Mit der GOP 99881 profitieren Sie vom Fördergeld

Notfalldatensatz und elektronischer Medikationsplan: KV erstattet Kosten für die Technik

Bereits in Kürze sollen mit dem Notfalldatenmanagement (NFDM) und dem elektronischen Medikationsplan (eMP) zwei neue Anwendungen der Telematik-Infrastruktur (TI) Einzug in die Praxen halten. Das erfordert ein Upgrade des Konnektors zum E-Health Konnektor sowie die passenden Module in der Praxissoftware. Als Praxisinhaber haben Sie Anspruch auf Erstattungspauschalen für die Kosten, sobald Sie der KV anzeigen, dass Sie die notwendigen Komponenten aktiviert haben. Dabei geht es für eine Vertragsarztpraxis mit durchschnittlicher Fallzahl um über 1.000 Euro. 

Fördervoraussetzungen: Sie benötigen zwei Dinge von Ihrem IT-Dienstleister 

  • Upgrade des TI-Konnektors auf den eHealth-Standard
  • Software-Modul zur Nutzung der E-Health-Anwendungen NFDM und/oder eMP

Nachweiserbringung per Pseudo-GOP 99881

Um die Kostenpauschalen zu erhalten, setzen Sie einfach in dem Quartal, in dem mindestens eines der Module (eMP und/oder NFDM) betriebsbereit ist, bei einem GKV-Patienten im Quartal bei jeder Ihrer Betriebsstätten (auch Nebenbetriebsstätten) die Pseudo-GOP 99881 für die Finanzierung an. Damit bestätigen Sie die Betriebsbereitschaft gegenüber der KVBW. Dann zahlen wir Ihnen die maximal möglichen Förderpauschalen aus.

Notfalldatenmanagement (NFDM)

Beim Notfalldatenmanagement geht es darum, dass bei einem medizinischen Notfall wichtige notfallrelevante Informationen wie Diagnosen oder Medikationen direkt von der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) abrufen können. 

Elektronischer Medikationsplan (eMP)

Der elektronische Medikationsplan (eMP) ist die digitale Weiterentwicklung des bundeseinheitlichen Medikationsplans (BMP). Mit dem eMP wird der Medikationsplan nicht mehr nur auf Papier ausgedruckt, sondern auf der eGK gespeichert. 

Überblick Finanzierungspauschalen

KomponentePauschale
NFDM/eMP-Updates für Konnektor und PVS530 Euro einmalig
Zusätzliches Kartenterminal535 Euro je Anspruch auf ein zusätzliches, stationäres Kartenterminal, einmalig
Anspruch: ein zusätzliches stationäres Terminal je angefangene 625 Betriebsstättenfälle mit persönlichem Arzt-/Patientenkontakt
Zusatzpauschale NFDM/eMP60 Euro je Quartal je angefangene 625 Betriebsstättenfälle mit persönlichem Arzt-/Patientenkontakt
befristet bis 30.09.2020
Zuschlag zur laufenden TI-Betriebskostenpauschale4,50 Euro je Quartal

Wichtig für alle Praxen, die bereits an die TI angeschlossen sind: Der Konnektor muss nicht ausgetauscht werden. Das Gerät, das bereits für den Online-Abgleich der Versichertenstammdaten (VSDM) im Einsatz ist, wird per Software-Update zum E-Health-Konnektor. Falls Sie Ihre Praxis neu an die TI anbinden, werden natürlich außerdem die Erstattungspauschalen für Erstinstallation und Betrieb bezahlt.

Heilberufsausweis (eHBA) der zweiten Generation

Um die medizinischen Anwendungen tatsächlich nutzen zu können, ist ein elektronischer Heilberufsausweis der zweiten Generation (eHBA G2) erforderlich. Der eHBA G2 ermöglicht zum Beispiel, den Notfalldatensatz auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) beim Anlegen zu signieren.

Die Gematik empfiehlt allen Ärzten, die aktuelle Version so bald wie möglich bei ihrer Kammer zu bestellen. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg hat angekündigt, dass der eHBA G2 voraussichtlich ab September 2020 über das Portal der LÄK BW bestellt werden kann.

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