FAQ TSVG

Antworten auf häufige Fragen

Terminvermittlungsfälle, Neupatienten, offene Sprechstunde: Wie kennzeichne ich TSVG-Fallkonstellationen, sodass die Leistungen extrabudgetär vergütet werden?

So kennzeichnen Sie TSVG-Fälle in der Praxissoftware:

Vermittlungsart/Kontaktart (neues KVDT-Feld; Feldkennung 4103)

  • 1 = TSS-Terminfall 
  • 2 = TSS-Akutfall
    (Terminvermittlung innerhalb von 24 Stunden; erst voraussichtlich ab 1/2020 relevant)
  • 3 = HA-Vermittlungsfall
  • 4 = Offene Sprechstunde
  • 5 = Neupatient

Pseudo-GOP

  • 99873T (vermittelt von Terminservicestelle)
  • 99873H (vermittelt von Hausarzt)
  • 99873O (offene Sprechstunde)
  • 99873E (Neupatient)

Diese Pseudo-GOPs müssen Sie gegebenenfalls noch manuell im PVS anlegen.

Ab Inkrafttreten des TSVG am 11. Mai 2019 werden die Leistungen für Patienten, die die Terminservicestelle (TSS) oder der Hausarzt vermittelt hat, extrabudgetär vergütet. Ab September werden dann bei bestimmten Fachgruppen Leistungen bei Neupatienten und Patienten in der offenen Sprechstunde extrabudgetär vergütet. Allerdings gilt bei der offenen Sprechstunde eine Obergrenze.

Achtung: Extrabudgetäre Leistungen und Bereinigung im ersten Jahr

Die Krankenkassen bezahlen während des ersten Jahres (TSVG-Bereinigungszeitraum) nur die Preisdifferenz zur Ausbudgetierung (Quote), jedoch nicht die Mengenentwicklung (Fälle und Leistungen). Mehr TSVG-Fälle und -‍Leistungen im ersten Jahr müssen zunächst voll innerhalb der budgetierten Gesamtvergütung berücksichtigt werden und führen deshalb zwangsläufig zu einer Reduzierung der Vergütungsquoten für die übrigen budgetierten Leistungen. Erst ab dem zweiten Jahr werden diese vollumfänglich extrabudgetär vergütet.

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Letzte Aktualisierung: 10.12.2019