Ist Ihre Praxis ePA-ready?

Elektronische Patientenakte ePA: Jetzt Heilberufsausweis (eHBA) bestellen und Honorarkürzung vermeiden

Bitte denken Sie daran, bis Ende Juni die erforderliche Ausstattung für die elektronische Patientenakte (ePA) zu bestellen, damit Ihnen keine gesetzlichen Sanktionen drohen. Sie benötigen für den Zugriff auf die ePA folgende Komponenten:

  • das ePA-Upgrade Ihres TI-Konnektors
  • das ePA-Modul im Praxisverwaltungssystem (PVS)
  • und den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA)

Der Gesetzgeber verlangt, dass Ärzte und Psychotherapeuten, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, ab dem 1. Juli 2021 auf die elektronische Patientenakte (ePA) vorbereitet sein müssen (§ 341 Absatz 6 SGB V). Wer dazu nicht in der Lage ist, dem droht 1 Prozent weniger Honorar für alle vertragsärztlichen Tätigkeiten bzw. 2,5 Prozent ab dem 3. Quartal 2021. Mittlerweile hat das Bundes­gesundheits­ministerium (BMG) bestätigt, dass diese Sanktionierung nicht greift, wenn Vertragsärzte oder -psychotherapeuten die Frist ohne eigenes Verschulden nicht einhalten. Deshalb gilt es, schnellstmöglich verbindlich zu bestellen, um sich keine eigenen Versäumnisse nachsagen zu lassen.

Hinweis: Bekommt eine Praxis bereits eine Honorarkürzung wegen Nichtanbindung an die TI, erfolgt keine höhere Kürzung, es bleibt bei einer Kürzung um 2,5 Prozent.

ePA-Sanktionen – ggf. Widerspruch einlegen

Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Praxen ab 1. Juli 2021 über die Voraussetzungen für die elektronische Patientenakte (ePA) verfügen müssen. Andernfalls droht 1 Prozent Honorarkürzung bzw. 2,5 Prozent ab dem 3. Quartal 2021.

Können Sie die technischen Voraussetzungen nicht erfüllen, obwohl Sie sich nachweislich rechtzeitig um die Bestellung der benötigten Komponenten gekümmert haben, muss die KVBW dennoch den aktuell gültigen Gesetzen nachkommen und die vorgesehene Honorarkürzung für das Abrechnungs­quartal 3/2021 umsetzen.

Trifft diese Konstellation bei Ihnen zu, bitten wir Sie, nach der Honorarkürzung einen Abrechnungs­widerspruch für das Abrechnungsquartal 3/2021 einzulegen, damit eine Einzelfall-Betrachtung und -Entscheidung folgen kann.

eHBA gibt es bei der Kammer

Neben der technischen Ausstattung brauchen Vertragsärzte und -psychotherapeuten aus rechtlichen Gründen zwingend den eHBA, den sie im Portal der Landesärztekammer (LÄK) und neuerdings auch bei der Landespsychotherapeutenkammer (LPK) bestellen können. Aktuell liegen die Lieferfristen der Kartenproduzenten bei mehreren Wochen.

Der Nachweis, dass Ihre Praxis die Voraussetzungen für die EPA erfüllt, erfolgt automatisch über Ihre Abrechnungsdatei Quartal 2021/3. Die Information über das Vorliegen der Konnektor-Version ePA und des ePA-Moduls im PVS wird hier automatisch übermittelt und dient uns als Beleg für die Auszahlung der Pauschalen. Sie müssen keine Rechnungen oder sonstigen Unterlagen bei uns einreichen und bekommen Ihr Geld unbürokratisch mit der Abschlusszahlung.

Finanzierungspauschalen ePA-Ausstattung:

  • 400 Euro für das Update zum ePA-Konnektor (einmalig)
  • 150 Euro für die PVS-Anpassung (einmalig)
  • 4,50 Euro für die laufenden Betriebskosten (je Quartal)