Terminservicestelle (TSS)

Wissenswertes für die Praxis

Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben Terminservicestellen eingerichtet. Dazu hat sie der Gesetzgeber mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) verpflichtet (§ 75 Abs. 1a SGB V). Aufgabe der Terminservicestellen war es zunächst, gesetzlich Krankenversicherten einen Termin beim Facharzt zu vermitteln. Inzwischen müssen die KVen den Patienten außerdem freie Termine bei Psychotherapeuten sowie Haus- und Kinderärzten vermitteln.

So melden Sie uns Ihre Termine

Logo eTerminservice
  1. ausschließlich wie gewohnt im Mitgliederportal anmelden (Benutzerkennung wie bei Online-Abrechnung)
  2. Klick auf die Aktionskachel eTerminservice
  3. gewünschtes Terminprofil wählen und Termine einpflegen:
  4. eTerminservice Kurzanleitung
  5. Zahl der zu meldenden Termine pro Arzt/Therapeut siehe Tabelle: Terminservicestelle: Terminzahl nach Fachguppen
  6. im Praxisprofil unbedingt Benachrichtigungskanal (E-Mail oder Fax) zur Rückmeldung über vergebene Termine festlegen (mehr zum Benachrichtigungssystem »)

Antworten auf die häufigsten Fragen zum eTerminservice finden Sie unter FAQ.

Das regelt das Gesetz unter anderem:

  • Terminvermittlung innerhalb einer Woche
  • Überweisung als Voraussetzung
    (Ausnahme: Augen- und Frauenärzte, Haus- sowie Kinder- und Jugendärzte, Psychotherapeuten)
  • Wartezeit bis zum Termin maximal vier Wochen
    (zwei Wochen bei psychotherapeutischer Akutbehandlung)
  • kein Anspruch auf Termin bei bestimmtem Arzt oder Therapeuten („Wunscharzt“)
  • zumutbare Entfernung
  • Behandlungstermin im Krankenhaus, falls fristgerechte Terminvermittlung scheitert

TSVG: Neuerungen bei der Terminservicestelle

  • Termine auch bei Hausärzten, Kinder- u. Jugendärzten (inkl. U-Untersuchungen)
  • extrabudgetäre Vergütung aller TSS-Behandlungsfälle
    Kennzeichnung in der Abrechnung erforderlich! (mehr erfahren »)
  • Pflicht zur Meldung freier Termine an die Terminservicestelle (TSS)
    eTerminservice Kurzanleitung
  • Honorarzuschläge für TSS-Fälle gestaffelt je nach Wartezeit
    Kennzeichnung in der Abrechnung erforderlich! (mehr erfahren »)

Was Ärzte & Psychotherapeuten wissen müssen:

  • Bitte nutzen Sie den eTerminservice der KVen, um Termine einzutragen, die Sie für Patienten freihalten, die sich an unseren Terminservice wenden.
  • Aufruf im Mitgliederportal der KVBW siehe:
    FAQ Wie ist der eTerminservice zu erreichen?.
  • Terminmangel kann teuer werden. Gelingt es nicht, fristgerecht Termine an die Patienten zu vermitteln, verlangt der Gesetzgeber die ambulante Versorgung durch das Krankenhaus, bezahlt von den Niedergelassenen.
  • Rückmeldung über Termine, die unsere Terminservicestelle an Patienten vergeben hat, erhalten Praxen automatisiert aus der Software eTerminservice. Bitte richten Sie dort unter dem Menüpunkt „Praxisdaten“ unbedingt einen Benachrichtigungs­k­anal (E-Mail oder Fax) ein (mehr erfahren »).

Antworten auf die häufigsten Fragen zum eTerminservice finden Sie unter FAQ.

Was Überweiser wissen müssen:

  • Sie entscheiden, ob eine Überweisung dringlich ist!
  • Verschiebbare Untersuchungen sind insbesondere
    • Früherkennungsuntersuchungen
    • Verlaufskontrollen bei medizinisch nicht akuten Erkrankungen
    • Untersuchungen zur Feststellung der körperlichen oder psychischen Leistungsfähigkeit.
  • Eine Bagatellerkrankung liegt vor, wenn ein Zuwarten von mehr als vier Wochen hingenommen werden kann.
  • Der Überweisende macht auf der Überweisung durch das Aufbringen eines Vermittlungscodes deutlich, ob es sich um eine dringliche Überweisung handelt.
  • Die Vermittlungscode-Etiketten können Sie bei uns per Telefon oder E-Mail anfordern.
  • Nutzer von KV-Connect können Sie die Vermittlungscodes über den eTerminservice abrufen (Informationen bei Ihrem Systemhaus).
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Letzte Aktualisierung: 30.08.2021