Diagnostik und Testungen auf SARS-CoV-2

Mit Corona-Verdachtsfällen umgehen

Um eine Ausbreitung des Coronavirus SARS-COV-2 und der Lungenkrankheit COVID-19 in Deutschland einzudämmen und Infektionsketten zu unterbrechen, müssen Infektions- und Verdachtsfälle früh erkannt, isoliert und Hygiene­maßnahmen konsequent eingehalten werden. Eine zentrale Rolle kommt dabei Ihnen als niedergelassene Ärzte zu. Informieren Sie sich kontinuierlich zu aktuellen Entwicklungen und beachten Sie die Hinweise des RKI: COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2).

Corona-Testszenarien KV Baden-Württemberg

EBM
Krankheitssymptome (Indikation stellt Arzt)

Versicherten-/Grund-/Notfall-/Konsiliarpauschale
Labor-GOP 32816 etc.

Warnung Corona-App

Versicherten-/Grund-/Notfall-/Konsiliarpauschale
Abstrich: 02402
Labor-GOP 32811 etc.

Nationale Teststrategie
Auftrag Gesundheits­amt (Kita, Schule, Heim etc. )

Abstrich: GOP 99533
gesonderte Laborabrechnung etc.

 

Erweiterte Teststrategie Land BW
(ohne Abstimmung mit GA)
  • Aufnahme in Einrichtung Alte/Pflege/Behinderte
  • Personal an Schulen/ Kitas (17.08. – 30.09.)
  • ambulante OPs (bei besonderer epidemio­lo­gischer Lage)
Abstrich: GOP 99533
Labor-GOP 99535 etc.

Mehr zu den jeweiligen Voraussetzungen, Procedere, Abrechnung und Vergütung: Übersicht Corona-Tests: Behalten Sie den Durchblick!

Patienten steuern: diagnostizieren und koordinieren

Corona-Karte für Ärzte und Ämter

Überall in Baden-Württemberg sind Corona-Schwerpunktpraxen (CSP) und Fieberambulanzen etabliert.

Gesundheitsämter und Ärzteschaft finden Standorte & Kontakte auf der Login-geschützten Corona-Karte: http://coronakarte.kvbawue.de/. KVBW-Mitglieder, die noch keine Zugangsdaten haben, wenden sich bitte an unseren Praxisservice.

Haus- und Kinderärzte sind die ersten Ansprech­partner ihrer Patienten und koordinieren die Versorgung auch bei COVID-19. Bitte schicken Sie Patienten nicht ohne Indikation und unangemeldet in Krankenhaus­ambu­lan­zen, Notfallpraxen, Abstrichstellen oder Gesundheits­ämter!

Zu unterscheiden ist zwischen drei Testszenarien. Je nach Szenario folgt die Abrechnung verschiedenen Wegen. Unterschiede gibt es auch beim Laborauftrag, Kodierung und Meldepflichten.

Wann besteht ein begründeter Verdacht?

Wendet sich eine Person mit Krankheitssymptomen, die auf eine Coronavirus-Infektion hinweisen, an die Praxis, entscheidet der Arzt auf Basis der Kriterien des Robert Koch-Institutes (RKI), ob er einen Abstrich macht. Wann bei Patienten ein begründeter Verdacht besteht und eine Laboruntersuchung auf das Coronavirus SARS-CoV-2 angezeigt ist, zeigen die Falldefinition und das Flusschema „COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen” des RKI als Orientierungshilfe.

Wer wird ohne Symptome getestet? 

Eine Person, die über die Corona-Warn-App die Information erhält, dass sie Kontakt zu einem Infizierten hatte, kann sich an eine Vertragsarztpraxis wenden. Der Arzt veranlasst gegebenenfalls einen PCR-Test auf SARS-CoV-2.

Durch die neue Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) sind auch Reihentests in Kitas, Schulen oder Pflegeheimen möglich. Abstriche und Laboruntersuchungen dürfen Vertragsärzte hier nur mit Auftrag des Gesundheitsamts durchführen.

Um besonders gefährdete Menschen effektiv zu schützen, übernimmt das Land Baden-Württemberg die Kosten, wenn Vertragsärzte Patienten vor der Aufnahme in Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe auf das Coronavirus testen oder bei Patienten vor ambulanten OPs bei besonderer epidemiologischer Lage.

Außerdem können sich Lehrer, Erzieher sowie das weitere Personal an Schulen, Kindertagesstätten und der Kindertagespflege zwischen dem 17. August und dem 30. September auch symptomfrei zweimalig auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus testen lassen.

Mehr erfahren

Meldepflicht ans Gesundheitsamt

Melden Sie unverzüglich alle Verdachts-, Krankheits- und Todesfälle im Zusammen­hang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 dem örtlichen Gesundheits­amt.

Ambulantes Management bei leichten COVID-19-Erkrankungen

COVID-19-Verdachtsfälle und Patienten mit einer leichten COVID-19-Erkrankung ohne Risikofaktoren für Komplikationen (z. B. Immunsuppression, relevante chronische Grunderkrankungen, hohes Alter) können laut RKI-Empfehlung in häuslicher Isolation ambulant versorgt werden:

Orientierungshilfe Triage ambulant vs. stationär

Zentrale Aufgabe von Hausärzten ist es, Risikopatienten früh zu identifizieren, leichtere Fälle ambulant zu versorgen und bei Komplikationen rechtzeitig stationär einzuweisen, um gefährliche Verläufe zu verhindern! Der „Corona-Score“ kann bei der Triage helfen.

Persönliche Schutzausrüstung gemäß Risikoabwägung

Das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung richtet sich je nach Art und Umfang der Exposition gemäß Risikoabwägung. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie unter: Hygiene & Schutzausrüstung » 

So gehen Sie in der Praxis vor: KBV-Praxisinformation

Die Praxisinformation der KBV erläutert das konkrete Vorgehen in der Praxis bei Verdachtsfällen. Die Übersicht zeigt die einzuhaltenden Schritte für zwei Szenarien auf – wenn Patienten mit Verdacht sich telefonisch bei Ihnen melden oder wenn Patienten ohne Anmeldung in Ihre Praxis kommen.

Bestellen Sie Patienten, die sich bei Ihnen telefonisch mit Verdacht auf eine Infektion melden, möglichst nach Ende der regulären Sprechstunde ein, damit sie nicht mit anderen Patienten – insbesondere chronisch Kranken – in Kontakt kommen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Ursprünglich hatten Versicherte nur Anspruch auf einen Test auf SARS-CoV-2, wenn sie COVID-19-assoziierte Krankheitssymptome hatten. Inzwischen werden in bestimmten Fällen auch die Kosten für Tests bei Personen, die keine Symptome haben, über­nommen. Diese asymptomatischen Tests im Zuge der Strategie von Bund und Land können Sie sogar bei Selektiv- oder Privatpatienten über uns abrechnen.

Durch die Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) sind Reihentests unter anderen in Kitas, Schulen, Wohn- oder Pflegeheimen möglich, wenn in der jeweiligen Einrichtung ein Fall aufgetreten ist. In Pflegeheimen und Pflegediensten kann auch unabhängig von aufgetretenen Fällen getestet werden. Ob ein solcher Reihentest durchgeführt wird, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt und beauftragt gegebenenfalls Vertragsärzte mit der Abstrichentnahme und der Laboruntersuchung. Ohne ÖGD-Auftrag dürfen diese Untersuchungen nicht durchgeführt werden.

Die erweiterte Teststrategie des Landes Baden-Württemberg sieht darüber hinaus Tests auch ohne Abstimmung mit dem Gesundheitsamt vor:

  • bei Aufnahme in Alten- und Pflegeheime sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • für Lehrer, Erzieher sowie das weitere Personal an Schulen, Kindertagesstätten und der Kindertagespflege im Zeitraum zwischen 17.08. und 30.09.2020 (zweimaliger Anspruch)
  • präoperative Abstrichdiagnostik bei ambulanten Operationen, wenn eine vom Gesundheitsamt festgestellte, spezifische, regionale epidemiologischen Lage vorliegt. Als entscheidendes Kriterium für eine epidemiologische Lage in diesem Sinne wird die Überschreitung der 7-Tages-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einem Landkreis angesetzt.
    Das Landesgesundheitsamt informiert über den jeweiligen Stand der epidemiologischen Lage in Bezug auf die Land- und Stadtkreise wöchentlich in seinem Lagebericht COVID-19.

Wie Sie die jeweiligen Leistungen korrekt abrechnen und was bei der Kennzeichnung der Laboraufträge zu beachten ist, hat unsere Abrechnungsberatung für Sie in der Übersicht Corona-Tests: Behalten Sie den Durchblick! tabellarisch zusammengefasst.

In einer interdisziplinär abgestimmten Empfehlung zum Personal- und Patientenschutz bei Durchführung planbarer Eingriffe zur Zeit der SARS-CoV-2-Pandemie (AWMF-Registernummer  017-080) wird die Corona-Testung vor ambulanten Operationen in Abhängigkeit von der regionalen epidemiologischen Situation empfohlen. Ebenso existierten im stationären Bereich Anforderungen auf Testungen vor Aufnahme der Patienten.

In der zitierten S1-Leitline wird in Abhängigkeit von der regionalen epidemiologischen Situation für alle Patienten ohne mögliche COVID-19-assoziierte Symptome vor einem elektiven bzw. auch kurzfristig planbaren ambulanten oder stationären Eingriff die Durchführung eines präoperativen PCR-Tests auf SARS-CoV-2 empfohlen.

Da kurative Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Krankheitssymptome voraussetzen, kommt keine GKV-Abrechnung infrage. Nach der Rechtsverordnung (RVO) des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) ist in bestimmten Konstellationen eine Abrechnung möglich; dann nämlich, wenn das Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg oder das örtlich zuständige Gesundheitsamt explizit für bestimmte Landkreise oder definierte Regionen wegen der jeweiligen epidemiologischen Lage per se Testungen vor ambulanten Operationen vorsieht. Die KVBW hat mit dem Land Baden-Württemberg vertraglich geregelt, dass das Land dann die Kosten für die Abstrichentnahme übernimmt.

Das Landesgesundheitsamt informiert über den jeweiligen Stand der epidemiologischen Lage in Bezug auf die Land- und Stadtkreise in einem wöchentlichen Lagebericht COVID-19.

Als entscheidendes Kriterium für eine epidemiologische Lage in diesem Sinne wird die Überschreitung der 7-Tages-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einem Landkreis angesetzt. Nur in solchen Fällen darf nach diesem Landesvertrag und gemäß Rechtsverordnung abgerechnet werden.

  • Abstrichentnahme GOP 99533 (12 Euro)
  • Aufwandspauschale GOP 99539 (4,20 Euro)
  • Laboruntersuchung (PCR) GOP 99535 (50,50 €)

Die Laborleistung (PCR) wird über Formular OEGD angefordert und die Laboruntersuchung darüber abgerechnet. Diese Abrechnung ist sowohl bei GKV-Versicherten (inklusive Selektiv-/SKT-Versicherten), als auch bei Privatpatienten möglich – bei GKV-Patienten immer über die eGK; bei Sonstigen Kostenträgern (SKT) mit Versichertenkarte (z. B. Polizeibeamte) über diesen Kostenträger; bei Privatpatienten oder SKT ohne Versichertenkarte (z. B. Asylbewerber) als Ersatzverfahren über Kostenträger „Land BW”).

Liegt eine Empfehlung des Gesundheitsamtes zur präoperativen Abstrichentnahme nicht vor und wird dennoch ein Testung durchgeführt – z. B. auf Wunsch des Patienten oder des Krankenhauses (bei ambulanter Nutzung von Räumlichkeiten des Krankenhauses durch niedergelassene Ärzte) –, muss die Vergütung durch das Krankenhaus erfolgen oder im Rahmen einer Privatliquidation an den Patienten (bei entsprechender, vorheriger Aufklärung und Abstimmung mit dem Betroffenen). 

Soweit ein Krankenhaus zur eigenen Patientensteuerung stationärer Fälle Testungen veranlasst, sind diese auch dort zu organisieren und die entstehenden Kosten vom Krankenhaus im Rahmen dessen stationärer Vergütung zu tragen.

Ja, die Teststrategie des Landes Baden-Württemberg und der hierauf basierende Vertrag mit der KVBW sehen eine Testung bei Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung generell vor. In diesen Fällen ist keine gesonderte vorherige Abstimmung mit dem Gesundheitsamt erforderlich.

Nein. Auch die ansonsten indizierte erneute Testung fünf  bis sieben Tage nach Aufnahme erscheint in solchen Fällen nur angezeigt, um Personen zu identifizieren, die sich bei Aufnahme noch in der Inkubationsphase befunden haben können. Eine solche Testung sollte also nur stattfinden, wenn die letzte Testung im Krankenhaus nicht mit einer akuten COVID-19-Infektion zusammenhing, da nach durchgemachter COVID-19 in aller Regel keine Infektionsgefahr von solchen Personen ausgeht.

Ja, das RKI bietet eine Orientierungshilfe für Ärzte zu Entlassungskriterien aus der Isolierung. Bei Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen sei hiernach neben den Zeiträumen für die Isolierung (frühestens 10 Tage nach Symptombeginn) und Symptomfreiheit (mindestens 48 Stunden) stets ein negatives PCR-Resultat erforderlich.  

Das bevorzugte Untersuchungsmaterial für den Nachweis einer möglichen Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist ein Oropharynx- und Nasopharynx-Abstrich. Die WHO empfiehlt, bei SARS-CoV-2-Verdacht mindestens respiratorische Abstriche der oberen Atemwege zu gewinnen aus Nasen-Rachenraum UND Mund-Rachenraum. 

Die PCR-Untersuchung soll jeweils mindestens auf zwei zeitgleich durchgeführten Abstrichen basieren: einem oropharyngealen und einem nasopharyngealen Abstrich. Um zu gewährleisten, dass das so gewonnene Material mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Virusnachweis ermöglicht, ist die Überführung zweier Abstrichtupfer in dasselbe Transportmedium oder Abnahme beider Abstriche mit demselben Abstrichtupfer (zunächst oropharyngeal, dann nasopharyngeal) sinnvoll.

Nein, für solche Fälle existiert keine generelle Empfehlung des RKI, eine erneute PCR durchzuführen. Lediglich wenn eine Verkürzung der Isolationsdauer im Einzelfall erwogen wird, sind sowohl 48 Stunden Symptomfreiheit als auch das Vorliegen von zwei negativen PCR-Untersuchungen im Abstand von mindestens 24 Stunden empfohlen.

Entscheidend ist nicht der Wunsch der Reha-Klinik, sondern die Frage, ob der Test vom Gesundheitsamt beauftragt wurde. Sofern ein solcher Auftrag vorliegt, können Sie die Abstrichentnahme nach der GOP 99533 abrechnen.

Bitte überzeugen Sie sich vom Warnhinweis der Corona-App und vermerken Sie dies in der Patientendokumentation.

Nein. Es erfolgt keine Erstausstattung. Beide Formulare können Sie bereits jetzt beim Kohlhammer Verlag bestellen. 

Muster 10C und Muster OEGD werden auch in der Praxissoftware hinterlegt und als Blankoformular definiert sein, sodass sie im Praxisverwaltungssystem ausgefüllt werden können. Bis das dafür erforderliche Update für das Praxisverwaltungssystem zur Verfügung steht, ist das Formular 10 zu verwenden.

Bestellformulare Kohlhammer

Das Formular ist in der Praxis vorzuhalten und wie gewohnt beim Kohlhammer Verlag zu beziehen.

Bestellformulare Kohlhammer

Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) kann Vertragsärzte sowohl telefonisch als auch per Fax oder E-Mail beauftragen. Bei telefonischer Beauftragung durch das Gesundheitsamt empfehlen wir den Inhalt der Beauftragung in einer Telefonnotiz festzuhalten.

Ja. Eine zweite Testung sollte 5 bis 7 Tage nach der Aufnahme erfolgen, um Personen zu identifizieren, die sich bei Aufnahme noch in der Inkubationsphase befunden haben.

Maximal 48 Stunden vor der Aufnahme. Falls die Testung erst bei Aufnahme erfolgt, ist die Person bis zum Erhalt des negativen Testergebnisses unter Quarantäne zu stellen.

Zu unterscheiden ist der direkte Erregernachweis (PCR-Test) vom indirekten Erregernachweis (Antikörpertest). 

Primäres Ziel ist weiterhin, bei Patienten möglichst frühzeitig einen direkten Erregernachweis nach der GOP 32811 / 32816 durchzuführen. Diese Leistung belastet den Wirtschaftlichkeitsbonus nicht, wenn auf dem Behandlungsausweis des Auftraggebers die Kennnummer 32006 eingetragen wird.

Für die Antikörpertestung auf SARS-CoV-2 gibt es keinen Beschluss des Bewertungsausschusses und somit keine gesonderte GOP und keine Ausnahmekennnummer. Daher belastet die SARS-CoV-2- Antikörperbestimmung die Laborkosten der Praxis.

Dies ist keine Leistung der GKV. Wer im Einzelfall die Kosten trägt, hängt davon ab, auf welcher Grundlage und aufgrund welcher Beauftragung der Test durchgeführt wird. Das kann der Arbeitgeber sein oder die getestete Person selbst. Wenn im Einzelfall die Voraussetzungen gemäß der Regelung des Landes Baden-Württemberg für Testungen bei asymptomatischen Personen erfüllt sind und die Beauftragung durch das Gesundheitsamt im Rahmen einer Reihentestung in einer Einrichtung auch Mitarbeitende umfasst, kann ggf. auch die entsprechende Vergütungsregelung des Landes zum Tragen kommen.

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten und auch bei jüngeren Patienten beobachtet wurden, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahre)
  • Raucher
  • stark adipöse Menschen
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    • des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
    • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis)
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen)
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Patienten mit einer Krebserkrankung
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Quelle: SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) des RKI

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt ein Merkblatt für chronisch kranke Menschen zum Coronavirus SARS-CoV-2 zur Verfügung, das sich alss Aushang im Wartezimmer oder zur Information Ihrer Patienten eignet.

Merkblatt für chronisch kranke Menschen der BZgA

Ja. Der Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 ist ab 8. Mai 2020 unter bestimmten Voraussetzungen GKV-Leistung. 

Mittlerweile stehen sehr sensitive und für den indirekten Erregernachweis bei Patienten mit COVID-19-Symptomen ausreichend spezifische Antikörpernachweise zur Verfügung. Eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion kann eine Woche nach Symptombeginn zweckmäßig sein.

Verlanlasser und Laborarzt kennzeichnen solche Tests mit der Ziffer 88240, sodass alle Leistungen extrabudgetär honoriert werden. Der Antikörpertest selbst ist als „Ähnliche Untersuchung“ mit der GOP 32641 abrechenbar. Die Laborausnahmeziffer 32006 kann in diesem Fall nicht eingetragen werden.

(siehe News-Meldung SARS-CoV-2: Antikörpertest als GKV-Leistung).

Laut den Empfehlungen des RKI sollen jetzt alle Patienten mit akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere und/oder Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn unabhängig von Risikofaktoren getestet werden.

Auf der Grundlage der Corona-Test-Vereinbarung mit dem Land Baden-Württemberg und der Rechtsverordnung des BMG können – über die RKI-Empfehlungen hinaus – unter bestimmten Voraussetzungen auch Testungen bei bestimmten asymptomatischen Personen(-gruppen) durchgeführt werden (mehr erfahren »).

Die RKI-Kriterien für die Testung auf SARS-CoV-2:

  1. akute respiratorische Symptome jeder Schwere und/oder Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn bei ALLEN Patienten unabhängig von Risikofaktoren
  2. Personen mit jeglichen mit COVID-19 vereinbaren Symptomen UND Kontakt mit einem bestätigten Fall von COVID-19
  3. Auftreten von zwei oder mehr Lungenentzündungen (Pneumonien) in einer medizinischen Einrichtung, einem Pflege- oder Altenheim, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, auch ohne Vorliegen eines Erregernachweis

Sind die unter 2. und 3. genannten Kriterien erfüllt, handelt es sich um meldepflichtige Verdachtsfälle.

Jeder Patient mit Symptomen einer COVID-19-Erkrankung und/oder Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn sollte unabhängig von Risikofaktoren getestet werden. Das sehen die aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts vor. Zuvor wurden Patienten mit akuten respiratorischen Symptomen vor allem dann getestet, wenn sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder einer Risikogruppe angehörten. Die neueren Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sehen diese Einschränkungen nicht mehr vor, sodass auch bei leichten COVID-19-relevanten Symptomen ein Test durchgeführt werden kann. Das liegt im ärztlichen Ermessen. 

Auf der Grundlage der Corona-Test-Vereinbarung mit dem Land Baden-Württemberg und der Rechtsverordnung des BMG können – über die RKI-Empfehlungen hinaus – unter bestimmten Voraussetzungen auch Testungen bei bestimmten asymptomatischen Personen(gruppen) durchgeführt werden (mehr erfahren »).

Im Rahmen der Influenza-Surveillance untersucht das RKI seit dem 24. Februar 2020 Proben von Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen, die von Praxen der Arbeitsgemeinschaft Influenza eingesandt werden, zusätzlich auch auf SARS-CoV-2, um eine Zirkulation von SARS-CoV-2 frühzeitig zu erkennen und zu überwachen.

Wenn ein Patient anruft, klären Sie zunächst die entsprechende Symptomatik (respiratorischen Infekt).

Abfrage der Symptome & Risikogruppe:

  • Hat der Patient Husten, Fieber, Kurzatmigkeit?
  • Hatte er in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einem COVID-19-Kranken?
  • Ist er in einer Pflegeeinrichtung, Arztpraxis oder einem Krankenhaus tätig?
  • Gehört er einer Risikogruppe (Alter, Vorerkrankungen) an?
  • Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn
  • klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie UND Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung

Gegebenenfalls sollte die Praxis den Patienten bitten, zunächst zu Hause zu bleiben und möglichst keine persönlichen Kontakte zu anderen herzustellen. Die Praxis wendet sich bei einem begründeten Verdachtsfall an das zuständige Gesundheitsamt, das über die weitere Vorgehensweise entscheidet. Ist der Patient jedoch soweit erkrankt, dass er nicht zu Hause bleiben kann, bitte entsprechend den Rettungsdienst/Krankentransport mit dem Hinweis auf den Verdacht der Infektion informieren und den Patienten ins Krankenhaus transportieren lassen. Bitte dieses vorab informieren. In Abhängigkeit der Symptome und nach Absprache mit der Leitstelle wird das zuständige Krankenhaus angefahren.

Bitte schicken Sie die Patienten nicht ohne Indikation und unangemeldet in Krankenhausambulanzen, Notfallpraxen, Abstrichstellen und Gesundheitsämter!

Grundsätzlich sind Vertragsärzte im Rahmen der Sicherstellung dazu verpflichtet, Patienten mit Verdacht auf eine COVID-19-Infektion zu untersuchen. Die niedergelassene Ärzteschaft ist hier gefordert, Infektions- und Verdachtsfälle schnell zu erkennen. Uns ist die außergewöhnliche Belastung, die aktuell auf Sie persönlich und Ihre Praxis zukommt, bewusst. Wir zählen darauf, dass Sie Ihre Patienten in dieser Situation vorbildlich wie gewohnt versorgen.

Hausärzte steuern in Fieber-Ambulanzen und Schwerpunktpraxen

Falls es für Sie aus gesundheitlichen Gründen ein Risiko darstellt, COVID-19-Patienten oder Verdachtsfälle zu behandeln, dann versuchen Sie bitte, interkollegial die Versorgung oder den Abstrich trotzdem sicherzustellen. Unsere COVID-Schwerpunktpraxen und die Fieberambulanzen sind in solchen Fällen die richtige Anlaufstelle.

Für Informationen zu den ambulanten Corona-Versorgungs- und Testeinrichtungen in Baden-Württemberg  loggen Sie sich bitte ein, um die von der Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg (KTBW) entwickelte Karte mit Adressen und Rufnummern aufzurufen: http://coronakarte.kvbawue.de/.

Die Zugangsdaten haben Sie von uns per Schnellinfo erhalten. KVBW-Mitglieder, die keine Zugangsdaten haben, wenden sich bitte an unseren Praxisservice. Die Detail-Karte ist nicht für die Öffentlichkeit gedacht, da Patienten auf keinen Fall unangemeldet in die Corona-Anlaufstellen kommen sollen, sondern zunächst ihren Hausarzt anrufen.

Bitte schicken Sie die Patienten nicht ohne Indikation und unangemeldet in Krankenhausambulanzen, Notfallpraxen, Abstrichstellen und Gesundheitsämter!

Patient ohne Symptome

Im Zuge der Teststrategie des Bundesgesundheitsministeriums und des Landes Baden-Württemberg können – über die RKI-Empfehlungen hinaus – bestimmte asymptomatische Personengruppen getestet werden, um einen erneuten starken Anstieg der Infektionszahlen zu vermeiden (mehr erfahren »).

Weist ein Patient, der nicht zu den genannten Personengruppen gehört bzw. die Voraussetzungen nicht erfüllt, zum aktuellen Zeitpunkt keinerlei Symptome auf und möchte er lediglich aus einer Befürchtung heraus wissen, ob er das Virus in sich trägt, ist das keine GKV-Leistung. Als Arzt können Sie eine solche Testung ablehnen bzw. privat abrechnen, sofern der Patient das möchte.

Patient zeigt Symptome

Wenn ein Patient Symptome zeigt, so gelten die Kriterien zur Verdachtsabklärung laut Flussschema des RKI. In den dort genannten Fällen ist eine Testung des Patienten angezeigt. Wenn eine ambulante Behandlung möglich erscheint (also bei entsprechend milder Ausprägung der Symptome und wenn keine sonstigen Umstände vorliegen, die eine stationäre Behandlung notwendig erscheinen lassen), ist der Vertragsarzt verpflichtet, diese Diagnostik als GKV-Leistung zu erbringen.

Für Informationen zu den ambulanten Corona-Versorgungs- und Testeinrichtungen in Baden-Württemberg  loggen Sie sich bitte ein, um die von der Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg (KTBW) entwickelte Karte mit Adressen und Rufnummern aufzurufen: http://coronakarte.kvbawue.de/.

Die Zugangsdaten haben Sie von uns per Schnellinfo erhalten. KVBW-Mitglieder, die keine Zugangsdaten haben, wenden sich bitte an unseren Praxisservice. Die Detail-Karte ist nicht für die Öffentlichkeit gedacht, da Patienten auf keinen Fall unangemeldet in die Corona-Anlaufstellen kommen sollen, sondern zunächst ihren Hausarzt anrufen.

In der Regel informieren die jeweiligen Kreise auf ihrer Homepage über die Abläufe. Die meisten Gesundheitsämter haben Corona-Hotlines eingerichtet.Unser Praxisservice hat für Sie eine Linkliste zusammengestellt.

Eine Corona-Schwerpunktpraxis ist eine reguläre Haus- oder Facharztpraxis, die für Infektpatienten und Corona-Verdachtsfälle spezielle Sprechstunden vorhält. In fast allen Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg sind inzwischen solche Praxen etabliert. Um sicherzustellen, dass sie nicht von Menschen überrannt werden, die fürchten, das Coronavirus zu haben, veröffentlichen wir die Adressen ausschließlich gegenüber den Gesundheitsämtern und der Ärzteschaft.

Interaktive Karte mit Login

Bitte loggen Sie sich mit den Zugangsdaten ein, die Sie von uns per Schnellinfo erhalten haben, um die von der Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg (KTBW) entwickelte Karte mit Adressen und Rufnummern aufzurufen: coronakarte.kvbawue.de. KVBW-Mitglieder, die keine Zugangsdaten haben, wenden sich bitte an unseren Praxisservice.

Diese Anlaufstellen untersuchen und behandeln Patienten mit Atemwegsinfektionen, welche von ihren jeweiligen Haus- und Kinderärzten als Verdachtsfälle eingestuft werden, jedoch nicht betreut werden können, beispielsweise weil der Vertragsarzt selbst einer Risikogruppe angehört. Besteht ein Coronaverdacht, gelten deutlich erweiterte Sicherheitsstandards und eine strikte Trennung von den übrigen Patienten der Praxis. Bei Bedarf können die Corona-Schwerpunktpraxen Abstriche durchführen. 

Damit Patienten nicht unangemeldet in der Corona-Schwerpunktpraxis erscheinen, führt der Weg in eine solche Corona-Schwerpunktpraxis über einen Anruf beim eigenen Haus- oder Kinderarzt. Einige der Corona-Schwerpunktpraxen sind an unsere Terminservicestelle angebunden, sodass Patienten, die die Verdachtskriterien des RKI erfüllen, direkt über den Patientenservice 116117 einen Termin in der Corona-Sprechstunde bekommen können.

Eine unverbindliche Orientierungshilfe für die Entscheidung, ob Corona-Patienten ambulant oder stationär versorgt werden sollen, gibt der „Corona-Score”.

Orientierungshilfe Triage ambulant vs. stationär

Das Robert-Koch-Institut (RKI) teilt Kontaktpersonen je nach Dauer und Art des Kontakts zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person in verschiedene Kategorien ein und hat Empfehlungen veröffentlicht, wie medizinisches Personal bei einer SARS-CoV-2-Exposition vorgehen soll.

Zwei Infografiken des RKI machen das Vorgehen anschaulich.

Ja. Eine stationäre Einweisung ist nicht bei allen bestätigten Fällen empfohlen. Bitte halten Sie den Kliniken den Rücken frei, indem Sie ambulant beherrschbare Fälle unbedingt ambulant behandeln! Stationär nur für schwere Fälle bzw. sehr gefährdete Patienten.

COVID-19-Patienten können auch ambulant versorgt werden

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Empfehlungen angepasst

Patienten mit einer leichten COVID-19-Erkrankung können ambulant versorgt werden. Das Robert Koch-Institut hat seine Empfehlungen zu Verdachtsabklärung und Maßnahmen am Donnerstag entsprechend angepasst. Bislang sollten Patienten mit einem positiven Laborbefund stationär behandelt werden. 

Aktualisiertes Flussschema

Das Flussschema „COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen“ des Robert Koch-Institutes (RKI) dient als Orientierungshilfe. Es erläutert, wie Ärzte im Verdachtsfall vorgehen sollen – vom Erstkontakt über die Prüfung klinisch-epidemiologischer Kriterien und die ambulante Diagnostik bis zur Betreuung eines erkrankten Patienten. 

Präventive Empfehlungen zur Hygiene 

Zudem hat das RKI seine Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung von COVID-19-Patienten angepasst, auf die im Flussschema verwiesen wird (siehe unten). Danach richtet sich das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung je nach Art und Umfang der Exposition. Bei Maßnahmen, die Tröpfchen und Aerosole freisetzen, wird eine FFP2-Maske empfohlen. 

KBV-Praxisinformation aktualisiert 

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ihre Praxisinformation „Verdacht auf eine SARS-COV-2-Infektion? So können Sie in der Praxis vorgehen“ aufgrund der aktualisierten RKI-Empfehlungen angepasst und um die Hinweise zur Hygiene ergänzt.

Das Papier bietet auf zwei Seiten einen schnellen Überblick, wie in der Praxis vorzugehen ist, wenn sich ein Patient mit Verdacht auf eine Infektion telefonisch anmeldet. Außerdem werden die Schritte erläutert, die in der Praxis eingehalten werden sollten, wenn der Patient ohne Anmeldung in die Praxis kommt.  

Robert Koch-Institut: Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen der Praxis

  1. Organisatorische Aspekte der Lenkung von Patienten mit respiratorischen Symptomen vor Besuch der Praxis beziehungsweise innerhalb der Praxis berücksichtigen.
  2. Distanzierung von Patienten bei entsprechendem Verdacht (Unterbringung in einem separaten Bereich; Einhalten eines Abstandes von 1 bis 2 Metern, wann immer möglich)
  3. Versorgung des Patienten mit einem Mund-Nasen-Schutz (MNS), sofern es der Gesundheitszustand des Patienten zulässt.
  4. Personal: Tragen von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) je nach Art und Umfang der Exposition. Bei Maßnahmen, die eine Freisetzung von Tröpfchen beziehungsweise Aerosolen produzieren, ist ein adäquater Atemschutz (FFP2) erforderlich.
  5. Beobachtung des Gesundheitszustandes des Praxispersonals.

Als Orientierungshilfe zur Diagnostik und weiterführenden Maßnahmen dient das Flussschema „COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen““ des RKI. Die konkrete Umsetzung dieser Empfehlungen soll unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten unter Einbeziehung des Hygienefachpersonals und in Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt erfolgen.

Nein, der Schnelltest ist nicht Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung.

Ja, denn die Weitergabe dieser Daten erfolgt auf rechtmäßiger Grundlage. Die Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) bleibt vom Inkrafttreten der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) unberührt. Gemeldet werden müssen und sollen jedoch nur Fälle, die der Falldefinition des Robert Koch-Instituts (RKI) entsprechen.

Die rechtliche Befugnis ergibt sich aus der zum 1. Februar 2020 in Kraft getretene CoronaVMeldeV des Bundesgesundheitsministeriums. Danach fällt COVID-19 unter die Meldepflicht des § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und § 7 Absatz 1 Satz 1 des IfSG.

Der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Coronavirus-Meldepflichtverordnung melden. Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden. Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt spätestens innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Dabei müssen auch Name, Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person dem Gesundheitsamt gemeldet werden, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren kann und die notwendigen Maßnahmen einleiten kann (z. B. Isolierung des Patienten, Ermittlung von Kontaktpersonen).

Kennzeichnen Sie alle (Verdachts-)Fälle – je Behandlungstag – mit der Ziffer 88240 (Pseudo-GOP) zusätzlich zu den durchgeführten Leistungen als „in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 erbracht“ (gilt sowohl für Hausärzte als auch für Laborpraxen oder gegebenenfalls weitere Fachgruppen). Dies ist wichtig für die Erstattung der Behandlungskosten.

Letzte Aktualisierung: 05.08.2020