Probleme bei Kartenterminals beim Einlesen der neuen NFC-fähigen eGKs

Handlungsempfehlung der gematik für die Praxen

Beim Einlesen der elektronischen Gesundheitskarten der neuesten Generation (eGK 2.1, NFC-fähig) kann es in den Praxen derzeit zu Störungen an den Kartenlesegeräten und/oder den TI-Konnektoren kommen. Darüber informiert die gematik durch aktuelle Statusmeldungen in ihrem TI-Fachportal. Auslöser der Probleme ist nach aktuellem Kenntnisstand eine elektrostatische Aufladung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK 2.1).

Handlungsempfehlung der gematik

  • Entladen Sie die eGK des Patienten – am besten an einem metallischen Gegenstand.
  • Starten Sie ggf. das Kartenterminal neu und lesen Sie dann die „entladene” Karte ein.
  • Die Verwendung des Kartenslots 2 (seitlicher Slot) bei Kartenlesegeräten des Typs ORGA 6141 online führt zu einem verbesserten Verhalten im Hinblick auf elektrostatische Effekte.

Träger dieser elektrostatischen Aufladung ist laut gematik in der Regel der Versicherte. Die Art des Fußbodenbelags sowie bestimmte Witterungsverhältnisse wie trockene Winterluft können dies noch begünstigen.

Wenn sich die Karte dennoch nicht einlesen lässt

Sollte eine elektronische Gesundheitskarte nicht lesbar sein, müssen in einem Ersatzverfahren vom Patienten folgende Daten erhoben werden:

  • Bezeichnung der Krankenkasse
  • Name und Geburtsdatum des Versicherten
  • Versichertenart
  • Postleitzahl des Wohnorts
  • nach Möglichkeit die Versichertennummer

Der Versicherte bestätigt im Ersatzverfahren durch seine Unterschrift auf dem Abrechnungsschein (Vordruckmuster 5), dass er gesetzlich krankenversichert ist. Dies gilt nicht für das Vordruckmuster 19 (Notfalldienst).