Von TI-Störung betroffene Praxen sollen laut gematik jetzt Termin mit IT-Servicepartner vereinbaren

KBV drängt auf Regelung zur Kostenübernahme

Um die seit dem 27. Mai bestehende Störung in der Telematikinfrastruktur zu beheben, hat die Betreibergesellschaft gematik die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten erneut aufgefordert zu prüfen, ob sie von der Störung des Online-Abgleichs der Versichertenstammdaten betroffen sind. Ist das der Fall, sollten die Praxen umgehend ihren IT-Servicepartner kontaktieren, um zu klären, ob das Problem über einen Fernzugriff oder vor Ort behoben werden kann. Der Termin sollte möglichst noch in diesem Monat vor dem Quartalswechsel stattfinden, heißt es in der Pressemitteilung.

Bis zu 80.000 Praxen von Ärzten, Psychotherapeuten und Zahnärzten sind seit einer Woche bundesweit von der Telematikinfrastruktur (TI) abgeschnitten und können den Abgleich der Versichertendaten auf der Gesundheitskarte (VSDM) nicht durchführen. Unklar ist zurzeit, ob und in welchem Umfang die Anwendungen im Sicheren Netz, die über die TI laufen, funktionieren.

KBV: Rechnungen dürfen nicht an die Praxen gehen

Die KBV drängt seit einer Woche auf eine schnelle und für die Praxen aufwandsarme und kostenfreie Lösung. Sie ist dazu bereits im Gespräch mit dem Bundesgesundheitsministerium und der gematik. „Die Rechnungen sollen möglichst nicht an die Praxen gehen”, betonte Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel. 

gematik stellt Statusseite bereit

Um Praxen bei der Behebung des Problems zu unterstützen, hat die gematik eine Statusseite im Internet veröffentlicht. Dort können Praxen auch Hilfestellungen finden, wie sie prüfen können, ob sie betroffen sind.