Hygienemaßnahmen & Schutzausrüstung

Schützen Sie sich und Ihre Patienten

Schutzkleidung: Was muss ich wissen?

Online-Bestellformular

Als KVBW-Mitglied können Sie uns per Online-Formular » melden, wenn Sie persönliche Schutzausrüstung für Ihre Praxis brauchen.

Maskenpflicht in Praxen

Die Verordnung des Sozialministeriums über die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in Praxen gilt ab 30. Mai 2020: Corona-Verordnung zur Maskenpflicht in Praxen

Wann welche Maske?

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) liefert eine praktische Übersicht über die verschiedenen Arten von Masken und Atemschutz, deren Schutzniveau und Einsatzbereiche: mehr erfahren

Mehrfachverwendung von FFP-Masken und MNS

Das RKI hat im Rahmen einer Sonderregelung für die aktuelle Situation, in der FFP-Masken und MNS eine knappe Ressource darstellen, Hinweise zur Mehrfach­verwendung veröffentlicht mehr erfahren ».

Ressourcenschonender Umgang mit Schutzausrüstung

Unsere Anleitung für Sie: Tabelle: Schutzausrüstung effizient nutzen

So rechnen Sie persönliche Schutzausrüstung richtig ab

Hygienemaßnahmen bei Corona-Verdachtsfällen

  • Patienten mit Verdacht auf eine Infektion möglichst nach Ende der regulären Sprechstunde einbestellen, damit sie nicht mit anderen – insbesondere chronisch kranken – Patienten in Kontakt kommen (ggf. Praxisorganisation anpassen).
  • Patienten zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutz (MNS) auffordern und sie nach Möglichkeit in einem separaten Raum unterbringen 
  • Abstand von von 1 bis 2 Metern einhalten, wann immer möglich
  • Tragen von persönlicher Schutzausrüstung je nach Art und Umfang der Exposition (z. B. Mund-Nasen-Schutz, Einweghandschuhe, FFP-Masken, Schutzkittel, Schutzbrille). In vielen Fällen ist ein MNS ausreichend. Bei Maßnahmen, die Tröpfchen und Aerosole freisetzen, ist eine FFP2-Maske erforderlich.
  • Desinfektion der Kontaktflächen (mindestens mit begrenzt viruziden Mitteln)

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Die KBV hat eine thematisch geordnete Übersicht zu den Sonderregelungen für die ambulante Versorgung, die bundesweit gelten, zusammengestellt. Hier werden die einzelnen Regelungen kurz erläutert. Die Übersicht wird stetig aktualisiert.

Die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration der Bundesregierung veröffentlicht auf ihrer Homepage Poster mit Grafiken und wichtigen Informationen zum Thema Coronavirus in vielen verschiedenen Sprachen. Es geht um die wichtigsten Regeln zu den Themen Gesundheit, Öffentliches Leben (Arbeiten und Geld) und Reisen. Die Beschlüsse von Bundesregierung und Bundesländern zu den Kontaktbeschränkungen sind hier ebenfalls als Übersetzungen abrufbar (Link unten).

Das Robert Koch-Institut (RKI) bietet seinen Flyer mit Hinweisen für nicht erkrankte Kontaktpersonen von COVID-19-Patienten neben Deutsch in folgenden Sprachen an:

  • Arabisch
  • Bulgarisch
  • Englisch
  • Französisch
  • Persisch
  • Polnisch
  • Rumänisch
  • Russisch
  • Slowakisch
  • Tschechisch
  • Türkisch
  • Ungarisch

Der RKI-Flyer für Patienten in häus­licher Iso­lierung bei be­stätig­ter COVID-19-Er­kran­kung wird neben Deutsch in folgenden Sprachen angeboten:

  • Arabisch
  • Englisch
  • Französisch
  • Persisch
  • Rumänisch
  • Russisch
  • Türkisch

Ab dem Zeitpunkt, ab dem ein Abstand von 1,50 Meter zwischen Therapeut und Patient zuverlässig zu erreichen ist, können Sie den MNS für die Dauer der Behandlung abnehmen (laut Abstimmung mit dem Sozialministerium und dem Landesgesundheitsamt). 

Hinweis: Das gilt nur, wenn keiner der Beteiligten Symptome einer akuten Atemwegsinfektion zeigt! Bei symptomatischen Beteiligten oder bei besonders gefährdeten/vulnerablen Personen sind weiterführende Schutzmaßnahmen zu beachten.

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten und auch bei jüngeren Patienten beobachtet wurden, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahre)
  • Raucher
  • stark adipöse Menschen
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    • des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
    • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis)
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen)
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Patienten mit einer Krebserkrankung
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Quelle: SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) des RKI

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt ein Merkblatt für chronisch kranke Menschen zum Coronavirus SARS-CoV-2 zur Verfügung, das sich alss Aushang im Wartezimmer oder zur Information Ihrer Patienten eignet.

Merkblatt für chronisch kranke Menschen der BZgA

SSB-Regelung läuft aus

Zum 10. Juni 2020 läuft die Ausnahmeregelung aus, die Praxen seit 26. März 2020 ermöglichte, selbst beschaffte Schutzausrüstung im Zusammenhang mit COVID-19 über Sprechstundenbedarf (SSB) abzurechnen.

Online-Bestellformular

Wenn Sie aktuell Bedarf an Schutzausrüstung für Ihre Praxis haben, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular ». Wir beliefern Sie dann kostenlos.

Rechnungen bei der AOK einreichen

Noch nicht zurückerstattete Rechnungen für selbst bestelltes Material können Sie als Sprechstundenbedarf abrechnen (Rechnungsdatum frühestens 26. März 2020, Lieferdatum spätestens 10. Juni 2020) – selbstverständlich unter der Voraussetzung, dass Sie als Praxis überhaupt Sprechstundenbedarf abrechnen können und dürfen. Ihre bereits bezahlte Originalrechnung reichen Sie gemeinsam mit einem korrekt und vollständig ausgefüllten unterschriebenen Sprechstunden­bedarfsrezept (Muster 16), einem Zahlungsnachweis und Ihrer Bankverbindung ein: 

AOK Baden-Württemberg
Servicestelle Arzneimittelabrechnung und -prüfung
Schorndorfer Straße 32
71332 Waiblingen 

Nur für folgende Schutzausrüstung werden die Kosten im Zusammenhang mit COVID-19 über Sprechstundenbedarf zurückerstattet:

  • OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz)
  • partikelfiltrierende Atemschutzmasken, sog. Filtering Face Pieces – FFP (Schutzstufe FFP2; FFP3 oder Respirator insbesondere bei ausgeprägter Exposition, z. B. Bronchoskopie oder bei anderen Tätigkeiten, bei denen große Mengen Aerosole entstehen können)
  • langärmelige, mindestens flüssigkeitsabweisende Schutzkittel mit Rückenschluss und Abschlussbündchen an den Armen (z. B. nach DIN EN 14126:2004-01)
  • Schutzbrillen

Kommen die Unterlagen später als drei Monate nach Ende des Lieferungsquartals dort an, zahlt die AOK nicht!

Rechnungen vor 26. März: Materialkosten auf Namen des Patienten

Rechnungen für Schutzausrüstung mit Datum vor dem 26. März 2020 können Sie patientenbezogen als Materialkosten abrechnen (außer Schutzbrillen), wenn der Fall mit der Pseudo-GOP 88240 gekennzeichnet ist – ausnahmsweise und nur bei wirtschaftlichem Bezug. Sonstige Materialien (z. B. Einmalhandschuhe, Hände- und Flächendesinfektionsmittel) sind mit den Praxiskosten abgegolten.

Material nur für GKV-Patienten

Die über Sprechstundenbedarf (SSB) oder Materialkosten abgerechnete Schutzausrüstung darf ausschließlich für gesetzlich krankenversicherte Patienten (GKV-Patienten inklusive Selektivfälle) verwendet worden sein.

Dokumente zum Download

Bestellanfrage Schutzausrüstung

Direktkontakt

Auskunft zu Sprechstundenbedarf
0711 7875-3660
  • Mo – Fr: 8 – 16 Uhr
Praxisservice
0711 7875-3300
  • Mo – Fr: 8 – 16 Uhr

Ja. Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist inzwischen in der Corona-Verordnung des Landes unter § 3 geregelt. (Die bisherige Verordnung des Sozialministeriums über die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in Praxen ist zum 1. Juli 2020 entfallen und in die allgemeine Corona-Verordnung eingegangen.)

Laut Tenor der aktuellen Rechtsverordnung des Landes Baden-Württemberg über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind elektive Leistungen wie Vorsorgen und ambulante Operationen wieder zulässig, wenn die erforderlichen Hygienestandards eingehalten werden können.

Zu den erforderlichen Schutzmaßnahmen zählen insbesondere:

Konsequente Patienten-Separierung

  • Patienten, die Symptome einer Atemwegserkrankung zeigen, sollen sich telefonisch anmelden.
  • Patienten mit respiratorischen Symptomen sollten organisatorisch (zeitlich und/oder räumlich) von Patienten mit anderen Erkrankungen getrennt werden.
  • Wartebereich so gestalten, dass erforderliche Abstände eingehalten werden.

Masken für Patienten

  • Bereits bei der Terminvereinbarung auf Mund-Nasen-Bedeckung hinweisen.
  • Alle Patienten legen vor Betreten der Praxis einen Mundschutz an („Community Maske“ oder bevorzugt medizinischen Mund-Nasen-Schutz, wenn verfügbar), sofern es der Gesundheitszustand zulässt.
  • Sofern genügend medizinischer Mund-Nasen-Schutz vorhanden ist, soll der Patient seine mitgebrachte „Community Maske“ gegen einen solchen eintauschen; auf dicht anliegenden Sitz ist zu achten.

Masken für Personal

  • Bei Tätigkeiten an Patienten ohne COVID-19-Verdacht ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz für alle Beteiligten ausreichend.
  • Bei Tätigkeiten mit der Wahrscheinlichkeit von Speichelkontakt und insbesondere an COVID-19-verdächtigen Patienten ist persönliche Schutzausrüstung nach Art und Umfang der Exposition zu wählen.
    • FFP2-Maske bei < 1,5 Meter Abstand
    • FFP2-Maske bei möglicher Freisetzung von Aerosolen (z. B. starkem Husten des Patienten, orale Inspektion)
    • FFP2-Maske, wenn Patient nicht zeitgleich einen Mund-Nasen-Schutz trägt
    • FFP3-Maske bei sehr hohem Infektionsrisiko durch Aerosole (z. B. Bronchoskopie)
    • Schutzkittel bei vorhersehbarem Kontakt der Arbeitskleidung mit dem Patienten
    • Schutzbrille / Visier bei der Gefahr des Verspritzens von Körperflüssigkeiten

Ohne Hygienestandards kein Regelbetrieb

Sollten Sie die erforderlichen Maßnahmen nicht einhalten können, unterlassen Sie elektive Behandlungen beschränken Sie die medizinische Versorgung in Ihrer Praxis auf nicht verschiebbare Behandlungen!

Wir haben Masken für Sie

Der regelmäßige Nachschub von Schutzmasken an die Praxen ist inzwischen gesichert: Bestellungen unter www.kvbawue.de/schutzbedarf. Lieferengpässe bestehen noch bei Schutzkitteln. Bitte achten Sie hier besonders auf ressourcenschonenden Einsatz.

Eigenverantwortung & Maskenpflicht

Alles, was Sie tun, ist eine individuelle Entscheidung Ihrerseits in Verantwortung gegenüber Ihren Patienten, Ihrem Personal und gegenüber sich selbst und auch Ihrer Familie. Mit der Verordnung des Sozialministeriums über die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in Praxen (Corona-Verordnung Maskenpflicht in Praxen – CoronaVO Maskenpflicht in Praxen) besteht Maskenpflicht in Arztpraxen in Baden-Württemberg!

Wann welche Maske?

Die erforderlichen Schutzmaßnahmen hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in überaus übersichtlicher Form zusammengestellt. Diese Übersicht über die verschiedenen Arten von Masken und Atemschutz, deren Schutzniveau und Einsatzbereiche finden Sie hier:

Wichtig ist, richtig mit der Mund-Nasen-Bedeckung umzugehen. Die Bedeckung muss durchgehend eng anliegend über Mund und Nase getragen und bei Durchfeuchtung gewechselt werden; sie darf während des Tragens nicht zurechtgezupft werden und auch nicht um den Hals getragen werden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt ein Merkblatt für Bürger zur Verfügung.

Maskenpflicht in Arztpraxen?

Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Arztpraxen ist jetzt in der Corona-Verordnung des Landes unter § 3 geregelt.
Landesregierung: Corona-Verordnung Baden-Württemberg

Mit dem CE-Zeichen dokumentieren Hersteller, dass ihr Produkt die EU-Richtlinien erfüllt. Derzeit werden Atemschutzmasken mit sehr ähnlich aussehenden gefälschten CE-Kennzeichen angeboten (CE = „China Export“). Bei Zweifeln gilt: „Finger weg!“ Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt Detailinformationen dazu, wie die originale CE-Kennzeichnung aussehen muss (Link unten).

Sämtliche Atemschutzmasken, die die KVBW selbst beschafft hat, erfüllen den geltenden Prüfstandard für den Einsatz gegen SARS-CoV-2 (COVID-19)! Das gilt auch für Masken ohne CE-Kennzeichen, die vergleichbaren Standards von Nicht-EU-Ländern entsprechen. Die Entscheidung, ob und von wem Sie zusätzlich weiteres Schutzmaterial beziehen, liegt in Ihrer Eigenverantwortung.

Der Standard N95 der National Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH, USA) entspricht im Wesentlichen den hiesigen Anforderungen an FFP2-Masken.

Während der COVID-19 Pandemie dürfen Beschäftigte im medizinischen und pflegerischen Bereich Masken einsetzen, die vergleichbaren Standards von Nicht-EU-Ländern entsprechen und dortige Zulassungsverfahren durchlaufen haben. FFP-Masken, die beispielsweise in den Vereinigten Staaten von Amerika zugelassen sind, gelten derzeit auch in Deutschland als verkehrsfähig. Zu beachten ist dabei jedoch, dass diese Produkte ohne CE-Kennzeichnung nur medizinischen Fachkräften und nur für die Dauer der derzeitigen Gesundheits­bedrohung zur Verfügung stehen dürfen.

Aus der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg (§ 3 Abs. 2) geht hervor, dass eine Ausnahme von der Maskenpflicht besteht, wenn das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung aus medizinischen Gründen unzumutbar ist. Da die Pflicht zum Tragen der Masken aus einer Rechtsverordnung des Landes resultiert, kann der Arzt keine Befreiung von dieser Pflicht aussprechen. 

Allerdings ist es möglich, dass der Arzt dem Patienten attestiert, dass ihm aus medizinischen Gründen das Tragen einer Maske im Sinne der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg unzumutbar ist. Ob für ein solches Attest eine Angabe der genauen Erkrankung notwendig ist, wurde bisher von der Landesregierung nicht konkretisiert. Allerdings spricht nichts dagegen, wenn der Patient dies ausdrücklich verlangt. Dieser Wunsch des Patienten sollte zumindest dezidiert in die Dokumentation des Arztes einfließen.

Folgende Mustervorlage können Sie nutzen:

Das Robert Koch Institut (RKI) veranschaulicht jetzt, in vier anschaulich bebilderten Anleitungen, wie Sie und Ihre Mitarbeiter Atemschutzmasken und Schutzbrillen sowie Schutzhandschuhe korrekt an- und ausziehen und was die häufigsten Fehler dabei sind. Bitte achten Sie immer darauf, alle Schritte genauso durchzuführen wie in der Anleitung vorgegeben. Nur so ist die maximale Sicherheitsleistung garantiert.

Atemschutzmaske und Schutzbrille sicher anlegen

Schutzbrille und Atemschutzmaske sicher ablegen

Schutzhandschuhe sicher ausziehen

Atemschutzmaske: Häufige Anwendungsfehler

Ja. Wir haben in der KW 19 und 20 erneut Sendungen mit OP-Masken an alle psychotherapeutischen und psychiatrischen Praxen in Baden-Württemberg verschickt. Sollten Sie darüber hinaus Material benötigen, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular: www.kvbawue.de/schutzbedarf

Ab sofort nehmen wir Bestellanfragen unserer Mitglieder für persönliche Schutzkleidung ausschließlich online über diese Homepage entgegen: www.kvbawue.de/schutzbedarf

Bitte halten Sie hierzu Ihre lebenslange Arztnummer (LANR) sowie die GKV-Fallzahl der Gesamtpraxis (alle Standorte) bereit, sodass wir die Schutzausrüstung bedarfsgerecht verteilen können. Diese Daten nutzen wir ausschließlich zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage. Es genügt, wenn ein Arzt pro Praxis bestellt.

Bitte vergewissern Sie sich anhand der Bestätigungsmail, die Sie von uns im Anschluss erhalten, dass Ihre Bestellung bei uns registriert wurde, und sehen Sie von Rückfragen ab. Sobald wir ausreichend Material zur Verfügung haben, senden wir Ihnen ein Paket, das eine je nach Expositionsrisiko der Fachgruppe und Größe der Praxis definierte Menge an Atemschutzmasken und weiterem Material enthält.

Ja. Das gilt für Personal mit begrenztem Expositionsrisiko unter den aktuellen Umständen. Mindestens FFP2-Masken sind für die behandelnde Person bei Maßnahmen erforderlich, die mit einer Aerosolexposition einhergehen (z. B. Bronchoskopie).

Das RKI hat am 8. April eine Klarstellung zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz veröffentlicht:

„Ein mehrlagiger medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS) ist geeignet, die Freisetzung erregerhaltiger Tröpfchen aus dem Nasen-Rachen-Raum des Trägers zu behindern und dient primär dem Schutz des Gegenübers (Fremdschutz). Gleichzeitig kann er den Träger vor der Aufnahme von Tröpfchen oder Spritzern über Mund oder Nase, z. B. aus dem Nasen-Rachen-Raum des Gegenübers, schützen (Eigenschutz).

Aufgrund dieser Eigenschaften wird das generelle Tragen von MNS durch sämtliches Personal mit direktem Kontakt zu besonders vulnerablen Personengruppen auch außerhalb der direkten Versorgung von COVID-19-Patienten aus Gründen des Patientenschutzes während der Pandemie empfohlen.

Durch das korrekte Tragen von MNS innerhalb der medizinischen Einrichtungen kann das Übertragungsrisiko auf Patienten und anderes medizinisches Personal bei einem Kontakt von <1,5 m reduziert werden. Atemschutzmasken mit Ausatemventil sind nicht zum Drittschutz geeignet.“

Nein. Es besteht keine Möglichkeit, Hände- und Flächendesinfektionsmittel über Sprechstundenbedarf (SSB) oder Materialkosten abzurechnen. Diese Kosten sind nach wie vor mit den allgemeinen Praxiskosten abgegolten.

Nein, da Schutzbrillen in der Regel nach Desinfektion/Sterilisierung wiederverwendbar und deshalb mit den Praxiskosten abgegolten sind.

Eine Ausnahmeregelung (gültig: 26. März 2020 vorläufig bis zum 10. Juni 2020) ermöglicht Schutzbrillen für die Diagnostik und Behandlung von COVID19-Verdachtsfällen als Sprechstundenbedarf (SSB) abzurechnen (mehr erfahren »).

Das Robert-Koch-Institut (RKI) teilt Kontaktpersonen je nach Dauer und Art des Kontakts zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person in verschiedene Kategorien ein und hat Empfehlungen veröffentlicht, wie medizinisches Personal bei einer SARS-CoV-2-Exposition vorgehen soll.

Zwei Infografiken des RKI machen das Vorgehen anschaulich.

Ja. Da das Virus leicht übertragbar ist, hat das Robert Koch-Institut (RKI) einen Flyer mit Handlungsempfehlungen für Patienten und Angehörige zur häuslichen Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung entwickelt.

In einem weiteren Flyer gibt das RKI Hinweise für nicht erkrankte Kontaktpersonen, die sich nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt in Quarantäne befinden.

Getragene Masken sollten Sie nach der Schicht entsorgen. Neben den Schutzstufen finden sich auf FFP-Masken noch weitere Kennzeichen. Diese gelten gleichermaßen für FFP1-Masken, FFP2-Masken und FFP3-Masken. FFP-Masken mit der Kennzeichnung NR (non reusable) sind zum Gebrauch für eine Schicht bestimmt.

Persönliche Schutzausrüstung ist ein wichtiges und knappes Gut! Bitte beachten Sie daher unbedingt unsere Hinweise zum ressourcenschonenden Einsatz.

Aufgrund der hohen Nachfrage und damit verbundenen Lieferschwierigkeiten gibt es derzeit einen Mangel an Schutzausrüstung. Die KVBW ist setzt alles daran, ihren Mitgliedern Material zur Verfügung zu stellen, damit die Behandelnden bestmöglich geschützt sind und die Patientenversorgung weitestgehend aufrechterhalten werden kann.

Die von der KVBW beschaffte und zur Verfügung gestellte Schutzausrüstung bietet bei korrekter Handhabung den notwendigen Schutz für den Träger. Aufgrund der schwierigen Situation bei der Materialbeschaffung kann es sein, dass wir Schutzausrüstung zur Verfügung stellen, die weit über den notwendigen Schutz hinausgeht, beispielsweise Overalls statt Schutzkittel, die eigentlich als ausreichend gelten. Derartige Schutzausrüstungen sind oftmals für Bereiche außerhalb des Gesundheitswesens hergestellt. Auch bei den Overalls gibt es Unterschiede: Manche haben Kapuze und Schuhe, andere wiederum nicht. 

Die zur Verfügung gestellten Atemschutzmasken unterscheiden sich ebenfalls, sowohl optisch als auch von der Bezeichnung. Die Masken können die Bezeichnungen FFP2, FFP3, N95 oder KN95 tragen. Einige Masken sind mit einem Ausatemfilter versehen, welcher ein längeres Tragen angenehmer machen kann. Eine ausreichende Schutzwirkung aller Atemschutzmasken ist aber gegeben.

Um sowohl den Infektionsschutz durch einen adäquaten Umgang mit Kontaktpersonen weiterhin zu gewährleisten als auch die medizinische Versorgung bei einem möglichen Personalmangel zu sichern, hat das RKI Handlungsoptionen für Kontaktpersonen unter medizinischem Personal bei Personalmangel eröffnet. Entsprechend der RKI-Information ergeben sich für den Arzt zwei Fallkonstellationen:

Gehört er der Kategorie Ia an (Medizinisches Personal mit hohem Expositionsrisiko, z. B. ungeschützte relevante Exposition zu Sekreten, Exposition gegenüber Aerosolen von COVID-19-Fällen (z. B. im Rahmen von Bronchoskopie), dann soll er wie folgt vorgehen:

  • 7 Tage nach Exposition in Quarantäne
  • bei Symptomfreiheit: Arbeiten nur mit MNS (Mund Nasenschutz) bis 14 Tage nach Exposition
  • Selbstbeobachtung + Dokumentation (bis 14 Tage nach Exposition)
  • beim Auftreten von Symptomen umgehende Testung auf SARS-CoV-2

Gehört er der Kategorie Ib an (Medizinisches Personal mit begrenztem Expositionsrisiko, z. B. medizinisches Personal mit Kontakt unter 2 m zu Covid-19-Fällen ohne Schutzausrüstung, ≥15 Min face-to-face Kontakt,ohne Exposition wie unter Ia beschrieben), dann kann er ohne Quarantäne wie folgt weiter arbeiten:

  • bei Symptomfreiheit: Arbeiten nur mit MNS (Mund Nasenschutz) bis 14 Tage nach Exposition
  • Selbstbeobachtung + Dokumentation (bis 14 Tage nach Exposition)
  • beim Auftreten von Symptomen umgehende Testung auf SARS-CoV-2

Wir empfehlen, das Vorgehen mit Ihrem örtlichen Gesundheitsamt abzustimmen.

Bei Symptomen direkt zum Test

  • Medizinpersonal mit Krankheitssymptomen muss umgehend getestet werden!
  • Positiv getestetes medizinisches Personal darf die berufliche erst wieder aufnehmen:
    • Bei zuvor schwerem COVID-19-Verlauf (mit Sauerstoffbedürftigkeit) gilt: mind. 48 Stunden Symptomfreiheit PLUS frühestens 10 Tage nach Symptombeginn PLUS PCR-Untersuchung
    • Bei zuvor leichtem COVID-19-Verlauf (ohne Sauerstoffbedürftigkeit) gilt: mind. 48 Stunden Symptomfreiheit PLUS frühestens 10 Tage nach Symptombeginn
    • Bei zuvor asymptomatischer SARS-CoV-2-Infektion: frühestens 10 Tage nach Erstnachweis des Erregers
    • In Situationen mit akutem Personalmangel kann bei leichtem Verlauf eine Verkürzung der 10-tägigen Isolationsdauer im Einzelfall erwogen werden – nach Erreichen von 48 Stunden Symptomfreiheit und Vorliegen von zwei negativen PCR-Untersuchungen im Abstand von mindestens 24 Stunden

Die Einschätzung, welche Termine arztseitig abgesagt werden, obliegt dem jeweils behandelnden Arzt. Hier ist eine sorgsame Risikoabwägung erforderlich. Einfließen sollten dabei die Dringlichkeit der Behandlung (das Risiko für Leib und Leben des Patienten) und andererseits das Risiko für Arzt und Praxispersonal für eine Infektion. Eine allgemeingültige Handlungsempfehlung ist hier nicht möglich. Bisher geregelte Intervalle von Vorsorgeuntersuchungen sowie DMP-Dokumentationen werden ausgesetzt bzw. angepasst, sodass zumindest die Möglichkeit besteht, entsprechende Termine zu verschieben. Wenn Termine abgesagt werden, dokumentieren Sie das bitte. 

Ärzte können sich über das Portal der Landesärztekammer (LÄK) ab sofort über verfügbare Desinfektionsmittel-Bestände informieren. 

Landesapothekerkammer und Ärztekammer haben gemeinsam ein Desinfektionsmittel-Bestandsportal eingerichtet. Zum Abruf der Informationen ist ein Login in das Portal der Landesärztekammer Baden-Württemberg erforderlich.

Angesichts der hohen Preise für die Grundsubstanzen auf dem Markt hin und bittet die Kammer um Verständnis für erhöhte Preise. 

Schutzausrüstung bzw. Schutzkleidung ist nach wie vor ein wertvolles schonend zu verwendendes Gut.

Unser Team Hygiene & Medizinprodukte der KVBW hat eine tabellarische Anleitung erstellt. Darin geht es um die Frage: Unter welchen Umständen können Ärzte und MFA Schutzkittel, MNS-Masken und FFP-Masken bei der Versorgung einer Patientenkohorte einsetzen? Diese Anleitung bezieht sich ausschließlich auf Bereiche mit konservativ-internistischer Versorgung und ist auf keinen Fall für den OP gedacht!

Basis ist die Sonderregelung des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Mehrfachverwendung für die aktuelle Situation, in der FFP-Masken und Mund-Nase-Schutz (MNS) eine knappe Ressource darstellen, eine Sonderregelung  veröffentlicht.  Diese Ausnahme gilt auf Grund der erhöhten Kontaminationsgefahr nur auf Grund der von der WHO ausgerufenen Notlage in Verbindung mit den aktuellen Lieferengpässen vorläufig bis zum 31. August 2020.

Ja, wir empfehlen, sich hierzu mit Ihrer Apotheke vor Ort abzusprechen. Händedesinfektionsmittel müssen sporenfrei abgefüllt werden. In einigen Apotheken gibt es die entsprechende baulichen und materiellen Ausstattung dafür (in den Arztpraxen in der Regel nicht).

Die WHO hat beispielsweise eine Rezeptur mit viruzider Wirkung veröffentlicht, die in der Apotheke hergestellt werden kann.

  • 2-Propanol 75,15 ml
  • Wasserstoffperoxid 3 % 4,17 ml
  • Glycerol 98 % 1,45 ml
  • Gereinigtes Wasser auf 100,00 ml

Die Allgemeinverfügung der Bundesstelle für Chemikalien gilt für die Herstellung und das Inverkehrbringen durch Apotheken und die pharmazeutische Industrie in Deutschland zur Verwendung durch die breite Öffentlichkeit der oben genannten, von der WHO empfohlenen Formulierung eines Mittels zur Händedesinfektion. Zudem gilt sie für:

  • 2-Propanol-Wasser-Gemisch 70 % (V/V)

Die Ausnahmeregelung gilt befristet bis zum 31. August 2020. Sie kann jederzeit durch die Bundesstelle für Chemikalien widerrufen werden.

Die Kosten für Händedesinfektionsmittel sind nach wie vor mit den allgemeinen Praxiskosten abgegolten. Die Rezeptur kann somit weder als Sprechstundenbedarf verordnet werden noch als Materialkosten abgerechnet werden. 

Wir kämpfen derzeit jeden Tag um Lieferungen von Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel nach Baden-Württemberg und konnten erste Tranchen an die Praxen im Land ausliefern. Sollten Sie darüber hinaus Material benötigen, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular: www.kvbawue.de/schutzbedarf. Dennoch bleiben Masken und weiteres Material ein knappes Gut.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für die aktuelle Situation, in der FFP-Masken und MNS eine knappe Ressource darstellen, folgende Hinweise zur Mehrfachverwendung veröffentlicht:

  • Das Absetzen und die Lagerung der FFP-Maske / des MNS müssen so erfolgen, dass eine Kontamination der FFP-Maske / des MNS (vor allem der Innenseite) bzw. eine Kontamination des Gesichtes verhindert wird.
  • Nach dem Absetzen der FFP-Maske / des MNS wird diese/r trocken an der Luft aufbewahrt (nicht in geschlossenen Behältern!) und bis zum nächsten Einsatz zwischengelagert.
  • Die gebrauchte FFP-Maske / der gebrauchte MNS ist eindeutig einer Person zuzuordnen. Ein Tragen durch andere Personen ist auszuschließen.
  • FFP-Masken und MNS, deren Innenfläche möglicherweise mit Erregern kontaminiert wurden, sind aus präventiver Sicht sofort fachgerecht zu entsorgen. Ein Reinigen oder Desinfizieren kann die Funktionstüchtigkeit negativ beeinflussen.
  • Der Ort (z. B. offener Behälter), an dem die Zwischenlagerung erfolgt(e), ist unmittelbar nach Entnahme der FFP-Maske / des MNS sachgerecht zu desinfizieren.
  • Eine Händedesinfektion ist vor dem An- und Ablegen der FFP-Maske / des MNS wichtig.

Bitte schicken Sie die Patienten nicht ohne Indikation und unangemeldet in Krankenhausambulanzen, Notfallpraxen, Abstrichstellen und Gesundheitsämter!

Regeln zur Nutzung weiterer persönlicher Schutzausrüstung bleiben hier unverändert:  Dies gilt für den Gebrauch von Schutzhandschuhen, Schutzkitteln und ggf. nötigen Schutzbrillen.

Hintergrund:

Lieferengpässe bei Schutzausrüstung belasten die durch die Krise mit neuartigen Coronaviren sehr angespannte Situation. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat daher in Abstimmung mit dem Ad-Hoc-Arbeitskreis zum SARS-CoV2 des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) eine Sonderregelung veröffentlicht. Diese betrifft den Ressourcen-schonenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutzmasken und FFP-Masken. Diese Ausnahme gilt aufgrund der erhöhten Kontaminationsgefahr nur aufgrund der von der WHO ausgerufenen Notlage in Verbindung mit aktuellen Lieferengpässen vorläufig bis zum 31. August 2020.

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid” (wirksam gegen behüllte Viren), „begrenzt viruzid PLUS” oder „viruzid” anzuwenden.

Informationen zur Desinfektion bei Viren sind in der entsprechenden Stellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim RKI enthalten. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

Letzte Aktualisierung: 10.07.2020