FAQ Coronavirus SARS-CoV-2

Antworten auf häufig gestellte Fragen (stetig aktualisiert)

Dies ist keine Leistung der GKV. Wer im Einzelfall die Kosten trägt, hängt davon ab, auf welcher Grundlage und aufgrund welcher Beauftragung der Test durchgeführt wird. Das kann der Arbeitgeber sein oder die getestete Person selbst. Wenn im Einzelfall die Voraussetzungen gemäß der Regelung des Landes Baden-Württemberg für Testungen bei asymptomatischen Personen erfüllt sind und die Beauftragung durch das Gesundheitsamt im Rahmen einer Reihentestung in einer Einrichtung auch Mitarbeitende umfasst, kann ggf. auch die entsprechende Vergütungsregelung des Landes zum Tragen kommen.

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten und auch bei jüngeren Patienten beobachtet wurden, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahre)
  • Raucher
  • stark adipöse Menschen
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    • des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
    • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis)
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen)
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Patienten mit einer Krebserkrankung
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Quelle: SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) des RKI

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt ein Merkblatt für chronisch kranke Menschen zum Coronavirus SARS-CoV-2 zur Verfügung, das sich alss Aushang im Wartezimmer oder zur Information Ihrer Patienten eignet.

Merkblatt für chronisch kranke Menschen der BZgA

Die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration der Bundesregierung veröffentlicht auf ihrer Homepage Poster mit Grafiken und wichtigen Informationen zum Thema Coronavirus in vielen verschiedenen Sprachen. Es geht um die wichtigsten Regeln zu den Themen Gesundheit, Öffentliches Leben (Arbeiten und Geld) und Reisen. Die Beschlüsse von Bundesregierung und Bundesländern zu den Kontaktbeschränkungen sind hier ebenfalls als Übersetzungen abrufbar (Link unten).

Das Robert Koch-Institut (RKI) bietet seinen Flyer mit Hinweisen für nicht erkrankte Kontaktpersonen von COVID-19-Patienten neben Deutsch in folgenden Sprachen an:

  • Englisch
  • Französisch
  • Russisch
  • Türkisch
  • Bulgarisch
  • Ungarisch

SSB-Regelung läuft aus

Zum 10. Juni 2020 läuft die Ausnahmeregelung aus, die Praxen seit 26. März 2020 ermöglichte, selbst beschaffte Schutzausrüstung im Zusammenhang mit COVID-19 über Sprechstundenbedarf (SSB) abzurechnen.

Online-Bestellformular

Wenn Sie aktuell Bedarf an Schutzausrüstung für Ihre Praxis haben, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular » (vorläufig bis zum 27. Juni 2020). Wir beliefern Sie dann kostenlos.

Rechnungen bei der AOK einreichen

Noch nicht zurückerstattete Rechnungen für selbst bestelltes Material können Sie als Sprechstundenbedarf abrechnen (Rechnungsdatum frühestens 26. März 2020, Lieferdatum spätestens 10. Juni 2020) – selbstverständlich unter der Voraussetzung, dass Sie als Praxis überhaupt Sprechstundenbedarf abrechnen können und dürfen. Ihre bereits bezahlte Originalrechnung reichen Sie gemeinsam mit einem korrekt und vollständig ausgefüllten unterschriebenen Sprechstunden­bedarfsrezept (Muster 16), einem Zahlungsnachweis und Ihrer Bankverbindung ein: 

AOK Baden-Württemberg
Servicestelle Arzneimittelabrechnung und -prüfung
Schorndorfer Straße 32
71332 Waiblingen 

Nur für folgende Schutzausrüstung werden die Kosten im Zusammenhang mit COVID-19 über Sprechstundenbedarf zurückerstattet:

  • OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz)
  • partikelfiltrierende Atemschutzmasken, sog. Filtering Face Pieces – FFP (Schutzstufe FFP2; FFP3 oder Respirator insbesondere bei ausgeprägter Exposition, z. B. Bronchoskopie oder bei anderen Tätigkeiten, bei denen große Mengen Aerosole entstehen können)
  • langärmelige, mindestens flüssigkeitsabweisende Schutzkittel mit Rückenschluss und Abschlussbündchen an den Armen (z. B. nach DIN EN 14126:2004-01)
  • Schutzbrillen

Kommen die Unterlagen später als drei Monate nach Ende des Lieferungsquartals dort an, zahlt die AOK nicht!

Rechnungen vor 26. März: Materialkosten auf Namen des Patienten

Rechnungen für Schutzausrüstung mit Datum vor dem 26. März 2020 können Sie patientenbezogen als Materialkosten abrechnen (außer Schutzbrillen), wenn der Fall mit der Pseudo-GOP 88240 gekennzeichnet ist – ausnahmsweise und nur bei wirtschaftlichem Bezug. Sonstige Materialien (z. B. Einmalhandschuhe, Hände- und Flächendesinfektionsmittel) sind mit den Praxiskosten abgegolten.

Material nur für GKV-Patienten

Die über Sprechstundenbedarf (SSB) oder Materialkosten abgerechnete Schutzausrüstung darf ausschließlich für gesetzlich krankenversicherte Patienten (GKV-Patienten inklusive Selektivfälle) verwendet worden sein.

Dokumente zum Download

Bestellanfrage Schutzausrüstung

Direktkontakt

Auskunft zu Sprechstundenbedarf
0711 7875-3660
  • Mo – Fr: 8 – 16 Uhr
Praxisservice
0711 7875-3300
  • Mo – Fr: 8 – 16 Uhr

Ja. Die Verordnung des Sozialministeriums über die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in Praxen gilt ab 30. Mai 2020.

Laut Tenor der aktuellen Rechtsverordnung des Landes Baden-Württemberg über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind elektive Leistungen wie Vorsorgen und ambulante Operationen wieder zulässig, wenn die erforderlichen Hygienestandards eingehalten werden können.

Zu den erforderlichen Schutzmaßnahmen zählen insbesondere:

Konsequente Patienten-Separierung

  • Patienten, die Symptome einer Atemwegserkrankung zeigen, sollen sich telefonisch anmelden.
  • Patienten mit respiratorischen Symptomen sollten organisatorisch (zeitlich und/oder räumlich) von Patienten mit anderen Erkrankungen getrennt werden.
  • Wartebereich so gestalten, dass erforderliche Abstände eingehalten werden.

Masken für Patienten

  • Bereits bei der Terminvereinbarung auf Mund-Nasen-Bedeckung hinweisen.
  • Alle Patienten legen vor Betreten der Praxis einen Mundschutz an („Community Maske“ oder bevorzugt medizinischen Mund-Nasen-Schutz, wenn verfügbar), sofern es der Gesundheitszustand zulässt.
  • Sofern genügend medizinischer Mund-Nasen-Schutz vorhanden ist, soll der Patient seine mitgebrachte „Community Maske“ gegen einen solchen eintauschen; auf dicht anliegenden Sitz ist zu achten.

Masken für Personal

  • Bei Tätigkeiten an Patienten ohne COVID-19-Verdacht ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz für alle Beteiligten ausreichend.
  • Bei Tätigkeiten mit der Wahrscheinlichkeit von Speichelkontakt und insbesondere an COVID-19-verdächtigen Patienten ist persönliche Schutzausrüstung nach Art und Umfang der Exposition zu wählen.
    • FFP2-Maske bei < 1,5 Meter Abstand
    • FFP2-Maske bei möglicher Freisetzung von Aerosolen (z. B. starkem Husten des Patienten, orale Inspektion)
    • FFP2-Maske, wenn Patient nicht zeitgleich einen Mund-Nasen-Schutz trägt
    • FFP3-Maske bei sehr hohem Infektionsrisiko durch Aerosole (z. B. Bronchoskopie)
    • Schutzkittel bei vorhersehbarem Kontakt der Arbeitskleidung mit dem Patienten
    • Schutzbrille / Visier bei der Gefahr des Verspritzens von Körperflüssigkeiten

Ohne Hygienestandards kein Regelbetrieb

Sollten Sie die erforderlichen Maßnahmen nicht einhalten können, unterlassen Sie elektive Behandlungen beschränken Sie die medizinische Versorgung in Ihrer Praxis auf nicht verschiebbare Behandlungen!

Wir haben Masken für Sie

Der regelmäßige Nachschub von Schutzmasken an die Praxen ist inzwischen gesichert: Bestellungen unter www.kvbawue.de/schutzbedarf. Lieferengpässe bestehen noch bei Schutzkitteln. Bitte achten Sie hier besonders auf ressourcenschonenden Einsatz.

Eigenverantwortung & Maskenpflicht

Alles, was Sie tun, ist eine individuelle Entscheidung Ihrerseits in Verantwortung gegenüber Ihren Patienten, Ihrem Personal und gegenüber sich selbst und auch Ihrer Familie. Mit der Verordnung des Sozialministeriums über die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in Praxen (Corona-Verordnung Maskenpflicht in Praxen – CoronaVO Maskenpflicht in Praxen) besteht Maskenpflicht in Arztpraxen in Baden-Württemberg!

Wann welche Maske?

Die erforderlichen Schutzmaßnahmen hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in überaus übersichtlicher Form zusammengestellt. Diese Übersicht über die verschiedenen Arten von Masken und Atemschutz, deren Schutzniveau und Einsatzbereiche finden Sie hier:

Nein. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die befristete Ausnahmeregelung zur telefonischen Feststellung von Arbeitsunfähigkeit bei leichten Atemwegsbeschwerden zum 31. Mai 2020 beendet.

Wichtig ist, richtig mit der Mund-Nasen-Bedeckung umzugehen. Die Bedeckung muss durchgehend eng anliegend über Mund und Nase getragen und bei Durchfeuchtung gewechselt werden; sie darf während des Tragens nicht zurechtgezupft werden und auch nicht um den Hals getragen werden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt ein Merkblatt für Bürger zur Verfügung.

Maskenpflicht in Arztpraxen?

Am 29. Mai hat das Land eine eigene Corona-Verordnung zur Maskenpflicht in Praxen verkündet (in Kraft ab 30. Mai):
Corona-Verordnung zur Maskenpflicht in Praxen

Ja. Die Kassenverbände auf Bundesebene und der GKV-Spitzenverband lockern die Vorgaben zur Versorgung mit Heilmitteln wie folgt:

  • Die Verordnung verliert nicht ihre Gültigkeit, wenn die Heilmittelbehandlung länger als 14 Tage unterbrochen wird. Der letzte Behandlungstag vor der Unterbrechung muss nach dem 17. Februar 2020 liegen.
  • Wenn bei einer für 12 Wochen ausgestellten Verordnung außerhalb des Regelfalls der Behandlungszeitraum die 12 Wochen übersteigt, bleibt die Verordnung dennoch gültig.
  • Für alle nach dem 18. Februar 2020 ausgestellten Verordnungen ist der Behandlungsbeginn innerhalb von 14 Kalendertagen für Physiotherapie, Ergotherapie und Sprachtherapie bzw. 28 Kalendertage für Podologie und Ernährungstherapie nicht maßgeblich. Dies gilt auch, wenn Sie Angaben zum spätesten Behandlungsbeginn auf der Verordnung gemacht haben. 
  • Falls dem Heilmittelerbringer nicht richtlinienkonform ausgestellte Verordnungen vorgelegt werden, kann dieser notwendige Änderungen bzw. Ergänzungen (mit Ausnahme der Angaben „Art des Heilmittels“ und „Verordnungsmenge“) selbst vornehmen – ohne Rücksprache mit Ihnen.
  • Heilmittelbehandlungen können im Rahmen einer telemedizinischen Leistung, wie Videobehandlung oder telefonischer Beratung – unter bestimmten Voraussetzungen - durchgeführt werden. Eine vorherige Genehmigung durch den Patienten ist notwendig.
  • Folgeverordnungen sind auch nach telefonischer Anamnese möglich.

Diese Verfahrensregelungen wurden mit den Kassenverbänden und dem GKV-Spitzenverband vereinbart und gelten zunächst bis einschließlich 30. Juni 2020.

Die KBV hat eine thematisch geordnete Übersicht zu den Sonderregelungen für die ambulante Versorgung, die bundesweit gelten, zusammengestellt. Hier werden die einzelnen Regelungen kurz erläutert. Diese Liste haben wir um zwei Seiten ergänzt, die zeigen, welche Ausnahmen wir ergänzend für Baden-Württemberg erreichen konnten. Die Übersicht wird stetig aktualisiert.

Ja, es wurden folgende Sonderregelungen vereinbart:

  • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege können für bis zu 14 Tage rückwirkend verordnet werden, wenn aufgrund COVID-19 eine vorherige Verordnung durch den Vertragsarzt nicht möglich war.
  • Die Begründung der Notwendigkeit bei einer längerfristigen Folgeverordnung wird ausgesetzt.
  • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege können auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden.
  • Die Frist zur Vorlage von Verordnungen bei der Krankenkasse wurde von 3 auf 10 Tage verlängert. Dies gilt auch für Verordnungen der Soziotherapie und SAPV.

Die oben genannten Regelungen hat der G-BA zunächst befristet bis zum 30. Juni 2020 verlängert.

Nicht verlängert wird die folgende Regelung. Sie läuft zum 31. Mai 2020 aus:

  • Die Erstverordnung kann für einen längeren Zeitraum als 14 Tage verordnet werden.

Ja, eine vorherige Genehmigung durch die Krankenkasse ist nicht mehr notwendig, wenn Krankenfahrten für nachweislich an COVID-19 Erkrankte oder für Patienten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, zu nicht aufschiebaren, zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen verordnet werden. Diese Regelung hat der G-BA inzwischen bis zum 30. Juni 2020 verlängert.

Nicht verlängert wird die Erweiterung der Fristen für die Verordnung von Fahrten zu einer vor- oder nachstationären Behandlung. Diese Regelung läuft zum 31. Mai 2020 aus:
Fahrten zu vorstationären Behandlungen können für 3 Behandlungstage innerhalb von 28 Tagen vor Beginn der stationären Behandlung und Fahrten zu nachstationären Behandlungen für 7 Behandlungstage innerhalb von 28 Tagen verordnet werden.

Hier ist zu unterscheiden:

Ist ein Mitarbeiter tatsächlich erkrankt und kann er deshalb nicht arbeiten, muss ihm der Arbeitgeber nach den Regeln des Entgeltfortzahlungsgesetzes bis zu sechs Wochen lang sein normales Gehalt weiterbezahlen.

Haben die Behörden hingegen ein Tätigkeitsverbot oder Quarantäne angeordnet, zahlt der Praxischef zunächst die Gehälter weiter. In diesem Fall kann er sich das Geld jedoch nach § 56 Infektionsschutzgesetz von der Behörde zurückholen, die die Quarantäne angeordnet hat. Um seine Rechte geltend zu machen, hat der Arbeitgeber maximal zwölf Monate Zeit. Die Frist läuft ab dem ersten Tag der Quarantäne.

Etwas komplizierter ist die Rechtslage für den Verdienstausfall des Praxisinhabers selbst: Auch er hat zwar einen Entschädigungsanspruch auf Basis des Infektionsschutzgesetzes. Und auch hier gilt eine Frist von zwölf Monaten, gerechnet ab dem Beginn der Quarantäne. Die Entschädigung bemisst sich nach den letzten Jahreseinnahmen laut Steuerbescheid.

Online-Portal: Antrag bei Quarantäne oder Tätigkeitsverbot

Betroffene können ihre Entschädigungsanträge nach dem IfSG ab sofort über ein Online-Portal  einreichen. Dort finden sich auch weitere Informationen sowie die genauen Anspruchsvoraussetzungen.

Coronavirus – Entschädigung bei Praxisausfall

Ärzte haben Anspruch auf Entschädigung, wenn der Praxisbetrieb aus infektionsschutzrechtlichen Gründen untersagt wird. Was Sie dazu wissen müssen, hat die KBV in einer Praxisinformation zusammengefasst.

Mit dem CE-Zeichen dokumentieren Hersteller, dass ihr Produkt die EU-Richtlinien erfüllt. Derzeit werden Atemschutzmasken mit sehr ähnlich aussehenden gefälschten CE-Kennzeichen angeboten (CE = „China Export“). Bei Zweifeln gilt: „Finger weg!“ Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt Detailinformationen dazu, wie die originale CE-Kennzeichnung aussehen muss (Link unten).

Sämtliche Atemschutzmasken, die die KVBW selbst beschafft hat, erfüllen den geltenden Prüfstandard für den Einsatz gegen SARS-CoV-2 (COVID-19)! Das gilt auch für Masken ohne CE-Kennzeichen, die vergleichbaren Standards von Nicht-EU-Ländern entsprechen. Die Entscheidung, ob und von wem Sie zusätzlich weiteres Schutzmaterial beziehen, liegt in Ihrer Eigenverantwortung.

Zum jetzigen Zeitpunkt werden symptomunabhängige Tests – auch in Pflegeheimen – nicht von der GKV bezahlt. Abrechenbar auf GKV sind zunächst nur medizinisch notwendige Tests nach den Kriterien des RKI. Über die RKI-Empfehlungen hinaus können Testungen bei asymptomatischen Personen in Einrichtungen auf Kosten des Landes erfolgen, wenn das Gesundheitsamt dies befürwortet (mehr erfahren »).

Der Bundestag hat das 2. COVID-19-Bevölkerungsschutzgesetz beschlossen. Das Bundesgesundheitsministerium hat nun den Auftrag, die Einzelheiten zur Kostenregelung von präventiven (Reihen-)Tests auf das Coronavirus in einer Verordnung festzulegen.

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Direktkontakt

Abrechnungsberatung
0711 7875-3397
  • Mo – Fr: 8 – 16 Uhr

Ein Antrag über das Wirtschaftsministerium auf die Soforthilfe von Bund und Land ist möglich, wenn ein Liquiditätsengpass vorliegt, der die Existenz Ihrer Praxis bedroht, d. h. Ihre laufenden Einnahmen reichen nicht aus, um die laufenden Kosten zu decken. In diesem Fall können Sie eine Einmalzahlung von 9.000 Euro (bei bis zu fünf Beschäftigten) beantragen (mehr dazu: Soforthilfe in 5 Schritten). Wenn Sie Soforthilfe bekommen, mindert das allerdings die Höhe der Ausgleichs­zahlung laut GKV-Schutzschirm, die wir Ihnen zahlen (Mitteilungspflicht!).

Das „Gehalt“, das sich ein Arzt selbst auszahlt, gehört dabei nicht zu den laufenden Ausgaben, wie das Wirtschaftsministerium mitteilt. Es kann lediglich ein „fiktiver Unternehmerlohn“ (maximal 1.180 Euro pro Monat) im Rahmen der Pfändungs­freigrenzen angesetzt werden.

Nein, solche Tests sind nicht von der Vereinbarung mit dem Land BW umfasst.

Präoperative Corona-Tests sind derzeit weder eine GKV-Leistung, noch von der Vereinbarung mit dem Land für asymptomatische Tests umfasst.

Soweit das Krankenhaus diese Untersuchung vor den Eingriffen aus eigenen, ggf. organisatorischen Interessen verlangt, muss das Krankenhaus selbst für die Untersuchung sorgen bzw. eine entsprechende Vereinbarung bezüglich der Kostenübernahme mit dem beanspruchten Arzt bzw. Labor treffen.

Die Ärzte sollten die verlangten Testungen nach aktuellem Stand nur veranlassen, wenn die Kostenübernahme außerhalb GKV/Landesvertrag durch das Krankenhaus im Vorfeld verbindlich zugesagt wurde.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Zu unterscheiden ist der direkte Erregernachweis (PCR-Test) vom indirekten Erregernachweis (Antikörpertest). 

Primäres Ziel ist weiterhin, bei Patienten möglichst frühzeitig einen direkten Erregernachweis nach der GOP 32816 / 99536 durchzuführen. Diese Leistung belastet den Wirtschaftlichkeitsbonus nicht, wenn auf dem Behandlungsausweis des Auftraggebers die Kennnummer 32006 eingetragen wird (gilt entsprechend für die Pseudo-GOP 99536).

Für die Antikörpertestung auf SARS-CoV-2 gibt es keinen Beschluss des Bewertungsausschusses und somit keine gesonderte GOP und keine Ausnahmekennnummer. Daher belastet die SARS-CoV-2- Antikörperbestimmung die Laborkosten der Praxis.

Ja. Der Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 ist ab 8. Mai 2020 unter bestimmten Voraussetzungen GKV-Leistung. 

Mittlerweile stehen sehr sensitive und für den indirekten Erregernachweis bei Patienten mit COVID-19-Symptomen ausreichend spezifische Antikörpernachweise zur Verfügung. Eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion kann eine Woche nach Symptombeginn zweckmäßig sein.

Verlanlasser und Laborarzt kennzeichnen solche Tests mit der Ziffer 88240, sodass alle Leistungen extrabudgetär honoriert werden. Der Antikörpertest selbst ist als „Ähnliche Untersuchung“ mit der GOP 32641 abrechenbar. Die Laborausnahmeziffer 32006 kann in diesem Fall nicht eingetragen werden.

(siehe News-Meldung SARS-CoV-2: Antikörpertest als GKV-Leistung).

Ja. Für die Arzneimittelabgabe in der Apotheke gelten seit dem 22. April 2020 erweiterte Austauschmöglichkeiten. Der Apotheker darf, wenn das entsprechend den gesetzlichen oder vertraglichen Vorgaben abzugebende Arzneimittel in der Apotheke nicht vorrätig ist, ein anderes wirkstoffgleiches Arzneimittel abgeben.

  • Ohne Rücksprache mit dem verordnenden Arzt darf der Apotheker hinsichtlich Packungsgröße (auch mit Messzahl-Überschreitung), Packungsanzahl und Wirkstärke (wenn keine pharmazeutischen Bedenken bestehen) abweichen (Ausnahme: BtM zur Substitution), sofern dadurch die verordnete Gesamtmenge des Wirkstoffs nicht überschritten wird.
  • Aus Gründen der Arznei­mitteltherapie­sicherheit wäre es sinnvoll, dass der Apotheker den Arzt über den Austausch im Sinne einer Abweichung von der verordneten Wirkstärke informiert; aktuelle Vorgaben dazu gibt es jedoch nicht.
  • Ohne Rücksprache mit dem Arzt darf der Apotheker außerdem Teilmengen aus Fertigarzneimittelpackungen entnehmen, sofern die abzugebende Packungsgröße nicht lieferbar ist.
  • Nach Rücksprache mit dem verordnenden Arzt ist auch die Abgabe eines pharmakologisch-therapeutisch vergleichbaren Arzneimittels (das heißt eines anderen ähnlichen Wirkstoffs) möglich, wenn weder das eigentlich abzugebende noch ein entsprechendes wirkstoffgleiches Arzneimittel vorrätig oder lieferbar ist. Dies gilt auch bei gesetztem Aut-idem-Kreuz.
  • Der Apotheker muss den Austausch jeweils auf dem Verordnungsblatt dokumentieren, ein neues Rezept ist nicht erforderlich.

Gesetzliche Grundlage ist die SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung, die außer Kraft tritt, wenn die Feststellung einer Epidemie aufgehoben wird, ansonsten spätestens mit Ablauf des 31. März 2021.

Folgende Ausnahmen von den Vorgaben der Substitutionstherapie laut BtMVV sind seit dem 22. April 2020 möglich:

Der substituierende Arzt

  • darf trotz fehlender suchtmedizinischer Qualifikation (d. h. im Rahmen der Konsiliarregelung) gleichzeitig mehr als zehn Patienten mit Substitutionsmitteln behandeln,
  • darf auch über die bislang definierten Zeiträume (maximal 4 Wochen am Stück bzw. höchstens insgesamt 12 Wochen im Jahr) hinaus von einem suchtmedizinisch nicht qualifizierten Arzt vertreten werden (sofern es nicht gelingt, einen suchtmedizinisch qualifizierten Arzt als Vertreter zu bestellen),
  • darf Substitutionsmittel im Sichtbezug mit „Z“-Kennzeichnung zur eigenverantwortlichen Einnahme für bis zu sieben aufeinanderfolgende Tage verschreiben (bisher: zwei Tage),
  • darf dem Patienten innerhalb einer Kalenderwoche bis zu vier Verschreibungen (mit „Z“-Kennzeichnung) aushändigen (bisher: maximal eine), jedoch nicht mehr als eine Verschreibung an einem Tag,
  • darf die Verschreibung auch ohne persönliche Konsultation an den Patienten aushändigen,
  • darf, wenn eine Einnahme des Substitutionsmittels unter Beobachtung von medizinischem, pharmazeutischem oder pflegerischem Personal nicht möglich sein sollte, diese Aufgabe auch anderem  Personal (einschließlich volljährige Botendienste der Apotheke) übertragen, nachdem er mit dem ersatzweise eingesetzten Personal eine entsprechende Vereinbarung getroffen hat,
  • darf Substitutionsmittel zur Behebung von Notfällen  – unter Beschränkung auf die erforderliche Menge – auf einer Notfall-Verschreibung (Vermerk „N“) verschreiben. Der Arzt ist weiterhin verpflichtet, unverzüglich die Verschreibung auf einem BtM-Rezept der Apotheke nachzureichen, die die Notfall-Verschreibung beliefert hat.

Gesetzliche Grundlage ist die SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung, die außer Kraft tritt, wenn die Feststellung einer Epidemie aufgehoben wird, ansonsten spätestens mit Ablauf des 31. März 2021.

Ja, Betäubungsmittelrezepte (BtM-Rezepte) dürfen vorübergehend auch außerhalb von Vertretungsfällen übertragen und von anderen Ärzten verwendet werden – etwa innerhalb einer Praxisgemeinschaft oder wenn aus dem Ruhestand aktivierte Ärzte ohne eigene Rezeptvordrucke BtM-Verschreibungen ausstellen sollen.

Gesetzliche Grundlage ist die SARS-CoV-2-Arzneimittel­versorgungs­verordnung, die außer Kraft tritt, wenn die Feststellung einer Epidemie aufgehoben wird, ansonsten spätestens mit Ablauf des 31. März 2021.

Die KVBW gewährt für die Quartale, in denen dauerhaft oder zeitweise durch die WHO eine pandemische Lage für Deutschland ausgerufen wurde (also ab Quartal 2020/1), längstens aber bis 31. Dezember 2020, eine Ausgleichszahlung.

Siehe:

In meiner Praxis bleiben wegen der COVID-19-Pandemie die Patienten aus. Was tut die KVBW?

Wenn Sie als Vertragsarzt aufgrund der Corona-Pandemie deutliche Umsatzrückgänge erleiden, greift der GKV-Schutzschirm. Die Härtefall­regelung der KV Baden-Württemberg sichert Ihnen bei unveränderter Praxis­konstellation einen Honorarausgleich von 90 Prozent des GKV-Kollektiv-Honorars im Vor­jahres­quartal. Details zur Umsetzung finden sich im Honorarverteilungsmaßstab (mehr erfahren »).

Mitwirkungspflicht: Sonstige Finanzhilfen melden

Gesetzlich ist geregelt, dass wir Ausgleichszahlungen mit anderen Entschädigungen und Finanzhilfen verrechnen müssen. Bitte melden Sie uns, falls Sie anderweitig Gelder bekommen. Bitte nutzen Sie für Ihre Rückmeldung ausschließlich das Formular unten. Indem Sie dieses Formular maschinenlesbar direkt am PC ausfüllen und per Fax oder per E-Mail an die dort genannten Funktionspostfächer schicken, verkürzen Sie die Bearbeitungszeit.

Ja. Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten, welche wegen der Corona-Pandemie deutliche Umsatzverluste erleiden, erhalten automatisch eine Ausgleichszahlung. Bei etablierten Praxen sichern wir 90 Prozent des Umsatzes der Praxis aus Kollektivvertrag im Vorjahresquartal – ein Antrag ist dafür nicht notwendig. Bei Neupraxen orientiert sich die Ausgleichszahlung am Fachgruppendurchschnitt. Auf Antrag berücksichtigen wir stattdessen das Honorar des vorherigen Praxisinhabers.

Gesetzlich ist geregelt, dass wir Ausgleichszahlungen mit anderen Entschädigungen und Finanzhilfen verrechnen müssen. Sie sind verpflichtet, uns zu melden, falls Sie anderweitig Hilfsgelder bekommen.

Die KVBW lässt ihre Mitglieder mit den möglichen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für ihre Praxis nicht allein.

Schutzschirm für Praxen – jetzt ist es amtlich

Regeln für COVID-19-Ausgleichszahlungen im Honorarverteilungsmaßstab fixiert

Der Honorarverteilungsmaßstab (HVM) der KV Baden-Württemberg regelt nun die Umsatzgarantien für Vertragsärzte und -psychotherapeuten bei Fallzahlrückgängen infolge von COVID-19 (in § 16 Ausgleich von überproportionalen Honorarverlusten). Die Vertreterversammlung hat mit Datum 7. Mai 2020 einstimmig die Änderungen der Honorarverteilung beschlossen, die erforderlich waren, um den GKV-Schutzschirm in Baden-Württemberg rückwirkend ab dem ersten Quartal 2020 umzusetzen. 

Ausgleich für gesunkene GKV-Umsätze

Pandemiebedingte Vergütungsausfälle bei den Leistungen, die Sie über die KV abrechnen, gleichen wir aus, sodass 90 Prozent des GKV-Gesamthonorars aus dem Vorjahresquartal gesichert sind (bei unveränderter Praxis­konstellation). Die Ausgleichszahlung umfasst auch extrabudgetäre Leistungen wie Früherkennung und ambulante Operationen. Selektivvertragliche oder privatärztliche Honorarverluste kann die KV hingegen nicht ausgleichen.

Wichtig dabei: Der Rückgang der Patientenzahlen darf nicht auf verkürzte Präsenzzeiten unabhängig von der Pandemie zurückgehen. Grundsätzlich müssen die Mindest­sprechstunden erfüllt sein, damit die Härtefallregelung greift.

Umsatzgarantie für Ermächtigte auf Antrag

Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten erhalten die Ausgleichszahlung automatisch (ohne Antrag). Bei ermächtigten Ärzten können wir den Honorarausgleich nicht von Amts wegen realisieren, da die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahresquartal wegen Änderungen des Ermächtigungsumfangs häufig nicht gegeben ist. Stellen Sie deshalb bei Bedarf einen entsprechenden Antrag. Das Gleiche gilt für Diabetes-Schulungsvereine.

Bei Neupraxen orientiert sich die Ausgleichszahlung am Fachgruppendurchschnitt. Auf Antrag berücksichtigen wir stattdessen das Honorar des vorherigen Praxisinhabers.

Sonstige Finanzhilfen sind anzeigepflichtig

Das Geld muss nicht zurückbezahlt werden, ist allerdings mit anderen Zahlungen (z. B. Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz, Soforthilfe von Bund oder Land etc.) zu verrechnen. Denken Sie daran, uns unverzüglich mit dem untenstehenden Formular mitzuteilen, wenn Sie anderweitig Geld bekommen.

Die Vereinbarung mit dem Land Baden-Württemberg regelt nur die Testung von asymptomatischen Patienten in Einrichtungen, ggf. unter Einbezug des Personals, wenn dies das Gesundheitsamt als erforderlich sieht und der Arzt entsprechend beauftragt wird. 

Für die Testung asymptomatischer Patienten in der Arztpraxis (Eigeninitiative des „Patienten“, des Arbeitnehmers oder -gebers oder auch des Arztes selbst) enthält die Vereinbarung dagegen keine Grundlage. 

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Nein, solche Tests sind nicht von der Vereinbarung mit dem Land BW umfasst.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Nein, solche Tests sind nicht von der Vereinbarung mit dem Land BW umfasst.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Nein, solche Tests sind nicht von der Vereinbarung mit dem Land BW umfasst.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Nein, solche Tests sind nicht von der Vereinbarung mit dem Land BW umfasst.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Präventiv.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Der Standard N95 der National Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH, USA) entspricht im Wesentlichen den hiesigen Anforderungen an FFP2-Masken.

Während der COVID-19 Pandemie dürfen Beschäftigte im medizinischen und pflegerischen Bereich Masken einsetzen, die vergleichbaren Standards von Nicht-EU-Ländern entsprechen und dortige Zulassungsverfahren durchlaufen haben. FFP-Masken, die beispielsweise in den Vereinigten Staaten von Amerika zugelassen sind, gelten derzeit auch in Deutschland als verkehrsfähig. Zu beachten ist dabei jedoch, dass diese Produkte ohne CE-Kennzeichnung nur medizinischen Fachkräften und nur für die Dauer der derzeitigen Gesundheits­bedrohung zur Verfügung stehen dürfen.

Nein. Eine interne Weisung der Bundesagentur für Arbeit hat kurzzeitig für Verwirrung gesorgt. Inzwischen ist geklärt: Arztpraxen können trotz GKV-Rettungsschirm Kurzarbeitergeld beantragen.

Eine Pflicht, sich zu testen zu lassen, gibt es nicht. Deshalb ist vor einer Testung eine Einwilligung der zu testenden Person einzuholen. Sie klären darüber auf, wie der Test abläuft, und was mit der Probe passiert. 

Bei Patienten, die nicht zu Ihrem Patientenstamm gehören, ist darüber hinaus eine Information über die Datenweitergabe erforderlich. 

Einwilligung – Corona-Test bei asymptomatischen Personen 

So gehen Sie vor:

  1. mündlich aufklären und Einwilligung zum Test einholen
  2. über die damit verbundene Datenverarbeitung informieren (Datenschutz-Information siehe unten zur Verfügung stellen)
  3. Einwilligung zur Datenverarbeitung einholen:
    1. schriftlich (z. B. unsere Mustervorlage siehe unten unterschreiben lassen und aufbewahren) oder
    2. mündlich und dann die Zustimmung in Ihren Unterlagen dokumentieren

Informationsblatt & Einwilligungserklärung Datenschutz

Laut den Empfehlungen des RKI sollen jetzt alle Patienten mit akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere und/oder Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn unabhängig von Risikofaktoren getestet werden. Bislang lag der Fokus auf symptomatischen Patienten aus Risikogruppen oder dem medizinischem Personal. Diese Unterscheidung entfällt nach dem aktualisierten Flussschema.

In Baden-Württemberg sollen – über die RKI-Empfehlungen hinaus – nun auch Testungen bei bestimmten asymptomatischen Personen(gruppen) durchgeführt werden (mehr erfahren »).

Die RKI-Kriterien für die Testung auf SARS-CoV-2:

  1. akute respiratorische Symptome jeder Schwere und/oder Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn bei ALLEN Patienten unabhängig von Risikofaktoren
  2. Personen mit jeglichen mit COVID-19 vereinbaren Symptomen UND Kontakt mit einem bestätigten Fall von COVID-19
  3. Auftreten von zwei oder mehr Lungenentzündungen (Pneumonien) in einer medizinischen Einrichtung, einem Pflege- oder Altenheim, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, auch ohne Vorliegen eines Erregernachweis

Sind die unter 2. und 3. genannten Kriterien erfüllt, handelt es sich um meldepflichtige Verdachtsfälle.

Jeder Patient mit Symptomen einer COVID-19-Erkrankung und/oder Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn sollte unabhängig von Risikofaktoren getestet werden. Das sehen die aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts vor. Zuvor wurden Patienten mit akuten respiratorischen Symptomen vor allem dann getestet, wenn sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder einer Risikogruppe angehörten. Die neueren Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sehen diese Einschränkungen nicht mehr vor, sodass auch bei leichten COVID-19-relevanten Symptomen ein Test durchgeführt werden kann. Das liegt im ärztlichen Ermessen. 

In Baden-Württemberg können – über die RKI-Empfehlungen hinaus – nun auch Testungen bei bestimmten asymptomatischen Personen(gruppen) durchgeführt werden (mehr erfahren »).

Im Rahmen der Influenza-Surveillance untersucht das RKI seit dem 24. Februar 2020 Proben von Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen, die von Praxen der Arbeitsgemeinschaft Influenza eingesandt werden, zusätzlich auch auf SARS-CoV-2, um eine Zirkulation von SARS-CoV-2 frühzeitig zu erkennen und zu überwachen.

Wenn ein Patient anruft, klären Sie zunächst die entsprechende Symptomatik (respiratorischen Infekt).

Abfrage der Symptome & Risikogruppe:

  • Hat der Patient Husten, Fieber, Kurzatmigkeit?
  • Hatte er in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einem COVID-19-Kranken?
  • Ist er in einer Pflegeeinrichtung, Arztpraxis oder einem Krankenhaus tätig?
  • Gehört er einer Risikogruppe (Alter, Vorerkrankungen) an?
  • Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn
  • klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie UND Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung

Gegebenenfalls sollte die Praxis den Patienten bitten, zunächst zu Hause zu bleiben und möglichst keine persönlichen Kontakte zu anderen herzustellen. Die Praxis wendet sich bei einem begründeten Verdachtsfall an das zuständige Gesundheitsamt, das über die weitere Vorgehensweise entscheidet. Ist der Patient jedoch soweit erkrankt, dass er nicht zu Hause bleiben kann, bitte entsprechend den Rettungsdienst/Krankentransport mit dem Hinweis auf den Verdacht der Infektion informieren und den Patienten ins Krankenhaus transportieren lassen. Bitte dieses vorab informieren. In Abhängigkeit der Symptome und nach Absprache mit der Leitstelle wird das zuständige Krankenhaus angefahren.

Bitte schicken Sie die Patienten nicht ohne Indikation und unangemeldet in Krankenhausambulanzen, Notfallpraxen, Abstrichstellen und Gesundheitsämter!

Grundsätzlich sind Vertragsärzte im Rahmen der Sicherstellung dazu verpflichtet, Patienten mit Verdacht auf eine COVID-19-Infektion zu untersuchen. Die niedergelassene Ärzteschaft ist hier gefordert, Infektions- und Verdachtsfälle schnell zu erkennen. Uns ist die außergewöhnliche Belastung, die aktuell auf Sie persönlich und Ihre Praxis zukommt, bewusst. Wir zählen darauf, dass Sie Ihre Patienten in dieser Situation vorbildlich wie gewohnt versorgen.

Hausärzte steuern in Fieber-Ambulanzen und Schwerpunktpraxen

Falls es für Sie aus gesundheitlichen Gründen ein Risiko darstellt, COVID-19-Patienten oder Verdachtsfälle zu behandeln, dann versuchen Sie bitte, interkollegial die Versorgung oder den Abstrich trotzdem sicherzustellen. Unsere rund 200 COVID-Schwerpunktpraxen in Baden-Württemberg oder die rund 50 Fieberambulanzen sind in solchen Fällen die richtige Anlaufstelle.

Für Informationen zu den ambulanten Corona-Versorgungs- und Testeinrichtungen in Baden-Württemberg  loggen Sie sich bitte ein, um die von der Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg (KTBW) entwickelte Karte mit Adressen und Rufnummern aufzurufen: http://coronakarte.kvbawue.de/.

Die Zugangsdaten haben Sie von uns per Schnellinfo erhalten. KVBW-Mitglieder, die keine Zugangsdaten haben, wenden sich bitte an unseren Praxisservice. Die Detail-Karte ist nicht für die Öffentlichkeit gedacht, da Patienten auf keinen Fall unangemeldet in die Corona-Anlaufstellen kommen sollen, sondern zunächst ihren Hausarzt anrufen.

Bitte schicken Sie die Patienten nicht ohne Indikation und unangemeldet in Krankenhausambulanzen, Notfallpraxen, Abstrichstellen und Gesundheitsämter!

Patient ohne Symptome

In Baden-Württemberg können jetzt – über die RKI-Empfehlungen hinaus – in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt bestimmte asymptomatische Personengruppen getestet werden, um einen erneuten starken Anstieg der Infektionszahlen zu vermeiden (mehr erfahren »).

Weist ein Patient, der nicht zu den genannten Personengruppen gehört bzw. die Voraussetzungen nicht erfüllt, zum aktuellen Zeitpunkt keinerlei Symptome auf und möchte er lediglich aus einer Befürchtung heraus wissen, ob er das Virus in sich trägt, ist das keine GKV-Leistung. Als Arzt können Sie eine solche Testung ablehnen bzw. privat abrechnen, sofern der Patient das möchte.

Patient zeigt Symptome

Wenn ein Patient Symptome zeigt, so gelten die Kriterien zur Verdachtsabklärung laut Flussschema des RKI. In den dort genannten Fällen ist eine Testung des Patienten angezeigt. Wenn eine ambulante Behandlung möglich erscheint (also bei entsprechend milder Ausprägung der Symptome und wenn keine sonstigen Umstände vorliegen, die eine stationäre Behandlung notwendig erscheinen lassen), ist der Vertragsarzt verpflichtet, diese Diagnostik als GKV-Leistung zu erbringen.

Nein, die Entscheidung, welche Personen getestet werden, erfolgt durch das oder in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt.

Was Sie zu den Corona-Tests der Landesregierung für Verdachtspersonen ohne Symptome wissen müssen, lesen Sie in unserer Newsmeldung Landesregierung weitet Corona-Testungen auf asymptomatische Personengruppen aus.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Nein. Die Pauschale für die Abstrichentnahme beinhaltet sämtliche Abstriche eines Tages bei einem Patienten.

Was Sie zu den Corona-Tests der Landesregierung für Verdachtspersonen ohne Symptome wissen müssen, lesen Sie in unserer Newsmeldung Landesregierung weitet Corona-Testungen auf asymptomatische Personengruppen aus.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Test des Landes: Antworten auf Ihre Fragen

In unserem FAQ-Katalog finden Sie Antworten auf Ihre Fragen zu den Tests auf Kosten der Landesregierung: mehr erfahren »

Nein. Die Abrechnung erfolgt auf einem Behandlungsausweis.

Was Sie zu den Corona-Tests der Landesregierung für Verdachtspersonen ohne Symptome wissen müssen, lesen Sie in unserer Newsmeldung Landesregierung weitet Corona-Testungen auf asymptomatische Personengruppen aus.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Abrechnungsschein im Ersatzverfahren. Wir empfehlen die Unterschrift des Patienten sowie eine Aufbewahrung des Scheines für zwei Jahre.

Was Sie zu den Corona-Tests der Landesregierung für Verdachtspersonen ohne Symptome wissen müssen, lesen Sie in unserer Newsmeldung Landesregierung weitet Corona-Testungen auf asymptomatische Personengruppen aus.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Nein.  Die Versicherten- oder Grundpauschale ist nicht bei Personen ohne Symptome abrechenbar, wenn kein kurativer Sachverhalt vorliegt.

Was Sie zu den Corona-Tests der Landesregierung für Verdachtspersonen ohne Symptome wissen müssen, lesen Sie in unserer Newsmeldung Landesregierung weitet Corona-Testungen auf asymptomatische Personengruppen aus.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

In Baden-Württemberg sollen nun – über die RKI-Empfehlungen hinaus – auch bei einigen asymptomatischen Personengruppen Corona-Labortests durchgeführt werden. Das hat die Landesregierung beschlossen, um einen erneuten starken Anstieg der Infektionszahlen zu vermeiden. Da Tests bei diesen Personen nicht zulasten der GKV vorgenommen und abgerechnet werden können, übernimmt nun das Land die Kosten.

Corona-Tests auf Kosten des Landes

In folgenden Fällen können Testungen bei asymptomatischen Personen(-gruppen) durchgeführt werden:

  • enge Kontaktpersonen von positiv getesteten Fällen nach Einschätzung des Gesundheitsamtes
  • bei Erkrankungshäufungen in Gemeinschaftsunterkünften
  • in medizinischen Einrichtungen
  • in Alten- und Pflegeheimen

Die Koordinierung der Testung und Entscheidung, welche Personen vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen getestet werden, erfolgt durch das oder in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt.

Hinweise zu den weiteren Voraussetzungen finden Sie in unserer Newsmeldung Landesregierung weitet Corona-Testungen auf asymptomatische Personengruppen aus.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Test des Landes: Antworten auf Ihre Fragen

In unserem FAQ-Katalog finden Sie Antworten auf Ihre Fragen zu den Tests auf Kosten der Landesregierung: mehr erfahren »

Aus der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg geht hervor, dass eine Ausnahme von der Maskenpflicht besteht, wenn das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung aus medizinischen Gründen unzumutbar ist. Da die Pflicht zum Tragen der Masken aus einer Rechtsverordnung des Landes resultiert, kann der Arzt keine Befreiung von dieser Pflicht aussprechen. 

Allerdings ist es möglich, dass der Arzt dem Patienten attestiert, dass ihm aus medizinischen Gründen das Tragen einer Maske im Sinne der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg unzumutbar ist. Ob für ein solches Attest eine Angabe der genauen Erkrankung notwendig ist, wurde bisher von der Landesregierung nicht konkretisiert. Allerdings spricht nichts dagegen, wenn der Patient dies ausdrücklich verlangt. Dieser Wunsch des Patienten sollte zumindest dezidiert in die Dokumentation des Arztes einfließen.

Folgende Mustervorlage können Sie nutzen:

Für Informationen zu den ambulanten Corona-Versorgungs- und Testeinrichtungen in Baden-Württemberg  loggen Sie sich bitte ein, um die von der Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg (KTBW) entwickelte Karte mit Adressen und Rufnummern aufzurufen: http://coronakarte.kvbawue.de/.

Die Zugangsdaten haben Sie von uns per Schnellinfo erhalten. KVBW-Mitglieder, die keine Zugangsdaten haben, wenden sich bitte an unseren Praxisservice. Die Detail-Karte ist nicht für die Öffentlichkeit gedacht, da Patienten auf keinen Fall unangemeldet in die Corona-Anlaufstellen kommen sollen, sondern zunächst ihren Hausarzt anrufen.

In der Regel informieren die jeweiligen Kreise auf ihrer Homepage über die Abläufe. Die meisten Gesundheitsämter haben Corona-Hotlines eingerichtet.Unser Praxisservice hat für Sie eine Linkliste zusammengestellt.

Eine Corona-Schwerpunktpraxis ist eine reguläre Haus- oder Facharztpraxis, die für Infektpatienten und Corona-Verdachtsfälle spezielle Sprechstunden vorhält. In fast allen Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg sind inzwischen solche Praxen etabliert. Um sicherzustellen, dass sie nicht von Menschen überrannt werden, die fürchten, das Coronavirus zu haben, veröffentlichen wir die Adressen ausschließlich gegenüber den Gesundheitsämtern und der Ärzteschaft.

Interaktive Karte mit Login

Bitte loggen Sie sich mit den Zugangsdaten ein, die Sie von uns per Schnellinfo erhalten haben, um die von der Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg (KTBW) entwickelte Karte mit Adressen und Rufnummern aufzurufen: coronakarte.kvbawue.de. KVBW-Mitglieder, die keine Zugangsdaten haben, wenden sich bitte an unseren Praxisservice.

Diese Anlaufstellen untersuchen und behandeln Patienten mit Atemwegsinfektionen, welche von ihren jeweiligen Haus- und Kinderärzten als Verdachtsfälle eingestuft werden, jedoch nicht betreut werden können, beispielsweise wegen mangelnder Schutzkleidung. Besteht ein Coronaverdacht, gelten deutlich erweiterte Sicherheitsstandards und eine strikte Trennung von den übrigen Patienten der Praxis. Bei Bedarf können die Corona-Schwerpunktpraxen Abstriche durchführen. 

Damit Patienten nicht unangemeldet in der Corona-Schwerpunktpraxis erscheinen, führt der Weg in eine solche Corona-Schwerpunktpraxis über einen Anruf beim eigenen Haus- oder Kinderarzt. Einige der Corona-Schwerpunktpraxen sind an unsere Terminservicestelle angebunden, sodass Patienten, die die Verdachtskriterien des RKI erfüllen, direkt über den Patientenservice 116117 einen Termin in der Corona-Sprechstunde bekommen können.

Verfügbare Pneumokokken-Impfstoffe sollten ausschließlich folgenden Personenkreisen vorbehalten bleiben (Erbringung der Impfleistung zulasten der GKV möglich):

Prevenar® 13 (Pneumokokken-Konjugatimpfstoff) soll ausschließlich für die Grundimmunisierung im Säuglingsalter bis zu einem Alter von zwei Jahren verwendet werden. Sollte Prevenar® 13 nicht verfügbar sein, kann auf Synflorix® (10-valenter Pneumokokken-Konjugatimpfstoff) ausgewichen werden.

Pneumovax® 23 (Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff) soll prioritär für folgende Personengruppen verwendet werden:

  • Patienten mit Immundefizienz
  • Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen
  • Senioren ab dem Alter von 70 Jahren

Die Impfstoffe werden unter Angabe des jeweiligen Handelsnamens über den Sprechstundenbedarf (SSB) bezogen.

Das Robert Koch Institut (RKI) veranschaulicht jetzt, in vier anschaulich bebilderten Anleitungen, wie Sie und Ihre Mitarbeiter Atemschutzmasken und Schutzbrillen sowie Schutzhandschuhe korrekt an- und ausziehen und was die häufigsten Fehler dabei sind. Bitte achten Sie immer darauf, alle Schritte genauso durchzuführen wie in der Anleitung vorgegeben. Nur so ist die maximale Sicherheitsleistung garantiert.

Atemschutzmaske und Schutzbrille sicher anlegen

Schutzbrille und Atemschutzmaske sicher ablegen

Schutzhandschuhe sicher ausziehen

Atemschutzmaske: Häufige Anwendungsfehler

Sie dürfen einen bekannten Patienten bis zu 3 Stunden und 20 Minuten im Quartal per Telefon betreuen (gilt für ärztliche und psychologische Psychotherapeuten, Nervenärzte, Neurologen, Psychiater, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendpsychiater). Die GOP 01433 (154 Punkte / 16,92 Euro) kann bis zu 20-mal abgerechnet werden (ab mindestens 10 Minuten Gesprächszeit) – insgesamt also 200 Minuten (Höchstgrenze gilt für alle Gesprächsleistungen, ob persönlich, per Video oder per Telefon insgesamt). Als bekannt gelten Patienten, die im aktuellen oder den sechs zurückliegenden Quartalen mindestens einmal persönlich in der Praxis waren.

Die telefonische Beratung ist normalerweise Teil der Grundpauschale. Wegen des hohen Bedarfs an Gesprächsleistungen infolge der Corona-Krise wird die GOP 01433 derzeit (befristet bis 30. Juni 2020) auch vergütet, wenn Sie die Grundpauschale abrechnen, weil Sie den Patienten gemischt per Telefon, persönlich in der Praxis oder in einer Videosprechstunde betreuen.

Bei alleinigem Telefonkontakt im Quartal, den der Patient initiiert, rechnen Sie zusätzlich die GOP 01435 einmal im Behandlungsfall (bei Kindern unter 12 Jahren zweimal) ab.

Das psychotherapeutische Gespräch (GOP 22220/22221/23220) ist bei telefonischer Durchführung nicht abrechenbar. Diese Leistung kann jedoch im Rahmen einer Videosprechstunde erbracht und abgerechnet werden.

Ja. Wir haben in der KW 19 und 20 erneut Sendungen mit OP-Masken an alle psychotherapeutischen und psychiatrischen Praxen in Baden-Württemberg verschickt. Sollten Sie darüber hinaus Material benötigen, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular: www.kvbawue.de/schutzbedarf

Ab sofort nehmen wir Bestellanfragen unserer Mitglieder für persönliche Schutzkleidung ausschließlich online über diese Homepage entgegen: www.kvbawue.de/schutzbedarf

Bitte halten Sie hierzu Ihre lebenslange Arztnummer (LANR) sowie die GKV-Fallzahl der Gesamtpraxis (alle Standorte) bereit, sodass wir die Schutzausrüstung bedarfsgerecht verteilen können. Diese Daten nutzen wir ausschließlich zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage. Es genügt, wenn ein Arzt pro Praxis bestellt.

Bitte vergewissern Sie sich anhand der Bestätigungsmail, die Sie von uns im Anschluss erhalten, dass Ihre Bestellung bei uns registriert wurde, und sehen Sie von Rückfragen ab. Sobald wir ausreichend Material zur Verfügung haben, senden wir Ihnen ein Paket, das eine je nach Expositionsrisiko der Fachgruppe und Größe der Praxis definierte Menge an Atemschutzmasken und weiterem Material enthält.

Nein, bei einem neuen Patienten ohne persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt ist dies nicht zulässig. Der Versand per Post ist nur bei bekannten Patienten möglich. „Bekannt“ heißt: Der Patient war in den zurückliegenden sechs Quartalen mindestens einmal in der Arztpraxis.

War der Patient bisher noch nie in der Praxis, hält er seine elektronische Gesundheitskarte (eGK) in die Kamera, damit das Praxispersonal die Identität prüfen und die notwendigen Daten (Bezeichnung der Krankenkasse; Name, Vorname und Geburtsdatum des Versicherten; Versichertenart; Postleitzahl des Wohnortes; Versichertennummer) erheben kann. Der Patient bestätigt zudem mündlich das Bestehen des Versicherungsschutzes. Am Telefon fragt das Praxispersonal diese Daten ab.

Ist der Patient der Praxis bekannt, findet im aktuellen Quartal jedoch ausschließlich telefonischer Kontakt statt, übernehmen Sie die Versichertendaten aus der Patientendatei.

Hinweis zu den TI-Sanktionen: Bei der Videosprechstunde oder reinem Telefonkontakt ist nach heutigem technischen Stand kein Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) möglich. Aktuell gibt es (noch) keine Ausnahmeregelung für das VSDM in Corona-Zeiten. Das bedeutet, dass die VSDM-Pflicht bei Patienten, die in die Praxis kommen, weiterhin besteht. Das Thema ist derzeit auf Bundesebene in Beratung. Um Honorarkürzungen zu entgehen, sollten sie daher darauf achten, mindestens einen VSDM-Prüfnachweis in Ihrer Quartalsabrechnung zu haben.

Ja. Das gilt für Personal mit begrenztem Expositionsrisiko unter den aktuellen Umständen. Mindestens FFP2-Masken sind für die behandelnde Person bei Maßnahmen erforderlich, die mit einer Aerosolexposition einhergehen (z. B. Bronchoskopie).

Das RKI hat am 8. April eine Klarstellung zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz veröffentlicht:

„Ein mehrlagiger medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS) ist geeignet, die Freisetzung erregerhaltiger Tröpfchen aus dem Nasen-Rachen-Raum des Trägers zu behindern und dient primär dem Schutz des Gegenübers (Fremdschutz). Gleichzeitig kann er den Träger vor der Aufnahme von Tröpfchen oder Spritzern über Mund oder Nase, z. B. aus dem Nasen-Rachen-Raum des Gegenübers, schützen (Eigenschutz).

Aufgrund dieser Eigenschaften wird das generelle Tragen von MNS durch sämtliches Personal mit direktem Kontakt zu besonders vulnerablen Personengruppen auch außerhalb der direkten Versorgung von COVID-19-Patienten aus Gründen des Patientenschutzes während der Pandemie empfohlen.

Durch das korrekte Tragen von MNS innerhalb der medizinischen Einrichtungen kann das Übertragungsrisiko auf Patienten und anderes medizinisches Personal bei einem Kontakt von <1,5 m reduziert werden. Atemschutzmasken mit Ausatemventil sind nicht zum Drittschutz geeignet.“

Nein, Hydroxychloroquin ist nicht zur Behandlung von COVID-19 zugelassen (Off-Label-Use). Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) soll es hierfür derzeit nur im Rahmen klinischer Studien oder individueller Heilversuche unter stationärer Überwachung angewendet werden.

Auch Privatverordnungen und Einkäufe für den Eigengebrauch (unter Vorlage des Arztausweises) sollen nicht erfolgen, damit keine Versorgungsengpässe für diejenigen Patienten (z. B. mit rheumatoider Arthritis oder Lupus erythematodes) entstehen, die langfristig auf das Medikament angewiesen sind.

Das BfArM schlägt deshalb vor, zulassungskonforme Verordnungen von Hydroxychloroquin auf maximal 100 Tabletten à 200 mg je Rezept zu begrenzen und ausnahmsweise mit Angabe der Diagnose zu kennzeichnen.

Fehlt die Indikation auf dem Rezept, soll die Apotheke Rücksprache mit der Arztpraxis halten. Das Nachtragen der Diagnose kann durch die Apotheke erfolgen.

Eine unverbindliche Orientierungshilfe für die Entscheidung, ob Corona-Patienten ambulant oder stationär versorgt werden sollen, gibt der „Corona-Score”.

Orientierungshilfe Triage ambulant vs. stationär

Ja, Ärzte können Folgeverordnungen auch nach telefonischer Anamnese ausstellen. Voraussetzung ist, dass bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch den Arzt erfolgt ist. Die Verordnung kann dann postalisch an den Patienten übermittelt werden.

Gilt für:

  • Folgeverordnungen für Arzneimittel (einschließlich BtM-Rezepte) sowie Verband- und Hilfsmittel (Ausnahme: Seh- und Hörhilfen), die auf Muster 16 verordnet werden,
  • Verordnungen einer Krankenbeförderung (Muster 4),
  • Folgeverordnungen für die häusliche Krankenpflege (Muster 12) und 
  • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege (Muster 12) 
  • Folgeverordnungen für Heilmittel (Muster 13 Physiotherapie und Podologie, Muster 14 Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Muster 18 Ergotherapie und Ernährungstherapie).
  • Folgeverordnungen für Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) (Muster 63)

Hinweis zu Wiederholungsrezepten zur Empfängnisverhütung

Auch für Wiederholungsrezepte für Kontrazeptiva und Überweisungsscheine im Zusammenhang mit der Empfängnisregelung brauchen Patientinnen nicht extra in die Arztpraxis zu gehen. Ärzte können diese Formulare zusenden. Der Bewertungsausschuss hat festgelegt, dass die GOP 40122 übergangsweise neben der GOP 01820 (11 Punkte / 1,21 Euro) abgerechnet werden darf.

Nein. Wenn der geplante Impfzyklus nicht eingehalten werden kann, ist es in aller Regel nicht notwendig, erneut mit der ersten Impfung zu beginnen. Holen Sie dann so bald wie möglich die ausstehende(n) Impfung(en) nach, denn die STIKO propagiert seit jeher den Grundsatz, „jede Impfung zählt“. Prüfanträge seitens der Krankenkassen wären daher möglich.

Da der Apotheken-Großhandel im Fall der Grippeimpfstoffe als Lieferant auftritt, gibt es in der Regel keine größeren Vorräte, auf die während einer Impfsaison zurückgegriffen werden kann. Das bedeutet, dass Vorbestellungen ein wichtiger Faktor für die ausreichende und gleichmäßige Versorgung mit Grippeimpfstoffen sein können.

Aufgrund der Corona-Pandemie und den in diesem Zusammenhang ausgesprochenen Empfehlungen u. a. für eine Influenzaimpfung ist anzunehmen, dass der Bedarf in der Saison 2020/21 höher ausfallen wird als in dieser Saison. Bei Vorbestellungen, die jetzt noch getätigt werden, kann dies berücksichtigt werden.

Folgendes sollte bei der Vorbestellung von Grippeimpfstoffen beachtet werden:

Die gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württemberg haben für die Saison 2020/21 zugesichert, eine Vorbestellquote von 100 Prozent der in der Influenzaimpfsaison 2019/20 geimpften Grippeimpfstoffe für die Pflichtleistung als wirtschaftliche Menge zu werten. Für den Fall, dass Sie in der kommenden Saison weniger als 100 Prozent des diesjährigen Bedarfs impfen und Impfstoffdosen deswegen übrigbleiben sollten, wird Ihnen keine Unwirtschaftlichkeit in Form einer Nachforderung („Regress“) angelastet werden.

Natürlich haben Sie die Möglichkeit, mehr Impfdosen als den 100-prozentigen Bedarf der aktuellen Saison vorzubestellen. In diesem Fall kann jedoch bei Nicht-Verbrauch für die zusätzlichen Dosen eine Wirtschaftlichkeitsprüfung erfolgen. Bitte beachten Sie auch, dass die Verordnungen von Impfstoffen für die Influenzaimpfung als Satzungsleistung (indikations- und altersunabhängige Impfung; GOP 89133) weiterhin auf Einzelrezept (Name des Patienten) erfolgt. Sie müssen daher für diese Impfungen keine Impfstoffe vorbestellen.

Weitere Informationen

Verfügbare Pneumokokken-Impfstoffe sollten ausschließlich folgenden Personenkreisen vorbehalten bleiben (Erbringung der Impfleistung zulasten der GKV möglich):

Prevenar® 13 (Pneumokokken-Konjugatimpfstoff) soll ausschließlich für die Grundimmunisierung im Säuglingsalter bis zu einem Alter von zwei Jahren verwendet werden. Sollte Prevenar® 13 nicht verfügbar sein, kann auf Synflorix® (10-valenter Pneumokokken-Konjugatimpfstoff) ausgewichen werden.

Pneumovax® 23 (Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff) soll prioritär für folgende Personengruppen verwendet werden:

  • Patienten mit Immundefizienz
  • Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen
  • Senioren ab dem Alter von 70 Jahren

Ja, Krankenhausärzte können bei Entlassung nunmehr für eine Dauer von 14 Tagen (statt 7 Tagen) Verordnungen über Verbandstoffe, Teststreifen, häusliche Krankenpflege, SAPV, Soziotherapie, Heil- und Hilfsmittel ausstellen.

Für Arzneimittel wird die Begrenzung auf eine Packung mit dem kleinsten Packungsgrößenkennzeichen ausgesetzt. Das bedeutet, dass – ausgehend vom Versorgungsbedarf des Patienten – bei Entlassung auch eine größere Packung verordnet werden kann.

Die Einlösefrist für Entlassrezepte wird von 3 auf 6 Werktage verlängert.

Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, empfiehlt das Bundesministerium für Gesundheit, die Arzneimittelverordnungen insbesondere bei chronisch kranken Patienten wie gewohnt fortzuführen (z. B. mit einer N3-Packung). Hierdurch sollen unnötige Arztbesuche vermieden werden. Hingegen wird von Verordnungen auf Vorrat abgeraten. Bitte verzichten Sie auch auf zusätzliche Privatrezepte, damit Arzneimittel den Patienten zur Verfügung stehen, die sie dringend benötigen.

Nein. Es besteht keine Möglichkeit, Hände- und Flächendesinfektionsmittel über Sprechstundenbedarf (SSB) oder Materialkosten abzurechnen. Diese Kosten sind nach wie vor mit den allgemeinen Praxiskosten abgegolten.

Nein, da Schutzbrillen in der Regel nach Desinfektion/Sterilisierung wiederverwendbar und deshalb mit den Praxiskosten abgegolten sind.

Eine Ausnahmeregelung (gültig: 26. März 2020 vorläufig bis zum 10. Juni 2020) ermöglicht Schutzbrillen für die Diagnostik und Behandlung von COVID19-Verdachtsfällen als Sprechstundenbedarf (SSB) abzurechnen (mehr erfahren »).

Das Robert-Koch-Institut (RKI) teilt Kontaktpersonen je nach Dauer und Art des Kontakts zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person in verschiedene Kategorien ein und hat Empfehlungen veröffentlicht, wie medizinisches Personal bei einer SARS-CoV-2-Exposition vorgehen soll.

Zwei Infografiken des RKI machen das Vorgehen anschaulich.

Ja. Da das Virus leicht übertragbar ist, hat das Robert Koch-Institut (RKI) einen Flyer mit Handlungsempfehlungen für Patienten und Angehörige zur häuslichen Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung entwickelt.

In einem weiteren Flyer gibt das RKI Hinweise für nicht erkrankte Kontaktpersonen, die sich nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt in Quarantäne befinden.

Psychotherapie kann ebenfalls als Videosprechstunde durchgeführt werden, wenn:

  • bereits ein persönlicher Erstkontakt zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung stattgefunden hat und
  • kein unmittelbarer persönlicher Kontakt mit der Patientin oder dem Patienten aus therapeutischer Sicht erforderlich ist.

Nicht jede psychotherapeutische Leistung darf per Video durchgeführt werden. Die Einzelpsychotherapie (nach § 15 Psychotherapie-Richtlinie) und – zunächst bis zum 30. Juni 2020 – auch die psychotherapeutischen Sprechstunden und probatorischen Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie) sind über die Videosprechstunde möglich.

Die Psychotherapie kann in Einzelfällen ohne persönlichen Kontakt zwischen Patient und Therapeut beginnen. Die Akutbehandlung sowie die Gruppentherapie ist im Rahmen der Videosprechstunde weiterhin nicht möglich.

Die Begrenzungsregelungen zur Anzahl von ausschließlichen Video-Behandlungsfällen (20 Prozent aller Behandlungsfälle) sowie zur Anzahl der im Rahmen von Videosprechstunden abgerechneten Gebührenordnungspositionen (20 Prozent aller berechneten Gebührenordnungspositionen je Vertragsarzt / Psychotherapeut und Quartal) werden für das 2. Quartal 2020 ausgesetzt.

Kennzeichnung, Kodierung, Labor und Abrechnung bei Corona

1. Kodiernummer 88240 zur Kennzeichnung eines Patientenfalles 

Soweit Patienten in der Praxis mit klinischem Verdacht oder nachgewiesener Infektion auf das Coronavirus behandelt werden, ist der Behandlungsfall des Patienten mit der Kodiernummer 88240 zusätzlich zu den ärztlichen Leistungen zu kennzeichnen.

Nur so ist es möglich, den besonderen Behandlungsbedarf im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krankheit gegenüber den Krankenkassen nachzuweisen und die Erstattung der Behandlungskosten zu bewirken. Nicht nur die Hausarztpraxis, die den Abstrich macht, sollte die 88240 angeben, sondern auch die Laborpraxis, die die Laboruntersuchung abrechnet.

2. Kennnummer 32006 für Untersuchungsindikation Coronavirus bei Veranlassung der Laboruntersuchung 

Bei Veranlassung einer Laboruntersuchung für den Nachweis des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) ist auf dem eigenen Behandlungsfall des Patienten die Laborkennnummer 32006 zu dokumentieren. Damit ist sichergestellt, dass die Laboruntersuchung zum Nachweis das Laborbudget nicht belastet.

Die Untersuchungsindikation können nach ärztlichem Ermessen gestellt werden. Die Krankenkassen übernehmen in jedem Fall die Kosten für die Laboruntersuchung. Aus diesem Grunde wurde die Abrechnungshäufigkeit auf einmal am Behandlungstag geändert.

3. ICD-Kodierung U07.1 und U07.2 für Coronavirus-Krankheit

Für die Kodierung von SARS-CoV-2 in der Abrechnung und auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen gibt es eigene Diagnoseschlüssel: U07.1 ! für COVID-19-Fälle, bei denen das Virus labordiagnostisch nachgewiesen wurde. Mit dem Kode U07.2 ! werden ab dem zweiten Quartal die COVID19-Fälle kodiert, bei denen eine klinisch-epidemiologische COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde, die nicht durch einen Labortest nachgewiesen sind.

Bei beiden COVID-19-Kodes handelt es sich nach der ICD-10-GM um Zusatzkodes, also sogenannte Ausrufezeichenkodes (!). Damit ist geregelt, dass diese Kodes mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben. 

Kodes ab 1. April 2020

U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen: ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen SARS-CoV-2 durch einen Labortest nachgewiesen wurde. 

U07.2  COVID-19, Virus nicht nachgewiesen: ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist und das Virus nicht durch Labortest nachgewiesen wurde oder kein Labortest zur Verfügung steht.

Nur Zusatzkennzeichen „G“ 

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G“ (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem COVID-19-Infizierten) oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

 4. Neue Laboruntersuchung nach GOP 32816 zum Nukleinsäurenachweis des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)

GOPBezeichnungBewertung
32816

Nukleinsäurenachweis des neuartigen Coronavirus mittels RTPCR einschließlich eines Bestätigungstestes bei Reaktivität im Suchtest (Befundmitteilung innerhalb von 24 Stunden nach Materialeinsendung)

Obligater Leistungsinhalt
  • Untersuchung von Material der oberen Atemwege (Nasopharynx-Abstrich (-Spülung oder -Aspirat) und/oder Oropharynx-Abstrich)
fakultativ
  • Untersuchung von Material der tiefen Atemwege (bronchoalveoläre Lavage, Sputum (nach Anweisung produziert bzw. induziert) und/oder Trachealsekret)

einmal am Behandlungstag

59,00 Euro

Ja. Eine stationäre Einweisung ist nicht bei allen bestätigten Fällen empfohlen. Bitte halten Sie den Kliniken den Rücken frei, indem Sie ambulant beherrschbare Fälle unbedingt ambulant behandeln! Stationär nur für schwere Fälle bzw. sehr gefährdete Patienten.

COVID-19-Patienten können auch ambulant versorgt werden

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Empfehlungen angepasst

Patienten mit einer leichten COVID-19-Erkrankung können ambulant versorgt werden. Das Robert Koch-Institut hat seine Empfehlungen zu Verdachtsabklärung und Maßnahmen am Donnerstag entsprechend angepasst. Bislang sollten Patienten mit einem positiven Laborbefund stationär behandelt werden. 

Aktualisiertes Flussschema

Das Flussschema „COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen“ des Robert Koch-Institutes (RKI) dient als Orientierungshilfe. Es erläutert, wie Ärzte im Verdachtsfall vorgehen sollen – vom Erstkontakt über die Prüfung klinisch-epidemiologischer Kriterien und die ambulante Diagnostik bis zur Betreuung eines erkrankten Patienten. 

Präventive Empfehlungen zur Hygiene 

Zudem hat das RKI seine Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung von COVID-19-Patienten angepasst, auf die im Flussschema verwiesen wird (siehe unten). Danach richtet sich das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung je nach Art und Umfang der Exposition. Bei Maßnahmen, die Tröpfchen und Aerosole freisetzen, wird eine FFP2-Maske empfohlen. 

KBV-Praxisinformation aktualisiert 

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ihre Praxisinformation „Verdacht auf eine SARS-COV-2-Infektion? So können Sie in der Praxis vorgehen“ aufgrund der aktualisierten RKI-Empfehlungen angepasst und um die Hinweise zur Hygiene ergänzt.

Das Papier bietet auf zwei Seiten einen schnellen Überblick, wie in der Praxis vorzugehen ist, wenn sich ein Patient mit Verdacht auf eine Infektion telefonisch anmeldet. Außerdem werden die Schritte erläutert, die in der Praxis eingehalten werden sollten, wenn der Patient ohne Anmeldung in die Praxis kommt.  

Robert Koch-Institut: Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen der Praxis

  1. Organisatorische Aspekte der Lenkung von Patienten mit respiratorischen Symptomen vor Besuch der Praxis beziehungsweise innerhalb der Praxis berücksichtigen.
  2. Distanzierung von Patienten bei entsprechendem Verdacht (Unterbringung in einem separaten Bereich; Einhalten eines Abstandes von 1 bis 2 Metern, wann immer möglich)
  3. Versorgung des Patienten mit einem Mund-Nasen-Schutz (MNS), sofern es der Gesundheitszustand des Patienten zulässt.
  4. Personal: Tragen von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) je nach Art und Umfang der Exposition. Bei Maßnahmen, die eine Freisetzung von Tröpfchen beziehungsweise Aerosolen produzieren, ist ein adäquater Atemschutz (FFP2) erforderlich.
  5. Beobachtung des Gesundheitszustandes des Praxispersonals.

Als Orientierungshilfe zur Diagnostik und weiterführenden Maßnahmen dient das Flussschema „COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen““ des RKI. Die konkrete Umsetzung dieser Empfehlungen soll unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten unter Einbeziehung des Hygienefachpersonals und in Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt erfolgen.

Nein, sofern zur Vermeidung einer Ansteckung mit COVID-​19 geboten, müssen in ein DMP eingeschriebene Patienten derzeit nicht zu Untersuchungen in die Praxis kommen oder an Schulungen teilnehmen. Die ärztliche Dokumentation von Untersuchungen ist für das erste bis dritte Quartal 2020 nicht erforderlich, sofern die Daten nicht durch telemedizinischen Kontakt erhoben werden können.

Getragene Masken sollten Sie nach der Schicht entsorgen. Neben den Schutzstufen finden sich auf FFP-Masken noch weitere Kennzeichen. Diese gelten gleichermaßen für FFP1-Masken, FFP2-Masken und FFP3-Masken. FFP-Masken mit der Kennzeichnung NR (non reusable) sind zum Gebrauch für eine Schicht bestimmt.

Persönliche Schutzausrüstung ist ein wichtiges und knappes Gut! Bitte beachten Sie daher unbedingt unsere Hinweise zum ressourcenschonenden Einsatz.

Aufgrund der hohen Nachfrage und damit verbundenen Lieferschwierigkeiten gibt es derzeit einen Mangel an Schutzausrüstung. Die KVBW ist setzt alles daran, ihren Mitgliedern Material zur Verfügung zu stellen, damit die Behandelnden bestmöglich geschützt sind und die Patientenversorgung weitestgehend aufrechterhalten werden kann.

Die von der KVBW beschaffte und zur Verfügung gestellte Schutzausrüstung bietet bei korrekter Handhabung den notwendigen Schutz für den Träger. Aufgrund der schwierigen Situation bei der Materialbeschaffung kann es sein, dass wir Schutzausrüstung zur Verfügung stellen, die weit über den notwendigen Schutz hinausgeht, beispielsweise Overalls statt Schutzkittel, die eigentlich als ausreichend gelten. Derartige Schutzausrüstungen sind oftmals für Bereiche außerhalb des Gesundheitswesens hergestellt. Auch bei den Overalls gibt es Unterschiede: Manche haben Kapuze und Schuhe, andere wiederum nicht. 

Die zur Verfügung gestellten Atemschutzmasken unterscheiden sich ebenfalls, sowohl optisch als auch von der Bezeichnung. Die Masken können die Bezeichnungen FFP2, FFP3, N95 oder KN95 tragen. Einige Masken sind mit einem Ausatemfilter versehen, welcher ein längeres Tragen angenehmer machen kann. Eine ausreichende Schutzwirkung aller Atemschutzmasken ist aber gegeben.

Für die Kodierung von SARS-CoV-2 in der Abrechnung und auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen gibt es eigene Diagnoseschlüssel: U07.1 ! für COVID-19-Fälle, bei denen das Virus labordiagnostisch nachgewiesen wurde. Mit dem Kode U07.2 ! werden ab dem zweiten Quartal die COVID-19-Fälle kodiert, bei denen eine klinisch-epidemiologische COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde, die nicht durch einen Labortest nachgewiesen ist. 

Bei beiden COVID-19-Kodes handelt es sich nach der ICD-10-GM um Zusatzkodes, also sogenannte Ausrufezeichenkodes (!). Damit ist geregelt, dass diese Kodes mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben.  

Kodes ab 1. April 2020

U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen:

ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen SARS-CoV-2 durch einen Labortest nachgewiesen wurde.  

U07.2  COVID-19, Virus nicht nachgewiesen:

ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist und das Virus nicht durch Labortest nachgewiesen wurde oder kein Labortest zur Verfügung steht. 

Nur Zusatzkennzeichen „G”

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G” (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem COVID-19-Infizierten) oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

Corona ICD U07.2 nicht im ersten Quartal

Da der neue Kode U07.2 für COVID-19-Fälle ohne Labornachweis so kurzfristig konzipiert wurde, dass er im KBV-Prüfmodul und der Praxissoftware zu Fehlermeldungen führt, geben Sie ihn bitte noch nicht in der Abrechnung für Quartal 1/2020 an oder löschen Sie ihn gegebenenfalls wieder. Wir bitten, den anfallenden zusätzlichen Aufwand zu entschuldigen.

Nein, der Schnelltest ist nicht Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung.

Um sowohl den Infektionsschutz durch einen adäquaten Umgang mit Kontaktpersonen weiterhin zu gewährleisten als auch die medizinische Versorgung bei einem möglichen Personalmangel zu sichern, hat das RKI Handlungsoptionen für Kontaktpersonen unter medizinischem Personal bei Personalmangel eröffnet. Entsprechend der RKI-Information ergeben sich für den Arzt zwei Fallkonstellationen:

Gehört er der Kategorie Ia an (Medizinisches Personal mit hohem Expositionsrisiko, z. B. ungeschützte relevante Exposition zu Sekreten, Exposition gegenüber Aerosolen von COVID-19-Fällen (z. B. im Rahmen von Bronchoskopie), dann soll er wie folgt vorgehen:

  • 7 Tage nach Exposition in Quarantäne
  • bei Symptomfreiheit: Arbeiten nur mit MNS (Mund Nasenschutz) bis 14 Tage nach Exposition
  • Selbstbeobachtung + Dokumentation (bis 14 Tage nach Exposition)
  • beim Auftreten von Symptomen umgehende Testung auf SARS-CoV-2

Gehört er der Kategorie Ib an (Medizinisches Personal mit begrenztem Expositionsrisiko, z. B. medizinisches Personal mit Kontakt unter 2 m zu Covid-19-Fällen ohne Schutzausrüstung, ≥15 Min face-to-face Kontakt,ohne Exposition wie unter Ia beschrieben), dann kann er ohne Quarantäne wie folgt weiter arbeiten:

  • bei Symptomfreiheit: Arbeiten nur mit MNS (Mund Nasenschutz) bis 14 Tage nach Exposition
  • Selbstbeobachtung + Dokumentation (bis 14 Tage nach Exposition)
  • beim Auftreten von Symptomen umgehende Testung auf SARS-CoV-2

Wir empfehlen, das Vorgehen mit Ihrem örtlichen Gesundheitsamt abzustimmen.

Bei Symptomen direkt zum Test

  • Medizinpersonal mit Krankheitssymptomen muss umgehend getestet werden!
  • Positiv getestetes medizinisches Personal darf erst bei Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden und negative PCR-Test aus zwei zeitgleich durchgeführten Naso-/Oropharyngealabstrichen wieder Patienten versorgen.

Die Einschätzung, welche Termine arztseitig abgesagt werden, obliegt dem jeweils behandelnden Arzt. Hier ist eine sorgsame Risikoabwägung erforderlich. Einfließen sollten dabei die Dringlichkeit der Behandlung (das Risiko für Leib und Leben des Patienten) und andererseits das Risiko für Arzt und Praxispersonal für eine Infektion. Eine allgemeingültige Handlungsempfehlung ist hier nicht möglich. Bisher geregelte Intervalle von Vorsorgeuntersuchungen sowie DMP-Dokumentationen werden ausgesetzt bzw. angepasst, sodass zumindest die Möglichkeit besteht, entsprechende Termine zu verschieben. Wenn Termine abgesagt werden, dokumentieren Sie das bitte. 

Ein Anspruch besteht zwar nicht, aber nach „Anlegung strenger Maßstäbe“ kann im Ausnahmefall eine Familie einen Platz für die Notbetreuung erhalten, auch wenn nicht beide Erziehungsberechtigte in einem „systemrelevanten Bereich“ arbeiten. Die Entscheidung hierüber trifft die Gemeinde.

Nein. Menschen ohne Krankheitszeichen stellt der Arzt keine AU-Bescheinigung aus. 

Auch wenn die Sorge bei Risikogruppen berechtigt sein mag, ist eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht der richtige und zulässige Weg, wenn der Krankheitswert, der zur Arbeitsunfähigkeit führt, fehlt.

Der Arbeitgeber kann und muss mit seinem Arbeitnehmer aufgrund seiner Fürsorgepflicht abstimmen, wie er mit diesem Risiko umgeht. In Frage kommen (unbezahlte/bezahlte) Freistellung, Urlaubs- oder Gleitzeitabbau. Ein berufliches Tätigkeitsverbot kann nur das Gesundheitsamt aussprechen. Dieses kommt jedoch erst bei Verdacht oder Infektion in Betracht. Unbenommen hiervon ist das Beschäftigungsverbot aufgrund ärztlichen Attests nach Mutterschutzgesetz.

Dokumente zum Download

In der aktuellen Situation ist das aus Sicherstellungsgründen möglich, allerdings nur, sofern der Vertragsarzt bzw. Vertragspsychotherapeut aus infektionsschutzrechtlichen Gründen unter behördlich angeordneter Quarantäne steht.

Üblicherweise sind ärztliche und psychotherapeutische Leistungen am Vertragsarztsitz zu erbringen. Sie dürfen nicht in den Privaträumlichkeiten angeboten werden.

Mehr zum Thema

Genehmigte Leistungen einer Gruppenpsychotherapie können übergangsweise in Einzelpsychotherapie umgewandelt werden, ohne dass hierfür eine gesonderte Antragstellung bei der Krankenkasse oder Begutachtung erfolgen muss. Diese Regelung gilt bis 30. Juni. Die Umwandlung erfolgt über die „Therapieeinheit“ und muss lediglich formlos der Krankenkasse mitgeteilt werden (kein Formular notwendig).

Für je eine Therapieeinheit genehmigte Gruppentherapie (entspricht einer Sitzung mit 100 Minuten) kann bei Bedarf maximal je Patient der Gruppe eine Einzeltherapie (entspricht einer Sitzung mit 50 Minuten) durchgeführt und abgerechnet werden.

Durch die Umwandlung von Gruppen- in Einzelsitzungen können im unmittelbaren persönlichen Kontakt Infektionsrisiken minimiert werden, wenn dies erforderlich ist. Ein weiterer Vorteil: Einzelsitzungen können auch in einer Videosprechstunde durchgeführt werden.

Arztpraxen können derzeit die Kurzarbeit unter den erleichterten Voraussetzungen beantragen. Die Entscheidung über einen Antrag auf Kurzarbeit obliegt der jeweils zuständigen Agentur für Arbeit. 

Was ist Kurzarbeitergeld?

Kurzarbeitergeld soll den Verdienstausfall von Mitarbeitern zumindest teilweise ausgleichen, der durch eine vorübergehende Verringerung der Arbeitszeit aufgrund fehlender Beschäftigung entsteht. 

Wie hoch ist Kurzarbeitergeld?

Kurzarbeitergeld bezieht sich auf die Differenz zwischen dem Bruttoarbeitsentgelt, das der Arbeitnehmer ohne den Arbeitsausfall in dem Anspruchszeitraum erzielt hätte und dem Bruttoarbeitsentgelt, das er tatsächlich erzielt hat. Es beträgt 67 Prozent, wenn der Arbeitnehmer oder sein Ehegatte / Lebenspartner ein Kind hat, ansonsten 60 Prozent.

Wann kann Kurzarbeit angeordnet werden?

Kurzarbeit kann nicht einfach vom Arbeitgeber angeordnet werden. Sie muss entweder im Arbeitsvertrag oder im Tarifvertrag vorgesehen sein, was aber wohl bei den meisten Arbeitsverträgen in Arztpraxen nicht der Fall sein wird. Ansonsten ist Kurzarbeit nur im Einvernehmen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber möglich. Vorrangig muss Arbeitszeitguthaben und Urlaub abgebaut werden: Eine Mindestbetriebsgröße gibt es nicht, Kurzarbeit ist also auch bei einem Mitarbeiter möglich.

Wie wird Kurzarbeitergeld beantragt?

Kurzarbeitergeld muss bei der Agentur für Arbeit beantragt werden. Dabei muss es muss dargelegt werden, dass mehr als ein Zehntel der Beschäftigten jeweils mehr als zehn Prozent ihres Bruttoeinkommens durch den Arbeitsausfall verlieren.

Wie ist der Geldfluss?

Die Arbeitsagentur bezahlt das Kurzarbeitergeld an den Arbeitgeber, der das dann an den Arbeitnehmer weiterleitet. 

Externe Links

Nein. Es ist keine Anpassung der Abschlagszahlung auf Grund der Coronakrise für das Abrechnungsquartal 2/2020 geplant. Die Abschlagszahlungen berechnen wir weiterhin gemäß den Abrechnungsrichtlinien auf Basis des Vorjahresquartals. (Ausgenommen sind Fälle, die nichts mit der Coronakrise zu tun haben. Hier behalten wir uns gegebenenfalls Kürzungen an den Abschlagszahlungen anhand den Abrechnungsrichtlinien vor.)

Sollte eine individuelle Anpassung der Abschlagszahlung notwendig sein, setzten Sie sich bitte telefonisch mit unserer Ärztebuchhaltung in Verbindung.

Direktkontakt

Ärztebuchhaltung
0721 5961-1340
Fax 0711 7875-48 3910
  • Mo – Fr: 8 – 16 Uhr

Ärzte können sich über das Portal der Landesärztekammer (LÄK) ab sofort über verfügbare Desinfektionsmittel-Bestände informieren. 

Landesapothekerkammer und Ärztekammer haben gemeinsam ein Desinfektionsmittel-Bestandsportal eingerichtet. Zum Abruf der Informationen ist ein Login in das Portal der Landesärztekammer Baden-Württemberg erforderlich.

Angesichts der hohen Preise für die Grundsubstanzen auf dem Markt hin und bittet die Kammer um Verständnis für erhöhte Preise. 

Ja, für den Versand von Arzneimittelrezepten und anderen notwendigen Verordnungen sowie Überweisungen kann die GOP 40122 (90 Cent) abgerechnet werden. Diese Regelung ist befristet bis zum 30. Juni 2020. mehr erfahren »

Schutzausrüstung bzw. Schutzkleidung ist nach wie vor ein wertvolles schonend zu verwendendes Gut.

Unser Team Hygiene & Medizinprodukte der KVBW hat eine tabellarische Anleitung erstellt. Darin geht es um die Frage: Unter welchen Umständen können Ärzte und MFA Schutzkittel, MNS-Masken und FFP-Masken bei der Versorgung einer Patientenkohorte einsetzen? Diese Anleitung bezieht sich ausschließlich auf Bereiche mit konservativ-internistischer Versorgung und ist auf keinen Fall für den OP gedacht!

Basis ist die Sonderregelung des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Mehrfachverwendung für die aktuelle Situation, in der FFP-Masken und Mund-Nase-Schutz (MNS) eine knappe Ressource darstellen, eine Sonderregelung  veröffentlicht.  Diese Ausnahme gilt auf Grund der erhöhten Kontaminationsgefahr nur auf Grund der von der WHO ausgerufenen Notlage in Verbindung mit den aktuellen Lieferengpässen vorläufig bis zum 31. August 2020.

Zum Versorgungsauftrag gehört, bei eigener Abwesenheit die Patientenversorgung zu regeln. Es gelten die Vorgaben der Zulassungsverordnung (Ärzte-ZV) und der Vertreterrichtlinie der KV Baden-Württemberg.

Eine Vertretung ist grundsätzlich nur im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Vertretungsgründe möglich. Wird Ihre Praxis vorübergehend geschlossen, müssen Ihre Patienten wissen, an wen sie sich wenden können. Ein pauschaler Verweis auf die umliegenden Ärzte, die Notfallpraxis oder das Krankenhaus genügt nicht. Den Patienten ist ein konkreter Vertreter zu benennen (oder mehrere). Stimmen Sie bitte die kollegiale Vertretung mit den benannten Praxen ab und denken Sie daran, Ihre Abwesenheit der KV zu melden (ab dem achten Kalendertag). Bitte vermerken Sie auf der Abwesenheits- / Vertretermeldung „Corona-Pandemie“ als Grund für die Praxisschließung.

Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Suche nach einem externen Vertreter über die Vertreterbörse der KVBW.

Nein. Bei gesunden Kindern ist ein Bezug von Krankengeld nicht vorgesehen und von den geltenden Regelungen nicht gedeckt.

Es gibt kein anderes Vorgehen, als wenn die Praxis aus anderen Gründen geschlossen wird, beispielsweise wegen Urlaub. Das bedeutet, dass Sie einen Vertreter organisieren und der KV melden müssen. 

Wird die Praxis geschlossen, müssen Ihre Patienten wissen, an wen sie sich wenden können. Ein pauschaler Verweis auf die umliegenden Ärzte, die Notfallpraxis oder das Krankenhaus genügt nicht. Benennen Sie den Patienten einen oder mehrere konkrete Vertreter durch einen entsprechenden Aushang an der Praxis und einen Hinweis auf dem Anrufbeantworter. Stimmen Sie die kollegiale Vertretung unbedingt mit den benannten Praxen ab.

Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Suche nach einem externen Vertreter über die Vertreterbörse der KVBW.

Bitte vermerken Sie auf der Abwesenheits- / Vertretermeldung „Corona-Pandemie“ als Grund für die Praxisschließung.

Bei positiver Testung innerhalb des Praxisteams verfügt das Gesundheitsamt eine Quarantäneanordnung. Die Quarantäneanordnung bezieht sich auf einen einzelnen Arzt oder einen einzelnen nichtärztlichen Mitarbeiter, nicht pauschal auf das gesamte Praxisteam (alle Ärzte und alle nichtärztlichen Mitarbeiter in der Praxis). Das bedeutet somit für eine Praxis, insbesondere mit mehreren Ärzten und mehreren nichtärztlichen Mitarbeitern, dass diese Praxis auch faktisch nicht geschlossen werden muss, sondern weitergeführt werden kann.

Entschädigungsanspruch bei Anordnung durch das Gesundheitsamt

Wird die ärztliche Tätigkeit aus infektionsschutzrechtlichen Gründen untersagt oder Quarantäne angeordnet, besteht grundsätzlich Anspruch auf Entschädigung (Paragraf 56 Infektionsschutzgesetz). Dies gilt für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer. Voraussetzung für Entschädigungsansprüche ist das Verbot der Erwerbstätigkeit aus infektionsschutzrechtlichen Gründen oder die Anordnung von Quarantäne.

Ärzte oder Psychotherapeuten können Leistungen im Rahmen der Videosprechstunde abrechnen, wenn sie einen von der KBV zertifizierten Videodienstanbieter nutzen. Eine Liste dieser Dienste­anbieter gibt es auf der Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung:
KBV: Videosprechstunde (mit Liste zertifizierter Anbieter).

Die Organisation von Videosprechstunden ist denkbar einfach: Sie wählen einen von der KBV zertifizierten Videodienstanbieter aus, der für einen reibungslosen und sicheren technischen Ablauf sorgt. Arzt und Patient benötigen im Wesentlichen einen Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Internetverbindung. Eine zusätzliche Software ist nicht erforderlich.

Videosprechstunden vorerst unbegrenzt möglich

Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus haben KBV und GKV-Spitzenverband die Begrenzungsregelungen aufgehoben: mehr erfahren »

Ja, wir empfehlen, sich hierzu mit Ihrer Apotheke vor Ort abzusprechen. Händedesinfektionsmittel müssen sporenfrei abgefüllt werden. In einigen Apotheken gibt es die entsprechende baulichen und materiellen Ausstattung dafür (in den Arztpraxen in der Regel nicht).

Die WHO hat beispielsweise eine Rezeptur mit viruzider Wirkung veröffentlicht, die in der Apotheke hergestellt werden kann.

  • 2-Propanol 75,15 ml
  • Wasserstoffperoxid 3 % 4,17 ml
  • Glycerol 98 % 1,45 ml
  • Gereinigtes Wasser auf 100,00 ml

Die Allgemeinverfügung der Bundesstelle für Chemikalien gilt für die Herstellung und das Inverkehrbringen durch Apotheken und die pharmazeutische Industrie in Deutschland zur Verwendung durch die breite Öffentlichkeit der oben genannten, von der WHO empfohlenen Formulierung eines Mittels zur Händedesinfektion. Zudem gilt sie für:

  • 2-Propanol-Wasser-Gemisch 70 % (V/V)

Die Ausnahmeregelung gilt befristet bis zum 31. August 2020. Sie kann jederzeit durch die Bundesstelle für Chemikalien widerrufen werden.

Die Kosten für Händedesinfektionsmittel sind nach wie vor mit den allgemeinen Praxiskosten abgegolten. Die Rezeptur kann somit weder als Sprechstundenbedarf verordnet werden noch als Materialkosten abgerechnet werden. 

Wir kämpfen derzeit jeden Tag um Lieferungen von Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel nach Baden-Württemberg und konnten erste Tranchen an die Praxen im Land ausliefern. Sollten Sie darüber hinaus Material benötigen, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular: www.kvbawue.de/schutzbedarf. Dennoch bleiben Masken und weiteres Material ein knappes Gut.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für die aktuelle Situation, in der FFP-Masken und MNS eine knappe Ressource darstellen, folgende Hinweise zur Mehrfachverwendung veröffentlicht:

  • Das Absetzen und die Lagerung der FFP-Maske / des MNS müssen so erfolgen, dass eine Kontamination der FFP-Maske / des MNS (vor allem der Innenseite) bzw. eine Kontamination des Gesichtes verhindert wird.
  • Nach dem Absetzen der FFP-Maske / des MNS wird diese/r trocken an der Luft aufbewahrt (nicht in geschlossenen Behältern!) und bis zum nächsten Einsatz zwischengelagert.
  • Die gebrauchte FFP-Maske / der gebrauchte MNS ist eindeutig einer Person zuzuordnen. Ein Tragen durch andere Personen ist auszuschließen.
  • FFP-Masken und MNS, deren Innenfläche möglicherweise mit Erregern kontaminiert wurden, sind aus präventiver Sicht sofort fachgerecht zu entsorgen. Ein Reinigen oder Desinfizieren kann die Funktionstüchtigkeit negativ beeinflussen.
  • Der Ort (z. B. offener Behälter), an dem die Zwischenlagerung erfolgt(e), ist unmittelbar nach Entnahme der FFP-Maske / des MNS sachgerecht zu desinfizieren.
  • Eine Händedesinfektion ist vor dem An- und Ablegen der FFP-Maske / des MNS wichtig.

Bitte schicken Sie die Patienten nicht ohne Indikation und unangemeldet in Krankenhausambulanzen, Notfallpraxen, Abstrichstellen und Gesundheitsämter!

Regeln zur Nutzung weiterer persönlicher Schutzausrüstung bleiben hier unverändert:  Dies gilt für den Gebrauch von Schutzhandschuhen, Schutzkitteln und ggf. nötigen Schutzbrillen.

Hintergrund:

Lieferengpässe bei Schutzausrüstung belasten die durch die Krise mit neuartigen Coronaviren sehr angespannte Situation. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat daher in Abstimmung mit dem Ad-Hoc-Arbeitskreis zum SARS-CoV2 des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) eine Sonderregelung veröffentlicht. Diese betrifft den Ressourcen-schonenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutzmasken und FFP-Masken. Diese Ausnahme gilt aufgrund der erhöhten Kontaminationsgefahr nur aufgrund der von der WHO ausgerufenen Notlage in Verbindung mit aktuellen Lieferengpässen vorläufig bis zum 31. August 2020.

Das bevorzugte Untersuchungsmaterial für den Nachweis einer möglichen Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist ein Oropharynx- und Nasopharynx-Abstrich. Die WHO empfiehlt, bei SARS-CoV-2-Verdacht mindestens respiratorische Abstriche der oberen Atemwege zu gewinnen aus Nasen-Rachenraum UND Mund-Rachenraum. 

Dies geht auch mit einem trockenen Tupfer nacheinander. Es ist günstig, dabei im Mund-Rachenraum zuerst abzustreichen.   

Für eine labordiagnostische Abklärung des Verdachts auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 wurden Nachweissysteme entwickelt. Wir haben eine – allerdings nicht abschließende – Liste mit Laboren in Baden-Württemberg, die die PCR-Tests durchführen, für Sie zusammengestellt, der Sie auch entnehmen können, wie der Versandweg dorthin aussieht.

Nein. In diesem Fall ist keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auszustellen. Für das Ausstellen einer AU-Bescheinigung muss zwingend eine Krankheit vorliegen.

Erkrankte Mitarbeitende sollten unbedingt der Arbeit fernbleiben und haben aufgrund ihrer Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Lohnfortzahlung. Bleibt jemand aus Angst vor Ansteckung zuhause, ohne dass dies behördlich angeordnet oder mangels arbeitgeberseitiger Schutzmaßnahmen gerechtfertigt ist, so besteht für diese Zeit mangels Arbeitsunfähigkeit kein Anspruch auf Lohn.

Rücksprache mit dem Gesundheitsamt

Der Patient, der noch keine Symptome hat, kann sich beim Gesundheitsamt melden und schildern, warum er der Ansicht ist, dass er besser nicht zur Arbeit gehen sollte. Das Gesundheitsamt gibt dann gegebenenfalls die Empfehlung, prophylaktisch vom Arbeitsplatz fernzubleiben.

Diese mündliche Empfehlung hat keinerlei rechtsverbindlichen oder anordnenden Charakter. Das Gesundheitsamt stellt in diesem Fall keine Bescheinigung aus. Der Arbeitgeber des betreffenden Patienten, der von dieser Empfehlung des Gesundheitsamtes erfährt, kann dann entscheiden, den Patienten freizustellen. Er zahlt dann das übliche Arbeitsentgelt weiter. Ein Entschädigungs­anspruch nach dem Bundes­infektionsschutz­gesetz besteht in diesem Fall nicht.

Hiervon ist die Situation zu unterscheiden, die zurzeit deutlich seltener vorkommt: Wenn das zuständige Gesundheitsamt bei entsprechend konkreten Verdachtsfällen ein sogenanntes Tätigkeitsverbot ausspricht (§ 31 Infektionsschutzgesetz), stellt das einen Verwaltungsakt dar, der wiederum bezüglich des Verdienstausfalls Entschädigungsansprüche auslöst (§ 56 Infektionsschutzgesetz).

Nein. Genau wie bei Läusen in der Kita oder wenn die Erzieherinnen streiken – Eltern müssen sich auch bei einer „Corona-Kita-Schließung“ um eine alternative Betreuung für ihre Kinder kümmern. Wenn das nicht klappt, müssen sie Urlaub beantragen.

Ja. Sowohl bei der Quarantäne einer Einzelperson als auch bei der Abriegelung einer ganzen Gemeinde wird der Lohn weiterhin gewährt. Das Infektionsschutzgesetz (§ 56) sorgt in Deutschland dafür, dass für sechs Wochen nach Beginn des Verdienstausfalls das Entgelt weitergezahlt wird. Bei Arbeitnehmern hat der Arbeit-geber die Entschädigung für die zuständige Behörde auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet. Wenn die Quarantäne nach den sechs Wochen noch andauert, wird Krankengeld gezahlt.

In diesem Fall ist es die freiwillige Entscheidung des Arbeitgebers. Damit der Arbeitnehmer keine Nachteile erleidet, ist der Arbeitgeber verpflichtet, weiterhin den Lohn zu zahlen.

Selbst wenn die Schließung nicht freiwillig erfolgt, ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Lohn weiterzuzahlen.

Ja, denn die Weitergabe dieser Daten erfolgt auf rechtmäßiger Grundlage. Die Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) bleibt vom Inkrafttreten der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) unberührt. Gemeldet werden müssen und sollen jedoch nur Fälle, die der Falldefinition des Robert Koch-Instituts (RKI) entsprechen.

Die rechtliche Befugnis ergibt sich aus der zum 1. Februar 2020 in Kraft getretene CoronaVMeldeV des Bundesgesundheitsministeriums. Danach fällt COVID-19 unter die Meldepflicht des § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und § 7 Absatz 1 Satz 1 des IfSG.

Ja. Mit der GOP 32816 (59,00 Euro) ist ein nukleinsäurebasiertes spezifisches Nachweisverfahren auf das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) neu in den EBM aufgenommen worden.

Die Indikation soll nach ärztlichem Ermessen gestellt werden – unter Berücksichtigung der Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI) (mehr erfahren »). Ärzte können somit, wenn sie dies medizinisch für erforderlich halten, die Testung vornehmen. Die Krankenkassen übernehmen dann die Kosten für die Laboruntersuchung.

Die Landesregierung hat beschlossen, dass über die RKI-Empfehlungen zur Verdachtsabklärung hinaus jetzt auch Testungen bei bestimmten asymptomatischen Personen(gruppen) durchgeführt werden sollen. In diesen Fällen übernimmt nun das Land die Kosten rückwirkend zum 17.04.2020 (mehr erfahren »).

Die Untersuchung darf nur von Fachärzten für Laboratoriumsmedizin oder für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie durchgeführt und berechnet werden.

Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Für die Diagnostik kann der Veranlasser die Kennnummer 32006 angeben, sodass der Wirtschaftlichkeitsbonus Labor unbeeinflusst bleibt.

Die GOP 32816 wird zunächst extrabudgetär finanziert.

Der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Coronavirus-Meldepflichtverordnung melden. Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden. Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt spätestens innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Dabei müssen auch Name, Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person dem Gesundheitsamt gemeldet werden, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren kann und die notwendigen Maßnahmen einleiten kann (z. B. Isolierung des Patienten, Ermittlung von Kontaktpersonen).

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid” (wirksam gegen behüllte Viren), „begrenzt viruzid PLUS” oder „viruzid” anzuwenden.

Informationen zur Desinfektion bei Viren sind in der entsprechenden Stellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim RKI enthalten. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

Kennzeichnen Sie alle (Verdachts-)Fälle – je Behandlungstag – mit der Ziffer 88240 (Pseudo-GOP) zusätzlich zu den durchgeführten Leistungen als „in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 erbracht“ (gilt sowohl für Hausärzte als auch für Laborpraxen oder gegebenenfalls weitere Fachgruppen). Dies ist wichtig für die Erstattung der Behandlungskosten.

Letzte Aktualisierung: 05.06.2020