Medizinische Versorgung von Flüchtlingen

Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

Viele Asylsuchende sind durch die Umstände der Flucht sowie durch Krieg, Gewalt oder Bedrohungen in ihren Herkunftsländern traumatisiert und benötigen medizinische Hilfe. Ein Teil der Flüchtlinge wird diese medizinische Hilfe auch in Ihrer Praxis nachfragen. Trotz sprachlicher Barrieren, die im deutschen Praxisalltag kein Novum darstellen, Gender-Problematik und weiteren Schwierigkeiten sind die Niedergelassenen in Baden-Württemberg für die Versorgung dieser Patienten bestens gerüstet.

Asylsuchende erhalten von den zuständigen Behörden Behandlungs­ausweise und können damit ärztliche Behandlungen bei Vertragsärzten in Anspruch nehmen. Ein gültiger Behandlungsausweis ist die Grundlage, um als niedergelassener Arzt Leistungen nach dem AsylbLG über die KVBW abrechnen zu können. Nur Notfälle können ohne Behandlungs­ausweis behandelt werden.

Wir stellen Ihnen hier wichtige Informationen rund um die medizinische Versorgung von Flüchtlingen zur Verfügung.

Abrechnungsinformationen der KVBW

Was Sie als Vertrags­arzt zu Leistungs­anspruch und Abrechnung wissen müssen, haben wir im Merkblatt Versorgung von Asylbewerbern für Sie zusammengefasst.

Infektions­krankheiten und Impf­ungen

Informations­material zu möglichen Infektions­krankheiten und Impf­konzepten finden Sie beim Robert Koch Institut.

Gesundheitsratgeber des BMG in 5 Sprachen

Informationen, die Flüchtlingen dabei helfen, sich in unserem Gesundheitswesen zurechtzufinden, liefert der „Ratgeber Gesundheit für Asylsuchende in Deutschland“ des Gesundheitsministeriums (BMG). Der Gesundheitsratgeber enthält wichtige Informationen von den notwendigen Erstuntersuchungen bis zum Impfausweis und erscheint in Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch (Kurmanci) und Paschto.

Arzneimittel-Informationen in Bildersprache

Als Arbeitshilfe für die Information und Beratung von Patienten mit Migrationshintergrund hat der Weltverband FIP einen Satz von insgesamt 85 Piktogrammen zur Verfügung gestellt, die ergänzende Hinweise zur Darreichungsform, zum Einnahmezeitpunkt und zu möglichen Nebenwirkungen von Arzneimitteln geben.Diese Piktogramme können Sie beim Apothekerverband Nordrhein herunterladen.

Letzte Aktualisierung: 13.06.2018