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HERZLICH WILLKOMMEN AUF DEN SEITEN DER
KASSENÄRZTLICHEN VEREINIGUNG BADEN-WÜRTTEMBERG

Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) versteht sich als Dienstleister für Ärzte und Psychotherapeuten. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern gestalten und sichern wir die hausärztliche, fachärztliche und psychotherapeutische Versorgung im Land.

 

 

NACHRICHTEN

Post-Polio Symposium am 13. September 2014 – 2. September 2014Details
zu Ehren des 100. Geburtstages des Impfstoff-Erfinders Dr. Jonas Salk
 

Dr. Jonas Salk wäre im Oktober 2014 einhundert Jahre alt geworden. Ihm und weiteren Wissenschaftlern ist es zu verdanken, dass Europa seit 2002 als poliofrei gilt. Doch die Sicherheit vor der Erkrankung ist trügerisch: Bis Januar 2014 meldete die Weltgesundheitsorganisation 23 Fälle in Syrien. Weitere Fälle in Afghanistan und der Türkei sind bekannt - damit wächst die Sorge einer Einschleppung nach Deutschland.

Mitte des letzten Jahrhunderts kam noch fast jeder Mediziner mit der Erkrankung in Berührung. Heute sehen junge, angehende Mediziner keine Poliomyelitis Patienten mehr. Die Erkrankung tritt jedoch oft nach Jahrzehnten der Beschwerdefreiheit wieder als Post-Polio-Syndrom in Erscheinung. Die Symptome können von leichter Muskelschwäche bis zu starken Nervenschmerzen reichen. Es kann zu progressivem Muskelschwund und Bewegungsstörungen kommen, oft in Bereichen mit zurückgebliebenen Lähmungen. Die Diagnostik von Polio-Spätfolgen ist deshalb eine sehr diffizile Aufgabe.  

Verschiedene Selbsthilfeverbände, wie z. B. der Bundesverband Poliomyelitis e. V. und die Polio Initiative Europa e. V., setzen sich dafür ein, Ärzte und Patienten auf die Spätfolgen der Kinderlähmung aufmerksam zu machen. Ziel ist, den oft langen Weg der Diagnosestellung für Post-Polio Betroffene zu verkürzen und interessierte Mediziner für die Behandlung dieser Erkrankung zu gewinnen.

Die KV Baden-Württemberg unterstützt diese Intention und bietet in Kooperation mit dem Bundesverband Poliomyelitis e. V. und der Polio Initiative Europa e. V. ein Symposium zum Post-Polio-Syndrom an.

Post-Polio-Symposium
Samstag, 13. September 2014,
9:30 Uhr bis 13:30 Uhr
KVBW Bezirksdirektion Stuttgart,
Albstadtweg 11, 70567 Stuttgart

Hierzu laden wir Sie herzlich ein.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Themenseite zum Post-Polio-Symposium.


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Metke kommentiert die Honorareinigung – 29. August 2014Details
In einem Brief an die Delegierten der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg erläutert Dr. Metke die Eckpunkte für das Honorar 2015.
 

Stuttgart, 29. August 2014 - in einem Brief an die Delegierten der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg kommentiert Dr. Metke das Ergebnis der Honorarverhandlungen. KBV und der GKV-Spitzenverband haben sich am vergangenen  Mittwoch auf die Eckpunkte zur Honorarentwicklung für 2015 geeinigt.

Sehr verehrte Frau Kollegin,
Sehr geehrter Herr Kollege,
wie Ihnen sicherlich mittlerweile bekannt ist, haben sich KBV und GKV-Spitzenverband im Bewertungsausschuss am Mittwoch dieser Woche auf Eckpunkte zur Honorarentwicklung für 2015 geeinigt.

Im Einzelnen sieht das Ergebnis Folgendes vor:

  1. 1. Der Orientierungswert und damit der Wert aller Leistungen wird für 2015 um 1,4 % (in 2014 um 1,3 %) erhöht und liegt damit bei 10,2718 Cent.

  2. Zusätzlich wird ein mögliches Vergütungsvolumen von + 0,8 % (extrabudgetär!) der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung (MGV) für strukturelle Maßnahmen (in 2014 + 0,6 %) zur Verfügung gestellt, d. h. der Gesamtabschluss auf Bundesebene liegt bei + 2,2 %.

    Das zusätzliche Vergütungsvolumen von + 0,8 % der MGV (das sind in Baden-Württemberg ca. 20 Mio. €) soll zu gleichen Teilen hausärztlich und fachärztlich verwendet werden:

    Hausärzte:
    Förderung einer VERAH (jetzt auch im Kollektivsystem) und ggf. ein Zuschlag auf die GOP 03040/04040.

    Fachärzte:
    Erneute Erhöhung der PFG (jetzt auch für die fachärztlichen Internisten) - für Baden-Württemberg bedeutet dies, dass zur Vergütung der PFG als solche im Jahr 2015 ca. 25 % mehr Mittel zur Verfügung stehen werden, als dies in 2014 der Fall ist.

  3. In einer Protokollnotiz soll geregelt werden, dass bei der anstehenden EBM-Reform für 2016 der kalkulatorische Arztlohn von derzeit völlig inakzeptablen 105.000 € ergebnisoffen überprüft wird. Dabei wird primär von Ärzteseite her eine Angleichung an die derzeitexistenten Oberarztgehälter angestrebt, die im Schnitt eben nicht 105.000 €, sondern 133.000 € pro Jahr betragen.


Dieses Ergebnis ist weit von den Forderungen der Ärzteseite entfernt. Besteht doch bei einem zugrunde gelegten Oberarztgehalt von derzeit nur 105.000 € für 51 Wochenstunden in der Tat auf die derzeit existenten Klinikgehälter von 133.000 € für ca. 40 Wochenstunden ein Nachholbedarf von über 15 % oder eben die angeführten 5 Mrd. €. Dieser hochproblematische Abschluss ist auf eine Verweigerungshaltung des GKV-Spitzenverbandes sowie auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die das erlauben, zurückzuführen. Der GKV-Spitzenverband ging in die Verhandlungen mit der Forderung einer erheblichen Absenkung des Orientierungswerts aufgrund angeblicher Wirtschaftlichkeitsreserven. Der Abschluss löst keines der aktuellen Versorgungs- und Sicherstellungsprobleme bei Haus- und insbesondere konservativen Fachärzten und ist mit Sicherheit kein Instrument, die Niederlassung attraktiver zu gestalten und flächendeckende Versorgung auf dem derzeitigen Niveau zu gewährleisten. Im Gegenteil, wir werden den Gesetzgeber auffordern müssen, dem Wegbrechen der Versorgung Einhalt zu gebieten. Dies, indem noch mehr an Entscheidungskompetenz regionalisiert wird und realitätsferne Entscheidungen auf Bundesebene ein Ende finden.

Ich erlaube mir dennoch in Erinnerung zu bringen, dass die oben genannten Bundesergebnisse wie in jedem Jahr nur einen Teil der Ergebnisse auf Länderebene ausmachen und sich in der Regel weitere regionale Vereinbarungen an die Bundesempfehlungen anschließen, wie dies auch im vergangenen Jahr der Fall war.

Die positive Honorarentwicklung in Baden-Württemberg hatte ich Ihnen im Mai in der VV dargelegt. Bei den Fachärzten ist es durch die asymmetrische Honorarverteilung gelungen, schwergewichtig in den Fachgebieten, die in den vergangenen Jahren die Verlierergruppen waren, mehr Mittel zur Verfügung zu stellen. In der Mischung Selektiv-/Kollektivvertrag ist die hausärztliche Vergütung im Lande besser geworden. In drei der letzten vier Quartale konnten im KV System 100 % aller abgerechneten Leistungen ausbezahlt werden.

Diese für Baden-Württemberg spezifische Honorarsituation ist nicht auf dem Boden von Bundesergebnissen, sondern stets auf denen von Landesspezifitäten entstanden. Der Vorstand hofft, auch für 2015 mit den Krankenkassen im Lande so zu verhandeln, dass die besonderen Kosten- und Versorgungsstrukturen im Land, im letztendlich dann für Baden-Württemberg gültigen Abschluss, angemessen Berücksichtigung finden werden.

Die initiale Forderung der KBV eines Nachholbedarfs von 5 Mrd. € (ca. 15 % der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung) war von vornherein eine unrealistische. Dies gilt ebenso für die Forderung nach einer weiteren, sehr umfangreichen Ausbudgetierung von Honorar, weil

  • der Gesetzgeber eindeutig unverrückbar als Regelvergütung eine budgetierte Gesamtvergütung vorschreibt. Von dieser kann es lokale Ausnahmesituationen, wie besonders förderungswürdigen Leistungen und/oder besondere Kosten- und Versorgungsstrukturen geben (wie z. B. bei uns in Baden-Württemberg).
  • die vom Gesetzgeber ab dem 01.01.2015 vorgesehene Senkung des allgemeinen Krankenkassenbeitrages von 15,5 % auf 14,6 % alle Kassen dazu zwingt, Zusatzbeiträge zu erheben. Auf Bundesebene steht im Fokus, die Zusatzbeiträge so niedrig wie möglich zu halten, auch wenn dies zu Lasten der ambulanten Patientenversorgung geht.
  • seitens des im Schiedsfall letztendlich zuständigen Erweiterten Bewertungsausschusses von vornherein signalisiert wurde, dass insbesondere das BSG-Urteil vom August 2014 (welches eine rückwirkende Anhebung von Sockeln, z. B. unmittelbare Anhebung des kalkulatorischen Arztlohns von 105.000 € auf 133.000 €, untersagt) umgesetzt wird.


Damit konnte auf dem Boden der nachgewiesenen Kostenentwicklung in den Praxen, auch unter Berücksichtigung einer sehr niedrigen Inflationsrate, eben nur dieses Ergebnis erreicht werden. Ein Schiedsverfahren hätte die hohe Wahrscheinlichkeit eines schlechteren Ergebnisses in sich getragen, so zumindest die rein persönliche Einschätzung meiner Person.

In Baden-Württemberg sind bereits über 30 % aller Leistungen ausbudgetiert. Im Jahr 2014 sind wichtige weitere Ausbudgetierungen erreicht worden (z. B. § 115b SGB V-Leistungen einschließlich aller Begleitleistungen). Die neu beschlossene Vergütung der VERAH und die Erhöhung der PFG (nur der Erhöhungsanteil von 25 %) wird eine weitere extrabudgetäre Vergütung
darstellen.

Das Verhandlungsergebnis befriedigt nicht den berechtigten Nachholbedarf bei einer völlig inakzeptablen Kalkulationsbasis von 105.000 € für 51 Wochenstunden. Es löst auch keinesfalls den Investitionsstau in den Praxen, wird aber, wenn auch nur bescheiden, die Probleme der konservativ-fachärztlichen Versorgung durch Erhöhung der PFG verbessern und es den Hausärzten durch die VERAH-Entlastung erlauben, sich vermehrt auf die rein ärztlichen Aufgaben zu konzentrieren. Letzteres stellt eine fundamentale Überlebensstrategie für die Hausärzte dar, denn die Erfüllung des hausärztlichen Versorgungsauftrages unter Delegation bei sich verringernder Arztanzahl ist so besser zu gewährleisten. Damit wird auch eine Substitution des Hausarztes durch medizinische Assistenzberufe verhindert. Wir wollen keinen „Arzt light“ – das ist das Thema.

Das, was GKV-Spitzenverband, Bewertungsausschuss und andere heute für ausreichend halten, um weiterhin eine flächendeckende vertragsärztliche Versorgung in Baden-Württemberg zu gewährleisten, muss mit Sicherheit kontinuierlich hinterfragt werden. Es ist insbesondere auch davon abhängig, wie weit es gelingen wird, in Kooperation mit den Krankenkassen, unter Berücksichtigung der besonderen Kosten- und Versorgungsstrukturen in Baden-Württemberg, weitere freiwillige Leistungen für bessere Strukturen zukünftig erneut bereit zu stellen, wie dies in den vergangenen Jahren in erheblichem Umfang durch die Krankenkassen in Baden-Württemberg entgegenkommenderweise erfolgte.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Norbert Metke
Vorsitzender des Vorstandes


Den kompletten Brief finden Sie untenstehend nochmal als PDF zum Download.


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Ab 1. Januar 2015 gilt nur noch die eGK – 15. August 2014Details

Ab 1. Januar 2015 gilt ausschließlich die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Gesetzlich krankenversicherte Patienten können dann nur noch mit der eGK den Arzt oder Psychotherapeuten aufsuchen. Auf diese Regelung haben sich KBV, KZBV und GKV-Spitzenverband geeinigt. Bei den Zahnärzten wird die Vereinbarung ebenfalls inhaltsgleich angepasst, sodass auch dort ab Januar 2015 die Krankenversichertenkarte nicht mehr akzeptiert wird.

KBV setzt in Verhandlungen Verlängerung für das vierte Quartal durch
Ursprünglich hatten die Kassen darauf bestanden, dass die Übergangsfrist für die alte Chipkarte bereits Ende September 2014 ende. Die KBV konnte in den Verhandlungen jedoch durchsetzen, dass die KVK noch ein Quartal länger verwendet werden kann. So haben Ärzte und Psychotherapeuten die Sicherheit, dass sie auch noch im vierten Quartal 2014 über die alte Karte abrechnen können.

Bei Versicherten ohne eGK: Privatvergütung
Ab 1. Januar 2015 wird die alte Krankenversichertenkarte für GKV-Kostenträger nicht mehr von der Praxisverwaltungssoftware akzeptiert und kann dann somit nicht mehr eingelesen werden. Die KVK ist dann nur noch für Versicherte sogenannter sonstiger Kostenträger (z.B. Heilfürsorge) sowie im Rahmen der Privatversicherung zulässig.
Bei Versicherten, die ab dem 1. Januar keine eGK vorlegen, darf nach Ablauf von zehn Tagen eine Privatvergütung verlangt werden (Ausnahme: Notfallbehandlung), die jedoch zurückzuzahlen ist, wenn ein gültiger Berechtigungsnachweis bis spätestens zum Quartalsende nachgereicht wird.

Die geänderte Vereinbarung zum Inhalt und zur Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte haben finden Sie untenstehend.


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KBV-Praxisinformation eGK 8/14

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Mehr Planwirtschaft führt nicht zu mehr Terminen – 30. Juli 2014Details
KVBW-Vorstandsvorsitzender Dr. Metke zur Wartezeitendiskussion
 

Stuttgart, 30. Juli 2014 – Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), Dr. Norbert Metke, hat die Ergebnisse der heute von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vorgestellten Patientenumfrage begrüßt. „Wenn 62 Prozent der Patienten innerhalb von drei Tagen einen Termin in einer Facharztpraxis erhalten, zeigt das, dass wir einen Zugang zur fachärztlichen Versorgung haben, die weltweit einzigartig ist. Wenn dann noch berücksichtigt wird, dass nur 20 Prozent länger als drei Wochen auf einen Termin warten mussten und dabei auch die zeitunkritischen Vorsorgeuntersuchungen mit enthalten sind, unterstreicht dies das Engagement der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten.“

Terminservicestellen beheben Ursachen für Wartezeiten nicht
Metke weiter: „Trotz dieser Ergebnisse steht außer Frage, dass es in den Augen der Patienten Wartezeiten bei Fachärzten gibt, die den Patienten zu lang erscheinen.“ Allerdings werden aus seiner Sicht die geplanten Terminservicestellen die Ursachen für Wartezeiten bei Facharztterminen in keiner Weise beheben. „Seit vielen Jahren leiden die Beteiligten im Gesundheitssystem an dem Versuch, durch planwirtschaftliche Maßnahmen das System zu steuern. Das hat schon im Sozialismus zum Bankrott geführt und funktioniert auch im Gesundheitssystem nicht, sondern führt zu viel Bürokratie und hohen Kosten. Das Vorhaben, Arzttermine zuteilen zu lassen und damit durch noch mehr Planwirtschaft einen Mangel zu beheben, mutet vor diesem Hintergrund reichlich kurios an. Wichtig ist es daher, die Ursachen zu bekämpfen, anstatt den Ärzten und den Kassenärztlichen Vereinigungen den schwarzen Peter zuzuschieben und diese für Rahmenbedingungen verantwortlich zu machen, die nicht in ihre primäre Zuständigkeit fallen.“

Weltweit einmaliges Leistungsspektrum bei Fachärzten
Für Metke haben Wartezeiten bei Fachärzten ganz eindeutig systembedingte Ursachen, für die die Ärzte keinesfalls verantwortlich zeichnen. „Wenn auf der einen Seite den Ärzten quartalsweise Kontingente an Patienten zugewiesen werden und die Zahl der Ärzte noch mehr beschränkt werden soll, auf der anderen Seite es aber möglich ist, dass Patienten ohne Begrenzung und jegliche Steuerung ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen dürfen, Ärztehopping betreiben und Termine nicht einhalten, darf man sich nicht wundern, wenn es zu Wartezeiten kommt. Großes Lob gebührt den Fachärzten darüber hinaus dafür, dass sie heute ein Leistungsspektrum haben, welches weltweit einzigartig ist, und das dazu führt, dass die Patienten für viele Behandlungen nicht mehr ins Krankenhaus müssen sondern ambulant behandelt werden können.

Der KVBW-Chef bittet die Politik als besten Weg für alle, eine gemeinsame Lösung zu suchen. „Selbstverständlich werden wir die gesetzlichen Vorgaben, wenn sie denn so kommen sollten, umsetzen und eine Terminservicestelle einrichten. Ich warne nur vor zu hohen Erwartungen. Die KVBW kann natürlich nur begrenzt in die Terminvergabefreiheit ihrer Mitglieder eingreifen. Falls eine Anfrage kommt, werden wir daher schauen müssen, welcher Arzt dieser Fachgruppe einen Termin frei hat. Keine Rücksicht können wir damit auf Wünsche nehmen, bei einem bestimmten Arzt, wohnortnah, oder zu einer bestimmten Uhrzeit einen Termin zu bekommen. Die Patienten werden sich gegebenenfalls darauf einstellen müssen, längere Wege in Kauf nehmen zu müssen.“

Erforderlich wäre es für Metke, endlich die Budgetierungen aufzuheben und jede Behandlung dem Arzt und Psychotherapeuten zu vergüten. Weiter schlägt er vor für die Krankenkassen verpflichtende Elemente wie Patientensteuerung in die Gesetzgebung einzufügen, um eine sinnvolle und wirtschaftliche Inanspruchnahme der Ärzte auch im Kollektivsystem durch die Patienten zu ermöglichen.

Rahmenbedingungen ärztlicher Tätigkeit verbessern
Als schlechthin falsch bezeichnete Metke Äußerungen, dass Privatpatienten ausschlaggebend für die Wartezeiten bei Terminen wären. „So hat sich gezeigt, dass es Wartezeiten auch in Regionen gibt, wo es kaum Privatpatienten gibt. Der Rahmen ärztlicher Tätigkeit und der daraus resultierende Ärztemangel ist für die niedergelassenen Praxen und die Krankenhäuser das Problem. Wenn wir das nicht lösen, lösen wir nichts.“


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Kinder-Notfallpraxis feiert 10-jähriges Jubiläum – 28. Juli 2014Details
Gemeinsame Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) und des St. Josefskrankenhauses Freiburg
 

Freiburg, den 28. Juli 2014 – Die Kinder-Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) feiert 10-jähriges Bestehen. Über 116.000 kleine Patienten wurden seit der Eröffnung am 1. Juli 2004 in der Notfallpraxis am St. Josefskrankenhaus behandelt. Von rund 9.000 Patienten im Jahr 2005 ist die Zahl der Patienten stetig gestiegen, im Jahr 2013 wurden rund 15.000 Patienten von den diensttuenden Ärzten versorgt. Die Notfallpraxis bietet Hilfe, wenn der eigene Kinderarzt außerhalb der üblichen Sprechzeiten nicht erreichbar ist.

„Mit der Anbindung der Notfallpraxis an das St. Josefskrankenhaus haben wir 2004 die richtige Entscheidung getroffen. Die Kinder-Notfallpraxis ist ein Erfolgsmodell – aktuell eröffnen wir in Baden-Württemberg weitere Kinder-Notfallpraxen nach dem Freiburger Vorbild“, bilanziert Dr. Johannes Fechner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVBW. Der Ärztliche Leiter der Kinder-Notfallpraxis, Dr. Bernhard von Maydell, ergänzt: „Die enge Kooperation mit dem Krankenhaus bringt Vorteile für Eltern und ihre erkrankten Kinder, für die beteiligten Ärzte und auch für das St. Josefskrankenhaus.“ Auch der Leitende Ärztliche Direktor des St. Josefskrankenhauses, Professor Dr. Johannes Forster, hebt die gute Kooperation hervor: „Die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen funktioniert einwandfrei. Tagsüber wird die Notfallambulanz entlastet und in den späten Nachtstunden übernehmen Ärzte der Kinderabteilung des St. Josefskrankenhauses den Dienst in der Notfallpraxis. So ist eine Versorgung der jungen Notfallpatienten rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche sichergestellt.“

Die Notfallpraxis für Kinder und Jugendliche befindet sich am St. Josefskrankenhaus in der Sautierstraße 1 in 79104 Freiburg. Die Notfallpraxis ist Montag bis Donnerstag von 19.00 bis 7.30 Uhr, Freitag von 16.00 bis 8.00 Uhr und Samstag, Sonntag und an Feiertagen rund um die Uhr geöffnet. Telefonisch ist die Notfallpraxis über die Rufnummer 0761/80998099 erreichbar.


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