FAQ TSVG

Antworten auf häufige Fragen

Haben Patienten ab sofort einen Anspruch darauf, dass ihnen ihr Hausarzt einen Termin bei einem Facharzt vermittelt?

Ja. Das gilt laut Gesetz (§ 73 SGB V) für die „Vermittlung eines aus medizinischen Gründen dringend erforderlichen Behandlungstermins“. Der erfolgreich vermittelte Termin muss innerhalb von vier Kalendertagen nach Feststellung der Behandlungsnotwendigkeit durch den Hausarzt liegen. Hierunter fallen keine planbaren Behandlungen, Vorsorgetermine oder Bagatellerkrankungen.

In der der Gesetzesbegründung heißt es, dass eine Terminvermittlung durch den Hausarzt (bzw. Kinder- und Jugendarzt) insbesondere dann erforderlich ist, wenn aufgrund der medizinischen Besonderheit des Einzelfalls oder der Dringlichkeit nicht angemessen oder nicht zumutbar ist, dass der Patient eigenständig einen Termin beim Facharzt oder über die Terminservicestelle vereinbart.

10 Euro für Vermittlung ab September

Haus- sowie Kinder- und Jugendärzte erhalten für die Vermittlung eines Facharzttermins zehn Euro extrabudgetär. Der Bewertungsausschuss hat hierfür Zuschläge zu den Versichertenpauschalen eingeführt.

So machen Haus- und Kinderärzte den Zuschlag geltend:

  • GOP 03008 für Hausärzte
  • GOP 04008 für Kinder- und Jugendmediziner
  • verpflichtende Angabe der Betriebsstättennummer (BSNR) des Überweisungsempfängers im KVDT-Feld (Feldkennung 5003 „(N)BSNR des vermittelten Facharztes")

Weiterbehandlung extrabudgetär ab 11. Mai

Vermittelt ein Hausarzt einem Patienten einen dringend benötigten Termin bei einem Facharzt, erhält der weiterbehandelnde Facharzt alle Leistungen im Arztgruppenfall in voller Höhe extrabudgetär vergütet, sofern die Behandlung innerhalb von vier Kalendertagen nach Feststellung der Behandlungsnotwendigkeit erfolgt.

So machen Fachärzte die extrabudgetäre Vergütung geltend:

  • Pseudo-GOP 99873H („H“ wie Hausarzt)
  • Abrechnung im KVDT-Feld als HA-Vermittlungsfall kennzeichnen

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Letzte Aktualisierung: 10.12.2019