116 117: Die Nummer, die hilft!

Bundesweit einheitliche Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst

Wenn Patienten außerhalb der Sprechzeiten dringend ärztliche Hilfe benötigen und nicht wissen, wo sich in ihrer Nähe eine Bereitschaftsdienstpraxis befindet, wählen sie die 116 117. Egal, wo in Deutschland sie sich befinden. Sie hören dann in der Regel eine Bandansage mit Angabe der Adresse und Öffnungszeiten der nächstgelegenen Notfallpraxis.

Interaktive Karte zur Suche nach Notfallpraxen

Wichtig: Sollte der Standort der nächstgelegensten Notfallpraxis schon bekannt sein, ist es nicht erforderlich, die 116 117 vorher anzurufen. Als Patient können Sie frei wählen, welche Notfallpraxis Sie in Anspruch nehmen wollen. Zur Suche lässt sich unsere interaktive Karte der Notfallpraxen in Baden-Württemberg nutzen.

Die 116 117 ist ausschließlich für den allgemeinärztlichen Bereitschaftsdienst die einheitliche Rufnummer und wird von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zur Verfügung gestellt. Die Nummer funktioniert ohne Vorwahl, gilt deutschlandweit und ist für den Anrufer kostenlos – egal ob sie aus dem Festnetz oder von einem Mobiltelefon angerufen wird.

Rufnummer 116 117 – Fragen und Antworten

Bitte verweisen Sie bis zum 27.5. auf die bisher gültigen Rufnummern. Ab dem 27.5 können Sie zu den Bereitschaftsdienstzeiten auf die 116 117 verweisen. Hier ein Mustertext:

„In dringenden Fällen erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst kostenfrei aus allen Netzen unter der Telefonnummer 116 117. Ich wiederhole 116 117. In dringenden, lebensbedrohlichen Fällen rufen Sie bitte die Rettungsleitstelle unter der Rufnummer 112 an. Ihr Anruf wird nicht weitergeleitet. Vielen Dank. Auf Wiederhören.“

Wichtig:

Ein Hinweis auf die 116 117 ist ausschließlich zu den Zeiten des organisierten ärztlichen Bereitschaftsdienstes zulässig. In der Mittagspause, bei Urlauben oder sonstigen Abwesenheitszeiten ist ein Hinweis auf die 116 117 nicht zulässig, sondern hier ist eine individuelle Bandansage mit Angabe der Praxisvertreter notwendig.

Nein. Die 116 117 ist ausschließlich für den allgemeinärztlichen Bereitschaftsdienst die einheitliche Rufnummer.

Falls in Ihrer Region ein fachärztlicher Dienst Ihrer Fachgruppe existiert, verweisen Sie bitte auf die Rufnummer dieses Dienstes und nicht auf die 116 117. Die Nummer erfahren Sie über Ihren regionalen Notfalldienst- oder Notfallpraxisbeauftragten. Zudem können Sie die Rufnummern auch der Homepage der KVBW entnehmen: http://www.kvbawue.de

JA!! Die Nummer ist überall ab 27.5. frei geschaltet und für den Patienten erreichbar.

In manchen Notfalldienstbereichen erfolgt die dahinter liegende Vermittlung der Hausbesuche allerdings noch nicht über die DRK-Leitstellen – hier bleiben vorerst die bisher etablierten Vermittlungsstrukturen erhalten.

Der Patient hört eine Bandansage „Dieser Dienst ist für Ihre Region noch nicht verfügbar“.

Der Patient hört eine Bandansage „Herzlich willkommen beim ärztlichen Bereitschaftsdienst. Ab sofort erreichen Sie uns kostenfrei aus allen Netzen unter der Telefonnummer 116 117. Ich wiederhole 116 117. In dringenden, lebensbedrohlichen Fällen rufen Sie bitte die Rettungsleitstelle unter der Rufnummer 112 an. Ihr Anruf wird nicht weitergeleitet. Vielen Dank. Auf Wiederhören.“

Die Nummer funktioniert ohne Vorwahl, gilt deutschlandweit und ist für den Anrufer kostenlos – egal ob sie aus dem Festnetz oder von einem Mobiltelefon angerufen wird.

Die auf der 116 117 eingehenden Anrufe werden zunächst lokalisiert. Dies erfolgt in der Regel automatisch über die Vorwahl des Anrufers oder über die Eingabe der Postleitzahl des aktuellen Standortes am Telefon. Falls keine automatische Lokalisierung möglich ist, wird der Anruf in ein bundesweites Callcenter weitergeleitet. Hier erfolgt dann die Standortabfrage im telefonischen Gespräch mit einem Callcenter-Mitarbeiter.

Nachdem er geografisch zugeordnet werden konnte, erhält der Anrufer per Bandansage den Hinweis auf die regional zuständige Notfallpraxis und wird gebeten, in der Leitung zu bleiben, falls er einen Hausbesuch benötigt. Er erhält zudem die Information, dass das Gespräch aufgezeichnet wird. Anschließend wird er an die zuständige Leitstelle weitergeleitet.

Letzte Aktualisierung: 06.09.2017