FAQ TSVG

Antworten auf häufige Fragen

Welche Besonderheiten gelten für Vertragsärzte mit angestellten Ärzten hinsichtlich der Sprechstundenzeiten?

Mindestsprechzeiten und „offene Sprechstunde“ richten sich nach dem Versorgungsumfang, bemessen auf der Grundlage der bedarfsplanerischen Anrechnungsfaktoren.

Der anstellende Vertragsarzt ist verpflichtet, die erforderlichen – fachgebietsbezogenen – Sprechstundenzeiten nach Maßgabe seines inhaltlichen, zeitlichen und fachlichen Versorgungsauftrages insgesamt sicherzustellen. Maßgeblich für die Berechnung der Mindestsprechstundenzeiten ist die Summe der Gesamtanrechnungsfaktoren, die auch Gegenstand der Bedarfsplanungs-Richtlinie sind.

§§ 51, 58 BedPlRiLi: Anrechnungsfaktoren

  • 0,25: Arbeitszeit bis zu 10 Stunden/Woche 
  • 0,50: Arbeitszeit über 10 bis 20 Stunden/Woche
  • 0,75: Arbeitszeit über 20 bis 30 Stunden/Woche
  • 1,00: Arbeitszeit über 30 Stunden/Woche

Beispiel:

Ein voll zugelassener Augenarzt mit Anrechnungsfaktor 1,0 beschäftigt zwei halbtags angestellte Augenärzte A und B (jeweiliger Anrechnungsfaktor 0,5) und einen vollzeitig angestellten HNO-Arzt mit Anrechnungsfaktor 1,0.

Wegen des eigenen vollen augenärztlichen Versorgungsauftrags und der zwei hälftigen augenärztlichen Versorgungsaufträge müssen insgesamt mindestens 50 augenärztliche Sprechstunden pro Woche (1 x 25 + 2 x 12,5 Stunden) für gesetzlich Versicherte angeboten werden, davon wöchentlich mindestens 10 Stunden (5 + 2 x 2,5) als offene Sprechstunden.

Darüber hinaus muss der anstellende Vertragsarzt einen 1,0 HNO-ärztlichen Versorgungsauftrag erfüllen und dementsprechend mindestens 25 HNO-Sprechstunden pro Woche für gesetzlich Versicherte anbieten, davon wöchentlich mindestens 5 Stunden als offene Sprechstunden.

Hinweis: Unsere Arztsuche und damit auch unser Meldeformular arbeitet LANR-bezogen. Bitte tragen Sie die Sprechzeiten mit der LANR des jeweiligen Angestellten ein.

« Go back
Letzte Aktualisierung: 10.12.2019