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HERZLICH WILLKOMMEN AUF DEN SEITEN DER
KASSENÄRZTLICHEN VEREINIGUNG BADEN-WÜRTTEMBERG

Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) versteht sich als Dienstleister für Ärzte und Psychotherapeuten. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern gestalten und sichern wir die hausärztliche, fachärztliche und psychotherapeutische Versorgung im Land.

 

 

NACHRICHTEN

Dank Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüfte mobil bis ins hohe Alter – 9. April 2014Details
Eine Erfolgsstory: Sichere Diagnostik auf qualitativ höchstem Stand
 

Stuttgart, 9. April 2014 - Aus guten Gründen ist die Sonographie das am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren in der Medizin. Da damit keine Strahlenbelastung verbunden ist, wird sie allgemein als unbedenklich eingestuft. Im Rahmen der Kindervorsorgeuntersuchung U3 können mittels Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüfte angeborene Fehlformen der Hüfte, darunter auch die Hüftdysplasie, heute rechtzeitig erkannt und behandelt werden und damit lebenslanges Leid verhindert.

Zur Kindervorsorgeuntersuchung U3 bei Kindern in der vierten bis fünften Lebenswoche gehört unter anderem eine Sonographie (Ultraschalluntersuchung) der Hüften. Die Untersuchung dient der Aufdeckung einer der häufigsten angeborenen Anomalien des Bewegungsapparates: Die Hüftdysplasie als angeborene Fehlform der Hüfte, ist eine Entwicklungsstörung des Hüftgelenkes. Sie kann durch die Ultraschalluntersuchung frühzeitig erkannt und dann auch rechtzeitig behandelt werden. Wird die Krankheit allerdings nicht erkannt, kommt es häufig schon beim jungen Menschen zu einer Abnutzung des Gelenks, der schmerzhaften Hüftgelenksarthrose.

Im vergangenen Jahr 82.000 Mal durchgeführt

Ärztinnen und Ärzte, die diese Leistung erbringen, benötigen eine spezielle Ausbildung. In Baden-Württemberg gibt es über 1.000 Ärztinnen und Ärzte mit den erforderlichen fachlichen und technischen Voraussetzungen. Im Jahr 2013 wurde die Sonographie der Säuglingshüfte durch Niedergelassene insgesamt über 82.000 Mal durchgeführt. Die Dokumentationen der an den kleinen Patienten durchgeführten Ultraschall­untersuchungen werden im Rahmen der Qualitätssicherung in regelmäßigen Abständen überprüft.  Hierzu werden Stichproben von einer ärztlich besetzten Fachkommission der Kassenärztlichen Vereinigung nach einem bundesweit einheitlichen Kriterienkatalog beurteilt. „Die Qualität der Stichproben ist exzellent. Der Patient kann sich also sicher sein, dass ihm in den baden-württembergischen Arztpraxen stets die beste Diagnostik zur Verfügung steht“,  berichtet Dr. Norbert Metke, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg und von Haus aus Facharzt für Orthopädie.

Metke weiter: „Wer erinnert sich nicht an den Slogan „Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist grausam“? Die Sonographie der Säuglingshüfte ist eine sichere Diagnostikmethode, die in Baden-Württemberg auf qualitativ höchstem Stand durchgeführt wird. Kommt es dabei zur Früherkennung einer Anomalie des Hüftgelenks, kann die Therapie noch vor der entscheidenden sechsten Lebenswoche beginnen. Abschließend appelliert Metke an alle frischgebackenen Eltern: „Machen Sie von dem kostenlosen Untersuchungsangebot der Krankenkassen Gebrauch, Ihr Kind wird es Ihnen im Alter danken.“


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Metke: Neben Honorarsteigerung wichtige strukturelle Komponenten vereinbart – 8. April 2014Details

Stuttgart, 8. April 2014 – Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) und die Krankenkassen im Land haben eine Einigung über die Honorarentwicklung 2014 erzielt.


4,4 Prozent Honorarplus und Förderung für den Notfalldienst

Der Vorstandsvorsitzende der KVBW, Dr. Norbert Metke, sagte am Montag in Stuttgart: „Wir haben ein gutes Ergebnis erzielt. Insgesamt steigt das Honorar um 4,4 Prozent. Hinzu kommt noch eine besondere Förderung des Notfalldienstes. Diese mit eingerechnet, stellen die Krankenkassen 4,8 Prozent mehr Mittel für die ambulante medizinische Versorgung der Bürger zur Verfügung. Dieses Ergebnis kann mit der Entwicklung der Einzelleistungen variieren und beinhaltet auch die Fortsetzung von Teilen der bisherigen Förderungen.“

Schritt hin zu festen Preisen

Metke erläuterte die Einzelheiten des Abschlusses, der sich aus mehreren Komponenten zusammensetzt. „Der Orientierungspunktwert steigt um 1,3 Prozent, die EBM-Anpassung für die fachärztliche Grundpauschale sowie die hausärztliche Zusatzpauschale erhöhen sich um 0,6 Prozent. Für die Veränderungsrate, in der sich die veränderte Morbidität und Demografie widerspiegelt, wurde eine Steigerung um 0,9 Prozent vereinbart. Diese Elemente kommen insgesamt allen unseren Mitgliedern zugute. Wir haben aber besonderen Wert darauf gelegt, neben der Erhöhung der Vergütung strukturelle Verbesserungen zu erreichen. So sind wir einen weiteren Schritt vorangekommen hin zu festen Preisen, da neben dem weitgehenden Erhalt eines bereits umfangreichen Spektrums an ausbudgetierten und geförderten Leistungen zusätzliche Leistungen ausbudgetiert wurden. Dazu gehören neben dem ambulanten Operieren und stationsersetzenden Eingriffen auch alle dabei anfallenden Begleitleistungen. Ebenso wurde die Förderung der Drogensubstitution und die belegärztliche Tätigkeit ausbudgetiert.“

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Johannes Fechner begrüßte insbesondere das Plus an Mitteln für die Reform des Notfalldienst. „Die Krankenkassen haben ihre Förderung des Notfalldienstes auf 12 Millionen Euro aufgestockt. Die Wegegebühren wurden um 1,3 Prozent erhöht und auch die längeren Strecken im Rahmen des Notfalldienstes abrechenbar gemacht. Insgesamt übernehmen die Krankenkassen in Baden-Württemberg somit mehr als die Hälfte der zusätzlichen Kosten, die für die Struktur der neuen Notfalldienstorganisation anfallen. Die neue Notfalldienstorganisation sichert den Versicherten in den nächsten Jahren eine exzellente Versorgung unter anderem an rund 100 zentralen Notfallpraxen, die überwiegend an Krankenhäusern angesiedelt sind. Gleichzeitig wird die Dienstbelastung der Ärzte leistbar.“

Metke lobte die Verhandlungsatmosphäre mit den Krankenkassen. „Honorarverhandlungen sind immer schwierig, keine Frage. Klar ist auch, dass es harte Verhandlungen gegeben hat. Wir sind aber froh, dass wir weitgehend geräuschlos einen solchen Abschluss hinbekommen haben. Höhe und Spektrum des Abschlusses zeigen, dass der baden-württembergische Weg mit einer gesunden Mischung aus Pragmatismus, gegenseitigem Respekt, Kompromissbereitschaft, Realitätssinn und Verantwortungsbewusstsein für unser Land die richtige Wahl ist. Auf alle Fälle stellt dies einen Abschluss dar, mit dem Ärzteschaft und Psychotherapeuten zufrieden sein können.“


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Erste Fahrzeuge übergeben: Malteser fahren Ärzte zum Einsatz – 27. März 2014Details
Fahrservice des vertragsärztlichen Notfalldienstes
 

27. März 2014 Mit zunächst 19 neuen Fahrzeugen unterstützen die Malteser den Notfalldienst der Kassenärztlichen Vereinigung in Baden-Württemberg. Bei der Schlüsselübergabe und Fahrzeugsegnung in Stuttgart sagte der stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, Dr. Johannes Fechner: „Der Fahrservice ist eine wichtige Komponente für die Durchführung des vertragsärztlichen Notfalldienstes in Baden-Württemberg. Wir freuen uns, mit den Maltesern einen leistungsfähigen Partner gefunden zu haben.“

Stationiert werden die Fahrzeuge der Marke BMW im Notfalldienstbereich der Stadt Stuttgart, des Ortenaukreises und des Landkreises Esslingen, die den Fahrservice bereits nutzen. Neu ist der Fahrservice in Freiburg, Sigmaringen, Bad Saulgau, Tuttlingen, Ostalbkreis, Konstanz, Rottweil, Rems-Murr-Kreis und Bodenseekreis. Der Vizepräsident des Malteser Hilfsdienstes, Edmund Baur, wies auf die Vorteile des neuen Dienstes hin: „Der Fahrer der Malteser soll den diensthabenden Arzt vor allem nachts und bei größeren Entfernungen entlasten und steht ihm zudem als sanitätsdienstlich ausgebildeter Helfer während der Behandlung zur Verfügung. Dies bedeutet für den Arzt zusätzliche Sicherheit und gibt dem Patienten das Gefühl der schnellen Hilfe.“

Die BMW 318 sind ausgestattet mit Arzttasche, EKG, Defibrillator, Notfallkoffer und Mobiltelefon. Die Ortskenntnisse der Malteser Fahrer und ein Navigationsgerät sorgen für schnelle Hilfe. Die Fahrzeuge verfügen nicht über ein Sondersignal, sondern sind mit den Logos der Kassenärztlichen Vereinigung und der Malteser gekennzeichnet. Insgesamt werden für den Malteser Fahrservice im Laufe der nächsten Monate 102 Fahrzeuge dieser Art in Dienst gestellt. Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung für die 66 Notfalldienst-Bereiche in Baden-Württemberg hatten die Malteser den Zuschlag für 40 Lose erhalten.

Quelle: Malteser



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Niedergelassene Ärzte eröffnen Notfallpraxis in Singen – 26. März 2014Details
Pressemitteilung der KVBW und des Hegau-Bodensee-Klinikums
 

Stuttgart/Singen 26. März 2014 – Im Dienstbereich Singen wird der ärztliche Bereitschaftsdienst ab 1. April 2014 neu strukturiert. Die niedergelassenen Ärzte sind künftig im Bereitschaftsdienst nicht mehr in ihren eigenen Arztpraxen, sondern an der neu eröffneten zentralen Notallpraxis am Hegau-Bodensee-Klinikum in der Virchowstraße 10 in Singen tätig. Die Praxis ist von Montag bis Freitag von 19 bis 22 Uhr und Samstag, Sonn- und Feiertag von 9 bis 22 Uhr geöffnet. Akut erkrankte Patienten können zu den Öffnungszeiten ohne vorherige telefonische Anmeldung in die Notfallpraxis kommen.  

Neben den Ärzten in der Notfallpraxis sind weitere Ärzte im Fahrdienst unterwegs. Sie besuchen die Patienten, die aus medizinischen Gründen nicht in die Notfallpraxis kommen können. Telefonisch ist der Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 01805 19292 350 zu erreichen (14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz,  Mobilfunkpreise können abweichen). Die Leitstelle des Deutschen Roten Kreuzes nimmt die Anrufe entgegen und vermittelt Kontakt zum diensthabenden Arzt.

„Es wird immer schwieriger, Nachfolger für Arztpraxen im ländlichen Raum zu finden, unter anderem wegen der hohen Belastung im Bereitschaftsdienst. Die KVBW fasst deshalb die Dienstbereiche zu größeren Einheiten zusammen. Dadurch sinkt die Dienstfrequenz für den einzelnen Arzt und es steigt die Chance, junge Ärzte für die Niederlassung zu gewinnen“, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVBW, Dr. Johannes Fechner zu den Hintergründen der Reform. „Die rund 200 niedergelassenen Ärzte im Dienstbereich Singen teilen sich ab dem 1. April 2014 die Bereitschaftsdienste. Dadurch können die Dienste gleichmäßiger verteilt werden“, erklärt die Kreisbeauftragte für den Notfalldienst, Birgit Kloos.

„Die künftige Kooperation der niedergelassenen Ärzte in der Notfallpraxis mit den Ärzten der Notfallambulanz im Klinikum nützt vor allem den Patienten“, betont Landrat Frank Hämmerle. „Die Suche nach der Praxis des diensthabenden Arztes entfällt und im Bedarfsfall kann der Patient der Notfallpraxis ohne zusätzlichen Weg stationär aufgenommen werden.“

Positiv bewertet auch Peter Fischer, Geschäftsführer des Hegau-Bodensee-Klinikums die neue Struktur: „Patienten mit leichten Erkrankungen, die ambulant behandelt werden können, werden künftig in der Notfallpraxis versorgt; das entlastet die Notfallambulanz des Klinikums.“ Das Krankenhaus stellt Räume für die Notfallpraxis zur Verfügung und ermöglicht die Nutzung der Infrastruktur wie Labor oder Röntgen.

Für die Versorgung der Patienten außerhalb der Sprechstunden bildet die KVBW in Baden-Württemberg ein flächendeckendes Netz von rund 100 Notfallpraxen. Die Bürger können frei wählen, welche Notfallpraxis sie in ihrer Umgebung in Anspruch nehmen wollen. Die Erfahrungen mit den 90 bereits bestehenden Notfallpraxen in Baden-Württemberg sind durchweg positiv.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst/Notarzt, der in lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet und unter der Notrufnummer 112 zu erreichen ist.

Notfallpraxis Singen
am Hegau-Bodensee-Klinikum, Virchowstr. 10, 78224 Singen

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 19 bis 22 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag von 9 bis 22 Uhr

Rufnummer Bereitschaftsdienst:
01805 19292 350


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Flyer Notfallpraxis Singen

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Neue zentrale Notfallpraxis am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim – 26. März 2014Details
Notfalldienstbezirk im südlichen Teil des Main-Tauber-Kreises
 

Stuttgart/Bad Mergentheim, 26. März 2014 – Zum 1. April 2014 bekommt der ärztliche Bereitschaftsdienst im südlichen Teil des Main-Tauber-Kreises eine neue Struktur. Wesentliche Neuerung für Patientinnen und Patienten ist die Eröffnung einer zentralen Notfallpraxis am Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim durch die niedergelassenen Ärzte. Die Notfallpraxis ist dann zentrale Anlaufstelle für alle Patienten, die aufgrund akuter Beschwerden nicht erst am nächsten Werktag von ihrem Hausarzt behandelt werden können.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst übernimmt die Versorgung der Patienten außerhalb der Sprechstundenzeiten der Praxen, also unter der Woche zwischen 18 und 8 Uhr sowie an den Wochenenden und Feiertagen. Die zentrale Notfallpraxis am Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim hat ausschließlich an den Wochenenden und Feiertagen, wo das Patientenaufkommen am größten ist, zwischen 9 und 22 Uhr geöffnet. Zu diesen Sprechstundenzeiten ist in der Notfallpraxis ein Arzt anwesend, so dass Patienten ohne Voranmeldung in die Notfallpraxis kommen können.

Außerhalb der Öffnungszeiten der Notfallpraxis erreichen Patienten den diensthabenden Arzt unter der zentralen Rufnummer 01806-079310. Der Arzt klärt dann mit dem Patienten das weitere Vorgehen ab. Diese Rufnummer gilt auch für Patienten, die einen Hausbesuch benötigen, weil sie nicht in die Notfallpraxis kommen können und es medizinisch erforderlich ist.

Für den Allgemeinarzt aus Bad Mergentheim und Kreisbeauftragten für den Notfalldienst Dr. Adalbert Weber ist die Neuordnung des Bereitschaftsdienstes und die Eröffnung der Notfallpraxis ein wichtiger Schritt. „Durch die Neuordnung schaffen wir einen großen Notfalldienstbezirk im südlichen Teil des Main-Tauber-Kreises. Damit können wir den Bereitschaftsdienst auf mehr Ärzte verteilen und damit die Dienstbelastung deutlich senken. Um das zu konkretisieren: Bislang hatten wir hier kleine Gebiete, in denen die Ärzte zu 50 Diensten pro Jahr verpflichtet waren, heute sind es für alle Ärzte hier nur noch acht. Das ist für uns enorm wichtig, weil wir nur so überhaupt eine Chance haben, Nachfolger für unsere Praxen zu finden und damit auch künftig die Versorgung der Bevölkerung gewährleisten können.“

Sein Kollege Dr. Franz Hoch, Chirurg aus Bad Mergentheim, und Leiter der Notfallpraxis ergänzt: „Die Notfallpraxis hat für die Patienten den Vorteil, dass sie an Wochenenden nicht mehr erst aufwändig recherchieren müssen, welcher Arzt denn eigentlich Dienst hat und vor allem wo er seine Praxis hat. Zu den Öffnungszeiten können die Patienten in die Notfallpraxis kommen und finden dort einen Arzt vor. Wir niedergelassenen Ärzte arbeiten im Krankenhaus eng mit den Kollegen dort zusammen. Das heißt, dass auch Ultraschalluntersuchungen, Röntgen oder Labor grundsätzlich zur Verfügung stehen. Und wenn sich herausstellt, dass ein Patient doch stationär behandelt werden muss, ist er gleich am richtigen Ort. Außerdem freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen in der Klinik, mit denen wir auch einmal einen schwierigen Fall beraten und uns austauschen können.“

Auch das Caritas-Krankenhaus sieht wesentliche Vorteile durch die Eröffnung der Notfallpraxis. „Wir behandeln in unserer zentralen Notfallaufnahme pro Jahr mehr als 26.000 Patienten. Doch nicht alle von Ihnen sind Notfälle, die dringend einen stationären Aufenthalt benötigen“, betont der stellvertretende Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Mathias Mäurer. Das führe für solche Patienten gerade an den Wochenende oft zu langen Wartezeiten in der Zentralen Notaufnahme. „Künftig können wir diese Patienten an die Notfallpraxis der niedergelassenen Ärzte verweisen. Dies entlastet unsere Zentrale Notaufnahme von Bagatellfällen und wir haben mehr Zeit, uns um die schweren Notfälle zu kümmern. So profitieren alle Beteiligten von der neuen Regelung.“

Nach Worten von Dr. Adalbert Weber umfasst der Notfalldienstbezirk die Gemeinden Ahorn, Boxberg, Assamstadt, Bad Mergentheim, Igersheim, Weikersheim, Niederstetten und Creglingen, sowie Krautheim und Dörzbach aus dem Hohenlohekreis. „Den Patienten steht es frei, in welche Notfallpraxis sie gehen. Patienten können daher auch nach Künzelsau oder Wertheim gehen. Der Notfalldienstbezirk ist daher nur für die Hausbesuche wichtig, weil er für die Hausbesuchstätigkeit räumliche Zuständigkeiten festlegt.“ Weber erläuterte, dass an den Wochenenden und Feiertagen neben dem Arzt in der Notfallpraxis ein zweiter nur für Hausbesuche zuständig sein wird. „Wir gewährleisten damit eine optimale Versorgung der Bevölkerung.“

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist nicht mit dem Rettungsdienst zu verwechseln. Bei Beschwerden wie Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, Bewusstlosigkeit, staken Blutungen oder Vergiftungen oder anderen lebensbedrohlichen Situationen ist unbedingt sofort der Rettungsdienst unter der 112 zu informieren.


Öffnungszeiten der Notfallpraxis am Caritas-Krankenhaus
ab Sa, 5. April 2014:
samstags, sonntags und feiertags von 9:00 bis 22:00 Uhr

ab Dienstag 1. April 2014:
Fahr- und Telefondienst der niedergelassenen Ärzte täglich werktags außerhalb der Sprechstundenzeiten sowie an Wochenenden (Mo, Di u. Do von 18:00 bis 8:00 Uhr; Mi 13:00 bis 8:00 Uhr; Fr ab 16:00 Uhr) zu erreichen unter:

Zentrale Rufnummer Telefon 01806 079310*
für die Gemeinden Dörzbach, Krautheim, Assamstadt, Bad Mergentheim, Boxberg, Creglingen, Igersheim, Niederstetten, Weikersheim und Ahorn
* 20 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz, mobil max. 60 Cent/Anruf
(unabhängig von der Dauer der Verbindung)


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Flyer Notfallpraxis Main-Tauber

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