FAQ Coronavirus SARS-CoV-2

Antworten auf häufig gestellte Fragen (stetig aktualisiert)

Die gesetzliche Maskenpflicht für Besucher und Patienten in Arzt- und Psychotherapeutenpraxen endete am 7. April 2023. Zu diesem Zeitpunkt ist die Regelung im Infektionsschutzgesetz ausgelaufen.

Praxen, die ab dem 8. April 2023 an der Maskenpflicht festhalten möchten, können sich auf ihr Haus- und Organisationsrecht berufen und das Tragen einer Maske in ihren Räumlichkeiten weiter vorgeben. Dennoch sollten auch immer die Grundsätze der Behandlungspflicht und der Verhältnismäßigkeit im Auge behalten werden. Notfälle müssen selbstverständlich immer behandelt werden. Aber auch Patienten, welche sich vehement weigern, eine Maske zu tragen, können nicht ohne weiteres weggeschickt werden. Um die Verhältnismäßigkeit zu wahren, käme beispielsweise ein Verweis auf Randzeiten der Sprechstunde in Betracht.

Für die Beschäftigten der Praxen gibt die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ab 31. Januar 2023 keine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske mehr vor. Die SARS-CoV-2-Arbeits­schutzverordnung wird zum 2. Februar 2023 ebenfalls aufgehoben. Damit gelten die Hygiene- und Arbeitsschutzmaßnahmen, die schon vor der Pandemie gegebenenfalls einen Mund-Nasen-Schutz erfordert haben (etwa bei ambulanten OPs).

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Ja. Die Landesregierung Baden-Württemberg hat die Corona-Verordnung des Landes zum 1. März 2023 aufgehoben. Ab März gelten keine landesrechtlichen Corona-Regeln mehr. Die Maskenpflichten und Beschäftigungsverbote für positiv getestete Personen nach der Corona-Verordnung absonderungs­ersetzende Schutzmaßnahmen entfallen.

Nach dem 7. April 2023 sind die letzten noch verbliebenen Corona-Maßnahmen auf Bundesebene weggefallen, darunter die Maskenpflicht für Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher in Arztpraxen, Dialyseeinrichtungen und weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Praxen, die ab dem 8. April 2023 an dieser Maskenpflicht festhalten möchten, können sich auf ihr Haus- und Organisationsrecht berufen und das Tragen einer Maske in ihren Räumlichkeiten weiter vorgeben. Dennoch sollten auch immer die Grundsätze der Behandlungspflicht und der Verhältnismäßigkeit im Auge behalten werden. Notfälle müssen selbstverständlich immer behandelt werden. Aber auch Patienten, welche sich vehement weigern, eine Maske zu tragen, können nicht ohne weiteres weggeschickt werden. Um die Verhältnismäßigkeit zu wahren, käme beispielsweise ein Verweis auf Randzeiten der Sprechstunde in Betracht.

Es gilt auch weiterhin: Wer krank ist, bleibt zuhause. Zudem bleibt es jedem unbenommen, zum Schutz von Menschen, die etwa wegen Krankheiten durch das Coronavirus besonders gefährdet sind, weiterhin freiwillig Maske zu tragen.

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Ja. Ab 1. März 2023 stellt der Bund die Finanzierung sämtlicher Testungen nach der  Coronavirus-Testverordnung (TestV) ein. Sachkosten für präventive Schnelltests Ihrer Praxisbeschäftigten sind damit nicht länger abrechenbar.

Wenden Sie sich bitte an Ihr örtliches Gesundheitsamt, um das Problem zu klären. Sie sind verpflichtet, jeden Monat die Zahl Ihrer Bürgertests an das Teststellenportal des Sozialministeriums zu melden. Bitte lassen Sie die gemeldeten Zahlen berichtigen, falls sich bei unserer Plausibilitätsprüfung Abweichungen zwischen Ihren Angaben gegenüber dem ÖGD und Ihren bei uns abgerechneten Tests ergeben haben. Stellt das Gesundheitsamt die Notwendigkeit einer Korrektur von Testzahlen fest, erfolgt eine Mitteilung an das Sozialministerium. Wir erhalten dann über die Datenlieferungen des Ministeriums Ihre korrigierten Zahlen.

Nach Klärung mit dem ÖGD senden Sie bitte Ihre Stellungnahme unter Angabe Ihrer Registrierungsnummer an folgende E-Mail-Adresse: abrechnungspruefung.testv@kvbawue.de

In den meisten Fällen nicht. Corona-Antikörpertests zur Prüfung einer bestehenden Immunität nach Genesung oder Impfung sind keine vertragsärztliche Leistung, sondern nach derzeitigem Stand als Wunschleistung (IGeL) abzurechnen (siehe News-Meldung Antikörpertests auf SARS-CoV-2: Keine GKV-Leistung).

Über die KV ist der Antikörpertest allenfalls im direkten zeitlichen Bezug zu einer klinischen COVID-19-Symptomatik abrechenbar – dabei gelten enge Vorgaben. Eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion kann in Ausnahmefällen eine Woche nach Symptombeginn zweckmäßig sein. Der Antikörpertest selbst ist als „Ähnliche Untersuchung“ mit der GOP 32641 abrechenbar.

Eine entsprechende ICD-Codierung ist zusätzlich zu den behandlungsrelevanten Diagnosen anzugeben.

ICD-Code Beschreibung
U08.9 GCOVID-19 in der Eigenanamnese, nicht näher bezeichnet
Verwendung: Ist für Patienten vorgesehen, bei denen eine frühere, bestätigte Coronavirus-19-Krankheit zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führt. Die Person leidet nicht mehr an COVID-19.
U09.9 GPost-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet
Verwendung: Ist für Patienten vorgesehen, bei denen der Zusammenhang eines aktuellen, anderenorts klassifizierten Zustandes mit einer vorausgegangenen COVID-19-Krankheit kodiert werden soll. Die Schlüsselnummer ist nicht zu verwenden, wenn noch eine COVID-19-Infektion vorliegt.
U10.9 GMultisystemisches Entzündungssyndrom in Verbindung mit COVID-19, nicht näher bezeichnet
Verwendung: Ist für Patienten vorgesehen, bei denen ein durch Zytokinfreisetzung bestehendes Entzündungssyndrom in zeitlichem Zusammenhang mit COVID-19 steht.

Die Corona-Sonderregel, die ermöglicht hatte, unbegrenzt Videosprechstunden anzubieten, ist ausgelaufen. Behandlungen, die ausschließlich per Video stattfinden, dürfen seit 1. April 2022 maximal einen Anteil von 30 Prozent ausmachen – sowohl in Bezug auf die Fallzahl als auch bezogen auf die Leistungsmenge.

Das bedeutet: Zum einen dürfen Sie bis zu 30 Prozent der Versicherten, die Sie in einem Quartal behandeln, rein telemedizinisch betreuen. Zum anderen gilt das Limit auch für die einzelnen Leistungen, die per Video möglich sind. Bis zu 30 Prozent je Gebührenordnungsposition (GOP) und Quartal dürfen per Videosprechstunde erbracht werden. Die Obergrenze wird somit je Vertragsarzt gebildet, nicht patientenbezogen.

Beispiel zur Fallzahlbegrenzung

Sie rechnen insgesamt 1.000 Behandlungsfälle ab. Die Obergrenze von 30 Prozent liegt in diesem Beispiel bei 300 Fällen. Sie haben jedoch 400 Behandlungsfälle ausschließlich per Video betreut und entsprechend abgerechnet, also 100 Videofälle mehr als erlaubt. Die KV muss dann alle Leistungen dieser 400 Videofälle quotieren. Sie bekommen diese Leistungen somit nur zu 75 Prozent vergütet (300/400 = 0,75).

Beispiel zur GOP-Begrenzung

Sie rechnen die GOP 35110 (193 Punkte) insgesamt 150-mal ab (= insgesamt 28.950 Punkte). Die Obergrenze von 30 Prozent beträgt für diese GOP also 8.685 Punkte. 60-mal haben Sie diese GOP per Video erbracht und entsprechend abgerechnet (= insgesamt 11.580 Punkte). Weil die 30-Prozent-Grenze damit überschritten ist, darf Ihnen die KV jede per Video erbrachte GOP 35110 nur noch quotiert vergüten. Sie bekommen für diese Leistung somit nur 75 Prozent der EBM-Punktzahl, also 144,75 Punkte (8.685/11.580 = 0,75).

Mit der geltenden Regelung können Sie fast jeden dritten Patienten im Quartal ausschließlich per Video behandeln (Kennzeichnung mit Pseudo-GOP 88220), ohne von der Begrenzung betroffen zu sein. Falls ein Versicherter zusätzlich zu den Videosprechstunden im betreffenden Quartal auch mindestens einmal in Ihre Praxis kommt (keine Kennzeichnung mit Pseudo-GOP 88220), bleibt der Behandlungsfall bei der Fallzahlbegrenzung unberücksichtigt.

Ausnahme für Psychotherapeuten

Ab Juli 2022 gilt die Obergrenze nicht mehr bezogen auf jede einzelne GOP, sondern bezieht sich auf die Gesamtpunktzahl der im Quartal abgerechneten GOPs des Kapitels 35, die per Videosprechstunde zulässig sind.
Ausgenommen von dieser Regelung ist die psychotherapeutische Akutbehandlung nach der GOP 35152. Für diese Leistung gilt weiterhin die GOP-bezogene Begrenzung. Sie darf damit weiterhin für sich genommen nur zu maximal 30 Prozent per Video stattfinden.

Eigene Abrechnung im Mitgliederportal

Wenn Sie nachvollziehen möchten, wie das in Ihrer Abrechnung aussieht, können Sie dies im Mitgliederportal in der Anlage 43 zum Honorarbescheid „Berechnung Bewertung Videosprechstunde“ einsehen.

  • Menüpunkt „Praxisorganisation”
  • Unterpunkt „Unterlagen einsehen (Dokumentenarchiv)” in der Dropdown-Liste
  • Aktentyp „Abrechnung”
  • Registerkarte „Begrenzung/Abstaffelung”
  • Anlage „43 Berechnung Bewertung Videosprechstunde“

Jede Teststelle braucht eine eigene standortbezogene Nummer (ÖGD-ID). Falls Sie beispielsweise mit Ihrer Teststelle umgezogen sind oder noch an einer weiteren Adresse testen, muss das Gesundheitsamt Ihnen eine neue Einzelbeauftragung mit neuer ÖGD-ID für diesen zusätzlichen Standort zuteilen.

Wenden Sie sich bitte an das Gesundheitsamt, um die Situation zu klären bzw. fordern Sie eine neue ÖGD-ID/Einzelbeauftragung an.

Danach tragen Sie die zusätzliche ÖGD-ID beim jeweiligen Standort im Abrechnungsportal ein und senden Ihre neuen Nachweise (Einzelbeauftragung mit ÖGD-ID) unter Angabe Ihrer Registrierungsnummer an die: abrechnungspruefung.testv@kvbawue.de

Sollten Sie selbst mehrmals dieselbe ÖGD-ID in unserem Abrechnungsportal eingetragen haben (z. B. um einen versehentlich falsch angelegten Standort zu korrigieren), wenden Sie sich bitte an unseren Support.

War der Patient bisher noch nie in der Praxis, hält er seine elektronische Gesundheitskarte (eGK) in die Kamera, damit das Praxispersonal die Identität prüfen und die notwendigen Daten (Bezeichnung der Krankenkasse; Name, Vorname und Geburtsdatum des Versicherten; Versichertenart; Postleitzahl des Wohnortes; Versichertennummer) erheben kann. Der Patient bestätigt zudem mündlich das Bestehen des Versicherungsschutzes.

Ist der Patient der Praxis bekannt, findet im aktuellen Quartal jedoch ausschließlich telefonischer Kontakt statt, übernehmen Sie die Versichertendaten aus der Patientendatei.

Nein. Die Point-of-Care-Tests (PoC-Tests) sind kein Sprechstundenbedarf.

Ab März 2023 lassen sich diese Sachkosten nicht mehr abrechnen. Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt ohnehin keine Kosten für Schnelltests. Die Kostenübernahme durch den Bund laut Coronavirus-Testverordnung (TestV) ist mit Ende des Monats Februar ausgelaufen.

Psychotherapie kann als Videosprechstunde durchgeführt werden, wenn:

  • bereits ein persönlicher Erstkontakt zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung stattgefunden hat und
  • kein unmittelbarer persönlicher Kontakt mit der Patientin oder dem Patienten aus therapeutischer Sicht erforderlich ist.

Nicht jede psychotherapeutische Leistung darf per Video durchgeführt werden. Dies gilt vor allem für die Psychotherapeutische Sprechstunde und probatorische Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie), die nicht per Video stattfinden dürfen. Die Einzelpsychotherapie (nach § 15 Psychotherapie-Richtlinie) sowie Akutbehandlungen und Gruppentherapien sind über die Videosprechstunde möglich.

Fallzahl und Leistungsmenge per Videosprechstunde waren während der Corona-Pandemie durch eine Regelung von KBV und Krankenkassen unbegrenzt möglich. Seit Quartal 2022/2 sind sie wieder begrenzt. Der Videosprechstunden-Anteil darf maximal bei 30 Prozent liegen.

Bei Patienten mit Symptomen und Verdacht auf eine Coronainfektion ist keine Antigen-Testung (PoC-Antigentest) vorgesehen. Die Abklärung erfolgt mittels PCR-Test.

Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Abrechnungs­möglichkeit für COVID-19-Schnelltests über die KV mehr.

Der Kostenträger ist das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit der Kostenträgerkennung IK-Nummer 103609999. 

Für die Verordnung empfehlen wir Ihnen, in Ihrer Praxisverordnungssoftware einen Pseudo-Patienten anzulegen. Sie könnten beispielweise den Namen „Impfung“ und den Vornamen „Corona“ oder „COVID-19“ eingeben. Falls Ihre Software vollständige Angaben benötigt, geben Sie ein fiktives Geburtsdatum, beispielsweise 01.01.2021 ein und als Anschrift Ihre Praxisanschrift.

Durch die Abrechnung der Pseudo-GOP 88220 erfolgen Abschläge auf die Versicherten- oder Grund- bzw. Konsiliarpauschale. Zudem dürfen nicht alle Leistungen und Zuschläge im Rahmen der Videosprechstunde erbracht und abgerechnet werden. Die 88220 ist daher nur in Behandlungsfällen abzurechnen, in denen ausschließlich Arzt-Patienten-Kontakte per Videosprechstunde stattgefunden haben.

Denken Sie daran, die ggf. beim Kontakt per Videosprechstunde eingetragene Kennzeichnungs-GOP 88220 wieder aus der Abrechnung zu löschen, sobald der Patient im gleichen Quartal noch persönlich in die Praxis kommt, um Honorareinbußen zu vermeiden. Sollte ein solcher Fall dennoch mit der GOP 88220 gekennzeichnet sein, und es wurden Leistungen durch die KV gestrichen, können Sie die Streichung der GOP 88220 nachträglich über die sogenannte Fax-Rückmeldung beantragen.

Die GOP 32779 und 32816 belasten den Wirtschaftlichkeitsbonus nicht

Laborleistungen nach den Gebührenordnungs­positionen GOP 32779 (SARS-CoV-2-Labor-Antigentest) und 32816 (Nukleinsäure­nachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2) bleiben bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit der Veranlassung von Laborleistungen grundsätzlich unberücksichtigt.

Hinweis: Die Antikörperbestimmung auf SARS-CoV-2 nach GOP 32641 ist nicht von der Ausnahmeregelung umfasst. Daher belastet die SARS-CoV-2- Antikörper­bestimmung nach GOP 32641 die Laborkosten der Praxis.

Nein, bei einem neuen Patienten ohne persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt ist dies nicht zulässig. Der Versand per Post ist nur bei bekannten Patienten möglich. „Bekannt“ heißt: Der Patient war in den zurückliegenden sechs Quartalen mindestens einmal in der Arztpraxis.

Nein. Wenn der geplante Impfzyklus nicht eingehalten werden kann, ist es in aller Regel nicht notwendig, erneut mit der ersten Impfung zu beginnen. Holen Sie dann so bald wie möglich die ausstehende(n) Impfung(en) nach, denn die STIKO propagiert seit jeher den Grundsatz, „jede Impfung zählt“. Prüfanträge seitens der Krankenkassen wären daher möglich.

Für die Kodierung von SARS-CoV-2 in der Abrechnung und auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen gibt es eigene Diagnoseschlüssel: U07.1 G für COVID-19-Fälle, bei denen das Virus labordiagnostisch nachgewiesen wurde. Mit dem Kode U07.2 G werden ab dem zweiten Quartal die COVID-19-Fälle kodiert, bei denen eine klinisch-epidemiologische COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde, die nicht durch einen Labortest nachgewiesen ist. 

Bei beiden COVID-19-Kodes handelt es sich nach der ICD-10-GM um Zusatzkodes, also sogenannte Ausrufezeichenkodes (!). Damit ist geregelt, dass diese Kodes mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben.  

Kodes ab 1. April 2020

U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen:

ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen SARS-CoV-2 durch einen Labortest nachgewiesen wurde.  

U07.2  COVID-19, Virus nicht nachgewiesen:

ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist und das Virus nicht durch Labortest nachgewiesen wurde oder kein Labortest zur Verfügung steht. 

Nur Zusatzkennzeichen „G”

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G” (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem COVID-19-Infizierten) oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

Zusätzlicher Kode ab 1. Juni 2020

U99.0  Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2

Für die Kodierung von Corona-Tests gibt es seit 1. Juni einen dritten ICD-Kode: U99.0.  Die Schlüsselnummer beschreibt einen „Versorgungsanlass“ hinsichtlich der Behandlung von Personen, bei denen eine Infektion mit SARS-CoV2 abgeklärt wird. Mit „spezielle Verfahren“ sind direkte labordiagnostische Verfahren zum Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2 gemeint.

Analog zu den beiden anderen Kodes muss die U99.0 immer zusätzlich zu einem weiteren ICD-Kode verschlüsselt werden, beispielsweise als erste Diagnose die Z11 G – also „Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten“.

Ärzte oder Psychotherapeuten können Leistungen im Rahmen der Videosprechstunde abrechnen, wenn sie einen von der KBV zertifizierten Videodienstanbieter nutzen. Eine Liste dieser Dienste­anbieter gibt es auf der Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung:
KBV: Videosprechstunde (mit Liste zertifizierter Anbieter).

Die Organisation von Videosprechstunden ist denkbar einfach: Sie wählen einen von der KBV zertifizierten Videodienstanbieter aus, der für einen reibungslosen und sicheren technischen Ablauf sorgt. Arzt und Patient benötigen im Wesentlichen einen Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Internetverbindung. Eine zusätzliche Software ist nicht erforderlich.

Letzte Aktualisierung: 24.05.2023