Schrittweiser Ausbau der TI-Anwendungen

Übersicht & Fristen

Verpflichtung zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur + VSDM

Vertragsärzte und -psychotherapeuten, die sich noch nicht an die Telematik­infra­struktur (TI) angebunden und das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchgeführt haben, erhalten aktuell eine Honorarkürzung von 2,5 %.

TI-Finanzierung: So bekommen Sie Ihre Pauschalen

TI-Erstausstattung      automatisch (VSDM-Prüfnachweis)
Mobile Kartenterminalsautomatisch (VSDM-Prüfnachweis)
Betriebskostenautomatisch (VSDM-Prüfnachweis)
elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) automatisch (VSDM-Prüfnachweis)
Ausstattung für NFDM/eMPautomatisch (BESA-Prüfnachweis)
Einrichtung KIM-Dienstautomatisch (BESA-Prüfnachweis)
Ausstattung für die ePA   automatisch (BESA-Prüfnachweis)
Ausstattung für das eRezeptnoch offen

Anhand der Anlage 22 zum Honorarbescheid (abrufbar im Dokumentenarchiv im Mitglieder­portal) können Sie nachvollziehen, welche Erstattungsbeträge Sie bekommen haben.

verpflichtend seit
Juli 2019


Upgrade des TI-Konnektors auf den E-Health-Standard

Zur Nutzung neuer TI-Anwendungen wie Notfalldatenmanagement (NFDM) oder elektronischer Medikationsplan (eMP) ist ein Upgrade des Konnektors erforderlich.

Einführung im
September 2020


Notfalldatenmanagement (NFDM)

Beim Notfalldatenmanagement (NFDM) können Ärzte bei einem medizinischen Notfall wichtige notfall­­relevante Informationen direkt von der elektronischen Gesund­heits­karte (eGK) abrufen. Das Patienten­daten-Schutz-Gesetz (PDSG) verpflichtet Vertragsärzte dazu, die technischen Voraussetzungen für die Nutzung in ihren Praxen zu schaffen: Erstellung, Speicherung und Aktualisierung des Notfalldatensatzes auf Wunsch des Versicherten.

Einführung im
September 2020


Elektronischer Medikationsplan (eMP)

Mit der Anwendung elektronischen Medikationsplan (eMP) können sowohl Haus- als auch Fachärzte den Plan aktualisieren und ihn direkt auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) speichern. Der eMP ist die digitale Weiterentwicklung des bereits im Oktober 2016 eingeführten bundeseinheitlichen Medikationsplans (BMP).

Einführung im
September 2020


Elektronischer Heilberufsausweis (eHBA)

Den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) bzw. elektronischen Psychotherapeutenausweis (ePtA) bestellen Sie über die Landesärztekammer BW bzw. über die Landespsychotherapeutenkammer BW. Er wird u. a. zum Anlegen des Notfalldatensatzes benötigt und ist damit für alle Vertrags­ärzte und -psycho­thera­peuten verpflichtend.

Einführung im
September 2020


Kommunikation im Medizinwesen (KIM)

Mit dem Kommunikationsdienst KIM ist es für alle Akteure des Gesundheitswesens möglich, medizinische Dokumente elektronisch und sicher über die Telematik­infrastruktur zu versenden und zu empfangen. Der Dienst ermöglicht weitere Anwendungen wie den eArztbrief und die elektronische Arbeits­unfähig­keits­bescheinigung (eAU).

Einführung im
Dezember 2020


Elektronischer Arztbrief über KIM – eArztbrief

Für den Versand und Empfang der eArztbriefe hat der Gesetzgeber besondere Sicherheits­anforderungen gestellt. Praxen müssen dafür den Kommunikationsdienst KIM einsetzen, der von der gematik für die Telematikinfrastruktur zugelassen wird. Ein erster KIM-Dienst ist seit August 2020 verfügbar. Bis zum 31. März 2021 können Praxen übergangsweise alternative Kommunikations­dienste wie KV-Connect nutzen. Danach werden eArztbriefe nur noch über KIM vergütet.

verpflichtend ab
April 2021


Elektronische Patientenakte Stufe 1 – ePA 1.0

Die elektronische Patientenakte (ePA) ermöglicht den verschiedenen Akteuren im Gesund­heits­wesen eine fall- und einrichtungsübergreifende Dokumentation. In der ePA können Befunde, Diagnosen, Behandlungsberichte und Impfungen gespeichert werden. Voraussetzungen sind das Update zum ePA-Konnektor, das ePA-Update der Praxissoftware und der elektronische Heilberufsausweis (eHBA).

verpflichtend ab
Juli 2021


Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)

Mit der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) wird der erste – bisher papiergebundene – Prozess digitalisiert. Die elektronische Übermittlung der Arbeits­unfähig­keits­bescheinigung ist für Vertragsärzte verpflichtend.

1. Schritt: elektronischer Versand an die Krankenkassen (2021)
2. Schritt: elektronischer Versand an die Arbeitgeber (2022)

verpflichtend ab
Oktober 2021


Elektronisches Rezept ­– eRezept

Das elektronische Rezept (eRezept) ist ein weiterer Schritt zur Digitalisierung bisher papiergebundener Prozesse. Die elektronische Übermittlung des Rezeptes ist ab Juli 2021 verfügbar.

verpflichtend ab
Januar 2022

Letzte Aktualisierung: 28.10.2021