Auffrischungsimpfungen gegen Corona ab September

Booster-Impfung für vulnerable Gruppen und nach Impfserie mit Vektor-Impfstoff

Nach dem jüngsten Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) können ab September Höchstbetagte und Pflegebedürftige sowie immunsupprimierte und immungeschwächte Personen eine Auffrischungsimpfung gegen SARS-CoV-2 erhalten, wenn die abgeschlossene Impfserie mindestens sechs Monate her ist. Diese Drittimpfung wurde damit begründet, dass es bei ihnen zu einem verminderten oder schnell nachlassenden Schutz nach der Impfung kommen könne.

Zusätzliche Impfung bei AstraZeneca und Johnson & Johnson

Darüber hinaus wird ab September allen bereits vollständig geimpften Bürgern, die den ersten Impfschutz mit einem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca oder Johnson & Johnson erhalten haben, eine weitere Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer oder Moderna angeboten. Auch hier erfolgt die Auffrischungsimpfung mindestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie.

Eine Auffrischungsimpfung für definierte Gruppen sei sinnvoll, sagte KBV-Vizechef Dr. Stephan Hofmeister. Das zeigten auch die wissenschaftlichen Daten. „Was wir jetzt brauchen, ist eine klare Vorgabe, wer ein drittes Mal geimpft werden sollte. Die Diskussion, wer hochbetagt ist, sollte nicht in den Praxen geführt werden“, forderte er.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat inzwischen angekündigt, ihre Impfempfehlung bezüglich der Auffrischungsimpfung anzupassen. Die aktualisierte Fassung wird in den nächsten Tagen erwartet. Außerdem wird der mRNA-Aufklärungsbogen überarbeitet.

Eine Pseudo-Gebührenordnungsziffer (GOP) für die dritte Impfung soll ab September in der Praxissoftware bereitstehen. Die KBV sieht durch die Auffrischungsimpfungen einen erhöhten Beratungsaufwand auf die Ärztinnen und Ärzte zukommen. Sie fordert deshalb einen Zuschlag in Höhe von acht Euro. Eine Novellierung der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV), die Hinweise zu Folge- und Auffrischimpfungen umfasst, soll zum 18. August 2021 in Kraft treten.

Quelle: KBV