Neue Corona-Teststrategie tritt in Kraft

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Neue Teststrategie gegen das Coronavirus: Am Donnerstag, 15. Oktober 2020, ist die „Dritte Verordnung zur Änderung der Verordnung zum Anspruch auf bestimmte Testungen für den Nachweis des Vorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2“ des Bundesgesundheitsministerium (BMG) in Kraft getreten.

Mit der neuen Rechtsverordnung (RVO) wird die Testung von asymptomatischen Personen neu systematisiert und in einigen Punkten vereinfacht, zum Beispiel die Testung von Kontaktpersonen. Vertragsärzte können Personen, die Kontakt zu ihren positiv getesteten Patienten hatten (z. B. in der Familie) ebenfalls testen, ohne einen ÖGD-Auftrag abzuwarten.

Abrechnungsziffern des Landesvertrags entfallen

Baden-Württembergische Ärzte müssen nun keine länderspezifischen Abrechnungsregeln mehr berücksichtigen. Auch Abstriche vor der Aufnahme in ein Altenheim oder vor einer ambulanten Operation sind nun über die RVO-GOP 99531 abrechenbar. Lediglich die Tests für Lehrer und Kita-Beschäftigte laufen noch weiter.

Testung von Reiserückkehrern

Bei Einreisenden aus Risikogebieten im Ausland bleibt es beim Anspruch auf Testung innerhalb von zehn Tagen nach Einreise. Bei Rückkehr aus oder Aufenthalt in einem inländischen Gebiet mit kritischer Inzidenzrate besteht nur dann ein Anspruch auf Testung, wenn das zuständige Gesundheitsamt dies veranlasst.

Einheitlich geregelt ist jetzt auch die Vergütung für die Tests nach RVO: Vertragsärzte erhalten beispielsweise für alle mit dem Abstrich verbundenen Leistungen pauschal 15 Euro (GOP 99531).

Bei kurativen Tests bleibt alles beim Alten

Die RVO regelt nur die Testung von asymptomatischen Personen – und zwar für GKV- und für Nicht-GKV-Versicherte. Für Patienten mit Krankheitssymptomen ändert sich nichts: Weiterhin ist bei COVID-19-typischer Symptomatik ein PCR-Test zu veranlassen.

Antigen-Schnelltests bei asymptomatischen Testanlässen einsetzbar

Ab sofort können Pflegeheime und Krankenhäuser Antigen-Schnelltests großzügig nutzen, um Personal, Besucher sowie Patienten und Bewohner regelmäßig auf das Corona-Virus zu testen. Für die vertragsärztliche Versorgung spielten die Schnelltests zunächst keine nennenswerte Rolle mit Ausnahme der vorsorglichen Tests für das Personal in Arztpraxen (mehr erfahren »). UPDATE: Wegen begrenzterer PCR-Kapazitäten sind inzwischen auch PoC-Tests möglich. Mehr dazu: Antigen-Schnelltests erbringen und abrechnen

Die wesentlichen Neuigkeiten finden sich in einer aktuellen Schnellinformation des Vorstands (unten zum Download).

Teststrategie Land BW endet

Die GOPs des Landesvertrags (99532, 99533, 99534, 99535, 99538 und 99539) gelten ab sofort nicht mehr! Die nationale Teststrategie löst die Landesregelungen ab. Die Abstriche bei asymptomatischen Testszenarien laut Testverordnung (TestV) des BMG werden ab sofort mit der GOP 99531 (15 Euro) abgerechnet: