COVID-19-Impfstoff für Auffrischimpfungen jetzt bestellbar

Ab sofort nur noch ein Rezept erforderlich (für 1., 2. und 3. Impfung)

Arztpraxen brauchen für die Bestellung von COVID-19-Impfstoffen ab sofort nur noch ein Rezept  auszustellen. Eine Trennung nach Erst- und Zweitimpfungen ist nicht mehr nötig. Auch für Auffrischimpfungen („Drittimpfungen“) gibt es kein separates Rezept.

Bereits mit der nächsten Impfstoffbestellung bis Dienstag, 24. August 2021, 12 Uhr für die Kalenderwoche 36 vom 6. bis 12. September reichen Ärzte nur noch ein Rezept in der Apotheke ein. Darauf geben sie lediglich an, wie viele Dosen sie von welchem Impfstoff für die übernächste Woche benötigen. Zur Auswahl stehen Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, AstraZeneca und Johnson & Johnson.

Auffrischimpfungen einplanen

Bei der Bestellung können Praxen eventuelle Auffrischimpfungen mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer einplanen. Diese werden ab 1. September möglich sein. Das hat das Bundesministerium für Gesundheit am Donnerstag nochmals bestätigt. Die Details würden noch festgelegt. Wir informieren zeitnah an dieser Stelle, sobald die neue Impfverordnung vorliegt.

Zu klären sind unter anderem Fragen zu den Anspruchsberechtigten, also wer soll eine weitere Impfung erhalten, sowie zum Abstand zwischen abgeschlossener Impfserie und Auffrischimpfung. Es wird erwartet, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) hierzu eine Empfehlung abgibt. Bislang liegen nur die Beschlüsse der Gesundheits­minister­konferenz der Länder von Anfang August vor. Danach sollen Pflegebedürftige und Personen ab 80 Jahren sowie immunsupprimierte und immungeschwächte Personen erneut geimpft werden. Außerdem soll Personen, die mit dem Vakzin von AstraZeneca oder Johnson & Johnson geimpft wurden, eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten werden. Die abgeschlossene Impfserie soll dabei jeweils mindestens sechs Monate her sein.

Auch Auffrischimpfungen täglich ans RKI melden

Zur Dokumentation der Auffrischimpfungen passt die KBV das Impf-DokuPortal an. Ärzte geben dort künftig neben den Erst- und Abschlussimpfungen auch die Auffrischimpfungen des jeweiligen Tages an – wie bisher getrennt nach dem verwendeten Impfstoff sowie die Anzahl der unter 18-Jährigen und über 60-Jährigen. Die Daten werden dem Robert Koch-Institut zur Auswertung übermittelt. Dafür ist es wichtig, dass die Dokumentation täglich und vollständig erfolgt.

Die Pseudoziffern für die Abrechnung hat die KBV bereits festgelegt. Sie werden mit dem nächsten Sonder-Update ab September in der Praxissoftware bereitstehen.

STIKO-Impfempfehlung für Kinder veröffentlicht

Die aktualisierte Impfempfehlung der Ständige Impfkommission ist am Donnerstag veröffentlicht worden. Demnach wird eine COVID-19-Schutzimpfung nun für alle 12- bis 17-Jährigen empfohlen und nicht mehr nur bei bestimmten Vorerkrankungen, die mit einem anzunehmenden erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf einhergehen.

Als Begründung für die neue Impfempfehlung gibt die STIKO unter anderem an, dass auf der Grundlage neuer Überwachungsdaten mögliche Risiken der Impfung für diese Altersgruppe jetzt zuverlässiger quantifiziert und beurteilt werden konnten.

Aufklärungsbögen angepasst

Die mRNA-Aufklärungsunterlagen wurden bereits angepasst. Die neue Version steht beim Robert Koch-Institut online bereit: RKI: Aufklärungsbogen COVID-19-Impfung mRNA-Impfstoff. Die Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung betreffen im Wesentlichen die Impfung von Kindern und Jugendlichen und die anstehenden Auffrischimpfungen.

Quelle: KBV