HPV-Impfung für Jungen ist jetzt Kassenleistung

Verordnung erfolgt auf Namen des Patienten

Am 30. November 2018 ist die Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie (SI-RL) durch Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft getreten. Ab sofort können auch Jungen zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung gegen Humane Papillomviren (HPV) geimpft werden. Die Verordnung des Impfstoffs erfolgt wie bei Mädchen als Einzelverordnung auf Namen des Patienten. Ein Bezug über den Sprechstundenbedarf ist nicht zulässig. Als Abrechnungsziffern werden die 89110 A für die ersten Dosen und die 89110 B für die letzte Dosis verwendet.

Mitte September hatte der G-BA beschlossen, die SI-RL entsprechend den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur HPV-Impfung zu ändern. Ab sofort kann die Impfung gegen HPV geschlechtsunabhängig im Alter von neun bis 14 Jahren zulasten der Krankenkassen durchgeführt werden. Nachholimpfungen sind im Alter zwischen 15 und 17 Jahren als Pflichtleistung möglich. Für das Impfschema gelten die Herstellerempfehlungen der jeweiligen Fachinformation. Wird die erste Impfdosis vor dem 18. Geburtstag verabreicht und die Impfserie innerhalb von maximal zwölf Monaten abgeschlossen, sind einzelne Impfungen auch nach dem 18. Geburtstag noch möglich. Die Immunisierung sollte vor dem ersten Sexualkontakt abgeschlossen werden.