EBM

Weiterentwicklung des Hausarzt- und Facharzt-EBM

Der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) wird stetig weiterentwickelt.

Hinweis

Die Leistungsbeschreibungen sind zusammengefasst bzw. verkürzt angegeben.
Es gelten die vom Bewertungsausschuss (BA) beschlossenen und im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichten Wortlaute.

Wichtige EBM-Änderungen zum 1. Januar 2018

Ultraschallscreening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen

Seit 10. Juni 2017 ist die neue Richtlinie Ultraschallscreening auf Bauchaortenaneurysmen (US-BAA-RL) in Kraft. Sie sieht ein einmaliges Screening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen mittels sonographischer Unter­suchung für Männer ab 65 Jahren vor.

Der Bewertungsausschuss hat dafür folgende EBM-Anpassung beschlossen:
Zum 1. Januar 2018 werden zwei neue Gebührenordnungspositionen (GOP) 01747 und 01748 in den EBM-Abschnitt 1.7.2 „Früherkennung von Krankheiten bei Erwach­se­nen” aufgenommen. Die beiden neuen GOP werden als Präventionsleistungen außer­halb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung vergütet.

GOPLeistungsinhaltBewertung
01747

Aufklärung zum Screening auf Bauchaortenaneurysmen und Ausgabe der Versicherteninformation

  • für Hausärzte, Urologen, Internisten (mit und ohne Schwerpunkt), Chirurgen und Radiologen
  • auch im Zusammenhang mit der Gesundheitsuntersuchung (GOP 01732) möglich
57 Punkte
6,07 Euro
01748

Ultraschallscreening der Bauchaorta

  • für Hausärzte, Urologen, Internisten (mit und ohne Schwerpunkt), Chirurgen und Radiologen
  • Voraussetzung ist eine Genehmigung der KVBW nach der Ultraschallvereinbarung (Ärzte der genannten Fachgruppen mit einer Genehmigung der KVBW gemäß der Ultraschall­verein­barung Anwendungsbereich 7.1 (Abdomen, Retroperitoneum einschließlich Niere, transkutan), benötigen keine weitere Genehmigung).
  • Bei Untersuchung weiterer Organe auch neben GOP 33042 (Sonographie Abdomen) möglich. In diesen Fällen ist jedoch ein Abschlag von 77 Punkten auf die GOP 33042 vorzunehmen.
148 Punkte
15,77 Euro

Wichtige EBM-Änderungen zum 1. Oktober 2017

Spezialisierte geriatrische Diagnostik in Berufsausübungsgemeinschaften/MVZ

In Berufsausübungsgemeinschaften und Medizinischen Versorgungszentren, in denen ein geriatrisch spezialisierter Arzt zusammen mit einem Vertragsarzt tätig ist, kann ab dem 1. Oktober 2017 die GOP 30984 (weiterführendes geriatrisches Assessment) ohne Überweisung durchgeführt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass sich die Notwendigkeit dafür aufgrund eines hausärztlich geriatrischen Basisassessments gemäß der GOP 03360 ergibt. In diesen Fällen ist ein Abschlag in Höhe von 50 Prozent auf die GOP der Vorabklärung (GOP 30980 und 30981) vorzunehmen.

Für die Konstellationen, in denen der Hausarzt gleichzeitig Geriater ist, sieht eine Ergänzung der bisherigen Regelung vor, dass zukünftig in diesen Fällen keine Überweisung mehr erforderlich ist. Die Notwendigkeit muss jedoch durch einen anderen mitbeurteilenden Geriater bescheinigt werden. Der mitbeurteilende Arzt kann dafür die GOP 30981 abrechnen. Die Mitbeurteilung kann sowohl im Rahmen einer persönlichen Vorstellung des Patienten, als auch gemäß Aktenlage vorgenommen werden.

Substitution: Take-Home-Vergabe und Konsiliarius-Regelung, neue GOP

Zur Abbildung des Aufwandes bei der Behandlung von Opiatabhängigen im Rahmen der Take-Home-Vergabe gemäß § 5 Abs. 9 BtMVV (Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung), wird die GOP 01949 in den EBM aufgenommen.

Für die konsiliarische Untersuchung und Beratung eines Patienten im Rahmen des Konsiliariusverfahrens gemäß § 5 Abs. 4 BtMVV wird die GOP 01960 aufgenommen.
(Auch ein nicht suchtmedizinisch qualifizierter Arzt kann Patienten mit Substitutionsmitteln behandeln, wenn er sich zu Beginn der Behandlung mit einem suchtmedizinisch qualifizierten Arzt abstimmt sowie sicherstellt, dass sich sein Patient zu Beginn der Behandlung und mindestens einmal in jedem Quartal dem suchtmedizinisch qualifizierten Arzt vorstellt. Auf diese Weise können höchstens zehn Patienten gleichzeitig mit Substitutionsmitteln behandelt werden.)

Die neuen GOP 01949 und 01960 werden extrabudgetär vergütet.

GOPLeistungsinhaltBewertung
01949Behandlung Opiatabhängiger im Rahmen der Take-Home-Vergabe
  • je Behandlungstag
  • höchstens zweimal in der Behandlungswoche
  • kommt der Take-Home-Patient öfter in die Praxis, kann bei Vorliegen einer medizinischen Begründung die GOP 01950 zusätzlich abgerechnet werden
  • im Regelfall ist eine Take-Home-Vergabe bis zu sieben Tage vorgesehen
69 Punkte
7,26 Euro
01960Konsiliarische Untersuchung und Beratung im Rahmen des Konsiliariusverfahren
  • einmal im Behandlungsfall
90 Punkte
9,48 Euro

Neue palliativmedizinische Leistungen

Hausärzte und die meisten Fachärzten können die acht neuen, extrabudgetären palliativ­medizinischen Leistungen im EBM-Kapitel 37.3 abrechnen. Für die Leistungen gibt es unterschiedliche Abrechnungs­voraussetzungen. Sie sind außerdem nicht berechnungsfähig, wenn der behandelte Patient zeitgleich Leistungen im Rahmen der spezialisierten ambulanten Palliativ­versorgung – mit Ausnahme der Beratungsleistung – erhält.

GOP, die von allen an der Versorgung eines Palliativpatienten beteiligten Vertragsärzten berechnungsfähig sind:

GOPLeistungsinhaltBewertung
37305
Palliativmedizinische Betreuung von Patienten in der Häuslichkeit bis zu 1,5 Stunden am Tag
  • Zuschlag zu den GOP 01410 (Besuch) und 01413 (Mitbesuch)
  • je vollendete 15 Minuten
  • Höchstwert 744 Punkte (entspricht sechs Ansätzen und mindestens 1,5 Stunden Betreuung) am Behandlungstag
124 Punkte
13,06 Euro
37306
Dringender Besuch eines Palliativpatienten in der Häuslichkeit
  • Zuschlag zu den GOP 01411, 01412 und 01415 (dringende Besuche)
  • je Besuch
124 Punkte
13,06 Euro
37320
Fallkonferenz gemäß Vereinbarung zur Palliativversorgung (Anlage 30 zum BMV-Ä)
  • für patientenorientierte Fallbesprechungen, unter Beteiligung notwendiger ärztlicher Fachdisziplinen und/oder komplementärer Berufe sowie Pflegekräften oder Angehörigen
  • von jedem teilnehmenden Arzt, bis zu fünfmal im Krankheitsfall
  • auch telefonisch   
64 Punkte
6,74 Euro

GOP, die nur von Vertragsärzten berechnet werden dürfen, die die Voraussetzungen gemäß Vereinbarung zur Palliativversorgung erfüllen:

(mehr zu den Voraussetzungen für die Abrechnungsgenehmigung unter Genehmigungspflichtige Leistungen »)

GOPLeistungsinhaltBewertung
37300
Palliativmedizinische Ersterhebung
  • einmal im Krankheitsfall
  • kann nur von einem an der Behandlung beteiligten Vertragsarzt berechnet werden
392 Punkte
41,28 Euro
37302
Koordinationspauschale
  • Zuschlag zur Versicherten- / Grundpauschale für den koordinierenden Vertragsarzt gem. Anlage 30 zum BMV-Ä
  • einmal im Behandlungsfall
275 Punkte
28,96 Euro
37317
Telefonische Erreichbarkeit und Besuchsbereitschaft in kritischen Phasen
  • Zuschlag zur GOP 37302
  • einmal im Krankheitsfall
1.425 Punkte
150,05 Euro
37318
Telefonische Beratung von mindestens 5 Minuten Dauer
  • je Telefonat
213 Punkte
22,43 Euro

GOP, die nur von einem konsiliarisch tätigen Arzt mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin berechnet werden kann:

GOPLeistungsinhaltBewertung
37314Konsiliarische Erörterung durch Arzt mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin
  • ohne persönlichem Arzt-Patienten-Kontakt
  • einmal im Behandlungsfall  
106 Punkte
11,16 Euro

Laserepilation bei ICD F64.0G

Im Rahmen eines Mann-zu-Frau-Transsexualismus mit geschlechtsangleichenden Maßnahmen ist die Laserepilation als vertragsärztliche Leistung extrabudgetär über den EBM abrechenbar. Die vier neuen GOP können von Hautärzten, Chirurgen und Gynäkologen für die Epilation im Gesicht und/oder am Hals sowie an einer Hand und/oder den Händen berechnet werden.

GOPLeistungsinhaltBewertung
02325
Epilation mittels Lasertechnik im Gesicht und/oder am Hals
  • 5 Minuten Dauer
88 Punkte
9,27 Euro
02326
Epilation mittels Lasertechnik an einer Hand und/oder den Händen
  • 5 Minuten Dauer
88 Punkte
9,27 Euro
02327
Epilation mittels Lasertechnik im Gesicht und/oder am Hals
  • Zuschlag zur GOP 02325
  • je weitere vollendete 5 Minuten Dauer   
70 Punkte
7,37 Euro
02328
Epilation mittels Lasertechnik an einer Hand und/oder den Händen
  • Zuschlag zur GOP 02326
  • je weitere vollendete 5 Minuten Dauer
70 Punkte
7,37 Euro

GOP 02325 bis 02328 sind in Summe am Behandlungstag höchstens viermal und im Krankheitsfall höchstens 32-mal berechnungsfähig.

Schrittmachersysteme: Neue Abrechnungssystematik

Zum 1. Oktober 2017 wird die telemedizinische und konventionelle Funktionsanalyse von Schrittmachersystemen nach den Aggregattypen Herzschrittmacher, implantierte Kardioverter/Defibrillatoren und implantierte Systeme zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT-P, CRT-D) differenziert. Hierfür werden im Kapitel 4 (Pädiatrie) und Kapitel 13 (Innere Medizin, Kardiologie) jeweils drei neue GOP für die konventionelle Funktionsanalyse und zwei GOP für die telemedizinische Funktionsanalyse aufgenommen. Die bisherigen GOP 04417, 04418, 13552 und 13554 sind daher ab Oktober nicht mehr berechnungsfähig.

Art der FunktionskontrolleAlte GOP (bis 30.09.2017)Neue GOP (ab 1.10.2017)
GOP
Bewertung
GOP
Bewertung
konventionell


13552 (Schrittmacher, Kardioverter/
Defibrillator, CRT)


279 Punkte
29,38 Euro
13571 (Schrittmacher)189 Punkte
19,90 Euro
13573 (Kardioverter/
Defibrillator, CRT)
350 Punkte
36,85 Euro
13575 (CRT)431 Punkte
45,38 Euro
telemedizinisch

13554 (Kardioverter/
Defibrillator, CRT)

13574 (Kardioverter/
Defibrillator)
350 Punkte
36,85 Euro
13576 (CRT)431 Punkte
45,38 Euro
konventionell

04418 (Schrittmacher, Kardioverter/
Defibrillator, CRT)

511 Punkte
53,81 Euro
04411 (Schrittmacher)347 Punkte
36,54 Euro
04413 (Kardioverter/
Defibrillator)
641 Punkte
67,50 Euro
04415 (CRT)789 Punkte
83,08 Euro
telemedizinisch04417 (Kardioverter/
Defibrillator, CRT)
04414 (Kardioverter/
Defibrillator)
641 Punkte
67,50 Euro
04416 (CRT)789 Punkte
83,08 Euro

Wichtige EBM-Änderungen zum 1. Juli 2017

Psychotherapie

Zum 1. Juli 2017 wird infolge der neuen Psychotherapie-Richtlinie auch die entsprechende Struktur im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) angepasst. Die EBM-Kapitel 35.2 und 35.3 werden neu gegliedert und alle Leistungen erhalten neue Gebührenordnungspositionen (GOP). Weitere Änderungen betreffen die Vergütung von Gruppentherapien.

Über die neuen rechtlichen Rahmen­bedingungen haben informieren wir zusammenfassend im Juni-Rundschreiben Neuerungen ab 1. April und 1. Juli 2017   und hier ».

NäPa in Facharztpraxen: Hausbesuche

Nichtärztliche Praxisassistenten (NäPa) in Facharztpraxen können künftig auch Hausbesuche durchführen. Dazu werden zum 1. Juli 2017 im Kapitel 38 „Delegationsfähige Leistungen“ die GOP 38202 (90 Punkte / 9,48 Euro) und für die Betreuung eines weiteren Patienten die GOP 38207 (83 Punkte / 8,74 Euro) als Zuschläge zu den GOP 38100 und 38105 aufgenommen. Die Vergütung erfolgt außerhalb der MGV.

Präventionsempfehlung (Muster 36)

Die Bewertung der Früherkennungs­untersuchungen U3 bis U9 und J1 (GOP 01713 bis 01720 und 01723) sowie der Gesundheitsuntersuchung bei Erwachsenen (GOP 01732) wird für das ggf. anschließende Ausstellen einer Präventions­empfehlung um jeweils einen Punkt erhöht.

Mehr zur Präventions­empfehlung lesen Sie auf der KBV-Homepage.

Kinder-Richtlinie: Pulsoxymetrie-Screening

Für das Screening auf kritische angeborene Herzfehler mittels Pulsoxymetrie, werden zum 1. Juli 2017 zwei neue GOP in den EBM-Abschnitt 1.7.1 aufgenommen.

  • Die GOP 01702 (28 Punkte / 2,95 Euro) ist für die eingehende Aufklärung der Eltern zu Sinn, Zweck und Ziel des Screenings auf kritische angeborene Herzfehler mittels Pulsoxymetrie berechnungsfähig, wenn auf die eingehende Aufklärung keine funktionelle Pulsoxymetrie folgt.
  • GOP 01703 (157 Punkte / 16,53 Euro) für die Durchführung der funktionellen Pulsoxymetrie 
  • Die Aufklärung der Eltern und die Wiederholung der Pulsoxymetrie innerhalb von zwei Stunden nach einem kontrollbedürftigen Messergebnis der Erstmessung zählen zu den fakultativen Leistungsinhalten. 
  • Beide GOP können nur bis zur U2, sofern noch kein Pulsoxymetrie-Screening im Untersuchungsheft für Kinder dokumentiert ist, berechnet werden.
  • Vergütung außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV).

Telemedizinische Kontrolle kardiologischer Implantate

Änderungen bei Kontrolle von Herzschrittmachern, ICD- und CRT-Systemen: Die Übergangsregelung in der jeweils zweiten Anmerkung der GOP 04417 und 13554 (Telemedizinische Kontrolle) wird um ein halbes Jahr bis zum 31. Dezember 2017 verlängert.

Wichtige EBM-Änderungen zum 1. April 2017

iFOBT Stuhltest

Das immunologische Stuhltest-Verfahren iFOBT zur Darmkrebs-Früherkennung löst zum 1. April 2017 den bisherigen Guajak-basierten Test auf okkultes Blut im Stuhl ab.

Neue GOP für Ausgabe und Beratung

  • Ärzte, die den iFOBT als Früherkennungsuntersuchung auf kolorektales Karzinom veranlassen, rechnen ab April die GOP 01737 ab. Die Leistung umfasst die Ausgabe, Rücknahme und Weiterleitung des Stuhlproben-Entnahmesystems sowie die Beratung des Patienten bei einer präventiven Untersuchung.
    • Bewertung: 57 Punkte (ca. 6,00 Euro)
    • Hausärzte, Chirurgen, Gynäkologen, Hautärzte, Facharztinternisten und Urologen können die neue GOP nur bei präventiver Untersuchungsindikation abrechnen. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär.
  • Streichung der GOP 01734: Die Untersuchung auf okkultes Blut mit einem Guajak-basierten Test ist ab 1. April in der er Krebsfrüherkennung keine Kassenleistung mehr.

Wie bisher gibt der Arzt, der die Früherkennungsuntersuchung auf kolorektales Karzinom durchführt, den Stuhltest an den Patienten aus. Anders als bislang erfolgt die Auswertung des Tests allerdings nicht in der Praxis, sondern im Labor.

Neue GOP für Laboruntersuchung

  • Für die Untersuchung der Stuhlprobe im Labor gibt es zwei neue GOP: die GOP 01738 (Bewertung 75 Punkte, Vergütung 7,90 Euro) bei einer präventiven Untersuchung und die GOP 32457 (Bewertung 6,21 Euro) bei einer kurativen Untersuchungsindikation. In den Laborleistungen enthalten sind die Kosten für das Stuhlproben-Entnahmesystem. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär.

Mehr dazu lesen Sie hier ».

Psychotherapie

Mit der Strukturreform der ambulanten Psychotherapie wurde das Leistungsangebot zum 1. April 2017 erweitert und neu strukturiert. Der Bewertungsausschuss hat mittlerweile beschlossen, die neu eingeführten Leistungen so zu vergüten wie die Gebührenordnungspositionen der Richtlinien-Psychotherapie (mehr erfahren »).

    • Psychotherapeutische Sprechstunde:
      GOP 35151 / 421 Punkte / 44,33 Euro je vollendete 25 Minuten
    • Psychotherapeutische Akutbehandlung:
      GOP  35152 /  421 Punkte / 44,33 Euro je vollendete 25 Minuten
    • Strukturzuschläge zur Sprechstunde und Akutbehandlung:
      GOP 35254 /  72 Punkte / 7,58 Euro (alt: 69 Punkte / 7,27 Euro) bei voller Auszahlungsquote / wird von der KV zugesetzt, sobald die Oberpunktzahlgrenze erreicht ist / Punkte der Sprechstunde und Akutbehandlung werden zur Ermittlung der Quote mitgezählt.

    Weitere Änderungen gelten ab dem 1. Juli 2017. Sie betreffen die Vergütung von Gruppentherapien sowie die Umstrukturierung des psychotherapeutischen EBM-Kapitels.

    Über die neuen rechtlichen Rahmen­bedingungen informieren wir Sie zusammenfassend im Juni-Rundschreiben Neuerungen ab 1. April und 1. Juli 2017 und hier ».

    Die Psychotherapeutische Sprechstunde und der Strukturzuschlag IV werden rückwirkend ab 1. April 2017 der fachärztlichen Grundversorgung zugeordnet. Damit ist die Pauschale für die fachärztliche Grundversorgung (PFG) auch in diesen Fällen berechnungsfähig.

    Höherbewertung der PFG in den Kapiteln 22 und 23: Die Bewertungen der Zuschläge für die psychosomatische und psychotherapeutische Grundversorgung (GOP 22216, 23216 von 164 Punkte / 17,27 Euro, auf 170 Punkte / 17,90 Euro und 22218, 23218 von 44 Punkte / 4,63 Euro, auf 46 Punkte / 4,84 Euro) wird ebenfalls rückwirkend ab 1. April 2017 angehoben.

    Kein Abrechnungsausschluss zwischen Hypnose und Verhaltenstherapie: Die GOP 35120 (Hypnose) bleibt in derselben Sitzung neben Leistungen der Verhaltenstherapie (GOP 35220 bis 35225) weiterhin berechenbar.

    Kindernephrologie

    Für die nephrologische Betreuung von Kindern erhalten Pädiater ab April einen Zuschlag zur Versichertenpauschale von rund 100 Euro im Quartal. Dazu wird eine neue Gebührenordnungsposition 04563 in den EBM aufgenommen.

    Vergütung erfolgt extrabudgetär

    Die neue Gebührenordnungsposition GOP 04563 wird als Zuschlag zur Versichertenpauschale (04000) einmal im Behandlungsfall gewährt und ist mit 950 Punkten (100,04 Euro) bewertet. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär und damit ohne Mengenbegrenzung zum festen Preis.

    Abgerechnet werden kann der Zuschlag, wenn ein Versorgungsauftrag gemäß Paragraf 3 Abs. 3 Buchstabe e) Anlage 9.1 im Bundesmantelvertrag-Ärzte wahrgenommen wird.

    Glukosemessung mit Real-Time-Messgeräten

    Die Anleitung eines Diabetikers zur Handhabung eines Real-Time-Messgerätes zur kontinuierlichen interstitiellen Glukosemessung (rtCGM) wird ab 1. April über den EBM vergütet.

    Für die Anleitung der Patienten zur Handhabung der Geräte werden neue Gebührenordnungspositionen (GOP) in den EBM aufgenommen. Abrechnen können sie Hausärzte und Internisten (GOP 03355 bzw. 13360) sowie Kinder- und Jugendmediziner (GOP 04590) jeweils mit besonderer Qualifikation. Die Vergütung für vollendete zehn Minuten beträgt 7,58 Euro (72 Punkte).

    Insgesamt kann die Leistung bis zu zehnmal im Jahr angesetzt werden, zum Beispiel für die Schulung des Patienten, sodass im Jahr bis zu 75,80 Euro vergütet werden. Ärzte können die Anleitung des Patienten auch teilweise an das Praxispersonal delegieren.

    ArztgruppeGOP
    Hausärzte und hausärztlich tätige Internisten jeweils mit
    der Zusatzweiterbildung „Diabetologie“ oder
    der Qualifikation „Diabetologe Deutsche Diabetes Gesellschaft“
    03355
    Internisten mit der Zusatzweiterbildung „Diabetologie“ oder
    der Qualifikation „Diabetologe Deutsche Diabetes Gesellschaft“
    13360
    Kinder- und Jugendmediziner mit der Zusatzweiterbildung
    „Kinder-Endokrinologie und -Diabetologie“ oder „Diabetologie“
    oder der Qualifikation „Diabetologe Deutsche Diabetes Gesellschaft
    04590

    Notfalldienst: Schweregradzuschläge GOP 01223, 01224, 01226

    Bei der Abrechnung der Versorgung im Notfall und im Notdienst wird ab 1. April 2017 nach dem Schweregrad der Fälle differenziert. Für Patienten mit erhöhtem Behandlungsaufwand werden Schweregradzuschläge als Zuschlag zu den Notfallpauschalen in den EBM aufgenommen. Für Fälle ohne Not­wendig­keit einer Notfallbehandlung, wird eine Abklärungspauschale eingeführt.

    Die Bewertung der GOP 01210 wird infolgedessen von bisher 127 Punkten auf 120 Punkte abgesenkt.

    Schweregradzuschläge

    Es werden Pauschalen für besonders schwerwiegende Erkrankungen (GOP 01223 und 01224) und für schwierige Kommunikationssituationen (GOP 01226) eingeführt. Sowohl die Diagnosen als auch die Situationen mit schwieriger Kommunikation sind im EBM festgelegt (vgl. ICD-Listen).

    Die Schweregradzuschläge nach GOP 01223 und 01224 sind an folgende schwer­wiegende, gesicherte Behandlungsdiagnosen geknüpft:

    • Frakturen im Bereich der Extremitäten proximal des Metacarpus und Metatarsus
    • Schädel-Hirn-Trauma mit Bewusstlosigkeit von weniger als 30 Minuten (S06.0 und S06.70)
    • akute tiefe Beinvenenthrombose
    • Hypertensive Krise
    • Angina pectoris (ausgenommen: ICD I20.9)
    • Pneumonie
    • akute Divertikulitis.

    ICD-Kataloge für die Schweregradzuschläge

    Abklärungspauschale

    Für Patienten, die nicht notfallmäßig in der Notaufnahme im Krankenhaus oder im organisierten Bereitschaftsdienst behandelt werden müssen und deshalb in eine Arztpraxis weitergeleitet werden können.

    GOPLeistungsinhaltBewertung
    01205 Abklärung der Behandlungsnotwendigkeit
    • Tag
    45 Punkte
    01207 Abklärung der Behandlungsnotwendigkeit
    • Nacht, Wochenende, Feiertage
    80 Punkte

    Telekonsile

    Für die Abrechnung der Telekonsile gibt zum 1. April 2017 vier neue Gebühren­ordnungs­positionen (GOP) im Kapitel 34 EBM.

    Abrechnungsvoraussetzungen:

    • Die technischen Anforderungen müssen erfüllt sein (siehe Anlage 31a Bundesmantelvertrag-Ärzte).
    • Nachweis gegenüber der KV durch eine Erklärung des Kommunikationsdienstes
    • Vorliegen einer Genehmigung zur Abrechnung der im jeweiligen Konsil zu klärenden Röntgen- und/oder CT-Untersuchungen
    • Medizinische Fragestellung fällt nicht in das Fachgebiet des Arztes, der das Telekonsil einholt, oder
      die Zweitbefundung ist wegen besonders komplexer medizinischer Fragestellung erforderlich.

    Nicht möglich sind diese Leistungen innerhalb von Berufsausübungsgemeinschaften, Medizinischen Versorgungszentren, Apparategemeinschaften und ähnlichen Ein­richtungen sowie im Rahmen des Mammographie-Screening-Programms.

    Die Vergütung der Leistungen erfolgt außerhalb der morbiditäts­­­bedingten Gesamt­­vergütung und damit extra­budgetär.

    Neue Gebührenordnungspositionen (GOP) ab 1. April 2017
    34800Einholung einer telekonsiliarischen Befundbeurteilung von Röntgen- und/oder CT-Aufnahmen91 Punkte einmal im Behandlungsfall
    Punktzahlvolumen je Praxis
    34810
    • Befundbeurteilung von Röntgenaufnahmen
    • schriftlicher Bericht
    • elektronische Übermittlung des Konsils, max. drei Werktage nach Auftragseingang
    110 Punkte je Konsiliarauftrag
    34820
    • Befundbeurteilung von CT-Aufnahmen nach den GOP 34310, 34311, 34320, 34350, 34351
    • schriftlicher Bericht
    • elektronische Übermittlung des Konsils, max. drei Werktage nach Auftragseingang
    276 Punkte je Konsiliarauftrag
    34821
    • Befundbeurteilung von CT-Aufnahmen nach den GOP 34312, 34321, 34322, 34330, 34340 bis 34344
    • schriftlicher Bericht
    • elektronische Übermittlung des Konsils, max. drei Werktage nach Auftragseingang
    389 Punkte je Konsiliarauftrag

     

     

    Änderungen bei der Zuzahlung Heilmittelabgabe

    Die Zuzahlungsbeträge bei Heilmittelabgabe in der Arztpraxis für Ersatz- und Primärkassen erhöhen sich zum 1. April 2017.

    Wichtige EBM-Änderungen zum 1. Januar 2017

    Sozialpädiatriezuschlag künftig dreimal im Krankheitsfall abrechnungsfähig

    Die sozialpädiatrische Betreuung von Kindern und Jugendlichen wird ab Januar 2017 besser vergütet. Statt wie bisher zweimal kann der 2015 eingeführte Zuschlag für die Beratung zu weiterführenden Maßnahmen dann dreimal im Krankheitsfall abgerechnet werden. Hintergrund der Anpassung ist, dass das Vergütungsvolumen von etwa 14 Millionen Euro pro Jahr bislang nicht ausgeschöpft wird.

    Die Gebührenordnungsposition 04356 war vor zwei Jahren als Zuschlag im Zusammenhang mit der sozialpädiatrischen Gebührenordnungsposition 04355 in den EBM aufgenommen worden. Da im Jahr 2015 das für diese Leistung vorgesehene Vergütungsvolumen von etwa 14 Millionen Euro nicht ausgeschöpft werden konnte, weitet der Bewertungsausschuss nun die Berechnungsmöglichkeit der Gebührenordnungsposition 04356 aus.

    Kinderichtlinie: Mukoviszidosescreening & Höherbewertungen

    Um das neu in die Kinder-Richtlinie aufgenommene Screening auf Mukoviszidose abzubilden, wurde die bestehende Gebührenordnungsposition 01707 „Erweitertes Neugeborenen-Screening“ erweitert. Darüber hinaus wurde eine neue Leistung nach der Gebührenordnungsposition 01709 (50 Punkte) für den Arzt eingeführt, welcher das Screeninglabor auf Mukoviszidose veranlasst.

    Die bestehende Gebührenordnungsposition 01708 „Laboruntersuchungen im Rahmen des Neugeborenen-Screenings“ entfällt. Deren Inhalte sind nun über die neuen Gebührenordnungspositionen 01724 bis 01727 anderweitig geregelt. Während die Gebührenordnungs­position 01724 die bisherige Neugeborenen-Screening­untersuchung der Zielkrankheiten enthält, wird in den Gebührenordnungspositionen 01725 bis 01727 des Katalogs die dreistufige Diagnostik des neu in die Richtlinie aufgenommenen Screenings auf Mukoviszidose abgebildet. Zusätzlich werden aufgrund geänderter Untersuchungs- und Beratungsinhalte die Bewertungen der Gebührenordnungs­positionen 01712 bis 01719 um 30 Prozent und 01723 um 13 Prozent  auf 401 Punkte erhöht.

    NäPa – Änderungen bei der Abrechnung

    Nicht-ärztliche Praxisassistenten (NäPa)

    Änderungen ab 01.01.2017:

    Nicht-ärztliche Praxisassistenten (NäPa) im EBM
    GOP 03060
    Strukturelle Förderung als Zuschlag zu GOP 03040 (von KV zugesetzt)
    22 Punkte
    GOP 03061
    Zuschlag zur Gebührenordnungsposition 03060 (von KV zugesetzt)
    12 Punkte

    (03060 und 03061: maximal 23.800 Punkte pro Praxis und Quartal, bei HZV-Teilnahme 34 Punkte weniger je HZV-Fall)
    GOP 03062
    Besuch der NäPa (erster Besuch innerhalb eines Besuchsganges) einschließlich Wegegeld
    166 Punkte
    GOP 03064
    Zuschlag zur Gebührenordnungsposition 03062 (von KV zugesetzt)
    20 Punkte
    GOP 03063
    Mitbesuch der NäPa (Besuch eines weiteren Patienten innerhalb eines Besuchsganges) einschließlich Wegegeld
    122 Punkte
    GOP 03065
    Zuschlag zur Gebührenordnungsposition 03063 (von KV zugesetzt)
    14 Punkte

    Besuch und Mitbesuch einer NäPa

    • ohne Mengenbegrenzung zum vereinbarten Preis extrabudgetär vergütet

    Genehmigungspflicht der GOP 03060, 03062 und 03063

    Um Leistungen für eine NäPa abzurechnen, brauchen Sie eine Genehmigung.

    Neue Kriterien für die Abrechnungsgenehmigung:

    • NäPa (gemäß Anlage 8 Bundesmantelvertrag-Ärzte) mit mindestens 20 Wochenstunden
    • mindestens 700 Behandlungsfälle je Quartal bei vollem Versorgungsauftrag
      (Durchschnitt der vier Quartale vor Antragstellung)
      Mehrere Hausärzte pro Praxis: + 521 Fälle je weiterem vollen Sitz. Das heißt bei zwei Sitzen 1.221 Fälle, bei zweieinhalb Sitzen 1.482 Fälle, bei drei Sitzen 1.742 Fälle usw.
      oder
      mindestens 120 Fälle je Quartal mit Patienten, die im jeweiligen Quartal 75 Jahre oder älter waren bei vollem Versorgungsauftrag
      (Durchschnitt der vier Quartale vor Antragstellung)
      Mehrere Hausärzte pro Praxis: + 80 Fälle je weiterem vollen Sitz.

    Sofern kein voller Tätigkeitsumfang vorliegt, wird die Fallzahl anteilig ermittelt. Fälle aus HzV-Verträgen werden bei der Zählung berücksichtigt. Ärzte, die an einem Hausarztvertrag teilnehmen und die NäPa-Genehmigung besitzen, sind verpflichtet, der KV alle im aktuellen Quartal behandelten HZV-Patienten in der Abrechnung anzugeben (Pseudofall mit Angabe der Kennziffer 88194). Neu niedergelassene Hausärzte müssen Mindestfallzahlen zur Anstellung einer nicht-ärztlichen Praxisassistentin in den ersten sechs Quartalen nicht erfüllen.

    Wichtige EBM-Änderungen 2016

    Medikationsplan

    Hausärzte sowie Kinder- und Jugendärzte erhalten ab Oktober eine Einzelleistungsvergütung für Patienten, die nicht chronisch krank sind (neue GOP 01630). Bei Chronikern gibt es pauschal einen Zuschlag auf die Chroniker­pauschale, unabhängig davon, ob für den Patienten ein Medikationsplan zu erstellen beziehungs­weise zu aktualisieren ist.

    Fachärzte, die einen Medikationsplan erstellen, können bei bestimmten Patienten ebenfalls die Einzelleistung (GOP 01630) abrechnen. Für alle anderen Patienten erhalten die meisten Fachgruppen einen Zuschlag auf die Grundpauschale, ebenfalls unabhängig davon, ob tatsächlich ein Medikationsplan zu erstellen beziehungsweise zu aktualisieren ist. Die Vergütung erfolgt stets extrabudgetär und somit zu festen Preisen.

    Die wichigsten Informationen zum Medikamentenplan haben wir für Sie in einem Merkblatt  zusammengestellt.

    Pflegeheimversorgung – Besuche von Praxisassistentinnen

    Die ärztliche Versorgung von Heimbewohnern soll sich verbessern. Zum 1. Juli wurde das neue Kapitel 37 im EBM eingeführt, das die Leistungen für die Berechnung zusätzlicher ärztlicher Kooperations- und Koordinationsaufgaben regelt. Auf diese Weise sollen Ärzte, die Kooperationsverträge mit Heimen abschließen, hierfür besser vergütet werden. Die Leistungen werden extrabudgetär vergütet.
    Mehr dazu: Kooperationsverträge zwischen Ärzten und Pflegeheimen »

    Außerdem sollen neue Möglichkeiten der Delegation ärztlicher Leistungen geschaffen werden. Hierzu dient das neue Kapitel 38 der EBM. Konnten bereits Hausärzte Leistungen an sogenannte qualifizierte nichtärztliche Praxisassistenten (NäPa) delegieren, können dies künftig auch Fachärzte.
    Mehr dazu: NäPa-Zuschlag ab 1. Juli 2016 auch für Fachärzte »

    Patientenadaptiertes Narkosemanagement in der Kataraktchirurgie

    Die unterschiedlichen Anästhesieverfahren, die in der Kataraktchirurgie abgerechnet werden können, werden ab 1. Juli 2016 in einer Pauschale zusammengefasst. Anästhesisten können dann patientenindividuell auswählen, welches Verfahren sie anwenden oder die Verfahren kombinieren.

    Für bei Kataraktoperationen in Anspruch genommene Anästhesisten sind künftig unabhängig von der Art des Narkosemanagements spezifische Pauschalen ansatzfähig.

    • z. B. außerbudgetäre Einzelleistung GOP 31841 (706 Punkte) für das Narkosemanagement bei Katarakt-OP nach GOP 31351
    • obligater Zuschlag GOP 05315 (15 Punkte) im Budget

    Genetisches Labor

    Der Bereich Humangenetik im EBM wurde grundlegend überarbeitet, um die genetischen Leistungen im EBM an den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik anzupassen. Einige der Leistungen werden ab 1. Juli 2016 extrabudgetär vergütet. Darauf haben sich KBV und Krankenkassen im Bewertungsausschuss geeinigt.

    Die bisherigen humangenetischen Laboruntersuchungen nach den Gebühren­ordnungs­positionen (GOP) 11310 bis 11312  (Zytogenetik) und 11320 bis 11322 (Molekular­genetik) werden zum dritten Quartal 2016 in differenzierte GOP für Leistungen der konstitutionellen genetischen Diagnostik und Leistungen der tumorgenetischen Diagnostik überführt.

    Folgende Leistungssegmente der humangenetischen und der tumorgenetischen Laborleistungen werden außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung finanziert:

    Extrabudgetäre Vergütung

    • umfangreiche humangenetische Analysen (GOP 11449 und 11514),
    • allgemeine Tumorgenetik (Unterabschnitt 19.4.2),
    • Companion Diagnostic (Unterabschnitt 19.4.4).

    11.4.1 Fallbezogene Pauschalen der in-vitro-Diagnostik konstitutioneller genetischer Veränderungen

    GOP 11301Sie umfasst ärztliche und weitere Inhalte, die zusätzlich bei Probeneinsendungen erforderlich sind. Folglich ist die Berechnung dieser Leistung neben Versicherten-, Grund- und Konsiliarpauschalen im Behandlungsfall ausgeschlossen.
    GOP 11302Sie umfasst die ärztliche Beurteilung und die Gemeinkosten konstitutioneller genetischer Analysen und ist als Zuschlag zu entsprechend aufwendig zu beurteilenden Untersuchungen ausgestaltet.
    GOP 11302Sie ist für eine erneute Beurteilung der bereits vorliegenden Befunde nach frühestens vier Jahren berechnungsfähig. Sie trägt der Tatsache Rechnung, dass molekularzytogenetische Untersuchungen nach der GOP 11508 und humangenetische Mutationssuchen nach den GOP 11513 und 11514 zu Ergebnissen führen können, die auf dem Stand des derzeitigen Wissens nicht mit ausreichender Sicherheit interpretierbar sind. Diese Varianten unklarer klinischer Signifikanz können auf dem Stand des dann – nach frühestens vier Jahren – aktuellen Wissens erneut beurteilt und vermutlich auch einer Klärung zugeführt werden.

    11.4.2 Indikationsbezogene genetische in-vitro-Diagnostik monogener Erkrankungen


    Die Präambel zum Abschnitt 11.4 Nr. 11 stellt klar, dass der Untersuchungsumfang der indikationsbezogenen Stufendiagnostik nach Abschnitt 11.4.2 abschließend ist.

    Eine Leistung nach den GOP 11508, 11513 und 11514 EBM ist nur bei Vorliegen der Indikationsvoraussetzungen nach § 6 der Qualitätssicherungsvereinbarung-Molekulargenetik zulässig.

    Der Unterabschnitt wurde um folgende Indikationen erweitert:

    • das Noonan-Syndrom als „nicht seltene“ Erkrankung mit kardialer Beteiligung und Entwicklungsverzögerung (GOP 11355 und 11356)
    • das Marfan-Syndrom als hereditäre Erkrankung des Bindegewebes unter anderem mit Beteiligung des Herz-Kreislauf- und des Skelettsystems sowie der Augen (GOP 11444 bis 11448)

    Sofern der Leistungsumfang der indikationsbezogenen Mutationssuchen nach den GOP 11352, 11371, 11401, 11411, 11431, 11432 und 11440 dem Umfang nach erweitert werden muss, kann nach vorheriger Genehmigung durch die zuständige Krankenkasse der Zuschlag nach der GOP 11449 (außerbudgetär) berechnet werden.

    Spezialisierte geriatrische Diagnostik und Versorgung

    Für die spezialisierte Diagnostik geriatrischer Patienten gibt es ab 1. Juli 2016 neue Gebühren­ordnungs­positionen im EBM. Künftig können Hausärzte Patienten für das weiterführende geriatrische Assessment an einen spezialisierten geriatrischen Vertrags­arzt oder eine ermächtigte Geriatrische Instituts­ambulanz (GIA) überweisen.

    Die Leistungen des neuen EBM-Abschnitts 30.13 „Spezialisierte geriatrische Diagnostik und Versorgung“ sind für Patienten mit einem besonders aufwändigen geriatrischen Versorgungs­bedarf bestimmt (gemäß § 118a SGB V, Geriatrische Instituts­ambulanzen – GIA).

    Neue Gebührenordnungspositionen (GOP) für Hausärzte
    30980 Abklärung vor der Durchführung eines spezialisierten Assessments nach GOP 30984194 Punkte
    30988Zuschlag für die weiterbetreuenden Ärzte für die Koordination der Therapiemaßnahmen nach einem weiterführenden geriatrischen Assessment 65 Punkte

    In Kooperation mit Hausärzten können im Ausnahmefall auch folgende Vertragsärzte überweisen: Fachärzte für Neurologie, für Nervenheilkunde, für Neurologie und Psychiatrie, für Psychiatrie und Nervenheilkunde oder Vertragsärzte mit der Zusatzbezeichnung Geriatrie.

    Neue Gebührenordnungspositionen (GOP) für GIAs und Geriater
    30981Abklärung vor der Durchführung eines spezialisierten Assessments durch die GIA bzw. den spezialisierten geriatrischen Vertragsarzt 131 Punkte
    30984 Weiterführendes geriatrisches Assessment durch GIA bzw. den spezialisierten geriatrischen Vertragsarzt882 Punkte

    30985
    Sofern das weiterführende geriatrische Assessment länger als 60 Minuten dauert, können je weitere vollendete 30 Minuten diese Zuschläge jeweils bis zu zweimal im Krankheitsfall berechnet werden. 325 Punkte

    30986
    234 Punkte

    Überweisung  eines Arztes nach 30.13 Nr. 1 (üblicherweise Hausarzt) zwingend erforderlich!

    Abrechnungsvoraussetzungen

    Die Abrechnung der Leistungen ist nur bei Vorliegen einer Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung gemäß der Qualitätssicherungsvereinbarung zur spezialisierten geriatrischen Diagnostik zulässig. Über diese Voraussetzungen informieren wir gesondert.

    Die GOP dürfen nur bei Patienten berechnet werden, die einen besonders aufwändigen geriatrischen Versorgungsbedarf aufweisen:

    • höheres Lebensalter (ab Beginn des 71. Lebensjahres) und
    • Vorliegen einer Pflegestufe gemäß § 15 SGB XI sowie einem der nachfolgenden geriatrischen Syndrome oder statt der Pflegestufe mindestens eines zusätzlichen dieser Syndrome
      • Multifaktoriell bedingte Mobilitätsstörung einschließlich Fallneigung und Altersschwindel
      • Komplexe Beeinträchtigung kognitiver, emotionaler oder verhaltensbezogener Art
      • Frailty-Syndrom (Kombinationen von unbeabsichtigtem Gewichtsverlust, körperlicher und/oder geistiger Erschöpfung, muskulärer Schwäche, verringerter Ganggeschwindigkeit und verminderter körperlicher Aktivität)
      • Dysphagie
      • Inkontinenz(en)
      • Therapierefraktäres chronisches Schmerzsyndrom.

    PET als Diagnoseverfahren für die Tumordiagnostik

    Ab 1. Januar 2016 lässt lässt sich die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die Positronen-Emissions-Tomographie mit Computertomographie (PET/CT) über den EBM abrechnen. Die Kosten für die Untersuchung werden bei Patienten mit Lungenkarzinom oder Hodgkin-Lymphom übernommen, sofern sie den zugelassenen Indikationen entsprechen.

    Indikationsspektrum der Positronen-Emissions-Tomographie (PET)
    GBA-Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung
    Anlage I: Anerkannte Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden
    1.Bestimmung des Tumorstadiums von primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen einschließlich der Detektion von Fernmetastasen.
    2.Nachweis von Rezidiven (bei begründetem Verdacht) bei primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen.
    3.Charakterisierung von Lungenrundherden, insbesondere Beurteilung der Dignität peripherer Lungenrundherde bei Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko und wenn eine Diagnosestellung mittels einer invasiven Methodik nicht möglich ist.
    4.Bestimmung des Tumorstadiums von kleinzelligen Lungenkarzinomen einschließlich der Detektion von Fernmetastasen, es sei denn, dass vor der PET-Diagnostik ein kurativer Therapieansatz nicht mehr möglich erscheint.
    5.Nachweis eines Rezidivs (bei begründetem Verdacht) bei kleinzelligen Lungenkarzinomen, wenn die Patienten primär kurativ behandelt wurden und wenn durch andere bildgebende Verfahren ein lokales oder systemisches Rezidiv nicht gesichert oder nicht ausgeschlossen werden konnte.
    6.Entscheidung über die Bestrahlung von mittels CT dargestellten Resttumoren eines Hodgkin-Lymphoms mit einem Durchmesser von > 2,5 cm nach bereits erfolgter Chemotherapie.
    EBM-Abschnitt 34.7
    PET inkl. CT-Fusion des gesamten Körperstammes
    von der Schädelbasis bis zum proximalen Oberschenkel
    GOP 34700 bei Fusion mit bereits vorhandenem CT4456 Punkte
    GOP 34701 bei Fusion mit inkludiertem CT 5653 Punkte
    PET inkl. CT-Fusion von Teilen des Körperstammes
    bei auf das Tumorgeschehen begrenztem Untersuchungsfeld in einer Bettposition
    GOP 34702bei Fusion mit bereits vorhandenem CT3565 Punkte
    GOP 34703bei Fusion mit inkludiertem CT4523 Punkte

    Weiterhin wird die Kostenpauschale nach GOP 40584 (255 Euro) in den Abschnitt 40.10 aufgenommen. Diese Kosten­pauschale 40584 ist für die Sachkosten im Zusammenhang mit der Erbringung der neuen Leistungen (Gebühren­ordnungs­positionen 34700 bis 34703) bei Verwendung des Radionuklids 18F-Fluordesoxyglukose berechnungsfähig.

    Die Vergütung erfolgt als Einzelleistung und damit extrabudgetär zu festen Preisen. Eine Genehmigung der KVBW zur Erbringung von PET-Leistungen ist erforderlich. Die QS-Vereinbarung für die PET wollen KBV und Krankenkassen bis Ende Juni 2016 abstimmen.

    Telemedizinische Kontrolle kardiologischer Implantate

    Ab dem zweiten Quartal 2016 lässt sich die Funktionsfähigkeit bestimmter kardiologischer Implantate auch telemedizinisch überprüfen und als EBM-Leistung abrechnen.

    Neue Gebührenordnungspositionen (GOP) ab 1. April 2016
    13554Kardiologen – telemedizinische Kontrolle/Funktionsanalyse eines Kardioverters/Defibrillators und/oder eines implantierten Systems zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT-P, CRT-D) 279 Punkte
    04417 Kinderkardiologen – telemedizinische Kontrolle/Funktionsanalyse eines Kardioverters/Defibrillators und/oder eines implantierten Systems zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT-P, CRT-D)511 Punkte
    01438vom Arzt ausgehende telefonische Kontaktaufnahme mit dem Patienten im Zusammenhang mit der GOP 13554 oder 0441788 Punkte

    Die identisch bewerteten bisherigen GOPs 04418 und 13552 können weiterhin abgerechnet werden, wenn der Patient zur Kontrolle die Praxis aufsucht und ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt stattfindet.

    Eine QS-Vereinbarung für die Funktionsanalyse von Kardiovertern/Defibrillatoren und CRT-Systemen wollen KBV und Krankenkassen bis Ende Oktober 2016 abstimmen. Bis zu deren Einführung, längstens bis 30. Juni 2017, reicht zur Abrechnung die bisherige Genehmigung aus.

    Prostataoperation mit Holmium-Laser

    Belegärztlich tätige Urologen können Prostataoperationen mittels Holmium-Laser ab dem zweiten Quartal 2016 über den EBM abrechnen. Bereits seit fünf Jahren gehören Lasereingriffe zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Mit Wirkung zum 1. April 2016 sind die beschriebenen Operationsverfahren zur Holmium-Laserresektion und Holmium-Laserenukleation der Prostata in den Anhang 2 zum EBM aufgenommen. Damit stehen die Details zur Abrechnung und Vergütung fest.

    Zur Durchführung und Abrechnung von Holmium-Laser-Operationen über den EBM benötigen Vertragsärzte eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Welche Anforderungen zu erfüllen sind, regelt eine Qualitätssicherungsvereinbarung. Sie sieht eine Übergangsregelung für Ärzte vor, die bereits mit dieser Lasertechnik gearbeitet haben.

    Die Leistungsbeschreibungen der neuen Gebührenordnungspositionen (GOP) orientieren sich an den Vorgaben der Vereinbarung von Qualitätssicherungs­­maßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zu nicht-medikamentösen, lokalen Verfahren zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms (BPS) mittels Holmium-Laser (Qualitäts­sicherungs­­vereinbarung Holmium-Laser bei BPS).

    Die Vergütung der Leistungen erfolgt außerhalb der morbiditäts­­­bedingten Gesamt­­vergütung und damit extra­budgetär zu festen Preisen.

    Neue Gebührenordnungspositionen (GOP) ab 1. April 2016
    36289 Laserendoskopischer urologischer Eingriff bis 45 Minuten Dauer 2108 Punkte
    36290Zuschlag zur GOP 36289
    je weitere vollendete 15 Minuten Schnitt-Naht-Zeit

    364 Punkte

    36829  Zuschlag zur GOP 36823
    bei Fortsetzung einer Anästhesie und/oder Narkose bei Verlängerung des Eingriffs mittels Holmium-Laser
    191 Punkte

    Labor

    Fürs erste Halbjahr 2016 beträgt die bundeseinheitliche Laborabstaffelungsquote „Q” 91,58 Prozent.

    Welche Ärzte Laboruntersuchungen des EBM-Abschnitts 32.3 (Speziallabor) erbringen und abrechnen dürfen, soll künftig vom Kern des Fachgebietes abhängen. Vorerst wurde diese Regelung jedoch im Rahmen der „Laborreform“ um ein halbes Jahr auf den 1. Juli 2016 verschoben.

    Wichtige EBM-Änderungen 2015

    NäPa – Abrechnung und Genehmigung

    Nicht-ärztliche Praxisassistenten (NäPa)

    Seit Januar 2015 sieht der EBM eine extrabudgetäre Förderung für Hausärzte vor, die eine speziell qualifizierte nicht-ärztliche Praxisassistentin (NäPa) beschäftigen, die vom Arzt angeordnete delegierbare Hilfeleistungen bei Hausbesuchen übernimmt. 

    Nicht-ärztliche Praxisassistenten (NäPa) im EBM
    GOP 03060
    Strukturelle Förderung als Zuschlag zu GOP 03040 (von KV zugesetzt)
    22 Punkte
    (maximal 12.851 Punkte pro Praxis und Quartal, bei HZV-Teilnahme 22 Punkte weniger je HZV-Fall)
    GOP 03062
    Hausbesuch der NäPa (erster Besuch innerhalb eines Besuchsganges) einschließlich Wegegeld
    166 Punkte
    GOP 03063
    Mitbesuch der NäPa (Besuch eines weiteren Patienten innerhalb eines Besuchsganges) einschließlich Wegegeld
    122 Punkte

    Haus- und Mitbesuch einer NäPa

    • ohne Mengenbegrenzung zum vereinbarten Preis extrabudgetär vergütet
    • neben GOP 03062 und 03063 nur Leistungen des Abschnitts 32.2 (O I-Labor) sowie GOP 31600 (Postoperative Behandlung nach 31.4 EBM) abrechenbar
    • GOP 03060 für maximal 584 Behandlungsfälle je Praxis und Quartal
      Die Anzahl verringert sich um die Zahl der in HzV-Verträgen im aktuellen Quartal behandelten Patienten. Beispiel: Eine Praxis mit 184 Selektivvertragsfällen erhält statt für 584 Fälle nur für 400 Fälle einen Zuschlag von je 22 Punkten (ca. 2,26 Euro).

    Genehmigungspflicht der GOP 03060, 03062 und 03063

    Um Leistungen für eine NäPa abzurechnen, brauchen Sie eine Genehmigung.

    Kriterien für die Abrechnungsgenehmigung:

    • NäPa (gemäß Anlage 8 Bundesmantelvertrag-Ärzte) mit mindestens 20 Wochenstunden
    • mindestens 860 Behandlungsfälle je Quartal bei vollem Versorgungsauftrag
      (Durchschnitt der vier Quartale vor Antragstellung)
      Mehrere Hausärzte pro Praxis: + 640 Fälle je weiterem vollen Sitz. Das heißt bei zwei Sitzen 1.500 Fälle, bei zweieinhalb Sitzen 1.820 Fälle, bei drei Sitzen 2.140 Fälle usw.
      oder
      mindestens 160 Fälle je Quartal mit Patienten, die im jeweiligen Quartal 75 Jahre oder älter waren bei vollem Versorgungsauftrag
      (Durchschnitt der vier Quartale vor Antragstellung)
      Mehrere Hausärzte pro Praxis: + 120 Fälle je weiterem vollen Sitz.

    Sofern kein voller Tätigkeitsumfang vorliegt, wird die Fallzahl anteilig ermittelt. Fälle aus HzV-Verträgen werden bei der Zählung berücksichtigt. Ärzte, die an einem Hausarztvertrag teilnehmen und die NäPa-Genehmigung besitzen, sind verpflichtet, der KV alle im aktuellen Quartal behandelten HZV-Patienten in der Abrechnung anzugeben (Pseudofall mit Angabe der Kennziffer 88192). Neu niedergelassene Hausärzte müssen Mindestfallzahlen zur Anstellung einer nicht-ärztlichen Praxisassistentin in den ersten sechs Quartalen nicht erfüllen.

    Übergangsregelung für VERAHs

    Versorgungsassistentinen in der Hausarztpraxis (VERAH), die ihre Fortbildung bis Ende 2014 absolviert haben, erkennt die Landesärztekammer Baden-Württemberg ohne weitere Prüfung als NäPas an. Diese VERAHs werden – ohne weitere Voraussetzungen nachzuweisen und ohne eine Lernerfolgskontrolle zu absolvieren – in nichtärztliche Praxisassistentinnen umgeschrieben. Die Umschreibung erfolgt auf Antrag (und gegen Gebühr) für VERAHs aus allen Landesteilen durch die Bezirksärztekammer Nordwürttemberg. VERAHs, die ihre Qualifikation ab 2015 erwerben, müssen, um die NäPa-Qualifikation zu erlangen, ein Zusatzmodul erfüllen sowie eine Lernerfolgskontrolle der Landesärztekammer absolvieren.

    Genehmigung mit Beginn der Ausbildung

    Liegen die übrigen Voraussetzungen vor, dürfen Sie die Leistungen bereits mit Beginn der Fortbildung einer Praxismitarbeiterin zur NäPa abrechnen. Die Ausbildung muss bis 30. Juni 2016 abgeschlossen sein.

    Chronikerzuschlag: Positivliste und Ausschlussziffern

    Voraussetzung für die Abrechnung des Chronikerzuschlags ist das Vorliegen einer lebensverändernden, chronischen Erkrankung und die entsprechende korrekte ICD-Kodierung. Wir haben für Sie eine Positivliste von ICD-Kodes chronischer Erkrankungen, für die der Chronikerzuschlag ohne weitere Nachfragen bei der Abrechung der GOP 03220/03221 oder 04220/04221 EBM akzeptiert wird, zusammengestellt sowie eine Liste mit Ausschlussziffern, die Hausärzte nicht gleichzeitig mit dem Chronikerzuschlag abrechnen können.

    Letzte Aktualisierung: 01.12.2017