Was Gynäkologen im neuen Jahr wissen müssen

Organisiertes Zervixkarzinom-Früherkennungsprogramm ab 2020

Das Programm zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wird ab 2020 komplett neu aufgestellt. Die G-BA-Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungs­programme (oKFE-RL) sieht ein organisiertes Screening vor. 

Frauen ab 35 haben Anspruch auf Kombinationsuntersuchung

Neu bei dem Zervixkarzinom-Programm ist unter anderem, dass Frauen ab 35 alle drei Jahre Anspruch auf ein kombiniertes Screening haben (Abstrich für Zytologie und HPV-Test).

Bei auffälligen Screeningbefunden können der Abstrich und/oder der HPV-Test wiederholt werden. Möglich ist auch eine Abklärungskolposkopie, die als neue Leistung im Rahmen der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs eingeführt wird (nur mit entsprechender Genehmigung »).

Unabhängig von dem Screening können Frauen ab dem Alter von 20 Jahren weiterhin jährlich die klinische gynäkologische Untersuchung in Anspruch nehmen. Frauen im Alter von 20 bis 34 Jahren haben zudem wie bisher Anspruch auf eine jährliche zytologische Untersuchung. Ab 35 erfolgt dann das kombinierte Screening.

Schaubilder zum Abklärungsalgorithmus und alles Wissenswerte zur Abrechnung der relevanten Gebührenordnungspositionen (GOP) hat unsere Abrechnungsberatung für Sie in einem Merkblatt zusammengestellt.

Merkblatt zu Krebsfrüherkennung bei der Frau ab 2020

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Dokumentationsverpflichtung startet am 01.10.2020

Ab 1. Oktober 2020 sind die durchgeführten Untersuchungen im Rahmen der organisierten Früherkennungsprogramme Darmkrebs und Gebärmutterhalskrebs zum Zweck der Programmbeurteilung elektronisch zu dokumentieren. Die erste Datenlieferung für das vierte Quartal 2020 muss bis zum 28. Februar 2021 erfolgen. Die Datenerfassung aus den ersten drei Quartalen 2020 muss nicht nachgeholt werden.