Servicehotline 116117: Mehr als 1 Million Anrufe pro Jahr und verbesserte Erreichbarkeit
Die Servicehotline 116117 für Patientinnen und Patienten hat im vergangenen Jahr die Marke von einer Million Anrufen übersprungen. Nach den aktuellen Auswertungen haben 1.050.000 Anrufe im Jahr 2025 bei der 116117 stattgefunden. Das ist eine Steigerung von 60.000 Anrufen gegenüber dem Vorjahr.
Gleichzeitig ist die Erreichbarkeit weiter gestiegen. „Die 116117 hat sich zu einer echten Servicehotline für die Patientinnen und Patienten in der ambulanten Versorgung entwickelt“, bilanziert Dr. Doris Reinhardt, stv. Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW). „Die hohe Zahl der Inanspruchnahme zeigt, dass die Rufnummer inzwischen in weiten Teilen der Bevölkerung bekannt ist.“
Durchschnittliche Wartezeit von 120 Sekunden am Wochenende
Reinhardt weiter: „Gleichzeitig freuen wir uns, dass wir die Erreichbarkeit weiter steigern konnten. An den Wochenenden im März lag die durchschnittliche Wartezeit bei 120 Sekunden, niemand musste länger als zehn Minuten warten. Zusammen mit dem telemedizinischen Angebot und der Terminservicestelle für dringende Facharzttermine können wir den Patientinnen und Patienten damit ein passgenaues bedarfsorientiertes Serviceangebot unterbreiten.“
Die KV-Vorständin berichtet, dass bei der Tochtergesellschaft KV SiS BW Sicherstellungs-GmbH, bei der die Anrufe im Rahmen des Bereitschaftsdienstes und für die Akutvermittlung entgegengenommen werden, die Kapazitäten erhöht wurden und Prozesse optimiert werden konnten.
Ergänzung durch digitales Angebot docdirekt
Ergänzend zur telefonischen Erreichbarkeit der 116117 gibt es den digitalen Weg durch docdirekt (www.docdirekt.de), das Onlineangebot der KVBW. Patientinnen und Patienten können dort 24/7 online eine medizinische Ersteinschätzung durchlaufen, über die die Dringlichkeit der Behandlung abgeklärt wird und sie in die richtige Versorgungsebene gesteuert werden. Das kann im Akutfall auch eine telemedizinische Beratung sein.
Reinhardt: „Wir rechnen damit, dass die 116117 künftig eine noch größere Rolle für die Orientierung der Patienten spielen wird. Zumindest sehen das die aktuellen gesetzlichen Planungen so vor. Wir sind hierfür in Baden-Württemberg digital und telefonisch schon gut aufgestellt.“