Tests für Pendler und Grenzgänger aus Hochinzidenz-Gebieten

Was Vertragsarztpraxen zum Procedere und zur Vergütung wissen müssen

Das Land Baden-Württemberg übernimmt künftig die Kosten für Antigen-Schnelltests (PoC-Tests) für Grenzgänger und Grenzpendler, wenn das betreffende Nachbarland zum sogenannten Hochinzidenz-Gebiet oder zum Virusvarianten-Gebiet erklärt wird. Bezahlt werden die Tests für Personen, die in Baden-Württemberg wohnen und eine Arbeitsstelle im Ausland aufsuchen sowie für Personen, die zwar im Ausland wohnen, aber in Baden-Württemberg arbeiten. Auch Pendler zu Studien- oder Ausbildungszwecken sind umfasst. Alle Vertragsärzte in Baden-Württemberg können diese Tests unbürokratisch abrechnen. Dazu informiert der Vorstand der KVBW seine Mitglieder in einer aktuellen Schnellinformation und ruft vorrangig grenznahe Praxen dazu auf, Schnelltests nicht nur für ihre eigene Patienten, sondern zum Beispiel auch für Testwillige aus unseren Nachbarländern anzubieten.

Baden-Württemberg bereitet sich auf eine mögliche Verschärfung der Einreise­bestimmungen für Nachbarländer vor. Zum Zeitpunkt des Kabinettsbeschlusses waren Frankreich, die Schweiz und Österreich noch als „normale Risikogebiete“ eingestuft. Die kostenlosen Tests greifen erst, sobald eines der Länder beim RKI beispielsweise als Hochinzidenz-Gebiet gelistet wird.