Zweigpraxen

Filialpraxen sind genehmigungspflichtig

Vertragsärzte und -psychotherapeuten können gem. § 24 Abs. 3 Ärzte-ZV neben ihrem Vertragsarztsitz auch an weiteren Orten tätig werden, sofern die KVBW diese Zweig­praxen zuvor genehmigt hat. Voraussetzung ist, dass sich die Versorgung der Versicherten am Ort der Zweigpraxis verbessert, ohne dass die Versorgung am Ort des Vertragsarztsitzes beeinträchtigt wird.

Voraussetzungen für eine Zweigpraxis

  • qualitative oder quantitative Verbesserung der Versorgung am Ort der Zweigpraxis
  • ordnungsgemäße Versorgung der Versicherten am Ort des Vertragsarztsitzes
  • mindestens 20 Sprechstunden pro Woche pro Vertragsarzt am Vertragsarztsitz (bei Teilzulassung mindestens 10 Stunden pro Woche)
  • Tätigkeit am Vertragsarztsitz muss zeitlich insgesamt überwiegen
  • Genehmigung durch die KV (Antrag Zweigpraxis)
  • Zweigpraxis in den Räumen anderer Praxen ist räumlich abzugrenzen (Praxisschild)
  • Leistungen in der Zweigpraxis sind grundsätzlich persönlich zu erbringen oder durch einen vom Zulassungsausschuss genehmigten, angestellten Arzt, sofern für diesen eine Genehmigung für die Tätigkeit in der Zweigpraxis seitens der KVBW vorliegt
  • Teilnahme am Notfalldienst im Bereich der Zweigpraxis (vgl. NFD-O der KVBW)

Nicht erforderlich ist, dass Sie die an weiteren Orten angebotenen Leistungen auch am Vertragsarztsitz anbieten.

Die Genehmigung einer Tätigkeit in einer Zweigpraxis beantragt der einzelne Arzt. Im Falle eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) beantragt der ärztliche Leiter die Genehmigung (Antrag Zweigpraxis für MVZ).

Genehmigungspflichtige Leistungen

Standortbezogene Genehmigungen für qualitätsgesicherte Leistungen, die nur zur Leistungserbringung am Vertragsarztsitz berechtigen, gelten grundsätzlich nicht zugleich auch für die Zweigpraxis: Bitte denken Sie daran, sie gegebenenfalls für den zusätzlichen Standort zu beantragen.

Letzte Aktualisierung: 23.05.2017