Zentrale Corona-Ambulanz zieht von Emmendingen nach Köndringen

Weg für die Patienten führt über die Anmeldung beim Hausarzt

Die Corona-Ambulanz der niedergelassenen Ärzte zieht am kommenden Wochenende von Emmendingen nach Köndringen in die Winzerhalle. Ab Montag, 11. Mai 2020, geht der Betrieb der Corona-Ambulanz täglich von 9 bis 12 Uhr in Köndringen weiter.

Anmeldung über die Hausärzte

Wie bisher auch, können Patienten nur nach vorheriger Anmeldung über die Hausärzte in die Corona-Ambulanz zur Untersuchung oder zum Corona-Test kommen. Falls die Patienten ihren Hausarzt nicht erreichen oder keinen Hausarzt haben, erfolgt die Anmeldung über die Rufnummer 116117. Der Umzug wurde notwendig, weil die Sporthalle am GHSE-Schulzentrum ab 20. Mai 2020 für die bevorstehenden Abitur-Prüfungen gebraucht wird und auch der Schulbetrieb wieder angelaufen ist. Die Halle war seit dem 25. März 2020 als Corona-Ambulanz genutzt worden. Rund 860 Personen wurden in diesem Zeitraum auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus untersucht und etwa 680 Tests durchgeführt.

Der Umzug erfolgt am kommenden Wochenende mit Unterstützung durch DRK-Angehörige mehrerer Ortsvereine unter Führung der DRK-Kreisbereitschaftsleitung. Die GHSE-Halle wird danach gereinigt und desinfiziert, so dass die Nutzung für den Schulbetrieb wieder möglich ist.

In der Corona-Ambulanz können alle Patienten mit Atemwegsinfekten oder Corona-Verdacht aus dem Landkreis Emmendingen untersucht werden. Derzeit ist in der Fieberambulanz ein Arzt im Dienst und betreut zusammen mit einer Medizinischen Fachangestellten die angemeldeten Patienten. „Wir können auf die Patientenzahlen sehr flexibel reagieren und wenn notwendig, die Öffnungszeiten verlängern oder auch weitere Ärzte einsetzen”, erklärt Dr. Dirk Kölblin, Leiter der Corona-Ambulanz und Notfalldienstbeauftragter der KVBW.

Wichtiges Instrument zur Eindämmung des Coronavirus

Die Corona-Ambulanz wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) mit Unterstützung des Landkreises Emmendingen betrieben. „Es freut mich, dass die Corona-Ambulanz bestehen bleibt”, betont Landrat Hanno Hurth. „Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen aktuell niedrig ist, ist die Corona-Ambulanz weiterhin ein wichtiges Instrument zur Eindämmung des Coronavirus.”

Dr. Dirk Kölblin und Landrat Hanno Hurth danken Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker und der Gemeinde Teningen für die Bereitstellung der Halle und den Ehrenamtlichen für ihre Unterstützung beim Umzug von Emmendingen nach Teningen.

Die KVBW hat in Baden-Württemberg knapp 50 Fieberambulanzen und rund 200 Corona-Schwerpunktpraxen eingerichtet. Neben der zentralen Corona-Ambulanz in Köndringen gibt es im Landkreis Emmendingen noch zwei Corona-Schwerpunktpraxen. Eine Corona-Schwerpunktpraxis ist eine reguläre Haus- oder Facharztpraxis, die für Infektpatienten und Corona-Verdachtsfälle spezielle Sprechstunden vorhält. Besteht ein Corona-Verdacht, gelten deutlich erweiterte Sicherheitsstandards und eine strikte Trennung von den übrigen Patienten der Praxis. Bei Bedarf können die Corona-Schwerpunktpraxen Abstriche durchführen. Der Weg in eine solche Corona-Schwerpunktpraxis führt ebenfalls über einen Anruf beim eigenen Haus- oder Kinderarzt.