Corona-Impfung: Noch müssen Ärzte keine Priorität attestieren

Impfverordnung fordert erst in den Priorisierungsstufen II und III ein ärztliches Zeugnis

Die Impfungen gegen das Corona-Virus stehen kurz vor dem Start. Nach Weihnachten soll mit der Impfung in Alten- und Pflegeheimen durch mobile Impfteams begonnen werden. Ärzte müssen Patienten daher noch keine Atteste über Vorerkrankungen als Anspruchsnachweis auf eine vorrangige Impfung ausstellen.

Drei Priorisierungsstufen

Die Bundesregierung hat mit der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) geregelt, wer in Deutschland zuerst gegen das Coronavirus geimpft werden soll. Da anfangs nur eine begrenzte Menge an Impfdosen zur Verfügung stehen wird, ist in der Verordnung eine Priorisierung nach den drei Stufen höchste, hohe und erhöhte Priorität vorgesehen. Danach folgen in einer vierten Gruppe alle Menschen, die nicht in einer der Priorisierungsstufen erwähnt werden.

Schutzimpfungen mit höchster Priorität

Senioren ab 80 Jahren, Alten- und Pflegeheimbewohner und bestimmtes Personal mit sehr hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen (mehr erfahren ») und Altenheimen sollen zuerst geimpft werden. Hier werden insbesondere mobile Impfteams eingesetzt. Dies werde laut Bundesgesundheitsministerium mindestens ein bis zwei Monate in Anspruch nehmen. Danach folgen die Schutzimpfungen der nächsten Priorisierungsstufe.

Ärztliche Atteste jetzt noch nicht erforderlich

Laut Impfverordnung benötigen Patienten mit Vorerkrankungen der Priorisierungsstufen zwei und drei ein ärztliches Attest, damit sie ihren Anspruch auf eine vorrangige Impfung nachweisen können. In der ersten Phase der Impfungen mit höchster Priorität ist es jedoch noch nicht erforderlich, dass Ärzte Vorerkrankungen per Attest bescheinigen: Das Alter des Anspruchsberechtigten wird über den Personalausweis, die berufliche Tätigkeit über einen Arbeitgebernachweis geprüft werden. Bei Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen erfolgt der Nachweis über eine Bescheinigung der Einrichtung

Quelle: KBV