Bei U-Untersuchungen kein TSS-Wartezeiten-Zuschlag

Gesundheitsministerium beanstandet Beschlüsse zum TSVG

Seit 1. September gibt es einen Zuschlag auf Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale für Patienten, die über die Terminservicestelle (TSS) in die Praxis kommen (GOP 03010 und 04010, mehr erfahren »). Dieser Zuschlag wird nicht gezahlt, wenn es sich ausschließlich um einen Termin für eine Früherkennungsuntersuchung im Kindesalter (U-Untersuchung) handelt. 

Das sei „gesetzlich nicht vorgesehen“ schreibt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), das die Beschlüsse des Bewertungsausschusses (BA) zur Umsetzung der Vergütungsanreize aus dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) in diesem Punkt beanstandet hat. Die so genannten Wartezeitschläge bei TSS-Vermittlung sind somit in Fällen, in denen ausschließlich Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern des Abschnitts 1.7.1 durchgeführt werden, nicht abrechenbar.

Eine aktualisierte Version unseres Merkblatts zu den Abrechnungsregelungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) ist unten zum Download verfügbar. Neu sind die TSVG-Kurz-Merkblätter für Haus- und Kinderärzte sowie für Fachärzte.