Impfung gegen das Coronavirus

Mediziner und MFA für freiwillige Mithilfe

Um in den Impfzentren hunderte von Menschen am Tag impfen zu können, braucht es fachkundiges Personal in großer Zahl. Die KV Baden-Württemberg (KVBW) hat das Land dabei unterstützt, das ärztliche und nicht-ärztliche Personal für Impfzentren und mobile Impfteams zu akquirieren.

Anmeldestopp Mitarbeit in den Impfzentren

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Mitarbeit bei der Corona-Impfkampagne! Tausende freiwillige Helfer haben sich bei uns für den Einsatz in Impfzentren gemeldet. Wir sind überwältigt von der großen Resonanz und danken allen, die ihre Unterstützungsbereitschaft signalisiert haben. Derzeit nehmen wir keine Anmeldungen mehr entgegen.

Die eingegangenen Interessentendaten haben wir an das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg übermittelt. Die Einsatzplanung obliegt dem Betreiber des jeweiligen Impfzentrums, der bei Bedarf Impfärzte und Medizinpersonal in den Freiwilligenlisten kontaktiert. Wir als KV können keinerlei Fragen zur Diensteinteilung beantworten. Bei Fragen zu Organisation und Einsatzplanung wenden Sie sich direkt an das jeweilige Impfzentrum. Listen der Zentralen Impfzentren (ZIZ) und Kreisimpfzentren (KIZ) finden Sie hier: 

Wir informieren an dieser Stelle, falls zusätzliche Helfer gebraucht werden sollten.

Informationen zur COVID-19-Impfung

Inzwischen gibt es die ersten zugelassenen Impfstoffe in Deutschland. Die KVBW nimmt keine Vorbestellungen zu COVID-19-Impfstoffen entgegen. Die Fach­infor­mationen sowie weitere Angaben zur Zulassung stellt das Paul-Ehrlich-Institut zur Verfügung: Fachinformation COVID-19-Impfstoffe

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat eine detaillierte Empfehlung zur COVID-19-Impfung erarbeitet. Darauf baut die Coronavirus-Impfverordnung (Corona­ImpfV) des Bundes­gesundheits­ministeriums auf, die die Reihenfolge festlegt.

Zum Start der Corona-Schutzimpfung in Deutschland hat das Bundes­gesund­heits­ministerium bundesweit einheitliche Aufklärungs- und Ein­willigungs­unter­lagen bereitgestellt. Teil der Unterlagen ist ein Ärzte-Leitfaden für das Patienten­gespräch: Offizielles Informationsmaterial zur Corona-Impfung

Was rund um die medizinischen Aspekte der COVID-19-Impfung bekannt ist, hat das Robert Koch-Institut (RKI) in einem FAQ-Katalog zusammengetragen: FAQ Corona-Impfung

Bei Anfragen von Bürgern und Patienten verweisen wir auf die Informationen der Landesregierung BW: Corona-Impfung und Kreisimpfzentren (KIZ)

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Ja. Zweitimpfungen können bei Praxisschließungen, etwa wegen Urlaub, in der Vertretungspraxis durchgeführt werden, damit der in der Coronavirus-Impfverordnung für BioNTech empfohlene Impfabstand von sechs Wochen eingehalten werden kann. Unabhängig davon besteht die Möglichkeit, Zweitimpfungen vorzuziehen und selbst durchzuführen (mehr erfahren »).

Für die Bestellung des Impfstoffes für Zweitimpfungen bei kollegialer Vertretung empfehlen die KBV und die Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände (ABDA) folgendes Vorgehen:

  • Der Vertreter bestellt die Zahl der Impfstoffdosen, die ihm der zu vertretende Arzt übermittelt hat.
  • Er verwendet dazu ein gesondertes Formular (Muster 16), auf dem er ausschließlich die Dosen für den Vertretungsfall aufführt. Er gibt auf diesem Rezept seine eigene Lebenslange Arztnummer (LANR) an, das Stichwort: „Zweitimpfung“ sowie den Namen des Vertragsarztes, den er vertritt.
  • Das ausgefüllte Rezept reicht der Vertretungsarzt bei derselben Apotheke ein, bei der er den Impfstoff für „seine“ Patienten bestellt.

Vertreter bestellt für „eigene“ Impfungen auf separatem Rezept

Der Vertretungsarzt bestellt den Impfstoff für die eigenen Patienten auf separaten Rezepten (je ein Muster 16 für Erst- und eines für Zweitimpfungen). Die Bestellung dieser Impfstoffdosen darf nicht mit der Bestellung der Impfstoffdosen für den Vertretungsfall in einem Auftrag zusammengefasst werden.

Impfstoffbestellung bei Praxisschließung auch schon früher möglich

Bei einer vorübergehenden Praxisschließung, zum Beispiel wegen Urlaub, kann der Arzt die Impfstoffbestellung nach Absprache mit seinem Apotheker gegebenenfalls auch schon früher als am Dienstag in der Apotheke einreichen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die empfohlenen Bestellmengen möglicherweise noch nicht bekannt sind.

Die im Zusammenhang mit der COVID-Impfung berechnungsfähigen GOP decken alle mit den Impfungen assoziierten Leistungen ab (alle Fragen zur Impfung, auch im Bezug zu weiteren Erkrankungen des Patienten, Infektausschluss etc.).

Grundsätzlich gilt daher, dass die COVID-Impfungen nicht neben anderen Leistungen berechnet werden dürfen. Dies trägt auch dazu bei, organisatorisch möglichst viele Impfungen zu gewährleisten. Wenn sich jedoch im Einzelfall eine Behandlungsnotwendigkeit während des Impftermins ergibt, sind solche Leistungen vertragsärztlich, bspw. durch Ansatz der Versicherten-/oder Grundpauschale berechnungsfähig. Regelmäßige Nebeneinander­abrechnungen können jedoch Abrechnungs­prüfungen und ggf. Regresse nach sich ziehen.

Die Testverordnung sieht keinen regelhaften Anspruch auf eine konzeptionell ausgerichtete Schnelltestung vor der Impfung vor. Grundsätzlich besteht für jeden Bürger der Anspruch auf Bürgertestung, diese ist jedoch nicht an bestimmte Anlässe geknüpft und wird vom Bürger individuell beansprucht.

Zudem gibt es derzeit keine Hinweise auf eine negative Beeinflussung des Verlaufs einer COVID-19-Infektion durch die aktuellen Impfstoffe. Nach Angaben des RKI ist vielmehr auch die Effektivität der Impfung nicht unterschiedlich, wenn bereits eine SARS-CoV-2-Infektion vorangegangen ist. Vor diesem Hintergrund besteht nach dessen Aussage (RKI/Fragen zur COVID-19-Impfempfehlung (Stand: 4. Mai 2021)) auch keine Notwendigkeit, vor einer COVID-19-Impfung das Vorliegen einer akuten, asymptomatischen oder unerkannt durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch auszuschließen. Zum anderen gilt auch hierbei, den organisatorischen Ablauf möglichst effizient auf das Impfgeschehen auszurichten.

Ja. Sie können alle Erwachsenen mit diesem Impfstoff impfen. Laut Empfehlung der STIKO zur Corona-Impfung mit Vaxzevria® bei unter 60-Jährigen kann die Impfung „nach ärztlicher Aufklärung und bei individueller Risikoakzeptanz durch den Patienten“ erfolgen.

Nein. Wer über 60 Jahre alt ist, ist in Baden-Württemberg ab sofort allein aufgrund seines Alters impfberechtigt. Auch Feuerwehreinsatzkräfte und Beschäftigte an Schulen und in der Kinderbetreuung, dürfen sich impfen lassen. Seit 3. Mai 2021 sind außerdem Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie behandlungsfreie Krebserkrankungen, HIV, Rheumaerkrankungen und Autoimmunerkrankungen, Herzerkrankungen, Asthma oder Adipositas impfberechtigt sowie bis zu zwei enge Kontaktperson zu pflegebedürftigen Personen ab 60 Jahren bzw. mit o. g. Erkrankungen.

Der Rest der Priorisierungsgruppe 3 (§ 4 Corona-ImpfV) ist allerdings noch nicht an der Reihe vgl. www.impfen-bw.de. Eine weitere Öffnung der Impfberechtigung für die „Gruppe 3: Erhöhte Priorität“ erfolgt ab 17. Mai. 

Bei der Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca haben Bund und Länder die Priorisierung bereits aufgehoben.

Die Gesundheitsminister haben den Impfstoff AstraZeneca für alle freigeben – die Priorisierung also aufgehoben. Sie können somit alle Erwachsenen mit diesem Impfstoff impfen. Laut Empfehlung der STIKO zur Corona-Impfung mit Vaxzevria® bei unter 60-Jährigen kann die Impfung „nach ärztlicher Aufklärung und bei individueller Risikoakzeptanz durch den Patienten“ erfolgen.

Grundsätzlich kann der Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca ungeöffnet und bei eingehaltener Kühlkette (2 – 8 °C) 6 Monate im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sobald die erste Dosis aus einem Vial entnommen wurde, kann die angebrochene Durchstechflasche noch 48 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden.

In diesem Fall ist der kurative Hausbesuch (GOP 01410 mit dem entsprechenden Wegegeld und bei Impfung/Behandlung weiterer Personen im Haushalt GOP 01413) abzurechnen.

Impfstoffdosen für die Zweitimpfung werden auf einem gesonderten Rezept bestellt (d. h. nicht zusammen mit Impfstoffen für die Erstimpfung) und als „Zweitimpfung“ gekennzeichnet (mehr erfahren »). Um sicherzustellen, dass alle Patienten fristgerecht zum zweiten Mal geimpft werden können, wird die Bestellmenge für Zweitimpfungen nicht begrenzt. 

Beispiel
: „Zweitimpfung: 18 Impfstoffdosen Comirnaty® BioNTech/Pfizer & 20 Impfstoffdosen Vaxzevria® AstraZeneca plus erforderliches Impfzubehör“.

Bitte beachten Sie die vorgegebenen Impfintervalle nach Corona-Impfverordnung: Beim Impfstoff von BioNTech erfolgt die zweite Impfung nach 6 Wochen, bei AstraZeneca nach 12 Wochen.

Weitere Hilfestellungen finden Sie in unserer Ausfüllhilfe Rezeptformular (Muster 16).

Die Impfung ist für die Bevölkerung kostenlos – unabhängig davon, ob und wie derjenige versichert ist (Abrechnung immer über die KVBW). § 1 der Coronavirus-ImpfV legt fest, wer Anspruch auf eine Corona-Impfung hat. Dieser Anspruch besteht zunächst unabhängig von der Frage der Impfpriorisierung. Die stellt sich erst dann, wenn zunächst überhaupt der Impfanspruch bejaht werden kann. Im Rahmen der Verfügbarkeit der vorhandenen Impfstoffe (Stichwort: Priorisierung, zur Impfberechtigung zum jetzigen Zeitpunkt siehe www.impfen-bw.de) sind alle Personen anspruchsberechtigt, die mindestens eines dieser Kriterien erfüllen:

  1. in der Bundesrepublik Deutschland in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert
  2. Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland
  3. in der Bundesrepublik Deutschland in Einrichtung bzw. Unternehmen im Sinne der Priorisierungsgruppen (§§ 2 bis 4) behandelt, gepflegt, betreut oder tätig z. B. Pflegepersonal, 
  4. enge Kontaktperson im Sinne der Priorisierungsgruppen (§ 3 Abs. 1 Nr. 3 oder § 4 Abs.1 Nr. 3) z. B. pflegende Angehörige 
  5. im Ausland in einer Berufsgruppe im Sinne der Priorisierungsgruppen tätig bzw. mitausgereiste Familienangehörige (§ 3 Abs. 1 Nr. 6 bis 8 und § 4 Abs. 1 Nr. 4) z. B. Entwicklungshelfer

Hinweis zu Punkt 2: Das Sozialministerium Baden-Württemberg legt die Formulierung „gewöhnlicher Aufenthaltsort“ im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 2 CoronaImpfV wie folgt aus:

Aufgrund des Zweckes der CoronaImpfV, Infektionsketten zu unterbrechen, kommt es für den „gewöhnlichen Aufenthaltsort“ darauf an, dass der Aufenthalt voraussichtlich eine gewisse Dauer haben wird und im betreffenden Zeitraum den persönlichen Lebensmittelpunkt bildet. Nach dieser Definition sind beispielsweise Erntehelfer impfberechtigt, hingegen Personen, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben, aber ihren Lebenspartner häufig in Deutschland besuchen, nicht.

Die Impfstoffmenge, die der Bund für die Praxen bereitstellt, variiert von Woche zu Woche. Die Zusagen basieren auf den Lieferprognosen der Hersteller, die nach wie vor mit vielen Unsicherheiten behaftet sind. Wenn eine angekündigte Lieferung ausfällt, zieht das kurzfristige Änderungen bei den Bestell- bzw. Liefermengen nach sich, die große Herausforderungen für Ihre Praxisorganisation bedeuten.

Wir als KV können die Kontingentierung nicht steuern, hoffen aber wie Sie auf präzise angekündigte Impfstoffmengen in naher Zukunft. Bestellungen für Zweitimpfungen sollen bei der Verteilung auf die Arztpraxen bevorzugt berücksichtigt werden, damit zumindest die Impfintervalle eingehalten werden können (daher auch die Vorgabe, Impfstoff für Erst und Zweitimpfungen auf zwei getrennten Rezepten zu bestellen).

Die Corona-Impfstoffe sind Eigentum der Bundesrepublik Deutschland, die die Impfdosen kontingentiert nach einem komplizierten Schlüssel zuweist. Es ist zu erwarten, dass in den kommenden Wochen die Mengen der COVID-19-Impfstoffe enorm zunehmen, sodass Ärztinnen und Ärzte so viel Impfstoff bekommen, wie sie in ihren Praxen verimpfen können.

Als Vertragsarzt rechnen Sie diese Impfleistungen in gewohnter Weise mittels GOP über Ihre Quartalsabrechnung (KVDT) mit uns ab (vgl. COVID-19-Impfung – Impfstofflogistik, Abrechnung und Dokumentation). Eine Aufwandserstattung seitens des Landes Baden-Württemberg erfolgt bei solchen örtlichen Impfterminen in Gemeindehallen etc. nicht. Das Land stellt lediglich den Impfstoff in Abstimmung mit den jeweiligen Kommunen zur Verfügung.

Ausschließliches Impfen nach Coronavirus-ImpfV ist keine GKV-Leistung. Daher ist die Nutzung anderweitiger Räumlichkeiten außerhalb der Praxis oder die Anstellung von reinen Impfärzten nicht durch die KV oder den Zulassungsausschuss genehmigungspflichtig.

Die GOPs für den Besuch/Mitbesuch sind bei solchen gemeinschaftlichen Impfaktionen an zentralen Orten nicht abrechenbar.

Die Vergütung nach ImpfV verpflichtet dazu, die für das Impfmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) erforderlichen Daten zu erheben und zu übermitteln. Die Dokumentationspflicht bezieht sich auf zwei Bereiche: die Angaben, die im Rahmen der regulären KVDT-Leistungsabrechnung zu machen sind (GOP und Chargennummer) und zusätzlich die Angaben, die täglich über die „KBV-ImpfDoku" im Mitgliederportal erfolgen. Beides muss bei der Abrechnung von Impfleistungen durch Niedergelassene (außerhalb der regulären Impfzentren) erfüllt sein.

Es ist die Buchstabenkennzeichnung „B“ für die Abschlussimpfung zu verwenden. Genesene gelten nach der einmaligen Booster-Impfung als vollständig geimpft.

Nein. Mit dem nächsten Update der Praxissoftware zum 1. Juli wird die neue IK 103609999 hinterlegt. Bis dahin verwenden Sie wie bisher die IK 100038825.

Ja. Angesichts der Impfstoffknappheit darf unabhängig von der BioNTech-Zulassung eine sauber aus einem Vial des BioNTech-Impfstoffes gezogene siebte Impfdosis verwendet werden. Selbstverständlich dürfen und sollen Sie diese Impfung auch abrechnen und dokumentieren.

Die Entnahme zusätzlicher Dosen aus Mehrdosenbehältnissen (Vial), zum Beispiel sieben Dosen statt sechs bei BioNTech und elf statt zehn bei AstraZeneca, ist laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) unter bestimmten Voraussetzungen möglich und rechtlich zulässig. Dieses Vorgehen erfordert aber auf Seiten der Anwender eine besondere Umsicht und Sorgfalt. Grundsätzlich liegt das korrekte Aufziehen der Spitzen in der Verantwortung des Arztes.

Für die Entnahme zusätzlicher Impfdosen sind dem BMG zufolge besondere Spritze-/Kanülen-Kombinationen mit geringem Totvolumen (< 35 µl) erforderlich beziehungsweise im Falle von BioNTech bereits für die Entnahme einer sechsten Dosis vorgesehen.

Menschen ab 60 Jahren brauchen inzwischen kein ärztliches Attest mehr, um ihren Impfanspruch nachzuweisen. Diese Altersgruppe hat in Baden-Württemberg mittlerweile auch unabhängig von Vorerkrankungen Anspruch auf eine Corona-Impfung. Wenn bei Menschen, die jünger als 60 Jahre sind eine Erkrankung vorliegt, die in § 3 oder § 4 der CoronaImpfV ausdrücklich genannt ist, stellt der Arzt ein Attest aus, das zur Impfung in einem Impfzentrum berechtigt.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist es ausreichend, wenn der Arzt formlos bescheinigt, dass eine Erkrankung im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfVO) vorliegt. Dieses Vorgehen entspricht auch dem geltenden Datenschutz.

Bsp.: Hiermit wird bescheinigt, dass bei Herrn/Frau Mustermann eine Erkrankung im Sinne von § 3 Ziffer 2 – alternativ - § 4 Ziffer 2 der CoronaImpfVO vorliegt.

Stufe 2

Personen mit hoher Priorität laut Corona-Impfverordnung
(§ 3 Ziffer 2 der CoronaImpfVO) 

Krankheitsbilder  »

Stufe 3

Personen mit erhöhter Priorität laut Corona-Impfverordnung
(§ 4 Ziffer 2 der CoronaImpfVO)

Krankheitsbilder »

Pauschale Vergütung von 5 Euro je Attest

Für die Ausstellung dieses ärztlichen Zeugnisses werden 5 Euro vergütet. Wird die Bescheinigung an den Patienten geschickt, können zusätzlich 90 Cent für den postalischem Versand abgerechnet werden: GOP 88320 (Ausstellung Zeugnis zu 5 Euro) und ggf. 88321 (Portopauschale zu 0,90 Euro).

Altersnachweis ohne Attest

Bitte beachten Sie: Ein ärztliches Attest ist nicht notwendig für Personen, die bereits aufgrund des Alters Anspruch auf die Impfung haben sollten. Hier genügt der Personalausweis als Anspruchsnachweis

Wenn Patienten ihre erste Impfung in einem Impfzentrum erhalten haben, soll die Zweitimpfung auch dort durchgeführt werden, da die entsprechenden Impfdosen dort dafür eingeplant wurden.

Nur in begründeten Ausnahmefällen kann davon abgewichen werden. Eine Ausnahme kann beispielsweise sein, dass Sie die Impfung bei einem Ihrem Patienten durchführen, der seine Zweitimpfung im Impfzentrum wegen eines Krankenhausaufenthalts nicht wahrnehmen konnte.

Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat am 20. April 2021 gegenüber dem Vorstand der KVBW bestätigt, dass die Impfempfehlung des Landes Baden-Württemberg auch die Impfung von Unter-60-jährigen mit AstraZeneca Vaxzevria® umfasst.

Für die „Staatshaftung“ nach dem Infektionsschutzgesetz kommt es auf diese Empfehlung des Landes an. Daher tritt diese „Staatshaftung“ nun also – vorbehaltlich der Einzelfallentscheidung – auch ein, wenn unter-60-jährige Personen, die mit AstraZeneca geimpft wurden, einen Impfschaden erleiden. Das gilt gleichermaßen für Erst- und Zweitimpfung.

Ja, nach der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums dürfen alle Vertragsärztinnen und Vertragsärzte impfen und in ihrer Apotheke Impfstoff bestellen. Es gibt keine Einschränkungen.

Nein. Ihre COVID-Impfstoff-Bestellung ist verbindlich und nicht stornierbar. Die Corona-Impfstoffe sind Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. Um eine gerechte und geregelte Zuteilung zu ermöglichen, liefern Apotheken gleichmäßige Bestellmengen. Eine impfstoffspezfische Bestellung ist möglich.

Zu wenig gemeldete Impfungen oder vergessene Meldungen reichen Sie bitte mit Ihrer nächsten Tagesmeldung an das RKI nach (einfach aufsummieren bis zum heutigen Tagesdatum). Falls Sie versehentlich zu viele durchgeführte Impfungen gemeldet haben, ziehen Sie diese von Ihrer nächsten Tagesmeldung ab.

Ab sofort erhalten Praxen mit der Impfstofflieferung fertige Klebeetiketten für die Dokumentation im Impfausweis ihrer Patienten. Sowohl BioNTech als auch AstraZeneca werden Aufkleber bereitstellen. Die Auslieferung erfolgt über die Apotheken zusammen mit dem Impfstoff. Auf den Etiketten ist dann auch die Chargennummer aufgedruckt; die Sticker müssen somit nur noch im Impfausweis oder in der Ersatzbescheinigung aufgeklebt werden.

Grundsätzlich ist es aber auch zulässig, die Impfung einschließlich der Chargennummer von Hand im Impfpass zu dokumentieren. Der Aufkleber ist nicht zwingend vorgeschrieben.

Nein, auch nicht mit Mengenbegrenzung.

Von den Kostenträgern wird dies mit folgenden Argumenten begründet:

  • deutlich höhere Kosten als bei Adrenalin-Ampullen
  • relativ kurze Haltbarkeit der Autoinjektoren (20 bis 24 Monate)
  • die zusätzliche Zeit für das Öffnen einer Glasampulle und das Aufziehen der Spritze sei nicht ausschlaggebend, da der Wirkeintritt nach i.v.-Applikation rascher ist
  • auf dem Markt befindet sich eine Ampulle, die laut Fachinformation auch unverdünnt intramuskulär verabreicht werden darf.

Adrenalin-Autoinjektoren können dennoch für einen möglichen Notfall in der Praxis vorgehalten werden. Falls ein Autoinjektor im Notfall eingesetzt werden muss, kann dieser nachträglich auf Namen des Patienten verordnet werden. Nicht genutzte Autoinjektoren bleiben also Sache des Arztes.

Direktkontakt

Auskunft zu Sprechstundenbedarf
0711 7875-3660
  • Mo – Fr: 8 – 16 Uhr

Sobald die erste Dosis aus einem Vial entnommen wurde, kann die angebrochene Durchstechflasche nach Angaben in der Fachinformation noch 48 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt und verwendet werden.

Ja, das dürfen Sie. Die Corona-Impfung unterliegt nicht den vertragsarztrechtlichen Vorschriften. Wegen der Zuteilungsgerechtigkeit erfolgt zwar die Bestellung des Impfstoffs je Arzt getrennt mit dessen lebenslanger Arztnummer (LANR) auf dessen Rezept. Es ist Ihnen jedoch freigestellt, wer innerhalb der Praxis (BAG/MVZ) impft und dokumentiert.

Die tägliche Schnell-Dokumentation der Corona Impfungen (ImpfDoku) lässt sich nur im Sicheren Netz der KVen (SNK) aufrufen. Der Link über die Aktionskachel im Mitgliederportal funktioniert nur auf Rechnern mit SNK-Zugang. 

Zum Test können Sie die Kachel „KBV Online EBM“ anklicken. Scheitert der Aufruf auch hier, scheint nur das KVBW-Mitgliederportal, nicht aber das komplette SNK bei Ihnen freigeschaltet zu sein.

Falls Sie über den Konnektor an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sind und die Impfdoku dennoch nicht erreichbar ist, sollten Sie sicherstellen, dass in der Management-Oberfläche des Konnektors die Option „Bestandsnetz“ aktiviert ist (mehr dazu im Handbuch des jeweiligen Konnektorherstellers oder bei Ihrem TI-Anbieter).

Falls Sie über einen KV-Ident Plus Token und die Software Citrix Netscaler verfügen, können Sie unser Mitgliederportal und die KBV-Impfdoku im SNK alternativ über diesen Weg erreichen (mehr erfahren »).

Nein. Wenn Sie einen Arzt in Ihrer Praxis beschäftigen, der ausschließlich für Corona-Schutzimpfungen eingesetzt wird, benötigen Sie hierfür keine Genehmigung der KV. Die Corona-Schutzimpfungen richten sich nach der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV); hier befinden wir uns nicht im Bereich der vertragsärztlichen Versorgung. Beispielsweise könnte auch ein ehemaliger Praxisinhaber bei den Corona-Impfungen ohne Weiteres unterstützen.

Soll der Impf-Assistent darüber hinaus Patienten behandeln, ist diese Tätigkeit zwingend vor Tätigkeitsbeginn durch die KVBW zu genehmigen. Sobald der Arzt im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung tätig wird, gelten die Voraussetzungen für einen Arzt zur Sicherstellung (Entlastungsassistent / Sicherstellungsassistent).

Sie sind in beiden Fällen verpflichtet, sich von der fachlichen Befähigung des Impf-Assistenten zu überzeugen.

Impfstoffbestellung an vertragsärztliche LANR geknüpft

Hinweis: Voraussetzung für die Bestellung des Impfstoffes ist, dass der Arzt über eigene Rezepte (Muster 16) mit seiner LANR verfügt. Beschäftigte, die keine eigenen Rezepte haben, verwenden Rezepte des Vertragsarztes, bei dem sie tätig sind ‒ mit dessen LANR und BSNR) und können selbst keinen (zusätzlichen) COVID-19-Impfstoff bestellen. Dokumentation und Abrechnung erfolgt im Namen und über die LANR des anstellenden Vertragsarztes.

Die Abrechnung der Corona-Impfung erfolgt für alle Patienten über die Kassenärztliche Vereinigung. Das gilt auch für Selektivvertragspatienten und Privatpatienten.

Personen ohne Impfausweis erhalten eine Ersatzbescheinigung zur COVID-19-Schutzimpfung. Die Bundesregierung stellt ein Formular dafür zum Download bereit.

Nach der Corona-Impfverordnung, die den Leistungsanspruch für Patienten definiert, soll die Zweitimpfung nach sechs Wochen (BioNTech) bzw. zwölf Wochen (AstraZeneca) durchgeführt werden. Wenn die Impfung nach sechs Wochen (bzw. zwölf Wochen) durchgeführt werden kann, dann muss sie auch zu diesem Zeitpunkt durchgeführt werden.

In begründeten Einzelfällen (z. B. Praxisurlaub) kann von diesem Zeitraum abgewichen werden. Es empfiehlt sich, dabei die Angaben in den Fachinformationen zu berücksichtigen: Für den Impfstoff Comirnaty® von BioNTech wird empfohlen, die zweite Dosis nach drei Wochen zu verabreichen. Für den Impfstoff Vaxzevria® gibt der Hersteller von AstraZeneca einen Zeitraum von 4 bis 12 Wochen für die Zweitimpfung an. Somit wäre der Termin für die Zweitimpfung ggf. vorzuziehen, wenn Sie den Abstand, den die CoronaImpfV vorgibt, nicht einhalten können. Sollte der empfohlene maximale Abstand zwischen der 1. und 2. Impfstoffdosis überschritten worden sein, kann die Impfserie dennoch fortgesetzt werden und muss nicht neu begonnen werden.

Bitte beachten Sie: Die dargestellten Informationen sind eine Momentaufnahme. Die Frage nach den optimalen Impfabständen kann bei Vorliegen neuer Erkenntnisse in Zukunft anders beantwortet werden.

Nein. Bei gesetzlich Versicherten (einschließlich HZV-Versicherten) lesen Sie wie üblich die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ein. Bei privat oder sonstigen Versicherten legen Sie je Patient einen Schein analog eines Ersatzverfahrens mit folgenden Daten an: 

Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS),
VKNR: 48850,
Institutskennzeichen IK: 100048850.

Wenn ausschließlich geimpft wird (inklusive Beratung, ggf. dafür notwendige Untersuchung und Ausstellen des Impfzeugnisses) können keine weiteren Leistungen abgerechnet werden.

Nur wenn zusätzlich auch eine kurative Behandlung erfolgt, können Sie die Versicherten-/Grundpauschale und ggf. weitere notwendige Leistungen abrechnen. Eine entsprechende ICD-Diagnose ist anzugeben. Bei HZV-Versicherten ist die Versichertenpauschale nicht abrechnungsfähig.

Apotheken dürfen Privatärzte oder Betriebsärzte bisher nicht mit COVID-19-Impfstoffen beliefern. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat in einer Allgemeinverfügung festgelegt, dass Apotheken Impfstoff gegen COVID-19 ausschließlich an bestellende Vertragsarztpraxen abgeben dürfen.

Die Einbeziehung von Privatärzten ohne Beauftragung in die Impfkampagne sieht das BMG im ersten Schritt nicht vor. Die derzeitige Corona-Impfverordnung (CoronaImpfV) legt fest: Privatärzte müssen an ein Impfzentrum angegliedert sein, um das Ausstellen von Zeugnissen, Schutzimpfungen, Besuchspauschalen und das Beratungsgespräch nach CoronaImpfV abrechnen zu können. Sie gelten als beauftragt, sobald ihnen vom Bund oder einem Land Impfstoff zur Verfügung gestellt wird (ggf. über ein Impfzentrum).

Bitte wenden Sie sich bei Fragen hierzu an die privatärztlichen Organisationen. Wir als KV stimmen den Bestellprozess und die Dokumentation ans RKI lediglich für unsere eigenen Mitglieder ab, nicht jedoch für Ärzte, die ausschließlich privat tätig sind. 

Die Corona-Impfverordnung (CoronaImpfV) sieht vor, dass beauftragte Privatarztpraxen ärztliche Leistungen im Zusammenhang mit der Corona-Impfverordnung über die Kassenärztliche Vereinigung abrechnen. Die KVBW setzt eine Registrierung als „Arztpraxis“ nach TestV voraus. Sofern Sie als Privatarztpraxis im Auftrag eines Impfzentrums tätig werden, können Sie sich bereits heute dafür bei uns registrieren (mehr erfahren »). Die Vergütung nach ImpfV ist zudem an die Verpflichtung geknüpft, die für das Impf­monitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) erforderlichen Daten zu erheben und zu übermitteln.

Dokumentieren Sie in der Patientenakte, dass Sie die zu impfende Person aufgeklärt haben und die Person eingewilligt hat. Eine schriftliche Einwilligung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber sinnvoll. Sie können dazu das Aufklärungsmerkblatt bzw. das Muster des RKI für eine Einwilligungserklärung verwenden und unterschreiben lassen. Auch eine formlose Einwilligungserklärung ist möglich.

Bitte verwenden Sie immer die aktuellste Version dieser Unterlagen, da diese Dokumente fortlaufend dem aktuellen Wissensstand angepasst werden.

Im Zusammenhang mit den Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2 hat die KBV den Softwareherstellern am 11. März aktualisierte Stammdateien mit den neuen GOPs und ICD-Codes für das zweite Quartal 2021 zur verpflichtenden Integration in den Praxis­verwaltungs­systemen (PVS) bereitgestellt.

Bitte spielen Sie das neuste Software-Update Ihres PVS-Systems ein, welches neben den neuen Pseudoziffern und ICD-Codes auch das KVDT-Feld 5010 zur Übertragung der Chargennummer bei Corona-Impfungen enthalten sollte.

Steht das Feld auch nach dem Update nicht zur Verfügung, setzen Sie sich bitte mit Ihrem PVS-Hersteller in Verbindung.

Die chemische und physikalische Stabilität während des Gebrauchs, einschließlich des Transports, wurde 6 Stunden lang bei 2 °C bis 30 °C nach Verdünnung in Natriumchlorid-Injektionslösung 0,9 % nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt so zügig wie möglich nach Verdünnung verwendet werden und nach Möglichkeit zwischen 2 und 8 °C aufbewahrt werden. 

Verpacken Sie vorbereitete Spritzen sicher für den Transport, zum Beispiel in einer mobilen Kühlbox. Die Spritzen sollten nicht lose im Transportgefäß liegen und am Umherrollen gehindert werden. Vermeiden Sie starke Erschütterungen. Dies kann den Impfstoff unbrauchbar machen.

Nutzen Sie bitte unbedingt die Schnell-Doku am Ende des Impftages im Mitgliederportal. Hier lassen sich die Angaben einfach erfassen, die das Robert Koch-Institut tagesaktuell für die Beobachtung des Impfgeschehens braucht. Die Daten, die Sie hier melden, belegen, welchen Beitrag die niedergelassenen Praxen für den Impffortschritt leisten und haben damit politisch hohes Gewicht – beispielsweise für die Frage der Impfstoffverteilung zwischen Praxen und Impfzentren.

Diese Angaben sind täglich zu erfassen:

  • die Anzahl der Erstimpfungen je Impfstoff
  • die Anzahl der Abschlussimpfungen je Impfstoff
  • die Anzahl der über 60-Jährigen bei den Erst- und Abschlussimpfungen

Die Eingabe erfolgt ganz simpel über eine „digitale Strichliste“ im KVBW-Mitgliederportal. Diese tägliche Meldung erfolgt pro Praxis, auch wenn dort mehrere Ärzte impfen (z. B. BAG oder MVZ). Es bleibt Ihnen überlassen, ob ein Arzt alle Impfungen eines Tages für die ganze Praxis einträgt oder ob jeder Vertragsarzt, die Impfungen, die unter seiner LANR laufen, selbst erfasst. Im zweiten Fall zählt das System automatisch die unter einer BSNR erfassten Impfungen für die RKI-Meldung zusammen.

Die GOP für die Abrechnung enthält später alle weiteren Informationen für das RKI-Impfmonitoring, sodass Sie Ihrer Dokumentationsverpflichtung laut CoronaImpfV vollumfänglich nachkommen.

Bitte geben Sie für das Rezept zur Bestellung von Corona-Impfstoffen grundsätzlich die IK-Nummer 100038825 des BAS an. Dieser Kostenträger ist bundesweit mit den Apotheken so abgestimmt.

Die IK-Nummer 100048850, die Sie von der Abrechnung der Corona-Tests nach TestV kennen, ist zwar ebenfalls eine korrekte IK-Nummer des BAS, sollte aber im Sinne der Einheitlichkeit nicht für die Impfstoffrezepte benutzt werden.

Ursprünglich waren die beiden Nummern einzelnen Länder-KVen zugeordnet, inzwischen sind jedoch beide bundesweit freigeschaltet. 

Für die Abrechnung können Sie frei wählen, welche der beiden Nummern Sie verwenden. Für die Verordnung nutzen Sie bitte ausschließlich die 3er Nummer.

Neues IK ab 1. Juli im PVS

Zum 1. Juli 2021 ändert sich das Institutionskennzeichen (IK) für den Kostenträger: Ärzte geben ab Quartal 2021/3 auf dem Bestellrezept das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem IK 103609999 an, es wird in den Praxisverwaltungssystemen (PVS) hinterlegt sein. Bis dahin können Ärzte weiterhin das IK 100038825 verwenden. 

Nein. Die Corona-Schutzimpfungen richten sich nach der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV); hier befinden wir uns nicht im Bereich der vertragsärztlichen Versorgung. Mithin gelten hier die strengen Vorgaben der Ärzte-Zulassungsverordnung (Ärzte-ZV) bezüglich des Anzeigens ausgelagerter Praxisräume bzw. der Genehmigung von Zweigpraxen nicht.

Rechtlich gesehen ist es nicht notwendig, die Patienten unterschreiben zu lassen, dass sie aufgeklärt wurden bzw. sie die Informationsblätter zur Kenntnis genommen, alles verstanden sowie in die Impfung eingewilligt haben.

Theoretisch genügt es also, die Aufklärung bzw. die Einwilligung des Patienten in der Praxisdokumentation festzuhalten. Aus Haftungsgründen und letztlich zur Beweiserleichterung im Streitfall ist jedoch deutlich zu empfehlen, die Patienten unterschreiben zu lassen, dass sie aufgeklärt wurden bzw. sie den Aufklärungsbogen erhalten, alles verstanden und in die Impfung eingewilligt haben.

Das Aufklärungsmerkblatt und der Anamnesebogen mit der Einwilligungserklärung stehen auf der Homepage des Robert Koch-Instituts (RKI) zum Download zur Verfügung.

Für die Lagerung der Corona-Impfstoffe kann ein haushaltsüblicher Kühlschrank verwendet werden, wenn dieser die folgenden Anforderungen erfüllt: 

  • Betriebstemperatur zwischen +2 °C bis +8 °C,
  • ggf. akustische und/oder optische Warnung bei Temperaturabweichung, 
  • Sicherheitsmechanismus gegen Abkühlen unter 2 °C,
  • in Umgebungstemperaturen von 10 °C bis 35 °C einsetzbar.

Ein spezielles Kühlgerät für Arzneimittel (nach DIN 58345) ist nicht vorgeschrieben. Ein direkter Kontakt der Impfstoffe mit der kühlenden Wand ist zu vermeiden (Gefahr von Frost und Feuchtigkeit). Für die Temperaturkontrolle sind Minimum-Maximum-Thermometer besonders gut geeignet. Diese Thermometer können mechanisch oder elektronisch sein, wobei letztere häufig über eine automatische Aufzeichnung verfügen. Die Thermometer sind in der Mitte des Kühlschranks anzubringen und werden – soweit nicht automatisch erfasst – in regelmäßigen Kontrollrhythmen (z. B. täglich morgens) überprüft und das Ergebnis protokolliert.

Ja, die Begleitdokumentation ist ab dem Ende des Kalenderjahres für drei Jahre aufzubewahren.

Für den Anspruch auf eine bestimmte Liefermenge ist nicht die Betriebs­stätten­nummer (BSNR), sondern die LANR (lebenslangen Arztnummer) der einzelnen Ärzte ausschlaggebend. Jeder impfende Arzt stellt unter Angabe seiner LANR ein gesondertes Rezeptformular (Muster 16) aus. Ärzte, die nicht unter eigener LANR tätig sind (z. B. Weiterbildungsassistent, Sicherstellungsassistent), können keine Impfstoffe bestellen.

Der Kostenträger ist das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit der Kostenträgerkennung IK-Nummer 100038825. 

Für die Verordnung empfehlen wir Ihnen, in Ihrer Praxisverordnungssoftware einen Pseudo-Patienten anzulegen. Sie könnten beispielweise den Namen „Impfung“ und den Vornamen „Corona“ oder „COVID-19“ eingeben. Falls Ihre Software vollständige Angaben benötigt, geben Sie ein fiktives Geburtsdatum, beispielsweise 01.01.2021 ein und als Anschrift Ihre Praxisanschrift.

Neues IK ab 1. Juli im PVS

Zum 1. Juli ändert sich das Institutionskennzeichen (IK) für den Kostenträger: Ärzte geben dann auf dem Bestellrezept das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem IK 103609999 an, es wird in den Praxisverwaltungssystemen (PVS) hinterlegt sein. Bis dahin können Ärzte weiterhin das IK 100038825 verwenden.

Ja. Laut Coronavirus-Impfverordnung haben zurzeit Personen der Gruppe 2 mit hoher Priorität Anspruch auf die Impfung gegen das Corona-Virus. 

Dazu gehören Ärzte und sonstiges Praxispersonal mit regelmäßigem Patientenkontakt. Sie haben demzufolge Anspruch auf die Impfung. Sie können diese Impfungen in Ihrer Praxis durchführen. Die dazu notwendigen Impfstoffe bestellen Sie über den vereinbarten Kostenträger.

Im Epidemiologischen Bulletin 12/2021 vom 25. März 2021 schreibt hierzu die STIKO:

„Aufgrund der Immunität nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion und in Anbetracht des weiterhin bestehenden Impfstoffmangels sollten immungesunde Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, nach Ansicht der STIKO zunächst nicht geimpft werden. Die derzeit verfügbaren klinischen und immunologischen Daten belegen eine Schutzwirkung für mindestens 6 bis 8 Monate nach überstandener SARS-CoV-2-Infektion.

Entsprechend sollte frühestens 6 Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung eine COVID-19-Impfung unter Berücksichtigung der Priorisierung erwogen werden. Hierbei reicht eine Impfstoffdosis aus, da sich dadurch bereits hohe Antikörpertiter erzielen lassen, die durch eine 2. Impfstoffdosis nicht weiter gesteigert werden.

Ob und wann später eine 2. COVID-19-Impfung notwendig ist, lässt sich gegenwärtig noch nicht sagen.“

Nein. Die Corona-Impfverordnung (ImpfV) verlangt ein ärztliches Zeugnis.

Die bis zu zwei engen Kontaktpersonen einer Schwangeren werden von der Schwangeren selbst oder von einer sie vertretenden Person als impfberechtigte Kontaktpersonen bestimmt. Für die Bestimmung von Kontaktpersonen ist keine ärztliche Bescheinigung notwendig. Für die Bestätigung der schwangeren Person stellt das Sozialministerium ein eigenes Formular zum Download bereit:

Nachweis:

Die bis zu zwei engen Kontaktpersonen einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person, die das 70. Lebensjahr vollendet hat, oder bei der ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf vorliegt (siehe Sozial­minis­terium BW: Impfberechtigte Personengruppen, Erkrankung nach Nummer 6 oder 7) werden von dieser Person selbst oder von einer sie vertretenden Person als impfberechtigte Kontaktpersonen bestimmt.

Für die Bestimmung von Kontaktpersonen selbst ist keine ärztliche Beschei­ni­gung not­wen­dig. Falls bei einer pflegebedürftigen Person unter 70 Jahren eine Erkrankung nach Nummer 6 und 7 vorliegt, muss diese mit einem ärztlichen Zeugnis nachgewiesen werden, das die impfberechtigten Kontaktpersonen z. B. in Kopie vorlegen. Für die Bestätigung der pflegebedürftigen Person stellt das Sozial­ministerium ein eigenes Formular zum Download bereit:

Nachweis:

Die ärztliche Beurteilung erfolgt durch ein Gremium der Landesärztekammer (LÄK) im Auftrag des Sozialministeriums (gem. § 6 Abs. 6 Corona-ImpfV).

Sofern Sie als behandelnder Arzt keine Impfbescheinigung auf Grundlage der konkret priorisierten Vorerkrankungen ausstellen können (vgl. § 3 Abs. 1 Nr. 2 a-i Corona-ImpfV), aber im Einzelfall dennoch aufgrund besonderer Umstände ein hohes oder sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf bei einer möglichen COVID-19-Erkrankung angenommen werden muss, kann der Patient einen Härtefallantrag beim Sozialministerium stellen.

Diese Anträge auf individuelle ärztliche Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 j) und § 4 Abs. 1 Nr. 2 i) sind unter Vorlage aussagekräftiger ärztlicher Befunde über die bestehende Erkrankung beim Ministerium für Soziales und Integration einzureichen unter der Postanschrift Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, Postfach 103443, 70029 Stuttgart.

Ein Antragsformular steht auf der Homepage des Ministeriums zur Verfügung.

Wenn in diesem Zusammenhang ein Arzt-Patienten-Kontakt stattfindet, können ggf. weitere Leistungen abgerechnet werden, wenn deren Leistungsinhalt gemäß EBM erfüllt ist, beispielsweise:

  • GOP 01434 setzt ein telefonisches Gespräch mit dem Arzt über mindestens 5 Minuten voraus.
  • Versichertenpauschale oder Grundpauschale je nach Fachgruppe setzt voraus, dass der Patient zum Arzt in die Sprechstunde oder Videosprechstunde kommt.

Es handelt sich beim Ausstellen eines neuen Impfausweises um keine abrechnungsfähige Leistung.

Impfpässe können Praxen in Baden-Württemberg beim Kohlhammer Verlag bestellen.

Bitte tragen Sie Ihre geleisteten Arbeitsstunden im Online-Abrechnungsportal für Impfärzte ein. Wählen Sie dort „Impfzentrum, Gutachtertätigkeit Landesärztekammer“ aus und geben Sie unter „Impfarzt“ die Stunden an, die Sie am betreffenden Tag als Gutachter tätig waren. Eine Zusammenfassung der Stunden pro Monat ist nicht zulässig.

Ja. Die Corona-ImpfV lässt ausdrücklich zu, Atteste bei Vorerkrankungen nach telefonischer Anforderung per Post zu versenden, wenn der Anspruchsberechtigte aufgrund früherer Behandlung dem Arzt unmittelbar persönlich bekannt ist.

Dabei ist es möglich, diese Leistung über die Quartalsabrechnung, aber ohne Personenbezug anzusetzen. Sie können sämtliche erbrachten Leistungen nach den Abrechnungsnummern 88320 und 88321 auf einem einzigen Sammelschein (ambulante Behandlung) mit Multiplikator abrechnen. Das gilt auch für Privat­versicherte, Selektivpatienten und Sonstige Kostenträger.

Sofern Sie Ihre Beschäftigten nicht selbst impfen, nutzen Sie die offizielle Arbeitgeberbescheinigung zum Nachweis einer Impfberechtigung Prio 1 & 2 des Landes Baden-Württemberg für Termine im Impfzentrum. Diese ausgefüllte, unterzeichnete und gestempelte Bescheinigung ist im Original mit zum Impftermin zu bringen. Das gilt als „Bescheinigung der Einrichtung bzw. des Unternehmens“ im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV). Außerdem ist ein Lichtbildausweis mitzubringen.

Nein. Fremde Dienste unter der eigenen Zugangskennung zu erfassen, ist nicht zulässig. Jeder muss mit seinem eigenen Benutzernamen und Kennwort angemeldet sein, um seine Dienststunden unter Angabe von Tag und Impfzentrum online zu erfassen.

Bitte rechnen Sie ausschließlich online ab und senden Sie keine Rechnungen oder Dienstpläne unaufgefordert an die KV.

Mit der Einreichung der Leistungen im Abrechnungsportal für Impfärzte erklären Sie, dass Sie die abgerechneten Stunden im Auftrag des jeweiligen Impfzentrums erbracht haben. Für die Richtigkeit der Angaben tragen Sie persönlich die Verantwortung. Wir behalten uns vor, die abgerechneten Leistungen zu überprüfen und zur Aufklärung der Sachverhalte einen Nachweis einzufordern.

Das setzt voraus, dass es mit dem jeweiligen Impfzentrum abgestimmt war, dass Sie eine MFA zu Ihrer Entlastung mitbringen. Das betrifft insbesondere den Einsatz in mobilen Impfteams in Pflegeheimen.

Die Betreiber der Impfzentren planen und vergüten das dort eingesetzte nicht-ärztliche Medizinpersonal normalerweise selbst. Es ist nicht zulässig, unabgesprochen eigenes Praxispersonal zum Impfarzt-Einsatz mitzubringen und später abzurechnen.

Nein, das ist nicht zulässig. Die vertraglichen Vorgaben verlangen, dass Sie jeden Tag, an dem Sie für die Corona-Impf-Kampagne des Landes Baden-Württemberg tätig waren, einzeln abrechnen.

Bitte tragen Sie Ihre geleisteten Arbeitsstunden im Online-Abrechnungsportal für Impfärzte ein. Wählen Sie dort „Impfzentrum, Impf-Hotline der Landesärztekammer BW“ aus und geben Sie unter „Impfarzt“ die Stunden an, die Sie am betreffenden Tag in der Telefonberatung tätig waren. Eine Zusammenfassung der Stunden pro Monat ist nicht zulässig.

Die Mobilen Impfteams (MIT) sind immer an die jeweiligen Impfzentren angedockt. Wenn Sie ein solches Impfteam unterstützt haben, wählen Sie das zugehörige Impfzentrum aus. Falls Sie mittelbar über das Pflegeheim den Auftrag erhalten haben, die im Vorfeld der Corona-Impfung erforderlichen ärztlichen Leistungen zu übernehmen, erkundigen Sie sich beim Heim, zu welchem Impfzentrum das dort eingesetzte Impfteam gehört. In den meisten Fällen wird es das regional nächstgelegene Zentrale Impfzentrum (ZIZ) sein.

Wenn Sie als Impfarzt für die Corona-Impfzentren bzw. die mobilen Impfteams des Landes Baden-Württemberg gearbeitet haben, zahlen wir Ihnen die Gelder aus, die Ihnen dafür zustehen. Wir haben ein eigenes Online-Abrechnungsportal für diesen Zweck eingerichtet. Den Aufruf dieser Online-Anwendung und alles, was Sie zur Zahlungsabwicklung wissen müssen, finden Sie hier:

Falls Sie derzeit keinen aktiven Status im Arztregister der KVBW haben, müssen Sie sich zunächst neu zur Abrechnung als Impfarzt bei unserem Arztregister registrieren. Nutzen Sie dazu bitte dieses Formular:
Registrierung zur Abrechnung als Impfarzt. Wir senden Ihnen dann eine BSNR, mit der Sie Ihre Impfarzt-Dienste abrechnen können.

Die alten Benutzerkennung aus Ihrer Zeit als Vertragsarzt können Sie weiterverwenden, daneben benötigen Sie allerdings auch eine aktive BSNR.

Hinweis: Integrierte PDF-Viewer (u. a. Firefox, Chrome, Safari) unterstützen das Datenformat dieses PDF-Formulars nicht. Bitte Datei herunterladen und mit Adobe Reader öffnen.

Ja. Mobilitätseingeschränkte Patienten, die nicht selbstständig zu einem der Impfzentren gelangen oder durch ein mobiles Impfteam die Corona-Schutzimpfung erhalten können, haben Anspruch auf die Verordnung einer Krankenfahrt zum Impfzentrum. Die gesetzlichen Krankenkassen und das Sozialministerium in Baden-Württemberg haben sich auf eine entsprechende Regelung zur Kostenübernahme geeinigt.

Grundsätzlich sollte eine ärztliche Verordnung vorliegen (Muster 4: Verordnung einer Krankenbeförderung), die beim Hausarzt auch telefonisch erfragt werden kann.

Auf einen Blick: Verordnung von Krankenfahrten

Wer hat einen Anspruch auf Krankenfahrten zum Impfzentrum?

  1. Die Corona-Schutzimpfung kann nicht durch ein mobiles Impfteam oder durch anderweitige Maß­nahmen des jeweiligen Bundeslandes (wie zum Beispiel Impfbusse) sichergestellt werden.
  2. Es muss eine Mobilitätsbeeinträchtigung vorliegen:
    • Schwerbehinderte, deren Schwerbehindertenausweis ein Merkzeichen „aG” für außergewöhnliche Gehbehinderung, „Bl” für Blindheit oder „H” für Hilflosigkeit enthält
    • Pflegebedürftige, deren Pflegebescheid Pflegegrad 4 oder 5 ausweist, sowie Pflegebedürftige mit dem Pflegegrad 3, wenn bei ihnen eine dauerhafte Mobilitätsbeeinträchtigung vorliegt

Welches Formular wird für die Verordnung verwendet?

  • Muster 4 (Verordnung einer Krankenbeförderung)

Welches Verkehrsmittel ist verordnungsfähig? Müssen Zuzahlungen geleistet werden?

  • Verordnungsfähig sind Fahrten mit Taxi oder Krankentransportwagen. Die Verordnungen von Taxifahrten sind nicht genehmigungspflichtig. Ist für die Fahrt ins Impfzentrum jedoch ein Krankentransportwagen notwendig, muss die Verordnung vor Fahrtantritt der zuständigen Krankenkasse zur Genehmigung vorgelegt werden.
  • Die Zuzahlung beträgt zehn Prozent der Taxikosten, mindestens jedoch fünf Euro und höchstens zehn Euro – pro Fahrt (Hin- und Rückfahrt).

Können auch Begleitpersonen die Fahrt übernehmen und sich die Kosten erstat­ten lassen?

  • Für Fahrten mit einem Privatfahrzeug oder öffentlichen Verkehrsmitteln kann keine Verordnung auf Muster 4 ausgestellt werden. In diesem Fall sollten Versicherte Rücksprache mit ihrer Krankenkasse hal­ten, ob trotzdem eine Kostenerstattung möglich ist.

Kann die Verordnung zur Krankenbeförderung (Muster 4) auch nach telefonischer Konsultation ausgestellt und per Post verschickt werden?

  • Ja, das Porto kann über die Pseudo-Gebührenordnungsposition 88122 (90 Cent) abgerechnet werden.

Sie können mit diesem Formular Zweitkonto Impfarzt für Vertragsärzte eine abweichende Bankverbindung für Ihre Tätigkeit als Impfarzt angeben. Unser Arztregister teilt Ihnen dann eine separate Nummer (BSNR) für Ihre Impfarzt-Tätigkeit mit. Wenn Sie Ihre Stunden im KVBW-Online-Abrechnungsportal für Impfärzte eintragen, wählen Sie diese neue Impfarzt-BSNR aus statt Ihrer vertragsärztlichen BSNR. Dann taucht die Zahlung weder in Ihrem Honorarbescheid noch auf dem Vertragsarztkonto Ihrer BAG auf, sondern auf Ihrem persönlichen Zweitkonto als Impfarzt.

Angestellte, MVZ-Ärzte, Ermächtigte etc. können ebenfalls dieses Formular nutzen, wenn sie ihre Impfarzt-Tätigkeit nicht über das Konto bzw. den Honorarbescheid ihrer vertragsärztlichen Betriebsstätte, sondern über ein eigenes Konto laufen lassen möchten.

Hinweis: Integrierte PDF-Viewer (u. a. Firefox, Chrome, Safari) unterstützen das Datenformat dieses PDF-Formulars nicht. Bitte Datei herunterladen, auf Festplatte speichern und mit Adobe Reader öffnen.

Das setzt voraus, dass Sie sämtliche im Vorfeld der Corona-Impfung erforderlichen ärztlichen Leistungen im Auftrag des Mobilen Impfteams (MIT) bei Ihren Patienten im Pflegeheim übernommen haben. Um abrechnen zu können, müssen Sie angeben, welches der Zentralen Impfzentren (ZIZ) bzw. Kreisimpfzentren (KIZ) Ihnen den Auftrag erteilt hat.

Zur Tätigkeit als Impfarzt gehört:

  • Aufklärungsgespräch mit der zu impfenden Person oder deren Betreuer (Impfberatung)
  • Impftauglichkeit prüfen
  • Anamnese und gemeinsames Ausfüllen des Einwilligungsbogens zur Corona-Schutzimpfung anhand der aktuellen Gesundheitssituation
  • Unterschriften einholen

Diese Formulare müssen unterschrieben in der Einrichtung vorliegen:

  • Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung
  • Anamnese-Einwilligungsbogen

Diese Aufklärungs- und Informationsmaterialien der Bundesregierung zur Corona-Schutzimpfung stehen im Internet zum Download zur Verfügung. Sie werden fortlaufend aktualisiert und an den aktuellen Kenntnisstand angepasst.

Es genügt nicht, den Anamnesebögen auf Basis der in der Praxis vorliegenden Patientendokumentation auszufüllen, um Impfarzt-Stunden abrechnen zu können!

Dokumente zum Download

Offizielles Aufklärungsmaterial zur Corona-Schutzimpfung

Letzte Aktualisierung: 11.05.2021