Omikron-Impfstoffe: Neue Abrechnungsziffern ab Oktober

Für COVID-19-Impfungen im 3. Quartal 2022 gelten noch die bekannten GOPs

Für Auffrischimpfungen mit einem an die Omikronvarianten angepassten COVID-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer und Moderna gibt es ab dem 1. Oktober 2022 eigene Pseudo-Gebühren­ordnungs­positionen. Bis zum Ende des dritten Quartals nutzen Arztpraxen die bekannten Pseudo-GOPs für die Vakzine beider Hersteller, ohne dabei zwischen adaptierten und nicht-adaptierten Impfstoffen zu differenzieren.

COVID-19-Impfungen mit einem der bivalenten Impfstoffe von Biontech/Pfizer – BA.4–5 oder BA.1 – werden ab dem vierten Quartal mit der Pseudonummer 88337 abgerechnet. Für den Impfstoff von Moderna nutzen Arztpraxen dann die 88338. Es wird dabei nicht zwischen den auf BA.1 und BA.4/BA.5 angepassten Impfstoffen unterschieden. Dazu und zu den Neuerungen bei der Dokumentation informiert der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg in einer aktuellen Schnellinformation.

Grundimmunisierung weiterhin mit Vakzinen der ersten Generation

Praxen kennzeichnen die Pseudonummern mit den bekannten Suffixen für die Indikation (siehe Übersicht unten). Die Praxisverwaltungssysteme bekommen zum Quartalswechsel ein Update mit den neuen GOPs. Im Impfdokuportal für die tägliche Meldung der Impfungen werden ebenfalls entsprechende Felder ergänzt. Die an die Virusvarianten BA.1 und BA.4/BA.5 adaptierten Coronaimpfstoffe waren Anfang September ausschließlich für Auffrischimpfungen zugelassen worden und können von den Praxen wöchentlich geordert werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, diese für Boosterimpfungen bevorzugt einzusetzen. Alle anderen Impfstoffe sind weiterhin verfügbar und werden mit den bekannten Pseudonummern abgerechnet.