Zi-Praxis-Panel: Noch bis 29. Februar Fragen zur wirtschaftlichen Lage beantworten

55.000 Praxen bundesweit angeschrieben

Das Zi-Praxis-Panel (ZiPP) liefert wichtige Daten und Erkenntnisse für die Honorarverhandlungen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und der KBV mit den Krankenkassen. Die Befragung niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten zu ihrer wirtschaftlichen Situation läuft noch bis zum 29. Februar. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hatte im vergangenen November knapp 55.000 Praxen angeschrieben und hat nun die Antwortfrist um einen Monat verlängert.

Bei der aktuellen Befragung werden Daten für 2015 bis 2018 erhoben. Das Institut führt das ZiPP seit 2010 jährlich im Auftrag der KBV und der KVen durch.

Erstmals haben Ärzte und Psychotherapeuten den Fragebogen elektronisch erhalten, was das Ausfüllen deutlich vereinfacht.

Individuelle Praxisberichte für alle Teilnehmer

Der erste Teil des Fragebogens ist von den Ärzten und Psychotherapeuten auszufüllen. Darin werden Daten zu Praxismerkmalen wie Angaben zur Praxisstruktur, zu Arbeitszeiten sowie zu Patientenzahlen erhoben. Im zweiten Teil geht es um die Finanzdaten der Praxen. Da das ZiPP die wirtschaftliche Seite der Praxistätigkeit beschreiben soll, ist dies von großer Bedeutung und schließt den Steuerberater mit ein.

Die Teilnehmenden erhalten eine Aufwandspauschale und profitieren von einem individuellen Praxisbericht, der nach Auswertung aller Daten an die Teilnehmer voraussichtlich im Spätsommer versendet wird. 

Datenschutz garantiert

Um die Aufwandspauschale auszahlen und den Praxisbericht übermitteln zu können, sind die Personendaten der Teilnehmer erforderlich. Diese werden ausschließlich in einer ausgelagerten Zi-Treuhandstelle verarbeitet. Das Zi erfährt also nicht, wer am ZiPP teilnimmt, was den Datenschutz garantiert. 

Zi-Praxis-Panel

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) führt das ZI-Praxis-Panel jährlich im Auftrag der KBV und der Kassenärztlichen Vereinigungen durch. Es untersucht damit die Wirtschaftslage und die Versorgungsstrukturen in den Praxen niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten. In die Analyse fließen Daten zur kassen- und privatärztlichen Tätigkeit ein.

Damit stehen wichtige Daten für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage von Arztpraxen bereit. Die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, die Entwicklung der Betriebs- und Investitionskosten bei der jährlichen Anpassung des Orientierungswertes und damit der Preise ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen zu berücksichtigen.

Je mehr Ärzte und Psychotherapeuten sich an der Erhebung der Betriebs- und Investitionskosten in ihrer Praxis beteiligen, desto aussagekräftiger ist die Datengrundlage. Für die hohe Validität der erhobenen Daten spricht auch, dass die Angaben der Ärzte und Psychotherapeuten von einem Steuerberater testiert werden müssen.

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