DMP

Disease-Management-Programme

Disease-Management-Programme (DMP) richten sich an chronisch kranke Menschen. Ziel ist es, diese Patientengruppe kontinuierlich und strukturiert auf Grundlage evidenzbasierter medizinischer Leitlinien zu behandeln, um so Komplikationen und Folgeerkrankungen zu reduzieren.

DMP in Baden-Württemberg:

DMP Schritt für Schritt
Teilnahme Arzt
Einschreibung Patient
  • Eingangsuntersuchung und Diagnosebestätigung
  • Teilnahme-/Einwilligungserklärung
  • Erstdokumentation
    (Verfristung: Quartalsende + 52 Tage)
Weitere Koordination
  • regelmäßige Verlaufskontrolle
  • Folgedokumentation
    (Verfristung: Quartalsende + 52 Tage)
  • Patientenschulungen

Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) legen Anforderungen an medizinische Behandlungsstandards, Dokumentation, Qualitätssicherung, Einschreibung und Evaluation bundesweit einheitlich fest. In den DMP-Richtlinien des G-BA beziehungsweise in den entsprechenden Anlagen zur Risikostruktur-Ausgleichsverordnung (RSAV) finden sich unter anderem die Einschreibekriterien, die Therapien sowie die Überweisungskriterien. Die bundesweiten Vorgaben setzen Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen regional in Verträgen um.

DMP-Dokumentationen sind bis spätestens zum fünften Kalendertag des Folgemonats nach Befunderhebung online an die DMP-Datenstellen zu übermitteln. Bitte reichen Sie Ihre Dokumentationen so früh wie möglich ein, um gegebenenfalls noch Zeit für Korrekturen zu haben.

Nur für Dokumentationen, die der zuständigen Datenstelle innerhalb von 52 Kalendertagen nach Ablauf des Dokumentationszeitraumes vollständig und plausibel vorliegen (inklusive abgeschlossener Korrektur) erhalten Sie Honorar.

Verfristungszeitpunkte für Dokumentationen

 aus dem 1. Quartal: 22. Mai
 aus dem 2. Quartal: 21. August
 aus dem 3. Quartal: 21. November
 aus dem 4. Quartal: 21. Februar
Diese Zeitpunkte können sich verschieben, wenn das Fristende auf einen Sonntag, einen gesetzlichen Feiertag oder einen Sonnabend fällt. Die Frist endet dann mit dem Ablauf des nächstfolgenden Werktages.

Eine Übersicht zu den Datenstellen, die in Baden-Württemberg die Datenabwicklung im Rahmen von DMP übernehmen, finden Sie hier.

Dokumente zum Download

Der Gesetzgeber verpflichtet koordinierende Ärzte im DMP zur elektronischen Dokumentation. Die dafür verwendete Praxissoftware muss eigens für DMP von der KBV zertifiziert sein: Liste der zertifizierten Anbieter auf der Website der (KBV)

Um die Erst- und Folgedokumentationen online an die DMP-Datenstellen zu übertragen, stehen folgende sichere Übertragungswege zur Verfügung:

  • Mitgliederportal der KVBW
  • Server der Datenannahmestellen (für Wenignutzer)
  • KV-Connect

Online-Übertragung ist Pflicht

Die Dokumentationen für Disease Management Programme (DMP) sind ausschließlich online zu übertragen.

Je Indikation und Datenstelle sind zwei Dateien hochzuladen: eine Begleit-Datei (Endung .idx) sowie eine Datendatei (mit der Dateiendung .zip.xkm). Die Praxissoftware speichert die Dokumentationsdateien getrennt nach Indikationen und Datenstellen ab. Im Dateinamen steht eine Abkürzung der Indikation:

  • DM1 = Diabetes mellitus Typ 1
  • DM2 = Diabetes mellitus Typ 2
  • KHK = Koronare Herzkrankheit
  • AB = Asthma bronchiale
  • COPD = Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
  • BK = Brustkrebs

Wichtig: Die Dokumentationen gehen an verschiedenen Datenstellen getrennt nach AOK-Versicherten (DAVASO GmbH, Institutskennzeichen IK: 661430035) und Versicherten der BKK, IKK, Bundesknappschaft, Ersatzkassen (Swiss Post Solutions, Institutskennzeichen IK 590912218). Für beide Datenstellen müssen eigene Dateien hochgeladen werden.

Zur Kontrolle über die eingereichten DMP-Dokumentationsdaten erhält jede Arztpraxis von der DMP-Datenstelle monatlich eine Übersicht aller eingegangenen DMP-Dokumentationen des Vormonats (Arztinformation). Im eigenen Interesse empfiehlt es sich, die DMP-Arztinformation mit der eigenen Versandliste abzugleichen, damit das Fehlen von Dokumentationen frühzeitig erkannt wird.

Die Bestellung von Teilnahmeerklärungen kann nach Belieben entweder bei WBR (AOK) oder Kohlhammer (übrige Kassenarten) erfolgen.

Die Teilnahmeanträge für Ärzte sowie weitergehende Informationen finden Sie unter Genehmigungspflichtige Leistungen

Letzte Aktualisierung: 28.06.2017