Hygienemaßnahmen & Schutzausrüstung

Schützen Sie sich und Ihr Personal

Schutzkleidung & FFP2: Was muss ich wissen?

Online-Bestellformular

Als KVBW-Mitglied können Sie über unsere Online-Bestellung » FFP2-Masken und weitere persönliche Schutzausrüstung (PSA) für Ihre Praxis kostenlos beziehen.

Nicht mehr als Sprechstundenbedarf

Keine Rechnungen mehr zur Kostenerstattung bei AOK oder KV einreichen!

Maskenpflicht in Praxen

Die Landesregierung gibt die Pflicht zum Tragen von OP-Masken oder FFP2 (respektive KN95 bzw. N95) in Praxen vor: Corona-Verordnung BW

Ärztliche Atteste Maskenbefreiung

Straf- und berufsrechtliche Risiken: Maskenpflicht Atteste: Juristische Darstellung

Wann welche Maske?

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) liefert eine praktische Übersicht über verschiedene Arten von Masken und Atemschutz, deren Schutzniveau und Einsatzbereiche: SARS-CoV-2: Empfehlungen Schutzmasken

Mehrfachverwendung: Sonderregelung ausgelaufen!

Die Sonderregelung des RKI mit Hinweisen zur Mehrfach­verwendung von FFP-Masken und MNS in der Pandemiesituation ist zum 31. August 2020 ausgelaufen.

Ressourcenschonender Umgang mit Schutzausrüstung

Unsere Anleitung für Sie: Tabelle: Schutzausrüstung effizient nutzen

Keine Schutzausrüstung mehr über Sprechstundenbedarf

Atemschutzmasken, Schutzkittel und Schutzmasken dürfen nicht länger über den Sprechstundenbedarf (SSB) abgerechnet werden. Die befristete Kostenerstattung für Schutzausrüstung über die AOK in Waiblingen war nur noch bis zum 30. September 2020 möglich (drei Monate nach Ende der Sonderregel). Bitte reichen Sie keine Rechnungen (für die Kostenerstattung über den Sprechstundenbedarf) mehr ein.

Hand- und Flächendesinfektionsmittel sowie Einmalhandschuhe sind kein Sprechstundenbedarf, sondern wie gewohnt allgemeine Praxiskosten.

Pandemieplanung in der Arztpraxis

Checklisten und Mustervorlagen bietet die Broschüre „Pandemieplanung in der Arztpraxis. Eine Anleitung zum Umgang mit Corona“ unseres Kompetenzzentrums Hygiene und Medizinprodukte (CoC). Die Mustervorlagen z. B. „Ergänzung zum Hygieneplan bzgl. COVID-19“ oder „Hygieneplan für die COVID-19-Ambulanz“ finden sich auf der Homepage des CoC als anpassbare Word-Versionen.

Hygienemaßnahmen bei Corona-Verdachtsfällen

  • Patienten mit Verdacht auf eine Infektion möglichst zum Ende der regulären Sprechstunde einbestellen. Ziel ist es, dass sie nicht mit anderen – insbesondere chronisch kranken – Patienten in Kontakt kommen (Praxisorganisation anpassen).
  • Patienten zum Tragen einer Mund-Nasen-Schutz-Maske (MNS) – möglichst gemäß DIN EN 14683 – auffordern und dann nach Möglichkeit in einem separaten Raum unterbringen 
  • Abstand von von 1,5 bis 2 Metern einhalten, wann immer möglich
  • Tragen von persönlicher Schutzausrüstung je nach Art und Umfang der Exposition (z. B. Mund-Nasen-Schutz, Einweghandschuhe, FFP-Masken, Schutzkittel, Schutzbrille). Da die Übertragung von SARS-CoV-2 nach aktueller Studienlage auch über Aerosole erfolgt, werden Masken mit hohem Wirkungsgrad mittlerweile auch für Ärzte und Praxispersonal in folgenden Fällen empfohlen:
    • FFP2-Masken tragen beim Umgang mit Patienten mit (Verdacht auf) SARS-CoV-2-Infektion.
    • FFP3-Masken tragen bei Aerosol-bildenden Maßnahmen (z. B. Intubation, Bronchoskopie) bei Patienten mit (Verdacht auf) SARS-CoV-2-Infektion.  
  • Desinfektion der Kontaktflächen (mindestens mit begrenzt viruziden Mitteln)

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Der Übertragungsweg des Coronavirus SARS-CoV-2 über Tröpfchen und Aerosole in der Raumluft rückt immer stärker in den Fokus epidemiologischer Untersuchungen. Das Hygieneteam der KVBW hat daher aktuelle Hinweise zum wirksamen Lüften als bedeutsame Schutzmaßnahme vor Coronavirus-Infektionen in Innenräumen in einem Überblickartikel für Sie zusammengestellt.

Die wichtigste Maßnahme: Zufuhr von Frischluft. Dadurch sinkt die Zahl der Krankheitserreger in der Luft; die Infektionsgefahr verringert sich durch Verdünnungseffekt.

Es gilt eine verschärfte Maskenpflicht in Baden-Württemberg, die auch in Arztpraxen und psychotherapeutischen Praxen greift. Hier muss künftig eine medizinische Maske, statt der bisherigen „Alltagsmaske“ getragen werden.

Unter medizinischen Masken sind OP-Masken (DIN EN 14683:2019-10) oder FFP2 (DIN EN 149:2001) respektive Masken der Normen KN95/N95 zu verstehen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre dürfen weiter Alltagsmasken tragen. Kinder bis einschließlich 5 Jahre sind weiter von der Maskenpflicht ausgenommen. Der Zutritt zu Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern ist nur mit FFP2-Maske bzw. KN95- oder N95-Masken erlaubt.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) liefert eine praktische Übersicht über die verschiedenen Arten von Masken und Atemschutz, deren Schutzniveau und Einsatzbereiche in der Arbeitswelt im Zusammenhang mit SARS-CoV-2.  Zum 22. Januar 2021 ist eine aktualisierte Version erschienen. Darin ist das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen (MNB) und von FFP1-Masken für Beschäftigte im Gesundheitswesen gestrichen.

Es gibt nur sehr wenige Menschen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können. Die Entscheidung, ob eine Bescheinigung ausgestellt wird, liegt beim behandelnden Arzt. Bitte beachten Sie die Juristische Darstellung unseres Rechtsbereichs zum Thema.

Hier einige Beispiele: 

  • Wenn Patienten erschwert atmen durch chronische Lungenerkrankungen (z. B. COPD, Asthma bronchiale). Allerdings gehören diese Personen auch zu den Risikogruppen bei COVID-19-Erkrankungen und sollten ganz besonders auf ihre eigene Sicherheit achten, wenn sie ohne Maske unterwegs sind. Gerade schwer Kranke müssen sich selbst schützen, wozu das Tragen einer Maske beitragen kann.
  • Wenn Personen als Begleitpersonen von Schwerhörigen, Gehörlosen oder von Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung unterwegs sind und eine sichere Kommunikation durch eine Mund-Nasen-Bedeckung dieser Begleitpersonen in Frage gestellt ist. 
  • Wenn Patienten unter kognitiven Einschränkungen leiden (z. B. Demenz, geistige Behinderung) und das Tragen von Masken für sie selbst mit erheblichem Stress verbunden ist.

Generell ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie Masken gewissenhaft tragen, um Infektionsrisiken zu begrenzen.

Aus der Corona-Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg (§ 3 Abs. 2) geht hervor, dass für Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aus gesundheitlichen oder sonstigen zwingenden Gründen nicht möglich oder nicht zumutbar ist, keine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht. Die Glaubhaftmachung gesundheitlicher Gründe muss in der Regel durch eine ärztliche Bescheinigung erfolgen. Dabei ist Vorsicht geboten. Bitte beachten Sie die Juristische Darstellung unseres Rechtsbereichs zum Thema.

Da die Pflicht zum Tragen der Masken aus einer Rechtsverordnung der Landesregierung resultiert, kann der Arzt keine Befreiung von dieser Pflicht als solcher aussprechen. Allerdings ist es möglich, dass der Arzt dem Patienten attestiert, dass ihm aus medizinischen Gründen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Sinne der Corona-Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Die gesundheitlichen Gründe müssen glaubhaft gemacht, das heißt, zur Überzeugung des Gegenübers dargelegt werden. Um den Patienten zu erleichtern, die gesundheitlichen Gründe nachvollziehbar darlegen zu können, kann ein Attest konkrete Angaben enthalten, wie sich das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung auf die Krankheit auswirkt. Für solche Angaben im Attest bedarf es in jedem Fall der Einwilligung des Patienten. Das Ausstellen des Attests, die Gründe und die Einwilligung des Patienten sollten aus der Dokumentation in der Patientenakte nachvollziehbar sein.

Folgende Mustervorlage können Sie nutzen:

Die Ausübung beruflicher Tätigkeiten gilt als triftiger Grund zum Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung. Unten finden Sie eine Mustervorlage für einen Passierschein, mit dem Sie Ihren Mitarbeiterinnen bestätigen können, dass sie in einer Praxis angestellt sind und zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung ihren Arbeitsplatz erreichen müssen.

Dokumente zum Download

Die Entsorgung der Schnelltests erfolgt nach Vorgabe der Bund/Länder-Arbeits­gemein­schaft Abfall als infektiöser Abfall. Alle Bestandteile, die mit Probematerial in Berührung gekommen sind, werden auf diese Weise entsorgt. Dabei ist es unerheblich, ob das Testergebnis positiv oder negativ ausgefallen ist.

In der Regel geschieht die Entsorgung in festen Kunststoffboxen, ähnlich denen für spitze und scharfe Gegenstände. Diese müssen vor der Abholung irreversibel verschlossen und mit dem Biohazard-Symbol sowie dem Abfallschlüssel-Nr. 180103 versehen werden. Zu Fragen über Beschaffung, Kennzeichnung sowie Abholung der Kunststoffboxen nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem Abfallentsorgungsunternehmen auf. 

Die Bestandteile der Persönlichen Schutzausrüstung (wie Schutzkittel, MNS, Handschuhe etc.) und nur geringgradig kontaminierte „nicht tropfende” Materialien (z. B. Taschentücher) können über den normalen Hausmüll entsorgt werden.

Hinweis: Es dürfen ausschließlich Antigen-Tests verwendet werden, die auf der Liste des Bundesamts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ausgewiesen sind.

Wir sehen eine Desinfektion von behandschuhten Händen als kritisch an.

Sowohl die WHO als auch die Kommission für Kranken­haus­hygiene und Infektionsprävention (KRINKO) benennen fünf Indikationen zur Hände­desinfektion, u. a. NACH dem Ausziehen der Handschuhe. Das Tragen von Handschuhen entbindet nicht von der Pflicht, die Hände zu desinfizieren, sondern der Wechsel von medizinischen Untersuchungs­handschuhen macht die Händedesinfektion zwingend erforderlich. 

Nur in ausgewählten Settings

Laut der KRINKO-Empfehlung „Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheits­wesens“ sollen behandschuhte Hände nur in Ausnahmefällen anstelle eines Handschuhwechsels desinfiziert werden, wenn andernfalls der Arbeitsablauf nicht gewährleistet werden kann z. B.

  • in Situationen, in denen ein häufiger Handschuhwechsel erforderlich, aber erfahrungsgemäß schwierig realisierbar ist bzw. der Wechsel zu einer Unterbrechung des Arbeitsflusses führt,
  • bei Tätigkeiten am selben Patienten, aber zwischenzeitlichem Kontakt mit unterschiedlich kontaminierten Körperbereichen, 
  • ggf. auch bei aufeinanderfolgenden Blutentnahmen bei mehreren Patienten (ohne dass weitere kontaminationsträchtige Tätigkeiten erfolgt sind).

Gefahr von Undichtigkeiten

Studien belegen, dass einige medizinische Handschuhfabrikate (die nach EU-Normen chemikalienbeständig sind) mehrmals mit bestimmten Wirkstoffen von Hände­desinfektions­mitteln in einer bestimmten Häufigkeit desinfiziert werden können, ohne dass es dabei zu Undichtigkeiten der Handschuhe kommt. 

Wurde ein Handschuh auf Desinfizierbarkeit (mit deklarierten Mitteln) und Dichtheit reproduzierbar geprüft, ist eine Desinfektion denkbar und kann eine Erleichterung im Praxisalltag darstellen. 

Eine maximale Tragedauer der Handschuhe von 30 min und maximal 5 Desinfektionen der Handschuhflächen darf nicht überschritten werden.

Welches Handschuhfabrikat? Welches Desinfektionsmittel?

Voraussetzungen, die einzuhalten sind:

  • Die Handschuhe müssen chemikalienbeständig gemäß EN 374 sein.
  • Die Handschuhe dürfen nicht sichtbar mit Blut, Sekreten oder Exkreten kontaminiert oder defekt sein.
  • Sowohl der Hersteller der Handschuhe als auch der Hersteller des Händedesinfektionsmittels müssen Angaben zur Kompatibilität der Produkte machen.

Coronavirus in der Risikogruppe 3

Der Erreger SARS-CoV-2 gehört zur Risikogruppe 3 der übertragbaren Krankheiten, woraus entsprechende Schutzmaßnahmen resultieren.

In der aktuellen Corona-Pandemie gilt es, ressourcenschonend mit der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) umzugehen. Vor diesem Hintergrund kann die Überlegung angestellt werden, den Verbrauch von Handschuhen durch eine Desinfektion dieser mit Händedesinfektionsmittel zu minimieren.

Aus den folgenden Gründen sehen wir eine Desinfektion von behandschuhten Händen allerdings als kritisch an:

  • In der derzeitigen Situation gehen wir nicht von einer kontinuierlichen Sicherstellung der Kompatibilität von Handschuhart und Händedesinfektionsmittel aus, weshalb die Desinfektion der Handschuhe möglicherweise zur Personalgefährdung führen kann.
  • In vielen Praxen kommen aktuell Desinfektionsmittel nach der Ausnahmeregelung der BAuA zur Anwendung und nicht ausschließlich VAH-gelistete Mittel, mit der Einwirkdauer von 30 Sekunden.
  • Möglicherweise stellt sich ein Gewöhnungseffekt auch für Zeiten ohne Materialknappheit ein.

Wenn Sie aktuell Bedarf an Schutzausrüstung für Ihre Praxis haben, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular auf dieser Homepage. Wir beliefern Sie dann kostenlos.

Was Sie von uns bekommen:

  • Mund-Nasen-Schutz (MNS)
  • FFP2-Masken
  • Schutzkittel
  • Schutzbrillen
  • Schutzhandschuhe (in begrenztem Umfang)
  • ggf. FFP3-Masken

Bitte Desinfektion und zusätzliche Handschuhe wie gewohnt selbst beschaffen und ausreichend einlagern.

Bestellanfrage Schutzausrüstung

Ja, wir empfehlen, sich hierzu mit Ihrer Apotheke vor Ort abzusprechen. Händedesinfektionsmittel müssen sporenfrei abgefüllt werden. In einigen Apotheken gibt es die entsprechende baulichen und materiellen Ausstattung dafür (in den Arztpraxen in der Regel nicht).

Die WHO hat beispielsweise eine Rezeptur mit viruzider Wirkung veröffentlicht, die in der Apotheke hergestellt werden kann.

  • 2-Propanol 75,15 ml
  • Wasserstoffperoxid 3 % 4,17 ml
  • Glycerol 98 % 1,45 ml
  • Gereinigtes Wasser auf 100,00 ml

Die Allgemeinverfügung der Bundesstelle für Chemikalien gilt für die Herstellung und das Inverkehrbringen durch Apotheken und die pharmazeutische Industrie in Deutschland zur Verwendung durch die breite Öffentlichkeit der oben genannten, von der WHO empfohlenen Formulierung eines Mittels zur Händedesinfektion. Zudem gilt sie für:

  • 2-Propanol-Wasser-Gemisch 70 % (V/V)

Die Ausnahmeregelung gilt befristet bis zum 5. April 2021. Sie kann jederzeit durch die Bundesstelle für Chemikalien widerrufen werden.

Die Kosten für Händedesinfektionsmittel sind nach wie vor mit den allgemeinen Praxiskosten abgegolten. Die Rezeptur kann somit weder als Sprechstundenbedarf verordnet werden noch als Materialkosten abgerechnet werden. 

Die derzeit beste erreichbare wissenschaftliche Beweislage auf der Grundlage epidemiologischer Beobachtungsstudien unterstreicht die Wirksamkeit der Hygienemaßnahmen. Ganz besonders gilt dies für die körperliche Distanzierung. Diese Evidenz kann als Grundlage für wissenschaftliche Leitlinien dienen. 

Dies ist das Ergebnis einer Übersichtsstudie (Metaanalyse) aus dem ersten Halbjahr 2020 im Auftrag der WHO durch die McMaster Universität in Hamilton, Canada. Die Recherche bezog sich auf 172 Beobachtungstudien in 16 Ländern und 6 Kontinenten. 44 Vergleichsstudien mit 25.697 Patienten wurden als relevant eingestuft und in die Metaanalyse einbezogen. 

Die maximale Beweiskraft ist jedoch erst mit einer randomisiert kontrollierten Studie (RCT) erreichbar. Die WHO hat eine solche Studie bei der McMaster Universität in Auftrag gegeben. Mit Ergebnissen wird zum Ende des zweiten Halbjahres 2020 gerechnet.

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten und auch bei jüngeren Patienten beobachtet wurden, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahre)
  • Raucher
  • stark adipöse Menschen
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    • des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
    • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis)
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen)
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Patienten mit einer Krebserkrankung
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Quelle: SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) des RKI

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt ein Merkblatt für chronisch kranke Menschen zum Coronavirus SARS-CoV-2 zur Verfügung, das sich alss Aushang im Wartezimmer oder zur Information Ihrer Patienten eignet.

Merkblatt für chronisch kranke Menschen der BZgA

Mit dem CE-Zeichen dokumentieren Hersteller, dass ihr Produkt die EU-Richtlinien erfüllt. Derzeit werden Atemschutzmasken mit sehr ähnlich aussehenden gefälschten CE-Kennzeichen angeboten (CE = „China Export“). Bei Zweifeln gilt: „Finger weg!“ Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt Detailinformationen dazu, wie die originale CE-Kennzeichnung aussehen muss (Link unten).

Sämtliche Atemschutzmasken, die die KVBW selbst beschafft hat, erfüllen den geltenden Prüfstandard für den Einsatz gegen SARS-CoV-2 (COVID-19)! Das gilt auch für Masken ohne CE-Kennzeichen, die vergleichbaren Standards von Nicht-EU-Ländern entsprechen. Die Entscheidung, ob und von wem Sie zusätzlich weiteres Schutzmaterial beziehen, liegt in Ihrer Eigenverantwortung.

Das Robert Koch Institut (RKI) veranschaulicht jetzt in vier anschaulich bebilderten Anleitungen, wie Sie und Ihre Mitarbeiter Atemschutzmasken und Schutzbrillen sowie Schutzhandschuhe korrekt an- und ausziehen und was die häufigsten Fehler dabei sind. Bitte achten Sie immer darauf, alle Schritte genauso durchzuführen wie in der Anleitung vorgegeben. Nur so ist die maximale Sicherheitsleistung garantiert.

Atemschutzmaske und Schutzbrille sicher anlegen

Schutzbrille und Atemschutzmaske sicher ablegen

Schutzhandschuhe sicher ausziehen

Atemschutzmaske: Häufige Anwendungsfehler

Ja. Sollten Sie FFP2-Masken oder Mund-Nasen-Schutz (OP-Masken) benötigen, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular: www.kvbawue.de/schutzbedarf

Wenn Sie aktuell Bedarf an Schutzausrüstung für Ihre Praxis haben, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular: www.kvbawue.de/schutzbedarf Wir beliefern Sie dann kostenlos.

Bitte halten Sie hierzu Ihre lebenslange Arztnummer (LANR) bereit. Es genügt, wenn ein Arzt pro Praxis bestellt.

Nein. Es besteht keine Möglichkeit, Hände- und Flächendesinfektionsmittel über Sprechstundenbedarf (SSB) oder Materialkosten abzurechnen. Diese Kosten sind nach wie vor mit den allgemeinen Praxiskosten abgegolten.

Nein, da Schutzbrillen in der Regel nach Desinfektion/Sterilisierung wiederverwendbar und deshalb mit den Praxiskosten abgegolten sind.

Getragene Masken sollten Sie nach der Schicht entsorgen. Neben den Schutzstufen finden sich auf FFP-Masken noch weitere Kennzeichen. Diese gelten gleichermaßen für FFP1-Masken, FFP2-Masken und FFP3-Masken. FFP-Masken mit der Kennzeichnung NR (non reusable) sind zum Gebrauch für eine Schicht bestimmt.

Ärzte können sich über das Portal der Landesärztekammer (LÄK) über verfügbare Desinfektionsmittel-Bestände informieren. 

Landesapothekerkammer und Ärztekammer haben gemeinsam ein Desinfektionsmittel-Bestandsportal eingerichtet. Zum Abruf der Informationen ist ein Login in das Portal der Landesärztekammer Baden-Württemberg erforderlich.

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid” (wirksam gegen behüllte Viren), „begrenzt viruzid PLUS” oder „viruzid” anzuwenden.

Informationen zur Desinfektion bei Viren sind in der entsprechenden Stellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim RKI enthalten. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

Letzte Aktualisierung: 19.02.2021