Reformierter Check-up noch keine EBM-Leistung

Gesundheitsuntersuchung für Erwachsene: G-BA passt Intervalle und Inhalte an

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat grundlegende Änderungen bei der ärztlichen Gesundheits­untersuchung für Erwachsene beschlossen. Bis die Neuerungen in der Praxis ankommen, dauert es aber noch. Angepasst hat der G-BA beispielsweise die Altersgrenze, das Untersuchungsintervall, aber auch die Inhalte der als Check-up 35 bekannten Untersuchung. Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben nach der neuen Richtlinie nur noch alle drei statt wie bisher alle zwei Jahre Anspruch auf die Früherkennungsuntersuchung.

Ärzte können eine Richtlinie des G-BA erst dann umsetzen, wenn sie auch im EBM entsprechend abgebildet ist. Nach Inkrafttreten des G-BA-Beschlusses zur Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinie (25. Oktober 2018) hat der Bewertungsausschuss nun sechs Monate Zeit, um über die Vergütung zu verhandeln. Bis die Neuerungen umgesetzt sind, bleiben die aktuell im EBM abgebildeten Leistungen (hier: GOP 01732) gültig. Das bedeutet, dass die Leistungen nach der alten Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinie erbracht und abgerechnet werden, bis die neuen Leistungen im EBM abgebildet sind, so die Rechtsauffassung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).