Corona-Impfung

Was Vertragspraxen in Baden-Württemberg wissen sollten

Deutschlands Impfstrategie regelt die Verteilung von Corona-Impfstoffen in zwei Phasen: In der ersten Phase dürfen sich Risikogruppen und beruflich besonders exponierte Menschen impfen lassen. Die Priorisierung, welche Personengruppen zuerst geimpft werden, legt die Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) unter Berücksichtigung der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) fest. Sobald genügend Impfstoff vorhanden ist, kann sich jeder, der möchte, impfen lassen (zweite Phase).

Vorerkrankungen: Ärztliches Zeugnis ausstellen und abrechnen

Wer wird zuerst geimpft?

Gruppe 1: Höchste Priorität – Terminbuchung möglich

  • über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, Corona-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen (vor allem Onkologie und  Transplantationsmedizin.) 

Zur Prio-Gruppe 1 zählt die ärztliche Versorgung in folgendem Kontext:

  • Corona-Schwerpunktpraxis (CSP)
  • Onkologie-Praxis
  • Dialyse-Praxis (NEU laut Corona-ImpfV 8. Februar 2021)
  • Pflegeheim
  • Notfalldienst (Dienst im Zeitraum bis 30. April 2021)
  • Für die Priorisierung ist nicht primär die ärztliche Fachrichtung ausschlaggebend, sondern die konkrete Tätigkeit vgl. Konkretisierung § 2 CoronaImpfV

Das Bundesgesundheitsministerium geht davon aus, dass bis Ende des ersten Quartals die erste Phase abgeschlossen werden kann.

Ärztliche Atteste noch nicht erforderlich

In der Phase der Impfungen mit höchster Priorität ist es noch nicht erforderlich, dass Ärzte Vorerkrankungen per Attest bescheinigen: Das Alter des Anspruchs­berechtigten wird über den Personalausweis, die berufliche Tätigkeit über eine Bescheinigung des Arbeitgebers geprüft. Bei Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen erfolgt der Nachweis über eine Bescheinigung der Einrichtung. 

Hausärzte schon jetzt gefordert: Aufklärung im Heim

Wenn die nötigen Einverständnis­erklärungen zur Impfbereitschaft bereits vorliegen, können die mobilen Impfteams nahtlos loslegen. Daher binden die Teams vielerorts Hausärzte ein, um ihre Impfeinsätze in den Pflegeheimen vorzubereiten. Wer Aufklärung und Anamnese im Auftrag eines Impfzentrums übernimmt, kann die erbrachten Stunden als Impfarzt abrechnen: Mehr erfahren »

Gruppe 2: Hohe Priorität – Terminbuchung zum Teil möglich

  • über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21, mit Demenz, mit geistiger Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression
  • Personen nach einer Organtransplantation
  • Personen u. a. mit folgenden Krankheiten:
    • Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40)
    • chron. Nierenerkrankung
    • chron. Lebererkrankung
    • Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%)
    • COPD
    • Mukoviszidose
    • maligne hämatologische Erkrankungen oder behandlungsbedürftige solide Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt 
  • bis zu zwei enge Kontaktperson zu pflegebedürftigen Personen ab 70 Jahren bzw. mit o. g. Erkrankungen mehr erfahren »
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren mehr erfahren »
    • Hinweis: Aktuell liegen noch zu wenige Daten zur Impfreaktion von Schwangeren vor. Deswegen wird es derzeit Schwangeren nicht empfohlen, sich impfen zu lassen.
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind (NEU laut ImpfV 24.2.)
    Hinweis: Baden-Württemberg hat nicht nur die hier genannten Gruppen, sondern alle Lehrer und Erzieher bei der Impfterminvergabe in Prio-Gruppe 2 vorgezogen.
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht mehr erfahren »

Wer aus Impfgruppe 2 schon buchen kann

Baden-Württemberg steigt in die Corona-Impfungen für Prio-Gruppe 2 ein. Deutlich mehr Menschen können damit einen Termin in den Impfzentren im Land vereinbaren. Das gilt zunächst für alle diejenigen aus Prio-Gruppe 2, die jünger als 65 Jahre sind. Der Impfanspruch lässt sich je nach Indikation über ein ärztliches Attest, eine Bescheinigung des Arbeitgebers oder eine Bescheinigung einer Einrichtung über die Behandlung, Betreuung oder Pflege nachweisen.
Sozialministerium BW: Impfberechtigte Personengruppen

Atteste für Impfungen: Formlose Bescheinigung ausreichend

Laut Impfverordnung benötigen Patienten mit Vorerkrankungen der Gruppe 2 und 3 ein ärztliches Attest, damit sie ihren Anspruch auf eine vorrangige Impfung nachweisen können (Attest Impfberechtigung Abrechnungshinweise).

Vorerkrankungen nach Paragraf 3 Ziffer 2 der Impfverordnung (Priorisierungsgruppe 2)

Beispiel für eine formlose Bescheinigung: „Bei Herrn Max Mustermann liegt eine Erkrankung im Sinne von Paragraf 3 Ziffer 2 der Impfverordnung vor.“

Für die Atteste erhalten Ärzte laut ImpfV eine pauschale Vergütung von 5 Euro (GOP 88320). Hinzu kommen 0,90 Euro Portopauschale (GOP 88321), wenn der Versand per Post erfolgt.

Ohne Attest

Für Personen, deren Anspruch auf die Impfung sich bereits aus dem Alter ergibt, ist kein ärztliches Attest notwendig. Das Alter des Anspruchsberechtigten wird über den Personalausweis, die berufliche Tätigkeit über einen Arbeitgebernachweis geprüft.

Gruppe 3: Erhöhte Priorität

  • über 60-Jährige
  • Personen mit folgenden Krankheiten:
    • Adipositas (BMI über 30)
    • Immundefizienz oder HIV-Infektion
    • Diabetes mellitus (mit HbA1c < 58 mmol/mol oder < 7,5 %)
    • div. Herzerkrankungen (Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Vorhofflimmern, koronare Herzkrankheit oder arterielle Hypertension)
    • Schlaganfall
    • Krebs (behandlungsfrei in Remission befindlich, wenn die Remissionsdauer mehr als fünf Jahre beträgt)
    • COPD oder Asthma
    • Autoimmunerkrankungen und Rheuma
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko; z. B. in Laboren oder Personal ohne Patientenkontakt
  • bis zu zwei enge Kontaktperson zu pflegebedürftigen Personen ab 60 Jahren bzw. mit o. g. Erkrankungen
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, in Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentlicher Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und als Lehrkräfte in Schulen, die nicht Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen sind, tätig sind (Hinweis: Baden-Württemberg hat abweichend davon alle Lehrer und Erzieher einschließlich derjenigen, die die ImpfV in Gruppe 3 einstuft, bei der Impfterminvergabe in Prio-Gruppe 2 vorgezogen.)
  • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

Atteste für Impfungen: Formlose Bescheinigung ausreichend

Laut Impfverordnung benötigen Patienten mit Vorerkrankungen der Gruppe 2 und 3 ein ärztliches Attest, damit sie ihren Anspruch auf eine vorrangige Impfung nachweisen können.

Vorerkrankungen nach Paragraf 4 Ziffer 2 der Impfverordnung (Priorisierungsgruppe 3)

Beispiel für eine formlose Bescheinigung: „Bei Herrn Max Mustermann liegt eine Erkrankung im Sinne von Paragraf 4 Ziffer 2 der Impfverordnung vor.“

Für die Atteste erhalten Ärzte laut ImpfV eine pauschale Vergütung von 5 Euro (GOP 88320). Hinzu kommen 0,90 Euro Portopauschale (GOP 88321), wenn der Versand per Post erfolgt.

Ohne Attest

Für Personen, deren Anspruch auf die Impfung sich bereits aus dem Alter ergibt, ist kein ärztliches Attest notwendig. Das Alter des Anspruchsberechtigten wird über den Personalausweis, die berufliche Tätigkeit über einen Arbeitgebernachweis geprüft.

Niedergelassene und Praxisteams schnell impfen

Termine für Ärzte & MFA

Termine für eine Corona-Impfung online unter www.impfterminservice.de oder telefonisch unter 116117 vereinbaren. Wer selbst im Impfzentrum mitarbeitet, bekommt seinen Termin direkt dort.

ZIZ und KIZ: Impfzentren in Baden-Württemberg

Zunächst erfolgen die Impfungen in speziell eingerichteten Impfzentren. Die Organisation und der Betrieb der Impfzentren sowie die Terminvergabe ist Aufgabe der Bundesländer. Zusätzlich gibt es mobile Impfteams, beispielsweise für Pflegeheime, die organisatorisch an die Impfzentren angebunden sind. Listen der Zentralen Impfzentren (ZIZ) und Kreisimpfzentren (KIZ) finden Sie hier: 

Corona-Impfung in den Praxen

Erst im zweiten Schritt lässt sich das Impfgeschehen in die Arztpraxen verlagern. Voraussetzung ist, dass ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stehen, die unter Standardbedingungen gelagert werden können. Im Zuge unseres Pilotprojekts testen jetzt rund 30 ausgewählte Praxen in Baden-Württemberg die geplanten Abläufe, sodass alle Praxen zügig in den Regelbetrieb starten können mehr erfahren ».

Fachinformationen zur COVID-19-Impfung

In Deutschland überwacht das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die Sicherheit von Impfstoffen und bewertet Verdachtsfälle von Nebenwirkungen. Medizinische Fachkreise finden dort fundierte Informationen zu Zulassung, Wirksamkeit und Risiken der Corona-Impfstoffe: Fachinformation COVID-19-Impfstoffe

Das Bundes­gesund­heits­ministerium hat offizielle Aufklärungs- und Ein­willigungs­unter­lagen zur Corona-Schuttzimpfung bereitgestellt. Teil der Unterlagen ist neben Aufklärungsmerkblatt und Einwilligungsbogen ein Ärzte-Leitfaden für das Patienten­gespräch: Offizielles Informationsmaterial zur Corona-Impfung

Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht für die impfende Ärzteschaft je ein Faktenblatt zu mRNA- und eines zu Vektor-Impfstoffen: RKI: Faktenblätter Impfen. Fragen und Antworten zu medizinischen Aspekten der COVID-19-Impfung hat das RKI ebenfalls zusammengetragen: FAQ Corona-Impfung

Die KVBW nimmt keine Vorbestellungen zu COVID-19-Impfstoffen entgegen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Nein. Die Corona-Impfverordnung (ImpfV) verlangt ein ärztliches Zeugnis.

Wenn in diesem Zusammenhang ein Arzt-Patienten-Kontakt stattfindet, können ggf. weitere Leistungen abgerechnet werden, wenn deren Leistungsinhalt gemäß EBM erfüllt ist, beispielsweise:

  • GOP 01434 setzt ein telefonisches Gespräch mit dem Arzt über mindestens 5 Minuten voraus.
  • Versichertenpauschale oder Grundpauschale je nach Fachgruppe setzt voraus, dass der Patient zum Arzt in die Sprechstunde oder Videosprechstunde kommt.

Es handelt sich um keine abrechnungsfähige Leistung.

Impfpässe können Praxen in Baden-Württemberg beim Kohlhammer Verlag bestellen.

Die ärztliche Beurteilung erfolgt durch ein Gremium der Landesärztekammer (LÄK) im Auftrag des Sozialministeriums (gem. § 6 Abs. 6 Corona-ImpfV).

Sofern Sie als behandelnder Arzt keine Impfbescheinigung auf Grundlage der konkret priorisierten Vorerkrankungen ausstellen können (vgl. § 3 Abs. 1 Nr. 2 a-i Corona-ImpfV), aber im Einzelfall dennoch aufgrund besonderer Umstände ein hohes oder sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf bei einer möglichen COVID-19-Erkrankung angenommen werden muss, kann der Patient einen Härtefallantrag beim Sozialministerium stellen.

Dies gilt zunächst nur für Personen von 18 bis einschließlich 64 Jahren. Diese Anträge auf individuelle ärztliche Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 j) und § 4 Abs. 1 Nr. 2 i) sind unter Vorlage aussagekräftiger ärztlicher Befunde über die bestehende Erkrankung beim Ministerium für Soziales und Integration einzureichen unter der Postanschrift Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, Postfach 103443, 70029 Stuttgart.

Ein elektronischer Zugang, der den Datenschutz gewährleistet, soll geschaffen werden. Ein Antragsformular wird dann auf der Homepage des Ministeriums zur Verfügung gestellt.

Bitte tragen Sie Ihre geleisteten Arbeitsstunden im Online-Abrechnungsportal für Impfärzte ein. Wählen Sie dort „Impfzentrum, Gutachtertätigkeit Landesärztekammer“ aus und geben Sie unter „Impfarzt“ die Stunden an, die Sie am betreffenden Tag als Gutachter tätig waren. Eine Zusammenfassung der Stunden pro Monat ist nicht zulässig.

Dokumente zum Download

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Die bis zu zwei engen Kontaktpersonen (im Alter von 18 bis einschließlich 64 Jahren) einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person, die das 70. Lebensjahr vollendet hat, oder bei der ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf vorliegt (siehe Sozial­minis­terium BW: Impfberechtigte Personengruppen, Erkrankung nach Nummer 6 oder 7) werden von dieser Person selbst oder von einer sie vertretenden Person als impfberechtigte Kontaktpersonen bestimmt.

Für die Bestimmung von Kontaktpersonen selbst ist keine ärztliche Beschei­ni­gung not­wen­dig. Falls bei einer pflegebedürftigen Person unter 70 Jahren eine Erkrankung nach Nummer 6 und 7 vorliegt, muss diese mit einem ärztlichen Zeugnis nachgewiesen werden, das die impfberechtigten Kontaktpersonen z. B. in Kopie vorlegen. Für die Bestätigung der pflegebedürftigen Person stellt das Sozial­ministerium ein eigenes Formular zum Download bereit:

Nachweis:

Die bis zu zwei engen Kontaktpersonen (im Alter von 18 bis einschließlich 64 Jahren) einer Schwangeren werden von der Schwangeren selbst oder von einer sie vertretenden Person als impfberechtigte Kontaktpersonen bestimmt. Für die Bestimmung von Kontaktpersonen ist keine ärztliche Bescheinigung notwendig. Für die Bestätigung der schwangeren Person stellt das Sozialministerium ein eigenes Formular zum Download bereit:

Nachweis:

Ja. Die Corona-ImpfV lässt ausdrücklich zu, Atteste bei Vorerkrankungen nach telefonischer Anforderung per Post zu versenden, wenn der Anspruchsberechtigte aufgrund früherer Behandlung dem Arzt unmittelbar persönlich bekannt ist.

Dabei ist es möglich, diese Leistung über die Quartalsabrechnung, aber ohne Personenbezug anzusetzen. Sie können sämtliche erbrachten Leistungen nach den Abrechnungsnummern 88320 und 88321 auf einem einzigen Sammelschein (ambulante Behandlung) mit Multiplikator abrechnen. Das gilt auch für Privat­versicherte, Selektivpatienten und Sonstige Kostenträger.

Ja. Das Sozialministerium hat bestätigt, dass alle medizinischen Berufsgruppen mit regelmäßigem unmittelbarem Patientenkontakt ab jetzt impfberechtigt sind. Dazu zählen auch die Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichen­psychotherapeuten unter 65 Jahren. Sie können dem Impfzentrum durch einen Ausdruck des Eintrags Ihrer Praxis in unserer Arztsuche als Arbeitgeber­bescheinigung in Verbindung mit einem Lichtbildausweis Ihren Impfanspruch nachweisen.

Nein. Als KVBW-Mitglied weisen Sie Ihren Anspruch über Ihren Arztausweis (bzw. Lichtbildausweis bei Psychotherapeuten) in Verbindung mit einem Ausdruck aus unserer Arztsuche nach. Das gilt als „Bescheinigung der Einrichtung bzw. des Unternehmens“/Arbeitgeberbescheinigung im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV). Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten mit Patientenkontakt genießen hohe Impf-Priorität (Gruppe 2). Sofern Sie jünger als 65 sind, genügt das, um aktuell bereits einen Anspruch auf einen Impftermin in Baden-Württemberg zu haben.

Übersichtlicher Ausdruck Ihres Praxiseintrags in unserer Arztsuche:

  1. Praxis in der Arztsuche suchen
  2. Auswahlhäkchen in der Trefferliste setzen
  3. Schaltfläche PDF Detail drücken
  4. PDF ausdrucken
Ausdruck optimieren über die Funktion PDF Detail

Zusatzhinweise für Prio-Gruppe 1

Wenn Sie darüber hinaus Ihre Zugehörigkeit zu Prio-Gruppe 1 belegen möchten, ist ggf. zusätzlich eine Bescheinigung eines Pflegeheims bzw. Auszug aus dem Dienstplanungsprogramm BD-Online erforderlich  (Corona-Impfung Medizinberufe Sozialminister LuchaKonkretisierung § 2 CoronaImpfV).

Wegen des Impfstoffmangels ist die Prio-1-Einstufung für die ärztlichen Bereitschaftsdienst tätigen Ärzte auf diejenigen eingegrenzt, die im Zeitraum bis 30. April 2021 zum Notfalldienst eingeteilt sind. Das können Sie über einen Auszug (z. B. Screenshot) aus der Dienstplan-Software BD-Online nachweisen.

Bitte nutzen Sie die offizielle Arbeitgeberbescheinigung zum Nachweis einer Impfberechtigung Prio 1 & 2 des Landes Baden-Württemberg. Diese ausgefüllte, unterzeichnete und gestempelte Bescheinigung ist im Original mit zum Impftermin zu bringen. Das gilt als „Bescheinigung der Einrichtung bzw. des Unternehmens“ im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV). Außerdem ist ein Lichtbildausweis mitzubringen.

Keine Sorge, diese Dienste lassen sich im nächsten monatlichen Abrechnungs­zeitraum nacherfassen. Wir entwickeln unser Abrechnungsportal für Impfärzte stetig weiter. Sie können ab sofort auch Tage aus früheren Monaten nachträglich abrechnen.

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Ja. Baden-Württemberg ist schneller als erwartet in die Prio-2-Impfung eingestiegen. Damit können alle Ärzte sowie deren Praxisteams Impftermine buchen, sofern sie Patientenkontakt haben und unter 65 Jahre alt sind. Mehr erfahren »

Baden-Württemberg hat damit begonnen, Unter-65-Jährige aus Prio-Gruppe 2 zu impfen.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist es ausreichend, wenn der Arzt formlos bescheinigt, dass eine Erkrankung im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfVO) vorliegt. Dieses Vorgehen entspricht auch dem geltenden Datenschutz.

Bsp.: Hiermit wird bescheinigt, dass bei Herrn/Frau Mustermann eine Erkrankung im Sinne von § 3 Ziffer 2 – alternativ - § 4 Ziffer 2 der CoronaImpfVO vorliegt.

Stufe 2

Personen mit hoher Priorität laut Corona-Impfverordnung
(§ 3 Ziffer 2 der CoronaImpfVO) 

Krankheitsbilder  »

Wer aus Impfgruppe 2 schon buchen kann

Baden-Württemberg steigt in die Corona-Impfungen für Prio-Gruppe 2 ein. Deutlich mehr Menschen können damit einen Termin in den Impfzentren im Land vereinbaren. Das gilt zunächst für alle diejenigen aus Prio-Gruppe 2, die jünger als 65 Jahre sind. Der Impfanspruch lässt sich je nach Indikation über ein ärztliches Attest, eine Bescheinigung des Arbeitgebers oder eine Bescheinigung einer Einrichtung über die Behandlung, Betreuung oder Pflege nachweisen.
Sozialministerium BW: Impfberechtigte Personengruppen

Stufe 3

Personen mit erhöhter Priorität laut Corona-Impfverordnung
(§ 4 Ziffer 2 der CoronaImpfVO)

Krankheitsbilder »

Pauschale Vergütung von 5 Euro je Attest

Für die Ausstellung dieses ärztlichen Zeugnisses werden 5 Euro vergütet. Wird die Bescheinigung an den Patienten geschickt, können zusätzlich 90 Cent für den postalischem Versand abgerechnet werden: GOP 88320 (Ausstellung Zeugnis zu 5 Euro) und ggf. 88321 (Portopauschale zu 0,90 Euro).

Altersnachweis ohne Attest

Bitte beachten Sie: Ein ärztliches Attest ist nicht notwendig für Personen, die bereits aufgrund des Alters Anspruch auf die Impfung haben sollten. Hier genügt der Personalausweis als Anspruchsnachweis

Nein. Fremde Dienste unter der eigenen Zugangskennung zu erfassen, ist nicht zulässig. Jeder muss mit seinem eigenen Benutzernamen und Kennwort angemeldet sein, um seine Dienststunden unter Angabe von Tag und Impfzentrum online zu erfassen.

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Bitte rechnen Sie ausschließlich online ab und senden Sie keine Rechnungen oder Dienstpläne unaufgefordert an die KV.

Mit der Einreichung der Leistungen im Abrechnungsportal für Impfärzte erklären Sie, dass Sie die abgerechneten Stunden im Auftrag des jeweiligen Impfzentrums erbracht haben. Für die Richtigkeit der Angaben tragen Sie persönlich die Verantwortung. Wir behalten uns vor, die abgerechneten Leistungen zu überprüfen und zur Aufklärung der Sachverhalte einen Nachweis einzufordern.

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Das setzt voraus, dass es mit dem jeweiligen Impfzentrum abgestimmt war, dass Sie eine MFA zu Ihrer Entlastung mitbringen. Das betrifft insbesondere den Einsatz in mobilen Impfteams in Pflegeheimen.

Die Betreiber der Impfzentren planen und vergüten das dort eingesetzte nicht-ärztliche Medizinpersonal normalerweise selbst. Es ist nicht zulässig, unabgesprochen eigenes Praxispersonal zum Impfarzt-Einsatz mitzubringen und später abzurechnen.

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Nein, das ist nicht zulässig. Die vertraglichen Vorgaben verlangen, dass Sie jeden Tag, an dem Sie für die Corona-Impf-Kampagne des Landes Baden-Württemberg tätig waren, einzeln abrechnen.

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Zur Prio-Gruppe 1 bei der Corona-Impfung gehören

  • Ärzte & MFA in Corona-Schwerpunktpraxen (CSP)
  • Ärzte & MFA in Onkologie-Praxen
  • Ärzte & MFA in Dialyse-Praxen (NEU laut Corona-ImpfV 8. Februar 2021)
  • Ärzte & MFA, die Patienten im Pflegeheim betreuen
  • Ärzte & MFA, die im Notfalldienst tätig sind (Dienst im Zeitraum bis 30. April 2021)

Für die Priorisierung ist nicht primär die ärztliche Fachrichtung ausschlaggebend, sondern die konkrete Tätigkeit. Bitte beachten Sie daher auch die Konkretisierung des baden-württembergischen Sozialministeriums zu § 2 CoronaImpfV.

Zur Prio-Gruppe 2 bei der Corona-Impfung gehören

Hinweis: Die übrigen niedergelassenen Ärzte sowie ihre Beschäftigten mit Patientenkontakt genießen hohe Impf-Priorität nach § 3 CoronaImpfV. Sofern Sie jünger als 65 sind, genügt das, um aktuell bereits einen Anspruch auf einen Impftermin in Baden-Württemberg zu haben (mehr erfahren »).

Zumeist hält das Bundesgesundheitsministerium (BMG) an den bisherigen Eingruppierungen fest. Ein Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 besteht auch weiterhin prioritär für Personen, die aufgrund ihres Alters oder Gesundheitszustandes ein signifikant erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf haben, sowie für Personen, die solche Personen behandeln, betreuen oder pflegen. Aber: Als weitere prioritär zu impfende Personengruppe haben insbesondere diejenigen Personen einen Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2, die beruflich einem sehr hohen Expositionsrisiko ausgesetzt sind und jene, die in zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge und für die Aufrechterhaltung zentraler staatlicher Funktionen eine Schlüsselstellung einnehmen.

Darüber hinaus sollen Personen mit einer schweren psychiatrischen Erkrankung – anders als bisher – mit hoher Priorität bei den Schutzimpfungen berücksichtigt werden. Höher priorisiert als bislang sind auch Krebserkrankte, Personen mit schwerer Lungenerkrankung (COPD/Mukoviszidose), sehr ausgeprägter Adipositas, schwerem Diabetes mellitus, chronischer Leber- oder Nierenerkrankung. Anspruch mit erhöhter Priorität haben nunmehr auch Personen mit einer chronischen neurologischen Erkrankung sowie einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Gruppen finden Sie in der aktuellen Coronavirus-Impfverordnung (Stand: 8 Februar).

Quelle: Bundesregierung

Dialyse-Praxen jetzt in Prio-Gruppe 1

Wichtig für Niedergelassene: Das Land Baden-Württemberg hat uns nun mitgeteilt, dass mit der neuen Corona-ImpfV nun auch die Dialyseärzte und ihr Personal in die Prio-Gruppe 1 bei der Corona-Impfung fallen und damit bereits zum jetzigen Zeitpunkt Impftermine vereinbaren können.

Bitte tragen Sie Ihre geleisteten Arbeitsstunden im Online-Abrechnungsportal für Impfärzte ein. Wählen Sie dort „Impfzentrum, Impf-Hotline der Landesärztekammer BW“ aus und geben Sie unter „Impfarzt“ die Stunden an, die Sie am betreffenden Tag in der Telefonberatung tätig waren. Eine Zusammenfassung der Stunden pro Monat ist nicht zulässig.

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Die Mobilen Impfteams (MIT) sind immer an die jeweiligen Impfzentren angedockt. Wenn Sie ein solches Impfteam unterstützt haben, wählen Sie das zugehörige Impfzentrum aus. Falls Sie mittelbar über das Pflegeheim den Auftrag erhalten haben, die im Vorfeld der Corona-Impfung erforderlichen ärztlichen Leistungen zu übernehmen, erkundigen Sie sich beim Heim, zu welchem Impfzentrum das dort eingesetzte Impfteam gehört. In den meisten Fällen wird es das regional nächstgelegene Zentrale Impfzentrum (ZIZ) sein.

Wenn Sie als Impfarzt für die Corona-Impfzentren bzw. die mobilen Impfteams des Landes Baden-Württemberg gearbeitet haben, zahlen wir Ihnen die Gelder aus, die Ihnen dafür zustehen. Wir haben ein eigenes Online-Abrechnungsportal für diesen Zweck eingerichtet. Den Aufruf dieser Online-Anwendung und alles, was Sie zur Zahlungsabwicklung wissen müssen, finden Sie hier:

Falls Sie derzeit keinen aktiven Status im Arztregister der KVBW haben, müssen Sie sich zunächst neu zur Abrechnung als Impfarzt bei unserem Arztregister registrieren. Nutzen Sie dazu bitte dieses Formular:
Registrierung zur Abrechnung als Impfarzt. Wir senden Ihnen dann eine BSNR, mit der Sie Ihre Impfarzt-Dienste abrechnen können.

Die alten Benutzerkennung aus Ihrer Zeit als Vertragsarzt können Sie weiterverwenden, daneben benötigen Sie allerdings auch eine aktive BSNR.

Hinweis: Integrierte PDF-Viewer (u. a. Firefox, Chrome, Safari) unterstützen das Datenformat dieses PDF-Formulars nicht. Bitte Datei herunterladen und mit Adobe Reader öffnen.

Ja. Mobilitätseingeschränkte Patienten, die nicht selbstständig zu einem der Impfzentren gelangen oder durch ein mobiles Impfteam die Corona-Schutzimpfung erhalten können, haben Anspruch auf die Verordnung einer Krankenfahrt zum nächsterreichbaren Impfzentrum. Die gesetzlichen Krankenkassen und das Sozialministerium in Baden-Württemberg haben sich auf eine entsprechende Regelung zur Kostenübernahme geeinigt, da sich in der ersten Gruppe der Impfberechtigten Menschen befinden, die älter als 80 Jahre sind.

Grundsätzlich sollte eine ärztliche Verordnung vorliegen (Muster 4: Verordnung einer Krankenbeförderung), die beim Hausarzt auch telefonisch erfragt werden kann.

Auf einen Blick: Verordnung von Krankenfahrten

Wer hat einen Anspruch auf Krankenfahrten zum Impfzentrum?

  1. Die Corona-Schutzimpfung kann nicht durch ein mobiles Impfteam oder durch anderweitige Maß­nahmen des jeweiligen Bundeslandes (wie zum Beispiel Impfbusse) sichergestellt werden.
  2. Es muss eine Mobilitätsbeeinträchtigung vorliegen:
    • Schwerbehinderte, deren Schwerbehindertenausweis ein Merkzeichen „aG” für außergewöhnliche Gehbehinderung, „Bl” für Blindheit oder „H” für Hilflosigkeit enthält
    • Pflegebedürftige, deren Pflegebescheid Pflegegrad 4 oder 5 ausweist, sowie Pflegebedürftige mit dem Pflegegrad 3, wenn bei ihnen eine dauerhafte Mobilitätsbeeinträchtigung vorliegt

Welches Formular wird für die Verordnung verwendet?

  • Muster 4 (Verordnung einer Krankenbeförderung)

Welches Verkehrsmittel ist verordnungsfähig? Müssen Zuzahlungen geleistet werden?

  • Verordnungsfähig sind Fahrten mit Taxi oder Krankentransportwagen. Die Verordnungen von Taxifahrten sind nicht genehmigungspflichtig. Ist für die Fahrt ins Impfzentrum jedoch ein Krankentransportwagen notwendig, muss die Verordnung vor Fahrtantritt der zuständigen Krankenkasse zur Genehmigung vorgelegt werden.
  • Die Zuzahlung beträgt zehn Prozent der Taxikosten, mindestens jedoch fünf Euro und höchstens zehn Euro – pro Fahrt (Hin- und Rückfahrt).

Können auch Begleitpersonen die Fahrt übernehmen und sich die Kosten erstat­ten lassen?

  • Für Fahrten mit einem Privatfahrzeug oder öffentlichen Verkehrsmitteln kann keine Verordnung auf Muster 4 ausgestellt werden. In diesem Fall sollten Versicherte Rücksprache mit ihrer Krankenkasse hal­ten, ob trotzdem eine Kostenerstattung möglich ist.

Kann die Verordnung zur Krankenbeförderung (Muster 4) auch nach telefonischer Konsultation ausgestellt und per Post verschickt werden?

  • Ja, das Porto kann über die Pseudo-Gebührenordnungsposition 88122 (90 Cent) abgerechnet werden.

Termine für eine Corona-Impfung bekommen Anspruchsberechtigte online www.impfterminservice.de oder telefonisch unter 116117. Beide Wege gelten auch für Ärzte und deren Praxispersonal. Ausnahme: Impfärzte und MFA, die im Impfzentren mitarbeiten, erhalten ihren Termin direkt dort.

Die KVBW kann keine Termine vereinbaren!

Das Formular „Anmeldung als Impfarzt" diente zur Akquise von Freiwilligen für die Mitarbeit in Impfzentren. Die über diese Formulare eingegangenen Kontaktdaten haben wir an die Impfzentren (KIZ und ZIZ) und das Sozialministerium zur Dienstplanung weitergeleitet. Derzeit nehmen wir keine Anmeldungen mehr entgegen, da sich bereits Ärzte in ausreichender Zahl gemeldet haben. Das Formular „Registrierung zur Abrechnung als Impfarzt” richtet sich an jene Ärzte, die bereits Impfarzt-Einsätze hatten.

Ärzte, die aktuell keine Rechtsbeziehung zur KVBW haben, beispielsweise Privatärzte, Krankenhausärzte oder Ruheständler, müssen sich, nachdem sie vom Impfzentrum zum Dienst eingeteilt wurden, für die Abrechnung registrieren lassen. Dazu dient das Formular „Registrierung zur Abrechnung als Impfarzt”. Über die Registrierung und Aufnahme in unser Hilfsregister erhalten Sie eine Nummer (BSNR) und einen Zugang zu unserem Abrechnungsportal für Impfärzte, den Sie für die Honorierung als Impfarzt benötigen. Vertragsärzte und Poolärzte benötigen keine zusätzliche Registrierung zur Abrechnung, da sie ihre bekannte Benutzerkennung für das KVBW-Mitgliederportal für den Zugang zum Abrechnungsportal für Impfärzte nutzen und über ihre vorhandene BSNR abrechnen können.

Weitere Informationen finden Sie unter der Seite Abrechnung Impfärzte »

Nein.

Um Ihre Einsätze in Impfzentren und mobilen Impfteams später abrechnen zu können, ist allerdings im Nachhinein eine Registrierung als Impfarzt bei der KVBW notwendig, sofern Sie nicht ohnehin bereits mit uns im Abrechnungsverkehr stehen (z. B. als aktiver Vertrags- oder Poolarzt). Ein entsprechendes Formular stellen wir Ihnen unter Abrechnung Impfärzte zur Verfügung.

Mehr zum Thema Abrechnung als Impfarzt

Sie können mit diesem Formular Zweitkonto Impfarzt für Vertragsärzte eine abweichende Bankverbindung für Ihre Tätigkeit als Impfarzt angeben. Unser Arztregister teilt Ihnen dann eine separate Nummer (BSNR) für Ihre Impfarzt-Tätigkeit mit. Wenn Sie Ihre Stunden im KVBW-Online-Abrechnungsportal für Impfärzte eintragen, wählen Sie diese neue Impfarzt-BSNR aus statt Ihrer vertragsärztlichen BSNR. Dann taucht die Zahlung weder in Ihrem Honorarbescheid noch auf dem Vertragsarztkonto Ihrer BAG auf, sondern auf Ihrem persönlichen Zweitkonto als Impfarzt.

Angestellte, MVZ-Ärzte, Ermächtigte etc. können ebenfalls dieses Formular nutzen, wenn sie ihre Impfarzt-Tätigkeit nicht über das Konto bzw. den Honorarbescheid ihrer vertragsärztlichen Betriebsstätte, sondern über ein eigenes Konto laufen lassen möchten.

Hinweis: Integrierte PDF-Viewer (u. a. Firefox, Chrome, Safari) unterstützen das Datenformat dieses PDF-Formulars nicht. Bitte Datei herunterladen, auf Festplatte speichern und mit Adobe Reader öffnen.

Dokumente zum Download

Mehr zum Thema

Das setzt voraus, dass Sie sämtliche im Vorfeld der Corona-Impfung erforderlichen ärztlichen Leistungen im Auftrag des Mobilen Impfteams (MIT) bei Ihren Patienten im Pflegeheim übernommen haben. Um abrechnen zu können, müssen Sie angeben, welches der Zentralen Impfzentren (ZIZ) bzw. Kreisimpfzentren (KIZ) Ihnen den Auftrag erteilt hat.

Zur Tätigkeit als Impfarzt gehört:

  • Aufklärungsgespräch mit der zu impfenden Person oder deren Betreuer (Impfberatung)
  • Impftauglichkeit prüfen
  • Anamnese und gemeinsames Ausfüllen des Einwilligungsbogens zur Corona-Schutzimpfung anhand der aktuellen Gesundheitssituation
  • Unterschriften einholen

Diese Formulare müssen unterschrieben in der Einrichtung vorliegen:

  • Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung
  • Anamnese-Einwilligungsbogen

Diese Aufklärungs- und Informationsmaterialien der Bundesregierung zur Corona-Schutzimpfung stehen im Internet zum Download zur Verfügung. Sie werden fortlaufend aktualisiert und an den aktuellen Kenntnisstand angepasst.

Es genügt nicht, den Anamnesebögen auf Basis der in der Praxis vorliegenden Patientendokumentation auszufüllen, um Impfarzt-Stunden abrechnen zu können!

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Offizielles Aufklärungsmaterial zur Corona-Schutzimpfung

Das Sozialministerium schließt für sämtliche im Rahmen der Impfkampagne tätigen Ärzte eine Berufshaftpflichtversicherung ab. Für Impfschäden durch den Impfstoff sind die einschlägigen Regelungen der Staatshaftung maßgeblich. Die im Rahmen der Impfkampagne tätigen Ärzte werden durch das Land von sämtlichen Ansprüchen aus einer fachgerechten Verwendung des Impfstoffs freigestellt.

Danke für Ihr Engagement! Wir freuen uns über die überwältigende Resonanz auf unseren Aufruf (Impfzentren Mitarbeit »). Wir als KV haben keinen Einfluss darauf, wann und wo Sie zum Dienst eingesetzt werden. Wir unterstützen lediglich das Land Baden-Württemberg bei der Akquise von Helfern für die Impfzentren und der Abrechnung Impfärzte ».

Die Diensteinteilung organisieren die Verantwortlichen der einzelnen Impfzentren. Sie nehmen je nach Bedarf Kontakt zu angemeldeten Freiwilligen auf, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Bei Fragen zu Organisation und Einsatzplanung wenden Sie sich direkt an das jeweilige Impfzentrum.

Tipp: Innerhalb des Stellenportals der Landesärztekammer (LÄK) finden Sie konkrete Stellenanzeigen seitens der Impfzentren, auf die Sie sich als interessierter Arzt melden können. Das Stellenverzeichnis „IZmed“ ist nach Anmeldung im Portal der LÄK BW aufrufbar.

Sofern Sie einen entsprechenden Auftrag vom jeweils zuständigen Impfzentrum erhalten haben, können Sie diese Tätigkeit als Impfarzt-Einsatz über unser Abrechnungsportal für Impfärzte abrechnen (130 Euro je Stunde plus pauschale Reisekostenerstattung 30 Euro je Tag) siehe Abrechnung Impfärzte ». Eine eigene Registrierung als Impfarzt ist dafür nicht erforderlich. Als Vertragsarzt nutzen Sie einfach Ihre KVBW-Benutzerkennung, um sich am Abrechnungsportal für Impfärzte anzumelden.

Die Aufklärung zur Corona-Schutzimpfung muss durch einen Arzt im persönlichen Gespräch stattfinden. Es kann die organisatorischen Abläufe vereinfachen, wenn die Impfaufklärung und die Impfanamnese der Hausarzt im Vorfeld übernimmt, statt des Impfarztes des mobilen Impfteams, der die Corona-Impfung durchführt. Das zu entscheiden, obliegt dem jeweils zuständigen Impfzentrum, das auch die Mobilen Impfteams (MIT) koordiniert.

Wenn Sie dazu bereit sind, erhalten Sie dafür ausschließlich eine Vergütung als Impfarzt, dies ist nicht vertragsärztlich abrechnungsfähig. Das Aufklärungsmerkblatt und den Einwilligungsbogen muss der Patient selbst oder sein gesetzlicher Vertreter durchgehen, ausfüllen und unterschreiben. Der aufklärende Arzt unterschreibt ebenfalls. Diese Unterlagen und die Informationen zur korrekten Dokumentation bekommen Sie über das Impfzentrum.

Das Bundesgesundheitsministerium stellt die bundesweit einheitlichen Aufklärungs- und Einwilligungsunterlagen zum Download bereit. Teil der Unterlagen sind auch eine Ersatzbescheinigung für Menschen ohne Impfpass und ein Leitfaden für Ärzte für das Patientengespräch.

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Aufklärungs- und Infomaterial zur Corona-Schutzimpfung

Nein. Personen, die in einem Alten-, Pflege- oder Behindertenheim betreut werden, erhalten von ihrer Einrichtung eine Bescheinigung.

Nein, zum Nachweis der Anspruchsberechtigung wird der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis vorgelegt.

Nein, das sieht die Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) nicht vor. Es dürfen ausschließlich Humanmediziner als Impfärzte tätig werden.

Ja. Personen, die in SARS-CoV-2-Impfzentren tätig sind, gehören zur Gruppe mit der höchsten Priorität. So steht es in der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV), die die Reihenfolge bei der Verteilung des Impfstoffs festlegt. Das Bundesgesundheits­ministerium ist dabei nur zum Teil den Empfehlungen der Impfkommission gefolgt. Nach der derzeitigen STIKO-Empfehlung wäre nicht vorgesehen, dass Ärzte zuerst geimpft werden.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2021