FAQ Nichtärztliche Praxisassistentin (NäPa)

Antworten auf häufige Fragen

Hausärztliche Praxen, die

  • in den letzten vier Quartalen vor Antragstellung mindestens 700 Behand­lungs­fälle pro Quartal nachweisen können. Bei mehreren Hausärzten erhöht sich die Fallzahl um 521 Fälle je weiterem Hausarzt.

oder

  • in den letzten vier Quartalen vor Antragsstellung mindestens 120 Fälle je Quartal bei Patienten, die älter als 75 Jahre sind, nachweisen können. Bei mehreren Hausärzten erhöht sich die Fallzahl um 80 Fälle je weiterem Arzt.

Sofern kein voller Tätigkeitsumfang vorliegt, ist die Fallzahl anteilig aufgrund des Zulassungsbescheides anzurechnen.

Bei der Berechnung der Mindestfallzahl sind ausgeschlossen:

  • Notfalldienstfälle
  • Überweisungsfälle ohne Patientenkontakt
  • stationäre (belegärztliche Fälle).

Selektivvertragliche Fälle sind hinzuzurechnen.

Neu oder kürzer als 18 Monate zugelassene Ärzte (gilt auch für angestellte Ärzte) werden in den auf die Zulassung folgenden sechs Quartalen mit einem Tätigkeitsumfang von null berücksichtigt.

Die Ermittlung dieser Zahlen auf der Datenbasis Ihrer Abrechnung übernimmt die KVBW für Sie.

  • Qualifizierten Berufsabschluss gemäß der Verordnung über die Berufsausbildung zur Medizinischen Fachangestellten/Arzthelferin oder dem Krankenpflegegesetz

und

  • eine nach dem qualifizierten Berufsabschluss mindestens dreijährige Berufserfahrung in einer hausärztlichen Praxis

und

  • Zusatzqualifikation gemäß § 7 der Delegationsvereinbarung (Anlage 8 BMV-Ä)
    zum nichtärztlichen Praxisassistenten

Hier benötigt die KVBW das Zertifikat „NäPa“ sowie eventuell eine Bescheinigung über die mindestens dreijährige Tätigkeit in einer hausärztlichen Praxis, sofern dies nicht durch den Antragsteller selbst im Genehmigungsantrag bestätigt werden kann.

Die NäPa muss mindestens für 20 Wochenstunden in der Praxis beschäftigt sein. Dies kann der Antragsteller über den Genehmigungsantrag erklären.

Da in vielen Hausarztpraxen Mitarbeiter für die neuen Aufgaben erst noch ausgebildet werden müssen, haben sich KBV und Krankenkassen auf eine Übergangsregelung verständigt: Danach können die Gebührenordnungspositionen GOP 03060 bis 03065 bereits ab Beginn der Ausbildung der Mitarbeiterin zur nichtärztlichen Praxisassistentin (NäPa) berechnet werden.

Die Abrechnungsgenehmigung können wir erteilen, sobald die Mitarbeiterin zur Fortbildung angemeldet wurde und die praktische Fortbildung, zum Beispiel in Form der Begleitung von ärztlichen Hausbesuchen, begonnen hat. Die Genehmigung für nichtärztliche Praxisassistenten in Ausbildung wird befristet. Die Übergangsregelung gilt auch, wenn eine bereits geschulte Mitarbeiterin noch ergänzende Module oder Fortbildungsstunden absolvieren muss.

Die Genehmigung wird erteilt, wenn nachgewiesen wird, dass mit der Fortbildung bereits begonnen wurde und zu erwarten ist, dass sie bis zum 31. Dezember 2018 abgeschlossen wird. In diesem Fall ist die Genehmigung bis zum voraussichtlichen Abschluss der Fortbildung zu befristen, längstens jedoch für vier Quartale.

Hier bitten wir um Einreichung eines Nachweises über einen qualifizierten Berufsabschluss, falls sich die MfA in Ausbildung zur NäPa befindet.

Die Abrechnungsgenehmigung können wir erteilen, sobald die Mitarbeiterin zur Fortbildung angemeldet wurde und/oder die praktische Fortbildung, z. B. in Form der Begleitung von ärztlichen Hausbesuchen, begonnen hat. Die Übergangsregelung gilt auch, wenn eind bereits geschulte Mitarbeiterin noch ergänzende Module oder Fortbildungsstunden absolvieren muss.

Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAH), die ihre Ausbildung bis spätestens 31. Dezember 2014 abgeschlossen haben, erhalten ohne Nachschulung und ohne Nachprüfung seitens der Landesärztekammer die Anerkennung zur NäPa. Die Umschreibung erfolgt auf Antrag (und gegen Gebühr) durch die Bezirksärztekammer Nordwürttemberg (Jahnstraße 5, 70597 Stuttgart).

VERAHs, die sich in Ausbildung befinden und die Prüfung nach dem 31. Dezember 2014 ablegen, benötigen ein Ergänzungsmodul der Landesärztekammer mit abschließender Lernerfolgskontrolle vor der Ärztekammer.

Fragen zur Nachqualifikation beantwortet die Bezirksärztekammer Nordwürttemberg, die federführend für alle Bezirksärztekammern in Baden-Württemberg die Qualifizierungskurse anbietet.

Detaillierte Informationen zur Anrechnung der Qualifikation einer VERAH auf den nichtärztlichenPraxisassistenten sind dem „Memorandum of Understanding“ zwischen der Bundesärztekammer Berlin und dem Deutschen Hausärzteverband/Institut für hausärztliche Fortbildung (IhF), Köln zu entnehmen.

Da bereits als Ausbildungsbeginn zählt, wenn die MFA den Arzt auf Hausbesuchen begleitet, reicht hier eine Erklärung des Antragstellers.

Das Antragsformular, um Leistungen für eine NäPa abzurechnen, finden Sie auf unserer Homepage bei den Genehmigungspflichtigen Leistungen.

GOP 03060

Strukturelle Förderung, als Zuschlag zu GOP 03040 (von KV zugesetzt)

GOP 03061

Zuschlag zur GOP 03060 (von KV zugesetzt)

GOP 03062

Besuch der NäPa einschließlich Wegegeld, in der Häuslichkeit und/oder Alten- Pflegeheimen und/oder in anderen beschützenden Einrichtungen, 
und/oder Aufsuchen eines Patienten zum Zweck der postoperativen Versorgung im Rahmen der GOP 31600 (1. Besuch)

GOP 03064

Zuschlag zur GOP 03062 (von KV zugesetzt)

GOP 03063

Mitbesuch der NäPa in derselben sozialen Gemeinschaft in der Häuslichkeit und/oder Alten und Pflegeheimen und/oder in anderen beschützenden Einrichtungen,
und/oder Aufsuchen eines Patienten zum Zweck der weiteren postoperativen Versorgung im Rahmen der GOP 31600 (ab dem 2. Besuch)

GOP 03065

Zuschlag zur GOP 03063 (von KV zugesetzt)

GOP 99981

Zuschlag zur GOP 03060  (von KV zugesetzt)

Nein, es erfolgt keine Zusetzung für Fälle im organisierten Bereitschaftsdienst, Überweisungsfälle ohne Patienten-Kontakt sowie stationäre (belegärztliche) Fälle.

Die GOP 03060 und GOP 03061 wird für maximal 700 Behandlungsfälle je Praxis und Quartal gezahlt (bis zum Höchstwert von 23.800 Punkten). Die Anzahl der Zuschläge verringert sich um die Zahl der Behandlungsfälle aus Selektivverträgen ohne Beteiligung der KV (88194 Pflichtkennzeichnung).

Nein. Die GOPs 03062 bis 03065 sind nur in den Fällen berechnungsfähig, in denen eine Versichertenpauschale abgerechnet wurde.

Nein, ein persönlicher nicht-ärztlicher Praxisassistent-Patienten-Kontakt ist Voraussetzung.

Im Grundsatz nur Basislaborleistungen nach Abschnitt 32.2 EBM bzw. der postoperative Behandlungskomplex nach GOP 31600 sowie die GOP 03322. Besuche nach den GOPs 01410 bis 01413 und 01415 sind nur in begründeten Einzelfällen möglich und entsprechend zu begründen, z. B. NäPa-Befund erforderte unmittelbare ärztliche Maßnahme, NäPa verweilte.

Die Voraussetzung der Behandlungsfälle (siehe oben) wird erstmals zwei Jahre nach Erteilung der Genehmigung geprüft. Danach jährlich. Die KVBW führt diese Prüfung anhand der jeweiligen Abrechnung durch und informiert die Ärzte über das Ergebnis.

Der Arzt muss jährlich die Anstellung nachweisen. Hierzu kommen wir auf die Ärzte zu.

Ja, vorerst für die Jahre 2018 und 2019 konnte mit den Krankenkassen ein besonderer Zuschlag (GOP 99981) für die NäPa vereinbart werden.

Zusätzlich zu den bisherigen EBM-Leistungen gibt es jetzt auf alle Behandlungsfälle mit der GOP 03060 einen Zuschlag in Höhe von 4 Euro (unbudgetiert als Einzelleistung).

Die GOP 99981 wird automatisch von der KV zugesetzt; ein Antrag oder ähnliches ist nicht nötig.

Letzte Aktualisierung: 10.07.2015