Coronavirus-Testverordnung – TestV

Registrierung zur Abrechnung für Nicht-KV-Mitglieder

Neben den niedergelassenen Ärzten sind noch viele weitere Institutionen in die nationale Teststrategie eingebunden (z. B. Zahnärzte, Apotheker etc.). Die Abrechnung aller Leistungen nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) sowie der Sachkosten für die Antigen-Schnelltests (PoC-Tests) erfolgt über die KVen. Hier erfahren Sie, was Sie zur Zahlungsabwicklung wissen müssen, sofern Sie nicht bereits als KVBW-Mitglied (Vertragsarzt oder vertragsärztliches Labor) in gewohnter Weise mit uns abrechnen (Informationen für KV-Mitglieder siehe Coronavirus Abrechnung & Honorar »).

Allgemeine Vorgaben zur Abrechnung

Details zur Abrechnung von Leistungen nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) entnehmen Sie bitte den „Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für die Leistungserbringer zur Coronavirus-Testverordnung“ in der jeweils gültigen Fassung:

Änderung TestV – Bürgertests wieder möglich

Das Gesundheitsministerium (BMG) hat seine Coronavirus-Testverordnung (TestV) gültig ab 11. Oktober 2021 geändert. Mit der Änderung der TestV gültig am 13. November 2021 sind Bürgertestungen nach § 4a wieder für alle möglich.

Wer kann sich zur Abrechnung laut TestV bei der KV registrieren?

Leistungserbringer nach § 6 Abs. 1
⇒ Sachkosten & Leistungen abrechenbar

  • Arztpraxen
    (nur Privatpraxen, Vertragsärzte müssen sich nicht registrieren!)
  • Öffentlicher Gesundheitsdienst (ÖGD)
    (nur Behörden und Dienststellen der öffentlichen Gesundheitsverwaltung)
  • Ärztliche Auftragnehmer des ÖGD
    (Testzentren mit Auftrag des Gesundheitsamtes unter ärztlicher Leitung)
  • Nicht-ärztliche Auftragnehmer des ÖGD
    (Testzentren mit Auftrag des Gesundheitsamtes ohne ärztliche Leitung)
  • Apotheken
  • Labore
  • Rettungsdienste und Hilfsorganisationen
  • Zahnarztpraxen

Einrichtungen und Unternehmen nach § 6 Abs. 4 i. V. m. § 4 Abs. 2
⇒ Sachkosten abrechenbar, Leistungen nur mit Auftrag des Gesundheitsamtes

  • Krankenhäuser
    (Tests für Personal, behandelte Patienten und Besucher – nicht vor stationärer Aufnahme!)
    Labordiagnostik nach § 9 TestV: Leitfaden Abrechnung Krankenhäuser PCR-Testungen
  • Einrichtungen für ambulantes Operieren
    (falls ohne vertragsärztliche Zulassung, Vertragsärzte müssen sich nicht registrieren!)
  • Tagesklinik, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen
    (z. B. Mutter-Kind-Kliniken)
  • Dialyseeinrichtungen
    (falls ohne vertragsärztliche Zulassung, Vertragsärzte müssen sich nicht registrieren)
  • Einrichtungen für Ältere, Behinderte, Pflegebedürftige (voll-/teilstationär)
    z. B. Werkstätten für Menschen mit Behinderungen
    (falls kein Vertrag mit der Pflegekasse nach § 72 SGB XI)
  • ambulante Pflegedienste
    (falls kein Vertrag mit der Pflegekasse nach § 72 SGB XI)
  • Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe
    (insbesondere Diätassistenten, Ergotherapeuten, Hebammen, Logopäden, Physiotherapeuten)
  • Hospize bzw. Palliativversorger (SAPV)

Einrichtungen und Unternehmen nach § 6 Abs. 4 i. V. m. § 4 Abs. 2 Nr. 4 und 5
⇒ Sachkosten & Leistungen abrechenbar

  • stationäre und ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
    z. B. Ambulant Betreutes Wohnen
  • Obdachlosenunterkünfte
  • Flüchtlingsunterkünfte

Leistungserbringer nach CoronaImpfV § 3 Abs. 1
⇒ Leistungen nach ImpfV abrechenbar

  • Arztpraxis (eine Registrierung ermöglicht Privatpraxen Abrechnung nach ImpfV & TestV)
  • Betriebsarzt (Überbetrieblicher Dienst)
  • Krankenhäuser sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen (nach § 107 SGB V)
  • Öffentlicher Gesundheitsdienst (ÖGD) selbst sowie
  • weitere durch den ÖGD zur Impfung beauftragten Ärzte und öffentliche Einrichtungen wie Justizvollzugsanstalten

Schritt 1: Testkonzept erstellen

Wenn Sie Corona-Tests durchführen und die jeweiligen Voraussetzungen zur Abrechnung nach TestV erfüllen, rechnen Sie Sachkosten für PoC-Antigentests bzw. Antigen-Tests zur Eigenanwendung und gegebenenfalls weitere Leistungen (insbesondere Abstriche) nach der TestV monatlich mit uns ab. Aus den Vorgaben der TestV ergibt sich, was Sie finanziert bekommen.
Nicht-ärztliche Testcenter können im Auftrag des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) Corona-Tests durchführen. Dies betrifft vor allem die Testungen nach § 4a TestV (Mehr erfahren »). Wer Tests im Auftrag des ÖGD abrechnen will, muss den Auftrag des örtlichen Gesundheitsamtes mit seiner ÖGD-ID belegen, sofern er nicht zu den in § 6 Abs. 1 Nr. 3 TestV benannten Leistungserbringern gehört.

Schritt 2: Tests beschaffen

Schnelltests bzw. Selbsttests sind über Apotheken, den Großhandel oder direkt vom Hersteller zu beziehen. Welche Antigen-Tests zur professionellen Anwendung bzw. zur Eigenanwendung zugelassen und nach TestV abrechenbar sind, veröffentlicht das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM):

Die Rechnung über beschaffte Testkits ist laut TestV bis mindestens Ende 2024 aufzubewahren.

Schritt 3: Personal schulen

Nichtärztlich geführte Einrichtungen oder Unternehmen, die in eigener Verantwortung testen und abrechnen möchten, können ihr Personal durch einen Arzt in der Anwendung und Auswertung der Antigen-Schnelltests schulen lassen.

Einrichtungen unter ärztlicher Leitung benötigen keine Personalschulung. Schritt 3 entfällt.

Schritt 4: Bei der KV registrieren

Die Anmeldung zum Abrechnungsverfahren erfordert eine verbindliche Selbstauskunft zum Anspruch auf Testung im Sinne der TestV. Bitte nutzen Sie dazu unser Online-Formular, mit dem Sie sich für die Abrechnung von Sachkosten und/oder Leistungen bei der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg registrieren können.

Anleitung zur erfolgreichen Registrierung

TestV Anleitung Registrierung Nicht-KV-Mitglieder

Nachdem Sie Ihre Daten abgeschickt haben, erhalten Sie per E-Mail einen Bestätigungslink. Nach erfolgter Bestätigung erhalten Sie eine zweite E-Mail mit Benutzernamen und Einmalkennwort. Bitte melden Sie sich mit diesen Daten am TestV-Abrechnungsportal für Nicht-KV-Mitglieder an, um Ihre Einrichtung zu registrieren:

Empfohlene Browser: Google Chrome oder Mozilla Firefox

Formular ausdrucken, unterschreiben, einschicken

Abschließend werden Ihre Angaben als PDF-Dokument zusammengefasst. Dort finden Sie auch Ihre Registrierungsnummer. Bitte ausdrucken, unterschreiben und an die KVBW senden (Kopie aufbewahren).

Hinweis zur Eingangsbestätigung: Der Text in der Online-Anwendung signalisiert, ob Ihre Registrierung bei uns eingegangen und die Auszahlung möglich ist. Sie erhalten keine schriftliche Rückmeldung von uns.

Vertragsärzte benötigen keine Registrierung und rechnen Leistungen und Beschaffungskosten für PoC-Antigentests laut TestV wie üblich über GOPs ab mehr erfahren »

Schritt 5: Abrechnung einreichen

Nachdem Sie Coronatests nach TestV durchgeführt haben, können Sie Kosten für Testkits und ggf. Leistungen in unserem digitalen Erfassungsformular eintragen (Anleitung). Die Abrechnung ist bis zu drei Monate im Nachhinein möglich. Ihre Sachkosten und Leistungen von März 2021 können Sie beispielsweise bis zum 30. Juni 2021 abrechnen.

Empfohlene Browser: Google Chrome oder Mozilla Firefox

Schritt 6: Auszahlung

Wir exportieren die eingegangenen Abrechnungsdaten jeweils zum 3. eines Monats und zahlen, nachdem uns das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) die Finanzmittel zur Verfügung gestellt hat. In der Regel können Sie bis zum 20. des Monats mit dem Geldeingang rechnen (für Tests, die Sie vor dem 3. abgerechnet haben). Die Honorarmitteilung finden Sie zeitnah im Abrechnungsportal unter „Auszahlung“.

Wichtig bei Tests nach § 4a Bürgertestung

  • Ab 13. November 2021 sind Tests nach § 4a Bürgertests erneut abrechenbar. 
  • Sie dürfen nur Sachkosten für PoC-Antigen-Testkits abrechnen, die Sie tatsächlich verbraucht haben. Keine Abrechnung im Voraus!
  • Ab 1. Juli gilt eine Pauschale von 3,50 Euro je Testkit.
  • Unterlagen und personenbezogene Nachweise für die Kontrolle der korrekten Leistungserbringung und Abrechnung müssen Sie bis Ende 2024 aufbewahren.
  • Keine Beauftragungen mehr durch die Allgemeinverfügung Bürgertestung. Es ist eine Einzelbeauftragung durch das örtliche Gesundheitsamt erforderlich, um eine Teststelle zu betreiben. Ausnahme: Neben Arztpraxen sind Zahnarztpraxen, Apotheken, medizinische Labore und Rettungsdienste bzw. Hilfsorganisationen Leistungserbringer nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 TestV. Diese Leistungserbringer können allein auf Grundlage der TestV Bürgertests anbieten. Die standortbezogene Nummer, die das Gesundheitsamt jeder Teststelle zuteilt (ÖGD-ID), ist grundsätzlich bei der Abrechnung anzugeben.
  • Sie sind verpflichtet, dem örtlichen Gesundheitsamt einmal im Monat die Zahl der von Ihnen erbrachten Bürgertests am jeweiligen Standort sowie die Zahl der positiven Testergebnisse zu melden.
  • Ab 1. August sind Tests nach § 4a nur noch abrechenbar, sofern Sie Testergebnis und -zertifikat an die Corona-Warn-App (CWA) übermitteln können:
    KBV: Anschluss an die Corona-Warn-App für Bürgertests erforderlich
    Wichtig: Sie müssen sich für das Schnelltestportal der Corona-Warn-App (CWA) registrierenCWA: Schnelltestpartner werden
    Dort finden Sie auch weiterführende Informationen zum Prozessablauf.

Umsatzsteuerpflicht für die Vergütung im Rahmen der Corona-Testverordnung?

Bitte haben Sie Verständnis, dass die KVBW keine Steuerberatung durchführen darf und wenden Sie sich mit Ihren Fragen hierzu an einen Steuerberater. Leistungen und Sach­kosten werden auf Basis der Coronavirus-Testverordnung (TestV) des Bundes­ministeriums für Gesundheit mit dem jeweils aktuellen Stand vergütet.

Letzte Aktualisierung: 03.12.2021