Richtgrößenwerte für Arzneimittel (bis 2016)

Tabellenübersicht nach Prüfgruppen

Um die Ausgaben für Arzneimittel einzudämmen, hat der Gesetzgeber Richtgrößen eingeführt. Sie dienen Vertragsärzten als Orientierungsgröße für die je Behandlungsfall durchschnittlich erforderlichen Kosten für Arzneimittel. Krankenkassen und KV verein­baren für jedes Kalenderjahr Euro-Werte, die je nach Fach­richtung unter­schiedlich hoch sind und sich am Verordnungs­durchschnitt orientieren. Die Richtgrößen gelten für Arznei- und Verbandmittel. Ausgaben für Sprechstunden­bedarf und Impf­stoffe bleiben unberücksichtigt.

Richtgrößenvolumen (bis 2016)

Die Richtgröße ist der Euro-Betrag, der Ihnen für Arzneimittel pro Patient und Quartal im Durchschnitt zur Verfügung steht. Aus den Richtgrößen (RG) Ihrer Prüfgruppe und Ihren Fallzahlen (FZ) errechnet sich Ihr Richtgrößenvolumen („Budget“) nach folgender Formel:

Richtgrößenvolumen = RG (AG1) x FZ (AG1) + RG (AG2) x FZ (AG2) + RG (AG3) x FZ (AG3) + RG (AG4) x FZ (AG4)
(AG: Altersgruppe, AG1: 0-15 Jahre, AG2: 16-49 Jahre, AG3: 50-64 Jahre, AG4: ≥65 Jahre)

Da der Euro-Betrag auch für Patienten gilt, die nichts verschrieben bekommen, können Sie anderen Patienten mehr verordnen als die Richtgröße vorsieht.

Wenn die Gesamtkosten der in einem Kalenderjahr von einem Arzt verordneten Arznei- und Verbandmittel das Richtgrößenvolumen um mehr als 15 Prozent überschreiten, ist die Gemeinsame Prüfungsstelle gesetzlich zu einer Richtgrößenprüfung verpflichtet (Prüfung „von Amts wegen“).

Tabelle der Richtgrößenwerte 2016

Nach Prüfgruppen geordnete Tabelle mit Angabe der Richtgrößen in Euro. Die KVBW unterteilt die einzelnen Fachgruppen in Prüfgruppen, um Vertragsärzte je nach  Leistungsspektrum zu einer Vergleichsgruppe zusammenzufassen.

Arzneimittel-Richtgrößen der Vorjahre finden Sie unter Verträge von A – Z.

Praxisbesonderheiten rechtfertigen unter bestimmten Umständen, dass das Richt­größenvolumen über­schritten wird. Antworten auf häufig gestellte Fragen rund ums Thema Richt­größen finden Sie unter FAQ Arzneimittelvereinbarung.

Rechtzeitig reagieren dank Frühinformation

Als Vertragsarzt in Baden-Württemberg erhalten Sie als Anlage zum Honorar­versand die Frühinformation Arzneimittel (siehe Verordnungsstatistiken). Sie bietet eine strukturierte Übersicht zu Ihren Verschreibungen im bisherigen Kalenderjahr. Im Abschnitt 1 der Anlage 31 können Sie nachvollziehen, ob Sie Ihr Richtgrößen­volumen überschreiten und ob die Gefahr einer Richtgrößen­prüfung besteht.

Letzte Aktualisierung: 22.12.2016