Zahlreiche DMP-Ausschreibungen im 2. Quartal 2022 durch fehlende Dokumentation

Ende der Corona-Regel: DMP-Dokumentationen wieder fristgerecht übermitteln

Fehlende Dokumentationen innerhalb der Disease-Management-Programme (DMP) führten im 2. Quartal 2022 dazu, dass die Krankenkassen zahlreiche Versicherte aus den Chronikerprogrammen ausgeschrieben haben. Das bedeutet, dass die Teilnahme des Patienten endet und der Vergütungsanspruch der Arztpraxis entfällt. Neue Folgedokumentationen sind erst möglich, wenn der Versicherte neu in das DMP eingeschrieben ist (neue Teilnahme- und Einwilligungserklärung und Erstdokumentation). 

Corona-Sonderregelungen zu DMP seit 1. Januar 2022 ausgelaufen

Seit diesem Jahr müssen Arztpraxen die DMP-Dokumentationen wieder erstellen und fristgerecht den DMP-Datenstellen übermitteln. Tun sie dies nicht, schreiben die Krankenkassen die Versicherten aus dem DMP aus, sobald zwei aufeinanderfolgende Dokumentationen fehlen. Dies erfolgt rückwirkend zum Unterschriftendatum der zuletzt erstellten Dokumentation. 

Der Grund: Seit dem 1. Januar 2022 sind die Corona-Sonderregelungen ausgelaufen, die es in den Jahren 2020 und 2021 möglich machten, die Versicherten trotz zwei aufeinander folgender fehlender Dokumentationen nicht aus den DMP-Programmen auszuschreiben.

Patientenschulungen ebenfalls wieder verpflichtend

Auch die Regelung, dass die Teilnahme an Patientenschulungen ausgesetzt werden können, ist zu Jahresbeginn ausgelaufen. Ab dem Jahr 2022 werden Patienten aus dem DMP ausgeschrieben, die innerhalb von zwölf Monaten zwei veranlasste DMP-Schulungen ohne plausible Begründung nicht wahrgenommen haben. Halten Sie deshalb Ihre Patienten an, an den empfohlenen Patientenschulungen teilzunehmen.