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HERZLICH WILLKOMMEN AUF DEN SEITEN DER
KASSENÄRZTLICHEN VEREINIGUNG BADEN-WÜRTTEMBERG

Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) versteht sich als Dienstleister für Ärzte und Psychotherapeuten. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern gestalten und sichern wir die hausärztliche, fachärztliche und psychotherapeutische Versorgung im Land.

 

 

NACHRICHTEN

MAK-Seminarprogramm 2015 jetzt online ─ 17. September 2014Details
Planen Sie frühzeitig Ihre Fortbildungen
 

17. September 2014 –  Mitte Oktober erscheint die MAK-Seminarbroschüre 2015. Schon jetzt finden Sie alle Fortbildungen des kommenden Jahres in unserem Online-Veranstaltungskalender. Freuen Sie sich auf ein interessantes und abwechslungsreiches Kursprogramm. Rund 270 Seminare aus den Bereichen Abrechnung/Verordnung, Betriebswirtschaft/Zulassung, Kommunikation, Praxis- und Qualitätsmanagement sowie zur Qualitätssicherung und -förderung warten auf Sie. Nutzen Sie die Chance zur beruflichen oder persönlichen Weiterentwicklung!

Die Management Akademie der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (MAK) als eine der größten Fortbildungseinrichtungen der Region vermittelt Ihnen ein Mehr an persönlicher, fachlicher und methodischer Kompetenz, die Sie unmittelbar im Praxisalltag einsetzen können.

Melden Sie sich jetzt an und sichern Sie sich die ersten Kursplätze. Bis zum 31. Januar 2015 erhalten Sie auf alle halb- und eintägigen Seminare einen Preisnachlass in Höhe von zehn Prozent. Der Frühbucherrabatt wird für Anmeldungen gewährt, die bis zu dem genannten Datum bei der MAK eingehen. Ergreifen Sie die Gelegenheit – denn Ihre erfolgreiche Fortbildung ist unser Ziel.

Fragen zu unserem Fortbildungsprogramm beantwortet Ihnen gerne das Team der MAK. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


Direktkontakte
mak
Telefon: 0711 7875 3535
Telefax: 0711 7875 483888
info@mak-bw.de

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Ebola – praxisnah: Neue, globale medizinische Herausforderungen ─ 15. September 2014Details
Fortbildungen in Stuttgart und Bad Friedrichshall
 

15. September 2014 –  Ebola ist zurzeit das Gesundheitsthema überhaupt. Die Weltgesundheitsorganisation hat – erst zum dritten Mal in ihrer Geschichte – den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Krankheiten, die bisher weit weg waren, scheinen auch in unserem klinischen Alltag Realität werden zu können.

Wie groß ist das Risiko von Ebola in Deutschland? Bei welchen Symptomen muss an diese Infektionen gedacht werden? Diese und viele andere Fragen will eine Fortbildung beantworten, die die Bezirksärztekammer Nordwürttemberg in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Infektiologie Stuttgart in Stuttgart und in Bad Friedrichshall organisiert.

Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung zuvor unbedingt erforderlich.

Termine:

 

Mittwoch, 17. September 2014 von 19:00 - 20:30 Uhr
Restaurant Parkblick, Deutschordenstraße 7/2,
74177 Bad Friedrichshall

Mittwoch, 1. Oktober 2014   von 19:00 - 20:30 Uhr
Bezirksärztekammer Nordwürttemberg, Jahnstraße 5,
70597 Stuttgart

Fortbildungspunkte: 2 Punkte


Details zum Programm, den Referenten und den Anmeldemodalitäten entnehmen Sie bitte den PDF-Dokumenten unten.


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Anmeldeformular & AGB Ärztekammer
Ebola praxisnah: Bad Friedrichshall Beschreibung
Ebola praxisnah: Stuttgart Beschreibung

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Was sich selektiv bewährt, kann kollektiv nur gut sein – auf geht’s ─ 9. September 2014Details
Studie: Hausarztverträge steigern Zufriedenheit und Versorgungsqualität
 

Stuttgart, 9. September 2014 – Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), Dr. med. Norbert Metke, sowie sein Stellvertreter, Dr. med. Johannes Fechner, begrüßen ausdrücklich die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Vertrags zur Hausarztzentrierten Versorgung nach § 73 b SGB V in Baden-Württemberg und sehen darin eine „Steilvorlage analog eines guten Fußballspiels“.

Dr. Metke: „Die Auswertung der Begleitstudie hat gezeigt, dass in der hausarztzentrierten Versorgung neben der Patienten- und Arztzufriedenheit auch die Versorgungsqualität deutlich gesteigert werden konnte. Für mich ist das ein Beweis, dass der etablierte pseudoliberale Patientenzugang in der Kollektivversorgung nicht mehr zeitgemäß ist.“

Dr. med. Johannes Fechner, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVBW, fügt hinzu: „Die Begleitstudie zeigt weiter, dass eine verbesserte Patientensteuerung, insbesondere für chronisch und ernsthaft erkrankte Patienten, in der Lage ist, die medizinische Versorgung auf dem gewohnten Niveau zu halten. Auch wenn wir die demografische Entwicklung unter zunehmender Komplexität in der Medizin berücksichtigen.“

Metke abschließend: „Was sich selektiv bewährt, kann kollektiv nur gut sein. Dies bedeutet für den Gesetzgeber, dass diese Erkenntnisse im Rahmen der für den Herbst 2014 anstehenden neuen Rahmengesetzgebung als Pflichtprogramm in die neuen Strukturen im Kollektivvertrag eingehen müssen. In der großen Politik gilt: ‚Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben‘ – dieser Fehler wäre in der Gesundheitspolitik fatal.“


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Metke zur Bedarfsplanung: Die Erhaltung der flächendeckenden Versorgung mit niedergelassenen Ärzten braucht eine Strategie ─ 3. September 2014Details
Planwirtschaft allein kreiert keine neuen Ärzte
 

Stuttgart, 3. September 2014 ─ Dr. Norbert Metke, Vorstandsvorsitzender der KVBW und damit Vertreter der mehr als 21.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Baden-Württemberg, gibt dem AOK-Vorsitzenden, Dr. Christoph Herrmann, uneingeschränkt recht: Die Bedarfsplanung verwaltet die ambulante medizinische Versorgung mehr, als dass sie diese plant. Wenn die Menschen im Land weiterhin flächendeckend durch niedergelassene Ärzte versorgt werden sollen, ist dringend ein geeignetes Steuerungsinstrument in der Versorgung zu implantieren.

Metke sagte heute in Stuttgart: „Angesichts des existenten und zunehmenden  Ärztemangels im Land,  insbesondere bei Haus-, aber auch zunehmend bei Fachärzten, muss sich das Kollektivsystem der Gesetzlichen Krankenversicherung zunächst die Frage nach dem ‚Warum‘ stellen. Viele Faktoren sind es, die sich unter dem Überbegriff eines planwirtschaftlich überregulierten Systems zusammenfassen lassen: Unser bestehendes System trägt weder den Versorgungserfordernissen einer sich verändernden Gesellschaft, noch der zunehmenden Komplexität medizinischer Fragestellungen, noch einer veränderten Lebenswelt der nachkommenden Ärztegeneration und deren berechtigten Einkommensforderungen Rechnung. Dies leisten inhaltlich derzeit ausschließlich die in Baden-Württemberg vereinbarten Selektivverträge.

Pseudoliberale Patientensteuerung

Darüber hinaus herrscht eine Pseudoliberalität der Patientensteuerung, die insbesondere bei chronisch polymorbiden Patienten nicht mehr zu akzeptieren ist. Auf Patientenseite führt sie zu schlechteren Behandlungsergebnissen. Für die Vertragsärzte führt sie innerhalb des beschränkten Budgets für Kassenpatienten zu einer Leistungsausweitung auf Kosten des Hauses: Derzeit werden in Baden-Württemberg 16 Prozent aller fachärztlichen Leistungen nicht vergütet. Zu einer effektiven Patientensteuerung dieser Kranken haben wir den Krankenkassen im Land Vorschläge unterbreitet, wie wir die Patientenversorgung trotz erschwerter Rahmenbedingungen auf dem derzeitigen Niveau garantieren könnten.

Die sogenannte Bedarfsplanung erfolgt derzeit nach den strengen Vorgaben des Gesetzgebers und nach dessen Vorstellungen gemeinsam durch die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Krankenkassen. Sie ist  reformbedürftig, da Planwirtschaft allein keine neuen Ärzte kreiert. Für die nachwachsende Ärztegeneration sind konkrete Maßnahmen, die attraktivere Bedingungen schaffen, notwendig.

Eine aktuelle Umfrage der Universität Trier unter 11.462 Medizinstudierenden hat ergeben, dass für die junge Ärztegeneration eine Niederlassung zunächst genauso in Frage kommt wie eine Tätigkeit in der Klinik. Ausschlaggebend für eine Entscheidung sind letztlich die Rahmenbedingungen bei der Aus- und Weiterbildung sowie bei der Arbeit – ernst gemeinte Vorschläge zu einer zukunftsfähigen Lösung für die ärztliche und psychotherapeutische Versorgung müssen hier ansetzen. Die aktuellen ‚Honorarzugeständnisse‘ des GKV-Spitzenverbandes von durchschnittlich 400 Euro pro Monat und Praxis sind angesichts der Komplexität der Probleme eine schallende Ohrfeige für alle, die sich um den Erhalt einer flächendeckenden wohnortnahen Versorgung bemühen.“

Zukunftsträchtige Versorgungsstrukturen etablieren
Der stellvertretende KV-Vorstandsvorsitzende, Dr. Johannes Fechner, ergänzt: „In Baden-Württemberg hat die KVBW mit nachhaltiger Unterstützung der Krankenkassen im Lande begonnen, zukunftsträchtige Versorgungsstrukturen zu etablieren, wie beispielsweise das landesweite Netz von über 100 zentralen Notfallpraxen. Durch die Reform reduziert sich die belastende Dienstfrequenz für die meisten Ärzte deutlich. Eine solidarische Finanzierung ermöglicht zudem eine verbesserte Honorierung und schafft einen Ausgleich zwischen Stadt und Land.“

Metke und Fechner abschließend: „Unseren regionalen Vertragspartnern werden wir zeitnah unter dem Motto ‚Zukunft braucht ein Ziel ─ die Ärzte und Psychotherapeuten für ein gesundes Baden-Württemberg‘  ein zusätzliches alternatives Versorgungskonzept zur Optimierung der ärztlich-psychotherapeutischen Versorgung auf dem Land und in städtischen Problemregionen vorstellen. Bei der Gelegenheit werden wir auch daran erinnern, dass auch im Kollektivsystem bereits Konzepte einer differenten Patientenversorgung vorliegen, die sich mit ‘Was sich selektiv bewährt hat, kann kollektiv nur gut sein’ zusammenfassen lassen.


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Metke kommentiert die Honorareinigung – 29. August 2014Details
In einem Brief an die Delegierten der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg erläutert Dr. Metke die Eckpunkte für das Honorar 2015.
 

Stuttgart, 29. August 2014 – In einem Brief an die Delegierten der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg kommentiert Dr. Metke das Ergebnis der Honorarverhandlungen. KBV und der GKV-Spitzenverband haben sich am vergangenen  Mittwoch auf die Eckpunkte zur Honorarentwicklung für 2015 geeinigt.

Sehr verehrte Frau Kollegin,
Sehr geehrter Herr Kollege,
wie Ihnen sicherlich mittlerweile bekannt ist, haben sich KBV und GKV-Spitzenverband im Bewertungsausschuss am Mittwoch dieser Woche auf Eckpunkte zur Honorarentwicklung für 2015 geeinigt.

Im Einzelnen sieht das Ergebnis Folgendes vor:

  1. 1. Der Orientierungswert und damit der Wert aller Leistungen wird für 2015 um 1,4 Prozent (in 2014 um 1,3 Prozent) erhöht und liegt damit bei 10,2718 Cent.

  2. Zusätzlich wird ein mögliches Vergütungsvolumen von + 0,8 Prozent (extrabudgetär!) der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung (MGV) für strukturelle Maßnahmen (in 2014 + 0,6 Prozent) zur Verfügung gestellt, das heißt, der Gesamtabschluss auf Bundesebene liegt bei + 2,2 Prozent.

    Das zusätzliche Vergütungsvolumen von + 0,8 Prozent der MGV (das sind in Baden-Württemberg circa 20 Millionen Euro) soll zu gleichen Teilen hausärztlich und fachärztlich verwendet werden:

    Hausärzte:
    Förderung einer VERAH (jetzt auch im Kollektivsystem) und gegebenenfalls ein Zuschlag auf die GOP 03040/04040.

    Fachärzte:
    Erneute Erhöhung der Pauschale zur Förderung der fachärztlichen Grundversorgung PFG (jetzt auch für die fachärztlichen Internisten)  –  für Baden-Württemberg bedeutet dies, dass zur Vergütung der PFG als solche im Jahr 2015 circa 25 Prozent mehr Mittel zur Verfügung stehen werden, als dies in 2014 der Fall ist.

  3. In einer Protokollnotiz soll geregelt werden, dass bei der anstehenden EBM-Reform für 2016 der kalkulatorische Arztlohn von derzeit völlig inakzeptablen 105.000 Euro ergebnisoffen überprüft wird. Dabei wird primär von Ärzteseite her eine Angleichung an die derzeit existenten Oberarztgehälter angestrebt, die im Schnitt eben nicht 105.000 Euro, sondern 133.000 Euro pro Jahr betragen.


Dieses Ergebnis ist weit von den Forderungen der Ärzteseite entfernt. Besteht doch bei einem zugrunde gelegten Oberarztgehalt von derzeit nur 105.000 Euro für 51 Wochenstunden in der Tat auf die derzeit existenten Klinikgehälter von 133.000 Euro für circa 40 Wochenstunden ein Nachholbedarf von über 15 Prozent oder eben die angeführten 5 Milliarden Euro. Dieser hochproblematische Abschluss ist auf eine Verweigerungshaltung des GKV-Spitzenverbandes sowie auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die das erlauben, zurückzuführen. Der GKV-Spitzenverband ging in die Verhandlungen mit der Forderung einer erheblichen Absenkung des Orientierungswerts aufgrund angeblicher Wirtschaftlichkeitsreserven. Der Abschluss löst keines der aktuellen Versorgungs- und Sicherstellungsprobleme bei Haus- und insbesondere konservativen Fachärzten und ist mit Sicherheit kein Instrument, die Niederlassung attraktiver zu gestalten und flächendeckende Versorgung auf dem derzeitigen Niveau zu gewährleisten. Im Gegenteil, wir werden den Gesetzgeber auffordern müssen, dem Wegbrechen der Versorgung Einhalt zu gebieten. Dies, indem noch mehr an Entscheidungskompetenz regionalisiert wird und realitätsferne Entscheidungen auf Bundesebene ein Ende finden.

Ich erlaube mir dennoch in Erinnerung zu bringen, dass die oben genannten Bundesergebnisse wie in jedem Jahr nur einen Teil der Ergebnisse auf Länderebene ausmachen und sich in der Regel weitere regionale Vereinbarungen an die Bundesempfehlungen anschließen, wie dies auch im vergangenen Jahr der Fall war.

Die positive Honorarentwicklung in Baden-Württemberg hatte ich Ihnen im Mai in der Vertreterversammlung dargelegt. Bei den Fachärzten ist es durch die asymmetrische Honorarverteilung gelungen, schwergewichtig in den Fachgebieten, die in den vergangenen Jahren die Verlierergruppen waren, mehr Mittel zur Verfügung zu stellen. In der Mischung Selektiv-/Kollektivvertrag ist die hausärztliche Vergütung im Lande besser geworden. In drei der letzten vier Quartale konnten im KV System 100 Prozent aller abgerechneten Leistungen ausbezahlt werden.

Diese für Baden-Württemberg spezifische Honorarsituation ist nicht auf dem Boden von Bundesergebnissen, sondern stets auf denen von Landesspezifitäten entstanden. Der Vorstand hofft, auch für 2015 mit den Krankenkassen im Lande so zu verhandeln, dass die besonderen Kosten- und Versorgungsstrukturen im Land, im letztendlich dann für Baden-Württemberg gültigen Abschluss, angemessen Berücksichtigung finden werden.

Die initiale Forderung der KBV eines Nachholbedarfs von 5 Milliarden Euro (circa 15 Prozent der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung) war von vornherein eine unrealistische. Dies gilt ebenso für die Forderung nach einer weiteren, sehr umfangreichen Ausbudgetierung von Honorar, weil

  • der Gesetzgeber eindeutig unverrückbar als Regelvergütung eine budgetierte Gesamtvergütung vorschreibt. Von dieser kann es lokale Ausnahmesituationen, wie besonders förderungswürdigen Leistungen und/oder besondere Kosten- und Versorgungsstrukturen geben (wie zum Beispiel bei uns in Baden-Württemberg).
  • die vom Gesetzgeber ab dem 1. Januar 2015 vorgesehene Senkung des allgemeinen Krankenkassenbeitrages von 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent alle Kassen dazu zwingt, Zusatzbeiträge zu erheben. Auf Bundesebene steht im Fokus, die Zusatzbeiträge so niedrig wie möglich zu halten, auch wenn dies zu Lasten der ambulanten Patientenversorgung geht.
  • seitens des im Schiedsfall letztendlich zuständigen Erweiterten Bewertungsausschusses von vornherein signalisiert wurde, dass insbesondere das BSG-Urteil vom August 2014 (welches eine rückwirkende Anhebung von Sockeln, zum Beispiel unmittelbare Anhebung des kalkulatorischen Arztlohns von 105.000 Euro auf 133.000 Euro, untersagt) umgesetzt wird.


Damit konnte auf dem Boden der nachgewiesenen Kostenentwicklung in den Praxen, auch unter Berücksichtigung einer sehr niedrigen Inflationsrate, eben nur dieses Ergebnis erreicht werden. Ein Schiedsverfahren hätte die hohe Wahrscheinlichkeit eines schlechteren Ergebnisses in sich getragen, so zumindest die rein persönliche Einschätzung meiner Person.

In Baden-Württemberg sind bereits über 30 Prozent aller Leistungen ausbudgetiert. Im Jahr 2014 sind wichtige weitere Ausbudgetierungen erreicht worden (zum Beispiel § 115b SGB V-Leistungen einschließlich aller Begleitleistungen). Die neu beschlossene Vergütung der VERAH und die Erhöhung der PFG (nur der Erhöhungsanteil von 25 Prozent) wird eine weitere extrabudgetäre Vergütung darstellen.

Das Verhandlungsergebnis befriedigt nicht den berechtigten Nachholbedarf bei einer völlig inakzeptablen Kalkulationsbasis von 105.000 Euro für 51 Wochenstunden. Es löst auch keinesfalls den Investitionsstau in den Praxen, wird aber, wenn auch nur bescheiden, die Probleme der konservativ-fachärztlichen Versorgung durch Erhöhung der PFG verbessern und es den Hausärzten durch die VERAH-Entlastung erlauben, sich vermehrt auf die rein ärztlichen Aufgaben zu konzentrieren. Letzteres stellt eine fundamentale Überlebensstrategie für die Hausärzte dar, denn die Erfüllung des hausärztlichen Versorgungsauftrages unter Delegation bei sich verringernder Arztanzahl ist so besser zu gewährleisten. Damit wird auch eine Substitution des Hausarztes durch medizinische Assistenzberufe verhindert. Wir wollen keinen „Arzt light“ – das ist das Thema.

Das, was GKV-Spitzenverband, Bewertungsausschuss und andere heute für ausreichend halten, um weiterhin eine flächendeckende vertragsärztliche Versorgung in Baden-Württemberg zu gewährleisten, muss mit Sicherheit kontinuierlich hinterfragt werden. Es ist insbesondere auch davon abhängig, wie weit es gelingen wird, in Kooperation mit den Krankenkassen, unter Berücksichtigung der besonderen Kosten- und Versorgungsstrukturen in Baden-Württemberg, weitere freiwillige Leistungen für bessere Strukturen zukünftig erneut bereit zu stellen, wie dies in den vergangenen Jahren in erheblichem Umfang durch die Krankenkassen in Baden-Württemberg entgegenkommenderweise erfolgte.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Norbert Metke
Vorsitzender des Vorstandes


Den kompletten Brief finden Sie untenstehend nochmal als PDF zum Download.


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