Abrechnung und Kennzeichnung Coronavirus

Alle ärztlichen Leistungen, die aufgrund des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 erforderlich sind (Kennzeichnung an jedem Behandlungstag mit Pseudo-GOP 88240), werden in voller Höhe extrabudgetär bezahlt und nicht bereinigt. Ebenfalls extrabudgetär bezahlt wird die in diesem Quartal abgerechnete Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale sowie die Zusatzpauschalen der Pneumolgen und Fachinternisten.

Corona-Tests GKV vs. Land BW

Kostenträger GKV

Patient zeigt Symptome (z. B. Husten, Fieber)

Versicherten-/Grund-/Notfall-/Konsiliarpauschale
Labor-GOP 32816
etc.

Kostenträger Land

Patient zeigt keine Symptome &
Gesundheits­amt will Test
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Abstrich: Pseudo-GOP 99533
Labor-Pseudo-GOP 99536
etc.

Wichtig für die Abrechnung: Pseudo-GOP 88240

Kennzeichnen Sie alle (Verdachts-)Fälle an allen Behandlungstagen mit der Ziffer 88240 zusätzlich zu den durchgeführten Leistungen als „in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 erbracht“ (gilt sowohl für Hausärzte als auch für Laborpraxen oder gegebenenfalls weitere Fachgruppen). Dies ist wichtig für die Erstattung der Behandlungskosten.

Flexible Abrechnungsvorgaben

Forderungen nach flexiblerem Umgang mit bestimmten Abrechnungsvorgaben aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation konnten im kontinuierlichem Austausch mit den zuständigen Stellen ebenfalls erreicht werden.

Labor

Den Labortest dürfen nur Fachärzte und -ärztinnen für Laboratoriumsmedizin oder Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie mit entsprechender Genehmigung durchführen. Für die Abrechnung gilt die neue GOP 32816 – Nukleinsäurenachweis des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) mittels RT-PCR aus dem Kapitel Spezial-Labor.

Wirtschaftlichkeitsbonus erhalten (Kennnummer 32006)

Den Labortest auf SARS-CoV-2 veranlassen Sie wie gewohnt mit einer Labor­überweisung (Muster 10) bei Ihrem Labor. Die Entscheidung, ob ein Patient getestet werden soll oder nicht, liegt im ärztlichen Ermessen – orientiert an den Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI). Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Laboruntersuchung. Veranlasser geben die Laborausnahme-Kennnummer 32006 für meldepflichtige Erkrankungen wie eine GOP in der Abrechnung an. So bleibt Ihr Laborbudget unbelastet und der Wirtschaftlichkeitsbonus erhalten.

Tests bei asymptomatischen Personen

Die Landesregierung hat beschlossen, dass über die RKI-Empfehlungen zur Verdachtsabklärung hinaus jetzt auch Testungen bei bestimmten asymptomatischen Personen(gruppen) durchgeführt werden können. In diesen Fällen übernimmt nun das Land die Kosten (mehr erfahren »). Die Pseudo-GOP 99536 für den Labortest bei asymptomatischen Patienten auf Kosten des Landes dürfen ausschließlich Vertragsärzte in Baden-Württemberg abrechnen. Informationen zur korrekten Abrechnung dieser Tests entnehmen Sie bitte unserem Merkblatt:

Kodierung

Der ICD-Code für die Coronavirus-Krankheit COVID-19 lautet: U07.1. Sie verschlüsseln die Erkrankung beziehungsweise die Symptome (z. B. „J06.9 G Akute Infektion der oberen Atemwege, nicht näher bezeichnet“) und geben zusätzlich den Code U07.1 als Sekundärdiagnose an.

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G“ (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

Die Schlüsselnummer U07.2 geben Sie ab Quartal 2/2020 an, wenn COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist, das Virus jedoch nicht durch Labortest nachgewiesen wurde.

Ausrufezeichen: Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben (U07.1 statt U07.1 !).

So kodieren Sie richtig – Fallbeispiele

Sachkosten / Sprechstundenbedarf

Vorläufig bis zum 10. Juni 2020 besteht ausnahmsweise die Möglichkeit, OP-Masken (Mund-Nase-Schutz), FFP-Masken, Schutzbrillen und -Anzüge im COVID-19-Zusammenhang als Sprechstundenbedarf (SSB) abzurechnen (mehr erfahren »).

Restbestände dieser Schutzmittel, die vor dem 26. März beschafft wurden, können noch, ausnahmsweise und nur bei wirtschaftlichem Bezug, patientenbezogen als Materialkosten abgerechnet werden, wenn der Fall mit der Pseudo-GOP 88240 gekennzeichnet ist. Sonstige Materialien (z. B. Desinfektionsmittel, Handschuhe) sind mit den Praxiskosten abgegolten (mehr erfahren »).

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Die KBV hat eine thematisch geordnete Übersicht zu den Sonderregelungen für die ambulante Versorgung, die bundesweit gelten, zusammengestellt. Hier werden die einzelnen Regelungen kurz erläutert. Diese Liste haben wir um zwei Seiten ergänzt, die zeigen, welche Ausnahmen wir ergänzend für Baden-Württemberg erreichen konnten. Die Übersicht wird stetig aktualisiert.

Zum jetzigen Zeitpunkt werden symptomunabhängige Tests – auch in Pflegeheimen – nicht von der GKV bezahlt. Abrechenbar auf GKV sind zunächst nur medizinisch notwendige Tests nach den Kriterien des RKI. Über die RKI-Empfehlungen hinaus können Testungen bei asymptomatischen Personen in Einrichtungen auf Kosten des Landes erfolgen, wenn das Gesundheitsamt dies befürwortet (mehr erfahren »).

Der Bundestag hat das 2. COVID-19-Bevölkerungsschutzgesetz beschlossen. Das Bundesgesundheitsministerium hat nun den Auftrag, die Einzelheiten zur Kostenregelung von präventiven (Reihen-)Tests auf das Coronavirus in einer Verordnung festzulegen.

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Direktkontakt

Abrechnungsberatung
0711 7875-3397
  • Mo – Fr: 8 – 16 Uhr

Nein, solche Tests sind nicht von der Vereinbarung mit dem Land BW umfasst.

Präoperative Corona-Tests sind derzeit weder eine GKV-Leistung, noch von der Vereinbarung mit dem Land für asymptomatische Tests umfasst.

Soweit das Krankenhaus diese Untersuchung vor den Eingriffen aus eigenen, ggf. organisatorischen Interessen verlangt, muss das Krankenhaus selbst für die Untersuchung sorgen bzw. eine entsprechende Vereinbarung bezüglich der Kostenübernahme mit dem beanspruchten Arzt bzw. Labor treffen.

Die Ärzte sollten die verlangten Testungen nach aktuellem Stand nur veranlassen, wenn die Kostenübernahme außerhalb GKV/Landesvertrag durch das Krankenhaus im Vorfeld verbindlich zugesagt wurde.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Zu unterscheiden ist der direkte Erregernachweis (PCR-Test) vom indirekten Erregernachweis (Antikörpertest). 

Primäres Ziel ist weiterhin, bei Patienten möglichst frühzeitig einen direkten Erregernachweis nach der GOP 32816 / 99536 durchzuführen. Diese Leistung belastet den Wirtschaftlichkeitsbonus nicht, wenn auf dem Behandlungsausweis des Auftraggebers die Kennnummer 32006 eingetragen wird (gilt entsprechend für die Pseudo-GOP 99536).

Für die Antikörpertestung auf SARS-CoV-2 gibt es keinen Beschluss des Bewertungsausschusses und somit keine gesonderte GOP und keine Ausnahmekennnummer. Daher belastet die SARS-CoV-2- Antikörperbestimmung die Laborkosten der Praxis.

Ja. Der Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 ist ab 8. Mai 2020 unter bestimmten Voraussetzungen GKV-Leistung. 

Mittlerweile stehen sehr sensitive und für den indirekten Erregernachweis bei Patienten mit COVID-19-Symptomen ausreichend spezifische Antikörpernachweise zur Verfügung. Eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion kann eine Woche nach Symptombeginn zweckmäßig sein.

Verlanlasser und Laborarzt kennzeichnen solche Tests mit der Ziffer 88240, sodass alle Leistungen extrabudgetär honoriert werden. Der Antikörpertest selbst ist als „Ähnliche Untersuchung“ mit der GOP 32641 abrechenbar. Die Laborausnahmeziffer 32006 kann in diesem Fall nicht eingetragen werden.

(siehe News-Meldung SARS-CoV-2: Antikörpertest als GKV-Leistung).

Die Vereinbarung mit dem Land Baden-Württemberg regelt nur die Testung von asymptomatischen Patienten in Einrichtungen, ggf. unter Einbezug des Personals, wenn dies das Gesundheitsamt als erforderlich sieht und der Arzt entsprechend beauftragt wird. 

Für die Testung asymptomatischer Patienten in der Arztpraxis (Eigeninitiative des „Patienten“, des Arbeitnehmers oder -gebers oder auch des Arztes selbst) enthält die Vereinbarung dagegen keine Grundlage. 

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Nein, solche Tests sind nicht von der Vereinbarung mit dem Land BW umfasst.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Nein, solche Tests sind nicht von der Vereinbarung mit dem Land BW umfasst.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Nein, solche Tests sind nicht von der Vereinbarung mit dem Land BW umfasst.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Nein, solche Tests sind nicht von der Vereinbarung mit dem Land BW umfasst.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Präventiv.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Eine Pflicht, sich zu testen zu lassen, gibt es nicht. Deshalb ist vor einer Testung eine Einwilligung der zu testenden Person einzuholen. Sie klären darüber auf, wie der Test abläuft, und was mit der Probe passiert. 

Bei Patienten, die nicht zu Ihrem Patientenstamm gehören, ist darüber hinaus eine Information über die Datenweitergabe erforderlich. 

Einwilligung – Corona-Test bei asymptomatischen Personen 

So gehen Sie vor:

  1. mündlich aufklären und Einwilligung zum Test einholen
  2. über die damit verbundene Datenverarbeitung informieren (Datenschutz-Information siehe unten zur Verfügung stellen)
  3. Einwilligung zur Datenverarbeitung einholen:
    1. schriftlich (z. B. unsere Mustervorlage siehe unten unterschreiben lassen und aufbewahren) oder
    2. mündlich und dann die Zustimmung in Ihren Unterlagen dokumentieren

Informationsblatt & Einwilligungserklärung Datenschutz

Nein, die Entscheidung, welche Personen getestet werden, erfolgt durch das oder in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt.

Was Sie zu den Corona-Tests der Landesregierung für Verdachtspersonen ohne Symptome wissen müssen, lesen Sie in unserer Newsmeldung Landesregierung weitet Corona-Testungen auf asymptomatische Personengruppen aus.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Nein. Die Pauschale für die Abstrichentnahme beinhaltet sämtliche Abstriche eines Tages bei einem Patienten.

Was Sie zu den Corona-Tests der Landesregierung für Verdachtspersonen ohne Symptome wissen müssen, lesen Sie in unserer Newsmeldung Landesregierung weitet Corona-Testungen auf asymptomatische Personengruppen aus.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Test des Landes: Antworten auf Ihre Fragen

In unserem FAQ-Katalog finden Sie Antworten auf Ihre Fragen zu den Tests auf Kosten der Landesregierung: mehr erfahren »

Nein. Die Abrechnung erfolgt auf einem Behandlungsausweis.

Was Sie zu den Corona-Tests der Landesregierung für Verdachtspersonen ohne Symptome wissen müssen, lesen Sie in unserer Newsmeldung Landesregierung weitet Corona-Testungen auf asymptomatische Personengruppen aus.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Abrechnungsschein im Ersatzverfahren. Wir empfehlen die Unterschrift des Patienten sowie eine Aufbewahrung des Scheines für zwei Jahre.

Was Sie zu den Corona-Tests der Landesregierung für Verdachtspersonen ohne Symptome wissen müssen, lesen Sie in unserer Newsmeldung Landesregierung weitet Corona-Testungen auf asymptomatische Personengruppen aus.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Nein.  Die Versicherten- oder Grundpauschale ist nicht bei Personen ohne Symptome abrechenbar, wenn kein kurativer Sachverhalt vorliegt.

Was Sie zu den Corona-Tests der Landesregierung für Verdachtspersonen ohne Symptome wissen müssen, lesen Sie in unserer Newsmeldung Landesregierung weitet Corona-Testungen auf asymptomatische Personengruppen aus.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

In Baden-Württemberg sollen nun – über die RKI-Empfehlungen hinaus – auch bei einigen asymptomatischen Personengruppen Corona-Labortests durchgeführt werden. Das hat die Landesregierung beschlossen, um einen erneuten starken Anstieg der Infektionszahlen zu vermeiden. Da Tests bei diesen Personen nicht zulasten der GKV vorgenommen und abgerechnet werden können, übernimmt nun das Land die Kosten.

Corona-Tests auf Kosten des Landes

In folgenden Fällen können Testungen bei asymptomatischen Personen(-gruppen) durchgeführt werden:

  • enge Kontaktpersonen von positiv getesteten Fällen nach Einschätzung des Gesundheitsamtes
  • bei Erkrankungshäufungen in Gemeinschaftsunterkünften
  • in medizinischen Einrichtungen
  • in Alten- und Pflegeheimen

Die Koordinierung der Testung und Entscheidung, welche Personen vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen getestet werden, erfolgt durch das oder in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt.

Hinweise zu den weiteren Voraussetzungen finden Sie in unserer Newsmeldung Landesregierung weitet Corona-Testungen auf asymptomatische Personengruppen aus.

Kostenträger Land vs. GKV

Achtung! Die Vereinbarung mit dem Land BW bezieht sich auf Tests in Einrichtungen. Bei diesen Patienten ohne Symptome, immer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Test des Landes: Antworten auf Ihre Fragen

In unserem FAQ-Katalog finden Sie Antworten auf Ihre Fragen zu den Tests auf Kosten der Landesregierung: mehr erfahren »

Ja. Jede Praxis hat die Möglichkeit, Schutzausrüstung über den Sprechstundenbedarf beziehen und zu verwenden, wenn eine Corona-Verdachtssituation auftritt, einschließlich zur Eindämmung einer weiteren Ansteckung von COVID-19 als präventive Maßnahme. Hierunter fällt auch die Schutzausrüstung für Ärzte, MFA und Patienten.

Wichtig: Es gilt hier auch das Gebot der Wirtschaftlichkeit (handelsüblichen Preise und Mengen nur in benötigter und rationaler Größenordnung) und das Gebot des ressourcenschonenden Umgangs mit der Schutzausrüstung. 

Entscheidend ist der Stichtag 26. März 2020: Liegt das Rechnungsdatum nach diesem Termin, können Sie vorläufig (bis zum 10. Juni) und ausnahmsweise bestimmte Schutzausrüstung im COVID-19-Zusammenhang als Sprechstundenbedarf abrechnen. Das gilt für OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz), FFP-Atemschutzmasken, langärmelige, flüssigkeitsabweichende Schutzkittel mit Rückenschluss und Abschlussbündchen an den Armen sowie Schutzbrillen, die Sie selbst gekauft haben.

Schutzmittel, die Sie vor dem 26. März beschafft haben, können Sie auf den Namen des Patienten als Materialkosten abrechnen, sofern der Fall mit der Pseudo-GOP 88240 für COVID-19-Verdachtsfälle gekennzeichnet (ausnahmsweise und nur bei wirtschaftlichem Bezug). 

Siehe auch Wie kann ich Schutzausrüstung über Sprechstundenbedarf abrechnen?

Unsere Verordnungsberatung hat eine Infografik erstellt, die den Abrechnungsweg verdeutlicht:

So rechnen Sie persönliche Schutzausrüstung richtig ab

Sie dürfen einen bekannten Patienten bis zu 3 Stunden und 20 Minuten im Quartal per Telefon betreuen (gilt für ärztliche und psychologische Psychotherapeuten, Nervenärzte, Neurologen, Psychiater, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendpsychiater). Die GOP 01433 (154 Punkte / 16,92 Euro) kann bis zu 20-mal abgerechnet werden (ab mindestens 10 Minuten Gesprächszeit) – insgesamt also 200 Minuten (Höchstgrenze gilt für alle Gesprächsleistungen, ob persönlich, per Video oder per Telefon insgesamt). Als bekannt gelten Patienten, die im aktuellen oder den sechs zurückliegenden Quartalen mindestens einmal persönlich in der Praxis waren.

Die telefonische Beratung ist normalerweise Teil der Grundpauschale. Wegen des hohen Bedarfs an Gesprächsleistungen infolge der Corona-Krise wird die GOP 01433 derzeit (befristet bis 30. Juni 2020) auch vergütet, wenn Sie die Grundpauschale abrechnen, weil Sie den Patienten gemischt per Telefon, persönlich in der Praxis oder in einer Videosprechstunde betreuen.

Bei alleinigem Telefonkontakt im Quartal, den der Patient initiiert, rechnen Sie zusätzlich die GOP 01435 einmal im Behandlungsfall (bei Kindern unter 12 Jahren zweimal) ab.

Das psychotherapeutische Gespräch (GOP 22220/22221/23220) ist bei telefonischer Durchführung nicht abrechenbar. Diese Leistung kann jedoch im Rahmen einer Videosprechstunde erbracht und abgerechnet werden.

War der Patient bisher noch nie in der Praxis, hält er seine elektronische Gesundheitskarte (eGK) in die Kamera, damit das Praxispersonal die Identität prüfen und die notwendigen Daten (Bezeichnung der Krankenkasse; Name, Vorname und Geburtsdatum des Versicherten; Versichertenart; Postleitzahl des Wohnortes; Versichertennummer) erheben kann. Der Patient bestätigt zudem mündlich das Bestehen des Versicherungsschutzes. Am Telefon fragt das Praxispersonal diese Daten ab.

Ist der Patient der Praxis bekannt, findet im aktuellen Quartal jedoch ausschließlich telefonischer Kontakt statt, übernehmen Sie die Versichertendaten aus der Patientendatei.

Hinweis zu den TI-Sanktionen: Bei der Videosprechstunde oder reinem Telefonkontakt ist nach heutigem technischen Stand kein Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) möglich. Aktuell gibt es (noch) keine Ausnahmeregelung für das VSDM in Corona-Zeiten. Das bedeutet, dass die VSDM-Pflicht bei Patienten, die in die Praxis kommen, weiterhin besteht. Das Thema ist derzeit auf Bundesebene in Beratung. Um Honorarkürzungen zu entgehen, sollten sie daher darauf achten, mindestens einen VSDM-Prüfnachweis in Ihrer Quartalsabrechnung zu haben.

Nein, der von den Gesetzlichen Krankenversicherungen Baden-Württemberg (GKV BW) finanzierte Sprechstundenbedarf (SSB) darf nur für gesetzlich krankenversicherte Patienten (GKV-Patienten inklusive Selektivfälle) verwendet werden. 

Zur Bestellung und korrekten Abrechnung von MNS-Masken, Schutzkitteln, FFP2- und FFP3-Masken und Schutzbrillen sind folgende Vorgehensweisen möglich:

Direktabrechnung

Haben Sie einen lieferfähigen Lieferanten gefunden, der direkt mit der AOK abrechnet, dann bestellen sie bei diesem Lieferanten die Schutzausrüstung für Ihre GKV-Patienten und Privatpatienten auf zwei getrennten Rechnungen. Das Sprechstundenbedarfsrezept mit den Schutzausrüstungen für die GKV-Patienten geht an den Lieferanten, der Lieferant kümmert sich um die Abrechnung der AOK. Bei der Direktabrechnung darf das SSB-Rezept nur den für die GKV Patienten benötigten Sprechstundenbedarf enthalten.

Kostenerstattung

Bei der Möglichkeit der Kostenerstattung wird neben der Originalrechnung mit Zahlungsnachweis auch das fertig ausgefüllte Sprechstundenbedarfsrezept zur Abrechnung bei der AOK eingereicht. Falls die ausgestellte Rechnung, die Sie per Kostenerstattung mit der GKV abrechnen wollen, sowohl für den Bedarf der GKV- als auch der Privatpatienten umfasst, ist dies dringend kenntlich zu machen. Die AOK bezahlt dann nur den Teil der Rechnung, der für die GKV Patienten bestimmt ist.

Die Kosten der Schutzausrüstung, die Sie bei der Behandlung Ihres Privatpatienten gebraucht haben, stellen Sie dann dem Privatpatienten in Rechnung.

Sonderfall Sonstige Kostenträger

Hier machen Sie die Kosten für die verbrauchte Schutzausrüstung auf dem Behandlungsausweis bei der Abrechnung geltend.

Bitte beachten Sie: Hände- und Flächendesinfektionsmittel können generell nicht über Sprechstundebedarf bezogen werden.

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Seit 26. März 2020 und vorläufig bis zum 10. Juni 2020 besteht ausnahmsweise die Möglichkeit

  • OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz)
  • partikelfiltrierende Atemschutzmasken, sog. Filtering Face Pieces – FFP (Schutzstufe FFP2; FFP3 oder Respirator insbesondere bei ausgeprägter Exposition, z. B. Bronchoskopie oder bei anderen Tätigkeiten, bei denen große Mengen Aerosole entstehen können)
  • langärmelige, mindestens flüssigkeitsabweisende Schutzkittel mit Rückenschluss und Abschlussbündchen an den Armen (z. B. nach DIN EN 14126:2004-01)
  • Schutzbrillen

in Zusammenhang mit COVID-19 als Sprechstundenbedarf (SSB) abzurechnen. Es gibt zwei mögliche Abrechnungswege, die Direktabrechnung und die Kostenerstattung, unabhängig davon, wer der Lieferant ist.

Direktabrechnung

Sprechstundenbedarfsrezept (Muster 16) korrekt und vollständig maschinell ausfüllen und unterschreiben. Der Lieferant kümmert sich um die weitere Abrechnung.

Kostenerstattung

Sprechstundenbedarfsrezept (Muster 16) korrekt und vollständig ausfüllen (maschinell oder von Hand) als Kostenträger GKV BW eintragen (das Lieferantenfeld darf leer bleiben), unterschreiben und zusammen mit der bereits bezahlten Original-Rechnung mit Zahlungsnachweis und Ihrer Bankverbindung einreichen an:

AOK Baden-Württemberg
Servicestelle Arzneimittelabrechnung und -prüfung
Schorndorfer Straße 32
71332 Waiblingen

Die Unterlagen müssen spätestens drei Monate nach Ende des Lieferungsquartals bei der AOK angekommen sein. Zu spät eingereichte Rechnungen werden leider nicht bezahlt.

Der Weg der Kostenerstattung empfiehlt sich, wenn der Lieferant selbst keine Möglichkeit hat, mit der AOK BW den Sprechstundenbedarf direkt abzurechnen (wenn Sie das Material zum Beispiel über eine Kaufgemeinschaft beziehen).

Restbestände dieser Schutzmittel, die vor dem 26. März beschafft wurden, können noch, ausnahmsweise und nur bei wirtschaftlichem Bezug, patientenbezogen als Materialkosten abgerechnet werden (außer Schutzbrilen), wenn der Fall mit der Pseudo-GOP 88240 gekennzeichnet ist. Sonstige Materialien sind mit den Praxiskosten abgegolten.

Es besteht keine Möglichkeit, Einmalhandschuhe, Hände- und Flächendesinfektionsmittel über Sprechstundenbedarf oder Materialkosten abzurechnen.

Kostenerstattung: Das Lieferantenfeld rechts oben auf dem Rezept im Zweifelsfall leer lassen.

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Ja, Ärzte können Folgeverordnungen auch nach telefonischer Anamnese ausstellen. Voraussetzung ist, dass bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch den Arzt erfolgt ist. Die Verordnung kann dann postalisch an den Patienten übermittelt werden.

Gilt für:

  • Folgeverordnungen für Arzneimittel (einschließlich BtM-Rezepte) sowie Verband- und Hilfsmittel (Ausnahme: Seh- und Hörhilfen), die auf Muster 16 verordnet werden,
  • Verordnungen einer Krankenbeförderung (Muster 4),
  • Folgeverordnungen für die häusliche Krankenpflege (Muster 12) und 
  • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege (Muster 12) 
  • Folgeverordnungen für Heilmittel (Muster 13 Physiotherapie und Podologie, Muster 14 Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Muster 18 Ergotherapie und Ernährungstherapie).
  • Folgeverordnungen für Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) (Muster 63)

Hinweis zu Wiederholungsrezepten zur Empfängnisverhütung

Auch für Wiederholungsrezepte für Kontrazeptiva und Überweisungsscheine im Zusammenhang mit der Empfängnisregelung brauchen Patientinnen nicht extra in die Arztpraxis zu gehen. Ärzte können diese Formulare zusenden. Der Bewertungsausschuss hat festgelegt, dass die GOP 40122 übergangsweise neben der GOP 01820 (11 Punkte / 1,21 Euro) abgerechnet werden darf.

Nein. Es besteht keine Möglichkeit, Hände- und Flächendesinfektionsmittel über Sprechstundenbedarf (SSB) oder Materialkosten abzurechnen. Diese Kosten sind nach wie vor mit den allgemeinen Praxiskosten abgegolten.

Nein, da Schutzbrillen in der Regel nach Desinfektion/Sterilisierung wiederverwendbar und deshalb mit den Praxiskosten abgegolten sind.

Eine Ausnahmeregelung (gültig: 26. März 2020 vorläufig bis zum 10. Juni 2020) ermöglicht Schutzbrillen für die Diagnostik und Behandlung von COVID19-Verdachtsfällen als Sprechstundenbedarf (SSB) abzurechnen (mehr erfahren »).

Kennzeichnung, Kodierung, Labor und Abrechnung bei Corona

1. Kodiernummer 88240 zur Kennzeichnung eines Patientenfalles 

Soweit Patienten in der Praxis mit klinischem Verdacht oder nachgewiesener Infektion auf das Coronavirus behandelt werden, ist der Behandlungsfall des Patienten mit der Kodiernummer 88240 zusätzlich zu den ärztlichen Leistungen zu kennzeichnen.

Nur so ist es möglich, den besonderen Behandlungsbedarf im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krankheit gegenüber den Krankenkassen nachzuweisen und die Erstattung der Behandlungskosten zu bewirken. Nicht nur die Hausarztpraxis, die den Abstrich macht, sollte die 88240 angeben, sondern auch die Laborpraxis, die die Laboruntersuchung abrechnet.

2. Kennnummer 32006 für Untersuchungsindikation Coronavirus bei Veranlassung der Laboruntersuchung 

Bei Veranlassung einer Laboruntersuchung für den Nachweis des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) ist auf dem eigenen Behandlungsfall des Patienten die Laborkennnummer 32006 zu dokumentieren. Damit ist sichergestellt, dass die Laboruntersuchung zum Nachweis das Laborbudget nicht belastet.

Die Untersuchungsindikation können nach ärztlichem Ermessen gestellt werden. Die Krankenkassen übernehmen in jedem Fall die Kosten für die Laboruntersuchung. Aus diesem Grunde wurde die Abrechnungshäufigkeit auf einmal am Behandlungstag geändert.

3. ICD-Kodierung U07.1 und U07.2 für Coronavirus-Krankheit

Für die Kodierung von SARS-CoV-2 in der Abrechnung und auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen gibt es eigene Diagnoseschlüssel: U07.1 ! für COVID-19-Fälle, bei denen das Virus labordiagnostisch nachgewiesen wurde. Mit dem Kode U07.2 ! werden ab dem zweiten Quartal die COVID19-Fälle kodiert, bei denen eine klinisch-epidemiologische COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde, die nicht durch einen Labortest nachgewiesen sind.

Bei beiden COVID-19-Kodes handelt es sich nach der ICD-10-GM um Zusatzkodes, also sogenannte Ausrufezeichenkodes (!). Damit ist geregelt, dass diese Kodes mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben. 

Kodes ab 1. April 2020

U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen: ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen SARS-CoV-2 durch einen Labortest nachgewiesen wurde. 

U07.2  COVID-19, Virus nicht nachgewiesen: ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist und das Virus nicht durch Labortest nachgewiesen wurde oder kein Labortest zur Verfügung steht.

Nur Zusatzkennzeichen „G“ 

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G“ (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem COVID-19-Infizierten) oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

 4. Neue Laboruntersuchung nach GOP 32816 zum Nukleinsäurenachweis des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)

GOPBezeichnungBewertung
32816

Nukleinsäurenachweis des neuartigen Coronavirus mittels RTPCR einschließlich eines Bestätigungstestes bei Reaktivität im Suchtest (Befundmitteilung innerhalb von 24 Stunden nach Materialeinsendung)

Obligater Leistungsinhalt
  • Untersuchung von Material der oberen Atemwege (Nasopharynx-Abstrich (-Spülung oder -Aspirat) und/oder Oropharynx-Abstrich)
fakultativ
  • Untersuchung von Material der tiefen Atemwege (bronchoalveoläre Lavage, Sputum (nach Anweisung produziert bzw. induziert) und/oder Trachealsekret)

einmal am Behandlungstag

59,00 Euro

Nein, sofern zur Vermeidung einer Ansteckung mit COVID-​19 geboten, müssen in ein DMP eingeschriebene Patienten derzeit nicht zu Untersuchungen in die Praxis kommen oder an Schulungen teilnehmen. Die ärztliche Dokumentation von Untersuchungen ist für das erste bis dritte Quartal 2020 nicht erforderlich, sofern die Daten nicht durch telemedizinischen Kontakt erhoben werden können.

Für die Kodierung von SARS-CoV-2 in der Abrechnung und auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen gibt es eigene Diagnoseschlüssel: U07.1 ! für COVID-19-Fälle, bei denen das Virus labordiagnostisch nachgewiesen wurde. Mit dem Kode U07.2 ! werden ab dem zweiten Quartal die COVID-19-Fälle kodiert, bei denen eine klinisch-epidemiologische COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde, die nicht durch einen Labortest nachgewiesen ist. 

Bei beiden COVID-19-Kodes handelt es sich nach der ICD-10-GM um Zusatzkodes, also sogenannte Ausrufezeichenkodes (!). Damit ist geregelt, dass diese Kodes mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben.  

Kodes ab 1. April 2020

U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen:

ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen SARS-CoV-2 durch einen Labortest nachgewiesen wurde.  

U07.2  COVID-19, Virus nicht nachgewiesen:

ist für COVID-19-Fälle vorgesehen, bei denen COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist und das Virus nicht durch Labortest nachgewiesen wurde oder kein Labortest zur Verfügung steht. 

Nur Zusatzkennzeichen „G”

Die Kodes werden ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G” (gesichert) für die Diagnosesicherheit angegeben. Sie sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem COVID-19-Infizierten) oder um den Ausschluss oder den Zustand nach einer COVID-19-Infektion zu verschlüsseln.

Corona ICD U07.2 nicht im ersten Quartal

Da der neue Kode U07.2 für COVID-19-Fälle ohne Labornachweis so kurzfristig konzipiert wurde, dass er im KBV-Prüfmodul und der Praxissoftware zu Fehlermeldungen führt, geben Sie ihn bitte noch nicht in der Abrechnung für Quartal 1/2020 an oder löschen Sie ihn gegebenenfalls wieder. Wir bitten, den anfallenden zusätzlichen Aufwand zu entschuldigen.

Nein, der Schnelltest ist nicht Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung.

Ja, für den Versand von Arzneimittelrezepten und anderen notwendigen Verordnungen sowie Überweisungen kann die GOP 40122 (90 Cent) abgerechnet werden. Diese Regelung ist befristet bis zum 30. Juni 2020. mehr erfahren »

Ja. Mit der GOP 32816 (59,00 Euro) ist ein nukleinsäurebasiertes spezifisches Nachweisverfahren auf das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) neu in den EBM aufgenommen worden.

Die Indikation soll nach ärztlichem Ermessen gestellt werden – unter Berücksichtigung der Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI) (mehr erfahren »). Ärzte können somit, wenn sie dies medizinisch für erforderlich halten, die Testung vornehmen. Die Krankenkassen übernehmen dann die Kosten für die Laboruntersuchung.

Die Landesregierung hat beschlossen, dass über die RKI-Empfehlungen zur Verdachtsabklärung hinaus jetzt auch Testungen bei bestimmten asymptomatischen Personen(gruppen) durchgeführt werden sollen. In diesen Fällen übernimmt nun das Land die Kosten rückwirkend zum 17.04.2020 (mehr erfahren »).

Die Untersuchung darf nur von Fachärzten für Laboratoriumsmedizin oder für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie durchgeführt und berechnet werden.

Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Für die Diagnostik kann der Veranlasser die Kennnummer 32006 angeben, sodass der Wirtschaftlichkeitsbonus Labor unbeeinflusst bleibt.

Die GOP 32816 wird zunächst extrabudgetär finanziert.

Kennzeichnen Sie alle (Verdachts-)Fälle – je Behandlungstag – mit der Ziffer 88240 (Pseudo-GOP) zusätzlich zu den durchgeführten Leistungen als „in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 erbracht“ (gilt sowohl für Hausärzte als auch für Laborpraxen oder gegebenenfalls weitere Fachgruppen). Dies ist wichtig für die Erstattung der Behandlungskosten.

Letzte Aktualisierung: 31.05.2020