Abrechnung und Kennzeichnung Coronavirus

Abstriche, Behandlung und Laborleistungen

Alle ärztlichen Leistungen, die aufgrund des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 erforderlich sind (Kennzeichnung an jedem Behandlungstag mit Pseudo-GOP 88240), werden in voller Höhe bezahlt. Dazu gehört auch die in diesem Quartal abgerechnete Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale sowie die Zusatzpauschalen der Pneumolgen und Fachinternisten (Tag der Abrechnung der Quartalspauschale ebenfalls mit 88240 kennzeichnen).

Generell gilt: Tests und Behandlung bei Personen mit Symptomatik werden nach EBM abgerechnet, Tests bei Personen ohne Symptomatik nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) bzw. Landesvertrag (Personal Schule/Kita). Hat die betreffende Person Symptome einer COVID-19-Erkrankung, handelt es sich um einen kurativen Fall. Alles, was Sie zur Abrechnung bei symptomatischen Personen wissen müssen, finden Sie im passenden Abrechnungsleitfaden Coronavirus. Die Testverordnung regelt, in welchen Fällen die Kosten für eine Testung übernommen werden, wenn keine Symptome vorliegen (beispielsweise Kontaktpersonen). Zu den Abrechnungsmodalitäten bei asymptomatischen Personen haben wir separate Merkblätter erstellt.

Teststrategie in der Gesamtschau

Seit 25. Januar gilt die neue Coronavirus-Testverordnung (TestV) des BMG. Am 8. Februar hat das RKI sein Flussschema angepasst, das zeigt, was bei Verdachtsfällen zu tun ist. Wie die beiden in der nationalen Teststrategie zusammenspielen, verdeutlicht unser Schaubild Corona-Tests in der Praxis. Corona-Tests bei Patienten, die COVID-19-Symptome zeigen, fallen unter die Krankenbehandlung laut EBM (RKI-Testkriterien). Der Testanspruch bei Personen ohne Symptome begründet sich in der TestV. Die Abrechnungsmodalitäten finden Sie in der Übersicht Corona-Tests: Behalten Sie den Durchblick!

Corona-Testszenarien KV Baden-Württemberg

EBM
Krankheitssymptome (Indikation stellt Arzt)

Versicherten-/Grund-/Notfall-/Konsiliarpauschale
Abstrich: GOP 02402
Labor-GOP 32816 etc.

Nationale Teststrategie (Coronavirus-Testverordnung – TestV)
  • Kontaktperson (inkl. App)
  • Schule, Pflegeheim etc.
    • Ausbruch
    • Infektionsverhütung
  • Reha, Heimaufnahme
  • ambulante OP

Abstrich: GOP 99531

Antigen-Schnelltest (PoC-Test):
GOP 88312 mit Euro-Betrag
oder
gesonderte Laborabrechnung etc.

Land Baden-Württemberg Teststrategie (ab 22. Februar 2021)
Lehrer & Personal Schule, Kita etc.

Antigen-Schnelltest (PoC-Test):
GOP 99548 (Abstrich inkl. Testkit)
oder
GOP 99549 (Abstrich, falls Testkit gestellt wird)

Übersicht Testszenarien: Kurativ und asymptomatisch

Wichtig für die Abrechnung: Pseudo-GOP 88240

Kennzeichnen Sie alle (Verdachts-)Fälle an allen Behandlungstagen mit der Ziffer 88240 zusätzlich zu den durchgeführten Leistungen als „in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 erbracht“ (gilt sowohl für Hausärzte als auch für Laborpraxen oder weitere Fachgruppen). Tag der Abrechnung der Quartalspauschalen ebenfalls mit 88240 kennzeichnen. Dies ist wichtig für die Erstattung der Behandlungskosten.

Labor

Den Labortest dürfen nur Fachärzte für Laboratoriumsmedizin oder Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie mit entsprechender Genehmigung durchführen. Für die Abrechnung gelten die GOP 32816 (Krankheitssymptome, PCR) sowie die GOP 32779 (Krankheitssymptome, Antigentest). Laborleistungen im Zuge der Coronavirus-Testverordnung (TestV) werden über einen gesonderten Weg abgerechnet.

Muster 10 C bei Krankenbehandlung (EBM)

Den Labortest auf SARS-CoV-2 veranlassen Sie bei symptomatischen Patienten mit der Laborüberweisung Muster 10 C (RKI-Testkriterien / Corona App) bei Ihrem Labor. Die Entscheidung, ob ein Patient getestet werden soll oder nicht, liegt im ärztlichen Ermessen – orientiert an den Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI). Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Laboruntersuchung.

Muster OEGD bei asymptomatischen Personen (TestV & Landesstrategie)

Die Anforderung der Laboruntersuchung bei asymptomatischen Personen im Zuge der nationalen Teststrategie oder der erweiterten Teststrategie des Landes-Baden-Württemberg erfolgt ausschließlich über Muster OEGD.

Kodierung

Der ICD-Code für die Coronavirus-Krankheit COVID-19 lautet: U07.1 G bzw. U07.2 G. Sie verschlüsseln die Erkrankung beziehungsweise die Symptome (z. B. „J06.9 G Akute Infektion der oberen Atemwege, nicht näher bezeichnet“) und geben zusätzlich den Code U07.1 G als Sekundärdiagnose an. Bei Kontaktpersonen geben Sie zusätzlich Z20.8 G an (z. B. bei Risikowarnung der Corona-App).

  • U07.1 G COVID-19: Virus nachgewiesen
    Wenn COVID-19 durch einen Labortest nachgewiesen ist.
  • U07.2 G COVID-19: Virus nicht nachgewiesen
    Wenn COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt, aber nicht durch Labortest nachgewiesen ist.
  • U99.0 G Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2
    Wenn ein Labortest veranlasst wurde.

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G“ (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

Ausrufezeichen: Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben (U07.1 statt U07.1!).

So kodieren Sie richtig – Fallbeispiele

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Baden-Württemberg hat damit begonnen, Unter-65-Jährige aus Prio-Gruppe 2 zu impfen.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist es ausreichend, wenn der Arzt formlos bescheinigt, dass eine Erkrankung im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfVO) vorliegt. Dieses Vorgehen entspricht auch dem geltenden Datenschutz.

Bsp.: Hiermit wird bescheinigt, dass bei Herrn/Frau Mustermann eine Erkrankung im Sinne von § 3 Ziffer 2 – alternativ - § 4 Ziffer 2 der CoronaImpfVO vorliegt.

Stufe 2

Personen mit hoher Priorität laut Corona-Impfverordnung
(§ 3 Ziffer 2 der CoronaImpfVO) 

Krankheitsbilder  »

Wer aus Impfgruppe 2 schon buchen kann

Baden-Württemberg steigt in die Corona-Impfungen für Prio-Gruppe 2 ein. Deutlich mehr Menschen können damit einen Termin in den Impfzentren im Land vereinbaren. Das gilt zunächst für alle diejenigen aus Prio-Gruppe 2, die unter 65 Jahre alt sind und kein ärztliches Attest brauchen, sondern ihren Impfanspruch über eine Bescheinigung des Arbeitgebers oder eine Bescheinigung einer Einrichtung über die Behandlung, Betreuung oder Pflege nachweisen. Mehr dazu Sozialministerium BW: Erweitertes Impfangebot mit AstraZeneca »

Stufe 3

Personen mit erhöhter Priorität laut Corona-Impfverordnung
(§ 4 Ziffer 2 der CoronaImpfVO)

Krankheitsbilder »

Pauschale Vergütung von 5 Euro je Attest

Für die Ausstellung dieses ärztlichen Zeugnisses werden 5 Euro vergütet. Wird die Bescheinigung an den Patienten geschickt, können zusätzlich 90 Cent für den postalischem Versand abgerechnet werden: GOP 88320 (Ausstellung Zeugnis zu 5 Euro) und ggf. 88321 (Portopauschale zu 0,90 Euro).

Altersnachweis ohne Attest

Bitte beachten Sie: Ein ärztliches Attest ist nicht notwendig für Personen, die bereits aufgrund des Alters Anspruch auf die Impfung haben sollten. Hier genügt der Personalausweis als Anspruchsnachweis

Durch die Abrechnung der Pseudo-GOP 88220 erfolgen Abschläge auf die Versicherten- oder Grund- bzw. Konsiliarpauschale. Zudem dürfen nicht alle Leistungen und Zuschläge im Rahmen der Videosprechstunde erbracht und abgerechnet werden. Die 88220 ist daher nur in Behandlungsfällen abzurechnen, in denen ausschließlich Arzt-Patienten-Kontakte per Videosprechstunde stattgefunden haben.

Denken Sie daran, die ggf. beim Kontakt per Videosprechstunde eingetragene Kennzeichnungs-GOP 88220 wieder aus der Abrechnung zu löschen, sobald der Patient im gleichen Quartal noch persönlich in die Praxis kommt, um Honorareinbußen zu vermeiden. Sollte ein solcher Fall dennoch mit der GOP 88220 gekennzeichnet sein, und es wurden Leistungen durch die KV gestrichen, können Sie die Streichung der GOP 88220 nachträglich über die sogenannte Fax-Rückmeldung beantragen.

Über das Online-Abrechnungsportal der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg können Sie als Apotheker die Sachkosten der Antigen-Schnelltests (PoC-Tests) in Höhe von bis zu 9 Euro je Testkit sowie die erbrachten Leistungen zu 9 Euro je Abstrich abrechnen, sofern Sie Tests laut Coronavirus-Testverordnung (TestV) durchführen.

Als Apotheke können Sie sich ab sofort registrieren, um Zugangsdaten für die Abrechnung zu erhalten. Für den Monat Januar ist die Abrechnung rückwirkend möglich.

Alles was Sie zur Abrechnung über die KVBW wissen müssen und die Möglichkeit zur Registrierung finden Sie unter TestV Abrechnung Nicht-KV-Mitglieder »

Achtung abweichender Kostenträger: Schnelltests, die Apotheken im Zuge der erweiterten Teststrategie des Landes Baden-Württemberg erbringen, sind nicht über die KV abrechenbar! Für präventive Testungen bei Lehrern und sonstigen Beschäftigten an Schulen, Kitas und in der Kindertagespflege auf Berechtigungs­schein übernimmt das Land die anfallenden Kosten, nicht der Bund. Diese Tests können ausschließlich Vertragsärzte mit der KV abrechnen.

Lehrer und weitere Beschäftigte an Schulen, Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege dürfen sich künftig zweimal pro Woche mittels PoC-Test (Antigen-Schnelltest) anlasslos testen lassen. Testberechtigt ist das gesamte Personal in Präsenz, beispielsweise auch Hausmeister und Sekretärinnen. Alle Haus- und Facharztpraxen mit vertragsärztlicher Zulassung dürfen diese Schnelltests durchführen und abrechnen, ohne dafür Patientendaten erfassen zu müssen.

Wichtige Änderungen für Vertragsärzte

  • Vereinfachte Abrechnung auf einem einzigen Schein je Quartal
    • „Pseudo“-Abrechnungsfall
    • GOP 99548, 35 Euro, inkl. Abstrich, Auswertung und Testkit
    • Gesamtanzahl der durchgeführten Tests Gesamtanzahl der durchgeführten Tests angeben mit Multiplikator (z. B. 99548 x Anzahl)
    • Scheinuntergruppe: 00
    • Kostenträger: Land Baden-Württemberg VKNR: 61900, IK: 100061900
    • Nachname: Testung
    • Vorname: Corona
    • Geburtsdatum: 01.01.2020
    • Anschrift: Albstadtweg 11; 70567 Stuttgart
    • Kodierung: ICD Z02
  • Ausschließlich Schnelltests. Keine Labortests mehr.
  • Kürzere Testfrequenz: Zwei anlasslose Tests pro Woche.
  • Neue Berechtigungsscheine: Die bisherigen Testgutscheine sind nur noch bis zum 21. Februar gültig. Ab 22. Februar 2021 dürfen Testungen von Lehrern und Kitapersonal zu Lasten des Landes nur dann erbracht bzw. abgerechnet werden, wenn ein Berechtigungsschein in der neuen Version vorliegt.
  • Es ist keine patientenbezogene Dokumentation erforderlich.

Tests vor Ort in Schulen und Kitas

Tests für Beschäftigte in Schulen, Kindertagesstätten und Kindertagespflege können sowohl vor Ort als auch in der Praxis durchgeführt werden. Falls nicht die Arztpraxis, sondern die jeweilige Einrichtung oder Kommune die Testkits beschafft, rechnen Sie die GOP 99549 (mit entsprechendem Multiplikator) ab. Dann wird der Schnelltest mit 20 Euro vergütet. Darin sind die Kosten für Abstrich und Auswertung (ohne Sachkosten für das Testkit) enthalten.

Unsere aktualisierten Abrechnungsinformationen finden Sie unten. 

Ja. Eine solche Kooperation zwischen Vertragsärzten und Schulen oder Kitas zu Testungen vor Ort erscheint aus Sicht der KVBW sinnvoll. So können beispielsweise Schnelltests in der Schule an entsprechend qualifizierte MFA delegiert und dann von der durchführenden Praxis über die entsprechenden GOP im Zuge der Teststrategie des Landes Baden-Württemberg mit der KVBW abgerechnet werden (Einhaltung der freien Wahl der Durchführung des Abstriches und des indizierenden Arztes voraus­gesetzt).

Nein. Es ist nicht geplant, dass Praxen PoC-Testkits über die KVBW beziehen. Die Schnelltests aus den Beständen von Bund und Land werden vorrangig an kommunale Testzentren abgegeben. Praxen beschaffen ihre PoC-Antigen-Schnelltests in Eigenregie über Großhandel und Apotheken und refinanzieren sie über die Sachkostenabrechnung mit uns.

Zum jetzigen Zeitpunkt liegt der Text der von Bundesgesundheitsminister angekündigten neuen Coronavirus-Testverordnung (TestV) noch nicht vor. Wir informieren Sie unverzüglich, sobald wir die neue TestV und damit Rechtsgrundlage und Modalitäten etwaiger Gratis-Schnelltests kennen.

Nein. Fremde Dienste unter der eigenen Zugangskennung zu erfassen, ist nicht zulässig. Jeder muss mit seinem eigenen Benutzernamen und Kennwort angemeldet sein, um seine Dienststunden unter Angabe von Tag und Impfzentrum online zu erfassen.

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Bitte rechnen Sie ausschließlich online ab und senden Sie keine Rechnungen oder Dienstpläne unaufgefordert an die KV.

Mit der Einreichung der Leistungen im Abrechnungsportal für Impfärzte erklären Sie, dass Sie die abgerechneten Stunden im Auftrag des jeweiligen Impfzentrums erbracht haben. Für die Richtigkeit der Angaben tragen Sie persönlich die Verantwortung. Wir behalten uns vor, die abgerechneten Leistungen zu überprüfen und zur Aufklärung der Sachverhalte einen Nachweis einzufordern.

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Das setzt voraus, dass es mit dem jeweiligen Impfzentrum abgestimmt war, dass Sie eine MFA zu Ihrer Entlastung mitbringen. Das betrifft insbesondere den Einsatz in mobilen Impfteams in Pflegeheimen.

Die Betreiber der Impfzentren planen und vergüten das dort eingesetzte nicht-ärztliche Medizinpersonal normalerweise selbst. Es ist nicht zulässig, unabgesprochen eigenes Praxispersonal zum Impfarzt-Einsatz mitzubringen und später abzurechnen.

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Nein, das ist nicht zulässig. Die vertraglichen Vorgaben verlangen, dass Sie jeden Tag, an dem Sie für die Corona-Impf-Kampagne des Landes Baden-Württemberg tätig waren, einzeln abrechnen.

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Keine Sorge, diese Dienste lassen sich im nächsten monatlichen Abrechnungs­zeitraum nacherfassen. Wir entwickeln unser Abrechnungs­portal stetig weiter. Voraussichtlich steht die Funktion, die Ihnen ermöglicht, Dienste aus vorangegangenen Monaten nachträglich abzurechnen, ab 1. März 2021 zur Verfügung 

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Nein. Nach der Teststrategie der Landesregierung für Schulen und Kindertageseinrichtungen können sich symptomfreie Lehrer, Erzieher sowie das weitere Personal an Schulen, Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege auf das Vorliegen einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus testen lassen. Die Testung erfolgt durch Vertragsärzte, die diese über die KV Baden-Württemberg abrechnen (ab 22. Februar 2021 Sammelschein mit der GOP 99548 bzw. 99549). Corona-Tests, die Ärzte ohne Kassenzulassung durchführen, können nicht durch das Land vergütet werden.

Bei Testungen nach Maßgabe der Teststrategie des Landes Baden-Württemberg ist prinzipiell kein Raum für eine Privatliquidation. Über die Schule oder die Kindertageseinrichtung erhalten die Berechtigten ein aktuelles Formular, das zur Durchführung der Testung berechtigt. Wenn Sie die Testung danach anbieten und durchführen, ist eine Privatliquidation ausgeschlossen, selbst wenn die angebotene Vergütung als unzulänglich angesehen wird.

Bitte tragen Sie Ihre geleisteten Arbeitsstunden im Online-Abrechnungsportal für Impfärzte ein. Wählen Sie dort „Impfzentrum, Impf-Hotline der Landesärztekammer BW“ aus und geben Sie unter „Impfarzt“ die Stunden an, die Sie am betreffenden Tag in der Telefonberatung tätig waren. Eine Zusammenfassung der Stunden pro Monat ist nicht zulässig.

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Die Mobilen Impfteams (MIT) sind immer an die jeweiligen Impfzentren angedockt. Wenn Sie ein solches Impfteam unterstützt haben, wählen Sie das zugehörige Impfzentrum aus. Falls Sie mittelbar über das Pflegeheim den Auftrag erhalten haben, die im Vorfeld der Corona-Impfung erforderlichen ärztlichen Leistungen zu übernehmen, erkundigen Sie sich beim Heim, zu welchem Impfzentrum das dort eingesetzte Impfteam gehört. In den meisten Fällen wird es das regional nächstgelegene Zentrale Impfzentrum (ZIZ) sein.

Wenn Sie als Impfarzt für die Corona-Impfzentren bzw. die mobilen Impfteams des Landes Baden-Württemberg gearbeitet haben, zahlen wir Ihnen die Gelder aus, die Ihnen dafür zustehen. Wir haben ein eigenes Online-Abrechnungsportal für diesen Zweck eingerichtet. Den Aufruf dieser Online-Anwendung und alles, was Sie zur Zahlungsabwicklung wissen müssen, finden Sie hier:

Falls Sie derzeit keinen aktiven Status im Arztregister der KVBW haben, müssen Sie sich zunächst neu zur Abrechnung als Impfarzt bei unserem Arztregister registrieren. Nutzen Sie dazu bitte dieses Formular:
Registrierung zur Abrechnung als Impfarzt. Wir senden Ihnen dann eine BSNR, mit der Sie Ihre Impfarzt-Dienste abrechnen können.

Die alten Benutzerkennung aus Ihrer Zeit als Vertragsarzt können Sie weiterverwenden, daneben benötigen Sie allerdings auch eine aktive BSNR.

Hinweis: Integrierte PDF-Viewer (u. a. Firefox, Chrome, Safari) unterstützen das Datenformat dieses PDF-Formulars nicht. Bitte Datei herunterladen und mit Adobe Reader öffnen.

Ja. Eine Kooperation zwischen örtlich ansässigen Vertragsärzten und Unternehmen zu Testungen am Arbeitsplatz ist möglich. Die Abrechnung kann über die GOP 99546 (35 Euro) erfolgen, sofern das RKI Frankreich zum Hochinzidenzgebiet erklärt und der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern die Unabkömmlichkeit vor Ort bescheinigt. Ein Wegegeld ist nicht vorgesehen.

Bei einem positiven Testergebnis müssen sich die getestete Person und die Angehörigen ihres Hausstandes sofort in Quarantäne begeben. Der oder die Betroffene sollte ein positives Ergebnis eines Schnelltests durch einen PCR-Labortest bestätigen lassen. Die bestätigende Diagnostik mittels PCR-Test nach einem positiven PoC-Antigen-Test gehört zur Krankenbehandlung und ist im ambulanten Bereich bei GKV-Patienten nach EBM abzurechnen. Wer nicht in einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse krankenversichert ist, bekommt den PCR-Test in seinem jeweiligen System (z. B. PKV, französisches Gesundheitssystem etc.).

Ein positives Testergebnis ist immer meldepflichtig, unabhängig vom Testtyp. Gemeldet werden muss an das Gesundheitsamt des Hauptwohnsitzes des Getesteten bzw. bei Personen mit Wohnsitz in Frankreich an das örtliche Gesundheitsamt der Praxis. 

Hier kommt das Ersatzverfahren (Abrechnung ohne Gesundheitskarte) zum Einsatz.

Abgerechnet wird die GOP 99546 mit Multiplikator entsprechend der Gesamtzahl der für Grenzgänger in der Praxis, im gesamten Quartal durchgeführten Schnelltests. Eine patientenbezogene Dokumentation ist nicht erforderlich.

Scheinuntergruppe: 00 (Originalschein)
Kostenträger: Land Baden-Württemberg VKNR: 61900, IK: 100061900
Nachname: Testung
Vorname: Corona
Geburtsdatum: 01.01.2020
Anschrift: Albstadtweg 11; 70567 Stuttgart
Kodierung: ICD Z02

Die GOP 99546 (35 Euro) ist für den Fall gedacht, dass der Vertragsarzt selbst das Testkit beschafft und das Praxispersonal stellt. Falls der Test in einer KV-eigenen Abstrichstelle gemacht wird gilt die GOP 99547 (20 Euro), weil der Arzt hier keine Sach- oder Personalkosten zu tragen hat.

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Das Land Baden-Württemberg trägt die Testkosten für PoC-Antigentests bei Personen, die aus berufsbedingten Gründen eine durch Einreise begründete Testnachweispflicht haben. Dabei werden die Kosten unabhängig vom Versicherungsstatus übernommen, auch dann, wenn der Getestete im benachbarten Ausland lebt und beispielsweise französischer Staatsbürger ist. Es ist keine eGK erforderlich. Voraussetzung ist ein Berechtigungsschein

Als Testnachweis muss das amtliche Formular des Sozialministeriums genutzt werden. Dieses wird in Kürze hier veröffentlicht.

Die zu testenden Person (Grenzpendler/Grenzgänger) sollte diesen Vordruck vorausgefüllt in die Praxis mitbringen.

Es ist eine Bescheinigung vorzulegen, dass die Anwesenheit vor Ort zwingend nötig ist und kein Homeoffice oder vergleichbare Regelungen möglich sind. Die entsprechenden Formblätter gibt das Sozialministerium vor (unten zum Dowanload).

Das von Arbeitgeber, Hochschule oder Ausbildungsstätte unterschriebene Formular ist von der zu testenden Person (Grenzpendler/Grenzgänger) zur Testung mitzubringen. Ein Begründungstext ist nicht notwendig.

Voraussetzung für den kostenlosen Test ist neben der Arbeitgeberbescheinigung die RKI-Einstufung des betreffenden Landes als Hochinzidenz-Gebiet.

Einreisende aus Hochinzidenz-Gebieten benötigen für den Grenzübertritt einen negativen Corona-Test, der maximal 48 Stunden alt sein darf.

Wenn ein Land als Hochinzidenz-Gebiet oder Virusvarianten-Gebiet eingestuft wird, fallen auch Grenzpendler (Baden-Württemberger, die aus beruflichen Gründen ins Ausland pendeln) und Grenzgänger (Personen, die nach Baden-Württemberg einpendeln) unter die Testpflicht laut § 3 Abs. 2 CoronaEinreiseV des Bundes­gesundheits­­ministeriums.

Hier finden Sie immer die aktuelle Übersicht der RKI-Risikogebiete.

Die Regelungen und ihre Geltungsdauer haben wir für Sie auf einer eigenen Unterseite aufgelistet: Sonderregelungen

Die KBV hat eine thematisch geordnete Übersicht zu den Sonderregelungen für die ambulante Versorgung, die bundesweit gelten, zusammengestellt. Hier werden die einzelnen Regelungen kurz erläutert. Die Übersicht wird stetig aktualisiert.

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Das Formular „Anmeldung als Impfarzt" diente zur Akquise von Freiwilligen für die Mitarbeit in Impfzentren. Die über diese Formulare eingegangenen Kontaktdaten haben wir an die Impfzentren (KIZ und ZIZ) und das Sozialministerium zur Dienstplanung weitergeleitet. Derzeit nehmen wir keine Anmeldungen mehr entgegen, da sich bereits Ärzte in ausreichender Zahl gemeldet haben. Das Formular „Registrierung zur Abrechnung als Impfarzt” richtet sich an jene Ärzte, die bereits Impfarzt-Einsätze hatten.

Ärzte, die aktuell keine Rechtsbeziehung zur KVBW haben, beispielsweise Privatärzte, Krankenhausärzte oder Ruheständler, müssen sich, nachdem sie vom Impfzentrum zum Dienst eingeteilt wurden, für die Abrechnung registrieren lassen. Dazu dient das Formular „Registrierung zur Abrechnung als Impfarzt”. Über die Registrierung und Aufnahme in unser Hilfsregister erhalten Sie eine Nummer (BSNR) und einen Zugang zu unserem Abrechnungsportal für Impfärzte, den Sie für die Honorierung als Impfarzt benötigen. Vertragsärzte und Poolärzte benötigen keine zusätzliche Registrierung zur Abrechnung, da sie ihre bekannte Benutzerkennung für das KVBW-Mitgliederportal für den Zugang zum Abrechnungsportal für Impfärzte nutzen und über ihre vorhandene BSNR abrechnen können.

Weitere Informationen finden Sie unter der Seite Abrechnung Impfärzte »

Sie können mit diesem Formular Zweitkonto Impfarzt für Vertragsärzte eine abweichende Bankverbindung für Ihre Tätigkeit als Impfarzt angeben. Unser Arztregister teilt Ihnen dann eine separate Nummer (BSNR) für Ihre Impfarzt-Tätigkeit mit. Wenn Sie Ihre Stunden im KVBW-Online-Abrechnungsportal für Impfärzte eintragen, wählen Sie diese neue Impfarzt-BSNR aus statt Ihrer vertragsärztlichen BSNR. Dann taucht die Zahlung weder in Ihrem Honorarbescheid noch auf dem Vertragsarztkonto Ihrer BAG auf, sondern auf Ihrem persönlichen Zweitkonto als Impfarzt.

Angestellte, MVZ-Ärzte, Ermächtigte etc. können ebenfalls dieses Formular nutzen, wenn sie ihre Impfarzt-Tätigkeit nicht über das Konto bzw. den Honorarbescheid ihrer vertragsärztlichen Betriebsstätte, sondern über ein eigenes Konto laufen lassen möchten.

Hinweis: Integrierte PDF-Viewer (u. a. Firefox, Chrome, Safari) unterstützen das Datenformat dieses PDF-Formulars nicht. Bitte Datei herunterladen, auf Festplatte speichern und mit Adobe Reader öffnen.

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Nein. Falls Sie sich und Ihre Beschäftigten regelmäßig (maximal einmal wöchentlich) testen lassen möchten, wenden Sie sich bitte grundsätzlich an eine Arztpraxis, welche den Test für Sie durchführt/beauftragt (Antigen-PoC-Schnelltest oder Antigen-Labortest). Die Arztpraxis bekommt in diesem Fall ärztliche Leistung und Sachkosten nach TestV über die KV vergütet.

Mit der am 16. Januar 2021 in Kraft getretenen Änderung der Coronavirus-Testverordnung (TestV) besteht für Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe keine Möglichkeit mehr, im Auftrag des ÖGD die Tests fürs eigene Praxispersonal selbst durchzuführen.

Anders als Ärzte und Zahnärzte dürfen Praxen anderer medizinischer Heilberufe (z. B. nicht-ärztliche Psychotherapie, Physiotherapie, Ergotherapie) die Testungen für ihr Praxispersonal nicht selbst durchführen und daher auch nicht über die KV abrechnen.

Falls Sie sich und Ihre Beschäftigten im Zuge eines Testkonzepts regelmäßig testen lassen möchten, können Sie sich an eine Vertragsarztpraxis wenden, die den Test für Sie durchführt (Antigen-PoC-Schnelltest) oder bei einem Labor veranlasst (Antigen-Labortest). Die Arztpraxis bekommt in diesem Fall ärztliche Leistung und Sachkosten nach TestV über die KV vergütet.

Mit der am 16. Januar 2021 in Kraft getretenen Änderung der Coronavirus-Testverordnung (TestV) besteht für Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe keine Möglichkeit mehr, im Auftrag des ÖGD die Tests fürs eigene Praxispersonal selbst durchzuführen.

In diesem Fall ist der Coronatest eine Selbstzahlerleistung.

Zwar sehen die Coronavirus-TestV bzw. die Landesverordnung vor, dass Pflegeheime und Kliniken selbst kostenlose Schnelltests für Besucher anbieten müssen, in der Praxis sind die Heime und Kliniken allerdings häufig überlastet. Wollen sich die Besucher deswegen in einer Arztpraxis testen lassen, ist keine Abrechnung nach Coronavirus-TestV möglich.

Seit dem 16. Dezember 2020 gibt es keinen Anspruch auf kostenlose Testungen für Reiserückkehrer und Einreisende aus Risikogebieten mehr. Reisende müssen die Testkosten für Corona-Tests vor und nach Auslandsaufenthalten selbst übernehmen.

Bei Einreise aus einem Risikogebiet besteht laut aktueller Corona-Verordnung Einreise-Quarantäne des Landes Baden-Württemberg weiterhin grundsätzlich eine zehntägige Quarantänepflicht, die frühestens mit einem ab dem fünften Tag der Quarantäne erhobenen negativen Testergebnis beendet werden kann (bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet ist keine Verkürzung der Quarantänedauer möglich). Künftig gilt zusätzlich eine Testpflicht bei Einreise. Der Testpflicht kann durch eine Testung binnen 48 Stunden vor Anreise oder durch eine Testung unmittelbar nach Einreise nachgekommen werden. Ausnahme: Die Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet oder aus Hochinzidenzgebiet ist nur mit negativem Testergebnis möglich. Die Kosten dafür sind vom Einreisenden zu tragen.

Das setzt voraus, dass Sie sämtliche im Vorfeld der Corona-Impfung erforderlichen ärztlichen Leistungen im Auftrag des Mobilen Impfteams (MIT) bei Ihren Patienten im Pflegeheim übernommen haben. Um abrechnen zu können, müssen Sie angeben, welches der Zentralen Impfzentren (ZIZ) bzw. Kreisimpfzentren (KIZ) Ihnen den Auftrag erteilt hat.

Zur Tätigkeit als Impfarzt gehört:

  • Aufklärungsgespräch mit der zu impfenden Person oder deren Betreuer (Impfberatung)
  • Impftauglichkeit prüfen
  • Anamnese und gemeinsames Ausfüllen des Einwilligungsbogens zur Corona-Schutzimpfung anhand der aktuellen Gesundheitssituation
  • Unterschriften einholen

Diese Formulare müssen unterschrieben in der Einrichtung vorliegen:

  • Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung
  • Anamnese-Einwilligungsbogen

Diese Aufklärungs- und Informationsmaterialien der Bundesregierung zur Corona-Schutzimpfung stehen im Internet zum Download zur Verfügung. Sie werden fortlaufend aktualisiert und an den aktuellen Kenntnisstand angepasst.

Es genügt nicht, den Anamnesebögen auf Basis der in der Praxis vorliegenden Patientendokumentation auszufüllen, um Impfarzt-Stunden abrechnen zu können!

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Offizielles Aufklärungsmaterial zur Corona-Schutzimpfung

Nein. Bei Testungen nach Maßgabe der Coronavirus-Testverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit (TestV) ist prinzipiell kein Raum für eine Privatliquidation. Testungen hiernach sind keine originären vertragsärztlichen Leistungen.

GKV-Versicherte haben nach dieser Verordnung aber einen Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoC-2. Die persönlichen Voraussetzungen für diesen Anspruch sind in dieser Verordnung definiert. 

Zur Erbringung der hier beschriebenen Leistungen sind auch Vertragsarztpraxen berechtigt, aber nicht verpflichtet. Wenn ein Patient Anspruch auf Testung nach der Coronavirus-Testverordnung hat und Sie diese anbieten und vornehmen, ist das Verlangen einer Zusatzvergütung ausgeschlossen, auch wenn die in der Verordnung festgelegte Vergütung für Labordiagnostik, Sachkosten und ärztliche Leistungen als unzulänglich angesehen wird.

Bei beihilfeberechtigten Beschäftigten im öffentlichen Dienst bereiten solche ärztlichen Honorarrechnungen besondere Probleme. Testungen auf das SARS-CoV-2-Virus durch Vertragsärzte im Rahmen der Testverordnung sind über die KVBW abrechenbar nach Maßgabe der in der Testverordnung festgelegten Vergütung. Hier ist wie o.a. kein Raum für eine Privatliquidation. Privatrechnungen bzw. Honorarrechnungen für Testungen werden vermehrt zur Erstattung eingereicht. In solchen Fällen erhalten die getesteten Personen jedoch keine Beihilfeerstattung. 

Sofern Sie einen entsprechenden Auftrag vom jeweils zuständigen Impfzentrum erhalten haben, können Sie diese Tätigkeit als Impfarzt-Einsatz über unser Abrechnungsportal für Impfärzte abrechnen (130 Euro je Stunde plus pauschale Reisekostenerstattung 30 Euro je Tag) siehe Abrechnung Impfärzte ». Eine eigene Registrierung als Impfarzt ist dafür nicht erforderlich. Als Vertragsarzt nutzen Sie einfach Ihre KVBW-Benutzerkennung, um sich am Abrechnungsportal für Impfärzte anzumelden.

Die Aufklärung zur Corona-Schutzimpfung muss durch einen Arzt im persönlichen Gespräch stattfinden. Es kann die organisatorischen Abläufe vereinfachen, wenn die Impfaufklärung und die Impfanamnese der Hausarzt im Vorfeld übernimmt, statt des Impfarztes des mobilen Impfteams, der die Corona-Impfung durchführt. Das zu entscheiden, obliegt dem jeweils zuständigen Impfzentrum, das auch die Mobilen Impfteams (MIT) koordiniert.

Wenn Sie dazu bereit sind, erhalten Sie dafür ausschließlich eine Vergütung als Impfarzt, dies ist nicht vertragsärztlich abrechnungsfähig. Das Aufklärungsmerkblatt und den Einwilligungsbogen muss der Patient selbst oder sein gesetzlicher Vertreter durchgehen, ausfüllen und unterschreiben. Der aufklärende Arzt unterschreibt ebenfalls. Diese Unterlagen und die Informationen zur korrekten Dokumentation bekommen Sie über das Impfzentrum.

Das Bundesgesundheitsministerium stellt die bundesweit einheitlichen Aufklärungs- und Einwilligungsunterlagen zum Download bereit. Teil der Unterlagen sind auch eine Ersatzbescheinigung für Menschen ohne Impfpass und ein Leitfaden für Ärzte für das Patientengespräch.

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Aufklärungs- und Infomaterial zur Corona-Schutzimpfung

Personen, bei denen die Corona-Warn-App ein „erhöhtes Risiko“ meldet, haben ausdrücklich einen Anspruch nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV). Die Beauftragung und Abrechnung dieser Tests erfolgt ab 1. Januar 2021 ausschließlich nach der Testverordnung  (GOP 99531) und nicht mehr nach EBM. Die TestV sieht vor, dass Testungen von symptomfreien GKV- und Nicht-GKV-Versicherten grundsätzlich über die KVen abgerechnet werden.

Ab 16. Dezember werden die Testkosten für Einreisende aus Risikoländern nicht mehr übernommen. Corona-Tests vor und nach Reisen sind damit als Wunschleistung privat zu zahlen.

Die GOP 99529 kann für das ärztliche Gespräch in Zusammenhang mit der Feststellung von Kontaktpersonen nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) ohne anschließenden Abstrich abgerechnet werden.

Die GOP 99529 ist telefonisch erbringbar, aber nicht delegierbar – das Gespräch zur Feststellung der Kontaktperson muss also vom Arzt persönlich geführt werden. Die ICD-Verschlüsselung kann hier mit ICD Z20.8G (Kontakt mit und Exposition gegenüber sonstigen übertragbaren Krankheiten) angegeben werden.

Ja. Vertragszahnarztpraxen können die Schnelltests bei ihren Beschäftigten selbst durchführen und die reinen Materialkosten (maximal 9 Euro je Test) über die KVBW abrechnen.

Die ärztliche Leistung der Abstrichentnahme bei eigenem Praxispersonal ist nicht abrechenbar.

Alles was Sie zur Abrechnung über die KVBW wissen müssen und die Möglichkeit zur Registrierung finden Sie unter TestV Abrechnung Nicht-KV-Mitglieder »

Vertragsärzte können Antigen-Schnelltests bzw. PoC-Tests (Point-of-Care-Tests) für Testungen bei asymptomatischen Personen im Zuge der Teststrategie einsetzen und abrechnen. (Testanlässe und Voraussetzungen siehe Merkblatt „asymptomatische Testungen“); das umfasst auch Tests bei Ihrem eigenen Praxispersonal (siehe Stimmt es, dass ich jetzt Schnelltests einsetzen kann, um mein Praxispersonal vorsorglich zu testen?)

Die Sachkosten für die POC-Antigen-Tests werden in Höhe der Beschaffungskosten (maximal 9 Euro je Test, GOP 88312) erstattet. Hinweis: Bei der Teststrategie Land Baden-Württemberg (z. B. Lehrer) gilt ein Komplettpreis, sodass die Sachkosten nicht zusätzlich abgerechnet werden können.

Es dürfen nur Antigen-Testverfahren eingesetzt werden, die auf der Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgeführt sind.

Die erhöhten Arbeitsschutzanforderungen bei der Weiterverarbeitung des Abstrichs in der eigenen Arztpraxis sind zu beachten. 

Positive Antigen-Schnelltests müssen durch einen PCR-Test bestätigt werden. Positive Nachweise eines SARS-CoV-2-Erregers sind immer – auch bei Antigen-POC-Tests – namentlich meldepflichtig.

Hinweis: Die GOP 32779 ist Antigen-Labortests bei symptomatischen Patienten vorbehalten und kann ausschließlich von Laborärzten und Mikrobiologen abgerechnet werden. Schnelltests (sogenannte Point-of-Care-Tests POCT) sind nicht über die GOP 32779 berechnungsfähig.

Vertragsärzte erfassen die Pseudo-GOP 88312 und geben unter dieser Nummer die entstandenen Kosten (max. 9 Euro) im Sachkostenfeld (Feldkennung 5012) an. Fragen hierzu beantwortet Ihr Softwarehaus.

Hinweis: Abweichende Regelung für Lehrer und Kitapersonal beachten! Hier gilt ein Komplettpreis, sodass die Sachkosten nicht zusätzlich abgerechnet werden können.

Nein. Die nationale Teststrategie umfasst weiterhin symptomfreie Kontakt­personen. In einem solchen Fall ist der Test zwar nicht kurativ nach EBM abrechenbar, Sie können ihn jedoch auf dem Boden der Testverordnung (TestV) über die GOP 99531 erbringen und abrechnen. Wenn das Resultat schnell gebraucht wird, ist statt des empfohlenen PCR-Tests auch ein Antigen-Labortest oder Antigen-Schnelltest (PoC-Test) möglich (PoC-Test): GOP 88312 und Euro-Betrag für die Sachkosten, max. 9 Euro).

Kontaktpersonen im Sinne § 2 der Testverordnung (TestV) sind:

  • Personen, die mindestens 15 Minuten engen Kontakt zu einer infizierten Person hatten, 
  • Personen, die mit einer infizierten Person in demselben Haushalt leben oder gelebt haben, 
  • Personen, die sich in räumlicher Nähe (insbesondere bei Feiern, gemeinsamem Singen oder Sport in Innenräumen) zu einer infizierten Person aufgehalten haben, 
  • Personen, die sich in über 30 Minuten in relativ beengter Raumsituation oder schwer zu überblickender Kontaktsituation zu einer infizierten Person aufgehalten haben (z. B. Schulklasse, Gruppenveranstaltungen), 
  • Personen im Betreuungs-/Pflegekontext

(jeweils bezogen auf die vergangenen zehn Tage)

Vertragsärzte können selbst feststellen, wer die Kontaktpersonen ihrer eigenen COVID-19-Patienten sind, und diese ebenfalls testen.

Das Personal in Vertragsarztpraxen kann regelmäßig präventiv getestet werden. Sowohl Antigen-Labortests als auch Antigen-Schnelltests (Point-of-Care-Tests bzw. POC-Tests) sind möglich. Eine Abstimmung mit dem ÖGD/Sozialministerium ist laut Corona-Testverordnung (TestV) nicht erforderlich, wenn Sie Coronatests bei Mitarbeitern Ihrer eigenen Praxis durchführen möchten.

Bei Testung des eigenen Praxispersonals wird der Abstrich nicht vergütet. Dies gilt auch, wenn sich Arztpraxen gegenseitig testen. 

Abrechnung der Kosten für Point-of-Care-Tests (PoC) bei eigenem Praxispersonal im Rahmen eines Testkonzepts der Praxis

Die Abrechnung dieser Kosten erfolgt auf einem „Pseudo“-Abrechnungsfall für das gesamte Quartal mit folgenden Angaben:

Scheinuntergruppe: 00
Kostenträger: Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), VKNR: 48850, IK: 100048850
Nachname: Testung
Vorname: Corona
Geburtsdatum: 01.01.2020
Anschrift: Albstadtweg 11; 70567 Stuttgart
Kodierung: ICD Z02 

Abgerechnet wird unter dem jeweiligen Datum der Testungen für jeden durchgeführten Test die GOP 88312 (mit entsprechendem Multiplikator), ergänzt um die entstandenen Kosten (in Feld 5012) – jedoch höchstens 9 Euro je Test. Die Rechnung über beschaffte PoC-Tests muss nach TestV bis mindestens Ende 2024 aufbewahrt werden. Eine patientenbezogene Dokumentation ist erforderlich.

Welche Tests erstattungsfähig sind, ist auf einer Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu finden (www.bfarm.de/antigentests). 

Positive Nachweise eines SARS-CoV-2-Erregers sind – derzeit auch bei Antigen-POC-Tests – namentlich meldepflichtig. Positive PoC-Test-Ergebnisse müssen dann durch einen PCR-Test bestätigt werden.

In der Quartalsabrechnung kann die Testung unter dem Tagesdatum als Sammelrechnung auf einem „Pseudo“-Abrechnungsfall mit folgenden Angaben erfasst werden:

Scheinuntergruppe: 00
Kostenträger: Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), VKNR: 48850, IK: 100048850
Nachname: Testung
Vorname: Corona
Geburtsdatum: 01.01.2020
Anschrift: Albstadtweg 11; 70567 Stuttgart
Kodierung: ICD Z02

Die Abstrichentnahme wird mit der GOP 99531 (mit Multiplikator entsprechend der Zahl der durchgeführten Abstriche) abgerechnet.

Die Sachkosten werden ebenfalls unter dem jeweiligen Datum der Testungen für jeden durchgeführten Test mit der GOP 88312 (mit entsprechendem Multiplikator) abgerechnet, ergänzt um die entstandenen Kosten (in Feld 5012) – jedoch höchstens 9 Euro je Test. Die Rechnung über beschaffte PoC-Tests muss nach TestV bis mindestens Ende 2024 aufbewahrt werden. Eine patientenbezogene Dokumentation ist erforderlich.

Die Corona-Testverordnung (TestV) gibt vor, dass nichtärztlich geführte Einrichtungen oder Unternehmen, die selbst präventive Tests bei Beschäftigten und Patienten durchführen möchten, ihr Personal durch einen Arzt in der Anwendung und Auswertung der Antigen-Schnelltests (PoC-Tests) schulen lassen sollen.

Für eine solche Schulung können Sie als Vertragsarzt die GOP 88311 (70 Euro) (höchstens) alle zwei Monate je Einrichtung  abrechnen. Die Abrechnung erfolgt auf einem Pseudo-Fall, in welchem Sie die GOP 88311 unter jedem Datum, an dem Sie eine solche Schulung durchgeführt haben, eintragen. Im Begründungsfeld ist der Name der Einrichtung anzugeben.

Der „Pseudo“-Abrechnungsfall für das gesamte Quartal ist mit folgenden Angaben anzulegen:

Scheinuntergruppe: 00
Kostenträger: Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), VKNR: 48850, IK: 100048850
Nachname: Testung
Vorname: Corona
Geburtsdatum: 01.01.2020
Anschrift: Albstadtweg 11; 70567 Stuttgart
Kodierung: ICD Z02

Ja, die Kennziffer 88240 für die Vergütung von Corona-Leistungen kann in einem solchen Fall angegeben werden. Welcher ICD zusätzlich zur aktuellen Diagnose verschlüsselt wird, sehen Sie in der folgenden Übersicht:

ICD-CodeBeschreibung
U08.9 G

übergangsweise bis 31. Dezember 2020: U07.3 G

COVID-19 in der Eigenanamnese, nicht näher bezeichnet
Verwendung: Ist für Fälle vorgesehen, bei denen eine frühere, bestätigte Coronavirus-19-Krankheit zur Inanspruch­nahme des Gesundheitswesens führt. Die Person leidet nicht mehr an COVID-19.

U09.9 G

übergangsweise bis 31. Dezember 2020: U07.4 G

Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet
Verwendung: Ist für Fälle vorgesehen, bei denen der Zusammenhang eines aktuellen, anderenorts klassifizierten Zustandes mit einer vorausgegangenen COVID-19-Krankheit kodiert werden soll. Die Schlüsselnummer ist nicht zu verwenden, wenn COVID-19 noch vorliegt.

U10.9 G

übergangsweise bis 31. Dezember 2020: U07.5 G

Multisystemisches Entzündungssyndrom in Verbindung mit COVID-19, nicht näher bezeichnet
Verwendung: Ist für Fälle vorgesehen, bei denen ein durch Zytokinfreisetzung bestehendes Entzündungssyndrom in zeitlichem Zusammenhang mit COVID-19 steht.

Sofern das Testkonzept einer Klinik einen Coronatest vor der Aufnahme verlangt, die Klinik jedoch selbst keine vorstationären Testungen durchführt, können Sie als niedergelassener Vertragsarzt diesen Abstrich vornehmen, Sie sind jedoch nicht dazu verpflichtet. Das heißt: Wer auf Verlangen der Klinik testen will, der darf, wer nicht will oder kann, muss aber nicht. 

Gegebenenfalls ist die Abstrichentnahme mit der GOP 99531 (TestV) abzurechnen (bei POC-Test zuzüglich Sachkosten GOP 88312). 

Zum Hintergrund: Vor einem Krankenhausaufenthalt haben asymptomatische Patienten einen Anspruch auf eine SARS-CoV-2 Testung nach § 4 Abs. 1 Testverordnung (TestV), wenn dies die Klinik im Rahmen ihres einrichtungsbezogenen Testkonzepts (oder der ÖGD) verlangen. Dabei werden gemäß § 26 Abs. 1 KHG Kosten, die den Krankenhäusern für diese Testungen entstehen, mit einem Zusatzentgelt finanziert. Jedoch kann die Klinik nicht zur vorstationären Testung verpflichtet werden. 

Positive Antigen-Tests müssen mittels Nukleinsäurenachweis (PCR) bestätigt werden. Der Kontrollabstrich nach einem positiven PoC-Schnelltest wird mit der kurativen GOP 02402 EBM und ggf. Zuschlag GOP 02403 EBM (nicht neben Versicherten-/Grundpauschale) abgerechnet. Da hier ein Corona-Verdacht vorliegt, ist die Kennzeichnung 88240 je Behandlungstag anzugeben.

Bei einem positiven Antigen-Labortest wird der Bestätigungs-PCR-Test aus demselben Abstrichmaterial nach TestV abgerechnet (CSV-Abrechnung). 

Die GOP 32779, 32811 und 32816 belasten den Wirtschaftlichkeitsbonus nicht. Rückwirkend ab 1. Oktober 2020 ist die Kennzeichnung mit der Kennnummer 32006 nicht länger erforderlich.

Laborleistungen nach den Gebührenordnungs­positionen GOP 32779 (SARS-CoV-2-Labor-Antigentest), 32811 (Nukleinsäure­nachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2 aufgrund einer Warnung durch die Corona-Warn-App) und 32816 (Nukleinsäure­nachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2) bleiben bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit der Veranlassung von Laborleistungen grundsätzlich unberücksichtigt.

Hinweis: Die Antikörperbestimmung auf SARS-CoV-2 nach GOP 32641 ist nicht von der Ausnahmeregelung umfasst. Daher belastet die SARS-CoV-2- Antikörper­bestimmung nach GOP 32641 die Laborkosten der Praxis.

Nein. Wenn Sie Patienten vor einer ambulanten Operation präventiv testen möchten, ist es nicht erforderlich, Ihr Testkonzept mit dem ÖGD (in Baden-Württemberg: Sozialministerium) abzustimmen.

Ja, wenn Sie die PoC-Schnelltests für die Beschäftigten in der Einrichtung selbst durchführen, ist das Testkonzept abstimmungspflichtig. 

In Baden-Württemberg ist das Sozialministerium zuständig für die Genehmigung von Testkonzepten (nicht das Gesundheitsamt!). Informationen zum Antragsverfahren für Antigen-Tests finden Sie auf der Homepage des Sozialministeriums (Link unten). Dort ist auch ein Muster-Testkonzept veröffentlicht.

Die Abrechnung der GOP 99531 erfolgt bei Privatversicherten, bei Personen, die nicht in Deutschland krankenversichert sind und bei Versicherten sonstiger Kostenträger ohne eGK per Ersatzverfahren.

Der zuständige Kostenträger lautet:

Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS)
VKNR: 48850, IK: 100048850

Abstriche vor ambulanten Operationen sind im Rahmen eines Testkonzeptes abrechnungsfähig. Lediglich die Koloskopie ist dem ambulanten Operieren zugeordnet, weshalb hier asymptomatische Corona-Testungen vor dem Eingriff möglich sind.

Ja. Die Möglichkeit, Patienten telefonisch zu betreuen, wurde während der Corona-Pandemie für alle Fachgruppen ausgeweitet (Mehr Konsultationen per Telefon wieder möglich »). Für den Postversand von bestimmten Folgeverordnungen und Überweisungsscheinen werden wieder die Portokosten erstattet.

Patienten müssen damit nicht in die Praxis kommen, um sich nur ein Rezept oder eine Verordnung abzuholen. Möglich ist das allerdings nur, wenn der Patient bei dem Arzt in Behandlung ist. (Ausnahme: AU auch bei unbekannten Patienten möglich). In diesem Fall muss die elektronische Gesundheitskarte nicht eingelesen werden: Die Versichertendaten aus der Patientenakte dürfen übernommen werden. 

Für folgende Formulare werden die Portokosten erstattet:

  • AU-Bescheinigungen 
  • Folgeverordnungen von Arzneimitteln (auch BtM-Rezepte) sowie von Verband- und Hilfsmitteln, die auf Muster 16 verordnet werden (somit Ausnahme von Sehhilfen und Hörhilfen)
  • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege (Muster 12) 
  • Folgeverordnungen für Heilmittel (Muster 13 Physiotherapie und Podologie, Muster 14 Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Muster 18 Ergotherapie und Ernährungstherapie)
  • Folgeverordnungen für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV; Muster 63)
  • Überweisungen (Muster 6 und 10) 
  • Verordnung einer Krankenbeförderung (Muster 4) 

Die Versandkosten werden mit der Pseudo-GOP 88122, die mit 90 Cent bewertet ist, abgerechnet. 

Nein. Die Point-of-Care-Tests (PoC-Tests) sind kein Sprechstundenbedarf. Die Sachkosten können bis zu maximal 9 Euro je Test nach Corona-Testverordnung geltend gemacht werden. Bitte verwenden Sie die GOP 88312 mit Angabe der Beschaffungskosten über die Feldkennung 5012 (Kosten).

In der Coronavirus-Testverordnung (TestV) ist geregelt, dass die Kosten für die selbst beschafften Schnelltests (gemäß mit dem Sozialministerium BW abgestimmtem Testkonzept) in Höhe der Beschaffungskosten, aber höchstens 7 Euro / ab 2. Dezember 2020 höchstens 9 Euro, über die KV abgerechnet werden können. Das gilt neben den KVBW-Mitgliedern auch für medizinische Einrichtungen und Heilberufler, die bislang nicht mit uns im Abrechnungs­verkehr stehen (z. B. Krankenhäuser, Rehakliniken oder Vertragszahnarztpraxen).

Nein. Seit dem 15. Oktober 2020 sind Besuche lediglich im Zusammenhang mit einer Erkrankung des Patienten abrechnungsfähig.

Ja, folgende Wiederholungen sind möglich:

  • einmaliger Wiederholungstest bei
    • Kontaktpersonen
    • nach Ausbrüchen
    • Personen, die in den besonderen Einrichtungen behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht werden sollen (Verhütung der Verbreitung)
  • einmal pro Woche bei
    • Personen, die in der Einrichtung (siehe Verhütung der Verbreitung) tätig werden sollen oder tätig sind
    • Personen, die gegenwärtig in der Einrichtung (siehe Verhütung der Verbreitung) behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht werden, sowie deren Besucher 

Wenn Sie aktuell Bedarf an Schutzausrüstung für Ihre Praxis haben, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular auf dieser Homepage. Wir beliefern Sie dann kostenlos.

Was Sie von uns bekommen:

  • Mund-Nasen-Schutz (MNS)
  • FFP2-Masken
  • Schutzkittel
  • Schutzbrillen
  • Schutzhandschuhe (in begrenztem Umfang)
  • ggf. FFP3-Masken

Bitte Desinfektion und zusätzliche Handschuhe wie gewohnt selbst beschaffen und ausreichend einlagern.

Bestellanfrage Schutzausrüstung

Kennzeichnung, Kodierung, Labor und Abrechnung bei Corona

1. Kodiernummer 88240 zur Kennzeichnung eines Patientenfalles 

Soweit Patienten in der Praxis mit klinischem Verdacht oder nachgewiesener Infektion auf das Coronavirus behandelt werden, ist jeder Behandlungstag des Patienten mit der Kodiernummer 88240 zusätzlich zu den ärztlichen Leistungen zu kennzeichnen.

Nur so ist es möglich, den besonderen Behandlungsbedarf im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krankheit gegenüber den Krankenkassen nachzuweisen und die Erstattung der Behandlungskosten zu bewirken. Nicht nur die Hausarztpraxis, die den Abstrich macht, sollte die 88240 angeben, sondern auch die Laborpraxis, die die Laboruntersuchung abrechnet.

2. Kennnummer 32006 für Untersuchungsindikation Coronavirus bei Veranlassung der Laboruntersuchung 

Bei Veranlassung einer kurativen Laboruntersuchung (symptomatischer Patient) für den Nachweis des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) ist die Laborkennnummer 32006 einmal im Behandlungsfall zu dokumentieren. Damit ist sichergestellt, dass die Laboruntersuchung zum Nachweis das Laborbudget nicht belastet. (UPDATE: Ab 1. Oktober 2020 belasten die GOP 32779, 32811 und 32816 den Wirtschaftlichkeitsbonus grundsätzlich nicht. Die Kennzeichnung mit der Kennnummer 32006 ist hier nicht länger erforderlich.)

Die Untersuchungsindikation können nach ärztlichem Ermessen gestellt werden. Die Krankenkassen übernehmen in jedem Fall die Kosten für die Laboruntersuchung. Aus diesem Grunde wurde die Abrechnungshäufigkeit auf einmal am Behandlungstag geändert.

3. ICD-Kodierung U07.1 und U07.2 für Coronavirus-Krankheit

Für die Kodierung von SARS-CoV-2 gibt es eigene Diagnoseschlüssel: 

  • U07.1 G COVID-19: Virus nachgewiesen
    wenn COVID-19 durch einen Labortest nachgewiesen ist
  • U07.2 G COVID-19: Virus nicht nachgewiesen
    wenn COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt, aber nicht durch Labortest nachgewiesen ist
  • U99.0 G Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2
    wenn eine Infektion mit SARS-CoV2 labordiagnostisch abgeklärt wird

Bei den COVID-19-Kodes handelt es sich nach der ICD-10-GM um Zusatzkodes, also sogenannte Ausrufezeichenkodes (!). Damit ist geregelt, dass diese Kodes mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben. 

Nur Zusatzkennzeichen „G“ 

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G“ (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem COVID-19-Infizierten) oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

 4. Kurative Laboruntersuchung zum Nachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2

GOP Bezeichnung

  • 32779 Nachweis von SARS-CoV-2 Virus-Antigenen (Antigentest)
  • 32816 Nukleinsäurenachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2

Das Formular für die Tests nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) ist in der Praxis vorzuhalten und wie gewohnt beim Kohlhammer Verlag zu beziehen. 

Für das Muster OEGD gelten aktuell diese Fassungen:

  • Stand „11.2020“: Diese Fassung können Praxen verwenden, bis Restbestände aufgebraucht sind.
  • Stand „12.2020“ auf Grundlage der Testverordnung vom 1. Dezember 2020.
    Sie enthält nicht mehr das Ankreuzfeld „Risikogebiet Ausland".

Ältere Versionen des Muster OEGD sind ab 1. Januar 2021 nicht mehr gültig.

Bestellformulare Kohlhammer

Ja, sobald eine Person in den genannten Einrichtungen (siehe Merkblatt) untergebracht werden soll, hat diese Person einen Anspruch auf Testung unter der Voraussetzung, dass die Einrichtung im Rahmen ihres Testkonzeptes (mit dem Sozialministerium BW abzustimmen) oder der ÖGD die Testung verlangt.

Vertragsärzte verwenden das Muster OEGD bei der SARS-CoV-2-Testung bei allen asymptomatischen Testungen nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) des Bundesgesundheitsministeriums (BMG).

Dies gilt nach der Coronavirus-Testverordnung des Bundes­gesundheits­ministeriums (BMG) für

  • Kontaktpersonen
  • Testungen nach Ausbrüchen sowie
  • rein präventiv zur Verhütung der Verbreitung

Darüber hinaus sieht die erweiterte Teststrategie des Landes-Baden-Württemberg beispielsweise Tests für Lehrer und Erzieher vor.

Wie Sie die jeweiligen Leistungen korrekt abrechnen und was bei der Kennzeichnung der Laboraufträge zu beachten ist, hat unsere Abrechnungsberatung für Sie im Merkblatt „asymptomatische Testungen“ zusammengefasst (siehe unten).

Ja, sofern der behandelnde Arzt des Infizierten oder der ÖGD diese Person als Kontaktperson im Sinne der festgelegten Definition (siehe Abrechnung Corona-Testung asymptomatische Personen) eingestuft hat. Dies muss die Person Ihnen gegenüber schlüssig darlegen (im besten Fall anhand einer formlosen Bestätigung des behandelnden Arztes des Quellfalls, möglichst in der Patientenakte dokumentieren). Die Testung erfolgt per Labortest (empfohlen: PCR-Test; Antigen-Labortest oder Antigen-Schnelltest (PoC-Test) möglich bei begrenzter PCR-Kapazität, oder wenn ein schnelles Resultat benötigt wird). Abgerechnet wird nach TestV, nicht nach EBM.

Vereinfacht sind die Rahmenbedingungen für den Fall, dass Sie selbst bei einem Ihrer Patienten eine Infektion festgestellt haben und nun z. B. Familienmitglieder testen möchten. Bei positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Patienten, die Sie in Ihrer eigenen Praxis behandeln, dürfen Sie Kontaktpersonen selbst feststellen und die Testung veranlassen. Die Definition der Kontaktperson finden Sie auf unserem Merkblatt.

Nein, sofern zur Vermeidung einer Ansteckung mit COVID-​19 geboten, müssen in ein DMP eingeschriebene Patienten derzeit nicht zu Untersuchungen in die Praxis kommen oder an Schulungen teilnehmen. Die ärztliche Dokumentation von Untersuchungen ist für das erste bis vierte Quartal 2020 nicht erforderlich, sofern die Daten nicht durch telemedizinischen Kontakt erhoben werden können.

Nein. Bei einer Unbedenklichkeitserklärung handelt es sich grundsätzlich um eine „Wunschleistung”, welche privat zu liquidieren ist.

Im Zusammenhang mit einer asymptomatischen Testung ist die Ausstellung eines Zeugnisses über das Ergebnis der Testung von der abstrichnehmenden Stelle grundsätzlich beinhaltet. (Hinweis: Ein Laborbefund ist als ärztliches Zeugnis zu werten.)

Das Sozialministerium und das Landesgesundheitsamt haben Empfehlungen zum Umgang mit Erkältungs- und Krankheitssymptomen bei Kindern und Jugendlichen herausgegeben (unten zum Download). Demnach ist nach einem überstandenen Infekt kein negativer Virusnachweis und auch kein ärztliches Attest notwendig. Die Bestätigung der ärztlichen Aussage durch eine erziehungsberechtigte Person ist in der Regel ausreichend. Dazu kann die Muster-Bescheinigung verwendet werden, die die Eltern selbst ausfüllen können (Bestandteil der LGA-Handreichung).

Nein, für solche Fälle existiert keine generelle Empfehlung des RKI, eine erneute PCR durchzuführen. Lediglich wenn eine Verkürzung der Isolationsdauer im Einzelfall erwogen wird, sind sowohl 48 Stunden Symptomfreiheit als auch das Vorliegen von zwei negativen PCR-Untersuchungen im Abstand von mindestens 24 Stunden empfohlen.

Bitte überzeugen Sie sich vom Warnhinweis der Corona-App und vermerken Sie dies in der Patientendokumentation.

Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) kann Vertragsärzte sowohl telefonisch als auch per Fax oder E-Mail beauftragen. Bei telefonischer Beauftragung durch das Gesundheitsamt empfehlen wir den Inhalt der Beauftragung in einer Telefonnotiz festzuhalten.

Ja. Der Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 ist ab 8. Mai 2020 unter bestimmten Voraussetzungen GKV-Leistung. 

Es stehen sehr sensitive und für den indirekten Erregernachweis bei Patienten mit COVID-19-Symptomen ausreichend spezifische Antikörpernachweise zur Verfügung. Eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion kann eine Woche nach Symptombeginn zweckmäßig sein.

Verlanlasser und Laborarzt kennzeichnen solche Tests mit der Ziffer 88240, sodass alle Leistungen extrabudgetär honoriert werden. Der Antikörpertest selbst ist als „Ähnliche Untersuchung“ mit der GOP 32641 abrechenbar.

(siehe News-Meldung SARS-CoV-2: Antikörpertest als GKV-Leistung).

War der Patient bisher noch nie in der Praxis, hält er seine elektronische Gesundheitskarte (eGK) in die Kamera, damit das Praxispersonal die Identität prüfen und die notwendigen Daten (Bezeichnung der Krankenkasse; Name, Vorname und Geburtsdatum des Versicherten; Versichertenart; Postleitzahl des Wohnortes; Versichertennummer) erheben kann. Der Patient bestätigt zudem mündlich das Bestehen des Versicherungsschutzes. Am Telefon fragt das Praxispersonal diese Daten ab.

Ist der Patient der Praxis bekannt, findet im aktuellen Quartal jedoch ausschließlich telefonischer Kontakt statt, übernehmen Sie die Versichertendaten aus der Patientendatei.

Hinweis zu den TI-Sanktionen: Bei der Videosprechstunde oder reinem Telefonkontakt ist nach heutigem technischen Stand kein Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) möglich. Aktuell gibt es (noch) keine Ausnahmeregelung für das VSDM in Corona-Zeiten. Das bedeutet, dass die VSDM-Pflicht bei Patienten, die in die Praxis kommen, weiterhin besteht. Das Thema ist derzeit auf Bundesebene in Beratung. Um Honorarkürzungen zu entgehen, sollten sie daher darauf achten, mindestens einen VSDM-Prüfnachweis in Ihrer Quartalsabrechnung zu haben.

Nein. Es besteht keine Möglichkeit, Hände- und Flächendesinfektionsmittel über Sprechstundenbedarf (SSB) oder Materialkosten abzurechnen. Diese Kosten sind nach wie vor mit den allgemeinen Praxiskosten abgegolten.

Nein, da Schutzbrillen in der Regel nach Desinfektion/Sterilisierung wiederverwendbar und deshalb mit den Praxiskosten abgegolten sind.

Für die Kodierung von SARS-CoV-2 in der Abrechnung und auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen gibt es eigene Diagnoseschlüssel: U07.1 G für COVID-19-Fälle, bei denen das Virus labordiagnostisch nachgewiesen wurde. Mit dem Kode U07.2 G werden ab dem zweiten Quartal die COVID-19-Fälle kodiert, bei denen eine klinisch-epidemiologische COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde, die nicht durch einen Labortest nachgewiesen ist. 

Bei beiden COVID-19-Kodes handelt es sich nach der ICD-10-GM um Zusatzkodes, also sogenannte Ausrufezeichenkodes (!). Damit ist geregelt, dass diese Kodes mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben.  

Kodes ab 1. April 2020

U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen:

ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen SARS-CoV-2 durch einen Labortest nachgewiesen wurde.  

U07.2  COVID-19, Virus nicht nachgewiesen:

ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist und das Virus nicht durch Labortest nachgewiesen wurde oder kein Labortest zur Verfügung steht. 

Nur Zusatzkennzeichen „G”

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G” (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem COVID-19-Infizierten) oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

Zusätzlicher Kode ab 1. Juni 2020

U99.0  Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2

Für die Kodierung von Corona-Tests gibt es seit 1. Juni einen dritten ICD-Kode: U99.0.  Die Schlüsselnummer beschreibt einen „Versorgungsanlass“ hinsichtlich der Behandlung von Personen, bei denen eine Infektion mit SARS-CoV2 abgeklärt wird. Mit „spezielle Verfahren“ sind direkte labordiagnostische Verfahren zum Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2 gemeint.

Analog zu den beiden anderen Kodes muss die U99.0 immer zusätzlich zu einem weiteren ICD-Kode verschlüsselt werden, beispielsweise als erste Diagnose die Z11 G – also „Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten“.

Kennzeichnen Sie alle (Verdachts-)Fälle – je Behandlungstag – mit der Ziffer 88240 (Pseudo-GOP) zusätzlich zu den durchgeführten Leistungen als „in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 erbracht“ (gilt sowohl für Hausärzte als auch für Laborpraxen oder gegebenenfalls weitere Fachgruppen). Dies ist wichtig für die Erstattung der Behandlungskosten.

Letzte Aktualisierung: 24.02.2021