SARS-CoV-2: Antikörpertest als GKV-Leistung

Indirekter Erregernachweis mit Zeitbezug zu klinischer COVID-19-Symptomatik

Eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion kann insbesondere bei milden Verläufen einer SARS-CoV-2-Infektion eine Woche nach Symptombeginn zweckmäßig sein und ab 8. Mai 2020 als GKV-Leistung abgerechnet werden.

Zwei Blutproben

Hierzu sind zwei Blutproben im Abstand von 7 bis 14 Tagen erforderlich. Die zweite Probe sollte nicht vor der dritten Woche nach Symptomeintritt entnommen werden und muss in demselben Labor untersucht werden.

Das Blut wird auf Gesamt- oder spezifisch auf IgG-Antikörper untersucht. (IgA- und IgM-Antikörper-Bestimmungen sind nicht möglich.)

Auch indirekter Erregernachweis meldepflichtig

Ein positiver Befund der serologischen Testung gilt als indirekter Erregernachweis. Der veranlassende Arzt und auch der Laborarzt müssen die Infektion – wie bei einem PCR-Test – namentlich dem Gesundheitsamt melden.

Hinweise zur Abrechnung

Der veranlassende Arzt und der Laborarzt kennzeichnen ihre Abrechnung am Behandlungstag mit der Pseudo-GOP 88240; so werden alle Leistungen extrabudgetär honoriert. Der Antikörpertest selbst ist als ähnliche Untersuchung mit der Gebührenordnungsposition 32641 berechnungsfähig.

Die Ärzte, die Antikörper untersuchen, sollten freiwillig an Maßnahmen zur externen Qualitätssicherung teilnehmen.

Coronavirus Abrechnungsleitfaden Praxis (aktualisiert)