FAQ Coronavirus SARS-CoV-2

Antworten auf häufig gestellte Fragen (stetig aktualisiert)

Neue Teststrategie

Seit 15. Oktober gilt die neue Coronavirus-Testverordnung. Die wichtigsten Neuerungen liefert unsere Schnellinfo.  KVBW und KBV haben ihre Infomaterialien zu den asymptomatischen Testanlässen aktualisiert:

Landes-GOP 99532 ff. sind ab sofort nicht mehr gültig! (außer Lehrer u. Ä.).

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In der neuen Coronavirus-Testverordnung ist geregelt, dass die Kosten für die selbst beschafften Schnelltests (gemäß mit ÖGD abgestimmtem Testkonzept) in Höhe der Beschaffungskosten, aber höchstens 7 Euro, über die KV abgerechnet werden können. Für diesen neuen Abrechnungsweg muss die Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zunächst Festlegungen treffen. Hierfür hat sie bis 12. November 2020 Zeit. 

Es gilt zu unterscheiden, ob die Person nach einer Meldung der Corona-WarnApp direkt oder im Auftrag des Gesundheitsamtes kommt und ob/wie sie versichert ist.

Wenn ein Versicherter (GKV oder sonstige Kostenträger) direkt mit der Warnung auf dem Handy in die Praxis kommt, wird nach EBM abgerechnet (GOP 02402A).

Wenn die Person mit Auftrag des Gesundheitsamtes kommt (idealerweise mit dem Muster OEGD) oder nicht in Deutschland krankenversichert ist, wird nach der GOP 99531 (Testverordnung) abgerechnet (Kostenträger bei nicht bzw. nicht hierzulande krankenversicherten Personen noch in Abstimmung).

Die Testkonzepte sind mit dem ÖGD abzustimmen. Bitte wenden Sie sich an das zuständige Gesundheitsamt.

Abstriche vor ambulanten Operationen sind abrechnungsfähig. Lediglich die Koloskopie ist dem ambulanten Operieren zugeordnet, weshalb hier asymptomatische Corona-Testungen vor dem Eingriff möglich sind.

Nein. Seit dem 15. Oktober 2020 sind Besuche lediglich im Zusammenhang mit einer Erkrankung des Patienten abrechnungsfähig.

Ja, folgende Wiederholungen sind möglich:

  • einmaliger Wiederholungstest bei
    • Kontaktpersonen
    • nach Ausbrüchen
    • Personen, die in den besonderen Einrichtungen behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht werden sollen (Verhütung der Verbreitung)
    • Einreisende aus ausländischen Risikogebieten
      (ebenso bei inländischen Gebieten mit 7-Tage-Inzidenz > 50 nach Auftrag ÖGD bis 8. November 2020)
  • einmal pro Woche bei
    • Personen, die in der Einrichtung (siehe Verhütung der Verbreitung) tätig werden sollen oder tätig sind
    • Personen, die gegenwärtig in der Einrichtung (siehe Verhütung der Verbreitung) behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht werden, sowie deren Besucher 

Wenn Sie aktuell Bedarf an Schutzausrüstung für Ihre Praxis haben, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular. Wir beliefern Sie dann kostenlos.

Was Sie von uns bekommen:

  • Mund-Nasen-Schutz (MNS)
  • FFP2-Masken
  • Schutzkittel
  • Schutzbrillen
  • ggf. FFP3-Masken

Bitte Handschuhe und Desinfektion wie gewohnt selbst beschaffen und ausreichend einlagern. Nach den derzeitigen gesetzlichen Rahmenbedingungen dürfen wir Ihnen beides nicht zur Verfügung stellen, sodass Sie dieses Material für Ihre Praxis selbst auf dem Markt beschaffen müssen.

Bestellanfrage Schutzausrüstung

Zu unterscheiden ist der direkte Erregernachweis (PCR-Test oder Antigentest) vom indirekten Erregernachweis (Antikörpertest). 

Die GOP 32779, 32811 und 32816 belasten den Wirtschaftlichkeitsbonus nicht, wenn auf dem Behandlungsausweis des beauftragenden Arztes die Kennnummer 32006 eingetragen wird.

Für die Antikörperbestimmung auf SARS-CoV-2 nach GOP 32641 gibt es keine Ausnahmekennnummer. Daher belastet die SARS-CoV-2- Antikörperbestimmung nach GOP 32641 die Laborkosten der Praxis.

Kennzeichnung, Kodierung, Labor und Abrechnung bei Corona

1. Kodiernummer 88240 zur Kennzeichnung eines Patientenfalles 

Soweit Patienten in der Praxis mit klinischem Verdacht oder nachgewiesener Infektion auf das Coronavirus behandelt werden, ist jeder Behandlungstag des Patienten mit der Kodiernummer 88240 zusätzlich zu den ärztlichen Leistungen zu kennzeichnen.

Nur so ist es möglich, den besonderen Behandlungsbedarf im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krankheit gegenüber den Krankenkassen nachzuweisen und die Erstattung der Behandlungskosten zu bewirken. Nicht nur die Hausarztpraxis, die den Abstrich macht, sollte die 88240 angeben, sondern auch die Laborpraxis, die die Laboruntersuchung abrechnet.

2. Kennnummer 32006 für Untersuchungsindikation Coronavirus bei Veranlassung der Laboruntersuchung 

Bei Veranlassung einer kurativen Laboruntersuchung (symptomatischer Patient) für den Nachweis des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) ist die Laborkennnummer 32006 einmal im Behandlungsfall zu dokumentieren. Damit ist sichergestellt, dass die Laboruntersuchung zum Nachweis das Laborbudget nicht belastet.

Die Untersuchungsindikation können nach ärztlichem Ermessen gestellt werden. Die Krankenkassen übernehmen in jedem Fall die Kosten für die Laboruntersuchung. Aus diesem Grunde wurde die Abrechnungshäufigkeit auf einmal am Behandlungstag geändert.

3. ICD-Kodierung U07.1 und U07.2 für Coronavirus-Krankheit

Für die Kodierung von SARS-CoV-2 gibt es eigene Diagnoseschlüssel: 

  • U07.1 G COVID-19: Virus nachgewiesen
    wenn COVID-19 durch einen Labortest nachgewiesen ist
  • U07.2 G COVID-19: Virus nicht nachgewiesen
    wenn COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt, aber nicht durch Labortest nachgewiesen ist
  • U99.0 G Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2
    wenn eine Infektion mit SARS-CoV2 labordiagnostisch abgeklärt wird

Bei den COVID-19-Kodes handelt es sich nach der ICD-10-GM um Zusatzkodes, also sogenannte Ausrufezeichenkodes (!). Damit ist geregelt, dass diese Kodes mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben. 

Nur Zusatzkennzeichen „G“ 

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G“ (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem COVID-19-Infizierten) oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

 4. Kurative Laboruntersuchung zum Nachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2

GOP Bezeichnung

  • 32779 Nachweis von SARS-CoV-2 Virus-Antigenen (Antigentest)
  • 32811 Nukleinsäurenachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2 aufgrund einer Warnung durch die Corona-Warn-App
  • 32816 Nukleinsäurenachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2

Das Formular ist in der Praxis vorzuhalten und wie gewohnt beim Kohlhammer Verlag zu beziehen. 

Das ab dem 15. Oktober notwendige neue Muster OEGD befindet sich derzeit in Überarbeitung und wird voraussichtlich Anfang Dezember 2020 zur Verfügung stehen. Bis dahin kann das bisherige Muster OEGD verwendet werden.

Bestellformulare Kohlhammer

Ja, sobald eine Person in den genannten Einrichtungen (siehe Merkblatt) untergebracht werden soll, hat diese Person einen Anspruch auf Testung unter der Voraussetzung, dass die Einrichtung im Rahmen ihres Testkonzeptes (mit dem ÖGD abzustimmen) oder der ÖGD die Testung verlangt.

Die Abrechnung der GOP 99531 erfolgt bei Privatversicherten, bei Personen, die nicht in Deutschland krankenversichert sind und bei Versicherten sonstiger Kostenträger ohne eGK per Ersatzverfahren.

Der zuständige Kostenträger ist derzeit in Klärung.

Vertragsärzte verwenden das Muster OEGD bei der SARS-CoV-2-Testung bei allen asymptomatischen Testungen nach der Coronavirus-Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG). 

Lediglich bei der Testung im Zusammenhang mit der Corona-Warn-App ohne OEGD Auftrag wird das Muster 10 C verwendet.

Dokumente zum Download

Dies gilt nach der Coronavirus-Testverordnung des Bundes­gesundheits­ministeriums (BMG) für

  • Kontaktpersonen
  • Testungen nach Ausbrüchen sowie
  • rein präventiv zur Verhütung der Verbreitung

Wie Sie die jeweiligen Leistungen korrekt abrechnen und was bei der Kennzeichnung der Laboraufträge zu beachten ist, hat unsere Abrechnungsberatung für Sie im Merkblatt „asymptomatische Testungen“ zusammengefasst (siehe unten).

Ja, sofern der behandelnde Arzt des Infizierten oder der ÖGD diese Person als Kontaktperson im Sinne der festgelegten Definition (siehe Abrechnung Corona-Testung asymptomatische Personen) eingestuft hat. Dies muss die Person Ihnen gegenüber schlüssig darlegen (im besten Fall anhand einer formlosen Bestätigung des behandelnden Arztes des Quellfalls, möglichst in der Patientenakte dokumentieren). Die Testung erfolgt per Labortest (empfohlen: PCR-Test; Antigen-Labortest bei begrenzter PCR-Kapazität, oder wenn ein schnelles Resultat benötigt wird).

Vereinfacht sind die Rahmenbedingungen für den Fall, dass Sie selbst bei einem Ihrer Patienten eine Infektion festgestellt haben und nun z. B. Familienmitglieder testen möchten. Bei positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Patienten, die Sie in Ihrer eigenen Praxis behandeln, dürfen Sie Kontaktpersonen selbst feststellen und die Testung veranlassen. Die Definition der Kontaktperson finden Sie auf unserem Merkblatt.

Ja, zwischen dem 17. August und 1. November 2020 können sich Lehrer, Erzieher sowie das weitere Personal an Schulen, in Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege symptomfrei auf das Vorliegen einer Infektion mit SARS-CoV-2 testen lassen.

  • ohne weitere Abstimmung mit dem Gesundheitsamt
  • maximal zweimal nach der GOP 99533 zuzüglich der Aufwandspauschale GOP 99539 (4,20 Euro).
  • Laborleistung (PCR) wird über das Formular OEGD (geänderte Version!) angefordert
  • Laboruntersuchung wird mit der GOP 99535 (50,50 Euro) abgerechnet.
  • Kostenträger bei Privatversicherten:
    VKNR: 61900
    IK: 100061900
    Name: Land BW / SM (SARS-CoV-2)
    KT-Gruppe: 35 KT-Abrechnungsbereich: 00
  • Die betreffenden Personen erhalten von ihrer Schule oder ihrer Kindertagesstätte ein Formular, das zweimalig zur Testung berechtigt. Dieses Berechtigungsformular (zwei Abschnitte für die Berechtigung für zwei Tests) ist in der Arztpraxis vorzulegen.
  • Die Untersuchung ist freiwillig. Bitte dokumentieren Sie deshalb die Einverständniserklärung der Person zu dieser medizinisch nicht notwendigen Untersuchung in der Patientenakte.

Vertragsärzte können Antigen-Schnelltests nur bei rein präventiven Testungen von Personal bestimmter Einrichtungen (welche, siehe Merkblatt „asymptomatische Testungen“) einsetzen; dazu gehört auch das eigene Praxispersonal (siehe Stimmt es, dass ich jetzt Schnelltests einsetzen kann, um mein Praxispersonal vorsorglich zu testen?) Eine Abstimmung mit dem ÖGD ist nicht erforderlich, allerdings muss die jeweilige Einrichtung die Testung ihres Personals im Rahmen eines festgelegten Testkonzeptes verlangen.

Die Sachkosten für die POC-Antigen-Tests werden in Höhe der Beschaffungskosten (maximal sieben Euro je Test) erstattet. Die Regularien zur Abrechnung hat die KBV noch bis 12. November festzulegen. Klar ist, dass nur Antigen-Testverfahren eingesetzt werden dürfen, die auf der Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgeführt sind.

Die erhöhten Arbeitsschutzanforderungen bei der Weiterverarbeitung des Abstrichs in der eigenen Arztpraxis sind zu beachten. 

Positive Antigen-Schnelltests müssen durch einen PCR-Test bestätigt werden. Positive Nachweise eines SARS-CoV-2-Erregers sind immer – auch bei Antigen-POC-Tests – namentlich meldepflichtig.

Hinweis: Die GOP 32779 ist Antigen-Labortests bei symptomatischen Patienten vorbehalten und kann ausschließlich von Laborärzten und Mikrobiologen abgerechnet werden. Schnelltests (sogenannte Point-of-Care-Tests POCT) sind nicht über die GOP 32779 berechnungsfähig.

Eine Testung ist bis 8. November 2020 nur möglich, wenn der öffentliche Gesundheitsdienst die Testung veranlasst. Nur dann haben symptomfreie Personen, die sich in inländischen Gebieten aufhalten oder in den letzten 14 Tagen aufgehalten haben, in denen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb 7 Tagen vorliegen, einen Anspruch auf einen laborbasierten Test (empfohlen: PCR-Test; Antigen-Labortest bei begrenzter PCR-Kapazität, oder wenn ein schnelles Resultat benötigt wird).

Testungen z. B. vor innerdeutschen Reisen können gleichwohl als Selbstzahlerleistung angeboten werden.

Ja. Das Personal in Arzt- und Psychotherapeutenpraxen kann regelmäßig präventiv getestet werden. Sowohl Antigen-Labortests als auch Antigen-Schnelltests (Point-of-Care-Tests bzw. POC-Tests) sind möglich. Eine Abstimmung mit dem Gesundheitsamt ist nicht erforderlich.

Bei Testung des eigenen Praxispersonals wird der Abstrich nicht vergütet. Es werden nur die Kosten für den Schnelltest erstattet (maximal sieben Euro je Test). Die Regularien zur Abrechnung hat die KBV noch bis 12. November festzulegen.

Welche Tests erstattungsfähig sind, ist auf einer Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu finden (www.bfarm.de/antigentests). 

Positive Nachweise eines SARS-CoV-2-Erregers sind – derzeit auch bei Antigen-POC-Tests – namentlich meldepflichtig. Positive PoC-Test-Ergebnisse müssen dann durch einen PCR-Test bestätigt werden.

Laut Tenor der aktuellen Rechtsverordnung des Landes Baden-Württemberg über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind elektive Leistungen wie Vorsorgen und ambulante Operationen wieder zulässig, wenn die erforderlichen Hygienestandards eingehalten werden können.

Zu den erforderlichen Schutzmaßnahmen zählen insbesondere:

Konsequente Patienten-Separierung

  • Patienten, die Symptome einer Atemwegserkrankung zeigen, sollen sich telefonisch anmelden.
  • Patienten mit respiratorischen Symptomen sollten organisatorisch (zeitlich und/oder räumlich) von Patienten mit anderen Erkrankungen getrennt werden.
  • Wartebereich so gestalten, dass erforderliche Abstände eingehalten werden.

Masken für Patienten

  • Bereits bei der Terminvereinbarung auf Mund-Nasen-Bedeckung hinweisen.
  • Alle Patienten legen vor Betreten der Praxis einen Mundschutz an („Community Maske“ oder bevorzugt medizinischen Mund-Nasen-Schutz, wenn verfügbar), sofern es der Gesundheitszustand zulässt.
  • Sofern genügend medizinischer Mund-Nasen-Schutz vorhanden ist, soll der Patient seine mitgebrachte „Community Maske“ gegen einen solchen eintauschen; auf dicht anliegenden Sitz ist zu achten.

Masken für Personal

  • Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) liefert eine praktische Übersicht über die verschiedenen Arten von Masken und Atemschutz, deren Schutzniveau und Einsatzbereiche.

Ohne Hygienestandards kein Regelbetrieb

Sollten Sie die erforderlichen Maßnahmen nicht einhalten können, unterlassen Sie elektive Behandlungen beschränken Sie die medizinische Versorgung in Ihrer Praxis auf nicht verschiebbare Behandlungen!

Eigenverantwortung & Maskenpflicht

Alles, was Sie tun, ist eine individuelle Entscheidung Ihrerseits in Verantwortung gegenüber Ihren Patienten, Ihrem Personal und gegenüber sich selbst und auch Ihrer Familie. Mit der Verordnung des Sozialministeriums über die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in Praxen (Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Arztpraxen ist zwischenzeitlich nicht mehr in einer separaten Verordnung, sondern in der Corona-Verordnung des Landes unter § 3 geregelt.) besteht Maskenpflicht in Arztpraxen in Baden-Württemberg!

Wir haben Masken für Sie

Der regelmäßige Nachschub von Schutzmasken an die Praxen ist inzwischen gesichert: Bestellungen unter www.kvbawue.de/schutzbedarf. Lieferengpässe bestehen noch bei Schutzkitteln. Bitte achten Sie hier besonders auf ressourcenschonenden Einsatz.

Ja. Die Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit per Telefon für bis zu 7 Kalendertage bei einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege ist befristet ab 19. Oktober 2020 bis vorerst 31. Dezember 2020 wieder möglich. Der G-BA hat sich aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen auf eine erneute Sonderregelung verständigt. 

Ja, Vertragsärzte dürfen die Arbeitsunfähigkeit von Versicherten auch per Videosprechstunde feststellen. Außerdem ist die telefonische AU-Bescheinigung befristet ab 19. Oktober vorerst bis 31. Dezember 2020 wieder möglich.

Voraussetzungen für Video-AU

  • Versicherter ist der behandelnden Arztpraxis bekannt
  • Krankheitsbild lässt Untersuchung per Videosprechstunde zu
  • Erstbescheinigung maximal für sieben Kalendertage 
  • Folgekrankschreibung per Video nur zulässig, wenn die vorherige Krankschreibung nach persönlicher Untersuchung ausgestellt wurde.

Ein Anspruch der Versicherten auf eine AU-Bescheinigung per Videosprechstunde besteht jedoch nicht. Hintergrund der Regelung zur Video-AU ist die berufsrechtliche Lockerung des Verbots der ausschließlichen Fernbehandlung (nicht die Corona-Pandemie).

AU-Bescheinigung per Telefon

Die Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit per Telefon für bis zu 7 Kalendertage bei einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege ist befristet ab 19. Oktober 2020 bis vorerst 31. Dezember 2020 wieder möglich. Der G-BA hat sich aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen auf eine erneute Sonderregelung verständigt (mehr erfahren »).

Nein, sofern zur Vermeidung einer Ansteckung mit COVID-​19 geboten, müssen in ein DMP eingeschriebene Patienten derzeit nicht zu Untersuchungen in die Praxis kommen oder an Schulungen teilnehmen. Die ärztliche Dokumentation von Untersuchungen ist für das erste bis vierte Quartal 2020 nicht erforderlich, sofern die Daten nicht durch telemedizinischen Kontakt erhoben werden können.

Die KBV hat eine thematisch geordnete Übersicht zu den Sonderregelungen für die ambulante Versorgung, die bundesweit gelten, zusammengestellt. Hier werden die einzelnen Regelungen kurz erläutert. Die Übersicht wird stetig aktualisiert.

Ja, wir empfehlen, sich hierzu mit Ihrer Apotheke vor Ort abzusprechen. Händedesinfektionsmittel müssen sporenfrei abgefüllt werden. In einigen Apotheken gibt es die entsprechende baulichen und materiellen Ausstattung dafür (in den Arztpraxen in der Regel nicht).

Die WHO hat beispielsweise eine Rezeptur mit viruzider Wirkung veröffentlicht, die in der Apotheke hergestellt werden kann.

  • 2-Propanol 75,15 ml
  • Wasserstoffperoxid 3 % 4,17 ml
  • Glycerol 98 % 1,45 ml
  • Gereinigtes Wasser auf 100,00 ml

Die Allgemeinverfügung der Bundesstelle für Chemikalien gilt für die Herstellung und das Inverkehrbringen durch Apotheken und die pharmazeutische Industrie in Deutschland zur Verwendung durch die breite Öffentlichkeit der oben genannten, von der WHO empfohlenen Formulierung eines Mittels zur Händedesinfektion. Zudem gilt sie für:

  • 2-Propanol-Wasser-Gemisch 70 % (V/V)

Die Ausnahmeregelung gilt befristet bis zum 5. April 2021. Sie kann jederzeit durch die Bundesstelle für Chemikalien widerrufen werden.

Die Kosten für Händedesinfektionsmittel sind nach wie vor mit den allgemeinen Praxiskosten abgegolten. Die Rezeptur kann somit weder als Sprechstundenbedarf verordnet werden noch als Materialkosten abgerechnet werden. 

Psychotherapie kann ebenfalls als Videosprechstunde durchgeführt werden, wenn:

  • bereits ein persönlicher Erstkontakt zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung stattgefunden hat und
  • kein unmittelbarer persönlicher Kontakt mit der Patientin oder dem Patienten aus therapeutischer Sicht erforderlich ist.

Nicht jede psychotherapeutische Leistung darf per Video durchgeführt werden. Die Einzelpsychotherapie (nach § 15 Psychotherapie-Richtlinie) und – vorerst bis zum 31. Dezember 2020 – auch die psychotherapeutischen Sprechstunden und probatorischen Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie) sind über die Videosprechstunde möglich.

Die Psychotherapie kann in Einzelfällen ohne persönlichen Kontakt zwischen Patient und Therapeut beginnen. Die Akutbehandlung sowie die Gruppentherapie ist im Rahmen der Videosprechstunde weiterhin nicht möglich.

Die Begrenzungsregelungen zur Anzahl von ausschließlichen Video-Behandlungsfällen (20 Prozent aller Behandlungsfälle) sowie zur Anzahl der im Rahmen von Videosprechstunden abgerechneten Gebührenordnungspositionen (20 Prozent aller berechneten Gebührenordnungspositionen je Vertragsarzt / Psychotherapeut und Quartal) werden für das 2. , 3. und 4. Quartal 2020 ausgesetzt.

Genehmigte Leistungen einer Gruppenpsychotherapie können übergangsweise in Einzelpsychotherapie umgewandelt werden, ohne dass hierfür eine gesonderte Antragstellung bei der Krankenkasse oder Begutachtung erfolgen muss. Diese Regelung gilt vorerst bis 31. Dezember 2020. Die Umwandlung erfolgt über die „Therapieeinheit“ und muss lediglich formlos der Krankenkasse mitgeteilt werden (kein Formular notwendig).

Für je eine Therapieeinheit genehmigte Gruppentherapie (entspricht einer Sitzung mit 100 Minuten) kann bei Bedarf maximal je Patient der Gruppe eine Einzeltherapie (entspricht einer Sitzung mit 50 Minuten) durchgeführt und abgerechnet werden.

Durch die Umwandlung von Gruppen- in Einzelsitzungen können im unmittelbaren persönlichen Kontakt Infektionsrisiken minimiert werden, wenn dies erforderlich ist. Ein weiterer Vorteil: Einzelsitzungen können auch in einer Videosprechstunde durchgeführt werden.

Nur einige der von den Kassenverbänden auf Bundesebene und dem GKV-Spitzenverband eingeführten Corona-Sonderregelungen im Verordnungsbereich wurden verlängert; die meisten Lockerungen sind jedoch zum 30. Juni 2020 ausgelaufen.

Bis 31. Dezember 2020 verlängerte Corona-Sonderregelungen

  • GKV-Patienten haben weiterhin bis zu 28 Tagen nach Verordnung Zeit, eine Heilmittelbehandlung zu beginnen. Der G-BA hat die Corona-Sonderregelung bis 31. Dezember 2020 verlängert. Damit sollen Praxen von Heilmitteltherapeuten entlastet werden, die wegen Corona möglicherweise einen Terminstau abarbeiten müssen. Alle weiteren Corona-Sonderregelungen bezüglich Heilmittelverordnungen sind aufgehoben.
  • Ebenfalls bis zum 31. Dezember 2020 verlängerte der G-BA die Sonderregelung, wonach Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren, zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen  bei nachweislich COVID-19-Erkrankten weiterhin nicht von der Krankenkasse genehmigt werden müssen. Dies gilt auch für Versicherte, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen.

Ja, eine vorherige Genehmigung durch die Krankenkasse ist nicht mehr notwendig, wenn Krankenfahrten für nachweislich an COVID-19 Erkrankte oder für Patienten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, zu nicht aufschiebaren, zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen verordnet werden. Diese Regelung hat der G-BA inzwischen bis zum 31. Dezember 2020 verlängert.

Nicht verlängert wurde die Erweiterung der Fristen für die Verordnung von Fahrten zu einer vor- oder nachstationären Behandlung. Diese Regelung ist zum 31. Mai 2020 ausgelaufen.

Nach Auskunft des Bundesgesundheitsministeriums muss der Einreisende, der getestet werden will, versichern, dass ein entsprechender Auslandsaufenthalt stattgefunden hat. Dies kann zum Beispiel durch einen Boarding-Pass, ein Ticket, eine Hotelrechnung oder einen sonstigen Nachweis geschehen.

Die Abstrichentnahme wird mit der GOP 99531 (15,00 Euro) abgerechnet. Hiermit sind sämtliche Leistungen im Zusammenhang mit dem Abstrich abgegolten (das Gespräch im Zusammenhang mit der Testung sowie die Entnahme von Körpermaterial sowie bei Bedarf die Ausstellung eines ärztlichen Zeugnisses über das (Nicht-)Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2.)

Hinweis: Ein Laborbefund ist als ärztliches Zeugnis zu werten.

Es gibt nur sehr wenige Menschen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können. Die Entscheidung, ob eine Bescheinigung ausgestellt wird, liegt beim behandelnden Arzt. 

Hier einige Beispiele: 

  • Wenn Patienten erschwert atmen durch chronische Lungenerkrankungen (z. B. COPD, Asthma bronchiale). Allerdings gehören diese Personen auch zu den Risikogruppen bei COVID-19-Erkrankungen und sollten ganz besonders auf ihre eigene Sicherheit achten, wenn sie ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs sind. Gerade schwer Kranke müssen sich selbst schützen, wozu das Tragen einer Maske beitragen kann.
  • Wenn Personen als Begleitpersonen von Schwerhörigen, Gehörlosen oder von Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung unterwegs sind und eine sichere Kommunikation durch eine Mund-Nasen-Bedeckung dieser Begleitpersonen in Frage gestellt ist. 
  • Wenn Patienten unter kognitiven Einschränkungen leiden (z. B. Demenz, geistige Behinderung) und das Tragen von Masken für sie selbst mit erheblichem Stress verbunden ist.

Generell ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie Mund-Nasen-Bedeckungen bzw. Masken gewissenhaft tragen, um Infektionsrisiken zu begrenzen.

Die derzeit beste erreichbare wissenschaftliche Beweislage auf der Grundlage epidemiologischer Beobachtungsstudien unterstreicht die Wirksamkeit der Hygienemaßnahmen. Ganz besonders gilt dies für die körperliche Distanzierung. Diese Evidenz kann als Grundlage für wissenschaftliche Leitlinien dienen. 

Dies ist das Ergebnis einer Übersichtsstudie (Metaanalyse) aus dem ersten Halbjahr 2020 im Auftrag der WHO durch die McMaster Universität in Hamilton, Canada. Die Recherche bezog sich auf 172 Beobachtungstudien in 16 Ländern und 6 Kontinenten. 44 Vergleichsstudien mit 25.697 Patienten wurden als relevant eingestuft und in die Metaanalyse einbezogen. 

Die maximale Beweiskraft ist jedoch erst mit einer randomisiert kontrollierten Studie (RCT) erreichbar. Die WHO hat eine solche Studie bei der McMaster Universität in Auftrag gegeben. Mit Ergebnissen wird zum Ende des zweiten Halbjahres 2020 gerechnet.

Eine Corona-Schwerpunktpraxis (CSP) ist eine reguläre Haus- oder Facharztpraxis, die für Infektpatienten und Corona-Verdachtsfälle spezielle Sprechstunden vorhält. In fast allen Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg sind inzwischen solche Praxen etabliert. Corona-Schwerpunktpraxen finden Sie in unserer Arztsuche

Diese Anlaufstellen untersuchen und behandeln Patienten mit Atemwegsinfektionen, welche von ihren jeweiligen Haus- und Kinderärzten als Verdachtsfälle eingestuft werden, jedoch nicht betreut werden können, beispielsweise weil der Vertragsarzt selbst einer Risikogruppe angehört. Besteht ein Coronaverdacht, gelten deutlich erweiterte Sicherheitsstandards und eine strikte Trennung von den übrigen Patienten der Praxis. Bei Bedarf können die Corona-Schwerpunktpraxen Abstriche durchführen. 

Bitte anrufen, nicht einfach hingehen!

Patienten wenden Sie sich bitte zunächst telefonisch an die jeweilige Corona-Schwerpunktpraxis, um einen Termin zu vereinbaren. So schützen Sie sich und andere. Einige der Corona-Schwerpunktpraxen sind an unsere Terminservicestelle angebunden, sodass Patienten direkt über den Patientenservice 116117 einen Termin in der Corona-Sprechstunde bekommen können.

Registrierung Ihrer Praxis als CSP

Coronakarte für Ärzte, Ämter und Patienten

Nein. Bei einer Unbedenklichkeitserklärung handelt es sich grundsätzlich um eine „Wunschleistung”, welche privat zu liquidieren ist.

Im Zusammenhang mit einer asymptomatischen Testung ist die Ausstellung eines Zeugnisses über das Ergebnis der Testung von der abstrichnehmenden Stelle grundsätzlich beinhaltet. (Hinweis: Ein Laborbefund ist als ärztliches Zeugnis zu werten.)

Das Sozialministerium und das Landesgesundheitsamt haben Empfehlungen zum Umgang mit Erkältungs- und Krankheitssymptomen bei Kindern und Jugendlichen herausgegeben (unten zum Download). Demnach ist nach einem überstandenen Infekt kein negativer Virusnachweis und auch kein ärztliches Attest notwendig. Die Bestätigung der ärztlichen Aussage durch eine erziehungsberechtigte Person ist in der Regel ausreichend. Dazu kann die Muster-Bescheinigung verwendet werden, die die Eltern selbst ausfüllen können (Bestandteil der LGA-Handreichung).

Ja, das RKI bietet eine Orientierungshilfe für Ärzte zu Entlassungskriterien aus der Isolierung. Bei Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen sei hiernach neben den Zeiträumen für die Ent-Isolierung (frühestens 10 Tage nach Symptombeginn) und Symptomfreiheit (mindestens 48 Stunden) stets ein negatives PCR-Resultat erforderlich.  

Nein, für solche Fälle existiert keine generelle Empfehlung des RKI, eine erneute PCR durchzuführen. Lediglich wenn eine Verkürzung der Isolationsdauer im Einzelfall erwogen wird, sind sowohl 48 Stunden Symptomfreiheit als auch das Vorliegen von zwei negativen PCR-Untersuchungen im Abstand von mindestens 24 Stunden empfohlen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat zusammen mit dem Robert Koch-Institut (RKI) ihre Empfehlungen zum Einsatz der Impfstoffe gegen Pneumokokken angepasst:

Einsatz von Pneumovax® 23

Pneumovax® 23 soll bei eingeschränkter Verfügbarkeit bevorzugt für folgende Personengruppen verwendet werden:

  • Patienten mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten bzw. Immunsuppression: zur Komplettierung der sequenziellen Impfung
  • Senioren ab dem Alter von 70 Jahren
  • Patienten mit chronischen Erkrankungen des Herzens oder der Atmungsorgane

Wegen der breiteren Abdeckung von Pneumokokken-Serotypen kann Pneumovax® 23 nicht durch einen anderen niedrigervalenten Pneumokokken-Impfstoff ersetzt werden. Generell gilt, dass Pneumokokken-Impfungen dem Personenkreis vorbehalten bleiben sollten, der in den gültigen Impfempfehlungen der STIKO benannt ist.

Bitte überzeugen Sie sich vom Warnhinweis der Corona-App und vermerken Sie dies in der Patientendokumentation.

Das Formular ist in der Praxis vorzuhalten und wie gewohnt beim Kohlhammer Verlag zu beziehen.

Bestellformulare Kohlhammer

Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) kann Vertragsärzte sowohl telefonisch als auch per Fax oder E-Mail beauftragen. Bei telefonischer Beauftragung durch das Gesundheitsamt empfehlen wir den Inhalt der Beauftragung in einer Telefonnotiz festzuhalten.

Nein. Folgeverordnungen nach telefonischer Anamnese (häusliche Krankenpflege, Heilmittel, Hilfsmittel, Krankenbeförderung, SAPV) sind nicht mehr möglich. Die bisherige Corona-Sonderregelung ist zum 30. Juni 2020 ausgelaufen.

Die Rettungsschirm-Regelung der KV Baden-Württemberg berücksichtigt diesen „Gerechtigkeitsaspekt“.

Zusätzlich vergütet, also nicht auf die Härtefallzahlung angerechnet, werden:

  • Zuschläge für Corona-Schwerpunktpraxen
  • Leistungen im organisierten Notfalldienst
  • Abstrichentnahme und Laborleistungen im Rahmen des Landesvertrages (Corona-Tests asymptomatischer Personen im Auftrag des Gesundheitsamts)

Im Fallzahlabgleich (Liegt ein pandemiebedingter Fallzahlrückgang vor?) gehen die mit der Corona-Ziffer 88240 gekennzeichnete Fälle nicht ein.

Die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration der Bundesregierung veröffentlicht auf ihrer Homepage Poster mit Grafiken und wichtigen Informationen zum Thema Coronavirus in vielen verschiedenen Sprachen. Es geht um die wichtigsten Regeln zu den Themen Gesundheit, Öffentliches Leben (Arbeiten und Geld) und Reisen. Die Beschlüsse von Bundesregierung und Bundesländern zu den Kontaktbeschränkungen sind hier ebenfalls als Übersetzungen abrufbar (Link unten).

Das Robert Koch-Institut (RKI) bietet seinen Flyer mit Hinweisen für nicht erkrankte Kontaktpersonen von COVID-19-Patienten sowie den Flyer für Patienten in häus­licher Iso­lierung bei be­stätig­ter COVID-19-Er­kran­kung neben Deutsch in folgenden Sprachen an:

  • Albanisch
  • Arabisch
  • Bulgarisch
  • Englisch
  • Französisch
  • Persisch
  • Polnisch
  • Rumänisch
  • Russisch
  • Slowakisch
  • Spanisch
  • Tschechisch
  • Türkisch
  • Ungarisch

Ab dem Zeitpunkt, ab dem ein Abstand von 1,50 Meter zwischen Therapeut und Patient zuverlässig zu erreichen ist, können Sie den MNS für die Dauer der Behandlung abnehmen (laut Abstimmung mit dem Sozialministerium und dem Landesgesundheitsamt). 

Hinweis: Das gilt nur, wenn keiner der Beteiligten Symptome einer akuten Atemwegsinfektion zeigt! Bei symptomatischen Beteiligten oder bei besonders gefährdeten/vulnerablen Personen sind weiterführende Schutzmaßnahmen zu beachten.

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten und auch bei jüngeren Patienten beobachtet wurden, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahre)
  • Raucher
  • stark adipöse Menschen
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    • des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
    • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis)
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen)
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Patienten mit einer Krebserkrankung
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Quelle: SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) des RKI

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt ein Merkblatt für chronisch kranke Menschen zum Coronavirus SARS-CoV-2 zur Verfügung, das sich alss Aushang im Wartezimmer oder zur Information Ihrer Patienten eignet.

Merkblatt für chronisch kranke Menschen der BZgA

Ja. Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung) ist in der Corona-Verordnung des Landes unter § 3 geregelt.

Wichtig ist, richtig mit der Mund-Nasen-Bedeckung umzugehen. Die Bedeckung muss durchgehend eng anliegend über Mund und Nase getragen und bei Durchfeuchtung gewechselt werden; sie darf während des Tragens nicht zurechtgezupft werden und auch nicht um den Hals getragen werden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt ein Merkblatt für Bürger zur Verfügung.

Maskenpflicht in Arztpraxen?

Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Arztpraxen ist jetzt in der Corona-Verordnung des Landes unter § 3 geregelt.
Landesregierung: Corona-Verordnung Baden-Württemberg

Hier ist zu unterscheiden:

Ist ein Mitarbeiter tatsächlich erkrankt und kann er deshalb nicht arbeiten, muss ihm der Arbeitgeber nach den Regeln des Entgeltfortzahlungsgesetzes bis zu sechs Wochen lang sein normales Gehalt weiterbezahlen.

Haben die Behörden hingegen ein Tätigkeitsverbot oder Quarantäne angeordnet, zahlt der Praxischef zunächst die Gehälter weiter. In diesem Fall kann er sich das Geld jedoch nach § 56 Infektionsschutzgesetz von der Behörde zurückholen, die die Quarantäne angeordnet hat. Um seine Rechte geltend zu machen, hat der Arbeitgeber maximal zwölf Monate Zeit. Die Frist läuft ab dem ersten Tag der Quarantäne.

Etwas komplizierter ist die Rechtslage für den Verdienstausfall des Praxisinhabers selbst: Auch er hat zwar einen Entschädigungsanspruch auf Basis des Infektionsschutzgesetzes. Und auch hier gilt eine Frist von zwölf Monaten, gerechnet ab dem Beginn der Quarantäne. Die Entschädigung bemisst sich nach den letzten Jahreseinnahmen laut Steuerbescheid.

Online-Portal: Antrag bei Quarantäne oder Tätigkeitsverbot

Betroffene können ihre Entschädigungsanträge nach dem IfSG ab sofort über ein Online-Portal  einreichen. Dort finden sich auch weitere Informationen sowie die genauen Anspruchsvoraussetzungen.

Coronavirus – Entschädigung bei Praxisausfall

Ärzte haben Anspruch auf Entschädigung, wenn der Praxisbetrieb aus infektionsschutzrechtlichen Gründen untersagt wird. Was Sie dazu wissen müssen, hat die KBV in einer Praxisinformation zusammengefasst.

Mit dem CE-Zeichen dokumentieren Hersteller, dass ihr Produkt die EU-Richtlinien erfüllt. Derzeit werden Atemschutzmasken mit sehr ähnlich aussehenden gefälschten CE-Kennzeichen angeboten (CE = „China Export“). Bei Zweifeln gilt: „Finger weg!“ Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt Detailinformationen dazu, wie die originale CE-Kennzeichnung aussehen muss (Link unten).

Sämtliche Atemschutzmasken, die die KVBW selbst beschafft hat, erfüllen den geltenden Prüfstandard für den Einsatz gegen SARS-CoV-2 (COVID-19)! Das gilt auch für Masken ohne CE-Kennzeichen, die vergleichbaren Standards von Nicht-EU-Ländern entsprechen. Die Entscheidung, ob und von wem Sie zusätzlich weiteres Schutzmaterial beziehen, liegt in Ihrer Eigenverantwortung.

Ein Antrag über das Wirtschaftsministerium auf die Soforthilfe von Bund und Land ist möglich, wenn ein Liquiditätsengpass vorliegt, der die Existenz Ihrer Praxis bedroht, d.h. Ihre laufenden Einnahmen reichen nicht aus, um die laufenden Kosten zu decken. In diesem Fall können Sie eine Einmalzahlung von 9.000 Euro (bei bis zu fünf Beschäftigten) beantragen (mehr dazu: Soforthilfe in 5 Schritten). Wenn Sie Soforthilfe bekommen, mindert das allerdings die Höhe der Ausgleichs­zahlung laut GKV-Schutzschirm, die wir Ihnen zahlen (Mitteilungspflicht!).

Das „Gehalt“, das sich ein Arzt selbst auszahlt, gehört dabei nicht zu den laufenden Ausgaben, wie das Wirtschaftsministerium mitteilt. Es kann lediglich ein „fiktiver Unternehmerlohn“ (maximal 1.180 Euro pro Monat) im Rahmen der Pfändungs­freigrenzen angesetzt werden.

Ja. Der Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 ist ab 8. Mai 2020 unter bestimmten Voraussetzungen GKV-Leistung. 

Mittlerweile stehen sehr sensitive und für den indirekten Erregernachweis bei Patienten mit COVID-19-Symptomen ausreichend spezifische Antikörpernachweise zur Verfügung. Eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion kann eine Woche nach Symptombeginn zweckmäßig sein.

Verlanlasser und Laborarzt kennzeichnen solche Tests mit der Ziffer 88240, sodass alle Leistungen extrabudgetär honoriert werden. Der Antikörpertest selbst ist als „Ähnliche Untersuchung“ mit der GOP 32641 abrechenbar. Die Laborausnahmeziffer 32006 kann in diesem Fall nicht eingetragen werden.

(siehe News-Meldung SARS-CoV-2: Antikörpertest als GKV-Leistung).

Ja. Für die Arzneimittelabgabe in der Apotheke gelten seit dem 22. April 2020 erweiterte Austauschmöglichkeiten. Der Apotheker darf, wenn das entsprechend den gesetzlichen oder vertraglichen Vorgaben abzugebende Arzneimittel in der Apotheke nicht vorrätig ist, ein anderes wirkstoffgleiches Arzneimittel abgeben.

  • Ohne Rücksprache mit dem verordnenden Arzt darf der Apotheker hinsichtlich Packungsgröße (auch mit Messzahl-Überschreitung), Packungsanzahl und Wirkstärke (wenn keine pharmazeutischen Bedenken bestehen) abweichen (Ausnahme: BtM zur Substitution), sofern dadurch die verordnete Gesamtmenge des Wirkstoffs nicht überschritten wird.
  • Aus Gründen der Arznei­mitteltherapie­sicherheit wäre es sinnvoll, dass der Apotheker den Arzt über den Austausch im Sinne einer Abweichung von der verordneten Wirkstärke informiert; aktuelle Vorgaben dazu gibt es jedoch nicht.
  • Ohne Rücksprache mit dem Arzt darf der Apotheker außerdem Teilmengen aus Fertigarzneimittelpackungen entnehmen, sofern die abzugebende Packungsgröße nicht lieferbar ist.
  • Nach Rücksprache mit dem verordnenden Arzt ist auch die Abgabe eines pharmakologisch-therapeutisch vergleichbaren Arzneimittels (das heißt eines anderen ähnlichen Wirkstoffs) möglich, wenn weder das eigentlich abzugebende noch ein entsprechendes wirkstoffgleiches Arzneimittel vorrätig oder lieferbar ist. Dies gilt auch bei gesetztem Aut-idem-Kreuz.
  • Der Apotheker muss den Austausch jeweils auf dem Verordnungsblatt dokumentieren, ein neues Rezept ist nicht erforderlich.

Gesetzliche Grundlage ist die SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung, die außer Kraft tritt, wenn die Feststellung einer Epidemie aufgehoben wird, ansonsten spätestens mit Ablauf des 31. März 2021.

Folgende Ausnahmen von den Vorgaben der Substitutionstherapie laut BtMVV sind seit dem 22. April 2020 möglich:

Der substituierende Arzt

  • darf trotz fehlender suchtmedizinischer Qualifikation (d. h. im Rahmen der Konsiliarregelung) gleichzeitig mehr als zehn Patienten mit Substitutionsmitteln behandeln,
  • darf auch über die bislang definierten Zeiträume (maximal 4 Wochen am Stück bzw. höchstens insgesamt 12 Wochen im Jahr) hinaus von einem suchtmedizinisch nicht qualifizierten Arzt vertreten werden (sofern es nicht gelingt, einen suchtmedizinisch qualifizierten Arzt als Vertreter zu bestellen),
  • darf Substitutionsmittel im Sichtbezug mit „Z“-Kennzeichnung zur eigenverantwortlichen Einnahme für bis zu sieben aufeinanderfolgende Tage verschreiben (bisher: zwei Tage),
  • darf dem Patienten innerhalb einer Kalenderwoche bis zu vier Verschreibungen (mit „Z“-Kennzeichnung) aushändigen (bisher: maximal eine), jedoch nicht mehr als eine Verschreibung an einem Tag,
  • darf die Verschreibung auch ohne persönliche Konsultation an den Patienten aushändigen,
  • darf, wenn eine Einnahme des Substitutionsmittels unter Beobachtung von medizinischem, pharmazeutischem oder pflegerischem Personal nicht möglich sein sollte, diese Aufgabe auch anderem  Personal (einschließlich volljährige Botendienste der Apotheke) übertragen, nachdem er mit dem ersatzweise eingesetzten Personal eine entsprechende Vereinbarung getroffen hat,
  • darf Substitutionsmittel zur Behebung von Notfällen  – unter Beschränkung auf die erforderliche Menge – auf einer Notfall-Verschreibung (Vermerk „N“) verschreiben. Der Arzt ist weiterhin verpflichtet, unverzüglich die Verschreibung auf einem BtM-Rezept der Apotheke nachzureichen, die die Notfall-Verschreibung beliefert hat.

Gesetzliche Grundlage ist die SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung, die außer Kraft tritt, wenn die Feststellung einer Epidemie aufgehoben wird, ansonsten spätestens mit Ablauf des 31. März 2021.

Ja, Betäubungsmittelrezepte (BtM-Rezepte) dürfen vorübergehend auch außerhalb von Vertretungsfällen übertragen und von anderen Ärzten verwendet werden – etwa innerhalb einer Praxisgemeinschaft oder wenn aus dem Ruhestand aktivierte Ärzte ohne eigene Rezeptvordrucke BtM-Verschreibungen ausstellen sollen.

Gesetzliche Grundlage ist die SARS-CoV-2-Arzneimittel­versorgungs­verordnung, die außer Kraft tritt, wenn die Feststellung einer Epidemie aufgehoben wird, ansonsten spätestens mit Ablauf des 31. März 2021.

Die KVBW gewährt für die Quartale, in denen dauerhaft oder zeitweise durch die WHO eine pandemische Lage für Deutschland ausgerufen wurde (also ab Quartal 2020/1), längstens aber bis 31. Dezember 2020, eine Ausgleichszahlung.

Siehe:

In meiner Praxis bleiben wegen der COVID-19-Pandemie die Patienten aus. Was tut die KVBW?

Wenn Sie als Vertragsarzt aufgrund der Corona-Pandemie deutliche Umsatzrückgänge erleiden, greift der GKV-Schutzschirm. Die Härtefall­regelung der KV Baden-Württemberg sichert Ihnen bei unveränderter Praxis­konstellation einen Honorarausgleich von 90 Prozent des GKV-Kollektiv-Honorars im Vor­jahres­quartal. Details zur Umsetzung finden sich im Honorarverteilungsmaßstab (mehr erfahren »).

Mitwirkungspflicht: Sonstige Finanzhilfen melden

Gesetzlich ist geregelt, dass wir Ausgleichszahlungen mit anderen Entschädigungen und Finanzhilfen verrechnen müssen. Bitte melden Sie uns, falls Sie anderweitig Gelder bekommen. Bitte nutzen Sie für Ihre Rückmeldung ausschließlich das Formular unten. Indem Sie dieses Formular maschinenlesbar direkt am PC ausfüllen und per Fax oder per E-Mail an die dort genannten Funktionspostfächer schicken, verkürzen Sie die Bearbeitungszeit.

Ja. Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten, welche wegen der Corona-Pandemie deutliche Umsatzverluste erleiden, erhalten automatisch eine Ausgleichszahlung. Bei etablierten Praxen sichern wir 90 Prozent des Umsatzes der Praxis aus Kollektivvertrag im Vorjahresquartal – ein Antrag ist dafür nicht notwendig. Bei Neupraxen orientiert sich die Ausgleichszahlung am Fachgruppendurchschnitt. Auf Antrag berücksichtigen wir stattdessen das Honorar des vorherigen Praxisinhabers.

Gesetzlich ist geregelt, dass wir Ausgleichszahlungen mit anderen Entschädigungen und Finanzhilfen verrechnen müssen. Sie sind verpflichtet, uns zu melden, falls Sie anderweitig Hilfsgelder bekommen.

Die KVBW lässt ihre Mitglieder mit den möglichen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für ihre Praxis nicht allein.

Schutzschirm für Praxen – jetzt ist es amtlich

Regeln für COVID-19-Ausgleichszahlungen im Honorarverteilungsmaßstab fixiert

Der Honorarverteilungsmaßstab (HVM) der KV Baden-Württemberg regelt nun die Umsatzgarantien für Vertragsärzte und -psychotherapeuten bei Fallzahlrückgängen infolge von COVID-19 (in § 16 Ausgleich von überproportionalen Honorarverlusten). Die Vertreterversammlung hat mit Datum 7. Mai 2020 einstimmig die Änderungen der Honorarverteilung beschlossen, die erforderlich waren, um den GKV-Schutzschirm in Baden-Württemberg rückwirkend ab dem ersten Quartal 2020 umzusetzen. 

Ausgleich für gesunkene GKV-Umsätze

Pandemiebedingte Vergütungsausfälle bei den Leistungen, die Sie über die KV abrechnen, gleichen wir aus, sodass 90 Prozent des GKV-Gesamthonorars aus dem Vorjahresquartal gesichert sind (bei unveränderter Praxis­konstellation). Die Ausgleichszahlung umfasst auch extrabudgetäre Leistungen wie Früherkennung und ambulante Operationen. Selektivvertragliche oder privatärztliche Honorarverluste kann die KV hingegen nicht ausgleichen.

Wichtig dabei: Der Rückgang der Patientenzahlen darf nicht auf verkürzte Präsenzzeiten unabhängig von der Pandemie zurückgehen. Grundsätzlich müssen die Mindest­sprechstunden erfüllt sein, damit die Härtefallregelung greift.

Umsatzgarantie für Ermächtigte

Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten und Ermächtigte erhalten die Ausgleichszahlung automatisch (ohne Antrag).

Bei Neupraxen orientiert sich die Ausgleichszahlung am Fachgruppendurchschnitt. Auf Antrag berücksichtigen wir stattdessen das Honorar des vorherigen Praxisinhabers.

Sonstige Finanzhilfen sind anzeigepflichtig

Das Geld muss nicht zurückbezahlt werden, ist allerdings mit anderen Zahlungen (z. B. Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz, Soforthilfe von Bund oder Land etc.) zu verrechnen. Denken Sie daran, uns unverzüglich mit dem untenstehenden Formular mitzuteilen, wenn Sie anderweitig Geld bekommen.

Nein. Eine interne Weisung der Bundesagentur für Arbeit hat kurzzeitig für Verwirrung gesorgt. Inzwischen ist geklärt: Arztpraxen können trotz GKV-Rettungsschirm Kurzarbeitergeld beantragen.

Eine Pflicht, sich zu testen zu lassen, gibt es nicht. Deshalb ist vor einer Testung eine Einwilligung der zu testenden Person einzuholen. Sie klären darüber auf, wie der Test abläuft, und was mit der Probe passiert. 

Bei Patienten, die nicht zu Ihrem Patientenstamm gehören, ist darüber hinaus eine Information über die Datenweitergabe erforderlich. 

Einwilligung – Corona-Test bei asymptomatischen Personen 

So gehen Sie vor:

  1. mündlich aufklären und Einwilligung zum Test einholen
  2. über die damit verbundene Datenverarbeitung informieren (Datenschutz-Information siehe unten zur Verfügung stellen)
  3. Einwilligung zur Datenverarbeitung einholen:
    1. schriftlich (z. B. unsere Mustervorlage siehe unten unterschreiben lassen und aufbewahren) oder
    2. mündlich und dann die Zustimmung in Ihren Unterlagen dokumentieren

Informationsblatt & Einwilligungserklärung Datenschutz

Jeder Patient mit Symptomen einer COVID-19-Erkrankung und/oder Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn sollte unabhängig von Risikofaktoren getestet werden. Das sehen die aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts vor. Zuvor wurden Patienten mit akuten respiratorischen Symptomen vor allem dann getestet, wenn sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder einer Risikogruppe angehörten. Die neueren Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sehen diese Einschränkungen nicht mehr vor, sodass auch bei leichten COVID-19-relevanten Symptomen ein Test durchgeführt werden kann. Das liegt im ärztlichen Ermessen. 

Auf der Grundlage der Corona-Test-Vereinbarung mit dem Land Baden-Württemberg und der Rechtsverordnung des BMG können – über die RKI-Empfehlungen hinaus – unter bestimmten Voraussetzungen auch Testungen bei bestimmten asymptomatischen Personen(gruppen) durchgeführt werden (mehr erfahren »).

Im Rahmen der Influenza-Surveillance untersucht das RKI seit dem 24. Februar 2020 Proben von Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen, die von Praxen der Arbeitsgemeinschaft Influenza eingesandt werden, zusätzlich auch auf SARS-CoV-2, um eine Zirkulation von SARS-CoV-2 frühzeitig zu erkennen und zu überwachen.

Wenn ein Patient anruft, klären Sie zunächst die entsprechende Symptomatik (respiratorischen Infekt).

Abfrage der Symptome & Risikogruppe:

  • Hat der Patient Husten, Fieber, Kurzatmigkeit?
  • Hatte er in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einem COVID-19-Kranken?
  • Ist er in einer Pflegeeinrichtung, Arztpraxis oder einem Krankenhaus tätig?
  • Gehört er einer Risikogruppe (Alter, Vorerkrankungen) an?
  • Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn
  • klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie UND Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung

Gegebenenfalls sollte die Praxis den Patienten bitten, zunächst zu Hause zu bleiben und möglichst keine persönlichen Kontakte zu anderen herzustellen. Die Praxis wendet sich bei einem begründeten Verdachtsfall an das zuständige Gesundheitsamt, das über die weitere Vorgehensweise entscheidet. Ist der Patient jedoch soweit erkrankt, dass er nicht zu Hause bleiben kann, bitte entsprechend den Rettungsdienst/Krankentransport mit dem Hinweis auf den Verdacht der Infektion informieren und den Patienten ins Krankenhaus transportieren lassen. Bitte dieses vorab informieren. In Abhängigkeit der Symptome und nach Absprache mit der Leitstelle wird das zuständige Krankenhaus angefahren.

Bitte schicken Sie die Patienten nicht ohne Indikation und unangemeldet in Krankenhausambulanzen, Notfallpraxen, Abstrichstellen und Gesundheitsämter!

Wenn Ihnen die Versorgung dieses spezifischen Patientenklientels nicht möglich ist, bieten sich dafür Corona-Schwerpunktpraxen (CSP) oder auch Abstrichstellen/Fieberambulanzen an, die inzwischen überall in Baden-Württemberg etabliert sind. Standorte für Corona-Tests finden Sie unter http://coronakarte.kvbawue.de/.

Grundsätzlich sind Vertragsärzte im Rahmen der Sicherstellung dazu verpflichtet, Patienten mit Verdacht auf eine COVID-19-Infektion zu untersuchen. Die niedergelassene Ärzteschaft ist hier gefordert, Infektions- und Verdachtsfälle schnell zu erkennen. Uns ist die außergewöhnliche Belastung, die aktuell auf Sie persönlich und Ihre Praxis zukommt, bewusst. Wir zählen darauf, dass Sie Ihre Patienten in dieser Situation vorbildlich wie gewohnt versorgen.

Hausärzte steuern in Fieber-Ambulanzen und Schwerpunktpraxen

Falls es für Sie aus gesundheitlichen Gründen ein Risiko darstellt, COVID-19-Patienten oder Verdachtsfälle zu behandeln, dann versuchen Sie bitte, interkollegial die Versorgung oder den Abstrich trotzdem sicherzustellen. Unsere COVID-Schwerpunktpraxen und die Fieberambulanzen sind in solchen Fällen die richtige Anlaufstelle.

Für Informationen zu den ambulanten Corona-Versorgungs- und Testeinrichtungen in Baden-Württemberg  nutzen Sie bitte unsere Karte mit Adressen und Rufnummern: http://coronakarte.kvbawue.de/.

Bitte schicken Sie die Patienten nicht ohne Indikation und unangemeldet in Krankenhausambulanzen, Notfallpraxen, Abstrichstellen und Gesundheitsämter!

Patient ohne Symptome

Mit dem Start der Corona-Warn-App wurden neue Leistungen in den EBM aufgenommen, um den Abstrich und die Laboruntersuchung zu vergüten. Ärzte rechnen sie bei Versicherten ab, die nach einem Warnhinweis der App für einen Test in die Praxis kommen. 

Im Zuge der Teststrategie des Bundesgesundheitsministeriums und des Landes Baden-Württemberg können – über die RKI-Empfehlungen hinaus – bestimmte asymptomatische Personengruppen getestet werden, um einen erneuten starken Anstieg der Infektionszahlen zu vermeiden (mehr erfahren »). Seit  1. August hat das Bundesgesundheitsministerium seine Rechtsverordnung (RVO) zur Testung auf SARS-CoV-2 erweitert. Danach können sich alle Reiserückkehrer aus dem Ausland testen lassen. Die Tests sollen unter anderem auch durch Vertragsärzte durchgeführt werden (mehr erfahren »).

Weist ein Patient, der nicht zu den genannten Personengruppen gehört bzw. die Voraussetzungen nicht erfüllt, zum aktuellen Zeitpunkt keinerlei Symptome auf und möchte er lediglich aus einer Befürchtung heraus wissen, ob er das Virus in sich trägt, ist das keine GKV-Leistung. Als Arzt können Sie eine solche Testung ablehnen bzw. privat abrechnen, sofern der Patient das möchte.

Patient zeigt Symptome

Wenn ein Patient Symptome zeigt, so gelten die Kriterien zur Verdachtsabklärung laut Flussschema des RKI. In den dort genannten Fällen ist eine Testung des Patienten angezeigt. Wenn eine ambulante Behandlung möglich erscheint (also bei entsprechend milder Ausprägung der Symptome und wenn keine sonstigen Umstände vorliegen, die eine stationäre Behandlung notwendig erscheinen lassen), ist der Vertragsarzt verpflichtet, diese Diagnostik als GKV-Leistung zu erbringen.

Aus der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg (§ 3 Abs. 2) geht hervor, dass eine Ausnahme von der Maskenpflicht besteht, wenn das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung aus medizinischen Gründen unzumutbar ist. Da die Pflicht zum Tragen der Masken aus einer Rechtsverordnung des Landes resultiert, kann der Arzt keine Befreiung von dieser Pflicht aussprechen. 

Allerdings ist es möglich, dass der Arzt dem Patienten attestiert, dass ihm aus medizinischen Gründen das Tragen einer Maske im Sinne der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg unzumutbar ist. Ob für ein solches Attest eine Angabe der genauen Erkrankung notwendig ist, wurde bisher von der Landesregierung nicht konkretisiert. Allerdings spricht nichts dagegen, wenn der Patient dies ausdrücklich verlangt. Dieser Wunsch des Patienten sollte zumindest dezidiert in die Dokumentation des Arztes einfließen.

Folgende Mustervorlage können Sie nutzen:

Für Informationen zu den ambulanten Corona-Versorgungs- und Testeinrichtungen in Baden-Württemberg  rufen Sie unsere Corona-Karte mit Adressen und Rufnummern auf: http://coronakarte.kvbawue.de/.

In der Regel informieren die jeweiligen Kreise auf ihrer Homepage über die Abläufe. Die meisten Gesundheitsämter haben Corona-Hotlines eingerichtet. Unser Praxisservice hat für Sie eine Linkliste zusammengestellt.

Kontaktdaten der Gesundheitsämter der Landkreise

Direktkontakt

Praxisservice
0711 7875-3300
  • Mo – Fr: 8 – 16 Uhr

Das Robert Koch Institut (RKI) veranschaulicht jetzt in vier anschaulich bebilderten Anleitungen, wie Sie und Ihre Mitarbeiter Atemschutzmasken und Schutzbrillen sowie Schutzhandschuhe korrekt an- und ausziehen und was die häufigsten Fehler dabei sind. Bitte achten Sie immer darauf, alle Schritte genauso durchzuführen wie in der Anleitung vorgegeben. Nur so ist die maximale Sicherheitsleistung garantiert.

Atemschutzmaske und Schutzbrille sicher anlegen

Schutzbrille und Atemschutzmaske sicher ablegen

Schutzhandschuhe sicher ausziehen

Atemschutzmaske: Häufige Anwendungsfehler

Ja. Sollten Sie Material benötigen, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular: www.kvbawue.de/schutzbedarf

Wenn Sie aktuell Bedarf an Schutzausrüstung für Ihre Praxis haben, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular: www.kvbawue.de/schutzbedarf Wir beliefern Sie dann kostenlos.

Bitte halten Sie hierzu Ihre lebenslange Arztnummer (LANR) sowie die GKV-Fallzahl der Gesamtpraxis (alle Standorte) bereit, sodass wir die Schutzausrüstung bedarfsgerecht verteilen können. Diese Daten nutzen wir ausschließlich zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage. Es genügt, wenn ein Arzt pro Praxis bestellt.

Nein, bei einem neuen Patienten ohne persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt ist dies nicht zulässig. Der Versand per Post ist nur bei bekannten Patienten möglich. „Bekannt“ heißt: Der Patient war in den zurückliegenden sechs Quartalen mindestens einmal in der Arztpraxis.

War der Patient bisher noch nie in der Praxis, hält er seine elektronische Gesundheitskarte (eGK) in die Kamera, damit das Praxispersonal die Identität prüfen und die notwendigen Daten (Bezeichnung der Krankenkasse; Name, Vorname und Geburtsdatum des Versicherten; Versichertenart; Postleitzahl des Wohnortes; Versichertennummer) erheben kann. Der Patient bestätigt zudem mündlich das Bestehen des Versicherungsschutzes. Am Telefon fragt das Praxispersonal diese Daten ab.

Ist der Patient der Praxis bekannt, findet im aktuellen Quartal jedoch ausschließlich telefonischer Kontakt statt, übernehmen Sie die Versichertendaten aus der Patientendatei.

Hinweis zu den TI-Sanktionen: Bei der Videosprechstunde oder reinem Telefonkontakt ist nach heutigem technischen Stand kein Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) möglich. Aktuell gibt es (noch) keine Ausnahmeregelung für das VSDM in Corona-Zeiten. Das bedeutet, dass die VSDM-Pflicht bei Patienten, die in die Praxis kommen, weiterhin besteht. Das Thema ist derzeit auf Bundesebene in Beratung. Um Honorarkürzungen zu entgehen, sollten sie daher darauf achten, mindestens einen VSDM-Prüfnachweis in Ihrer Quartalsabrechnung zu haben.

Eine unverbindliche Orientierungshilfe für die Entscheidung, ob Corona-Patienten ambulant oder stationär versorgt werden sollen, gibt der „Corona-Score”.

Orientierungshilfe Triage ambulant vs. stationär

Nein. Wenn der geplante Impfzyklus nicht eingehalten werden kann, ist es in aller Regel nicht notwendig, erneut mit der ersten Impfung zu beginnen. Holen Sie dann so bald wie möglich die ausstehende(n) Impfung(en) nach, denn die STIKO propagiert seit jeher den Grundsatz, „jede Impfung zählt“. Prüfanträge seitens der Krankenkassen wären daher möglich.

Ja, Krankenhausärzte können bei Entlassung nunmehr für eine Dauer von 14 Tagen (statt 7 Tagen) Verordnungen über Verbandstoffe, Teststreifen, häusliche Krankenpflege, SAPV, Soziotherapie, Heil- und Hilfsmittel ausstellen.

Für Arzneimittel wird die Begrenzung auf eine Packung mit dem kleinsten Packungsgrößenkennzeichen ausgesetzt. Das bedeutet, dass – ausgehend vom Versorgungsbedarf des Patienten – bei Entlassung auch eine größere Packung verordnet werden kann.

Die Einlösefrist für Entlassrezepte wird von 3 auf 6 Werktage verlängert.

Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, empfiehlt das Bundesministerium für Gesundheit, die Arzneimittelverordnungen insbesondere bei chronisch kranken Patienten wie gewohnt fortzuführen (z. B. mit einer N3-Packung). Hierdurch sollen unnötige Arztbesuche vermieden werden. Hingegen wird von Verordnungen auf Vorrat abgeraten. Bitte verzichten Sie auch auf zusätzliche Privatrezepte, damit Arzneimittel den Patienten zur Verfügung stehen, die sie dringend benötigen.

Nein. Es besteht keine Möglichkeit, Hände- und Flächendesinfektionsmittel über Sprechstundenbedarf (SSB) oder Materialkosten abzurechnen. Diese Kosten sind nach wie vor mit den allgemeinen Praxiskosten abgegolten.

Nein, da Schutzbrillen in der Regel nach Desinfektion/Sterilisierung wiederverwendbar und deshalb mit den Praxiskosten abgegolten sind.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) teilt Kontaktpersonen je nach Dauer und Art des Kontakts zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person in verschiedene Kategorien ein und hat Empfehlungen veröffentlicht, wie medizinisches Personal bei einer SARS-CoV-2-Exposition vorgehen soll.

Ja. Da das Virus leicht übertragbar ist, hat das Robert Koch-Institut (RKI) einen Flyer mit Handlungsempfehlungen für Patienten und Angehörige zur häuslichen Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung entwickelt.

In einem weiteren Flyer gibt das RKI Hinweise für nicht erkrankte Kontaktpersonen, die sich nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt in Quarantäne befinden.

Ja. Eine stationäre Einweisung ist nicht bei allen bestätigten Fällen empfohlen. Bitte halten Sie den Kliniken den Rücken frei, indem Sie ambulant beherrschbare Fälle unbedingt ambulant behandeln! Stationär nur für schwere Fälle bzw. sehr gefährdete Patienten.

COVID-19-Patienten können auch ambulant versorgt werden

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Empfehlungen angepasst

Patienten mit einer leichten COVID-19-Erkrankung können ambulant versorgt werden. Das Robert Koch-Institut hat seine Empfehlungen zu Verdachtsabklärung und Maßnahmen am Donnerstag entsprechend angepasst. Bislang sollten Patienten mit einem positiven Laborbefund stationär behandelt werden. 

Aktualisiertes Flussschema

Das Flussschema „COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen“ des Robert Koch-Institutes (RKI) dient als Orientierungshilfe. Es erläutert, wie Ärzte im Verdachtsfall vorgehen sollen – vom Erstkontakt über die Prüfung klinisch-epidemiologischer Kriterien und die ambulante Diagnostik bis zur Betreuung eines erkrankten Patienten. 

Präventive Empfehlungen zur Hygiene 

Zudem hat das RKI seine Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung von COVID-19-Patienten angepasst, auf die im Flussschema verwiesen wird (siehe unten). Danach richtet sich das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung je nach Art und Umfang der Exposition. Bei Maßnahmen, die Tröpfchen und Aerosole freisetzen, wird eine FFP2-Maske empfohlen. 

KBV-Praxisinformation aktualisiert 

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ihre Praxisinformation „Verdacht auf eine SARS-COV-2-Infektion? So können Sie in der Praxis vorgehen“ aufgrund der aktualisierten RKI-Empfehlungen angepasst und um die Hinweise zur Hygiene ergänzt.

Das Papier bietet auf zwei Seiten einen schnellen Überblick, wie in der Praxis vorzugehen ist, wenn sich ein Patient mit Verdacht auf eine Infektion telefonisch anmeldet. Außerdem werden die Schritte erläutert, die in der Praxis eingehalten werden sollten, wenn der Patient ohne Anmeldung in die Praxis kommt.  

Robert Koch-Institut: Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen der Praxis

  1. Organisatorische Aspekte der Lenkung von Patienten mit respiratorischen Symptomen vor Besuch der Praxis beziehungsweise innerhalb der Praxis berücksichtigen.
  2. Distanzierung von Patienten bei entsprechendem Verdacht (Unterbringung in einem separaten Bereich; Einhalten eines Abstandes von 1 bis 2 Metern, wann immer möglich)
  3. Versorgung des Patienten mit einem Mund-Nasen-Schutz (MNS), sofern es der Gesundheitszustand des Patienten zulässt.
  4. Personal: Tragen von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) je nach Art und Umfang der Exposition. Bei Maßnahmen, die eine Freisetzung von Tröpfchen beziehungsweise Aerosolen produzieren, ist ein adäquater Atemschutz (FFP2) erforderlich.
  5. Beobachtung des Gesundheitszustandes des Praxispersonals.

Als Orientierungshilfe zur Diagnostik und weiterführenden Maßnahmen dient das Flussschema „COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen““ des RKI. Die konkrete Umsetzung dieser Empfehlungen soll unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten unter Einbeziehung des Hygienefachpersonals und in Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt erfolgen.

Getragene Masken sollten Sie nach der Schicht entsorgen. Neben den Schutzstufen finden sich auf FFP-Masken noch weitere Kennzeichen. Diese gelten gleichermaßen für FFP1-Masken, FFP2-Masken und FFP3-Masken. FFP-Masken mit der Kennzeichnung NR (non reusable) sind zum Gebrauch für eine Schicht bestimmt.

Für die Kodierung von SARS-CoV-2 in der Abrechnung und auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen gibt es eigene Diagnoseschlüssel: U07.1 G für COVID-19-Fälle, bei denen das Virus labordiagnostisch nachgewiesen wurde. Mit dem Kode U07.2 G werden ab dem zweiten Quartal die COVID-19-Fälle kodiert, bei denen eine klinisch-epidemiologische COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde, die nicht durch einen Labortest nachgewiesen ist. 

Bei beiden COVID-19-Kodes handelt es sich nach der ICD-10-GM um Zusatzkodes, also sogenannte Ausrufezeichenkodes (!). Damit ist geregelt, dass diese Kodes mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben.  

Kodes ab 1. April 2020

U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen:

ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen SARS-CoV-2 durch einen Labortest nachgewiesen wurde.  

U07.2  COVID-19, Virus nicht nachgewiesen:

ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist und das Virus nicht durch Labortest nachgewiesen wurde oder kein Labortest zur Verfügung steht. 

Nur Zusatzkennzeichen „G”

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G” (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem COVID-19-Infizierten) oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

Zusätzlicher Kode ab 1. Juni 2020

U99.0  Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2

Für die Kodierung von Corona-Tests gibt es seit 1. Juni einen dritten ICD-Kode: U99.0.  Die Schlüsselnummer beschreibt einen „Versorgungsanlass“ hinsichtlich der Behandlung von Personen, bei denen eine Infektion mit SARS-CoV2 abgeklärt wird. Mit „spezielle Verfahren“ sind direkte labordiagnostische Verfahren zum Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2 gemeint.

Analog zu den beiden anderen Kodes muss die U99.0 immer zusätzlich zu einem weiteren ICD-Kode verschlüsselt werden, beispielsweise als erste Diagnose die Z11 G – also „Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten“.

Um sowohl den Infektionsschutz durch einen adäquaten Umgang mit Kontakt­personen weiterhin zu gewährleisten als auch die medizinische Versorgung bei einem möglichen Personalmangel zu sichern, hat das RKI Handlungsoptionen für Kontaktpersonen unter medizinischem Personal bei Personalmangel eröffnet. Entsprechend der RKI-Information ergeben sich für den Arzt verschiedene Handlungsoptionen.

Wir empfehlen, das Vorgehen mit Ihrem örtlichen Gesundheitsamt abzustimmen.

Bei Symptomen direkt zum Test

  • Medizinpersonal mit Krankheitssymptomen kann umgehend getestet werden!
  • Symptomatisches oder positiv getestetes medizinisches Personal darf die berufliche Tätigkeit erst wieder aufnehmen:
    • Bei zuvor schwerem COVID-19-Verlauf (mit Sauerstoffbedürftigkeit) gilt: mind. 48 Stunden Symptomfreiheit PLUS frühestens 10 Tage nach Symptombeginn PLUS PCR-Untersuchung
    • Bei zuvor leichtem COVID-19-Verlauf (ohne Sauerstoffbedürftigkeit) gilt: mind. 48 Stunden Symptomfreiheit PLUS frühestens 10 Tage nach Symptombeginn
    • Bei zuvor asymptomatischer SARS-CoV-2-Infektion: frühestens 10 Tage nach Erstnachweis des Erregers
    • In Situationen mit akutem Personalmangel kann bei leichtem Verlauf eine Verkürzung der 10-tägigen Isolationsdauer im Einzelfall erwogen werden – nach Erreichen von 48 Stunden Symptomfreiheit und Vorliegen von zwei negativen PCR-Untersuchungen im Abstand von mindestens 24 Stunden

Die Einschätzung, welche Termine arztseitig abgesagt werden, obliegt dem jeweils behandelnden Arzt. Hier ist eine sorgsame Risikoabwägung erforderlich. Einfließen sollten dabei die Dringlichkeit der Behandlung (das Risiko für Leib und Leben des Patienten) und andererseits das Risiko für Arzt und Praxispersonal für eine Infektion. Eine allgemeingültige Handlungsempfehlung ist hier nicht möglich. Bisher geregelte Intervalle von Vorsorgeuntersuchungen sowie DMP-Dokumentationen werden ausgesetzt bzw. angepasst, sodass zumindest die Möglichkeit besteht, entsprechende Termine zu verschieben. Wenn Termine abgesagt werden, dokumentieren Sie das bitte. 

Nein. Menschen ohne Krankheitszeichen stellt der Arzt keine AU-Bescheinigung aus. 

Auch wenn die Sorge bei Risikogruppen berechtigt sein mag, ist eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht der richtige und zulässige Weg, wenn der Krankheitswert, der zur Arbeitsunfähigkeit führt, fehlt.

Der Arbeitgeber kann und muss mit seinem Arbeitnehmer aufgrund seiner Fürsorgepflicht abstimmen, wie er mit diesem Risiko umgeht. In Frage kommen (unbezahlte/bezahlte) Freistellung, Urlaubs- oder Gleitzeitabbau. Ein berufliches Tätigkeitsverbot kann nur das Gesundheitsamt aussprechen. Dieses kommt jedoch erst bei Verdacht oder Infektion in Betracht. Unbenommen hiervon ist das Beschäftigungsverbot aufgrund ärztlichen Attests nach Mutterschutzgesetz.

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In der aktuellen Situation ist das aus Sicherstellungsgründen möglich, allerdings nur, sofern der Vertragsarzt bzw. Vertragspsychotherapeut aus infektionsschutzrechtlichen Gründen unter behördlich angeordneter Quarantäne steht.

Üblicherweise sind ärztliche und psychotherapeutische Leistungen am Vertragsarztsitz zu erbringen. Sie dürfen nicht in den Privaträumlichkeiten angeboten werden.

Mehr zum Thema

Arztpraxen können derzeit die Kurzarbeit unter den erleichterten Voraussetzungen beantragen. Die Entscheidung über einen Antrag auf Kurzarbeit obliegt der jeweils zuständigen Agentur für Arbeit. 

Was ist Kurzarbeitergeld?

Kurzarbeitergeld soll den Verdienstausfall von Mitarbeitern zumindest teilweise ausgleichen, der durch eine vorübergehende Verringerung der Arbeitszeit aufgrund fehlender Beschäftigung entsteht. 

Wie hoch ist Kurzarbeitergeld?

Kurzarbeitergeld bezieht sich auf die Differenz zwischen dem Bruttoarbeitsentgelt, das der Arbeitnehmer ohne den Arbeitsausfall in dem Anspruchszeitraum erzielt hätte und dem Bruttoarbeitsentgelt, das er tatsächlich erzielt hat. Es beträgt 67 Prozent, wenn der Arbeitnehmer oder sein Ehegatte / Lebenspartner ein Kind hat, ansonsten 60 Prozent.

Wann kann Kurzarbeit angeordnet werden?

Kurzarbeit kann nicht einfach vom Arbeitgeber angeordnet werden. Sie muss entweder im Arbeitsvertrag oder im Tarifvertrag vorgesehen sein, was aber wohl bei den meisten Arbeitsverträgen in Arztpraxen nicht der Fall sein wird. Ansonsten ist Kurzarbeit nur im Einvernehmen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber möglich. Vorrangig muss Arbeitszeitguthaben und Urlaub abgebaut werden: Eine Mindestbetriebsgröße gibt es nicht, Kurzarbeit ist also auch bei einem Mitarbeiter möglich.

Wie wird Kurzarbeitergeld beantragt?

Kurzarbeitergeld muss bei der Agentur für Arbeit beantragt werden. Dabei muss es muss dargelegt werden, dass mehr als ein Zehntel der Beschäftigten jeweils mehr als zehn Prozent ihres Bruttoeinkommens durch den Arbeitsausfall verlieren.

Wie ist der Geldfluss?

Die Arbeitsagentur bezahlt das Kurzarbeitergeld an den Arbeitgeber, der das dann an den Arbeitnehmer weiterleitet. 

Externe Links

Nein. Es ist keine Anpassung der Abschlagszahlung auf Grund der Coronakrise geplant. Die Abschlagszahlungen berechnen wir weiterhin gemäß den Abrechnungsrichtlinien auf Basis des Vorjahresquartals. (Ausgenommen sind Fälle, die nichts mit der Coronakrise zu tun haben. Hier behalten wir uns gegebenenfalls Kürzungen an den Abschlagszahlungen anhand den Abrechnungsrichtlinien vor.)

Sollte eine individuelle Anpassung der Abschlagszahlung notwendig sein, setzten Sie sich bitte telefonisch mit unserer Ärztebuchhaltung in Verbindung.

Direktkontakt

Ärztebuchhaltung
0721 5961-1340
Fax 0711 7875-48 3910
  • Mo – Fr: 8 – 16 Uhr

Ärzte können sich über das Portal der Landesärztekammer (LÄK) über verfügbare Desinfektionsmittel-Bestände informieren. 

Landesapothekerkammer und Ärztekammer haben gemeinsam ein Desinfektionsmittel-Bestandsportal eingerichtet. Zum Abruf der Informationen ist ein Login in das Portal der Landesärztekammer Baden-Württemberg erforderlich.

Zum Versorgungsauftrag gehört, bei eigener Abwesenheit die Patientenversorgung zu regeln. Es gelten die Vorgaben der Zulassungsverordnung (Ärzte-ZV) und der Vertreterrichtlinie der KV Baden-Württemberg.

Eine Vertretung ist grundsätzlich nur im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Vertretungsgründe möglich. Wird Ihre Praxis vorübergehend geschlossen, müssen Ihre Patienten wissen, an wen sie sich wenden können. Ein pauschaler Verweis auf die umliegenden Ärzte, die Notfallpraxis oder das Krankenhaus genügt nicht. Den Patienten ist ein konkreter Vertreter zu benennen (oder mehrere). Stimmen Sie bitte die kollegiale Vertretung mit den benannten Praxen ab und denken Sie daran, Ihre Abwesenheit der KV zu melden (ab dem achten Kalendertag). Bitte vermerken Sie auf der Abwesenheits- / Vertretermeldung „Corona-Pandemie“ als Grund für die Praxisschließung.

Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Suche nach einem externen Vertreter über die Vertreterbörse der KVBW.

Nein. Bei gesunden Kindern ist ein Bezug von Krankengeld nicht vorgesehen und von den geltenden Regelungen nicht gedeckt.

Es gibt kein anderes Vorgehen, als wenn die Praxis aus anderen Gründen geschlossen wird, beispielsweise wegen Urlaub. Das bedeutet, dass Sie einen Vertreter organisieren und der KV melden müssen. 

Wird die Praxis geschlossen, müssen Ihre Patienten wissen, an wen sie sich wenden können. Ein pauschaler Verweis auf die umliegenden Ärzte, die Notfallpraxis oder das Krankenhaus genügt nicht. Benennen Sie den Patienten einen oder mehrere konkrete Vertreter durch einen entsprechenden Aushang an der Praxis und einen Hinweis auf dem Anrufbeantworter. Stimmen Sie die kollegiale Vertretung unbedingt mit den benannten Praxen ab.

Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Suche nach einem externen Vertreter über die Vertreterbörse der KVBW.

Bitte vermerken Sie auf der Abwesenheits- / Vertretermeldung „Corona-Pandemie“ als Grund für die Praxisschließung.

Bei positiver Testung innerhalb des Praxisteams verfügt das Gesundheitsamt eine Quarantäneanordnung. Die Quarantäneanordnung bezieht sich auf einen einzelnen Arzt oder einen einzelnen nichtärztlichen Mitarbeiter, nicht pauschal auf das gesamte Praxisteam (alle Ärzte und alle nichtärztlichen Mitarbeiter in der Praxis). Das bedeutet somit für eine Praxis, insbesondere mit mehreren Ärzten und mehreren nichtärztlichen Mitarbeitern, dass diese Praxis auch faktisch nicht geschlossen werden muss, sondern weitergeführt werden kann.

Entschädigungsanspruch bei Anordnung durch das Gesundheitsamt

Wird die ärztliche Tätigkeit aus infektionsschutzrechtlichen Gründen untersagt oder Quarantäne angeordnet, besteht grundsätzlich Anspruch auf Entschädigung (Paragraf 56 Infektionsschutzgesetz). Dies gilt für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer. Voraussetzung für Entschädigungsansprüche ist das Verbot der Erwerbstätigkeit aus infektionsschutzrechtlichen Gründen oder die Anordnung von Quarantäne.

Ärzte oder Psychotherapeuten können Leistungen im Rahmen der Videosprechstunde abrechnen, wenn sie einen von der KBV zertifizierten Videodienstanbieter nutzen. Eine Liste dieser Dienste­anbieter gibt es auf der Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung:
KBV: Videosprechstunde (mit Liste zertifizierter Anbieter).

Die Organisation von Videosprechstunden ist denkbar einfach: Sie wählen einen von der KBV zertifizierten Videodienstanbieter aus, der für einen reibungslosen und sicheren technischen Ablauf sorgt. Arzt und Patient benötigen im Wesentlichen einen Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Internetverbindung. Eine zusätzliche Software ist nicht erforderlich.

Videosprechstunden vorerst unbegrenzt möglich

Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus haben KBV und GKV-Spitzenverband die Begrenzungsregelungen aufgehoben: mehr erfahren »

Nein. In diesem Fall ist keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auszustellen. Für das Ausstellen einer AU-Bescheinigung muss zwingend eine Krankheit vorliegen.

Erkrankte Mitarbeitende sollten unbedingt der Arbeit fernbleiben und haben aufgrund ihrer Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Lohnfortzahlung. Bleibt jemand aus Angst vor Ansteckung zuhause, ohne dass dies behördlich angeordnet oder mangels arbeitgeberseitiger Schutzmaßnahmen gerechtfertigt ist, so besteht für diese Zeit mangels Arbeitsunfähigkeit kein Anspruch auf Lohn.

Rücksprache mit dem Gesundheitsamt

Der Patient, der noch keine Symptome hat, kann sich beim Gesundheitsamt melden und schildern, warum er der Ansicht ist, dass er besser nicht zur Arbeit gehen sollte. Das Gesundheitsamt gibt dann gegebenenfalls die Empfehlung, prophylaktisch vom Arbeitsplatz fernzubleiben.

Diese mündliche Empfehlung hat keinerlei rechtsverbindlichen oder anordnenden Charakter. Das Gesundheitsamt stellt in diesem Fall keine Bescheinigung aus. Der Arbeitgeber des betreffenden Patienten, der von dieser Empfehlung des Gesundheitsamtes erfährt, kann dann entscheiden, den Patienten freizustellen. Er zahlt dann das übliche Arbeitsentgelt weiter. Ein Entschädigungs­anspruch nach dem Bundes­infektionsschutz­gesetz besteht in diesem Fall nicht.

Hiervon ist die Situation zu unterscheiden, die zurzeit deutlich seltener vorkommt: Wenn das zuständige Gesundheitsamt bei entsprechend konkreten Verdachtsfällen ein sogenanntes Tätigkeitsverbot ausspricht (§ 31 Infektionsschutzgesetz), stellt das einen Verwaltungsakt dar, der wiederum bezüglich des Verdienstausfalls Entschädigungsansprüche auslöst (§ 56 Infektionsschutzgesetz).

Nein. Genau wie bei Läusen in der Kita oder wenn die Erzieherinnen streiken – Eltern müssen sich auch bei einer „Corona-Kita-Schließung“ um eine alternative Betreuung für ihre Kinder kümmern. Wenn das nicht klappt, müssen sie Urlaub beantragen.

Ja. Sowohl bei der Quarantäne einer Einzelperson als auch bei der Abriegelung einer ganzen Gemeinde wird der Lohn weiterhin gewährt. Das Infektionsschutzgesetz (§ 56) sorgt in Deutschland dafür, dass für sechs Wochen nach Beginn des Verdienstausfalls das Entgelt weitergezahlt wird. Bei Arbeitnehmern hat der Arbeit-geber die Entschädigung für die zuständige Behörde auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet. Wenn die Quarantäne nach den sechs Wochen noch andauert, wird Krankengeld gezahlt.

In diesem Fall ist es die freiwillige Entscheidung des Arbeitgebers. Damit der Arbeitnehmer keine Nachteile erleidet, ist der Arbeitgeber verpflichtet, weiterhin den Lohn zu zahlen.

Selbst wenn die Schließung nicht freiwillig erfolgt, ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Lohn weiterzuzahlen.

Ja, denn die Weitergabe dieser Daten erfolgt auf rechtmäßiger Grundlage. Die Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) bleibt vom Inkrafttreten der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) unberührt. Gemeldet werden müssen und sollen jedoch nur Fälle, die der Falldefinition des Robert Koch-Instituts (RKI) entsprechen.

Die rechtliche Befugnis ergibt sich aus der zum 1. Februar 2020 in Kraft getretene CoronaVMeldeV des Bundesgesundheitsministeriums. Danach fällt COVID-19 unter die Meldepflicht des § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und § 7 Absatz 1 Satz 1 des IfSG.

Der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Coronavirus-Meldepflichtverordnung melden. Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden. Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt spätestens innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Dabei müssen auch Name, Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person dem Gesundheitsamt gemeldet werden, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren kann und die notwendigen Maßnahmen einleiten kann (z. B. Isolierung des Patienten, Ermittlung von Kontaktpersonen).

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid” (wirksam gegen behüllte Viren), „begrenzt viruzid PLUS” oder „viruzid” anzuwenden.

Informationen zur Desinfektion bei Viren sind in der entsprechenden Stellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim RKI enthalten. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

Kennzeichnen Sie alle (Verdachts-)Fälle – je Behandlungstag – mit der Ziffer 88240 (Pseudo-GOP) zusätzlich zu den durchgeführten Leistungen als „in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 erbracht“ (gilt sowohl für Hausärzte als auch für Laborpraxen oder gegebenenfalls weitere Fachgruppen). Dies ist wichtig für die Erstattung der Behandlungskosten.

Letzte Aktualisierung: 23.10.2020