DMP-Patientenschulungen in Präsenz mit 3G möglich

Sonderregeln gelten solange wie die epidemische Lage von nationaler Tragweite

Schulungsberechtigte Arztpraxen dürfen ihre DMP-Patientenschulungen während der COVID-19-Pandemie weiterhin per Videosprechstunde abhalten. Die Sonderregelung vom 1. Mai 2020 wurde inzwischen für die Dauer der durch den Deutschen Bundestag festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite verlängert (nach § 5 Absatz 1 Infektionsschutzgesetz). Die aktuell vereinbarte DMP-Vergütung zu den jeweiligen Patientenschulungen bleibt gültig. Eine zeitgleiche Abrechnung der Schulungen als Videokonferenz (gem. Anlage 31b BMV-Ä) oder als telefonische Beratung (EBM 01435) ist ausgeschlossen.

Bei Schulungen gilt die 3G-Regel

Präsenz-Gruppenschulungen sind inzwischen wieder möglich. Seit dem 16. August 2021 ist dabei in Baden-Württemberg nicht mehr die Inzidenz entscheidend, sondern die 3G-Regel. Für alle, die weder geimpft noch genesen sind, bedeutet das eine Testpflicht. Das geht aus der aktualisierten Corona-Verordnung der baden-württembergische Landesregierung hervor.

Sofern zur Vermeidung einer Ansteckung mit COVID-19 geboten, müssen Patientinnen und Patienten nicht verpflichtend an Schulungen teilnehmen. Diese Regelung wurde verlängert und gilt ebenfalls, solange der Deutsche Bundestag gemäß § 5 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat. Koordinierende Ärzte können somit selbst entscheiden, was für ihre Patienten in der aktuellen Situation am besten ist. Versicherte werden bei fehlenden Dokumentationen beziehungsweise Schulungsteilnahmen nicht aus den DMP ausgeschrieben.