Arzneimittelähnliche Medizinprodukte

Korrekt und wirtschaftlich verordnen

Arzneimittelähnliche Medizinprodukte sind in der Regel apothekenpflichtig und ähneln – im Gegensatz zu klassischen Medizinprodukten wie Blasenkatheter oder Infusionsbesteck – sowohl von der Anwendung als auch von der Wirkweise den Arzneimitteln. Medizinprodukte mit arzneimittelähnlichem Charakter umfassen beispielsweise Spüllösungen, Viskoelastika und Macrogole. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat eine abschließende Liste der verordnungsfähigen Medizinprodukte erstellt: Anlage V der Arzneimittel-Richtlinie.

Medizinprodukte dürfen Sie nur dann zu Lasten der GKV verordnen, wenn sie in dieser Positivliste aufgeführt sind. Voraussetzung für die Aufnahme in die Medizinprodukteliste ist ein vom G-BA positiv beschiedener Antrag des Herstellers. Die Liste wird laufend erweitert und aktualisiert.

Informationen und Beispiele finden Sie in unserem Merkblatt Verordnungsfähigkeit arzneimittelähnlicher Medizinprodukte

Regeln für die Verordnung arzneimittelähnlicher Medizinprodukte:

  • Anlage V der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL) nennt abschließend die arzneimittelähnlichen Medizinprodukte, die in medizinisch notwendigen Fällen verordnungsfähig sind (Positivliste).
  • Verordnungsausschluss für nicht genannte Produkte gilt uneingeschränkt auch für Kinder.
  • Verbandmittel sowie Blut- und Harnteststreifen werden von der Regelung nicht erfasst.
  • Verordnungskosten für arzneimittelähnliche Medizinprodukte gehen in das Arzneimittel-Verordnungsvolumen der Praxis ein.
  • Bitte achten Sie auch bei Verordnungen von Medizinprodukten auf die Wirtschaftlichkeit.
  • Für Regelungen zum Sprechstundenbedarf gilt die jeweils aktuelle Fassung der Sprechstundenbedarfsvereinbarung.
Letzte Aktualisierung: 21.09.2017