-Fälle gestaffelt je nach Wartezeit

Was Ärzte & Psychotherapeuten wissen müssen:

  • Bitte nutzen Sie das Webportal eTerminservice der KVen, um Termine einzutragen, die Sie für Patienten freihalten, die sich an unseren Terminservice wenden.
  • Zugangsdaten für den eTerminservice der KVen liegen für Sie im Dokumentenarchiv im Mitgliederportal der KVBW bereit (Aktentyp: Zugangsdaten), siehe:
    FAQ Wie ist der eTerminservice zu erreichen?.
  • Terminmangel kann teuer werden. Gelingt es nicht, fristgerecht Termine an die Patienten zu vermitteln, verlangt der Gesetzgeber die ambulante Versorgung durch das Krankenhaus, bezahlt von den Niedergelassenen.
  • Rückmeldung über Termine, die unsere Terminservicestelle an Patienten vergeben hat, erhalten Praxen automatisiert aus der Software eTerminservice. Bitte richten Sie in Ihrem Praxis­profil unbedingt einen Benachrichtigungs­k­anal (E-Mail oder Fax) ein.

Antworten auf die häufigsten Fragen zum eTerminservice finden Sie unter FAQ.

Was Überweiser wissen müssen:

  • Sie entscheiden, ob eine Überweisung dringlich ist!
  • Verschiebbare Untersuchungen sind insbesondere
    • Früherkennungsuntersuchungen
    • Verlaufskontrollen bei medizinisch nicht akuten Erkrankungen
    • Untersuchungen zur Feststellung der körperlichen oder psychischen Leistungsfähigkeit.
  • Eine Bagatellerkrankung liegt vor, wenn ein Zuwarten von mehr als vier Wochen hingenommen werden kann.
  • Der Überweisende macht auf der Überweisung durch das Aufbringen eines Überweisungscodes deutlich, ob es sich um eine dringliche Überweisung handelt.
  • Die Überweisungscode-Etiketten können Sie bei uns per E-Mail anfordern. (Hinweis: Den Aufkleber oben links auf den Bögen mit den Überweisungscodes bitte nicht verwenden. Er gibt das Gültigkeitsdatum an.)

Direktkontakt

eTerminservice
0711 7875-3960
  • Mo – Fr: 8 – 16 Uhr
Kontakt für Ärzte/PT

So melden Sie uns Ihre Termine

Letzte Aktualisierung: 12.06.2019