Normaldosierte Grippeimpfstoffe nun doch auch für Patienten ≥ 60 Jahre

Bundesgesundheitsministerium erlässt Rechtsverordnung zur Grippeimpfung

Durch eine neue Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) können Patienten ≥ 60 Jahren in der Saison 2021/2022 doch auch mit normaldosierten Grippeimpfstoffen geimpft werden. Die (Nach-)Bestellung des teureren hochdosierten Grippeimpfstoffs Efluelda® bleibt dabei wirtschaftlich. Wir freuen uns, dass es uns als KV Baden-Württemberg mit nachhaltiger Unterstützung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gelungen ist, eine deutliche Verbesserung der Vorgaben zur Bestellung und Verwendung des Impfstoffes gegen Influenza zu erreichen (vgl. aktuelle Schnellinfo Update Grippeimpfung vom 17.03.2021).

Im Einzelnen: Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat reagiert und zum 8. März 2021 eine Verordnung erlassen, die es ermöglicht, auch Patienten ab 60 Jahren mit einem normaldosierten Impfstoff zu versorgen. Sie haben in Ihrer Praxis damit die Wahl, im Rahmen der Verfügbarkeit einen normaldosierten oder einen hochdosierten Grippeimpfstoff für Patienten Bundesgesundheitsministerium ab 60 Jahren zu verwenden. Die Verordnung des deutlich teureren Influenza-Hochdosis-Impfstoffs Efluelda® gilt unabhängig davon weiterhin als wirtschaftlich.

Wahlfreiheit zwischen normal- und hochdosierten Impfstoffen

Sollten Sie noch keine Vorbestellungen getätigt haben, können Sie nun im Bedarfsfall zwischen normal- und hochdosierten Impfstoffen wählen, da auch das BMG in der Begründung der Rechtsverordnung von einer Gleichrangigkeit ausgeht, die STIKO aber die Verwendung des Hochdosis-Impfstoffs bei ≥ 60-Jährigen empfiehlt. Sie können somit auch erwartete Nebenwirkungsrisiken Ihrer Patientenklientel im Rahmen der Vorbestellung berücksichtigen. Die einzige Einschränkung besteht darin, dass Efluelda® nicht für Patienten unter 60 Jahren eingesetzt werden darf. Wir gehen davon aus, dass es einem großen Teil von Ihnen gelungen ist, das Vollkontingent von 140 Prozent des benötigten Impfstoffes an die Altersverteilung Ihrer Praxis anzupassen. 

Wir freuen uns sehr, dass unsere zahlreichen Gespräche auf Bundesebene erfolgreich waren, sodass damit Monate vor Beginn der nächsten Influenza-Impfsaison die größten Schwierigkeiten beseitigt sind und die KVBW wieder maßgeblich zu Verordnungs- und Versorgungssicherheit beitragen konnte.

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