Impfung gegen das Coronavirus

Mediziner und MFA für freiwillige Mithilfe

Um in den Impfzentren hunderte von Menschen am Tag impfen zu können, braucht es fachkundiges Personal in großer Zahl. Die KV Baden-Württemberg (KVBW) hat das Land dabei unterstützt, das ärztliche und nicht-ärztliche Personal für Impfzentren und mobile Impfteams zu akquirieren.

Anmeldestopp Mitarbeit in den Impfzentren

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Mitarbeit bei der Corona-Impfkampagne! Tausende freiwillige Helfer haben sich bei uns für den Einsatz in Impfzentren gemeldet. Wir sind überwältigt von der großen Resonanz und danken allen, die ihre Unterstützungsbereitschaft signalisiert haben. Derzeit nehmen wir keine Anmeldungen mehr entgegen.

Die eingegangenen Interessentendaten haben wir an das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg übermittelt. Die Einsatzplanung obliegt dem Betreiber des jeweiligen Impfzentrums, der bei Bedarf Impfärzte und Medizinpersonal in den Freiwilligenlisten kontaktiert. Wir als KV können keinerlei Fragen zur Diensteinteilung beantworten. Bei Fragen zu Organisation und Einsatzplanung wenden Sie sich direkt an das jeweilige Impfzentrum. Listen der Zentralen Impfzentren (ZIZ) und Kreisimpfzentren (KIZ) finden Sie hier: 

Wir informieren an dieser Stelle, falls zusätzliche Helfer gebraucht werden sollten.

Informationen zur COVID-19-Impfung

Inzwischen gibt es die ersten zugelassenen Impfstoffe in Deutschland. Die KVBW nimmt keine Vorbestellungen zu COVID-19-Impfstoffen entgegen. Die Fach­infor­mationen sowie weitere Angaben zur Zulassung stellt das Paul-Ehrlich-Institut zur Verfügung: Fachinformation COVID-19-Impfstoffe

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat eine detaillierte Empfehlung zur COVID-19-Impfung erarbeitet. Darauf baut die Coronavirus-Impfverordnung (Corona­ImpfV) des Bundes­gesundheits­ministeriums auf, die die Reihenfolge festlegt.

Zum Start der Corona-Schutzimpfung in Deutschland hat das Bundes­gesund­heits­ministerium bundesweit einheitliche Aufklärungs- und Ein­willigungs­unter­lagen bereitgestellt. Teil der Unterlagen ist ein Ärzte-Leitfaden für das Patienten­gespräch: Offizielles Informationsmaterial zur Corona-Impfung

Was rund um die medizinischen Aspekte der COVID-19-Impfung bekannt ist, hat das Robert Koch-Institut (RKI) in einem FAQ-Katalog zusammengetragen: FAQ Corona-Impfung

Bei Anfragen von Bürgern und Patienten verweisen wir auf die Informationen der Landesregierung BW: Corona-Impfung und Kreisimpfzentren (KIZ)

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Nein. Sie weisen Ihren Anspruch (vgl. Schnellinfo Impfpriorisierung und Schnellinfo Impfpriorisierung Notfalldienst) über Ihren Arztausweis in Verbindung mit einem Ausdruck aus unserer Arztsuche nach. Das gilt als „Bescheinigung der Einrichtung bzw. des Unternehmens“ im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV). 

Übersichtlicher Ausdruck Ihres Praxiseintrags in unserer Arztsuche:

  1. Praxis in der Arztsuche suchen
  2. Auswahlhäkchen in der Trefferliste setzen
  3. Schaltfläche PDF Detail drücken
  4. PDF ausdrucken

Hinweis: Ein Status als Corona-Schwerpunktpraxis ist unter „Sonstige Praxismerkmale“ ersichtlich (nur in der Detail-Ansicht).

Ausdruck optimieren über die Funktion PDF Detail

Notfalldienst-Ärzte

Wegen des Impfstoffmangels ist die Priorisierung für die ärztlichen Bereitschaftsdienst tätigen Ärzte auf diejenigen eingegrenzt, die im Zeitraum bis 30. April 2021 zum Notfalldienst eingeteilt sind. Das können Sie über einen Auszug (z. B. Screenshot) aus der Dienstplan-Software BD-Online nachweisen.

Das Formular „Anmeldung als Impfarzt" diente zur Akquise von Freiwilligen für die Mitarbeit in Impfzentren. Die über diese Formulare eingegangenen Kontaktdaten haben wir an die Impfzentren (KIZ und ZIZ) und das Sozialministerium zur Dienstplanung weitergeleitet. Derzeit nehmen wir keine Anmeldungen mehr entgegen, da sich bereits Ärzte in ausreichender Zahl gemeldet haben. Das Formular „Registrierung zur Abrechnung als Impfarzt” richtet sich an jene Ärzte, die bereits Impfarzt-Einsätze hatten.

Ärzte, die aktuell keine Rechtsbeziehung zur KVBW haben, beispielsweise Privatärzte, Krankenhausärzte oder Ruheständler, müssen sich, nachdem sie vom Impfzentrum zum Dienst eingeteilt wurden, für die Abrechnung registrieren lassen. Dazu dient das Formular „Registrierung zur Abrechnung als Impfarzt”. Über die Registrierung und Aufnahme in unser Hilfsregister erhalten Sie eine Nummer (BSNR) und einen Zugang zu unserem Abrechnungsportal für Impfärzte, den Sie für die Honorierung als Impfarzt benötigen. Vertragsärzte und Poolärzte benötigen keine zusätzliche Registrierung zur Abrechnung, da sie ihre bekannte Benutzerkennung für das KVBW-Mitgliederportal für den Zugang zum Abrechnungsportal für Impfärzte nutzen und über ihre vorhandene BSNR abrechnen können.

Weitere Informationen finden Sie unter der Seite Abrechnung Impfärzte »

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist es ausreichend, wenn der Arzt formlos bescheinigt, dass eine Erkrankung im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfVO) vorliegt. Dieses Vorgehen entspricht auch dem geltenden Datenschutz.

Bsp.: Hiermit wird bescheinigt, dass bei Herrn/Frau Mustermann eine Erkrankung im Sinne von § 3 Ziffer 2 – alternativ - § 4 Ziffer 2 der CoronaImpfVO vorliegt.

Stufe 2

Personen mit hoher Priorität laut Corona-Impfverordnung
(§ 3 Ziffer 2 der CoronaImpfVO):

Alle Personen ab 70 Jahren sowie Personen mit Trisomie 21, einer Demenz oder geistigen Behinderung und Personen nach einer Organtransplantation. 

Stufe 3

Personen mit erhöhter Priorität laut Corona-Impfverordnung
(§ 4 Ziffer 2 der CoronaImpfVO):

Alle Personen ab 60 Jahren sowie Personen mit Adipositas (Body-Mass-Index > 30), chronischen Nieren- oder Lebererkrankungen, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Vorhofflimmern, koronarer Herzkrankheit, arterieller Hypertension, zerebrovaskuläre Erkrankungen, Apoplex, Krebserkrankungen, COPD, Asthma bronchiale, Autoimmunerkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen.

Pauschale Vergütung von 5 Euro je Attest

Für die Ausstellung dieses ärztlichen Zeugnisses werden 5 Euro vergütet. Wird die Bescheinigung an den Patienten geschickt, können zusätzlich 90 Cent für den postalischem Versand abgerechnet werden: GOP 88320 (Ausstellung Zeugnis zu 5 Euro) und ggf. 88321 (Portopauschale zu 0,90 Euro)

Erforderlich werden die Atteste erst ab der Priorisierungsgruppe zwei beziehungsweise drei. Ab wann diese Personengruppen geimpft werden können, steht derzeit noch nicht fest, voraussichtlich nicht mehr in diesem Quartal.

Altersnachweis ohne Attest

Bitte beachten Sie: Ein ärztliches Attest ist nicht notwendig für Personen, die bereits aufgrund des Alters Anspruch auf die Impfung haben sollten. Hier genügt der Personalausweis als Anspruchsnachweis

Sie können mit diesem Formular Zweitkonto Impfarzt für Vertragsärzte eine abweichende Bankverbindung für Ihre Tätigkeit als Impfarzt angeben. Unser Arztregister teilt Ihnen dann eine separate Nummer (BSNR) für Ihre Impfarzt-Tätigkeit mit. Wenn Sie Ihre Stunden im KVBW-Online-Abrechnungsportal für Impfärzte eintragen, wählen Sie diese neue Impfarzt-BSNR aus statt Ihrer vertragsärztlichen BSNR. Dann taucht die Zahlung weder in Ihrem Honorarbescheid noch auf dem Vertragsarztkonto Ihrer BAG auf, sondern auf Ihrem persönlichen Zweitkonto als Impfarzt.

Angestellte, MVZ-Ärzte, Ermächtigte etc. können ebenfalls dieses Formular nutzen, wenn sie ihre Impfarzt-Tätigkeit nicht über das Konto bzw. den Honorarbescheid ihrer vertragsärztlichen Betriebsstätte, sondern über ein eigenes Konto laufen lassen möchten.

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Dokumente zum Download

Mehr zum Thema

Das setzt voraus, dass Sie sämtliche im Vorfeld der Corona-Impfung erforderlichen ärztlichen Leistungen im Auftrag des Mobilen Impfteams (MIT) bei Ihren Patienten im Pflegeheim übernommen haben. Um abrechnen zu können, müssen Sie angeben, welches der Zentralen Impfzentren (ZIZ) bzw. Kreisimpfzentren (KIZ) Ihnen den Auftrag erteilt hat.

Zur Tätigkeit als Impfarzt gehört:

  • Aufklärungsgespräch mit der zu impfenden Person oder deren Betreuer (Impfberatung)
  • Impftauglichkeit prüfen
  • Anamnese und gemeinsames Ausfüllen des Einwilligungsbogens zur Corona-Schutzimpfung anhand der aktuellen Gesundheitssituation
  • Unterschriften einholen

Diese Formulare müssen unterschrieben in der Einrichtung vorliegen:

  • Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung
  • Anamnese-Einwilligungsbogen

Diese Aufklärungs- und Informationsmaterialien der Bundesregierung zur Corona-Schutzimpfung stehen im Internet zum Download zur Verfügung. Sie werden fortlaufend aktualisiert und an den aktuellen Kenntnisstand angepasst.

Es genügt nicht, den Anamnesebögen auf Basis der in der Praxis vorliegenden Patientendokumentation auszufüllen, um Impfarzt-Stunden abrechnen zu können!

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Offizielles Aufklärungsmaterial zur Corona-Schutzimpfung

Das Sozialministerium schließt für sämtliche im Rahmen der Impfkampagne tätigen Ärzte eine Berufshaftpflichtversicherung ab. Für Impfschäden durch den Impfstoff sind die einschlägigen Regelungen der Staatshaftung maßgeblich. Die im Rahmen der Impfkampagne tätigen Ärzte werden durch das Land von sämtlichen Ansprüchen aus einer fachgerechten Verwendung des Impfstoffs freigestellt.

Danke für Ihr Engagement! Wir freuen uns über die überwältigende Resonanz auf unseren Aufruf (Impfzentren Mitarbeit »). Wir als KV haben keinen Einfluss darauf, wann und wo Sie zum Dienst eingesetzt werden. Wir unterstützen lediglich das Land Baden-Württemberg bei der Akquise von Helfern für die Impfzentren und der Abrechnung Impfärzte ».

Die Diensteinteilung organisieren die Verantwortlichen der einzelnen Impfzentren. Sie nehmen je nach Bedarf Kontakt zu angemeldeten Freiwilligen auf, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Bei Fragen zu Organisation und Einsatzplanung wenden Sie sich direkt an das jeweilige Impfzentrum.

Tipp: Innerhalb des Stellenportals der Landesärztekammer (LÄK) finden Sie konkrete Stellenanzeigen seitens der Impfzentren, auf die Sie sich als interessierter Arzt melden können. Das Stellenverzeichnis „IZmed“ ist nach Anmeldung im Portal der LÄK BW aufrufbar.

Das Land Baden-Württemberg hat festgelegt, welche Arztgruppen einschließlich der in direktem Patientenkontakt arbeitenden Beschäftigten unter § 2 Nr. 4 und Nr. 5 der Coronavirus-Impfverordnung fallen und daher in die Gruppe der mit höchster Priorität zu Impfenden (vgl. Schnellinfo Impfpriorisierung).

Sie können unsere Mustervorlage nutzen, um Ihren Beschäftigten zu bestätigen, dass sie direkten Patientenkontakt in einem der folgenden Kontexte haben: 

  • Corona-Schwerpunktpraxen (CSP)
  • Onkologie-Praxen
  • Pflegeheime

Das gilt als „Bescheinigung der Einrichtung bzw. des Unternehmens“ im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV). 

Zusätzlich ist ein Lichtbildausweis mitzubringen.

MFA, die in Notfalldienst-Praxen tätig sind, benötigen eine Bescheinigung des Trägers der Notfallpraxis. Medizinpersonal, das in Impfzentren mitarbeitet, kann sich direkt dort impfen lassen.

Sofern Sie einen entsprechenden Auftrag vom jeweils zuständigen Impfzentrum erhalten haben, können Sie diese Tätigkeit als Impfarzt-Einsatz über unser Abrechnungsportal für Impfärzte abrechnen (130 Euro je Stunde plus pauschale Reisekostenerstattung 30 Euro je Tag) siehe Abrechnung Impfärzte ». Eine eigene Registrierung als Impfarzt ist dafür nicht erforderlich. Als Vertragsarzt nutzen Sie einfach Ihre KVBW-Benutzerkennung, um sich am Abrechnungsportal für Impfärzte anzumelden.

Die Aufklärung zur Corona-Schutzimpfung muss durch einen Arzt im persönlichen Gespräch stattfinden. Es kann die organisatorischen Abläufe vereinfachen, wenn die Impfaufklärung und die Impfanamnese der Hausarzt im Vorfeld übernimmt, statt des Impfarztes des mobilen Impfteams, der die Corona-Impfung durchführt. Das zu entscheiden, obliegt dem jeweils zuständigen Impfzentrum, das auch die Mobilen Impfteams (MIT) koordiniert.

Wenn Sie dazu bereit sind, erhalten Sie dafür ausschließlich eine Vergütung als Impfarzt, dies ist nicht vertragsärztlich abrechnungsfähig. Das Aufklärungsmerkblatt und den Einwilligungsbogen muss der Patient selbst oder sein gesetzlicher Vertreter durchgehen, ausfüllen und unterschreiben. Der aufklärende Arzt unterschreibt ebenfalls. Diese Unterlagen und die Informationen zur korrekten Dokumentation bekommen Sie über das Impfzentrum.

Das Bundesgesundheitsministerium stellt die bundesweit einheitlichen Aufklärungs- und Einwilligungsunterlagen zum Download bereit. Teil der Unterlagen sind auch eine Ersatzbescheinigung für Menschen ohne Impfpass und ein Leitfaden für Ärzte für das Patientengespräch.

Dokumente zum Download

Aufklärungs- und Infomaterial zur Corona-Schutzimpfung

Wenn Sie als Impfarzt in den Corona-Impfzentren bzw. den mobilen Impfteams des Landes Baden-Württemberg mitgearbeitet haben, zahlen wir Ihnen die Gelder aus, die Ihnen dafür zustehen.

Aktuell richten wir ein eigenes Online-Abrechnungsportal für diesen Zweck ein. Falls Sie nicht bereits über eine BSNR und eine aktive KVBW-Benutzerkennung verfügen, ist eine Registrierung als Impfarzt bei der KVBW notwendig, um sich am Abrechnungsportal anmelden zu können. Alles, was Sie zur Zahlungsabwicklung wissen müssen und das Registrierungsformular für die Abrechnung (nicht zu verwechseln mit dem ursprünglichen Akquiseformular für Impfärzte!) stellen wir Ihnen hier zur Verfügung:

Mehr zum Thema Abrechnung als Impfarzt

Nein, interessierte Mediziner, die nicht im Arztregister der KVBW eingetragen sind, melden sich bitte über das Rückmeldeformular der Landesärztekammer (LÄK).

Um Ihre Einsätze in Impfzentren und mobilen Impfteams später abrechnen zu können, ist allerdings im Nachhinein eine Registrierung als Impfarzt bei der KVBW notwendig, sofern Sie nicht ohnehin bereits mit uns im Abrechnungsverkehr stehen (z. B. als aktiver Vertrags- oder Poolarzt). Ein entsprechendes Formular stellen wir Ihnen unter Abrechnung Impfärzte zur Verfügung.

Mehr zum Thema Abrechnung als Impfarzt

Nein. Personen, die in einem Alten-, Pflege- oder Behindertenheim betreut werden, erhalten von ihrer Einrichtung eine Bescheinigung.

Nein, zum Nachweis der Anspruchsberechtigung wird der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis vorgelegt.

Nein, das sieht die Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) nicht vor. Es dürfen ausschließlich Humanmediziner als Impfärzte tätig werden.

Ja. Personen, die in SARS-CoV-2-Impfzentren tätig sind, gehören zur Gruppe mit der höchsten Priorität. So steht es in der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV), die die Reihenfolge bei der Verteilung des Impfstoffs festlegt. Das Bundesgesundheits­ministerium ist dabei nur zum Teil den Empfehlungen der Impfkommission gefolgt. Nach der derzeitigen STIKO-Empfehlung wäre nicht vorgesehen, dass Ärzte zuerst geimpft werden.

Letzte Aktualisierung: 25.01.2021