Coronavirus-Testverordnung – TestV

Abrechnungsmöglichkeit für Nicht-KV-Mitglieder

Medizinische Einrichtungen und Pflegedienste können Beschäftigte und Patienten regelmäßig präventiv auf das Corona-Virus testen. Die Abrechnung aller Leistungen für Testungen nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) sowie der Sachkosten für die Antigen-Schnelltests (PoC-Tests) erfolgt über die KVen. Hier erfahren Sie, was Sie zur Zahlungsabwicklung wissen müssen, sofern Sie nicht bereits als KVBW-Mitglied (Vertragsarzt oder vertragsärztliches Labor) in gewohnter Weise (Informationen für KV-Mitglieder siehe Coronavirus Abrechnung & Honorar ») mit uns abrechnen.

Wer kann sich zur Abrechnung laut TestV bei der KV registrieren?

  • Öffentlicher Gesundheitsdienst (ÖGD) und seine Testzentren
  • Auftragnehmer des ÖGD
    (in der Regel Ärzte oder Labore ohne vertragsärztliche Zulassung)
  • Zahnarztpraxen
    (mit vertragszahnärztlicher Zulassung)
  • Krankenhäuser
    (Tests für Personal, behandelte Patienten und Besucher – nicht vor stationärer Aufnahme!)
  • Einrichtungen für ambulantes Operieren
    (ohne vertragsärztliche Zulassung)
  • Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen
  • Dialyseeinrichtungen
    (ohne vertragsärztliche Zulassung)
  • Einrichtungen für Ältere, Behinderte, Pflegebedürftige (voll-/teilstationär)
    z. B. Werkstätten für Menschen mit Behinderungen
    (kein Vertrag mit der Pflegekasse nach § 72 SGB XI)
  • ambulante Pflegedienste
    (kein Vertrag mit der Pflegekasse nach § 72 SGB XI)
  • ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
    z. B. Ambulant Betreutes Wohnen

Schritt 1: Testkonzept abstimmen

Wenn Sie Antigentests nach § 6 Absatz 3 TestV einsetzen möchten, ist das in Baden-Württemberg beim Sozial­ministerium zu beantragen. Auf Grundlage Ihres Testkonzepts (Einrichtungsart, Personenzahl etc.) ergibt sich, wie viele Tests Sie finanziert bekommen.

Muster-Testkonzept und Handlungsleitfaden

Auf der Homepage des Sozialministeriums finden Sie ein Muster-Testkonzept, das Antragsformular sowie weiterführende Informationen.

Ärzte und Zahnärzte mit vertrags(zahn)ärztlicher Zulassung müssen kein Testkonzept für Ihre Praxis abstimmen. Ein Antrag beim Sozialministerium ist nicht notwendig. Schritt 1 entfällt! 

Schritt 2: Tests beschaffen

Die Tests sind über Apotheken, den Großhandel oder direkt vom Hersteller zu beziehen. Welche PoC-Antigen-Tests zugelassen sind, veröffentlicht das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM):

Die Rechnung über beschaffte PoC-Tests ist laut TestV bis mindestens Ende 2024 aufzubewahren.

Schritt 3: Personal schulen

Nichtärztlich geführte Einrichtungen oder Unternehmen, die in eigener Verantwortung testen und abrechnen möchten, müssen ihr Personal durch einen Arzt in der Anwendung und Auswertung der Antigen-Schnelltests schulen lassen.

Einrichtungen unter ärztlicher Leitung benötigen keine Personalschulung. Schritt 3 entfällt.

Schritt 4: Bei der KV registrieren

Die Anmeldung zum Abrechnungsverfahren erfordert eine verbindliche Selbstauskunft zum Anspruch auf Testung im Sinne der TestV. In Kürze (voraussichtlich Anfang Dezember) finden Sie auf dieser Homepage ein Online-Formular, mit dem Sie sich für die Abrechnung von Leistungen und/oder Sachkosten bei der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg registrieren können.

Registrierung voraussichtlich ab 2. Dezember!

Vertragsärzte benötigen keine Registrierung und rechnen Leistungen und Beschaffungskosten für PoC-Antigentests laut TestV wie üblich über GOPs ab mehr erfahren »

Schritt 5: Abrechnung einreichen

Mit Ihrer Registrierungsnummer können Sie Leistungen und Kosten für Testkits in unserem digitalen Erfassungsformular eintragen. Wir zahlen, nachdem uns das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) die Finanzmittel zur Verfügung gestellt hat.

Letzte Aktualisierung: 24.11.2020