FAQ Coronavirus SARS-CoV-2

Antworten auf häufig gestellte Fragen (stetig aktualisiert)

Der Arzt oder das Testzentrum stellt über das Ergebnis des Schnelltests eine Bescheinigung aus. Diese ist beispielsweise bei Bürgertests zum Nachweis eines tagesaktuellen negativen COVID-19 Schnelltests nach der CoronaVO erforderlich. Eine Mustervorlage des Sozialministeriums Baden-Württemberg für die Testbescheinigung finden Sie unten zum Download.

Testbescheinigung ist Teil der Leistung nach TestV

Die Zeugnisausstellung gehört bei Tests nach Coronavirus-Testverordung (TestV-GOP 99531) neben der Beratung und dem Abstrich zum Leistungsinhalt. Die Vergütung nach TestV umfasst das Gespräch, die Entnahme von Körpermaterial, die PoC-Diagnostik, die Ergebnismitteilung und die Ausstellung eines Zeugnisses über das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 im Zusammenhang mit einer Testung.

Menschen ab 60 Jahren brauchen inzwischen kein ärztliches Attest mehr, um ihren Impfanspruch nachzuweisen. Diese Altersgruppe hat in Baden-Württemberg mittlerweile auch unabhängig von Vorerkrankungen Anspruch auf eine Corona-Impfung.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist es ausreichend, wenn der Arzt formlos bescheinigt, dass eine Erkrankung im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfVO) vorliegt. Dieses Vorgehen entspricht auch dem geltenden Datenschutz.

Bsp.: Hiermit wird bescheinigt, dass bei Herrn/Frau Mustermann eine Erkrankung im Sinne von § 3 Ziffer 2 – alternativ - § 4 Ziffer 2 der CoronaImpfVO vorliegt.

Stufe 2

Personen mit hoher Priorität laut Corona-Impfverordnung
(§ 3 Ziffer 2 der CoronaImpfVO) 

Krankheitsbilder  »

Gesamte Impfgruppe 2 ist jetzt impfberechtigt

Baden-Württemberg hat die Corona-Impfungen für die gesamte Prio-Gruppe 2 geöffnet. Auch die in dieser Gruppe impfberechtigten 16- bis 17-Jährigen können sich jetzt impfen lassen; für sie ist bisher allerdings nur der BioNTech-Impfstoff zugelassen. Der Impfanspruch lässt sich je nach Indikation über ein ärztliches Attest, eine Bescheinigung des Arbeit­gebers oder eine Bescheinigung einer Einrichtung über die Behandlung, Betreuung oder Pflege nachweisen.
Sozialministerium BW: Impfberechtigte Personengruppen

Stufe 3

Personen mit erhöhter Priorität laut Corona-Impfverordnung
(§ 4 Ziffer 2 der CoronaImpfVO)

Krankheitsbilder »

Pauschale Vergütung von 5 Euro je Attest

Für die Ausstellung dieses ärztlichen Zeugnisses werden 5 Euro vergütet. Wird die Bescheinigung an den Patienten geschickt, können zusätzlich 90 Cent für den postalischem Versand abgerechnet werden: GOP 88320 (Ausstellung Zeugnis zu 5 Euro) und ggf. 88321 (Portopauschale zu 0,90 Euro).

Altersnachweis ohne Attest

Bitte beachten Sie: Ein ärztliches Attest ist nicht notwendig für Personen, die bereits aufgrund des Alters Anspruch auf die Impfung haben sollten. Hier genügt der Personalausweis als Anspruchsnachweis

Voraussetzung für die Geltendmachung von Kosten für die Errichtung und den Betrieb eines Testzentrums nach § 13 TestV sind aus Sicht der KVBW:

  • die explizite Beauftragung durch den ÖGD als Testzentrum (nicht nur als Leistungserbringer) sowie
  • ein negativer Saldo nach Verrechnung der Einnahmen nach TestV, regionalen Verträgen und SGB V.

Veranschlagt werden dürfen nur tatsächliche (keine kalkulatorischen) Kosten, welche sich in der Rechnungslegung auch niederschlagen.

Die TestV sieht keine solche Vergütung vor.

Das Gespräch ohne erfolgte Testung (§ 12 Abs. 5 TestV) dient ausschließlich zur Feststellung einer Kontaktperson eines SARS-CoV-2-Infizierten und muss von einem Arzt oder Zahnarzt persönlich geführt werden. Nicht-Ärzte dürfen diese Leistung grundsätzlich nicht abrechnen.

Nein. Wer über 60 Jahre alt ist, ist in Baden-Württemberg ab sofort allein aufgrund seines Alters impfberechtigt. Auch Feuerwehreinsatzkräfte und Beschäftigte an Schulen und in der Kinderbetreuung, dürfen sich impfen lassen. Der Rest der Priorisierungsgruppe 3 (§ 4 Corona-ImpfV) ist allerdings noch nicht an der Reihe vgl. www.impfen-bw.de. Eine weitere Öffnung der Impfberechtigung für die „Gruppe 3: Erhöhte Priorität“ erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Wenn Patienten ihre erste Impfung in einem Impfzentrum erhalten haben, soll die Zweitimpfung auch dort durchgeführt werden, da die entsprechenden Impfdosen dort dafür eingeplant wurden.

Nur in begründeten Ausnahmefällen kann davon abgewichen werden. Eine Ausnahme kann beispielsweise sein, dass Sie die Impfung bei einem Ihrem Patienten durchführen, der seine Zweitimpfung im Impfzentrum wegen eines Krankenhausaufenthalts nicht wahrnehmen konnte.

Leider ist der Schutzschirm des Jahres 2020 von der Politik nicht einfach fortgeschrieben worden. Umsatzverluste aus extrabudgetären Leistungen (beispielsweise Vorsorgeleistungen für Kinder und ambulante Operationen) sollen durch die Kassenärztlichen Vereinigungen, also letztlich durch die Ärzte und Psychotherapeuten selbst, ausgeglichen werden.

Dass der bisherige Schutzschirm aus Steuermitteln auch im Jahr 2021 fortgesetzt werden soll, wurde ärzteseits vehement gefordert (vgl. Pressemitteilung der Freien Allianz der Länder-KVen FALK). Am 4. März 2021 hat der Deutsche Bundestag jedoch beschlossen, dass für das Jahr 2021 keine externen Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Stattdessen müssen die KVen ihren Schutzschirm selbst aus ihren eigenen Rücklagen finanzieren.

Auf Antrag statt von Amts wegen

Ausgehend von den geänderten Vorgaben des Gesetzgebers kann die KVBW ihren Schutzschirm zum Ausgleich von pandemiebedingten Honorarverlusten ab dem 1. Quartal 2021 nicht in der bekannten Weise fortführen. Die Vertreterversammlung der KVBW hat dennoch entschieden, diejenigen Ärzte und Psychotherapeuten, die aufgrund der Corona-Pandemie existenzbedrohende Honorarverluste verzeichnen müssen, zu unterstützen.

Eine Regelung für sogenannte Härtefälle hat die Vertreterversammlung am 13. April 2021 beschlossen: Mehr erfahren »

Das entsprechende Antragsformular füllen Sie bitte maschinell aus, unterschreiben es und senden es als Scan per E-Mail an hvm_antraege@kvbawue.de. Anträge sind bis spätestens zum Ende des Folgequartals zu stellen, für das die Ausgleichszahlung gewährt werden soll oder im Rahmen eines Widerspruchs gegen den entsprechenden Honorarbescheid einzubringen.

Dokumente zum Download

Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat am 20. April 2021 gegenüber dem Vorstand der KVBW bestätigt, dass die Impfempfehlung des Landes Baden-Württemberg auch die Impfung von Unter-60-jährigen mit AstraZeneca Vaxzevria® umfasst.

Für die „Staatshaftung“ nach dem Infektionsschutzgesetz kommt es auf diese Empfehlung des Landes an. Daher kann diese „Staatshaftung“ nun also – vorbehaltlich der Einzelfallentscheidung – auch eintreten, wenn unter-60-jährige Personen, die mit AstraZeneca geimpft wurden, einen Impfschaden erleiden. Das gilt gleichermaßen für Erst- und Zweitimpfung.

Ja, nach der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums dürfen alle Vertragsärztinnen und Vertragsärzte impfen und in ihrer Apotheke Impfstoff bestellen. Es gibt keine Einschränkungen.

Nein. Ihre COVID-Impfstoff-Bestellung ist verbindlich und nicht stornierbar. Die Corona-Impfstoffe sind Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. Um eine gerechte und geregelte Zuteilung zu ermöglichen, liefern Apotheken gleichmäßige Bestellmengen. Eine impfstoffspezfische Bestellung ist möglich.

Ab sofort erhalten Praxen mit der Impfstofflieferung fertige Klebeetiketten für die Dokumentation im Impfausweis ihrer Patienten. Sowohl BioNTech als auch AstraZeneca werden Aufkleber bereitstellen. Die Auslieferung erfolgt über die Apotheken zusammen mit dem Impfstoff. Auf den Etiketten ist dann auch die Chargennummer aufgedruckt; die Sticker müssen somit nur noch im Impfausweis oder in der Ersatzbescheinigung aufgeklebt werden.

Grundsätzlich ist es aber auch zulässig, die Impfung einschließlich der Chargennummer von Hand im Impfpass zu dokumentieren. Der Aufkleber ist nicht zwingend vorgeschrieben.

Nein. Die nationale Teststrategie zielt auf symptomfreie Kontakt­personen. In einem solchen Fall ist der Test zwar nicht kurativ nach EBM abrechenbar, Sie können ihn jedoch auf dem Boden der Testverordnung (TestV) über die GOP 99531 erbringen und abrechnen. Wenn das Resultat schnell gebraucht wird, ist statt des empfohlenen PCR-Tests auch ein Antigen-Labortest oder Antigen-Schnelltest (PoC-Test) möglich (PoC-Test): GOP 88312 und Euro-Betrag für die Sachkosten).

Wer als Kontaktperson im Sinne der Testverordnung (TestV) gilt, ist in § 2 definiert.

Vertragsärzte können selbst feststellen, wer die Kontaktpersonen ihrer eigenen COVID-19-Patienten sind, und diese ebenfalls testen.

Das Robert Koch-Institut hat aufgrund der erhöhten Infektiosität der SARS-CoV-2-Virusvariante B.1.1.7 die Definition enger Kontaktpersonen von bestätigten COVID-19-Fällen am 13. April 2021 verschärft.

Bei asymptomatischen Testungen gilt die Coronavirus-Testverordnung (TestV). Dort ist der voraussetzungslose Anspruch auf Bürgertestung nach § 4a TestV geregelt. Somit steht jedem ein kostenloser Schnelltest (PoC-Antigen-Test) zu.

Bei Reiserückkehrern aus Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten und Kontaktpersonen der Kategorie I ist keine vorzeitige Beendigung der Quarantäne möglich. Nur bei Einreise aus „normalen" Risikogebieten lässt sich die Quarantäne mit einem negativen Testergebnis frühestens am fünften Tag nach Einreise verkürzen.

Vertragsarztpraxen rechnen über die TestV-GOP 99531 für den Abstrich ab. Die Zeugnisausstellung gehört dabei zum Leistungsinhalt.

Zu wenig gemeldete Impfungen oder vergessene Meldungen reichen Sie bitte mit Ihrer nächsten Tagesmeldung an das RKI nach (einfach aufsummieren). Falls Sie versehentlich zu viele durchgeführte Impfungen gemeldet haben, ziehen Sie diese von Ihrer nächsten Tagesmeldung ab.

Nein, auch nicht mit Mengenbegrenzung.

Von den Kostenträgern wird dies mit folgenden Argumenten begründet:

  • deutlich höhere Kosten als bei Adrenalin-Ampullen
  • relativ kurze Haltbarkeit der Autoinjektoren (20 bis 24 Monate)
  • die zusätzliche Zeit für das Öffnen einer Glasampulle und das Aufziehen der Spritze sei nicht ausschlaggebend, da der Wirkeintritt nach i.v.-Applikation rascher ist
  • auf dem Markt befindet sich eine Ampulle, die laut Fachinformation auch unverdünnt intramuskulär verabreicht werden darf.

Adrenalin-Autoinjektoren können dennoch für einen möglichen Notfall in der Praxis vorgehalten werden. Falls ein Autoinjektor im Notfall eingesetzt werden muss, kann dieser nachträglich auf Namen des Patienten verordnet werden. Nicht genutzte Autoinjektoren bleiben also Sache des Arztes.

Direktkontakt

Auskunft zu Sprechstundenbedarf
0711 7875-3660
  • Mo – Fr: 8 – 16 Uhr

Bevor Impfstoff liegen bleibt, erlaubt die CoronaImpfV, dass Sie von der Priorisierungsreihenfolge abweichen, wenn dies für eine zeitnahe Verwendung vorhandener Impfstoffe notwendig ist – insbesondere um einen Verwurf von Impfstoffen zu vermeiden.

Grundsätzlich kann der Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca ungeöffnet und bei eingehaltener Kühlkette (2 – 8 °C) 6 Monate im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sobald die erste Dosis aus einem Vial entnommen wurde, kann die angebrochene Durchstechflasche noch 48 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Sobald die erste Dosis aus einem Vial entnommen wurde, kann die angebrochene Durchstechflasche nach Angaben in der Fachinformation noch 48 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt und verwendet werden.

Ja, das dürfen Sie. Die Corona-Impfung unterliegt nicht den vertragsarztrechtlichen Vorschriften. Wegen der Zuteilungsgerechtigkeit erfolgt zwar die Bestellung des Impfstoffs je Arzt getrennt mit dessen lebenslanger Arztnummer (LANR) auf dessen Rezept. Es ist Ihnen jedoch freigestellt, wer innerhalb der Praxis (BAG/MVZ) impft und dokumentiert.

Die tägliche Schnell-Dokumentation der Corona Impfungen (ImpfDoku) lässt sich nur im Sicheren Netz der KVen (SNK) aufrufen. Der Link über die Aktionskachel im Mitgliederportal funktioniert nur auf Rechnern mit SNK-Zugang. 

Zum Test können Sie die Kachel „KBV Online EBM“ anklicken. Scheitert der Aufruf auch hier, scheint nur das KVBW-Mitgliederportal, nicht aber das komplette SNK bei Ihnen freigeschaltet zu sein.

Falls Sie über den Konnektor an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sind und die Impfdoku dennoch nicht erreichbar ist, sollten Sie sicherstellen, dass in der Management-Oberfläche des Konnektors die Option „Bestandsnetz“ aktiviert ist (mehr dazu im Handbuch des jeweiligen Konnektorherstellers oder bei Ihrem TI-Anbieter).

Falls Sie über einen KV-Ident Plus Token und die Software Citrix Netscaler verfügen, können Sie unser Mitgliederportal und die KBV-Impfdoku im SNK alternativ über diesen Weg erreichen (mehr erfahren »).

Nein. Wenn Sie einen Arzt in Ihrer Praxis beschäftigen, der ausschließlich für Corona-Schutzimpfungen eingesetzt wird, benötigen Sie hierfür keine Genehmigung der KV. Die Corona-Schutzimpfungen richten sich nach der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV); hier befinden wir uns nicht im Bereich der vertragsärztlichen Versorgung. Beispielsweise könnte auch ein ehemaliger Praxisinhaber bei den Corona-Impfungen ohne Weiteres unterstützen.

Soll der Impf-Assistent darüber hinaus Patienten behandeln, ist diese Tätigkeit zwingend vor Tätigkeitsbeginn durch die KVBW zu genehmigen. Sobald der Arzt im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung tätig wird, gelten die Voraussetzungen für einen Arzt zur Sicherstellung (Entlastungsassistent / Sicherstellungsassistent).

Sie sind in beiden Fällen verpflichtet, sich von der fachlichen Befähigung des Impf-Assistenten zu überzeugen.

Impfstoffbestellung an vertragsärztliche LANR geknüpft

Hinweis: Voraussetzung für die Bestellung des Impfstoffes ist, dass der Arzt über eigene Rezepte (Muster 16) mit seiner LANR verfügt. Beschäftigte, die keine eigenen Rezepte haben, verwenden Rezepte des Vertragsarztes, bei dem sie tätig sind ‒ mit dessen LANR und BSNR) und können selbst keinen (zusätzlichen) COVID-19-Impfstoff bestellen. Dokumentation und Abrechnung erfolgt im Namen und über die LANR des anstellenden Vertragsarztes.

Beim Entlassmanagement nach bestätigter SARS-CoV-2-Infektion handelt es sich um einen kurativen Sachverhalt. Es gilt somit die Abrechnung nach EBM (Abstrich-GOP 02402).

Das bedeutet, dass hier ausschließlich ein Labortest (Laborauftrag Muster 10 C, PCR: GOP 32816 oder Antigentest: 32779) möglich ist, kein Schnelltest!

Sie als Arzt entscheiden, ob Sie eine weitere Testung für erforderlich halten. Sofern Sie sich dabei an den RKI-Kriterien orientieren, zahlt die Krankenkasse den Test.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt jetzt bei allen SARS-CoV-2-Infizierten eine 14-tägige Isolierungsdauer und eine abschließende Diagnostik vor Entisolierung – unabhängig von Schwere der Erkrankung, Hospitalisierung und Alter.

Damit reagiert das RKI auf die inzwischen vorherrschenden Verbreitung der Variante B.1.1.7.

Ein Arbeitskreis von Experten vereinbarte Ende März 2021 im Rahmen einer Bund-Länder-Empfehlung vereinfachte Regeln zum Umgang mit Abfällen aus Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19. Demnach ist sicherzustellen, dass die Abfälle: 

  • in zwei ineinander gestellten reißfesten, feuchtigkeitsbeständigen und dichten Behältnissen (z. B. dickwandige Müllsäcke) gesammelt werden, 
  • weitgehend frei von Flüssigkeiten der Sammlung zugeführt werden, da größere Mengen an Flüssigkeiten grundsätzlich nicht über den Siedlungsabfall entsorgt werden dürfen, 
  • soweit Restmengen an Flüssigkeiten enthalten sind, durch Zugabe von saugfähigem Material (z. B. Zellstoff, Mull, Papier, sonstige aufsaugende und flüssigkeitsbindende Stoffe) das Auftreten freier Flüssigkeit in den Sammelbehältnissen verhindert wird und 
  • ohne weitere Verdichtung (Pressen) auf direktem Weg einer Abfallverbrennungsanlage zugeführt werden. Dann können diese gemeinsam mit Restabfällen aus den Haushalten entsorgt werden. Es wird empfohlen, vor der ersten Entsorgung mit dem Entsorger etwaige Anforderung (z. B. an die Bereitstellung) zu klären.

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist darauf hin: 

  • Bei der Behandlung von Patienten, die an COVID-19 erkrankt sind oder die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, fällt also nicht regelhaft Abfall mit Abfallschlüsselnummer ASN 18 01 03 („infektiöser Abfall“) an.
  • Nicht flüssige Abfälle aus der Behandlung von COVID-19-Patienten stellen unter Einhaltung der üblichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes und des Tragens geeigneter persönlicher Schutzausrüstung kein besonderes Infektionsrisiko dar und sind in aller Regel der ASN 18 01 04 zuzuordnen. Die Abfälle sind dabei stets in verschlossenen und reißfesten Plastiksäcken der Abfallsammlung zuzuführen.

Einschränkend gilt weiterhin: 

  • Spitze und scharfe Gegenstände sind wie üblich in standardisierten, bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen (Kanülenabwurfbehälter) zu sammeln und zu verpacken
  • In mikrobiologischen und labormedizinischen Einrichtungen erfolgt dagegen die Entsorgung von diagnostischen Abfällen weiterhin grundsätzlich gemäß LAGA Mitteilung 18 unter Berücksichtigung der TRBA 100 und 250.

Die Abrechnung der Corona-Impfung erfolgt für alle Patienten über die Kassenärztliche Vereinigung. Das gilt auch für Selektivvertragspatienten und Privatpatienten.

Personen ohne Impfausweis erhalten eine Ersatzbescheinigung zur COVID-19-Schutzimpfung. Die Bundesregierung stellt ein Formular dafür zum Download bereit.

Nach der Corona-Impfverordnung, die den Leistungsanspruch für Patienten definiert, soll die Zweitimpfung nach sechs Wochen (BioNTech) bzw. zwölf Wochen (AstraZeneca) durchgeführt werden. Wenn die Impfung nach sechs Wochen (bzw. zwölf Wochen) durchgeführt werden kann, dann muss sie auch zu diesem Zeitpunkt durchgeführt werden.

In begründeten Einzelfällen (z. B. Praxisurlaub) kann von diesem Zeitraum abgewichen werden. Es empfiehlt sich, dabei die Angaben in den Fachinformationen zu berücksichtigen: Für den Impfstoff Comirnaty® von BioNTech wird empfohlen, die zweite Dosis nach drei Wochen zu verabreichen. Für den Impfstoff Vaxzevria® gibt der Hersteller von AstraZeneca einen Zeitraum von 4 bis 12 Wochen für die Zweitimpfung an. Somit wäre der Termin für die Zweitimpfung ggf. vorzuziehen, wenn Sie den Abstand, den die CoronaImpfV vorgibt, nicht einhalten können. Sollte der empfohlene maximale Abstand zwischen der 1. und 2. Impfstoffdosis überschritten worden sein, kann die Impfserie dennoch fortgesetzt werden und muss nicht neu begonnen werden.

Bitte beachten Sie: Die dargestellten Informationen sind eine Momentaufnahme. Die Frage nach den optimalen Impfabständen kann bei Vorliegen neuer Erkenntnisse in Zukunft anders beantwortet werden.

Nein. Bei gesetzlich Versicherten (einschließlich HZV-Versicherten) lesen Sie wie üblich die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ein. Bei privat oder sonstigen Versicherten legen Sie je Patient einen Schein analog eines Ersatzverfahrens mit folgenden Daten an: 

Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS),
VKNR: 48850,
Institutskennzeichen IK: 100048850.

Wenn ausschließlich geimpft wird (inklusive Beratung, ggf. dafür notwendige Untersuchung und Ausstellen des Impfzeugnisses) können keine weiteren Leistungen abgerechnet werden.

Nur wenn zusätzlich auch eine kurative Behandlung erfolgt, können Sie die Versicherten-/Grundpauschale und ggf. weitere notwendige Leistungen abrechnen. Eine entsprechende ICD-Diagnose ist anzugeben. Bei HZV-Versicherten ist die Versichertenpauschale nicht abrechnungsfähig.

Ja, das RKI bietet eine Orientierungshilfe für Ärzte zu Entlassungskriterien aus der Isolierung. Unabhängig von der Schwere der Erkrankung, Hospitalisierung und Alter empfiehlt das RKI eine 14-tägige Isolierungsdauer und ein negatives Test-Resultat vor Entisolierung.  

Apotheken dürfen Privatärzte nicht mit COVID-19-Impfstoffen beliefern. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat in einer Allgemeinverfügung festgelegt, dass Apotheken Impfstoff gegen COVID-19 ausschließlich an bestellende Vertragsarztpraxen abgeben dürfen.

Die Einbeziehung von Privatärzten ohne Beauftragung in die Impfkampagne sieht das BMG im ersten Schritt nicht vor. Die seit 1. April 2021 geltende Corona-Impfverordnung (CoronaImpfV) legt fest: Privatärzte müssen an ein Impfzentrum angegliedert sein, um das Ausstellen von Zeugnissen, Schutzimpfungen, Besuchspauschalen und das Beratungsgespräch nach CoronaImpfV abrechnen zu können. Sie gelten als beauftragt, sobald ihnen vom Bund oder einem Land Impfstoff zur Verfügung gestellt wird (ggf. über ein Impfzentrum).

Bitte wenden Sie sich bei Fragen hierzu an die privatärztlichen Organisationen. Wir als KV stimmen den Bestellprozess und die Dokumentation ans RKI lediglich für unsere eigenen Mitglieder ab, nicht jedoch für Ärzte, die ausschließlich privat tätig sind. 

Die Corona-Impfverordnung (CoronaImpfV) sieht vor, dass beauftragte Privatarztpraxen ärztliche Leistungen im Zusammenhang mit der Corona-Impfverordnung über die Kassenärztliche Vereinigung abrechnen. Die KVBW setzt eine Registrierung als „Arztpraxis“ nach TestV voraus. Sofern Sie als Privatarztpraxis im Auftrag eines Impfzentrums tätig werden, können Sie sich bereits heute in der Online-Anwendung zur TestV dafür bei uns registrieren. Die Vergütung nach ImpfV ist zudem an die Verpflichtung geknüpft, die für das Impf­monitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) erforderlichen Daten zu erheben und zu übermitteln.

Ein Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest besteht über die Bürgertestung nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV): GOP 99531 (Abstrich) + GOP 88312 (Sachkosten Testkit). Dazu müssen keine Bescheinigungen vorgelegt werden. Falls der Schnelltest positiv ausfällt, ist ein PCR-Test nach TestV abrechenbar.

Zum Hintergrund: Laut Corona-Verordnung Absonderung des Landes Baden-Württemberg besteht eine Testpflicht für Haushaltsangehörige einer Person, die als enge Kontaktperson (KP1) eingestuft wurde. Der Test kann frühestens am fünften und muss spätestens am siebten Tag nach Kenntnisnahme der Absonderungspflicht der im Haushalt wohnenden Kontaktperson der Kategorie I durchgeführt werden.

Nur falls die Kontaktperson der Kategorie I selbst zum bestätigten COVID-19-Fall wird, fallen die Haushaltsangehörigen ihrerseits unter die Definition enger Kontaktpersonen, sodass ein PCR-Test nach TestV abrechenbar wäre. Bei negativen KP1 kommt für die Haushaltsangehörigen lediglich ein Bürgertest infrage.

Dokumentieren Sie in der Patientenakte, dass Sie die zu impfende Person aufgeklärt haben und die Person eingewilligt hat. Eine schriftliche Einwilligung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber sinnvoll. Sie können dazu das Aufklärungsmerkblatt bzw. das Muster des RKI für eine Einwilligungserklärung verwenden und unterschreiben lassen. Auch eine formlose Einwilligungserklärung ist möglich.

Bitte verwenden Sie immer die aktuellste Version dieser Unterlagen, da diese Dokumente fortlaufend dem aktuellen Wissensstand angepasst werden.

Im Zusammenhang mit den Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2 hat die KBV den Softwareherstellern am 11. März aktualisierte Stammdateien mit den neuen GOPs und ICD-Codes für das zweite Quartal 2021 zur verpflichtenden Integration in den Praxis­verwaltungs­systemen (PVS) bereitgestellt.

Bitte spielen Sie das neuste Software-Update Ihres PVS-Systems ein, welches neben den neuen Pseudoziffern und ICD-Codes auch das KVDT-Feld 5010 zur Übertragung der Chargennummer bei Corona-Impfungen enthalten sollte.

Steht das Feld auch nach dem Update nicht zur Verfügung, setzen Sie sich bitte mit Ihrem PVS-Hersteller in Verbindung.

Die chemische und physikalische Stabilität während des Gebrauchs, einschließlich des Transports, wurde 6 Stunden lang bei 2 °C bis 30 °C nach Verdünnung in Natriumchlorid-Injektionslösung 0,9 % nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt so zügig wie möglich nach Verdünnung verwendet werden und nach Möglichkeit zwischen 2 und 8 °C aufbewahrt werden. 

Verpacken Sie vorbereitete Spritzen sicher für den Transport, zum Beispiel in einer mobilen Kühlbox. Die Spritzen sollten nicht lose im Transportgefäß liegen und am Umherrollen gehindert werden. Vermeiden Sie starke Erschütterungen. Dies kann den Impfstoff unbrauchbar machen.

Nutzen Sie bitte unbedingt die Schnell-Doku am Ende des Impftages im Mitgliederportal. Hier lassen sich die Angaben einfach erfassen, die das Robert Koch-Institut tagesaktuell für die Beobachtung des Impfgeschehens braucht. Die Daten, die Sie hier melden, belegen, welchen Beitrag die niedergelassenen Praxen für den Impffortschritt leisten und haben damit politisch hohes Gewicht – beispielsweise für die Frage der Impfstoffverteilung zwischen Praxen und Impfzentren.

Diese Angaben sind täglich zu erfassen:

  • die Anzahl der Erstimpfungen je Impfstoff
  • die Anzahl der Abschlussimpfungen je Impfstoff
  • die Anzahl der über 60-Jährigen bei den Erst- und Abschlussimpfungen

Die Eingabe erfolgt ganz simpel über eine „digitale Strichliste“ im KVBW-Mitgliederportal. Diese tägliche Meldung erfolgt pro Praxis, auch wenn dort mehrere Ärzte impfen (z. B. BAG oder MVZ). Es bleibt Ihnen überlassen, ob ein Arzt alle Impfungen eines Tages für die ganze Praxis einträgt oder ob jeder Vertragsarzt, die Impfungen, die unter seiner LANR laufen, selbst erfasst. Im zweiten Fall zählt das System automatisch die unter einer BSNR erfassten Impfungen für die RKI-Meldung zusammen.

Die GOP für die Abrechnung enthält später alle weiteren Informationen für das RKI-Impfmonitoring, sodass Sie Ihrer Dokumentationsverpflichtung laut CoronaImpfV vollumfänglich nachkommen.

Bitte geben Sie für das Rezept zur Bestellung von Corona-Impfstoffen grundsätzlich die IK-Nummer 100038825 des BAS an. Dieser Kostenträger ist bundesweit mit den Apotheken so abgestimmt.

Die IK-Nummer 100048850, die Sie von der Abrechnung der Corona-Tests nach TestV kennen, ist zwar ebenfalls eine korrekte IK-Nummer des BAS, sollte aber im Sinne der Einheitlichkeit nicht für die Impfstoffrezepte benutzt werden.

Ursprünglich waren die beiden Nummern einzelnen Länder-KVen zugeordnet, inzwischen sind jedoch beide bundesweit freigeschaltet. 

Für die Abrechnung können Sie frei wählen, welche der beiden Nummern Sie verwenden. Für die Verordnung nutzen Sie bitte ausschließlich die 3er Nummer.

Nein. Die Corona-Schutzimpfungen richten sich nach der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV); hier befinden wir uns nicht im Bereich der vertragsärztlichen Versorgung. Mithin gelten hier die strengen Vorgaben der Ärzte-Zulassungsverordnung (Ärzte-ZV) bezüglich des Anzeigens ausgelagerter Praxisräume bzw. der Genehmigung von Zweigpraxen nicht.

Rechtlich gesehen ist es nicht notwendig, die Patienten unterschreiben zu lassen, dass sie aufgeklärt wurden bzw. sie die Informationsblätter zur Kenntnis genommen, alles verstanden sowie in die Impfung eingewilligt haben.

Theoretisch genügt es also, die Aufklärung bzw. die Einwilligung des Patienten in der Praxisdokumentation festzuhalten. Aus Haftungsgründen und letztlich zur Beweiserleichterung im Streitfall ist jedoch deutlich zu empfehlen, die Patienten unterschreiben zu lassen, dass sie aufgeklärt wurden bzw. sie den Aufklärungsbogen erhalten, alles verstanden und in die Impfung eingewilligt haben.

Das Aufklärungsmerkblatt und der Anamnesebogen mit der Einwilligungserklärung stehen auf der Homepage des Robert Koch-Instituts (RKI) zum Download zur Verfügung.

Für die Lagerung der Corona-Impfstoffe kann ein haushaltsüblicher Kühlschrank verwendet werden, wenn dieser die folgenden Anforderungen erfüllt: 

  • Betriebstemperatur zwischen +2 °C bis +8 °C,
  • ggf. akustische und/oder optische Warnung bei Temperaturabweichung, 
  • Sicherheitsmechanismus gegen Abkühlen unter 2 °C,
  • in Umgebungstemperaturen von 10 °C bis 35 °C einsetzbar.

Ein spezielles Kühlgerät für Arzneimittel (nach DIN 58345) ist nicht vorgeschrieben. Ein direkter Kontakt der Impfstoffe mit der kühlenden Wand ist zu vermeiden (Gefahr von Frost und Feuchtigkeit). Für die Temperaturkontrolle sind Minimum-Maximum-Thermometer besonders gut geeignet. Diese Thermometer können mechanisch oder elektronisch sein, wobei letztere häufig über eine automatische Aufzeichnung verfügen. Die Thermometer sind in der Mitte des Kühlschranks anzubringen und werden – soweit nicht automatisch erfasst – in regelmäßigen Kontrollrhythmen (z. B. täglich morgens) überprüft und das Ergebnis protokolliert.

Ja, die Begleitdokumentation ist ab dem Ende des Kalenderjahres für drei Jahre aufzubewahren.

Für den Anspruch auf eine bestimmte Liefermenge ist nicht die Betriebs­stätten­nummer (BSNR), sondern die LANR (lebenslangen Arztnummer) der einzelnen Ärzte ausschlaggebend. Jeder impfende Arzt stellt unter Angabe seiner LANR ein gesondertes Rezeptformular (Muster 16) aus. Ärzte, die nicht unter eigener LANR tätig sind (z. B. Weiterbildungsassistent, Sicherstellungsassistent), können keine Impfstoffe bestellen.

Der Kostenträger ist das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit der Kostenträgerkennung IK-Nummer 100038825. 

Für die Verordnung empfehlen wir Ihnen, in Ihrer Praxisverordnungssoftware einen Pseudo-Patienten anzulegen. Sie könnten beispielweise den Namen „Impfung“ und den Vornamen „Corona“ oder „COVID-19“ eingeben. Falls Ihre Software vollständige Angaben benötigt, geben Sie ein fiktives Geburtsdatum, beispielsweise 01.01.2021 ein und als Anschrift Ihre Praxisanschrift.

Ja. Laut Coronavirus-Impfverordnung haben zurzeit Personen der Gruppe 2 mit hoher Priorität Anspruch auf die Impfung gegen das Corona-Virus. 

Dazu gehören Ärzte und sonstiges Praxispersonal mit regelmäßigem Patientenkontakt. Sie haben demzufolge Anspruch auf die Impfung. Sie können diese Impfungen in Ihrer Praxis durchführen. Die dazu notwendigen Impfstoffe bestellen Sie über den vereinbarten Kostenträger.

Im Epidemiologischen Bulletin 12/2021 vom 25. März 2021 schreibt hierzu die STIKO:

„Aufgrund der Immunität nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion und in Anbetracht des weiterhin bestehenden Impfstoffmangels sollten immungesunde Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, nach Ansicht der STIKO zunächst nicht geimpft werden. Die derzeit verfügbaren klinischen und immunologischen Daten belegen eine Schutzwirkung für mindestens 6 bis 8 Monate nach überstandener SARS-CoV-2-Infektion.

Entsprechend sollte frühestens 6 Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung eine COVID-19-Impfung unter Berücksichtigung der Priorisierung erwogen werden. Hierbei reicht eine Impfstoffdosis aus, da sich dadurch bereits hohe Antikörpertiter erzielen lassen, die durch eine 2. Impfstoffdosis nicht weiter gesteigert werden.

Ob und wann später eine 2. COVID-19-Impfung notwendig ist, lässt sich gegenwärtig noch nicht sagen.“

Point-of-care (PoC)-Tests sind keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Getestet wird mit PoC-Antigen-Schnelltests nur, wer keine Symptome hat im Zuge der nationalen Teststrategie.

TestV GOP 99531 (Abstrich) + GOP 88312 (Sachkosten Testkit)

  • Bürgertest ohne jegliche Voraussetzungen
  • Corona-Warn-App meldet Kontakt mit einer infizierten Person (rote Warnung)
  • Kontaktperson einer infizierten Person (festgestellt durch ÖGD oder Arzt) 
  • Personen vor ambulanter OP
  • Personen vor Aufnahme in:
    • Pflegeheim
    • Krankenhaus
    • Rehaeinrichtung etc.
  • Ausbruchsgeschehen (ÖGD ordnet einen Test an)

TestV GOP 88312 (Testkit)

  • Tests für Praxispersonal Arztpraxis oder Psychotherapiepraxis

Keine Abrechnung über die KVBW

  • systematische Testungen in Schulen und Kitas
  • Routinetests, die Unternehmen für ihre Belegschaft oder der Einzelhandel und Restaurants für ihre Kunden anbieten

Bestimmte Einrichtungen können schon seit längerer Zeit Antigen-Schnelltests selbst beschaffen, nutzen und mit uns abrechnen. Das sind z. B. Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen oder Tageskliniken. Tests für Personal, Patienten und Bewohner von Einrichtungen, die laut TestV in Eigenregie testen dürfen, sind nicht für Vertragsärzte abrechenbar.

Ein Schein für alle: Vereinfachte Abrechnung Schnelltests

Falls Sie viele Schnelltests machen, bietet sich die vereinfachte Abrechnung an. Statt einzelne Fälle je getestete Person anzulegen, erfassen Sie die Gesamtanzahl je Quartal unter einem einzigen Pseudofall je Testszenario. Siehe Merkblatt unten.

Mit dem 1. April 2021 endet unser Landesvertrag. Die GOPs 99548 und 99549 (Pauschalen für Schnelltests beim Personal von Schulen und Kindertageseinrichtungen sowie in der Kindertagespflege) sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr gültig. Regelmäßige präventive Corona-Tests in Schulen oder Kindertagesstätten lassen sich nicht über die KV Baden-Württemberg abrechnen.

Ja, Vertragsärzte dürfen die Arbeitsunfähigkeit von Versicherten auch per Videosprechstunde feststellen. Außerdem ist die telefonische AU-Bescheinigung befristet vorerst bis 30. Juni 2021 weiter möglich.

Voraussetzungen für Video-AU

  • Versicherter ist der behandelnden Arztpraxis bekannt
  • Krankheitsbild lässt Untersuchung per Videosprechstunde zu
  • Erstbescheinigung maximal für sieben Kalendertage 
  • Folgekrankschreibung per Video nur zulässig, wenn die vorherige Krankschreibung nach persönlicher Untersuchung ausgestellt wurde.

Ein Anspruch der Versicherten auf eine AU-Bescheinigung per Videosprechstunde besteht jedoch nicht. Hintergrund der Regelung zur Video-AU ist die berufsrechtliche Lockerung des Verbots der ausschließlichen Fernbehandlung (nicht die Corona-Pandemie).

AU-Bescheinigung per Telefon

Die Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit per Telefon für bis zu 7 Kalendertage bei einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege ist befristet bis vorerst 30. Juni 2021 weiter möglich. Der G-BA hat sich aufgrund wieder steigender Corona-Infektionszahlen auf eine erneute Sonderregelung verständigt (mehr erfahren »).

Ja. Die Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit per Telefon für bis zu 7 Kalendertage bei einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege ist befristet bis vorerst 30. Juni 2021 weiter möglich. Der G-BA hat sich aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen auf eine erneute Sonderregelung verständigt. 

Die Kosten für den postalischen Versand der AU-Bescheinigung werden von den Krankenkassen mit 90 Cent übernommen. Rechnen Sie dazu die Pseudo-GOP 88122 für das Porto ab.

Der Bund übernimmt ab dem 8. März 2021 die Kosten für regelmäßige Schnelltests bei jedermann (Bürgertestungen). Alle Vertragsärzte (Haus- und Fachärzte) sind berechtigt, diese Bürgertests (anlasslose Schnelltests für asymptomatische Personen) auf freiwilliger Basis anzubieten und nach Coronavirus-Testverordnung (TestV) über die KVBW abzurechnen. Als Anspruchsnachweis genügt es, wenn derjenige, der getestet werden möchte, glaubhaft dargelegt, dass er in Deutschland seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort hat. Ob und wie derjenige versichert ist, spielt keine Rolle. Mehr erfahren »

Abrechnung über die KV: Nicht-KV-Mitglieder müssen sich registrieren

Sämtliche Anbieter wie Ärzte, Zahnärzte, Testzentren, aber auch Apotheker rechnen die Bürgertests und die Sachkosten nach TestV mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab. Für Nicht-KV-Mitglieder ist eine vorherige Registrierung erforderlich. Mehr Informationen zur Registrierung finden Sie unter www.kvbawue.de/testverordnung.

In der Coronavirus-Testverordnung (TestV) ist geregelt, dass die Kosten für die selbst beschafften Schnelltests in Höhe der Beschaffungskosten, aber höchstens 6 Euro je Test über die KV abgerechnet werden können. Das gilt neben den KVBW-Mitgliedern auch für medizinische Einrichtungen und Heilberufler, die bislang nicht mit uns im Abrechnungs­verkehr stehen (z. B. Krankenhäuser, Rehakliniken oder Vertragszahnarztpraxen).

Ja, folgende Wiederholungen sind möglich:

Einmalige Wiederholung

  • Kontaktpersonen
  • nach Ausbrüchen
  • Personen, die in den besonderen Einrichtungen behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht werden sollen

Mindestens einmal pro Woche

  • anlassloser Bürgertestung

Höchstens 10 Tests je Beschäftigtem im Monat

  • Personal in Arztpraxen und Praxen sonstiger Heilberufe (z. B. Psychotherapie)

Dies gilt nach der Coronavirus-Testverordnung des Bundes­gesundheits­ministeriums (BMG) für

  • Bürger (mindestens einmal wöchentlich)
  • Kontaktpersonen
  • Personal aus Arztpraxis (ausschließlich Sachkosten berechnungsfähig)
  • Personal sonstige Heilberufe z. B. Physio-, Ergo-, Psychotherapie (ausschließlich Sachkosten berechnungsfähig)
  • Patienten vor Operation oder vor Aufnahme in z. B. Klinik, Heim, Reha
  • Personen nach Ausbrüchen in Einrichtungen (z. B. Heim, Sammelunterkunft)

Wie Sie die jeweiligen Leistungen korrekt abrechnen und was bei der Kennzeichnung der Laboraufträge zu beachten ist, hat unsere Abrechnungsberatung für Sie im Merkblatt „asymptomatische Testungen“ zusammengefasst (siehe unten).

Ja. Falls Sie sich und Ihre Beschäftigten regelmäßig testen lassen möchten, können Sie als psychologischer Psychotherapeut laut der aktuellen Coronavirus-Testverordnung (TestV) vom 8. März 2021 jetzt maximal 10 PoC-Antigen-Tests je Mitarbeiter im Monat beschaffen und durchführen sowie die Sachkosten über die GOP 88312 abrechnen – nicht aber den Abstrich. Ein Testkonzept ist dafür nicht notwendig.

Ja. Praxen anderer medizinischer Heilberufe (z. B. nicht-ärztliche Psychotherapie, Physiotherapie, Ergotherapie) dürfen laut der aktuellen Coronavirus-Testverordnung (TestV) vom 8. März 2021 jetzt maximal 10 PoC-Antigen-Tests je Mitarbeiter im Monat beschaffen und durchführen sowie die Sachkosten dafür abrechnen – nicht aber den Abstrich. Ein Testkonzept ist dafür nicht notwendig.

Sofern Sie kein KVBW-Mitglied sind, ist für die Abrechnung eine vorherige Registrierung als externer Leistungserbringer notwendig.

Nein. Die Corona-Impfverordnung (ImpfV) verlangt ein ärztliches Zeugnis.

Die bis zu zwei engen Kontaktpersonen einer Schwangeren werden von der Schwangeren selbst oder von einer sie vertretenden Person als impfberechtigte Kontaktpersonen bestimmt. Für die Bestimmung von Kontaktpersonen ist keine ärztliche Bescheinigung notwendig. Für die Bestätigung der schwangeren Person stellt das Sozialministerium ein eigenes Formular zum Download bereit:

Nachweis:

Die bis zu zwei engen Kontaktpersonen einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person, die das 70. Lebensjahr vollendet hat, oder bei der ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf vorliegt (siehe Sozial­minis­terium BW: Impfberechtigte Personengruppen, Erkrankung nach Nummer 6 oder 7) werden von dieser Person selbst oder von einer sie vertretenden Person als impfberechtigte Kontaktpersonen bestimmt.

Für die Bestimmung von Kontaktpersonen selbst ist keine ärztliche Beschei­ni­gung not­wen­dig. Falls bei einer pflegebedürftigen Person unter 70 Jahren eine Erkrankung nach Nummer 6 und 7 vorliegt, muss diese mit einem ärztlichen Zeugnis nachgewiesen werden, das die impfberechtigten Kontaktpersonen z. B. in Kopie vorlegen. Für die Bestätigung der pflegebedürftigen Person stellt das Sozial­ministerium ein eigenes Formular zum Download bereit:

Nachweis:

Die ärztliche Beurteilung erfolgt durch ein Gremium der Landesärztekammer (LÄK) im Auftrag des Sozialministeriums (gem. § 6 Abs. 6 Corona-ImpfV).

Sofern Sie als behandelnder Arzt keine Impfbescheinigung auf Grundlage der konkret priorisierten Vorerkrankungen ausstellen können (vgl. § 3 Abs. 1 Nr. 2 a-i Corona-ImpfV), aber im Einzelfall dennoch aufgrund besonderer Umstände ein hohes oder sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf bei einer möglichen COVID-19-Erkrankung angenommen werden muss, kann der Patient einen Härtefallantrag beim Sozialministerium stellen.

Diese Anträge auf individuelle ärztliche Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 j) und § 4 Abs. 1 Nr. 2 i) sind unter Vorlage aussagekräftiger ärztlicher Befunde über die bestehende Erkrankung beim Ministerium für Soziales und Integration einzureichen unter der Postanschrift Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, Postfach 103443, 70029 Stuttgart.

Ein Antragsformular steht auf der Homepage des Ministeriums zur Verfügung.

Ja. Baden-Württemberg hat inzwischen die gesamte Prio-2-Gruppe für die Impfungen geöffnet. Damit können alle Ärzte sowie deren Praxisteams unabhängig von ihrer Altersgruppe Impftermine buchen, sofern sie Patientenkontakt haben. Mehr erfahren »

Ja. Das Sozialministerium hat bestätigt, dass alle medizinischen Berufsgruppen mit regelmäßigem unmittelbarem Patientenkontakt ab jetzt impfberechtigt sind. Dazu zählen auch die Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichen­psychotherapeuten unabhängig ihrer Altersgruppe. Sie können dem Impfzentrum durch einen Ausdruck des Eintrags Ihrer Praxis in unserer Arztsuche als Arbeitgeber­bescheinigung in Verbindung mit einem Lichtbildausweis Ihren Impfanspruch nachweisen.

Das Ministerium für Soziales für Soziales und Integration hat ein Formular für die Testbescheinigung entworfen, das Sie nutzen können (unten zum Download).

Das Ausstellen der Bescheinigung ist nicht gesondert berechnungsfähig.

Fällt das Ergebnis bei einem PoC-Antigen-Schnelltest oder einem Selbsttest positiv aus, sollte der Getestete einen Termin für einen PCR-Labortest vereinbaren und sich mindestens bis das Ergebnis vorliegt, in häusliche Isolation begeben. Das jeweilige Gesundheitsamt ist zu informieren. Erster Ansprechpartner für einen Testtermin ist der Hausarzt. Möglichkeiten für Corona-PCR-Tests finden sich außerdem auf unserer Corona-Karte: http://coronakarte.kvbawue.de/.

Je nachdem, wo der PoC-Antigen-Schnelltest stattgefunden hat, besteht gegebenenfalls auch direkt vor Ort die Möglichkeit, eine weitere Probe zur bestätigenden PCR-Labortestung zu entnehmen und einzusenden. Der positiv Getestete sollte sich auch in diesem Fall unmittelbar in häusliche Isolation begeben, bis das endgültige Ergebnis vorliegt.

Die Kosten werden in beiden Fällen übernommen.

Nein. Es ist nicht geplant, dass Praxen PoC-Testkits über die KVBW beziehen. Die Schnelltests aus den Beständen von Bund und Land werden vorrangig an kommunale Testzentren abgegeben. Praxen beschaffen ihre PoC-Antigen-Schnelltests in Eigenregie über Großhandel und Apotheken und refinanzieren sie über die Sachkostenabrechnung mit uns.

Inzwischen ist die vom Bundesgesundheitsminister angekündigte neue Coronavirus-Testverordnung (TestV) mit den Vorgaben zu den Bürgertests veröffentlicht.

PoC-Schnelltests (je nach Sachverhalt der Abstrich und die Kosten für das Testkit) können entsprechend der Voraussetzungen der Testverordnung und der erweiterten Teststrategie des Landes erbracht und auch bei Nicht-GKV-Versicherten über die KVBW abgerechnet werden.

Der Bestätigungs-PCR-Test nach positivem PoC-Schnelltest ist seit 8. März 2021 ebenfalls vom Anspruch nach Testverordnung umfasst. Die Veranlassung erfolgt somit als über Muster OEGD. Abgerechnet wird unabhängig vom Versichertenstatus über die KV mit dem Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) als Kostenträger.

Wenn in diesem Zusammenhang ein Arzt-Patienten-Kontakt stattfindet, können ggf. weitere Leistungen abgerechnet werden, wenn deren Leistungsinhalt gemäß EBM erfüllt ist, beispielsweise:

  • GOP 01434 setzt ein telefonisches Gespräch mit dem Arzt über mindestens 5 Minuten voraus.
  • Versichertenpauschale oder Grundpauschale je nach Fachgruppe setzt voraus, dass der Patient zum Arzt in die Sprechstunde oder Videosprechstunde kommt.

Nein. Zwar wird der Zuschlag für die Buchung über die Terminservicestelle (TSS) im Standardformular der Buchungsbestätigung aufgeführt. Die Abrechnung des TSS-Zuschlags ist in diesen Fällen jedoch nicht korrekt, da es sich bei Tests im Zuge der Teststrategie nicht um GKV-Fälle handelt und auch keine Versicherten- / Grundpauschale abgerechnet werden kann.

Es handelt sich um keine abrechnungsfähige Leistung.

Impfpässe können Praxen in Baden-Württemberg beim Kohlhammer Verlag bestellen.

Bitte tragen Sie Ihre geleisteten Arbeitsstunden im Online-Abrechnungsportal für Impfärzte ein. Wählen Sie dort „Impfzentrum, Gutachtertätigkeit Landesärztekammer“ aus und geben Sie unter „Impfarzt“ die Stunden an, die Sie am betreffenden Tag als Gutachter tätig waren. Eine Zusammenfassung der Stunden pro Monat ist nicht zulässig.

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Ja. Die Corona-ImpfV lässt ausdrücklich zu, Atteste bei Vorerkrankungen nach telefonischer Anforderung per Post zu versenden, wenn der Anspruchsberechtigte aufgrund früherer Behandlung dem Arzt unmittelbar persönlich bekannt ist.

Dabei ist es möglich, diese Leistung über die Quartalsabrechnung, aber ohne Personenbezug anzusetzen. Sie können sämtliche erbrachten Leistungen nach den Abrechnungsnummern 88320 und 88321 auf einem einzigen Sammelschein (ambulante Behandlung) mit Multiplikator abrechnen. Das gilt auch für Privat­versicherte, Selektivpatienten und Sonstige Kostenträger.

Nein. Als KVBW-Mitglied weisen Sie Ihren Anspruch über Ihren Arztausweis (bzw. Lichtbildausweis bei Psychotherapeuten) in Verbindung mit einem Ausdruck aus unserer Arztsuche nach. Das gilt als „Bescheinigung der Einrichtung bzw. des Unternehmens“/Arbeitgeberbescheinigung im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV). Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten mit Patientenkontakt genießen hohe Impf-Priorität (Gruppe 2). Inzwischen haben auch die über 65-Jährigen aus dieser Gruppe Anspruch auf einen Impftermin in Baden-Württemberg.

Übersichtlicher Ausdruck Ihres Praxiseintrags in unserer Arztsuche:

  1. Praxis in der Arztsuche suchen
  2. Auswahlhäkchen in der Trefferliste setzen
  3. Schaltfläche PDF Detail drücken
  4. PDF ausdrucken
Ausdruck optimieren über die Funktion PDF Detail

Zusatzhinweise für Prio-Gruppe 1

Wenn Sie darüber hinaus Ihre Zugehörigkeit zu Prio-Gruppe 1 belegen möchten, ist ggf. zusätzlich eine Bescheinigung eines Pflegeheims bzw. Auszug aus dem Dienstplanungsprogramm BD-Online erforderlich  (Corona-Impfung Medizinberufe Sozialminister LuchaKonkretisierung § 2 CoronaImpfV).

Wegen des Impfstoffmangels ist die Prio-1-Einstufung für die ärztlichen Bereitschaftsdienst tätigen Ärzte auf diejenigen eingegrenzt, die im Zeitraum bis 30. April 2021 zum Notfalldienst eingeteilt sind. Das können Sie über einen Auszug (z. B. Screenshot) aus der Dienstplan-Software BD-Online nachweisen.

Bitte nutzen Sie die offizielle Arbeitgeberbescheinigung zum Nachweis einer Impfberechtigung Prio 1 & 2 des Landes Baden-Württemberg. Diese ausgefüllte, unterzeichnete und gestempelte Bescheinigung ist im Original mit zum Impftermin zu bringen. Das gilt als „Bescheinigung der Einrichtung bzw. des Unternehmens“ im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV). Außerdem ist ein Lichtbildausweis mitzubringen.

Der Auftrag für die zusätzliche Varianten-PCR muss von Ihnen als Einsender kommen, wenn Sie einen „normalen“ PCR-Test beauftragen. Eine spezifische Form der Beauftragung gibt es nicht. Bitte klären Sie mit Ihrem Labor, wie Sie die variantenspezifische PCR-Testung konkret beauftragen (z. B. Vermerk „ggf. variantenspezifische Zusatztestung“ auf dem Laborauftrag).

Durch die Abrechnung der Pseudo-GOP 88220 erfolgen Abschläge auf die Versicherten- oder Grund- bzw. Konsiliarpauschale. Zudem dürfen nicht alle Leistungen und Zuschläge im Rahmen der Videosprechstunde erbracht und abgerechnet werden. Die 88220 ist daher nur in Behandlungsfällen abzurechnen, in denen ausschließlich Arzt-Patienten-Kontakte per Videosprechstunde stattgefunden haben.

Denken Sie daran, die ggf. beim Kontakt per Videosprechstunde eingetragene Kennzeichnungs-GOP 88220 wieder aus der Abrechnung zu löschen, sobald der Patient im gleichen Quartal noch persönlich in die Praxis kommt, um Honorareinbußen zu vermeiden. Sollte ein solcher Fall dennoch mit der GOP 88220 gekennzeichnet sein, und es wurden Leistungen durch die KV gestrichen, können Sie die Streichung der GOP 88220 nachträglich über die sogenannte Fax-Rückmeldung beantragen.

Über das Online-Abrechnungsportal der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg können Sie als Apotheker die Sachkosten der Antigen-Schnelltests (PoC-Tests) in Höhe von bis zu 6 Euro je Testkit sowie die erbrachten Leistungen zu 12 Euro je Abstrich abrechnen, sofern Sie Tests laut Coronavirus-Testverordnung (TestV) durchführen.

Alles was Sie zur Abrechnung über die KVBW wissen müssen und die Möglichkeit zur Registrierung finden Sie unter TestV Abrechnung Nicht-KV-Mitglieder »

Achtung abweichender Kostenträger: Schnelltests, die Apotheken im Zuge der erweiterten Teststrategie des Landes Baden-Württemberg erbringen, sind nicht über die KV abrechenbar! Für präventive Testungen bei Lehrern und sonstigen Beschäftigten an Schulen, Kitas und in der Kindertagespflege auf Berechtigungs­schein oder als systematische Testungen in Schulen oder Kitas übernimmt das Land die anfallenden Kosten, nicht der Bund. Diese Tests können Sie nicht mit der KV abrechnen.

Nein. Fremde Dienste unter der eigenen Zugangskennung zu erfassen, ist nicht zulässig. Jeder muss mit seinem eigenen Benutzernamen und Kennwort angemeldet sein, um seine Dienststunden unter Angabe von Tag und Impfzentrum online zu erfassen.

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Bitte rechnen Sie ausschließlich online ab und senden Sie keine Rechnungen oder Dienstpläne unaufgefordert an die KV.

Mit der Einreichung der Leistungen im Abrechnungsportal für Impfärzte erklären Sie, dass Sie die abgerechneten Stunden im Auftrag des jeweiligen Impfzentrums erbracht haben. Für die Richtigkeit der Angaben tragen Sie persönlich die Verantwortung. Wir behalten uns vor, die abgerechneten Leistungen zu überprüfen und zur Aufklärung der Sachverhalte einen Nachweis einzufordern.

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Das setzt voraus, dass es mit dem jeweiligen Impfzentrum abgestimmt war, dass Sie eine MFA zu Ihrer Entlastung mitbringen. Das betrifft insbesondere den Einsatz in mobilen Impfteams in Pflegeheimen.

Die Betreiber der Impfzentren planen und vergüten das dort eingesetzte nicht-ärztliche Medizinpersonal normalerweise selbst. Es ist nicht zulässig, unabgesprochen eigenes Praxispersonal zum Impfarzt-Einsatz mitzubringen und später abzurechnen.

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Nein, das ist nicht zulässig. Die vertraglichen Vorgaben verlangen, dass Sie jeden Tag, an dem Sie für die Corona-Impf-Kampagne des Landes Baden-Württemberg tätig waren, einzeln abrechnen.

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Bitte tragen Sie Ihre geleisteten Arbeitsstunden im Online-Abrechnungsportal für Impfärzte ein. Wählen Sie dort „Impfzentrum, Impf-Hotline der Landesärztekammer BW“ aus und geben Sie unter „Impfarzt“ die Stunden an, die Sie am betreffenden Tag in der Telefonberatung tätig waren. Eine Zusammenfassung der Stunden pro Monat ist nicht zulässig.

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Die Mobilen Impfteams (MIT) sind immer an die jeweiligen Impfzentren angedockt. Wenn Sie ein solches Impfteam unterstützt haben, wählen Sie das zugehörige Impfzentrum aus. Falls Sie mittelbar über das Pflegeheim den Auftrag erhalten haben, die im Vorfeld der Corona-Impfung erforderlichen ärztlichen Leistungen zu übernehmen, erkundigen Sie sich beim Heim, zu welchem Impfzentrum das dort eingesetzte Impfteam gehört. In den meisten Fällen wird es das regional nächstgelegene Zentrale Impfzentrum (ZIZ) sein.

Alle Personen mit respiratorischen und ggf. weiteren Symptomen können potenziell an COVID-19 erkrankt sein und sollten den empfohlenen Verhaltensregeln folgen (z. B. Selbstisolierung).

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat sein Testkriterium 5 zuletzt wieder auf sämtliche Patienten mit akuten respiratorischen Beschwerden jeder Schwere erweitert: RKI-Flussschema 

Sollte eine Person akute respiratorische Symptome haben, wird auch ohne Vorliegen eines Testergebnisses eine häusliche Isolierung empfohlen (für 5 Tage UND mindestens 48 Std. Symptomfreiheit), unabhängig vom Ergebnis eines Antigentests auf SARS-CoV-2.

Teststrategie für asymptomatische Personen bleibt

Auf der Grundlage der Corona-Testverordnung (TestV) des BMG können – über die RKI-Empfehlungen hinaus – auch Testungen bei bestimmten asymptomatischen Personen(gruppen) durchgeführt werden: Mehr erfahren ».

Wenn Sie als Impfarzt für die Corona-Impfzentren bzw. die mobilen Impfteams des Landes Baden-Württemberg gearbeitet haben, zahlen wir Ihnen die Gelder aus, die Ihnen dafür zustehen. Wir haben ein eigenes Online-Abrechnungsportal für diesen Zweck eingerichtet. Den Aufruf dieser Online-Anwendung und alles, was Sie zur Zahlungsabwicklung wissen müssen, finden Sie hier:

Falls Sie derzeit keinen aktiven Status im Arztregister der KVBW haben, müssen Sie sich zunächst neu zur Abrechnung als Impfarzt bei unserem Arztregister registrieren. Nutzen Sie dazu bitte dieses Formular:
Registrierung zur Abrechnung als Impfarzt. Wir senden Ihnen dann eine BSNR, mit der Sie Ihre Impfarzt-Dienste abrechnen können.

Die alten Benutzerkennung aus Ihrer Zeit als Vertragsarzt können Sie weiterverwenden, daneben benötigen Sie allerdings auch eine aktive BSNR.

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Der Übertragungsweg des Coronavirus SARS-CoV-2 über Tröpfchen und Aerosole in der Raumluft rückt immer stärker in den Fokus epidemiologischer Untersuchungen. Das Hygieneteam der KVBW hat daher aktuelle Hinweise zum wirksamen Lüften als bedeutsame Schutzmaßnahme vor Coronavirus-Infektionen in Innenräumen in einem Überblickartikel für Sie zusammengestellt.

Die wichtigste Maßnahme: Zufuhr von Frischluft. Dadurch sinkt die Zahl der Krankheitserreger in der Luft; die Infektionsgefahr verringert sich durch Verdünnungseffekt.

Ja. Mobilitätseingeschränkte Patienten, die nicht selbstständig zu einem der Impfzentren gelangen oder durch ein mobiles Impfteam die Corona-Schutzimpfung erhalten können, haben Anspruch auf die Verordnung einer Krankenfahrt zum Impfzentrum. Die gesetzlichen Krankenkassen und das Sozialministerium in Baden-Württemberg haben sich auf eine entsprechende Regelung zur Kostenübernahme geeinigt.

Grundsätzlich sollte eine ärztliche Verordnung vorliegen (Muster 4: Verordnung einer Krankenbeförderung), die beim Hausarzt auch telefonisch erfragt werden kann.

Auf einen Blick: Verordnung von Krankenfahrten

Wer hat einen Anspruch auf Krankenfahrten zum Impfzentrum?

  1. Die Corona-Schutzimpfung kann nicht durch ein mobiles Impfteam oder durch anderweitige Maß­nahmen des jeweiligen Bundeslandes (wie zum Beispiel Impfbusse) sichergestellt werden.
  2. Es muss eine Mobilitätsbeeinträchtigung vorliegen:
    • Schwerbehinderte, deren Schwerbehindertenausweis ein Merkzeichen „aG” für außergewöhnliche Gehbehinderung, „Bl” für Blindheit oder „H” für Hilflosigkeit enthält
    • Pflegebedürftige, deren Pflegebescheid Pflegegrad 4 oder 5 ausweist, sowie Pflegebedürftige mit dem Pflegegrad 3, wenn bei ihnen eine dauerhafte Mobilitätsbeeinträchtigung vorliegt

Welches Formular wird für die Verordnung verwendet?

  • Muster 4 (Verordnung einer Krankenbeförderung)

Welches Verkehrsmittel ist verordnungsfähig? Müssen Zuzahlungen geleistet werden?

  • Verordnungsfähig sind Fahrten mit Taxi oder Krankentransportwagen. Die Verordnungen von Taxifahrten sind nicht genehmigungspflichtig. Ist für die Fahrt ins Impfzentrum jedoch ein Krankentransportwagen notwendig, muss die Verordnung vor Fahrtantritt der zuständigen Krankenkasse zur Genehmigung vorgelegt werden.
  • Die Zuzahlung beträgt zehn Prozent der Taxikosten, mindestens jedoch fünf Euro und höchstens zehn Euro – pro Fahrt (Hin- und Rückfahrt).

Können auch Begleitpersonen die Fahrt übernehmen und sich die Kosten erstat­ten lassen?

  • Für Fahrten mit einem Privatfahrzeug oder öffentlichen Verkehrsmitteln kann keine Verordnung auf Muster 4 ausgestellt werden. In diesem Fall sollten Versicherte Rücksprache mit ihrer Krankenkasse hal­ten, ob trotzdem eine Kostenerstattung möglich ist.

Kann die Verordnung zur Krankenbeförderung (Muster 4) auch nach telefonischer Konsultation ausgestellt und per Post verschickt werden?

  • Ja, das Porto kann über die Pseudo-Gebührenordnungsposition 88122 (90 Cent) abgerechnet werden.

Es gilt eine verschärfte Maskenpflicht in Baden-Württemberg, die auch in Arztpraxen und psychotherapeutischen Praxen greift. Hier muss künftig eine medizinische Maske, statt der bisherigen „Alltagsmaske“ getragen werden.

Unter medizinischen Masken sind OP-Masken (DIN EN 14683:2019-10) oder FFP2 (DIN EN 149:2001) respektive Masken der Normen KN95/N95 zu verstehen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre dürfen weiter Alltagsmasken tragen. Kinder bis einschließlich 5 Jahre sind weiter von der Maskenpflicht ausgenommen. Der Zutritt zu Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern ist nur mit FFP2-Maske bzw. KN95- oder N95-Masken erlaubt.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) liefert eine praktische Übersicht über die verschiedenen Arten von Masken und Atemschutz, deren Schutzniveau und Einsatzbereiche in der Arbeitswelt im Zusammenhang mit SARS-CoV-2.  Zum 22. Januar 2021 ist eine aktualisierte Version erschienen. Darin ist das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen (MNB) und von FFP1-Masken für Beschäftigte im Gesundheitswesen gestrichen.

Die Regelungen und ihre Geltungsdauer haben wir für Sie auf einer eigenen Unterseite aufgelistet: Sonderregelungen

Die KBV hat eine thematisch geordnete Übersicht zu den Sonderregelungen für die ambulante Versorgung, die bundesweit gelten, zusammengestellt. Hier werden die einzelnen Regelungen kurz erläutert. Die Übersicht wird stetig aktualisiert.

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Die von den Kassenverbänden auf Bundesebene und dem GKV-Spitzenverband eingeführten Corona-Sonderregelungen im Verordnungsbereich wurden verlängert.

Corona-Sonderregelungen

  • GKV-Patienten haben weiterhin bis zu 28 Tagen nach Verordnung Zeit, eine Heilmittelbehandlung zu beginnen. Das gilt ab 2021 regulär im Zuge der Heilmittel-Reform. Wird die Behandlung länger als 14 Tage unterbrochen, verliert die Verordnung nicht ihre Gültigkeit. Diese Sonderregelung gilt bis 31. März 2021.
  • Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren, zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen bei nachweislich COVID-19-Erkrankten und bei Personen, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, müssen weiterhin nicht von der Krankenkasse genehmigt werden. Dabei handelt es sich nicht um Krankenfahrten im Taxi, sondern um Fahrten im Krankentransportwagen. Diese Corona-Sonderregelung gilt, solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt (längstens bis 31. März 2021).

Sie können mit diesem Formular Zweitkonto Impfarzt für Vertragsärzte eine abweichende Bankverbindung für Ihre Tätigkeit als Impfarzt angeben. Unser Arztregister teilt Ihnen dann eine separate Nummer (BSNR) für Ihre Impfarzt-Tätigkeit mit. Wenn Sie Ihre Stunden im KVBW-Online-Abrechnungsportal für Impfärzte eintragen, wählen Sie diese neue Impfarzt-BSNR aus statt Ihrer vertragsärztlichen BSNR. Dann taucht die Zahlung weder in Ihrem Honorarbescheid noch auf dem Vertragsarztkonto Ihrer BAG auf, sondern auf Ihrem persönlichen Zweitkonto als Impfarzt.

Angestellte, MVZ-Ärzte, Ermächtigte etc. können ebenfalls dieses Formular nutzen, wenn sie ihre Impfarzt-Tätigkeit nicht über das Konto bzw. den Honorarbescheid ihrer vertragsärztlichen Betriebsstätte, sondern über ein eigenes Konto laufen lassen möchten.

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Es gibt nur sehr wenige Menschen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können. Die Entscheidung, ob eine Bescheinigung ausgestellt wird, liegt beim behandelnden Arzt. Bitte beachten Sie die Juristische Darstellung unseres Rechtsbereichs zum Thema.

Hier einige Beispiele: 

  • Wenn Patienten erschwert atmen durch chronische Lungenerkrankungen (z. B. COPD, Asthma bronchiale). Allerdings gehören diese Personen auch zu den Risikogruppen bei COVID-19-Erkrankungen und sollten ganz besonders auf ihre eigene Sicherheit achten, wenn sie ohne Maske unterwegs sind. Gerade schwer Kranke müssen sich selbst schützen, wozu das Tragen einer Maske beitragen kann.
  • Wenn Personen als Begleitpersonen von Schwerhörigen, Gehörlosen oder von Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung unterwegs sind und eine sichere Kommunikation durch eine Mund-Nasen-Bedeckung dieser Begleitpersonen in Frage gestellt ist. 
  • Wenn Patienten unter kognitiven Einschränkungen leiden (z. B. Demenz, geistige Behinderung) und das Tragen von Masken für sie selbst mit erheblichem Stress verbunden ist.

Generell ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie Masken gewissenhaft tragen, um Infektionsrisiken zu begrenzen.

Aus der Corona-Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg (§ 3 Abs. 2) geht hervor, dass für Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aus gesundheitlichen oder sonstigen zwingenden Gründen nicht möglich oder nicht zumutbar ist, keine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht. Die Glaubhaftmachung gesundheitlicher Gründe muss in der Regel durch eine ärztliche Bescheinigung erfolgen. Dabei ist Vorsicht geboten. Bitte beachten Sie die Juristische Darstellung unseres Rechtsbereichs zum Thema.

Da die Pflicht zum Tragen der Masken aus einer Rechtsverordnung der Landesregierung resultiert, kann der Arzt keine Befreiung von dieser Pflicht als solcher aussprechen. Allerdings ist es möglich, dass der Arzt dem Patienten attestiert, dass ihm aus medizinischen Gründen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Sinne der Corona-Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Die gesundheitlichen Gründe müssen glaubhaft gemacht, das heißt, zur Überzeugung des Gegenübers dargelegt werden. Um den Patienten zu erleichtern, die gesundheitlichen Gründe nachvollziehbar darlegen zu können, kann ein Attest konkrete Angaben enthalten, wie sich das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung auf die Krankheit auswirkt. Für solche Angaben im Attest bedarf es in jedem Fall der Einwilligung des Patienten. Das Ausstellen des Attests, die Gründe und die Einwilligung des Patienten sollten aus der Dokumentation in der Patientenakte nachvollziehbar sein.

Folgende Mustervorlage können Sie nutzen:

Nein. Das Formular Muster 21 (landläufig „Kinderkrankenschein“ bzw.  „Kinderkrankmeldung“) darf ausschließlich im Erkrankungsfall des Kindes ausgestellt werden.

Sonderregelung Kinderkrankengeld für das Kalenderjahr 2021

Anspruch auf Kinderkrankengeld haben gesetzlich Versicherte mit einem Kind unter zwölf Jahren oder einem behinderten Kind, wenn sie selbst – also kein anderer im Haushalt – dieses Kind beaufsichtigen, betreuen oder pflegen müssen. Bei weiteren Kindern erhöht sich der Anspruch.

Anspruch pro Elternpaar * / Alleinerziehendem bei

  • 1 Kind: regulär bis zu 20, im Jahr 2021 bis zu 40 Arbeitstage
  • 2 Kindern: regulär bis zu 40, im Jahr 2021 bis zu 80 Arbeitstage
  • 3 Kindern oder mehr: regulär bis zu 50, im Jahr 2021 bis zu 90 Arbeitstage

* bei Elternpaaren, wenn beide gesetzlich krankenversichert sind

Nachweis auf Verlangen der Krankenkasse

  • bei Erkrankung eines Kindes: durch ärztliche Bescheinigung (Muster 21)
  • bei Schließung Schule/Kita ohne Erkrankung des Kindes: durch Bestätigung der Schule oder Kita

Der erweiterte Anspruch auf Kinderkrankengeld wegen der Corona-Pandemie gilt rückwirkend ab 5. Januar und befristet auf 2021. Die gesetzlichen Änderungen im SGB III und SGB V haben Bundestag und Bunderat bereits beschlossen.

Das setzt voraus, dass Sie sämtliche im Vorfeld der Corona-Impfung erforderlichen ärztlichen Leistungen im Auftrag des Mobilen Impfteams (MIT) bei Ihren Patienten im Pflegeheim übernommen haben. Um abrechnen zu können, müssen Sie angeben, welches der Zentralen Impfzentren (ZIZ) bzw. Kreisimpfzentren (KIZ) Ihnen den Auftrag erteilt hat.

Zur Tätigkeit als Impfarzt gehört:

  • Aufklärungsgespräch mit der zu impfenden Person oder deren Betreuer (Impfberatung)
  • Impftauglichkeit prüfen
  • Anamnese und gemeinsames Ausfüllen des Einwilligungsbogens zur Corona-Schutzimpfung anhand der aktuellen Gesundheitssituation
  • Unterschriften einholen

Diese Formulare müssen unterschrieben in der Einrichtung vorliegen:

  • Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung
  • Anamnese-Einwilligungsbogen

Diese Aufklärungs- und Informationsmaterialien der Bundesregierung zur Corona-Schutzimpfung stehen im Internet zum Download zur Verfügung. Sie werden fortlaufend aktualisiert und an den aktuellen Kenntnisstand angepasst.

Es genügt nicht, den Anamnesebögen auf Basis der in der Praxis vorliegenden Patientendokumentation auszufüllen, um Impfarzt-Stunden abrechnen zu können!

Dokumente zum Download

Offizielles Aufklärungsmaterial zur Corona-Schutzimpfung

Nein. Bei Testungen nach Maßgabe der Coronavirus-Testverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit (TestV) ist prinzipiell kein Raum für eine Privatliquidation. Testungen hiernach sind keine originären vertragsärztlichen Leistungen.

GKV-Versicherte haben nach dieser Verordnung aber einen Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoC-2. Die persönlichen Voraussetzungen für diesen Anspruch sind in dieser Verordnung definiert. 

Zur Erbringung der hier beschriebenen Leistungen sind auch Vertragsarztpraxen berechtigt, aber nicht verpflichtet. Wenn ein Patient Anspruch auf Testung nach der Coronavirus-Testverordnung hat und Sie diese anbieten und vornehmen, ist das Verlangen einer Zusatzvergütung ausgeschlossen, auch wenn die in der Verordnung festgelegte Vergütung für Labordiagnostik, Sachkosten und ärztliche Leistungen als unzulänglich angesehen wird.

Bei beihilfeberechtigten Beschäftigten im öffentlichen Dienst bereiten solche ärztlichen Honorarrechnungen besondere Probleme. Testungen auf das SARS-CoV-2-Virus durch Vertragsärzte im Rahmen der Testverordnung sind über die KVBW abrechenbar nach Maßgabe der in der Testverordnung festgelegten Vergütung. Hier ist wie o.a. kein Raum für eine Privatliquidation. Privatrechnungen bzw. Honorarrechnungen für Testungen werden vermehrt zur Erstattung eingereicht. In solchen Fällen erhalten die getesteten Personen jedoch keine Beihilfeerstattung. 

Nein. Wenn das Kind gesund ist, benötigen Eltern keine ärztliche Bescheinigung für den Bezug des Kinderkrankengelds, sondern eine Bestätigung der Schule oder Kita über die Schließung, sofern die Krankenkasse dies verlangt.

Personen, bei denen die Corona-Warn-App ein „erhöhtes Risiko“ meldet, haben ausdrücklich einen Anspruch nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV). Die Beauftragung und Abrechnung dieser Tests erfolgt ab 1. Januar 2021 ausschließlich nach der Testverordnung  (GOP 99531) und nicht mehr nach EBM. Die TestV sieht vor, dass Testungen von symptomfreien GKV- und Nicht-GKV-Versicherten grundsätzlich über die KVen abgerechnet werden.

Die Ausübung beruflicher Tätigkeiten gilt als triftiger Grund zum Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung. Unten finden Sie eine Mustervorlage für einen Passierschein, mit dem Sie Ihren Mitarbeiterinnen bestätigen können, dass sie in einer Praxis angestellt sind und zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung ihren Arbeitsplatz erreichen müssen.

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Genehmigte Leistungen einer Gruppenpsychotherapie können übergangsweise in Einzelpsychotherapie umgewandelt werden, ohne dass hierfür eine gesonderte Antragstellung bei der Krankenkasse oder Begutachtung erfolgen muss. Diese Regelung wurde verlängert bis zum 30. Juni 2021. Die Umwandlung erfolgt über die „Therapieeinheit“ und muss lediglich formlos der Krankenkasse mitgeteilt werden (kein Formular notwendig).

Für je eine Therapieeinheit genehmigte Gruppentherapie (entspricht einer Sitzung mit 100 Minuten) kann bei Bedarf maximal je Patient der Gruppe eine Einzeltherapie (entspricht einer Sitzung mit 50 Minuten) durchgeführt und abgerechnet werden.

Durch die Umwandlung von Gruppen- in Einzelsitzungen können im unmittelbaren persönlichen Kontakt Infektionsrisiken minimiert werden, wenn dies erforderlich ist. Ein weiterer Vorteil: Einzelsitzungen können auch in einer Videosprechstunde durchgeführt werden.

Psychotherapie kann ebenfalls als Videosprechstunde durchgeführt werden, wenn:

  • bereits ein persönlicher Erstkontakt zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung stattgefunden hat und
  • kein unmittelbarer persönlicher Kontakt mit der Patientin oder dem Patienten aus therapeutischer Sicht erforderlich ist.

Nicht jede psychotherapeutische Leistung darf per Video durchgeführt werden. Die Einzelpsychotherapie (nach § 15 Psychotherapie-Richtlinie) und – vorerst bis zum 30. Juni 2021 – auch die psychotherapeutischen Sprechstunden und probatorischen Sitzungen (auch neuropsychologische Therapie) sind über die Videosprechstunde möglich.

Die Psychotherapie kann in Einzelfällen ohne persönlichen Kontakt zwischen Patient und Therapeut beginnen. Die Akutbehandlung sowie die Gruppentherapie ist im Rahmen der Videosprechstunde weiterhin nicht möglich.

Die Begrenzungsregelungen zur Anzahl von ausschließlichen Video-Behandlungsfällen (20 Prozent aller Behandlungsfälle) sowie zur Anzahl der im Rahmen von Videosprechstunden abgerechneten Gebührenordnungspositionen (20 Prozent aller berechneten Gebührenordnungspositionen je Vertragsarzt / Psychotherapeut und Quartal) werden für das 2. , 3. und 4. Quartal 2020 sowie das 1. und 2. Quartal 2021 ausgesetzt.

Die GOP 99529 kann für das ärztliche Gespräch in Zusammenhang mit der Feststellung von Kontaktpersonen nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) ohne anschließenden Abstrich abgerechnet werden.

Die GOP 99529 ist telefonisch erbringbar, aber nicht delegierbar – das Gespräch zur Feststellung der Kontaktperson muss also vom Arzt persönlich geführt werden. Die ICD-Verschlüsselung kann hier mit ICD Z20.8G (Kontakt mit und Exposition gegenüber sonstigen übertragbaren Krankheiten) angegeben werden.

Ja. Vertragszahnarztpraxen können die Schnelltests bei ihren Beschäftigten selbst durchführen und die reinen Materialkosten (maximal 6 Euro je Test) über die KVBW abrechnen.

Die ärztliche Leistung der Abstrichentnahme bei eigenem Praxispersonal ist nicht abrechenbar.

Alles was Sie zur Abrechnung über die KVBW wissen müssen und die Möglichkeit zur Registrierung finden Sie unter TestV Abrechnung Nicht-KV-Mitglieder »

Vertragsärzte können Antigen-Schnelltests bzw. PoC-Tests (Point-of-Care-Tests) für Testungen bei asymptomatischen Personen im Zuge der Teststrategie einsetzen und abrechnen. Testanlässe und Voraussetzungen siehe Merkblatt „asymptomatische Testungen“). Wer möchte, kann die vereinfachte Abrechnung per Sammelschein nutzen.

Die Sachkosten für die POC-Antigen-Tests werden in Höhe der Beschaffungskosten (maximal 6 Euro je Test ab April, GOP 88312) erstattet.

Es dürfen nur Antigen-Testverfahren eingesetzt werden, die auf der Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als Schnelltests laut TestV aufgeführt sind.

Die erhöhten Arbeitsschutzanforderungen bei der Weiterverarbeitung des Abstrichs in der eigenen Arztpraxis sind zu beachten. 

Positive Antigen-Schnelltests müssen durch einen PCR-Test bestätigt werden. Positive Nachweise eines SARS-CoV-2-Erregers sind immer – auch bei Antigen-POC-Tests – namentlich meldepflichtig.

Nicht-KV-Mitglied? 

Um Schnelltests nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) mit der KV abrechnen zu können, ist für Nicht-KV-Mitglieder eine vorherige Registrierung erforderlich. Die Details dazu finden Sie unter www.kvbawue.de/testverordnung.

Vertragsärzte erfassen die Pseudo-GOP 88312 und geben unter dieser Nummer die entstandenen Kosten (max. 6 Euro ab April 2021) im Sachkostenfeld (Feldkennung 5012) an. Fragen hierzu beantwortet Ihr Softwarehaus.

Das Personal in Vertragsarztpraxen kann regelmäßig präventiv getestet werden. Sowohl Antigen-Labortests als auch Antigen-Schnelltests (Point-of-Care-Tests bzw. POC-Tests) sind möglich.

Bei Testung des eigenen Praxispersonals wird der Abstrich nicht vergütet. Dies gilt auch, wenn sich Arztpraxen gegenseitig testen. 

Abrechnung der Kosten für Point-of-Care-Tests (PoC) bei eigenem Praxispersonal im Rahmen eines Testkonzepts der Praxis

Die Abrechnung dieser Kosten erfolgt auf einem „Pseudo“-Abrechnungsfall für das gesamte Quartal mit folgenden Angaben:

Scheinuntergruppe: 00
Kostenträger: Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), VKNR: 48850, IK: 100048850
Nachname: Testung
Vorname: Corona
Geburtsdatum: 01.01.2020
Anschrift: Albstadtweg 11; 70567 Stuttgart
Kodierung: ICD Z02 

Abgerechnet wird unter dem jeweiligen Datum der Testungen für jeden durchgeführten Test die GOP 88312 (mit entsprechendem Multiplikator), ergänzt um die entstandenen Kosten je Test (in Feld 5012) – jedoch höchstens 6 Euro je Test. Die Auftrags-/Leistungsdokumentation sowie die Rechnung über beschaffte PoC-Tests muss nach TestV bis mindestens Ende 2024 aufbewahrt werden (ohne Bezug zum Getesteten).

Welche Tests erstattungsfähig sind, ist auf einer Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu finden (www.bfarm.de/antigentests). 

Positive Nachweise eines SARS-CoV-2-Erregers sind – derzeit auch bei Antigen-POC-Tests – namentlich meldepflichtig. Positive PoC-Test-Ergebnisse müssen dann durch einen PCR-Test bestätigt werden.

In der Quartalsabrechnung kann die Testung unter dem Tagesdatum als Sammelrechnung auf einem „Pseudo“-Abrechnungsfall mit folgenden Angaben erfasst werden:

Scheinuntergruppe: 00
Kostenträger: Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), VKNR: 48850, IK: 100048850
Nachname: Testung
Vorname: Corona
Geburtsdatum: 01.01.2020
Anschrift: Albstadtweg 11; 70567 Stuttgart
Kodierung: ICD Z02

Die Abstrichentnahme wird mit der GOP 99531 (mit Multiplikator entsprechend der Zahl der durchgeführten Abstriche) abgerechnet.

Die Sachkosten werden ebenfalls unter dem jeweiligen Datum der Testungen für jeden durchgeführten Test mit der GOP 88312 (mit entsprechendem Multiplikator) abgerechnet, ergänzt um die entstandenen Kosten je Test (in Feld 5012) – jedoch höchstens 6 Euro je Test. Die Auftrags-/Leistungsdokumentation sowie die Rechnung über beschaffte PoC-Tests muss nach TestV bis mindestens Ende 2024 aufbewahrt werden. 

Die Corona-Testverordnung (TestV) gibt vor, dass nichtärztlich geführte Einrichtungen oder Unternehmen, die selbst präventive Tests bei Beschäftigten und Patienten durchführen möchten, ihr Personal durch einen Arzt in der Anwendung und Auswertung der Antigen-Schnelltests (PoC-Tests) schulen lassen sollen.

Für eine solche Schulung können Sie als Vertragsarzt die GOP 88311 (70 Euro) (höchstens) alle zwei Monate je Einrichtung  abrechnen. Die Abrechnung erfolgt auf einem Pseudo-Fall, in welchem Sie die GOP 88311 unter jedem Datum, an dem Sie eine solche Schulung durchgeführt haben, eintragen. Im Begründungsfeld ist der Name der Einrichtung anzugeben.

Der „Pseudo“-Abrechnungsfall für das gesamte Quartal ist mit folgenden Angaben anzulegen:

Scheinuntergruppe: 00
Kostenträger: Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), VKNR: 48850, IK: 100048850
Nachname: Testung
Vorname: Corona
Geburtsdatum: 01.01.2020
Anschrift: Albstadtweg 11; 70567 Stuttgart
Kodierung: ICD Z02

Ja, die Kennziffer 88240 für die Vergütung von Corona-Leistungen kann in einem solchen Fall angegeben werden. Welcher ICD zusätzlich zur aktuellen Diagnose verschlüsselt wird, sehen Sie in der folgenden Übersicht:

ICD-CodeBeschreibung
U08.9 G

übergangsweise bis 31. Dezember 2020: U07.3 G

COVID-19 in der Eigenanamnese, nicht näher bezeichnet
Verwendung: Ist für Fälle vorgesehen, bei denen eine frühere, bestätigte Coronavirus-19-Krankheit zur Inanspruch­nahme des Gesundheitswesens führt. Die Person leidet nicht mehr an COVID-19.

U09.9 G

übergangsweise bis 31. Dezember 2020: U07.4 G

Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet
Verwendung: Ist für Fälle vorgesehen, bei denen der Zusammenhang eines aktuellen, anderenorts klassifizierten Zustandes mit einer vorausgegangenen COVID-19-Krankheit kodiert werden soll. Die Schlüsselnummer ist nicht zu verwenden, wenn COVID-19 noch vorliegt.

U10.9 G

übergangsweise bis 31. Dezember 2020: U07.5 G

Multisystemisches Entzündungssyndrom in Verbindung mit COVID-19, nicht näher bezeichnet
Verwendung: Ist für Fälle vorgesehen, bei denen ein durch Zytokinfreisetzung bestehendes Entzündungssyndrom in zeitlichem Zusammenhang mit COVID-19 steht.

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Sofern das Testkonzept einer Klinik einen Coronatest vor der Aufnahme verlangt, die Klinik jedoch selbst keine vorstationären Testungen durchführt, können Sie als niedergelassener Vertragsarzt diesen Abstrich vornehmen, Sie sind jedoch nicht dazu verpflichtet. Das heißt: Wer auf Verlangen der Klinik testen will, der darf, wer nicht will oder kann, muss aber nicht. 

Gegebenenfalls ist die Abstrichentnahme mit der GOP 99531 (TestV) abzurechnen (bei POC-Test zuzüglich Sachkosten GOP 88312). 

Zum Hintergrund: Vor einem Krankenhausaufenthalt haben asymptomatische Patienten einen Anspruch auf eine SARS-CoV-2 Testung nach § 4 Abs. 1 Testverordnung (TestV), wenn dies die Klinik im Rahmen ihres einrichtungsbezogenen Testkonzepts (oder der ÖGD) verlangen. Dabei werden gemäß § 26 Abs. 1 KHG Kosten, die den Krankenhäusern für diese Testungen entstehen, mit einem Zusatzentgelt finanziert. Jedoch kann die Klinik nicht zur vorstationären Testung verpflichtet werden. 

Die GOP 32779, 32811 und 32816 belasten den Wirtschaftlichkeitsbonus nicht. Rückwirkend ab 1. Oktober 2020 ist die Kennzeichnung mit der Kennnummer 32006 nicht länger erforderlich.

Laborleistungen nach den Gebührenordnungs­positionen GOP 32779 (SARS-CoV-2-Labor-Antigentest), 32811 (Nukleinsäure­nachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2 aufgrund einer Warnung durch die Corona-Warn-App) und 32816 (Nukleinsäure­nachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2) bleiben bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit der Veranlassung von Laborleistungen grundsätzlich unberücksichtigt.

Hinweis: Die Antikörperbestimmung auf SARS-CoV-2 nach GOP 32641 ist nicht von der Ausnahmeregelung umfasst. Daher belastet die SARS-CoV-2- Antikörper­bestimmung nach GOP 32641 die Laborkosten der Praxis.

Die Abrechnung der GOP 99531 erfolgt bei Privatversicherten, bei Personen, die nicht in Deutschland krankenversichert sind und bei Versicherten sonstiger Kostenträger ohne eGK per Ersatzverfahren.

Der zuständige Kostenträger lautet:

Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS)
VKNR: 48850, IK: 100048850

Folgende Ausnahmen von den Vorgaben der Substitutionstherapie laut BtMVV sind seit dem 22. April 2020 möglich:

Der substituierende Arzt

  • darf trotz fehlender suchtmedizinischer Qualifikation (d. h. im Rahmen der Konsiliarregelung) gleichzeitig mehr als zehn Patienten mit Substitutionsmitteln behandeln,
  • darf auch über die bislang definierten Zeiträume (maximal 4 Wochen am Stück bzw. höchstens insgesamt 12 Wochen im Jahr) hinaus von einem suchtmedizinisch nicht qualifizierten Arzt vertreten werden (sofern es nicht gelingt, einen suchtmedizinisch qualifizierten Arzt als Vertreter zu bestellen),
  • darf Substitutionsmittel im Sichtbezug mit „Z“-Kennzeichnung zur eigenverantwortlichen Einnahme für bis zu sieben aufeinanderfolgende Tage verschreiben (bisher: zwei Tage),
  • darf dem Patienten innerhalb einer Kalenderwoche bis zu vier Verschreibungen (mit „Z“-Kennzeichnung) aushändigen (bisher: maximal eine), jedoch nicht mehr als eine Verschreibung an einem Tag,
  • darf die Verschreibung auch ohne persönliche Konsultation an den Patienten aushändigen,
  • darf, wenn eine Einnahme des Substitutionsmittels unter Beobachtung von medizinischem, pharmazeutischem oder pflegerischem Personal nicht möglich sein sollte, diese Aufgabe auch anderem  Personal (einschließlich volljährige Botendienste der Apotheke) übertragen, nachdem er mit dem ersatzweise eingesetzten Personal eine entsprechende Vereinbarung getroffen hat,
  • darf Substitutionsmittel zur Behebung von Notfällen  – unter Beschränkung auf die erforderliche Menge – auf einer Notfall-Verschreibung (Vermerk „N“) verschreiben. Der Arzt ist weiterhin verpflichtet, unverzüglich die Verschreibung auf einem BtM-Rezept der Apotheke nachzureichen, die die Notfall-Verschreibung beliefert hat.

Gesetzliche Grundlage ist die SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung, die außer Kraft tritt, wenn die Feststellung einer Epidemie aufgehoben wird, ansonsten spätestens mit Ablauf des 30. Juni 2021.

Therapiegespräch per Video und Telefon

Ab 2. November wieder berechnungsfähig ist das therapeutische Gespräch per Telefon im Rahmen der Substitutionsbehandlung von mindestens zehnminütiger Dauer. Es kann über die GOP 01952 abgerechnet werden (vorerst befristet bis 30. Juni 2021). Die Durchführung und Abrechnung des therapeutischen Gesprächs zur Substitutionsbehandlung ist auch im Rahmen der Videosprechstunde möglich.

Wir sehen eine Desinfektion von behandschuhten Händen als kritisch an.

Sowohl die WHO als auch die Kommission für Kranken­haus­hygiene und Infektionsprävention (KRINKO) benennen fünf Indikationen zur Hände­desinfektion, u. a. NACH dem Ausziehen der Handschuhe. Das Tragen von Handschuhen entbindet nicht von der Pflicht, die Hände zu desinfizieren, sondern der Wechsel von medizinischen Untersuchungs­handschuhen macht die Händedesinfektion zwingend erforderlich. 

Nur in ausgewählten Settings

Laut der KRINKO-Empfehlung „Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheits­wesens“ sollen behandschuhte Hände nur in Ausnahmefällen anstelle eines Handschuhwechsels desinfiziert werden, wenn andernfalls der Arbeitsablauf nicht gewährleistet werden kann z. B.

  • in Situationen, in denen ein häufiger Handschuhwechsel erforderlich, aber erfahrungsgemäß schwierig realisierbar ist bzw. der Wechsel zu einer Unterbrechung des Arbeitsflusses führt,
  • bei Tätigkeiten am selben Patienten, aber zwischenzeitlichem Kontakt mit unterschiedlich kontaminierten Körperbereichen, 
  • ggf. auch bei aufeinanderfolgenden Blutentnahmen bei mehreren Patienten (ohne dass weitere kontaminationsträchtige Tätigkeiten erfolgt sind).

Gefahr von Undichtigkeiten

Studien belegen, dass einige medizinische Handschuhfabrikate (die nach EU-Normen chemikalienbeständig sind) mehrmals mit bestimmten Wirkstoffen von Hände­desinfektions­mitteln in einer bestimmten Häufigkeit desinfiziert werden können, ohne dass es dabei zu Undichtigkeiten der Handschuhe kommt. 

Wurde ein Handschuh auf Desinfizierbarkeit (mit deklarierten Mitteln) und Dichtheit reproduzierbar geprüft, ist eine Desinfektion denkbar und kann eine Erleichterung im Praxisalltag darstellen. 

Eine maximale Tragedauer der Handschuhe von 30 min und maximal 5 Desinfektionen der Handschuhflächen darf nicht überschritten werden.

Welches Handschuhfabrikat? Welches Desinfektionsmittel?

Voraussetzungen, die einzuhalten sind:

  • Die Handschuhe müssen chemikalienbeständig gemäß EN 374 sein.
  • Die Handschuhe dürfen nicht sichtbar mit Blut, Sekreten oder Exkreten kontaminiert oder defekt sein.
  • Sowohl der Hersteller der Handschuhe als auch der Hersteller des Händedesinfektionsmittels müssen Angaben zur Kompatibilität der Produkte machen.

Coronavirus in der Risikogruppe 3

Der Erreger SARS-CoV-2 gehört zur Risikogruppe 3 der übertragbaren Krankheiten, woraus entsprechende Schutzmaßnahmen resultieren.

In der aktuellen Corona-Pandemie gilt es, ressourcenschonend mit der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) umzugehen. Vor diesem Hintergrund kann die Überlegung angestellt werden, den Verbrauch von Handschuhen durch eine Desinfektion dieser mit Händedesinfektionsmittel zu minimieren.

Aus den folgenden Gründen sehen wir eine Desinfektion von behandschuhten Händen allerdings als kritisch an:

  • In der derzeitigen Situation gehen wir nicht von einer kontinuierlichen Sicherstellung der Kompatibilität von Handschuhart und Händedesinfektionsmittel aus, weshalb die Desinfektion der Handschuhe möglicherweise zur Personalgefährdung führen kann.
  • In vielen Praxen kommen aktuell Desinfektionsmittel nach der Ausnahmeregelung der BAuA zur Anwendung und nicht ausschließlich VAH-gelistete Mittel, mit der Einwirkdauer von 30 Sekunden.
  • Möglicherweise stellt sich ein Gewöhnungseffekt auch für Zeiten ohne Materialknappheit ein.

Ja, Ärzte können Folgeverordnungen von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln, häuslicher Krankenpflege sowie Krankentransporten auch nach telefonischer Anamnese bzw. Videosprechstunde ausstellen. Voraussetzung ist, dass bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch den Arzt erfolgt ist. Das Rezept kann dann postalisch an den Patienten übermittelt werden.

Gilt für:

  • Folgeverordnungen für Arzneimittel (einschließlich BtM-Rezepte) sowie Verband- und Hilfsmittel (Ausnahme: Seh- und Hörhilfen), die auf Muster 16 verordnet werden,
  • Verordnungen einer Krankenbeförderung (Muster 4),
  • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege (Muster 12),
  • Folgeverordnungen für Heilmittel (Muster 13 Physiotherapie und Podologie, Muster 14 Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Muster 18 Ergotherapie und Ernährungstherapie),
  • Folgeverordnungen für Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) (Muster 63).

Abstriche vor ambulanten Operationen sind im Rahmen eines Testkonzeptes abrechnungsfähig. Lediglich die Koloskopie ist dem ambulanten Operieren zugeordnet, weshalb hier asymptomatische Corona-Testungen vor dem Eingriff möglich sind.

Ja. Die Möglichkeit, Patienten telefonisch zu betreuen, wurde während der Corona-Pandemie für alle Fachgruppen ausgeweitet (Mehr Konsultationen per Telefon wieder möglich »). Für den Postversand von bestimmten Folgeverordnungen und Überweisungsscheinen werden wieder die Portokosten erstattet.

Patienten müssen damit nicht in die Praxis kommen, um sich nur ein Rezept oder eine Verordnung abzuholen. Möglich ist das allerdings nur, wenn der Patient bei dem Arzt in Behandlung ist. (Ausnahme: AU auch bei unbekannten Patienten möglich). In diesem Fall muss die elektronische Gesundheitskarte nicht eingelesen werden: Die Versichertendaten aus der Patientenakte dürfen übernommen werden. 

Für folgende Formulare werden die Portokosten erstattet:

  • AU-Bescheinigungen 
  • Folgeverordnungen von Arzneimitteln (auch BtM-Rezepte) sowie von Verband- und Hilfsmitteln, die auf Muster 16 verordnet werden (somit Ausnahme von Sehhilfen und Hörhilfen)
  • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege (Muster 12) 
  • Folgeverordnungen für Heilmittel (Muster 13 Physiotherapie und Podologie, Muster 14 Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Muster 18 Ergotherapie und Ernährungstherapie)
  • Folgeverordnungen für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV; Muster 63)
  • Überweisungen (Muster 6 und 10) 
  • Verordnung einer Krankenbeförderung (Muster 4) 

Die Versandkosten werden mit der Pseudo-GOP 88122, die mit 90 Cent bewertet ist, abgerechnet. 

Nein. Die Point-of-Care-Tests (PoC-Tests) sind kein Sprechstundenbedarf. Die Sachkosten können bis zu maximal 6 Euro je Test nach Corona-Testverordnung geltend gemacht werden. Bitte verwenden Sie die GOP 88312 mit Angabe der Beschaffungskosten über die Feldkennung 5012 (Kosten).

Nein. Seit dem 15. Oktober 2020 sind Besuche lediglich im Zusammenhang mit einer Erkrankung des Patienten abrechnungsfähig.

Wenn Sie aktuell Bedarf an Schutzausrüstung für Ihre Praxis haben, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular auf dieser Homepage. Wir beliefern Sie dann kostenlos.

Was Sie von uns bekommen:

  • Mund-Nasen-Schutz (MNS)
  • FFP2-Masken
  • Schutzkittel
  • Schutzbrillen
  • ggf. FFP3-Masken

Bitte Desinfektion und Handschuhe wie gewohnt selbst beschaffen und ausreichend einlagern.

Bestellanfrage Schutzausrüstung

Kennzeichnung, Kodierung, Labor und Abrechnung bei Corona

Kodiernummer 88240 zur Kennzeichnung eines Patientenfalles 

Soweit Patienten in der Praxis mit klinischem Verdacht oder nachgewiesener Infektion auf das Coronavirus behandelt werden, ist jeder Behandlungstag des Patienten mit der Kodiernummer 88240 zusätzlich zu den ärztlichen Leistungen zu kennzeichnen.

Nur so ist es möglich, den besonderen Behandlungsbedarf im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krankheit gegenüber den Krankenkassen nachzuweisen und die Erstattung der Behandlungskosten zu bewirken. Nicht nur die Hausarztpraxis, die den Abstrich macht, sollte die 88240 angeben, sondern auch die Laborpraxis, die die Laboruntersuchung abrechnet.

Untersuchungsindikation Coronavirus bei Veranlassung der Laboruntersuchung 

Ab 1. Oktober 2020 belasten die GOP 32779, 32811 und 32816 den Wirtschaftlichkeitsbonus grundsätzlich nicht. Die Kennzeichnung mit der Kennnummer 32006 ist hier nicht länger erforderlich.

Die Untersuchungsindikation können nach ärztlichem Ermessen gestellt werden. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Laboruntersuchung. Aus diesem Grunde wurde die Abrechnungshäufigkeit auf einmal am Behandlungstag geändert.

ICD-Kodierung U07.1 und U07.2 für Coronavirus-Krankheit

Für die Kodierung von SARS-CoV-2 gibt es eigene Diagnoseschlüssel: 

  • U07.1 G COVID-19: Virus nachgewiesen
    wenn COVID-19 durch einen Labortest nachgewiesen ist
  • U07.2 G COVID-19: Virus nicht nachgewiesen
    wenn COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt, aber nicht durch Labortest nachgewiesen ist
  • U99.0 G Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2
    wenn eine Infektion mit SARS-CoV2 labordiagnostisch abgeklärt wird

Bei den COVID-19-Kodes handelt es sich nach der ICD-10-GM um Zusatzkodes, also sogenannte Ausrufezeichenkodes (!). Damit ist geregelt, dass diese Kodes mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben. 

Nur Zusatzkennzeichen „G“ 

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G“ (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem COVID-19-Infizierten) oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

Kurative Laboruntersuchung zum Nachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2

GOP Bezeichnung

  • 32779 Nachweis von SARS-CoV-2 Virus-Antigenen (Antigentest)
  • 32816 Nukleinsäurenachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2

Das Formular für die Tests nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) ist in der Praxis vorzuhalten und wie gewohnt beim Kohlhammer Verlag zu beziehen. 

Für das Muster OEGD gelten aktuell diese Fassungen:

  • Stand „11.2020“: Diese Fassung können Praxen verwenden, bis Restbestände aufgebraucht sind.
  • Stand „12.2020“ auf Grundlage der Testverordnung vom 1. Dezember 2020.
    Sie enthält nicht mehr das Ankreuzfeld „Risikogebiet Ausland".

Ältere Versionen des Muster OEGD sind ab 1. Januar 2021 nicht mehr gültig.

Ja, sobald eine Person in den genannten Einrichtungen (siehe Merkblatt) untergebracht werden soll, hat diese Person einen Anspruch auf Testung unter der Voraussetzung, dass die Einrichtung im Rahmen ihres Testkonzeptes oder der ÖGD die Testung verlangt.

Vertragsärzte verwenden das Muster OEGD bei der SARS-CoV-2-Testung bei allen asymptomatischen Testungen nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) des Bundesgesundheitsministeriums (BMG).

Nein, sofern zur Vermeidung einer Ansteckung mit COVID-​19 geboten, müssen in ein DMP eingeschriebene Patienten derzeit nicht zu Untersuchungen in die Praxis kommen oder an Schulungen teilnehmen. Die ärztliche Dokumentation von Untersuchungen ist für das erste bis vierte Quartal 2020 nicht erforderlich, sofern die Daten nicht durch telemedizinischen Kontakt erhoben werden können.

Ja, wir empfehlen, sich hierzu mit Ihrer Apotheke vor Ort abzusprechen. Händedesinfektionsmittel müssen sporenfrei abgefüllt werden. In einigen Apotheken gibt es die entsprechende baulichen und materiellen Ausstattung dafür (in den Arztpraxen in der Regel nicht).

Die WHO hat beispielsweise eine Rezeptur mit viruzider Wirkung veröffentlicht, die in der Apotheke hergestellt werden kann.

  • 2-Propanol 75,15 ml
  • Wasserstoffperoxid 3 % 4,17 ml
  • Glycerol 98 % 1,45 ml
  • Gereinigtes Wasser auf 100,00 ml

Die Allgemeinverfügung der Bundesstelle für Chemikalien gilt für die Herstellung und das Inverkehrbringen durch Apotheken und die pharmazeutische Industrie in Deutschland zur Verwendung durch die breite Öffentlichkeit der oben genannten, von der WHO empfohlenen Formulierung eines Mittels zur Händedesinfektion. Zudem gilt sie für:

  • 2-Propanol-Wasser-Gemisch 70 % (V/V)

Die Ausnahmeregelung gilt befristet bis zum 5. April 2021. Sie kann jederzeit durch die Bundesstelle für Chemikalien widerrufen werden.

Die Kosten für Händedesinfektionsmittel sind nach wie vor mit den allgemeinen Praxiskosten abgegolten. Die Rezeptur kann somit weder als Sprechstundenbedarf verordnet werden noch als Materialkosten abgerechnet werden. 

Ja, eine vorherige Genehmigung durch die Krankenkasse ist nicht mehr notwendig, wenn Krankenfahrten für nachweislich an COVID-19 Erkrankte oder für Patienten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, zu nicht aufschiebaren, zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen verordnet werden. Diese Regelung hat der G-BA inzwischen verlängert, solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt (aktuell: 30. Juni 2021)

Die derzeit beste erreichbare wissenschaftliche Beweislage auf der Grundlage epidemiologischer Beobachtungsstudien unterstreicht die Wirksamkeit der Hygienemaßnahmen. Ganz besonders gilt dies für die körperliche Distanzierung. Diese Evidenz kann als Grundlage für wissenschaftliche Leitlinien dienen. 

Dies ist das Ergebnis einer Übersichtsstudie (Metaanalyse) aus dem ersten Halbjahr 2020 im Auftrag der WHO durch die McMaster Universität in Hamilton, Canada. Die Recherche bezog sich auf 172 Beobachtungstudien in 16 Ländern und 6 Kontinenten. 44 Vergleichsstudien mit 25.697 Patienten wurden als relevant eingestuft und in die Metaanalyse einbezogen. 

Die maximale Beweiskraft ist jedoch erst mit einer randomisiert kontrollierten Studie (RCT) erreichbar. Die WHO hat eine solche Studie bei der McMaster Universität in Auftrag gegeben. Mit Ergebnissen wird zum Ende des zweiten Halbjahres 2020 gerechnet.

Eine Corona-Schwerpunktpraxis (CSP) ist eine reguläre Haus- oder Facharztpraxis, die für Infektpatienten und Corona-Verdachtsfälle spezielle Sprechstunden vorhält. In fast allen Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg sind inzwischen solche Praxen etabliert. Corona-Schwerpunktpraxen finden Sie in unserer Arztsuche

Diese Anlaufstellen untersuchen und behandeln Patienten mit Atemwegsinfektionen, welche von ihren jeweiligen Haus- und Kinderärzten als Verdachtsfälle eingestuft werden, jedoch nicht betreut werden können, beispielsweise weil der Vertragsarzt selbst einer Risikogruppe angehört. Besteht ein Coronaverdacht, gelten deutlich erweiterte Sicherheitsstandards und eine strikte Trennung von den übrigen Patienten der Praxis. Bei Bedarf können die Corona-Schwerpunktpraxen Abstriche durchführen. 

Bitte anrufen, nicht einfach hingehen!

Patienten wenden Sie sich bitte zunächst telefonisch an die jeweilige Corona-Schwerpunktpraxis, um einen Termin zu vereinbaren. So schützen Sie sich und andere. Einige der Corona-Schwerpunktpraxen sind an unsere Terminservicestelle angebunden, sodass Patienten direkt über den Patientenservice 116117 einen Termin in der Corona-Sprechstunde bekommen können.

Registrierung Ihrer Praxis als CSP

Coronakarte für Ärzte, Ämter und Patienten

Nein. Bei einer Unbedenklichkeitserklärung handelt es sich grundsätzlich um eine „Wunschleistung”, welche privat zu liquidieren ist.

Im Zusammenhang mit einer asymptomatischen Testung ist die Ausstellung eines Zeugnisses über das Ergebnis der Testung von der abstrichnehmenden Stelle grundsätzlich beinhaltet. (Hinweis: Ein Laborbefund ist als ärztliches Zeugnis zu werten.)

Das Sozialministerium und das Landesgesundheitsamt haben Empfehlungen zum Umgang mit Erkältungs- und Krankheitssymptomen bei Kindern und Jugendlichen herausgegeben (unten zum Download). Demnach ist nach einem überstandenen Infekt kein negativer Virusnachweis und auch kein ärztliches Attest notwendig. Die Bestätigung der ärztlichen Aussage durch eine erziehungsberechtigte Person ist in der Regel ausreichend. Dazu kann die Muster-Bescheinigung verwendet werden, die die Eltern selbst ausfüllen können (Bestandteil der LGA-Handreichung).

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat zusammen mit dem Robert Koch-Institut (RKI) ihre Empfehlungen zum Einsatz der Impfstoffe gegen Pneumokokken angepasst:

Einsatz von Pneumovax® 23

Pneumovax® 23 soll bei eingeschränkter Verfügbarkeit bevorzugt für folgende Personengruppen verwendet werden:

  • Patienten mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten bzw. Immunsuppression: zur Komplettierung der sequenziellen Impfung
  • Senioren ab dem Alter von 70 Jahren
  • Patienten mit chronischen Erkrankungen des Herzens oder der Atmungsorgane

Wegen der breiteren Abdeckung von Pneumokokken-Serotypen kann Pneumovax® 23 nicht durch einen anderen niedrigervalenten Pneumokokken-Impfstoff ersetzt werden. Generell gilt, dass Pneumokokken-Impfungen dem Personenkreis vorbehalten bleiben sollten, der in den gültigen Impfempfehlungen der STIKO benannt ist.

Bitte überzeugen Sie sich vom Warnhinweis der Corona-App und vermerken Sie dies in der Patientendokumentation.

Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) kann Vertragsärzte sowohl telefonisch als auch per Fax oder E-Mail beauftragen. Bei telefonischer Beauftragung durch das Gesundheitsamt empfehlen wir den Inhalt der Beauftragung in einer Telefonnotiz festzuhalten.

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten und auch bei jüngeren Patienten beobachtet wurden, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für einen schweren Verlauf ab etwa 50 – 60 Jahren; 86 % der in Deutschland an COVID-19 Verstorbenen waren 70 Jahre alt oder älter [Altersmedian: 82 Jahre])
  • Männliches Geschlecht
  • Raucher (schwache Evidenz)
  • adipöse (BMI>30) und stark adipöse (BMI>35) Menschen
  • Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21)
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, ohne Rangfolge:
    • des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
    • chronische Lungenerkrankungen (z. B. COPD)
    • chronische Nieren- und Lebererkrankungen
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Patienten mit einer Krebserkrankung
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z. B. Cortison)

Quelle: SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) des RKI

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt ein Merkblatt für ältere und chronisch kranke Menschen zum Coronavirus SARS-CoV-2 zur Verfügung, das sich als Aushang im Wartezimmer oder zur Information Ihrer Patienten eignet.

Merkblatt für chronisch kranke Menschen der BZgA

Mit dem CE-Zeichen dokumentieren Hersteller, dass ihr Produkt die EU-Richtlinien erfüllt. Derzeit werden Atemschutzmasken mit sehr ähnlich aussehenden gefälschten CE-Kennzeichen angeboten (CE = „China Export“). Bei Zweifeln gilt: „Finger weg!“ Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt Detailinformationen dazu, wie die originale CE-Kennzeichnung aussehen muss (Link unten).

Sämtliche Atemschutzmasken, die die KVBW selbst beschafft hat, erfüllen den geltenden Prüfstandard für den Einsatz gegen SARS-CoV-2 (COVID-19)! Das gilt auch für Masken ohne CE-Kennzeichen, die vergleichbaren Standards von Nicht-EU-Ländern entsprechen. Die Entscheidung, ob und von wem Sie zusätzlich weiteres Schutzmaterial beziehen, liegt in Ihrer Eigenverantwortung.

Ja. Der Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 ist ab 8. Mai 2020 unter bestimmten Voraussetzungen GKV-Leistung. 

Es stehen sehr sensitive und für den indirekten Erregernachweis bei Patienten mit COVID-19-Symptomen ausreichend spezifische Antikörpernachweise zur Verfügung. Eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion kann eine Woche nach Symptombeginn zweckmäßig sein.

Verlanlasser und Laborarzt kennzeichnen solche Tests mit der Ziffer 88240, sodass alle Leistungen extrabudgetär honoriert werden. Der Antikörpertest selbst ist als „Ähnliche Untersuchung“ mit der GOP 32641 abrechenbar.

(siehe News-Meldung SARS-CoV-2: Antikörpertest als GKV-Leistung).

Ja. Für die Arzneimittelabgabe in der Apotheke gelten seit dem 22. April 2020 erweiterte Austauschmöglichkeiten. Der Apotheker darf, wenn das entsprechend den gesetzlichen oder vertraglichen Vorgaben abzugebende Arzneimittel in der Apotheke nicht vorrätig ist, ein anderes wirkstoffgleiches Arzneimittel abgeben.

  • Ohne Rücksprache mit dem verordnenden Arzt darf der Apotheker hinsichtlich Packungsgröße (auch mit Messzahl-Überschreitung), Packungsanzahl und Wirkstärke (wenn keine pharmazeutischen Bedenken bestehen) abweichen (Ausnahme: BtM zur Substitution), sofern dadurch die verordnete Gesamtmenge des Wirkstoffs nicht überschritten wird.
  • Aus Gründen der Arznei­mitteltherapie­sicherheit wäre es sinnvoll, dass der Apotheker den Arzt über den Austausch im Sinne einer Abweichung von der verordneten Wirkstärke informiert; aktuelle Vorgaben dazu gibt es jedoch nicht.
  • Ohne Rücksprache mit dem Arzt darf der Apotheker außerdem Teilmengen aus Fertigarzneimittelpackungen entnehmen, sofern die abzugebende Packungsgröße nicht lieferbar ist.
  • Nach Rücksprache mit dem verordnenden Arzt ist auch die Abgabe eines pharmakologisch-therapeutisch vergleichbaren Arzneimittels (das heißt eines anderen ähnlichen Wirkstoffs) möglich, wenn weder das eigentlich abzugebende noch ein entsprechendes wirkstoffgleiches Arzneimittel vorrätig oder lieferbar ist. Dies gilt auch bei gesetztem Aut-idem-Kreuz.
  • Der Apotheker muss den Austausch jeweils auf dem Verordnungsblatt dokumentieren, ein neues Rezept ist nicht erforderlich.

Gesetzliche Grundlage ist die SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung, die außer Kraft tritt, wenn die Feststellung einer Epidemie aufgehoben wird, ansonsten spätestens mit Ablauf des 30. Juni 2021.

Ja, Betäubungsmittelrezepte (BtM-Rezepte) dürfen vorübergehend auch außerhalb von Vertretungsfällen übertragen und von anderen Ärzten verwendet werden – etwa innerhalb einer Praxisgemeinschaft oder wenn aus dem Ruhestand aktivierte Ärzte ohne eigene Rezeptvordrucke BtM-Verschreibungen ausstellen sollen.

Gesetzliche Grundlage ist die SARS-CoV-2-Arzneimittel­versorgungs­verordnung, die außer Kraft tritt, wenn die Feststellung einer Epidemie aufgehoben wird, ansonsten spätestens mit Ablauf des 30. Juni 2021.

Die KVBW lässt ihre Mitglieder mit den möglichen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für ihre Praxis nicht allein.

Schutzschirm für Praxen – jetzt ist es amtlich

Regeln für COVID-19-Ausgleichszahlungen im Honorarverteilungsmaßstab fixiert

Der Honorarverteilungsmaßstab (HVM) der KV Baden-Württemberg regelt nun die Umsatzgarantien für Vertragsärzte und -psychotherapeuten bei Fallzahlrückgängen infolge von COVID-19 (in § 16 Ausgleich von überproportionalen Honorarverlusten). Die Vertreterversammlung hat mit Datum 7. Mai 2020 einstimmig die Änderungen der Honorarverteilung beschlossen, die erforderlich waren, um den GKV-Schutzschirm in Baden-Württemberg rückwirkend ab dem ersten Quartal 2020 umzusetzen. 

Ausgleich für gesunkene GKV-Umsätze

Pandemiebedingte Vergütungsausfälle bei den Leistungen, die Sie über die KV abrechnen, gleichen wir aus, sodass 90 Prozent des GKV-Gesamthonorars aus dem Vorjahresquartal gesichert sind (bei unveränderter Praxis­konstellation). Die Ausgleichszahlung umfasst auch extrabudgetäre Leistungen wie Früherkennung und ambulante Operationen. Selektivvertragliche oder privatärztliche Honorarverluste kann die KV hingegen nicht ausgleichen.

Wichtig dabei: Der Rückgang der Patientenzahlen darf nicht auf verkürzte Präsenzzeiten unabhängig von der Pandemie zurückgehen. Grundsätzlich müssen die Mindest­sprechstunden erfüllt sein, damit die Härtefallregelung greift.

Umsatzgarantie für Ermächtigte

Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten und Ermächtigte erhalten die Ausgleichszahlung automatisch (ohne Antrag).

Bei Neupraxen orientiert sich die Ausgleichszahlung am Fachgruppendurchschnitt. Auf Antrag berücksichtigen wir stattdessen das Honorar des vorherigen Praxisinhabers.

Sonstige Finanzhilfen sind anzeigepflichtig

Das Geld muss nicht zurückbezahlt werden, ist allerdings mit anderen Zahlungen (z. B. Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz, Soforthilfe von Bund oder Land etc.) zu verrechnen. Denken Sie daran, uns unverzüglich mit dem untenstehenden Formular mitzuteilen, wenn Sie anderweitig Geld bekommen.

Nein. Eine interne Weisung der Bundesagentur für Arbeit hat kurzzeitig für Verwirrung gesorgt. Inzwischen ist geklärt: Arztpraxen können trotz GKV-Rettungsschirm Kurzarbeitergeld beantragen.

Eine Pflicht, sich zu testen zu lassen, gibt es nicht. Deshalb ist vor einer Testung eine Einwilligung der zu testenden Person einzuholen. Sie klären darüber auf, wie der Test abläuft, und was mit der Probe passiert. 

Bei Patienten, die nicht zu Ihrem Patientenstamm gehören, ist darüber hinaus eine Information über die Datenweitergabe erforderlich. 

Einwilligung – Corona-Test bei asymptomatischen Personen 

So gehen Sie vor:

  1. mündlich aufklären und Einwilligung zum Test einholen
  2. über die damit verbundene Datenverarbeitung informieren (Datenschutz-Information siehe unten zur Verfügung stellen)
  3. Einwilligung zur Datenverarbeitung einholen:
    1. schriftlich (z. B. unsere Mustervorlage siehe unten unterschreiben lassen und aufbewahren) oder
    2. mündlich und dann die Zustimmung in Ihren Unterlagen dokumentieren

Informationsblatt & Einwilligungserklärung Datenschutz

Wenn ein Patient anruft, klären Sie zunächst die entsprechende Symptomatik (respiratorischen Infekt).

Abfrage der Symptome & Risikogruppe:

  • Hat der Patient Husten, Fieber, Kurzatmigkeit?
  • Hatte er in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einem COVID-19-Kranken?
  • Ist er in einer Pflegeeinrichtung, Arztpraxis oder einem Krankenhaus tätig?
  • Gehört er einer Risikogruppe (Alter, Vorerkrankungen) an?
  • Verlust von Geruchs-/Geschmackssinn
  • klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie UND Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung

Gegebenenfalls sollte die Praxis den Patienten bitten, zunächst zu Hause zu bleiben und möglichst keine persönlichen Kontakte zu anderen herzustellen. Die Praxis wendet sich bei einem begründeten Verdachtsfall an das zuständige Gesundheitsamt, das über die weitere Vorgehensweise entscheidet. Ist der Patient jedoch soweit erkrankt, dass er nicht zu Hause bleiben kann, bitte entsprechend den Rettungsdienst/Krankentransport mit dem Hinweis auf den Verdacht der Infektion informieren und den Patienten ins Krankenhaus transportieren lassen. Bitte dieses vorab informieren. In Abhängigkeit der Symptome und nach Absprache mit der Leitstelle wird das zuständige Krankenhaus angefahren.

Bitte schicken Sie die Patienten nicht ohne Indikation und unangemeldet in Krankenhausambulanzen, Notfallpraxen, Abstrichstellen und Gesundheitsämter!

Wenn Ihnen die Versorgung dieses spezifischen Patientenklientels nicht möglich ist, bieten sich dafür Corona-Schwerpunktpraxen (CSP) oder auch Abstrichstellen/Fieberambulanzen an, die inzwischen überall in Baden-Württemberg etabliert sind. Standorte für Corona-Tests finden Sie unter http://coronakarte.kvbawue.de/.

Grundsätzlich sind Vertragsärzte im Rahmen der Sicherstellung dazu verpflichtet, Patienten mit Verdacht auf eine COVID-19-Infektion zu untersuchen. Die niedergelassene Ärzteschaft ist hier gefordert, Infektions- und Verdachtsfälle schnell zu erkennen. Uns ist die außergewöhnliche Belastung, die aktuell auf Sie persönlich und Ihre Praxis zukommt, bewusst. Wir zählen darauf, dass Sie Ihre Patienten in dieser Situation vorbildlich wie gewohnt versorgen.

Hausärzte steuern in Fieber-Ambulanzen und Schwerpunktpraxen

Falls es für Sie aus gesundheitlichen Gründen ein Risiko darstellt, COVID-19-Patienten oder Verdachtsfälle zu behandeln, dann versuchen Sie bitte, interkollegial die Versorgung oder den Abstrich trotzdem sicherzustellen. Unsere COVID-Schwerpunktpraxen und die Fieberambulanzen sind in solchen Fällen die richtige Anlaufstelle.

Für Informationen zu den ambulanten Corona-Versorgungs- und Testeinrichtungen in Baden-Württemberg nutzen Sie bitte unsere Karte mit Adressen und Rufnummern: http://coronakarte.kvbawue.de/.

Bitte schicken Sie die Patienten nicht ohne Indikation und unangemeldet in Krankenhausambulanzen, Notfallpraxen, Abstrichstellen und Gesundheitsämter!

Patient ohne Symptome

Im Zuge der Teststrategie von Bund und Land sollen – über die RKI-Empfehlungen hinaus – asymptomatische Personen getestet werden, um einen erneuten starken Anstieg der Infektionszahlen zu vermeiden. Diese Testungen sind für niedergelassene Ärzte freiwillig.

Patient zeigt Symptome

Wenn ein Patient Symptome zeigt, so gelten die Kriterien zur Verdachtsabklärung laut RKI. In den dort genannten Fällen ist eine Testung des Patienten angezeigt. Wenn eine ambulante Behandlung möglich erscheint (also bei entsprechend milder Ausprägung der Symptome und wenn keine sonstigen Umstände vorliegen, die eine stationäre Behandlung notwendig erscheinen lassen), ist der Vertragsarzt verpflichtet, diese Diagnostik als GKV-Leistung zu erbringen.

Für Informationen zu den ambulanten Corona-Versorgungs- und Testeinrichtungen in Baden-Württemberg für Corona-Verdachtsfälle rufen Sie unsere Corona-Karte mit Adressen und Rufnummern auf: http://coronakarte.kvbawue.de/.

Die kostenlosen Bürgertestungen mit Schnelltests sind dort nicht abgebildet. Um anlasslose präventive Tests auf das Coronavirus ortsnah zu ermöglichen, organisieren die Kommunen Schnelltestzentren. In der Regel informieren die jeweiligen Kreise auf ihrer Homepage über die Abläufe für die Bürgertests. Die meisten Gesundheitsämter haben Corona-Hotlines eingerichtet. Unser Praxisservice hat für Sie eine Linkliste zusammengestellt.

Kontaktdaten der Gesundheitsämter der Landkreise

Direktkontakt

Praxisservice
0711 7875-3300
  • Mo – Fr: 8 – 16 Uhr

Das Robert Koch Institut (RKI) veranschaulicht jetzt in vier anschaulich bebilderten Anleitungen, wie Sie und Ihre Mitarbeiter Atemschutzmasken und Schutzbrillen sowie Schutzhandschuhe korrekt an- und ausziehen und was die häufigsten Fehler dabei sind. Bitte achten Sie immer darauf, alle Schritte genauso durchzuführen wie in der Anleitung vorgegeben. Nur so ist die maximale Sicherheitsleistung garantiert.

Atemschutzmaske und Schutzbrille sicher anlegen

Schutzbrille und Atemschutzmaske sicher ablegen

Schutzhandschuhe sicher ausziehen

Atemschutzmaske: Häufige Anwendungsfehler

Ja. Sollten Sie FFP2-Masken oder Mund-Nasen-Schutz (OP-Masken) benötigen, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular: www.kvbawue.de/schutzbedarf

Wenn Sie aktuell Bedarf an Schutzausrüstung für Ihre Praxis haben, nutzen Sie bitte unser Online-Bestellformular: www.kvbawue.de/schutzbedarf Wir beliefern Sie dann kostenlos.

Bitte halten Sie hierzu Ihre lebenslange Arztnummer (LANR) bereit. Es genügt, wenn ein Arzt pro Praxis bestellt.

Nein, bei einem neuen Patienten ohne persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt ist dies nicht zulässig. Der Versand per Post ist nur bei bekannten Patienten möglich. „Bekannt“ heißt: Der Patient war in den zurückliegenden sechs Quartalen mindestens einmal in der Arztpraxis.

War der Patient bisher noch nie in der Praxis, hält er seine elektronische Gesundheitskarte (eGK) in die Kamera, damit das Praxispersonal die Identität prüfen und die notwendigen Daten (Bezeichnung der Krankenkasse; Name, Vorname und Geburtsdatum des Versicherten; Versichertenart; Postleitzahl des Wohnortes; Versichertennummer) erheben kann. Der Patient bestätigt zudem mündlich das Bestehen des Versicherungsschutzes. Am Telefon fragt das Praxispersonal diese Daten ab.

Ist der Patient der Praxis bekannt, findet im aktuellen Quartal jedoch ausschließlich telefonischer Kontakt statt, übernehmen Sie die Versichertendaten aus der Patientendatei.

Hinweis zu den TI-Sanktionen: Bei der Videosprechstunde oder reinem Telefonkontakt ist nach heutigem technischen Stand kein Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) möglich. Aktuell gibt es (noch) keine Ausnahmeregelung für das VSDM in Corona-Zeiten. Das bedeutet, dass die VSDM-Pflicht bei Patienten, die in die Praxis kommen, weiterhin besteht. Das Thema ist derzeit auf Bundesebene in Beratung. Um Honorarkürzungen zu entgehen, sollten sie daher darauf achten, mindestens einen VSDM-Prüfnachweis in Ihrer Quartalsabrechnung zu haben.

Nein. Wenn der geplante Impfzyklus nicht eingehalten werden kann, ist es in aller Regel nicht notwendig, erneut mit der ersten Impfung zu beginnen. Holen Sie dann so bald wie möglich die ausstehende(n) Impfung(en) nach, denn die STIKO propagiert seit jeher den Grundsatz, „jede Impfung zählt“. Prüfanträge seitens der Krankenkassen wären daher möglich.

Ja, Krankenhausärzte können bei Entlassung nunmehr für eine Dauer von 14 Tagen (statt 7 Tagen) Verordnungen über Verbandstoffe, Teststreifen, häusliche Krankenpflege, SAPV, Soziotherapie, Heil- und Hilfsmittel ausstellen.

Für Arzneimittel wird die Begrenzung auf eine Packung mit dem kleinsten Packungsgrößenkennzeichen ausgesetzt. Das bedeutet, dass – ausgehend vom Versorgungsbedarf des Patienten – bei Entlassung auch eine größere Packung verordnet werden kann.

Die Einlösefrist für Entlassrezepte wird von 3 auf 6 Werktage verlängert.

Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, empfiehlt das Bundesministerium für Gesundheit, die Arzneimittelverordnungen insbesondere bei chronisch kranken Patienten wie gewohnt fortzuführen (z. B. mit einer N3-Packung). Hierdurch sollen unnötige Arztbesuche vermieden werden. Hingegen wird von Verordnungen auf Vorrat abgeraten. Bitte verzichten Sie auch auf zusätzliche Privatrezepte, damit Arzneimittel den Patienten zur Verfügung stehen, die sie dringend benötigen.

Nein. Es besteht keine Möglichkeit, Hände- und Flächendesinfektionsmittel über Sprechstundenbedarf (SSB) oder Materialkosten abzurechnen. Diese Kosten sind nach wie vor mit den allgemeinen Praxiskosten abgegolten.

Nein, da Schutzbrillen in der Regel nach Desinfektion/Sterilisierung wiederverwendbar und deshalb mit den Praxiskosten abgegolten sind.

Ja. Eine stationäre Einweisung ist nicht bei allen bestätigten Fällen empfohlen. Bitte halten Sie den Kliniken den Rücken frei, indem Sie ambulant beherrschbare Fälle unbedingt ambulant behandeln! Stationär nur für schwere Fälle bzw. sehr gefährdete Patienten.

Getragene Masken sollten Sie nach der Schicht entsorgen. Neben den Schutzstufen finden sich auf FFP-Masken noch weitere Kennzeichen. Diese gelten gleichermaßen für FFP1-Masken, FFP2-Masken und FFP3-Masken. FFP-Masken mit der Kennzeichnung NR (non reusable) sind zum Gebrauch für eine Schicht bestimmt.

Für die Kodierung von SARS-CoV-2 in der Abrechnung und auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen gibt es eigene Diagnoseschlüssel: U07.1 G für COVID-19-Fälle, bei denen das Virus labordiagnostisch nachgewiesen wurde. Mit dem Kode U07.2 G werden ab dem zweiten Quartal die COVID-19-Fälle kodiert, bei denen eine klinisch-epidemiologische COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde, die nicht durch einen Labortest nachgewiesen ist. 

Bei beiden COVID-19-Kodes handelt es sich nach der ICD-10-GM um Zusatzkodes, also sogenannte Ausrufezeichenkodes (!). Damit ist geregelt, dass diese Kodes mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben.  

Kodes ab 1. April 2020

U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen:

ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen SARS-CoV-2 durch einen Labortest nachgewiesen wurde.  

U07.2  COVID-19, Virus nicht nachgewiesen:

ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist und das Virus nicht durch Labortest nachgewiesen wurde oder kein Labortest zur Verfügung steht. 

Nur Zusatzkennzeichen „G”

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G” (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem COVID-19-Infizierten) oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

Zusätzlicher Kode ab 1. Juni 2020

U99.0  Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2

Für die Kodierung von Corona-Tests gibt es seit 1. Juni einen dritten ICD-Kode: U99.0.  Die Schlüsselnummer beschreibt einen „Versorgungsanlass“ hinsichtlich der Behandlung von Personen, bei denen eine Infektion mit SARS-CoV2 abgeklärt wird. Mit „spezielle Verfahren“ sind direkte labordiagnostische Verfahren zum Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2 gemeint.

Analog zu den beiden anderen Kodes muss die U99.0 immer zusätzlich zu einem weiteren ICD-Kode verschlüsselt werden, beispielsweise als erste Diagnose die Z11 G – also „Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten“.

Nein. Menschen ohne Krankheitszeichen stellt der Arzt keine AU-Bescheinigung aus. 

Auch wenn die Sorge bei Risikogruppen berechtigt sein mag, ist eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht der richtige und zulässige Weg, wenn der Krankheitswert, der zur Arbeitsunfähigkeit führt, fehlt.

Der Arbeitgeber kann und muss mit seinem Arbeitnehmer aufgrund seiner Fürsorgepflicht abstimmen, wie er mit diesem Risiko umgeht. In Frage kommen (unbezahlte/bezahlte) Freistellung, Urlaubs- oder Gleitzeitabbau. Ein berufliches Tätigkeitsverbot kann nur das Gesundheitsamt aussprechen. Dieses kommt jedoch erst bei Verdacht oder Infektion in Betracht. Unbenommen hiervon ist das Beschäftigungsverbot aufgrund ärztlichen Attests nach Mutterschutzgesetz.

Dokumente zum Download

Nein. Es ist keine Anpassung der Abschlagszahlung auf Grund der Coronakrise geplant. Die Abschlagszahlungen berechnen wir weiterhin gemäß den Abrechnungsrichtlinien auf Basis des Vorjahresquartals. (Ausgenommen sind Fälle, die nichts mit der Coronakrise zu tun haben. Hier behalten wir uns gegebenenfalls Kürzungen an den Abschlagszahlungen anhand den Abrechnungsrichtlinien vor.)

Sollte eine individuelle Anpassung der Abschlagszahlung notwendig sein, setzten Sie sich bitte telefonisch mit unserer Ärztebuchhaltung in Verbindung.

Direktkontakt

Ärztebuchhaltung
0721 5961-1340
Fax 0711 7875-48 3910
  • Mo – Fr: 8 – 16 Uhr

Ärzte können sich über das Portal der Landesärztekammer (LÄK) über verfügbare Desinfektionsmittel-Bestände informieren. 

Landesapothekerkammer und Ärztekammer haben gemeinsam ein Desinfektionsmittel-Bestandsportal eingerichtet. Zum Abruf der Informationen ist ein Login in das Portal der Landesärztekammer Baden-Württemberg erforderlich.

Zum Versorgungsauftrag gehört, bei eigener Abwesenheit die Patientenversorgung zu regeln. Es gelten die Vorgaben der Zulassungsverordnung (Ärzte-ZV) und der Vertreterrichtlinie der KV Baden-Württemberg.

Eine Vertretung ist grundsätzlich nur im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Vertretungsgründe möglich. Wird Ihre Praxis vorübergehend geschlossen, müssen Ihre Patienten wissen, an wen sie sich wenden können. Ein pauschaler Verweis auf die umliegenden Ärzte, die Notfallpraxis, eine Krankenhausambulanz bzw. ein Krankenhaus, ermächtigte Ärzte oder die 116 117 ist nicht zulässig. Den Patienten ist ein konkreter Vertreter zu benennen (oder mehrere). Stimmen Sie bitte die kollegiale Vertretung mit den benannten Praxen ab und denken Sie daran, Ihre Abwesenheit der KV zu melden. Bitte vermerken Sie auf der Abwesenheits- / Vertretermeldung „Corona-Pandemie“ als Grund für die Praxisschließung.

Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Suche nach einem externen Vertreter über die Vertreterbörse der KVBW.

Es gibt kein anderes Vorgehen, als wenn die Praxis aus anderen Gründen geschlossen wird, beispielsweise wegen Urlaub. Das bedeutet, dass Sie einen Vertreter organisieren und der KV melden müssen. 

Wird die Praxis geschlossen, müssen Ihre Patienten wissen, an wen sie sich wenden können. Ein pauschaler Verweis auf die umliegenden Ärzte, die Notfallpraxis, ein Krankenhaus bzw. die Krankenhausambulanz oder die 116 117 ist nicht zulässig. Benennen Sie den Patienten einen oder mehrere konkrete Vertreter durch einen entsprechenden Aushang an der Praxis und einen Hinweis auf dem Anrufbeantworter bzw. eine Information auf der Homepage. Stimmen Sie die kollegiale Vertretung unbedingt mit den benannten Praxen ab.

Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Suche nach einem externen Vertreter über die Vertreterbörse der KVBW.

Bitte vermerken Sie auf der Abwesenheits- / Vertretermeldung „Corona-Pandemie“ als Grund für die Praxisschließung.

Bei positiver Testung innerhalb des Praxisteams verfügt das Gesundheitsamt eine Quarantäneanordnung. Die Quarantäneanordnung bezieht sich auf einen einzelnen Arzt oder einen einzelnen nichtärztlichen Mitarbeiter, nicht pauschal auf das gesamte Praxisteam (alle Ärzte und alle nichtärztlichen Mitarbeiter in der Praxis). Das bedeutet somit für eine Praxis, insbesondere mit mehreren Ärzten und mehreren nichtärztlichen Mitarbeitern, dass diese Praxis auch faktisch nicht geschlossen werden muss, sondern weitergeführt werden kann.

Ärzte oder Psychotherapeuten können Leistungen im Rahmen der Videosprechstunde abrechnen, wenn sie einen von der KBV zertifizierten Videodienstanbieter nutzen. Eine Liste dieser Dienste­anbieter gibt es auf der Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung:
KBV: Videosprechstunde (mit Liste zertifizierter Anbieter).

Die Organisation von Videosprechstunden ist denkbar einfach: Sie wählen einen von der KBV zertifizierten Videodienstanbieter aus, der für einen reibungslosen und sicheren technischen Ablauf sorgt. Arzt und Patient benötigen im Wesentlichen einen Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Internetverbindung. Eine zusätzliche Software ist nicht erforderlich.

Videosprechstunden vorerst unbegrenzt möglich

Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus haben KBV und GKV-Spitzenverband die Begrenzungsregelungen aufgehoben: mehr erfahren »

Nein. In diesem Fall ist keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auszustellen. Für das Ausstellen einer AU-Bescheinigung muss zwingend eine Krankheit vorliegen.

Erkrankte Mitarbeitende sollten unbedingt der Arbeit fernbleiben und haben aufgrund ihrer Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Lohnfortzahlung. Bleibt jemand aus Angst vor Ansteckung zuhause, ohne dass dies behördlich angeordnet oder mangels arbeitgeberseitiger Schutzmaßnahmen gerechtfertigt ist, so besteht für diese Zeit mangels Arbeitsunfähigkeit kein Anspruch auf Lohn.

Rücksprache mit dem Gesundheitsamt

Der Patient, der noch keine Symptome hat, kann sich beim Gesundheitsamt melden und schildern, warum er der Ansicht ist, dass er besser nicht zur Arbeit gehen sollte. Das Gesundheitsamt gibt dann gegebenenfalls die Empfehlung, prophylaktisch vom Arbeitsplatz fernzubleiben.

Diese mündliche Empfehlung hat keinerlei rechtsverbindlichen oder anordnenden Charakter. Das Gesundheitsamt stellt in diesem Fall keine Bescheinigung aus. Der Arbeitgeber des betreffenden Patienten, der von dieser Empfehlung des Gesundheitsamtes erfährt, kann dann entscheiden, den Patienten freizustellen. Er zahlt dann das übliche Arbeitsentgelt weiter. Ein Entschädigungs­anspruch nach dem Bundes­infektionsschutz­gesetz besteht in diesem Fall nicht.

Hiervon ist die Situation zu unterscheiden, die zurzeit deutlich seltener vorkommt: Wenn das zuständige Gesundheitsamt bei entsprechend konkreten Verdachtsfällen ein sogenanntes Tätigkeitsverbot ausspricht (§ 31 Infektionsschutzgesetz), stellt das einen Verwaltungsakt dar, der wiederum bezüglich des Verdienstausfalls Entschädigungsansprüche auslöst (§ 56 Infektionsschutzgesetz).

Ja, denn die Weitergabe dieser Daten erfolgt auf rechtmäßiger Grundlage. Die Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) bleibt vom Inkrafttreten der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) unberührt. Gemeldet werden müssen und sollen jedoch nur Fälle, die der Falldefinition des Robert Koch-Instituts (RKI) entsprechen.

Die rechtliche Befugnis ergibt sich aus dem Infektionsschutzgesetz: § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und § 7 Absatz 1 Satz 1 des IfSG.

Behandelnde Ärzte sind verpflichtet, alle Verdachts-, Krankheits- und Todesfälle im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) namentlich dem für den Aufenthaltsort des Patienten zuständigen Gesundheitsamt zu melden (gemäß Infektionsschutzgesetz, IfSG). 

Der Verdacht auf COVID-19 ist begründet, wenn bei Personen mindestens eine der beiden folgenden Konstellationen vorliegt:

  • Personen mit jeglichen mit COVID-19 vereinbaren Symptomen UND Kontakt mit einem bestätigten Fall von COVID-19
  • Auftreten von zwei oder mehr Lungenentzündungen (Pneumonien) in einer medizinischen Einrichtung, einem Pflege- oder Altenheim, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, auch ohne Vorliegen eines Erregernachweises.

Der behandelnde Arzt meldet dem Gesundheitsamt die erforderlichen Angaben innerhalb von 24 Stunden (siehe RKI-Übersicht Meldeinhalte).

Veranlasst der Arzt einen PCR-Test oder einen Antikörpertest bei einem Labor, ergeben sich dadurch weitere Meldepflichten. Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden.

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid” (wirksam gegen behüllte Viren), „begrenzt viruzid PLUS” oder „viruzid” anzuwenden.

Informationen zur Desinfektion bei Viren sind in der entsprechenden Stellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim RKI enthalten. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

Kennzeichnen Sie alle (Verdachts-)Fälle – je Behandlungstag – mit der Ziffer 88240 (Pseudo-GOP) zusätzlich zu den durchgeführten Leistungen als „in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 erbracht“ (gilt sowohl für Hausärzte als auch für Laborpraxen oder gegebenenfalls weitere Fachgruppen). Dies ist wichtig für die Erstattung der Behandlungskosten.

Letzte Aktualisierung: 23.04.2021